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2 drogensüchtige Brüder

Dieses Thema im Forum "Lebenskrisen" wurde erstellt von pandora, 23 März 2006.

  1. pandora

    pandora Well-Known Member

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    Liebe Michi
    Danke für deine PN. Es ist wirklich ein schöner und beruhigender Text. Im Moment bin ich immer noch sehr aufgewühlt mit alldem, was mich umgibt. Wir haben auch eine furchtbare Stimmung bei uns im Ambulatorium. Irgendwie wird auch so doof getrauert. Es ist so hirarchisch. Das obere Kader für sich, das mittlere und untere für sich und die anderen wieder separat. Wie man sieht, kommt niemand richtig klar damit.
    Dass du schon seit 8 Jahren trocken bist und keinen Alkohol mehr zu dir nimmst finde ich eine Riesenleistung. Da kann ich vor dir nur den Hut heben und dir dazu gratulieren. Ich kann mir vorstellen und ich weiss auch aus der beruflichen Erfahrung, wie schwer es ist, vom Alkohol loszukommen. Zumal Alkohol ein legales Suchtmittel ist und zu jeder Gelegenheit angeboten wird. Ich habe ebenfalls Respekt vor dem Alkohol. Es gab eine Zeit, als ich jünger war, da habe ich fast jeden Tag 1 bis 2 Glas Wein getrunken, bis ich mir sagen muss, so geht das nicht, es soll ein Genussmittel bleiben. Nun trinke ich während der Woche nichts und genehmige mir dann dafür am Wochenende zum Essen jeweils 1 bis 2 Glas Rotwein. So stimmt es auch für mich. Was das Rauchen betrifft, war ich bis vor 2 Jahren eine völlige Suchtraucherin. Ich rauchte täglich 1 Päckchen und wenn ich noch Wein dazutrank oder an einem Fest war, kam ich schon auf 2 Päckchen. Nach sicher 12 bis 15 Rauchstoppversuchen schaffte ich es im Juni vor 2 Jahren. Ich habe es diesmal mit Nikotinkaugummis geschafft. Aber ich sage dir, ich würde sofort wieder anfangen mit Rauchen. Ich denke täglich daran und ich habe täglich Situationen, wo ich enttäuscht bin, dass ich mir keine anzünden kann. Ich finde, ich habe noch nie soviel ans Rauchen gedacht, wie jetzt, seit ich nicht mehr rauche. Dann kommt bei mir auch noch die Schokolade. Auch Sucht. Leider nehme ich dann aber auch zu davon. Schrecklich. Ich habe schon allen verkündet, mit 60 fange ich dann wieder mit Rauchen an. So halte ich es im Moment durch und beginne nicht schon jetzt. Liebe Michi, ich denke die Rauchsucht ist das kleinere Uebel als der Alkohol. Alkohol verändert auch die Persönlichkeit, das soziale Verhalten und oft auch das berufliche Umfeld usw. was Nikotin nicht macht. Von dem her würde ich mir den Stress mit dem Rauchen gar nicht machen.
    Du hast mich auch gefragt, wie ich dies mache, mein Bagage abzustellen und ein Problem nach dem anderen anzusehen. Wie du es machen sollst, wenn es zuviele auf einmal sind. Ich bin vielleicht auch eine Meisterin im Verdrängen, was auch nicht immer gut ist. Aber ich nehme mir das Problem heraus, das quasi am lautesten schreit, also das mich im Moment am meisten beschäftigt. Die anderen Probleme sperre ich in meinen sogenannten "Kasten". Und dann beschäftige ich mich lediglich mit dem einen Problem bis es nicht mehr so wichtig ist. Ich weiss, es ist manchmal schwierig, wenn zuviele auf einmal sind. Unseren Patienten sagen wir auch oft, pick dir ein Problem raus und geh mit ihm in den "Garten" und anderen lass zurück. Der Garten ist sinnbildlich für einen ruhigen Ort, wo es ist wohl ist und dort kannst du dich mit deinem Hauptproblem beschäftigen. Die anderen können warten. Schau, ich versuche es oft so zu machen, es gelingt mir auch nicht immer.
    Liebe Michi, ich hoffe, ich habe dich nicht allzu stark verwirrt.
    Ich muss jetzt weiter, meine jüngere Tochter hustet schon seit Tagen wir verrückt und fühlt sich nicht wohl. Ich gehe jetzt zum Arzt mit ihr.
    Bei uns regnet es wie aus Kübeln.
    Ich wünsche dir einen schönen Nachmittag.
    Liebe Grüsse
    pandora
     
  2. Michi

    Michi Well-Known Member

    Liebe pandora:)

    so das wäre geschafft.
    Hab gestern nicht mehr schreiben können.
    War nach dem Termin so gerädert da ging nix mehr.

    Aber es gibt Gutes zu berichten.
    Habe in dem gestrigen Gespräch den Therapeuten all meine Zweifel an dem bisher erreichten und meine Befürchtungen dass ich meine Sache nicht gut gemacht hätte usw usw mitteilen können.

