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Das endgültige Aus?

Dieses Thema im Forum "Lebenskrisen" wurde erstellt von someone, 21 Dezember 2011.

  1. someone

    someone Well-Known Member

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    Liebe Clara,

    Danke für Deine lieben Worte. Ich musste schon zweimal einen Hund einschläfern lassen und dachte eigentlich, dass ich dass nicht wieder machen möchte. Aber wie Du schon schreibst, man hat eine Verantwortung für sein Tier und ich will nicht, das sie leidet.
    Meine Hündin ist ca.12 Jahre. Sie hat auch HD, aber das war ok, sie bekam Tabletten und es ging ihr den Umständen entsprechend gut. Nun hat sie aber vor einigen Monaten noch eine Speisenröhrenerweiterung hinzubekommen. Sie hat viel gewürgt und hat stark abgenommen. Doch seit ich sie erhöht füttere, ging es.
    Nun fängt es wieder an, sie würgt.... bricht Schaum , hat noch mehr abgenommen und lt. Tierärztin hat sie auch starke Bauchschmerzen und durch das Husten bzw. Würgen ist vielleicht auch die Lunge beeinträchtigt.
    Zur Zeit scheint es wieder etwas besser zu sein, sie hechelt nicht mehr sooft und schläft viel. Sie hat Tabletten bekommen, naja ich mach mir trotzdem nicht soviel Hoffnungen für morgen...... Aber wie gesagt,sie soll auf keinen Fall leiden.
    Was die Firma angeht, sie läuft auf meinen Mann. Ja, für etwas habe ich unterschrieben, betrifft aber eine Immobilie, wollte das eigentlich auch nicht, aber mein Mann meinte, ich lebe ja schließlich auch von der Firma und damit von seinem Geld. Nun ja, ist jetzt nicht mehr zu ändern. Vielleicht auch mit ein Grund für die privaten Probleme ...... zwischen ihm und mir.
    Was die Beratung angeht, so tut er sich damit immer sehr schwer. Hab das schon ein paar Mal vorgeschlagen. Entweder er sagt, er hat keine Zeit , solche Termine wahrzunehmen, oder ich soll alleine hingehen oder halt dass es sowieso nichts bringt.
    Was die Auftragslage angeht, sie ist mittlerweile nicht mehr schlecht, im Gegenteil. Aber da mein Mann alleine in der Firma arbeitet, bzw. fährt, ist auch viel zu tun und er hat mit den Aufträgen dieser großen Firma eigentlich genug zu tun.Andere Aufträge könnte er alleine gar nicht schaffen und einen Angestellten möchte er nicht, bzw. wird zu teuer.
     
  2. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    Liebe someone,

    nachdem Du selbst auch finanziell involviert bist, würde ich da nicht so viel drauf geben, was er sagt.
    Schliesslich hängt Deine Existenz auch von dieser Firma ab.

    Seine Einschätzung, dass "es sowieso nichts bringt" ... auf was ist die begründet?
    Du musst diese Einstellung ja nicht teilen.

    An Deiner Stelle würde ich aktiv werden.
    Dann wirst Du Dir auch nie vorwerfen können, nicht alles versucht zu haben.

    Wenn es um so viel geht, würde ich mich mit solchen Aussagen nicht zufrieden geben.
    Frag Deinen Mann, wann er mit wem gesprochen hat.

    Ich wollte noch etwas zu Deinem Hund schreiben, aber da fehlen mir irgendwie die passenden Worte.
    Es tut so weh, weil man richtig mit-leidet ...
    Alles Liebe!

    LG
    Lucille
     
  3. someone

    someone Well-Known Member

    Danke.... ich weiss....
    Alles Mist eben
     
  4. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Liebe Melanie,

    ja, es klingt leider sehr schlimm, was du da über euren Hund schreibst. Leider kann ich dich da nicht trösten. Ich lese jedoch deine einfühlsamen Worte, mit denen du über euer geliebtes Tier berichtest. Das zeigt mir, wie sehr du den Hund liebst. Diese Liebe spürt dein Hund auch. Tiere sind sehr sensibel. Sie wissen längst vor uns Menschen, wann ihre Zeit gekommen ist. Sie klammern sich oft nur noch für uns an ihr Leben. Dann ist das Einschläfern ein Akt der Liebe.


    Zu deinem Mann kann ich nur sagen, daß er eine sehr eigenwillige Art hat, seine Probleme anzugehen. Wenn er sich nicht helfenlassen will, scheint es ja doch nicht so schlimm zu sein.

