Das endgültige Aus?

Dieses Thema im Forum 'Lebenskrisen' wurde von someone gestartet, 21 Dezember 2011.

  1. Lucille Well-Known Member

    Liebe someone,

    danke für Deine ehrlichen Einblicke.

    Ich kann sehr gut verstehen, dass man dazu tendiert, alle Lösungsansätze erst mal weit von sich zu schieben, wenn die
    Probleme unüberwindlich scheinen. Zu dieser Fraktion gehöre ich selbst auch, und ich gestehe, dass ich manchmal einen
    Tritt in den Hintern brauche, manchal auch mehrere, um mich zu bewegen.

    Patentrezepte habe ich natürlich auch keine für Dich.
    Aber mir fällt auf (so zumindest meine Wahrnehmung), dass Du tunlichst bemüht bist, Konflikten aus dem Weg zu gehen.
    Daraus resultiert auf der einen Seite Stillstand - und gleichzeitig Frustration Deinerseits.
    Weil sich nichts tut, weder im Postitiven noch im Negativen.

    Wenn Du Deinen Mann nicht mehr liebst und Du Dich am liebsten trennen möchtest, dann hat er ein Recht darauf, es zu
    erfahren. Ihn zu betrügen ist keine Lösung, das erweitert lediglich den Leidenskreis um eine weitere Person. Oder hat der andere
    Mann keine Erwartungshaltung?
    Warum, um alles in der Welt, verschwendest (ja, verschwendest) Du Gedanken daran, ihn auch noch finanziell zu unterstützen??
    Zum gegenwärtigen Zeitpunkt fehlen Dir doch da die Voraussetzungen, oder?
    Das Wort "Helfersyndrom" liegt wirklich nahe ...

    Die geschäftliche Existenz Deines Mannes ist gekoppelt an das Haus, sagst Du.
    Den Teil habe ich rein inhaltlich nicht wirklich verstanden, sage auch deswegen nichts dazu.

    Was steht dem Hausverkauf im Weg?
    Es für die Kinder zu erhalten ist eine hehere Absicht - allerdings ohne die Umstände der Gegenwart zu berücksichtigen.
    Gleichzeitig bürdest Du (bürdet Ihr) den Kindern eine schwere Hypothek auf, wenn sie wissen, dass ihr zukünftiges
    "Glück" einen so hohen Preis hat.

    Es ist ein schöner Zug von Dir, dass Du Dich um Deine Eltern kümmerst.
    Darf ich fragen, wie alt sie sind? Du schriebst ja etwas von Pflegebedürftigkeit.
    Wenn das Geschäft auf Deine Schwester läuft, dann nimm das zur Kenntnis (irgend wer hat ja einmal diese Entscheidung
    getroffen) und lass die Angelegenheit dort, wo sie hingehört.
    Wenn Deine Schwester "nichts" tut - dann wird auch das Konsequenzen haben.
    Vielleicht bedarf es gerade dieser Konsequenzen, damit sich etwas bewegt.

    Ich würde mir an Deiner Stelle einen richtigen Plan machen zu allem, was einer Regelung bedarf.
    Zu jedem Punkt würde ich entsprechende unterstützende Anlaufstellen ausfindig machen.
    Wenn Du siehst, dass Dir geholfen werden kann, dann wird Dich das motivieren, weitere Schritte zu unternehmen.

    An die Spitze der Prioritätenliste würde ich allerdings das intensive - und vorallem ehrliche - Gespräch mit meinem Mann setzen.

    LG
    Lucille
    pisces, Spätzin, Hortensie und 2 anderen gefällt dies.
  2. someone Member

    das stimmt
  3. someone Member

    So, ich schreib gleich weiter. Wollte nur mal ausprobieren, ob ich das mit dem Zitieren hinbekomme.
  4. someone Member

    Wir haben gesagt, solange die Kinder noch zuhause wohnen, trennen wir uns auch nicht. Nur wenn es im Streit dann eskaliert, dann sieht das alles natürlich anders aus.
    Der andere Mann hat bestimmt Erwartungen, aber er sagt, es ist meine Entscheidung und er will mich nicht unter Druck setzen.
    Ich meinte damit nicht das Haus in dem wir wohnen, sondern das Geschäftsgrundstück, auf dem ebenfalls noch ein Haus steht. Dieses Grundstück mit dem Haus sollte ich auf meinen Namen kaufen, weil es aus steuerlichen Gründen besser war, sagte unser Steuerberater
    Vielen Dank für diesen Tip. Das ist eine gute Idee. Ich hatte auch schon darüber nachgedacht, alles mal ein bischen zu sortieren. Ich habe im Netz eine Beratungsseite für Selbstständige gefunden. Das Erstgespräch ist kostenlos und die weitere Beratung kostet auch nicht so die Welt.
    Ich habe gemailt um einen Rückruf gebeten, so wie es auf der Seite angegeben war.
    Mein Mann sagt, dass es eh nichts bringt und ich nur solchen Unsinn arrangieren kann. Aber ich möchte es auf jeden Fall mal versuchen und mir anhören, was die vorschlagen. Notfalls muss ich da eben alleine hin.
    Dann würde ich gerne noch mal versuchen, ob ich eine Therapeutin für eine Gesprächstherapie finde und ob die Krankenkasse die Kosten dafür nochmal übernimmt. Bei meiner ersten Therapie habe ich ja nicht alle Stunden ausgenutzt und letztendlich hat es nicht soviel gebracht mit dieser Therapeutin. Falls nicht , muss ich mal sehen, ob ich nur ein paar Stunden nehmen kann und diese von meinem Lohn selber bezahle.

    Denn irgendwas muss ja passieren. In meinem Kopf ist ein großes Wirrwarr , dass ich selber nicht mehr entwirren kann, glaube ich. Und meine Gedanken kreisen immer nur noch darum.

    Liebe Grüße
    someone

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