    Ebenso die riesen Angst vor der Veränderung in der Vorgehensweise.
    Ich stand was dass anbelangt vor einen tiefen dunklen Loch. Zu groß um darüber zu springen und ein Drumherum sowie Rückzug war auch nicht möglich.


    Sie haben es sehr gut verstanden und vor allem sie haben zugehört und mich mit den Ängsten und all den anderen Gefühlen wirklich ernst genommen.
    Mir wurde gestern noch mal ausführlicher erklärt wie es nun weiter gehen kann. Ich schrieb dir ja schon davon.
    Am Ende habe ich mich dafür entschieden!!!

    Das Thema Herkunftfamilie konnte ich gestern auch noch mal ansprechen.
    Habe ihnen geschildert was sich in den letzten Wochen seit dem Familientreffen zugetragen hat.
    Werde in dieser Richtung parallel zu dem Aufarbeiten noch Verhaltenstherapeutisch Tipps bekommen. Damit ich in Zukunft lernen kann besser mit solchen Angriffen umzugehen.

    Sie waren mehr als fassungslos und entsetzt über die Wiederholten Verhaltensweisen, Sie sprachen von einem hohen Gewalt und Agressionpotential seitens der Familie.
    Interessant was mein Mann dazu sagt.
    Dass meine bloße Anwesenheit sie in Angst versetzt. Da sie alle befürchten müssen dass ich etwas anspreche was sie nicht hören oder wahrhaben wollen.
    Um sich vor einer Auseinandersetzung mit ihren Taten zu schützen, was ja bedeuten würde dass sie sich mit sich selbst auch beschäftigen müssten.
    Hauen sie verbal auf mich ein, kennen ja all meine Schwachpunkte, geht alles weit unter die Gürtellinie, so bin erst mal beschäftigt. Und kann sie nicht angreifen.
    Dazu möchte ich noch anmerken dass ich ja gar nicht vorhabe sie anzugreifen.


    Was sich da für mich entwickelt ist einfach schön. Wenn es mir gelingt mich darauf zu besinnen geht’s mir richtig gut.
    Da schaffe ich es dann auch die Existenzsorgen /Ängste auszublenden.


    Nun ich wird sehen wie es weitergeht.

    Was du über die Trauerarbeit bei euch im Ambulatorium schreibst find ich einfach nur schrecklich.
    Ich wünsche dir, dass es dir für dich geling, da deinen eigenen Weg / Frieden mit zu finden.



    Nöööö, das mach ich selbst schon:)

    Nein im Ernst, hast du ganz gut beschrieben mit dem Garen und dem Kasten.

    Hab einen Spruch neben meinen Computer stehen:

    Hoffnung ist nicht die Überzeugung dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit dass etwas Sinn hat egal wie es ausgeht.


    Ich geh jetzt erst mal auf Sinnsuche und erledige dabei meine Hausarbeit.

    Gute Besserung für deine Tochter.

    soweit jetzt erstmal
    lass es dir gut ergehen
    melde mich wieder
    bis dahin
    ganz
    liebe grüsse Michi

    @Karin :)

    !!!!!danke auf diesem Wege ich melde mich wieder!!!
     
  3. Michi

    Michi Well-Known Member

    liebe pandora

    siehste, die Eigenverwirrung hat bereits zugeschlagen.
    da fehlte ein Stück Text, geh den erst mal suchen

    :escape:

    gruß
    Michi
    :)
     
  4. pandora

    pandora Well-Known Member

    Liebe Michi

    Ich habe mich für dich richtig gefreut, als ich lesen durfte, dass du dich gestern von den Therapeuten verstanden fühltest. Dies ist nämlich nicht selbstverständlich. Vor allem, wenn sie dich noch bestärken konnten in deiner Vorgehensweise beweist auch, dass du dich eigentlich gut einschätzen kannst. Ich machte auch einmal eine Therapie bei einer Psychologin, als meine Mutter schwer erkrankte. Ich kam mit dieser Situation nicht klar, zudem war dies 2 Jahre, nachdem mein 1. Bruder verstarb. Diese Psychologin konnte mich sehr gut über diese schwierige Zeit hinweghelfen. Obwohl sie eigentlich nichts Aktives unternommen hatte, sie hatte mir auch keine Vorschläge gemacht oder so was. Sie hat einfach meine ganze Problematik von einer anderen Sicht aus beleuchtet und mich in meinen Ideen bestärkt. Das war alles. Sie gab mir zu verstehen, so wie ich es möchte, dies sei auch richtig für mich. Ich finde es richtig, dass du auch in eine Verhaltenstherapie gehst. So lernst du auch für dich richtig zu reagieren, wenn du wiederum unter den Hammer deiner Famiile kommst. Es ist ja auch wichtig, dass man reagiert, ohne dass man nachher ein schlechtes Gewissen hat. Das mit dem schlechten Gewissen ist auch son eine Sache. Ich habe oder hatte auch schon Momente, da freute ich mich oder ich fühlte mich wohl, da kam aber immer ein Schatten und sagte mir, halt! dies ist Uebermut, dies bringt kein Glück, das kann im nächsten Moment wieder anders sein. Somit lebe ich einfach ein nicht sehr freudvolles Leben, aus lauter Angst, wenn ich grosse Freude empfinden würde, alles sich zum Negativen wenden würde. Siehst du, das Ganze grenzt bei mir schon an Zwangsgedanken. Ich muss mich dann jeweils wieder selber ins richtige Licht rücken.
    Liebe Michi, bis bald wieder.
    Liebe Grüsse
    pandora
     
