Der Weg zum dauerhaften Glück oder Glücklich sein

Dieses Thema im Forum 'Sinnsuche' wurde von Letzterheld gestartet, 22 Juni 2011.

  1. ChrisTina Well-Known Member

    Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen - hatte das jahrelang als Trainerin in AMS-Maßnahmen gepredigt - und lebe es jetzt einfach. Ich bin ja seit 1.8.2010 arbeitssuchend gemeldet - seit Anfang dieses Jahres beziehe ich Notstandsunterstützung. Ich könnte mit dem Geld nicht mal die Fixkosten decken, also verdiene ich freiberuflich geringfügig dazu.

    Mit anderen Worten - ich tu eigentlich das, was ich während meiner Selbständigkeit getan habe - mit dem Vorteil - ich muss nicht mehr "jeden Auftrag" annehmen, um überleben zu können - ich kann mir das aussuchen, was mir wirklich Spaß macht.

    Ich "arbeite" nicht wirklich viel weniger als in Zeiten meiner Selbständigkeit - allerdings wesentlich weniger als in dem Jahr der Unselbständigkeit - weil in dem Jahr machte ich beides - und jetzt hab ich wieder auf das ursprüngliche reduziert - und nutze die überschüssige Energie, um mir 2 neue Standbeine auf zu bauen - naja, vielelicht wirds nur eins - oder sogar 3 - kommt dann auf die letztendliche Konstellation drauf an ;-)

    Und auch mein Crash mit Totalschaden am Auto wird sich letztendlich in Wohlgefallen auflösen - klar noch ist es nicht geklärt, ob ich die Differenz vom Leasing selbst bezahlen muss - oder ob das in eine Schadensersatzklage einfliessen kann - aber wenns gelingt, dass es die gegnerische Versicherung übernimmt - dann steig ich sogar mit einem kleinen Vorteil aus - weil ich zahl kein Leasing mehr und keine Kasko - heisst, ich erspar mir € 200,-- im Monat - bzw. brauch um das weniger dazu verdienen ;-)

    Ich habe zwar nicht mehr mein tolles schönes weisses Auto mit dem Wunschkennzeichen - ich hab jetzt ein 17 Jahre altes, leicht verrostetes mit ganz normalem Kennzeichen - aber ich hab wieder eines - und ich habe keine bleibenden gesundheitlichen Schäden.

    Oder auch die Situation mit dem Kind am Pfingstsonntag - wenn der ein paar Sekunden früher über die Strasse läuft bin ich voll schuld und zahle ewig und 3 Tage für etwas, was ich nicht hätte verhindern können - wenn er ein paar Sekunden später über die Strasse gelaufen wäre, wär ich vorbei gewesen und es wär überhaupt nichts passiert.

    Aber auch der Junge hat keinen nachhaltigen bleibenden Schäden - noch ist nicht sicher, ob sich das mit dem Auge noch bessert, aber der Rest ist schön verheilt - er ist sozusagen "mit einem blauen Auge" davon gekommen - und ich auch.

    Beim jetzigen Totalschaden hätten meine Beifahrerin und ich auch tot sein können - die "Unfallgegnerin" hatte Gas gegeben und ist aus der Kreuzung raus gefahren - grad, als wir vor ihr waren - wäre sie einige Sekunden früher losgestartet, hätte meine Beifahrerin möglicherweise keine Chance gehabt - hätte ich früher beschleunigt, wären wir vorbei gewesen - so ist sie uns in die hintere Tür auf der Beifahrerseite geknallt, mit einer Wucht, dass es uns um 90 Grad umgedreht hat.

    Hätte ich keinen Volvo-Panzer gehabt, wären wir möglicherweise trotzdem platt gewesen - zumindest hätten wir beide mehr als Prellungen davon getragen. Ja, ich häng noch immer lasch zu Hause rum - nach 2 Wochen - entspricht mir gar nicht - aber ich sag mir - dass 2 Unfälle in derart kurzer Zeit - wo ich beide Male "von aussen abgebremst" wurde - was sagen sollen - und daher stress ich mich grad nicht.