    Falls doch - nimm dir einen Anwalt. Laß dich beraten. Wenn es sich bei der Immobilie, an der du beteiligt bist, um euer Wohnhaus handelt, ist das super(es sei denn, die Hypothekenschulden stehen bis unters Dach).

    Wenn es sich um die Firma deines Mannes ist, ist sie auch sein Problem! Wie kommt er auf das schmale Brett von dir eine Entscheidung zu verlangen und dann doch zu tun, was er will? Natürlich hast du auch von der Firma gelebt. Dein Mann ist für den Unterhalt seiner Familie genauso verpflichtet wie jeder fest angestellte Familienvater.

    Habt ihr eigentlich Gütertrennung? Das würde jetzt Vieles einfacher machen.

    Hole dir also unbedingt(hörst du?) eine Beratung. Das ist wichtig. Besonders, da du ja im Februar fest angestellt wirst. Es könnte ja sein, daß die Firma deines Mannes konkurs macht, dann bist du(und der Staat)plötzlich unterhaltspflichtig. Das hängt natürlich von deinem Geld ab.

    Gerade, wenn ihr euch nicht mehr so gut versteht, solltet ihr reinen Tisch machen und eure finanzielle Lage klären. Es wird dringend Zeit.

    Und noch ein Tipp: unterschreibe keine Kreditanträge ö. ä. Immer alles vorher abklären. Wer unterschreibt, muß zahlen. Das sind leider oft die Ehefrauen. Männer mit Firma machen gerne mal pleite und fangen etwas anderes an. Die Frauen zahlen dann die Zeche.

    Vielleicht läßt du dir auch einen Termin bei der Schuldnerberatung geben. Die sind zwar meistens bis oben voll mit Terminen und vollständig ausgebucht, doch es ist besser, wenn deine finanzielle Lage für dich sichtbar und nachvollziehbar, in einem, jederzeit griffbereiten, Ordner im Schrank steht.

    Ich wünsche dir alles Gute!
     
  5. someone

    someone Well-Known Member

    Zuerst einmal ein frohes, neues Jahr wünsche ich euch allen.
    Und dann auch mal eine gute Nachricht: Mein Hund musste NICHT eingeschläfert werden.
    Sie hat sich wieder etwas berappelt.

    Aber trotzdem hab ich wieder mal eine Frage an Euch:
    Kann man auch nur mal so ein paar Stunden zu einem Therpeuten gehen?
    Ich müßte die Stunden eh selber bezahlen, weil ich ja letztes Jahr schon mal ein paar Stunden bei einer Therapeutin hatte, das aber nichts gebracht hat und nochmal bezahlt die Krankenkasse das bestimmt nicht mehr. Irgendwie komm ich mit den ganzen Probs nicht mehr so ganz klar. Ich muss Entscheidungen treffen und weiss nicht wie?
     
  6. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

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    Liebe Someone!

    Ich weiss nicht, wie das in Deutschland ist, aber in Österreich geht das auf alle Fälle.

    Ich finde Deine Entscheidung sehr gut.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
    Hortensie gefällt das.
  7. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    Danke gleichfalls.
    Gute Nachricht, weiterhin gute Besserung.
    Auf alle Fälle würde ich das mit den Stunden versuchen. Es gibt Kurzzeittheapien. Hast du mal mit deinem Hausarzt gesprochen?
    Vielleicht hat der Therapeut eine Idee. Es ist gut, wenn du dir Hilfe von Außen holst.
    Alles Liebe
    Hortensie
     
  8. someone

    someone Well-Known Member

    Leider habe ich keinen Hausarzt mehr, da meiner nicht mehr praktiziert. Meine Recherchen haben bisher nur ergeben, dass es so Ab und Zu Stunden nicht gibt.
    Ich weiss auch gar nicht, ob die mir wirklich helfen würden.
    Ich weiss nur, dass mein Leben irgendwie an mir vorbei geht.
    Es sind sooooooooooo viele Dinge, die anders sein sollten.
    Warum nur, habe ich so eine Angst vor dieser Entscheidung?
    Ich bin doch gar nicht so materiell eingestellt.
    Dabei meine ich jetzt nicht die finanzielle und berufliche Situation bzw. Selbstständigkeit meines Mannes.
    Vielleicht ist es doch besser, alles so zu lassen, wie es ist.
    Sorry, für das wirre Schreiben, aber im Moment geht in meinem Kopf und Herzen wieder alles durcheinander
     