  5. Michi

    Michi Well-Known Member

    Liebe pandora,
    danke für deine Zeilen. Ja ich denke auch in der gegenwärtigen Situation sollte ich das Rauchen als das kleinere Übel ansehen.

    wünsch dir ein schönes Wochenende mit ein paar Sonnenstunden und möglichst viel Frieden und Harmonie mit deiner Familie.

    Weiß noch nicht ob ich am Wochenende zum Schreiben komme,falls nicht melde ich mich Anfang der Woche wieder, da ich dir noch was du deinem letzen Beitrag schreiben möchte.
    alles liebe für dich
    bis dahin
    Michi
     
  6. mikulasek claud

    mikulasek claud Well-Known Member

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    hallo an alle!
    die antworten die ich hier gelesen habe fand ich ganz toll!! das wollte ich als erster loswerden....
    nun versuche ich antworten an "alle" zu geben:
    deine brüder hatten sicher auch nette seiten. seiten die du gerne anderen erzählst die nichts von der drogensucht deiner brüder wußten? deine trauer ist verständlich und ganz in ordnung - aber es gibt eben noch eine andere seite....vielleicht schaffst du es die auch mit ein zu beziehen ;-)
    das die co-abhängigen mindestens so arm dran sind wie die süchtigen unterstreiche ich sofort!!! (ich bin da auch schon am überlegen eine co-abhängigen gruppe zu gründen, vielleicht fällt euch ja was dazu ein?)
    die familiengeschichte aufzustellen, würde ich natürlich auch sehr interessant finden und ganz sicher findest du in deutschland jemanden, der dein vertrauen verdient.wenn soviel leid geschieht in einer familie - scheint ja auch nur die männliche zu sein - was steckt da dahinter?
    den vätern nachzueifern und selbst zur flasche zu greifen ;-))) bringt nicht wirklich was! da es töchter doch mehr bewegt (oder sie machen es öffentlicher!) ein buchtipp: vatermänner von ? onken
    ist eine wunderschöne geschichte über väter und töchter!!!
    so, ich habe sicher nicht alles beantwortet......für fragen noch offen
    claudia
     
  7. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    Liebe pandora,

    ich weiß jetzt tatsächlich nicht mehr, ob ich es hier habe anklingen lassen,
    aber im Augenblick bereite ich meine Übersiedlung für kommende Woche vor und habe einfach in dieser Situation kein bißchen Gelassenheit, denn meine Panik vor Veränderungen macht sich bemerkbar. Dabei ist es keine große Sache, nur 2 Minuten weiter weg. Und sogar mit großem Südbalkon. Also das Wort "Panik" ist wirklich fehl am Platz, aber diffuse Ängste entwicklen manchmal eine Eigendynamik. Was ich eigentlich sagen will ist, dass ich nur hier und da ein paar innerlich ruhige Momente habe, um mich auf ein Thema einzulassen.
    Mitlesen tue ich aber die ganze Zeit, meist morgens zum ersten Kaffee.

    Apropos Kaffee --> Genussmittel --> Rauchen --> Schokolade ....

    Also erst mal alle meine Achtung davor, dass du das Rauchen aufgeben
    konntest. Das ist ein Beweis für deine Selbstdisziplin, Hauptsache, du selbst
    rechnest es dir so hoch an wie andere das tun.

    Dem Kaffee bin ich hoffnungslos verfallen, mir schmeckt auch noch die
    10.Tasse. Das Rauchen hat fast Suchtcharakter. Hat wohl auch etwas mit dem immer noch ungewohnten Alleinsein zu tun. Aber, was noch schlimmer ist,
    ich hab' weder ein schlechtes Gewissen noch Angst vor den Folgen. Diese Gelassenheit ist nicht angebracht! Eigentlich wollte ich auf die
    Schokolade zu sprechen kommen, weil du sie erwähnt hast in Zusammenhang
    mit zunehmen. Kurz nach Weihnachten hatte ich ein paar Wochen, in denen
    Schokolade ein echtes Problem für mich wurde. So, wie ich literweise
    Mineralwasser gekauft habe, so habe ich tafelweise Schokolade gekauft -
    und natürlich gegessen. Mit Entsetzen bemerkte ich, wie ich zunahm, aber
    ich konnte nicht aufhören. Da habe ich die Notbremse gezogen, auf eine
    recht absurde Art: ich habe an einem einzigen Abend 3 (!) ganze Tafeln
    gegessen. Als mir dann, wie erwartet, speiübel war, hatte ich mein Ziel
    erreicht. Denn ab sofort drehte es mir beim bloßen Anblick von Schokolade
    den Magen um. Dieser Effekt hält bis heute an. Es fand dann eine Suchtverlagerung zu Gummibären statt, aber damit lebt sich's leichter...

