Die Mutter durchfüttern

Dieses Thema im Forum 'Alt werden, alt sein' wurde von Martin44 gestartet, 22 März 2011.

  1. Martin44 Active Member

    Ich bin demnächst ausgelernt und verdiene um einiges Geld mehr als bisher. Meine Mutter bezieht Sozialhilfe. Warum sollte ich meine Mutter durchfüttern? Wer kann geeignete Tipps geben?

    Bin einfach entsetzt über solche Anfragen und so sprachlos, dass ich im Augenblick nicht mal etwas dazu schreiben mag (aber schreien mag).

    Martin
  2. Reinfriede Well-Known Member

    Lieber Martin!

    Hast Du diese Aussage aus einem anderen Forum? Wenn ja, wäre eine Quellenangabe sinnvoll, ich habe den Googel befragt und nichts dazu gefunden.

    Denn eine fremde Aussage, womöglich aus einem wichtigen Zusammenhang gerissen, hier in das Forum hereinzustellen, ohne dass sich der Betreffende dazu selbst äußern kann, finde ich irgendwie...komisch.

    Was die Hintergründe für dieses Verhalten sind, kann man nur erahnen, denn wissen können wir es nicht. Wir kennen nicht das Mutter-Sohn oder Mutter-Tochter-Verhältnis, wissen nicht, was da gelaufen ist und alles darüber wäre reine Spekulation.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
  3. ElliB Active Member

    Ich war momentan auch sehr geschockt. Aber: irgendwie liegt eine derartige Einstellung den Älteren gegenüber im Zug der Zeit, wobei man aber "den Jungen" nicht die alleinige Schuld geben sollte. Es ist oft so, dass die Kinder keine liebevolle Erziehung bekommen haben, dass sie von den Eltern vor Computer und Fernseher abgeschoben wurden, dass die Kinder also mit ihren Problemen allein gelassen wurden, weil die Eltern mit ihrem eigenen Leben überfordert waren. Wenn das Kind keine Geborgenheit kennt, ist die ganze Eltern-Kind-Beziehung dann von Lieblosigkeit geprägt - und solche Sprüche kommen dann raus. Wenn man in der Kindheit keine Liebe erfahren hat, ist es schwer, überhaupt lieben zu lernen. Diesen jungen Menschen würde ich also nicht unbedingt verurteilen, wenn man die Hintergründe nicht kennt.
    abendsonne und Walter gefällt dies.
  4. Martin44 Active Member

    Liebe ElliB, Du hast wohl den Nagel auf den Kopf getroffen und bist vermutlich weniger entsetzt als ich. Nur, - ich kenne vor allem die andere Seite, - viele alleinstehende Mütter (heute Großmütter, ja sogar Urgroßmütter)und deren Anliegen.
    Ich habe es schon einmal geschrieben, daß ich 65 betagte Menschen (zu 99% Frauen) betreue. Und aus hunderten Gesprächen weiß ich, wie die große Mehrzahl der Mütter im Allgemeinen denkt.
    Etwa: Im Bezug auf helfende Hände kommt von mir oft die Frage: „ ... könnte da nicht ihre Tochter....“ (auch Sohn) ? * Ich würde jetzt ganze Seiten benötigen um zu schreiben welche Argumente zu Gunsten der „Kinder“ (oft 40, 50 u. 60 Jahre alt) ausgesprochen werden. Am Ende des Gesprächs findet sich meist der Satz „.... naja, eben, - ..... eine Mutter....“
    Und deshalb sehe ich diese Sache so emotional. Aber, - und dies geht wieder in Deine Richtung: Junge Menschen leben rasch. Und SO rasch, daß sie diese Argumente kaum kennen. Und zugegeben, - ich war auch mal jung und davon hab ich nie gehört. Nur ich verlor meine Mutter als ich sechs war durch einen Suizid (weil der „Papa“ die Mutter per Schlagzeug erziehen wollte) und bin in einem Heim aufgewachsen.
    Abschließend sei noch auf Google eingegangen. Ich finde diese Suchmöglichkeit einfach fantastisch. Die Eingabe „Mutter durchfüttern“ ergibt zig Einträge und schon an dritter Stelle steht der Hinweis auf die Herkunft meines Eingangsbeitrags. In der heutigen Zeit muß man nicht mehr das geringste erfinden. Es gibt kaum noch das Beste aber häufig genug noch Böseres.

    Ganz liebe Grüße vom Martin
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  5. Reinfriede Well-Known Member

    Ich hab das nun durchgespielt, den entsprechenden Beitrag finde ich nicht, der steht nirgends. Könntest Du ihn verlinken?

