Ahoi (noch?) aus DK !

Dieses Thema im Forum 'Lebenskrisen' wurde von flameingo gestartet, 21 Januar 2012.

  1. flameingo New Member

    Also, eine verlässliche Ansprechpartnerin ist sie eigentlich nicht, nein. Ich hab sie auch gefragt, was sie mir denn rät, dazu hat sie aber nichts gesagt (also geschrieben).
    Sprachlich läuft für die Ausländer hier natürlich alles auf English. Ich fühle mich diesbzgl. schon etwas dumm, einfach so anzukommen und so. natürlich können alle Dänen mehr oder weniger fließend English. Geschriebenes verstehe ich nicht. Diese Sprachfamilie ist mir vollkommen neu. Ich bin natürlich auch hier, weil ich immer neugierig auf Neues war und so. Aber ich fühle mich selbst auch schon arrogant in dieser Situation, auch wenn ich langfristig gesehen versuchen würde, Dänisch zu lernen, wenngleich ich es nicht so schön zu hören und auch ziemlich schwer finde.
  2. Clara Clayton Well-Known Member

    Hallo und guten Morgen,

    habe einfach mal ein wenig gegoogelt und viel gefunden im Netz - unter anderem auf der Seite der Uni in Aarhus. Die Erfahrungsberichte bekommst du, wenn du "deutsche Studenten in Aarhus" eingibst. Aber das könntest du bei Interesse leicht selber herausfinden.

    Lieber Flameingo, wenn du dir mit Dänemark zuviel vorgenommen hast, dann sprich mit deinem Bruder und steh´dazu. Er kennt dich doch.

    Wenn du allerdings ernsthaft Hilfe für deine Probleme suchst, dann wirst du sie auch finden. Du bist doch nicht alleine dort. Vom Herumjammern wird es nicht besser - nur immer schlimmer.

    Was lese ich da? Die dänische Sprache hört sich nicht so toll an? Du wußtest aber doch vorher, daß dort nicht deine Heimatsprache gesprochen wird, oder?
  3. Hortensie Well-Known Member

    ach...so schlimm ist dänisch gar nicht, wenn du dich erst mal damit beschäftigt hast, wird es immer leichter. Der Vorteil ist, wenn du eine skandinavische Sprache sprichst/verstehst, dann verstehst du auch die anderen.
    Entschuldige, aber ich kann es nicht nachvollziehen in ein anderes Land zu gehen und nichts von deren Sprache zu wissen. Bei Auswanderern, wie bei Studierenden. Wenn ich es vorher nicht gemacht hätte, würde ich gleich bei Ankunft Sprachkurse belegen. Vielleicht weil ich Sprachen liebe, oder es nicht ertragen könnte, dass die Leute über mich reden und ich es nicht verstehe :ROFLMAO: (kleiner Scherz, der musste jetzt sein).
    Ich sehe es ähnlich wie Clara, du steckst deine Ziele einfach zu hoch, logo dass du dann enttäuscht wirst!
    Ich denke immer noch, die Gelegenheit dort zu studieren bekommst du nur einmal und später wirst du dich ärgern, wenn du diese Chance nicht genutzt hast.
    ...aber nur meine bescheidene Meinung.
    Schau doch mal hier rein: www.dk-forum.de
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  4. Lucille Well-Known Member

    Hallo flameingo,

    ich hatte Dich ja gefragt, ob eventuell eine Therapie (wegen Deiner depressiven Verstimmung) in der Landessprache für Dich vorstellbar wäre.
    Also das ginge schon mal nicht.
    Nur Du kannst abwägen, wie wichtig Dir diese Art von Hilfe wäre - und ob dies u.a. ein Grund sein könnte, nach D zurück zu gehen.

    Und ....
    Du lässt Dir leider ein bisschen die "Würmer aus der Nase ziehen" ;--)
    sprich, Du beantwortest Fragen nicht und machst es schwer, die Situation weiter einzuschätzen.

    Bin gespannt, wie Du Dich entscheiden wirst.