    [QUOTE
    Ich habe oIch habe oder hatte auch schon Momente, da freute ich mich oder ich fühlte mich wohl, da kam aber immer ein Schatten und sagte mir, halt! dies ist Uebermut, dies bringt kein Glück, das kann im nächsten Moment wieder anders sein. Somit lebe ich einfach ein nicht sehr freudvolles Leben, aus lauter Angst, wenn ich grosse Freude empfinden würde, alles sich zum Negativen wenden würde.der hatte auch schon Momente, da freute ich mich oder ich fühlte mich wohl, da kam aber immer ein Schatten und sagte mir, halt! dies ist Uebermut, dies bringt kein Glück, das kann im nächsten Moment wieder anders sein. Somit lebe ich einfach ein nicht sehr freudvolles Leben, aus lauter Angst, wenn ich grosse Freude empfinden würde, alles sich zum Negativen wenden würde./QUOTE]

    (Hab' wohl technisch falsch zitiert...)

    Pandora, ich verstehe hundertprozentig, was du meinst und wie sich das
    anfühlt. Du beschreibst dieses Gefühlt mit "Schatten" sehr gut. Es gibt nur
    wenige Augenblicke, wo die Sonne im Zenit steht und keine Schatten
    wirft. Zum einen ist diese ängstliche Erwartungshaltung ja kein Wunder bei
    dem, was du erleben musstest, da kommt dann der Selbstschutzmechanismus zum Tragen, um dir weitere Enttäuschungen zu ersparen, nach dem Motto "wer hoch oben ist fällt auch tief". Und wenn du dich tatsächlich mal so richtig freust, dann folgt wahrscheinlich auf dem Fuß das schlechte Gewissen, gell? Auf einer anderen Ebene hat diese negative Programmierung auch im weitesten Sinn mit mangelndem Selbst-Wert zu tun: du bist es dir selbst nicht wert, Freude empfinden zu dürfen.
    Dieses unbewusste Denkmuster ist sehr schwer zu durchbrechen.
    Versuche mal das, was du mit dem "Problem rauspicken" und damit "in den
    Garten gehen" machst, auf schöne Dinge und Gedanken anzuwenden. Das müsste im Umkehrschluß genauso funktionieren: denke an etwas ganz konkret
    Schönes, Angenehmes und lasse es auf dich wirken. Also nicht versuchen,
    ein diffuses Glücksgefühl zuzulassen, sondern versuchen, dich über eine
    bestimmte Sache, einen Menschen, einfach unbedarft zu freuen. Das ist
    vielleicht ein Weg der kleinen Schritte und auch eine Art Meditation, was
    Michi bestimmt bestätigen kann.

    Geht es deiner Tochter inzwischen wieder besser nach dem Arztbesuch? Ich
    wünsche dir, dass du gerade in solchen Situationen (krankes Kind und
    Kind überhaupt) ganz bewusst fühlst, wie sehr du gebraucht wirst. Das ist
    auch das Leben, und zwar von seiner schönen Seite!

    Bei uns ist's richtig kalt, naß, unfreundlich
    Schnee bis auf 600 m, höre ich gerade
    (richtiges Kuschelwetter nach dem Schlittenfahren ...):)

    Ich wünsche dir und deiner Familie einen guten Sonntag,
    bis bald, viele liebe Grüße, (auf diesem Weg auch an Michi)
    Karin
     
  8. pandora

    pandora Well-Known Member

    Hallo Michi, Karin und neu auch Claudia

    Endlich finde ich schnell Zeit um an den PC zu sitzen und hatte mich riesig darüber gefreut, von euch etwas lesen zu dürfen.

    Wir haben eiskaltes und frostiges Frühlingswetter, aber heute scheint wenigstens die Sonne wieder. Ich habe mit meinem Mann zusammen einen Ausflug nach Basel gemacht, wir wohnen ca. eine halte Stunde davon weg. Es war vergnüglich und ich habe es eigentlich genossen. Aber ich habe mich beobachtet, eigentlich ist bei mir latent ein schlechtes Gewissen, dass es mir im Moment gut geht und es auch schlechter gehen könnte usw. usw.

    Karin es beruhigt mich, dass du genau weisst was ich damit meine. Und eigentlich hast du recht, ich muss versuchen, mich auf etwas zu konzentrieren und mich darüber freuen oder es mir wohlergehen lassen.