  9. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    Hi someone,
    du musst dir doch über kurz oder lang einen neuen Hausarzt besorgen. Bei mir hat eine Kurzzeittherapie sehr geholfen. Ich wollte sie auch, weil mir kein anderer mehr helfen konnte. Die Therapie hat mir gezeigt, manche Dinge anders zu sehen. Zu sehen, dass nicht alles meins ist, was mich so belastet und wie ich damit umgehen kann. Diese "Kurzzeittherapie" ging über ca. 2 Jahre. Erst hatte ich wöchentlich Termine, weil es mir sehr schlecht ging, dann mit immer größeren Abständen, dann nur noch, wenn ich Hilfe brauchte. Ich hatte eine sehr gute Therapeutin, die immer genau wusste, was mir gerade fehlte.
    Wovor du Angst hast?
    Bei mir war es so: ich hatte (unbegründet) wahnsinnige Existenzängste und irgendwie Angst, dass ich hernach an allem Schuld bin, weil ich nicht weiter brav still gehalten habe. Es ist wie bei abensonne, ich habe immer Gründe gesucht nicht zu gehen.... ich habe mir alles immer wieder schön geredet...dann ging es wieder einige Zeit gut, weil ich ruhig war (auch innerlich) doch irgendwann kam alles wieder hoch und es begann von vorne. Im Nachhinein betrachtet, war das ein guter Schritt. Ich wünsche dir Klarheit für dein Herz und deinen Kopf.
    Alles Liebe
    Hortensie
     
    Reinfriede gefällt das.
  10. someone

    someone Well-Known Member

    Vielen Dank, liebe Hortensie. Ich glaube, bei mir ist auch so. Ich habe Angst, dass ich alles kaputt mache , für meine Kinder, obwohl sie schon fast erwachsen sind.
    Aber seit ich mich neu verliebt habe, wird diese Unzufriedenheit immer größer, seit gestern muss ich auch oft weinen... einfach so.
     
  11. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    Liebe someone,

    freut mich sehr, dass es dem Hund wieder besser geht!

    Wie geht es Dir mit Deiner neuen Arbeitsstelle, die Du seit ein paar Tagen hast?

    Ich persönlich denke nicht, dass Dir jetzt eine Therapie wirklich weiterhelfen würde.
    Aus dem Grund, weil Deine "Baustellen" ja erstmal mit ganz sachlichen und existentiellen Dingen zusammenhängen, wenn
    ich das richtig verstanden habe. Ich würde mir da eher Beratungen auf dieser Ebene suchen, damit Du fundierte
    Entscheidungen treffen kannst und nicht alles ohne Unterstützung tragen musst.

    Vielleicht ist Dein Verliebtsein ein wenig eine Flucht?

    Magst Du Deine Gedanken mal ein wenig sortiert hier aufschreiben?
    Unabhängig von den Antworten kann alleine das Schreiben Dir so manche Erkenntnis bringen.

    LG
    Lucille
     
  12. someone

    someone Well-Known Member

    Liebe Lucille,

    ich bin froh, dass ich endlich wieder einen Job habe.
    Hätte auch nicht gedacht, dass das nochmal was wird. Und irgendwie bin ich natürlich auch stolz, dass ich die 7 Prüfungen in den drei Monaten geschafft habe.
    Natürlich ist es nicht die Welt, was ich verdienen werde ( davon leben würde ich wahrscheinlich nicht können, bzw. ich für mich schon, aber meinen Kindern nicht mehr in diesem Maße den Lebensstandard erhalten bei einer Trennung ).
    Ich hoffe auch, dass sich die Tätigkeit im nächsten Monat noch etwas abwechslungsreicher gestalten wird, aber ansonsten ist es schon ok so, auch wenn der Vertrag nur auf ein Jahr befristet ist und es gemunkelt wird, dass die Firma gerne nach einem Jahr wieder entläßt.
    Meine "Baustellen" hängen zwar zum einen mit finanziellen und existiellen Dingen und Fragen zusammen, aber mindestens zu gleichen Teilen mit emotionellen Dingen. Das Eine greift ins Andere...... :-(
    Und mein Verliebtsein könnte natürlich eine Flucht sein, da hast du schon Recht. Nur glaube ich mittlerweile, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben wirklich liebe. Solche Gefühle , in dieser Intensität, habe ich bisher noch nicht gekannt. So habe ich es mir immer vorgestellt, wie es sein sollte, wenn man jemanden wirklich liebt.
    Ich habe das Gefühl, zuhause zu sein, wenn ich bei ihm bin.