    LG
    Lucille
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  5. Clara Clayton Well-Known Member

    Ja, Hortensie. So ist es. Dänisch hätte er schon mal im Vorfeld lernen können. Auch jetzt kann er das noch, denn die Uni Aarhus bietet Sprachkurse an. Daß er die Sprache nicht so mag, halte ich für eine Ausrede, die nicht o. k. ist. Immerhin ist er zu Gast in einem anderen Land, da ist es nicht nur höflich die Sprache einigermaßen zu können, wenn man dort hinzieht, sondern auch wichtig, wenn man neue Leute kennenlernen will. Denn nur so kannst du dich wohlfühlen in der Fremde.

    Ich glaube, daß Flameingo sich einfach zuviel vorgenommen hat. Er sollte sich ganz dringend überlegen, was er nun tun will. Die Entscheidung kann ihm da niemand abnehmen.

    Ich wünsche ihm, daß er es irgendwie packt. Aber ich kann mir vorstellen wie er sich entscheiden wird.

    Ich kann mir denken, daß er noch oft in solchen Situationen wie der jetztigen stecken wird in seinem Leben, wenn er seine Einstellung sich selber gegenüber nicht ändert.
  6. Lucille Well-Known Member

    Darf ich diese Annahme um eine weitere ergänzen?

    Ich persönlich denke, dass das fehlende Heimatgefühl, wie der TE es selbst beschrieben hat (Geborgenheit betreffend Familie)
    es einem jungen Menschen sehr schwer macht, überhaupt zurecht zu kommen.
    Dazu bedarf es nicht mal übermäßiger Sensibilität, es fehlt einfach der haltgebende Unterbau.

    (Entschuldige bitte, flameingo, dass ich hier über Dich spreche!
    Vielleicht liest Du ja weiter hier und kannst mit dem einen oder anderen etwas anfangen)

    LG
    Lucille
  7. Clara Clayton Well-Known Member

    Ja, da hast du sicherlich recht Lucille.

    Das, was du beschreibst Flameingo, kenne ich aus meiner eigenen Jugendzeit zur Genüge. Ich will jetzt nicht groß über mein Elternhaus berichten, doch ich sehe da ziemliche Parallelen. Deswegen weiß ich ja auch, wovon ich hier schreibe.

    Mach´dich nicht verrückt und überlege in aller Ruhe, was du tun willst. Und setz dir nicht wieder neue, große Ziele. Vielleicht findest du dann eines Tages von ganz alleine heraus was DU willst.
  8. flameingo New Member

    Da ist aber ne Menge neuer Beiträge.
    Bzgl. der Sprache; es ist so, dass eigentlich kein ausländischer Student Dänisch vorher kann. Die meisten können es noch nicht mal am Ende, weil ja alle Englisch reden können. Ich hatte mir schon vorgenommen, es zu lernen, wenn ich hier bin, in Kursen und so. Das mit dem Gefallen ist natürlich ziemlich dumm gesagt. Es ist nicht mehr als eine winzige Empfindung, die ich ausnutze.

    Mich würde mal interessieren, wer hier alles schonmal unter Depressionen gelitten hat... ich bin ja dankbar für jeden Beitrag hier. Aber was ich zu tun habe, um mich hier zu etablieren, weiß ich. Bin ja nicht das erste Mal weit weg von der familie oder im Ausland. Mir fehlt gerade nur die Perspektive, dass ich es schaffe, hier anzukommen, dem Uni-Druck stand zu halten usw. Der leistungsdruck hat mich schon immer ziemlich fertig gemacht. Es muss halt bestanden werde, gute Noten noch besser. Es wird viel Zeit investiert und alles geht mit einer immensen Überwindung und Bedrohung einher, sodass ich einfach nur froh bin, wenn ich abends ins Bett kann.
    Heute z.Bsp. wollte ich in eine Vorlesung. Bin etwas zu spät aufgewacht, aber hätte es noch geschafft. Aber ich konnte einfach nicht.... Und das am Anfang ! Wieso kann ich mich nicht einfach freuen...? Offensichtlich bin damit überfordert, sowohl mit meinen Depris, dem Fach un der neuen Umgebung klarzukommen.
  9. Clara Clayton Well-Known Member

    Hallo,

    weißt du denn sicher, daß du depressiv bist? Wenn nicht, dann suche dir einen Arzt, mit dem du über deine Vermutung sprechen kannst(Allgemeinmediziner).