    Ich habe das gleiche, wenn ich in die Zukunft schaue. Dann habe ich nur Befürchtungen, sei es die Gesundheit, das Aelterwerden, die Kinder, usw. usw. Ich muss mich dann jeweils bewusst zurücknehmen und Stopp sagen und mir dann sagen: "So, jetzt bin ich hier und gerade in diesem Moment geht es mir gut und allen, die mir wichtig sind, geht es auch gut." Dann geht es jeweils wieder. Ich habe eine enorme Verlustangst und Angst, dass es meinen Leuten nicht gut geht. Auch Angst, ich könnte etwas verpassen und es wäre dann zu spät, um zu Helfen oder etwas zu korriegieren. Es ist noch lustig, meine ältere Tochter hat in der Schule unter anderem das Fach "Psychologie/Pädagogik". In diesem Fach hatten sie einen die verschiedenen Angststörungen durchgenommen. In diesem Zusammenhang diagnostizierte sie bei mir eine generalisierte Angststörung. Eigentlich musste ich grinsen und dachte mir, kaum aus den Windeln und schon die alte Mutter diagnostizieren. Aber sie hat schon recht, es stimmt auch. Ich habe oft unrealistische Aengste und kann mich dann auch in etwas hineinsteigern. Meine Familie lacht mich dann jeweils auch aus und eigentlich ist dies mir auch recht auf eine Art, denn es wäre ja schrecklich, wenn alle zusammen gleichticken oder -spinnen würden.

    Huch, Karin, ich bewundere dich, du hast das aber gut gemacht mit der Schokolade. Für mich ist dies wirklich ein Problem. Vor 2 Jahren habe ich mich vielfach mit der Zigerette getröstet oder belohnt oder beruhigt oder gutgehe lassen oder, oder, oder. Und dies fehlt mir einfach furchtbar, und zwar immer noch nach fast 2 Jahren. Und dann stopfe ich mir Schoggi rein, da essen eben auch tröstet. Aber es ist trotzdem nicht das Gleiche. Nikotin ist immer noch etwas anderes, es beruhigt im Moment noch mehr. Früher als ich nach dem Arbeiten nach Hause kam, habe ich die Schuhe ausgezogen und bin auf die Terasse gesessen und habe einfach nur genüsslich eine Zigi geraucht. Heute komme ich nach Hause, ziehe die Schuhe aus und stopfe in der Küche Schoggi rein. Und dies ist nicht der gleiche Genuss.

    Aber mit dem Gewicht muss ich schon aufpassen. Zum Glück mache ich noch 5mal die Woche Sport. Ich wüsste nicht, wie aussehen würde, wenn ich dies nicht machen würde.

    Karin, du beschreibst, deine Angst vor Veränderungen. Dies kenne ich auch. Am liebsten könnte alles so bleiben, wie es ist. Die Umgebung, die Leute usw. Ich glaube, dies hat auch mit Geborgenheit zu tun und mit Sicherheit und oft auch mit mangelnder Selbstsicherheit. Ich kenne viele in meinem Kollegenkreis, die wünschen sich dauernde Veränderungen, wehe es wird ein bisschen langweilig, bekommen sie schon fast eine Depression. Bei mir ist es das Gegenteil. Ich habe schon so viele Veränderungen und Aufregungen in meinem Leben erlebt, mir genügt es, wenn mein Alltag ohne grosse Aufregungen und Sorgen so dahinplätschert. Aber Karin, ich kann dich verstehen und wünsche dir viel Gelassenheit, dass es dir am neuen Ort schnell gut gefällt.

    Was meine jüngere Tochter anbelangt, geht es ihr schon wieder ein bisschen besser. Sie hat Heuschnupfen, dann kam noch ein Husten dazu und ich wusste nicht, ob dieser Husten jetzt ein Erkältungshusten oder ein Heuschnupfenhusten ist. Der Arzt fand jedoch, es sei ein Erkältungshusten mit einer Halsentzündung und hat ihr ein Antibiotika verschrieben. Seit Einnahme dieses Mittels hat sie nun einen Ausschlag am Ellenbogen, Händen und Füssen. Also musste sie nochmals bei ihm vorbei und den Ausschlag zeigen. Er fand, jedoch dieser Ausschlag komme nicht vom Medikament. Ich denke jedoch schon. Das Problem ist bei Antibiotika, man kann es nicht einfach absetzen. Sie muss am Dienstag nochmals bei ihm vorbei und ich werde dann mit reingehen. Denn die Tochter will immer alleine zum Arzt gehen, was ich schon richtig finde, aber bei solchen Sachen will ich mit rein, ob es ihr passt oder nicht. Kinder, Kinder.

    So, jetzt habe ich einfach drauflosgeschrieben. Entschuldigt.