    Dann werde ich mal versuchen, meine "Baustellen" so sachlich wie möglich zu beschreiben:

    Baustelle 1: Meine Ehe und Familie
    Emotionelle Ebene:
    Ich bin mit meinem Mann 33 Jahre zusammen, davon 23 verheiratet. Er ist ein guter Mensch. Ich mag ihn. Man kann sich in vielen Dingen auf ihn verlassen, aber ich liebe ihn nicht. Ich weiss nicht einmal, ob ich ihn je wirklich geliebt habe. Er sagt manchmal, dass er mich lieb hat, ich antworte dann immer, dass ich ihm das nicht glaube. Letztens fragte er mich aus heiterem Himmel ,ich lag auf der Couch und hab gedöst, ob ich ihn noch liebe? Ich hab ihm nicht geantwortet. Mir widerstrebt es, Menschen, die mir irgendwas bedeuten, weh zu tun.Und das hätte ich ihm in diesem Moment getan. Er sagte auch, siehst Du, darauf kannst Du mir nicht antworten. Er meint auch immer, ich hasse ihn, aber ich hasse ihn nicht. Ich liebe ihn nur nicht.
    Wir haben nicht dieselben Lebensvorstellungen, dass weiss ich schon lange. Und wir streiten auch oft heftig.
    Danach ist für ihn alles wieder gut. Für mich nie. Aber irgendwann kommt man dann wieder zum "normalen" Umgangston.
    Fühle mich von ihm auch kontrolliert, vielleicht kommt es mir ja auch nur so vor, aber seit kurzem ruft er auch wieder an wenn ich arbeite, vorher hat er mehrmals am Tag zuhause angerufen, nur um zu fragen, ob was Besonderes wäre, oder wenn ihm was eingefallen ist, was erledigt werden muss oder ob ich schon dieses oder jenes erledigt habe. Wenn er auf meinem Handy anruft und ich bin unterwegs, in der Stadt oder bei meinen Eltern, dann heißt es oft: Was machst Du denn in der Stadt oder schon wieder bei Deinen Eltern und wenn wir streiten, sagt er immer, ich kriege mein Leben nicht mehr geregelt ( wenn mal nicht so geputzt ist, wie er es möchte oder noch Bügelwäsche da ist.) Vielleicht sehe ich das auch zu eng, aber ich war schon immer so. Ich fühle mich dadurch eingeengt und kontrolliert. Er sagt zwar, dass er nicht eifersüchtig ist und mich nicht kontrolliert, aber ich kann es nicht ändern, dass ich so empfinde. Wenn ich frei habe, und er weiss es, dann kann ich sicher sein, dass er öfters anruft zuhause oder irgendwelche Dinge hat, die ich erledigen soll.
    Meine Kinder liebe ich über alles, ich würde alles für sie tun. Beide wohnen noch zuhause und ich denke, das wird auch noch eine Weile so bleiben. Manchmal denke ich, ob ich meine Tochter mal nach ihrer Meinung frage, wie es für sie wäre, wenn mein Mann und ich uns trennen würden? Aber dann denke ich, man sollte sowas nicht aussprechen, wenn man es nicht auch wirklich in die Tat umsetzt. Worte kann man nicht zurücknehmen, sie setzen sich im Kopf des anderen und im Herzen fest, das kenne ich von mir selber.

    Es sind noch soviele andere Dinge, über die ich hier schreiben könnte, aber das würde den Rahmen sprengen.
    Falls ihr was nicht versteht, dann fragt einfach nach. Ich wollte versuchen, meine Gefühle rüber zu bringen um Euch zu erklären, wie es mir geht.