    Ich beziehe Notstand, komm mit dem Geld nicht durch - hab eine Klage geen Körperverltzung eines 6jährigen Kindes am Hals - und auch eine wegen fahrlässiger Körperverletung im Strassenverkeht wegen meiner Beifahrerin.

    Davor hatte ich nie - und ich habe seit 1976 den Führerschein - einen Unfall mit Personenschaden - und jetzt so massiv und nachhaltig - aber obwohl in beiden Fällen nur Sekunden darüber entschieden haben, dass wir alle überleben - hätten wir auch um Sekundenbruchteile anders entscheiden können - und es wäre gar nichts passiert - aber wir hätten auch alle tot sein können oder nachhaltige bleibende Schäden haben.

    Ich für mich sage - es waren nachhaltige Warnungen, leiser zu treten - mich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu besinnen - es schätzen zu lernen, wie viel Zuneigung und Aufmerksamkeit ich durch meine Freunde erhalten habe - die Fürsorge und das sich um mich kümmern - es war - und ist - einfach nur schön.

    Ich bin nicht dauerhaft glücklich - wenns mich wo zwickt und zwackt sudere ich manchmal schon auch rum - aber wenn eine oder einer meiner Freund.innen anruft und fragt, ob sie/er vorbei kommen kann, freue ich mich aus vollem Herzen - und ich freue mich auch schon wieder drauf, wenn ich wieder gesund geschrieben bin und meinen neuen Hexenbesen endlich mal ausfahren kann.

    Freue mich darauf, auch alte Freundinnen wieder u treffen, mit denen ich monatelang keinen Kontakt hatte - wir aber jetzt telefoniert haben - ich freue mich drauf, wieder spazieren fahren und eben mit Freundinnen stundenlang quatschen zu können - eben auch mit jenen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe - ich besinne mich auf die schönen Dinge im Leben - aber ich umgebe mich auch nur mehr mit Menschen, die auf einer ähnlichen Welle schwingen.

    Die Freunde, welche immer nur wegen raunen kamen - aber eigentlich nichts hatten verändern wollen - die sind alle irgendwie gegangen - oder melden sich nur mehr alle heiligen Zeiten - ich bin so weit, ihnen nicht mehr helfen zu wollen - nicht nach dem x-ten Male, wo sie nichts von em gemacht hatten, was wir braingestormt und ausgemacht hatten.

    Brauch ich nicht mehr.

    Es gibt so viele Menschen, die mit mir im Gleichklang schwingen - die meine Sprache sprechen - und mit denen ich mich fallweise auch ganz ohne Worte verstehe. Ich habe auch den Mann, den ich liebe noch mehr schätzen gelernt in den letzten Tagen und Wochen - er war immer für mich da - versorgte mich mit Essen und fuhr einkaufen für mich. Er nahm mich in den Arm, hielt mich fest, ich heulte mich an seiner Schulter aus - es ist einfach nur schön, mit ihm zusammen zu sein.

    Ja - ich habe mich verändert - im letzten halben Jahr - ich war zwar immer schon positiv eingestellt - aber heuer habe ich gelernt, das Leben zu lieben - eben die kleinen Freuden des Lebens bewusst aus zu kosten - und ich fühle mich immer wohler und rundum zufriedener und glücklicher.

    Iuhe viel mehr in meiner Mitte, als ich das jemals gekonnt hatte - und ich würde behaupten, genau das ist die Basis vom Glück - das in mir selbst ruhen - und in meiner Mitte sein - dann kommen zwar auch fallweise Stubse von aussen - aber sie werfen mich nicht aus der Bahn.
    SANDY, Silence, Walter und 3 anderen gefällt dies.

Die Seite empfehlen