    Liebe Claudia, das Buch, das du erwähnst, ist von Julia Onken mit dem Titel die Vatermänner. Ich habe es schon gelesen und fand es noch recht interessant. Du schreibst auch, dass meine Brüder sicher auch gute Seiten hatten. Das stimmt schon, nur kamen die durch ihr Sucht und deren Verhalten immer weniger zum Vorschein und verblassten auch. Wir hatten eigentlich nie ein ehrliches und herzliches Verhältnis. Wenn wir zusammen waren, wurde ich oft belogen, beschimpft, lächerlich gemacht, da ich ja nicht wisse, wie man richtig lebt, sie schon usw. Wir hatten überhaupt kein entspanntes Verhältnis zusammen. Und irgendwie fühlte ich mich dann auch wieder schuldig, dass ich sie nicht von ihren Süchten abhalten konnte.

    Na ja, ich gehe jetzt essen, mein Mann hat gekocht.

    Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntagabend.

    Liebe Grüsse
    pandora
     
  9. mikulasek claud

    mikulasek claud Well-Known Member

    liebe pandora!
    jetzt will ich dir nochmals schreiben. du sagst du machst dir vorwürfe weil du deine brüder nicht retten konntest!! tut mir weh das zu lesen, aber weißt du, du bist nicht gott - du kannst es nicht beeinflußen. stell dir vor du hättest deine brüder vor dir - was glaubst du, würden sie sich von dir wünschen??? das DU weiterlebst und glücklich bist, oder das du ihnen nachweinst?
    ich schätze sie wollen dein glück und das wünsche ich dir auch:)
    tu es für sie!! lebe dein leben und schaue nach vorne!
    claudia
     
  10. pandora

    pandora Well-Known Member

    Liebe Claudia

    Du hast ja so recht, manchmal ist es einfach wichtig, dass jemand von aussen die ganze Angelegenheit anschaut, denn meist ist man selbst nicht mehr sehr objektiv. Und das stimmt, meine Brüder würden sicher wollen, dass es mir gut geht. Dies hätte ich auch für sie gewünscht. Leider hat es nicht geklappt. Ich hoffe wenigstens, dass es ihnen jetzt gut geht.
    Liebe Grüsse
    pandora
     
  11. Michi

    Michi Well-Known Member

    Liebe pandora ,
    war heute den ganzen Tag im Garten und bin total ko.
    Will dir nur schnell folgendes mitteilen.

    ich glaube, bin mir sogar sicher, dass es ihnen gut geht.
    Ich wünsche dir sehr dass du es irgendwann, wenn die Zeit für dich soweit ist, auch glauben kannst.

    Und sei nicht zu hart mit dir. Auch du hast immer dein bestes gegeben!!!

    So das wars auf die Schnelle.

    muß ins Bett.

    Hab morgen Therapie, melde mich wieder.
    alles Liebe für dich und
    ganz liebe Grüsse
    Michi

    @ Karin,
    ich hoffe es geht dir soweit gut und du schaffst es mit dem Umzug
    Auch an dich ganz liebe Grüsse.


    Und ein herzliches Hallo an Claudia
     
  12. mikulasek claud

    mikulasek claud Well-Known Member

    liebe pandora!!!!
    ich hab mich soooo gefreut als du geschrieben hast, das deine brüder sicher wollen daß es dir jetzt besser geht!!!!!!!! juhuuuuuuuu!
    macht dich das nicht glücklich?? entschuldige das ich so überschweniglich reagiere - aber das finde ich einfach nur super! es geht ja nicht darum deine brüder und ihr schicksal zu vergessen( ganz im gegenteil), sondern das positive in deinem leben zu integrieren......und mit solchen sätzen tust du das!!!!! ich wünsche dir weiterhin gutes gelingen in dieser richtung :kuss1:
    lg claudia

    ich grüße euch alle!!!!!! schon toll hier :)
     
  13. Michi

    Michi Well-Known Member

    Liebe pandora,
    hatte dir ja geschrieben dass ich auf deinen Bericht noch antworten wollte.
    Karin hat dir bereits wunderbar darauf geantwortet. War am überlegen ob ich meine Gedanken dazu überhaupt noch schreiben soll.
    Aber warum eigentlich nicht.

    Genau so ist es.
    kaum findet mal was Schönes statt kommt das Gefühl/Gedanke daher >aber nicht für lange oder hast du eh nicht verdient......<,
    Ich denke das kommt daher das wir, ob nun von Außen oder selbst herbeigeführt, Schicksal oder Karma, immer wieder in genau solche Situationen geraten sind.
    Wenn etwas längere Zeit nach dem gleichen Muster abläuft kommt es ganz automatisch zu solchen Schlussfolgerungen/Zwangsgedanken.
    hab mal gelesen dass das menschliche Gehirn nur 6 Wochen benötigt um ein Verhalten ins Unterbewusstsein zu speichern und somit zu einem selbstverständlichen Muster werden lässt.
    Sowohl positives als auch negatives.