    2.Baustelle: Meine Ehe und Familie
    Finanzielle und materielle Ebene

    Wie ich schon geschrieben habe, habe ich lange Jahre nicht gearbeitet. Das Übliche: ich habe geheiratet, und als mein Sohn geboren wurde, habe ich den Mutterschaftsurlaub und den Erziehungsurlaub genommen. Kurze Zeit später wurde meine Tochter geboren. Also habe ich aufgehört zu arbeiten, ein großer Fehler. Meinem Mann war dies nur Recht. Auch heute noch sagt er immer: Du m it Deinem Reisebüro, da verdienst Du doch eh nichts.
    In dieser sogenannten Familienphase , habe ich mich also um die Erziehung meiner Kinder gekümmert. Aber irgendwie habe ich es immer bereut, meinen Beruf aufgegeben zu haben. In der nachfolgenden Zeit habe ich dann für meinen Mann so Schreibkram und Buchhaltung gemacht und bei meinen Eltern im Restaurant geholfen, natürlich ohne Bezahlung. Im Jahre 2000 habe ich dann eine Weiterbildung im kfm. Bereich gemacht. Dann habe ich auch wieder eine Teilzeitstelle in einem Reisebüro gefunden. Aber nach einem Jahr , musste ich da wieder aufhören, da mein Arbeitgeber auf Vollzeit umstellen wollte und es mir da noch nicht möglich war, weil meine Kinder noch zu klein waren.
    In der nachfolgenden Zeit, habe ich immer mal wieder kurzfristig für ein paar Monate gearbeitet, immer irgendwas mit Touristik: Reisebüro, Check-in Flughafen, Ticketing Flughafen usw.....
    Mir hat mein Beruf einfach Spass gemacht. Mein Mann fragte dann immer als erstes nach dem Verdienst und ob es sich lohnt, wegen Spritkosten usw. Und jedes Mal, wenn ich einen Job gefunden hatte, haben wir irgendwie mehr gestritten. Ich bekäme das nicht geregelt, es wäre nicht ordentlich zu hause.... usw.usw.
    Wenn ich keinen Job hatte, hieß es immer, ich wäre zu bequem um arbeiten zu gehen und lebe von seinem Geld.
    Ich war und bin also finanziell von meinem Mann abhängig. Geschäftlich sieht es auch mies aus, aber es geht halt irgendwie. Das habt ihr ja alles in meinen anderen Postings schon gelesen. Jetzt ist allerdings wieder etwas eingetreten, was eine enorme finanzielle Belastung bringt, aber wenn ich meinem Mann sage, er soll das Geschäft schließen und sich einen Job suchen, natürlich umgekehrt, dann sagt er immer, von dem Lohn können
    wir nicht leben, aber so können wir auch nicht leben.
    Ich bin kein Luxusleben gewohnt, brauche auch keinen Luxus. Und ich habe mir schon tausendmal die Frage gestellt, was wäre, wenn meine Kinder nicht wären? Bzw. wenn meine Kinder finanziell abgesichert wären?
    Und ich bin davon überzeugt, dass ich mich dann von meinem Mann trennen würde.
    Meine Freundin, die in einer ähnlichen Situation ist, wie ich , sagt immer zu mir: Dir geht es doch gut, jetzt weisst du, was Du hast. Wie es Dir geht, wenn du fast kein Geld mehr hast, weisst Du nicht. Setz nicht alles aufs Spiel. Wir wären nicht mehr die Jüngsten. Ich weiss ja, sie hat Recht, aber irgendwie überzeugt mich das nicht.
    Fakt ist: Finanziell wären mein Mann und ich ruiniert, wenn wir uns trennen. Unser Haus läuft auf uns beide, einer allein könnte es nie finanzieren und ich wollte es nie aufgeben, um unseren Kindern einmal eine finanzielle Basis zu schaffen. Dann hat mein Mann mich eigentlich gezwungen, das Firmengrundstück mit Haus ( Altbau) zu kaufen, weil es seine geschäftliche Existenz darstellt. Also habe ich , im Falle einer Trennung jede Menge Schulden.
     