    Wenn du keinen deutschsprachigen Arzt findest(erkundige dich mal bei deinen deutschen Kommilitonen), dann fahre über die Grenze nach Deutschland.

    Ich habe von Zeit zu Zeit depressive Schübe und war auch schon in Behandlung deswegen.

    Was du da beschreibst(bin zu spät aufgestanden, weiß nicht wo ich Hilfe bekomme, man hat mich ins Studentenheim gesteckt...)muß nicht zwangsläufig von Depressionen herrühren.

    Ich weiß so langsam nicht mehr, was ich dir raten soll. Du stellst hier Fragen, beantwortest unsere aber eher ungenügend und gehst auch gar nicht auf unsere Posts ein.

    Du sprichst von Leistungsdruck im Studium. Den gibt es überall - auch in Deutschland und nicht nur im Studium.

    Du weißt also wie du dich in Dänemark etablieren mußt, weil du schon öfters in der Fremde warst. Dann weißt du ja, was du zu tun hast.
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  10. flameingo New Member

    Okay, welche Frage habe ich denn übersehen ? Ich meine wirklich übersehen, weil ich es nicht weiß...sorry.

    Dass es depressive Zustände sind, kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen....Suizidgedanken, totale Antriebs- und Perspektivlosigkeit, Angstzustände usw. sind nur ein paar Seiten.
  11. Clara Clayton Well-Known Member

    Also wirklich. Wenn du dir so sicher bist wegen der Depressionen, dann aber nix wie hin zum Arzt! Ansonsten kann ich dir nur raten, lieber vorsichtig zu sein mit Selbstdiagnosen.

    Welche Frage du übersehen hast? Na, viele!

    Bei Interesse lies dir doch die Postings mal in aller Ruhe durch.

    Alles Gute für dich!
  12. Lucille Well-Known Member

    flameingo,

    solche Erfahrungsberichte helfen Dir kein bisschen weiter, sie verunsichern höchstens.
    zB haben eine Angststörung und Depression einige gemeinsame Symptome.

    In Bezug auf Dich hier Stellung zu nehmen wäre unverantwortlich, das tut hier keiner.

    Wegen der "offenen Fragen":
    selbst fällt mir da gerade mein eigener Beitrag #16 ein ... aber, wie Clara schon schrieb, alles nochmal in
    Ruhe durchlesen wäre hilfreich.

    LG
    Lucille
  13. flameingo New Member

    Uh, also dann; da ich schon mal das Fach gewechselt hatte, würde es dann natürlich keine Bafög mehr geben. Aber auch so wäre es natürlich wichtig, sobald wie möglich zu canceln. Weiter studieren könnte ich dann wie bisher, wo ich will (D, DK, usw), was ich will, also im Rahmen der Möglichkeiten (Bio-Zeug). Nur gerade kann ich echt nicht einschätzen, was von meiner Panik aus der neuen Situation her rührt, was aus depressiven Zuständen, Antipathie zum Fach usw...
    In KN weiter studieren geht leider nicht; knapp am NC vorbei, keine Chance.

    Zu der Frage, ob es Depressionen sind. Manchmal geht es mir schlagartig gut, aber oft auch schlagartig schlecht, total verängstigt, trist im Gemüt. Oft bin ich morgends total antriebslos und traurig. Ich kriege teilweise nur mir größter Mühe alltägliche Sachen auf die Reihe. Meistens schon alles und so, aber manchmal hab ich auch schon Tagelang das haus nicht verlassen und so. Suizidgedanken hatte ich schon ziemlich oft, war auch, würde ich mal sagen, schon öfters kurz davor. Dann wiederum, denke ich mir, dass es schon wieder weg geht und das tut es auch, bis es wieder kommt. Ist auch stark von meinem (sozialen) Umfeld abhängig, dass ich hier natürlich nicht habe. Nach außen kann ich immer ganz gut spielen, aber im Inneren bin ich oft einfach todesmüde.

    Also, ob man das jetzt Depri nennt, ist ja egal. Dass ich so empfinde, steht außer frage.
  14. flameingo New Member

    Also, noch wäre es nicht zu spät wegen Bafög, wollte ich damit sagen.

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