    Nun hatte ich geschrieben dass das bei den Therapeuten gut gelaufen ist und ich die Therapie weitermachen werde.
    Ich will endlich aus diesem "Sumpf" raus. An dem Nachmittag ging es mir richtig gut, konnte für einen lieben Menschen im Garten arbeiten, so erfüllt und zufrieden war ich schon lange nicht mehr.
    Habe mich richtig lebendig gefühlt und war für mehrere Stunden richtig glücklich.
    Die Beziehung zu meinem Mann entwickelt sich richtig gut. Hätte ich nicht gedacht dass ich das mal schreiben könnte. Vor vier Wochen hat noch alles nach Trennung in mir geschrieen.

    Einen Tag darauf hat sich nun eine Situation ereignet die mich total zurückgeworfen hat.
    Und da war ich nun wieder in meinem Loch und hätte mich am liebsten zuschütten lassen.
    Bei den 3 geschilderten Ereignissen habe ich überhaupt nicht daran gedacht, das darauf gleich wieder was negatives folgen würde .Soll heißen, dieser Mechanismus auf was Gutes folgt sogleich was Negatives stellt sich bei mir von alleine/automatisch an.

    Das Schlimme ist für mich dass sich das dann nicht nur auf die eine Begebenheit beschränkt sondern mein Ganzes Sein einbezieht.
    Dann stelle ich gleich wieder alles in Frage kann mich an nichts mehr erfreuen es ist grauenhaft. Vor allem kostet es unendlich viel Kraft da wieder alleine heraus zu kommen.
    Hier schließe ich mich an Karins Bericht voll an und bestätige


    Es ist richtig harte Arbeit für mich aber es ist zu schaffen. Habe es nach den Ereignissen in der vergangenen Woche auch wieder geschafft mich an dem schönen was ich erlebe zu erfreuen und dieses ins rechte Licht gerückt.

    Am Wochenende war ich Samstag und Sonntag bei meiner Wahlfamilie und es ist mir dort richtig gut gegangen.
    Es kam dort leider zu einer äußerst unangenehmen Situation in der ich getriggert wurde, das schöne war, dass sie mich aufgefangen haben und mir zur Seite standen. Ich bin relativ schnell wieder in hier und jetzt gelandet und hab es recht gut überstanden. Sie kennen meine Vergangenheit und ich nenne sie nicht um sonst meine Wahlfamilie.
    Es tut gut Menschen zu haben die einem so zur Seite stehen.

    Manchmal bin ich noch traurig, enttäuscht und auch wütend wenn ich erlebe wie meine Herkunftsfamilie im Gegensatz dazu, mit mir umgeht.
    Wahrscheinlich erwarte ich wirklich zuviel von ihnen.






    Weißt du pandora da könnten wir uns die Hand reichen.

    Phasenweise habe ich in den letzten Wochen eine Gelassenheit die mich selbst verwundert.
    Zum Glück kann ich diese wahrnehmen und für den Moment auch genießen.


    Apropos Genießen

    Habe es geschafft meinen Kaffeekonsum zu reduzieren (hatte jeden Morgen fürchterliche Magenschmerzen und alles ist dann wohl doch nicht psychosomatisch)

    Das mit der Schokolade was Karin so lebhaft beschrieben hat, hat bei mir leider nicht geklappt mir wird auch nach der 4ten Tafel hintereinander nicht schlecht.

    mit den Zigaretten ist noch alles beim alten.



    Ich finde die Beiträge von Claudia sehr interessant und es stimmt schon dass unsere Verstorbenen nicht wollen dass wir ihnen nachweinen sondern dass wir unser Leben glücklich weiterleben. Vor allem aber auch unseretwegen.

    Dazu gehört sich für mich aber unbedingt sich auch mit dem Vergangenen auseinanderzusetzen und in sein Leben zu integrieren. (meine damit nicht in dem Vergangenen drin hängen bleiben sondern da raus zu kommen)
    Denn auch die Gedanken und Wünsche an andere, auch wenn sie nichts „gebracht“ haben, sind ja ein Teil von uns. Und auch nachvollziehbar, geht ja schließlich um nahe stehende Menschen.
    Ich denke dass es sowohl darum geht das positive und auch das negative zu integrieren sonst fehlt ja wieder ein Stück des Ganzen.
    Dann klappt es auch mit dem nach Vorne schauen. Sonst kommen die Schatten immer wieder die du am Anfang und auch zwischendurch so treffend beschrieben hast.
    Auch denke ich dass es eben einen Unterschied macht ob die Angehörigen eines natürlichen Todes verstorben sind.
    Wenn dann ein Weg gefunden werden kann auf dem man lernt sich bewusst zu werden und seinen Frieden damit machen konnte, dass man eben doch nicht so viel Einfluss haben konnte, wie man es sich gewünscht hätte (das meinte ich mit sei nicht zu hart zu dir denn ich weiß von mir dass es verdammt weh tat, und ich zuerst sehr bösartig mit mir war, als mir in Fall Oma klar wurde dass ich nichts dran ändern konnte), kann die natürliche Trauerarbeit die zu jedem Todesfall dazugehört durchlebt werden.