  13. someone

    someone Well-Known Member

    3.Baustelle: Meine Eltern und deren Lokal
    Da geht auch alles den Bach runter. Lokal ist jetzt geschlossen. Dran steht: Betriebsferien. Aber es ist ganz zu.
    Ein Käufer ist noch nicht in Sicht. Und im März läuft der Kredit der Bank aus. Das Geschäft läuft auf meine Schwester, aber sie kümmert sich nicht. Weder um die Abmeldung des Gewerbes, noch richtig um meine Eltern ( pflegemäßig ), noch um ihre berufliche Zukunft, noch darum, dass sie eine Wohnung bekommt. Für sind nur ihre 8 Hunde wichtig.
    Momentan übernehme ich den Schriftverkehr meiner Eltern mit Behörden usw.Auch verwalte ich so ein bischen die Finanzen, was noch zu verwalten da ist. Wenn mein Mann mitbekommt, dass ich mich etwas mehr kümmere, motzt er direkt wieder und sagt, das wäre nicht meine Aufgabe, ich soll mich da raus halten und hätte hier genug zu tun.
    Gestern habe ich mitbekommen, dass meine Schwester und meine Eltern nicht mehr miteinander reden. Sie wohnt eine Etage über ihnen und geht nicht mal runter und guckt nach dem Rechten. Mein Vater lag gestern im Bett, ihm gings auch nicht gut und meine Mutter musste zum Arzt. Als ich mit ihr gehen wollte, sagte mein Vater, ob ich für sie einkaufen könnte, sie hätten nichts mehr zu essen im Haus. Ich war wie vom Donner gerührt. Es dauert sehr, sehr lange, bis ich explodiere, aber da bin ich runter zu meiner Schwester und hab gefragt was eigentlich los ist. Sie sagte, dass meine Eltern angeblich seit drei Tagen nichts mehr Warmes gegessen haben, aber was sie da machen könne? Meine Eltern würden ja nicht mehr mit ihr reden. Und das Gewerbe abmelden, wäre ja nicht ihr Ding. Mein Vater würde sich ja auch um nichts mehr kümmern.Da hat es dann mal kurz und heftig geknallt.
    Es sind meine und ihre Eltern! Sie wohnt da. Ich bin auch jeden Tag da und frage und gucke. Mir tut das entsetzlich weh, wenn ich die Zustände dort sehe, sowohl finanziell, wie auch menschlich.

    4.Baustelle: Mein andere Beziehung

    Habe ich ja schon geschrieben, dass ich jemanden anderes liebe. Ich schreibe absichtlich liebe und nicht: Ich bin verliebt. Ich weiss, dass es nicht richtig ist. Man soll erst reinen Tisch machen, aber mit o.g. Darstellung denke ich , oder hoffe ich, dass ihr mich versteht.
    Nicht dass ihr denkt, ich will die Trennung, wegen diesem Mann. Das alles war auch schon früher so. Und ich werde auch nicht mit jemand anderem zusammenziehen, wenn ich mich von meinem Mann trenne.
    Finanziell bin ich bei diesem Mann noch schlechter gestellt, als jetzt bei meinem Mann. Wobei ich ja gar nicht von ihm abhängig sein möchte.... Im Gegenteil.... Ich möchte ihm helfen.... finanziell, so gut ich kann , aber auch so, damit er wieder auf die Beine kommt. Aber das hier alles zu schreiben, warum und wieso , ist wieder ein Thema für sich und würde den Rahmen sprengen.
    Es ist nur so, dass es für mich immer schwerer wird, dass ich nicht bei ihm sein kann, wenn ich es möchte.Ich hätte das nie gedacht. Ich habe noch nie so gefühlt. Manchmal denke ich an ihn, oder über die Situation nach und dann muss ich weinen. Natürlich ist das blöd, weil mein Mann das schon mitbekommen hat und dann wissen will, warum ich weine. Ist aber meistens dann, wenn wir uns streiten oder eine schlechte Stimmung herrscht und er dann meint, es sei deswegen.

    Heute Abend will mein Mann mit mir nach Köln in das Andrea Berg Konzert. Wenn ich nur daran denke, muss ich schon wieder weinen. Ursprünglich wollte ich nämlich mit jemand anderem dorthin. Und die Lieder von Andrea Berg sind sehr emotionell und einige verbinden mich sehr mit meiner anderen Beziehung.
    Das sind alles solche Dinge, die mir sehr weh tun.

    So, nun mache ich mal Schluss, weil ich schon wieder weinen muss

    Danke fürs Lesen

    someone
     
  14. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Someone!

    Du hast ja, wie Du geschrieben hattest, mehrere Baustellen, ich möchte im Moment nur zu einer etwas schreiben.

    Da musste ich jetzt echt durchschlucken. Denn Du betrügst Deinen Mann, der Dich zu einem Konzert einlädt (es gibt viele Ehefrauen, die sich über diese Geste sehr freuen würden) und musst weinen, weil Du lieber mit dem Lover dort wärest.

    Ich weiss, Du hast Dir sicher Trost und Verständnis erwartet, aber ich bin zudazu nicht in der Lage.

    Auch wenn Dein Mann vielleicht nicht der optimale Partner wäre - das hat sich niemand verdient.

    Weinen müsste Dein Mann.

    Sorry für die harten Worte, aber ich kann da nicht anders.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
    Spätzin und Clara Clayton gefällt das.
  15. someone

    someone Well-Known Member

    Schon ok. Habe auch nicht erwartet, dass es jemand versteht, dazu müßte man viel mehr Background-Wissen haben
     

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