    Und trotzdem passiert es uns dass wir mit ihrem Tod nicht zu Recht kommen. Nicht wollen oder können, wider besseren Wissens!?

    Und wenn ich mir so in Gedanken den gesamten Thread durchlaufen lasse, finde ich tatsächlich dass wir alle jeder für sich eine Menge daraus ziehen konnte.
    Ich habe auch das Gefühl das du was deine Brüder und deine restliche Familie anbelangt eine Menge geschafft hast in der kurzen Zeit!!!




    so und da bin ich nun bei meinem letzt verloren gegangenen Text.

    Wenn ich mir vor Augen führe was ich für liebe Menschen in meiner Umgebung habe
    Wahlfamilie Freunde auch Internetkontakte (zu euch).
    Wie sich meine Beziehung zu meinem Mann positiv verändert.
    Der Therapieverlauf.

    Zitat:
    Was sich da für mich entwickelt ist einfach schön. Wenn es mir gelingt mich darauf zu besinnen geht’s mir richtig gut.
    Da schaffe ich es dann auch die Existenzsorgen /Ängste auszublenden.


    So nun passt der Text wieder.

    Nun ist es aber lang geworden na ja das kommt davon wenn man sich ein paar Tage ausklinkt.

    Liebe pandora ich wünsch dir alles Liebe
    Bis zu nächsten mal
    herzlichst Michi
     
  14. mikulasek claud

    mikulasek claud Well-Known Member

    hallo michi und all die anderen!
    die beiträge sind echt gut die da eintrudeln....und ich denke auch das für jeden was dabei ist für sich selbst!
    was mir immer "weh" tut ist, wie sehr man sich mit dem "problem" auseinandersetzt und wie wenig mit der LÖSUNG! dabei ist doch ein jeder auf der suche nach genau der:)
    die "wahlfamilie", arbeit im garten....all diese dinge die einem gut tun! ich wünsche uns alles das wir mehr davon machen!!!!!!:)
    schöne gedanken wünscht euch
    claudia:kuss1:
     
  15. pandora

    pandora Well-Known Member

    Hallo alle zusammen
    Ich hoffe, euch geht es einigermassen erträglich gut. Ich bin im Moment in einem Tief. Eigentlich sollte ich mich auf das Wochenende freuen, wir sind noch zu einem 50. Geburtstag eingeladen. Aber es kommt mir dann immer wieder in den Sinn, ach, was soll ich mich da auf etwas freuen, nach all dem Mist, den ich schon erlebt habe und dann kommt sicher noch mehr Mist. Wenn ich höre, was für Probleme andere Leute haben und sich über Sachen ärgern können, bei denen ich nicht einmal mit den Wimpern zucke, da denke ich, ach habt ihr bis jetzt Glück gehabt. Irgendwie quäle ich mich durch meine Gedanken durch. Ich kann stündlich mein psychisches Befinden ändern. Und dies ist sehr ermüdend. Diese Berg- und Talfahrt ist einfach sehr ermüdend. Kaum fühlt man sich etwas besser und schaut mit Zuversicht in die Zukunft kann man wieder tief fallen. Ich weiss, dass ich nicht so denken soll, dies ist mir schon klar, aber manchmal muss ich meine Gedanken auch zulassen, auch wenn es negative sind. Ich sage mir dann, ok ich akzeptiere dies als meine Gedanken und nichts weiteres. Ich will sie nicht werden oder sonstwas. Und wenn sie dann nicht mehr so quälend sind, schiebe ich sie wieder von meiner Sicht weg. Aber eben, es geht auch nicht immer. Wenn ich in so Tiefs bin, würde ich am liebsten wieder mit dem Rauchen beginnen. Dies wäre wenigstens etwas, mit dem ich mich trösten kann. Aber auch dies ist Blödsinn. Liebe Michi, ich freute mich richtig, deine Zeilen zu lesen, dass du den Mut hast, um aus dem Sumpf herauszukommen. Dies sind immer sehr gute Voraussetzungen. Dabei ist man selber aktiv und bestimmt selber, dass jetzt etwas gehen muss. Ich drücke dir ganz fest den Daumen, dass du dabei stark bleibst und nur Positives daraus ziehen kannst.
    So, jetzt ist fertig Trübsal geblasen. Es hat mir schon mal gut getan, so einfach von der Seele zu schreiben. Aber wem will ich dies alles erzählen. Mein Mann rollt jeweils die Augen, wenn ich wieder mit dem gleichen komme. Er musste mich schon manche Jahre abhören und tut es auch immer wieder. Aber ich denke, hier versteht man mich noch besser, da ihr auch nicht vom Schicksal verschont wurdet.
    Liebe Karin, ich hoffe, dass du den Umzug gut gemeistert hast und du auch leichten Herzens weiter schauen kannst.

    Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüsse
    pandora
     

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