    Lg
    Reinfriede
  6. vittella Guest

    welcher Teil bringt Dich denn zum Schreien.?
    Naja, irgenetwas klingt da ja bei Dir an damit es Dich emotional zum Schreien bringt..?!
  7. Reinfriede Well-Known Member

  8. ElliB Active Member

    Lieber Martin,:)

    danke für Deine ausführliche Erklärung. Ich selbst bin sicherlich eine der ältesten Userinnen dieses Forums (ich werde im Juni 65), habe keine Kinder und sehe diese Sache irgendwie von außen - also ziemlich emotionslos. Dass man als interessierter Mensch aber viele Dinge aus dem Umfeld mitbekommt, die man selbst anders machen würde, ist eh klar. Und ich wollte ganz sicher niemandem irgendwelche Lieblosigkeiten seinen Kindern gegenüber unterstellen, ich wollte nur hervorheben, dass jedes Ding zwei Seiten hat. Wie Reinfriede sehr richtig schreibt, man müsste Näheres über beide Seiten wissen.

    Ich kann sehr gut verstehen, dass Du Durch Deine sicher sehr schlimmen Kindheitserlebnisse fürs Leben geprägt bist. Es muss furchtbar für ein kleines Kind sein, die Mutter zu verlieren und ohne Liebe in einem Heim aufzuwachsen. Es gibt sicher kein Kindchen, das so etwas verstehen kann. Ich hoffe sehr für Dich, dass es Dir gelungen ist, diese Ungerechtigkeiten des Lebens hinzunehmen und wenigstens etwas Gutes für Dich darin zu finden. In einem meiner vielen Bücher habe ich den Ratschlag gelesen, man sollte über sein Leben zwei Geschichten schreiben. Eine mit dem Titel "Das Baby, das ins falsche Haus geboren wurde", wo man alle Ungerechtigkeiten und Gemeinheiten des Schicksals niederschreibt. Und dann eine zweite Geschichte aus einem ganz anderen Blickwinkel, nämlich "Das Baby, das ins richtige Haus geboren wurde", worin man dann Überlegungen anstellt, dass man durch seinen schlechten Start ins Leben und trotz aller Widrigkeiten doch eine Chance hatte, zu lernen und zu wachsen.

    Deine Erlebnisse mit älteren Menschen interessieren mich sehr. Meinst Du, dass diese Mütter freiwillig eine gewisse Opferrolle auf sich nehmen? Oder haben sie resigniert, weil das weniger schmerzvoll für sie ist?

    Liebe Grüße,
    ElliB:)
    Martin44 gefällt dies.
  9. Silence Well-Known Member

    Hallo Martin,

    von wem kommt denn diese Aussage, von jemanden aus diesem Forum ?

    Aber wie auch immer, um dazu Stellung zu nehmen, müßte ich wissen, was für ein Verhältniss dieser Sohn oder diese Tochter zu seiner ( oder ihrer ) Mutter hatte, bevor ich schreibe, was ich darüber oder denjenigen selbst denke !

    Viele liebe Grüße,


    Silence
  10. Martin44 Active Member

    Liebe Silence

    Der Junge (aus einem anderen Forum, wo nahezu nur Jugendliche schreiben) nimmt in seiner Frage auf keine Art und Weise dazu Stellung, wie sein Verhältnis zur Mutter ist. Wäre da nicht der Ausdruck "durchfüttern" gestanden, hätte man von einer ganz normalen Frage sprechen müssen. Die Antworten waren zum Großteil von Erwachsenen und hier wieder von Frauen. Diese waren aber sehr sehr eindeutig. In welche Richtung mag ich hier deshalb nicht wiedergeben, weil diese Mütter, Väter etc. hier keine Möglichkeit haben, ihren Standpunkt zu begründen oder sich zu rechtfertigen. Grundsätzlich gehe ich aber davon aus, dass die Erwachsenen dort wissen, warum sie etwas wie schreiben.

    Liebe Grüße, Martin
  11. Reinfriede Well-Known Member

    Ahja. Sehr fair, Du möchtest sie nicht wiedergeben, weil sie keine Möglichkeit haben, ihren Standpunkt zu begründen.

    Das Zitat des Jungen setzt Du aber in ein anderes Forum, wo ER keine Chance hat, seinen Standpunkt zu begründen.

    Martin, sei mir nicht bös, aber Deine Vorgangsweise finde ich einfach schlimm.

    Du setzt ein angeblich fremdes Zitat, dessen Quelle Du nicht nennen kannst, in ein Lebensfragenforum. Auf Nachfragen gehst Du bewusst nicht ein.

    Für mich sieht es so aus, als würde die Aussage des Jungen gar nicht existieren, denn im Googel scheint der Text nicht auf - und Du hast alles erfunden.

    Wenn dem NICHT so ist, ist es aus o.g. Gründen nicht fair.

    Warum schreibst Du dort in dem Forum nicht Deine Meinung dazu, sondern möchtest in einem anderen Forum über den Jungen herziehen?

    Fragende Grüße
    Reinfriede
  12. Martin44 Active Member

    Meine Erlebnisse mit älteren Menschen sind gleichsam Schule für Erwachsene. Weißt Du wie schön es ist wenn sie lachen? Du wirst es Dir sicher vorstellen können. Ihre Dankbarkeit ist grandios. Vor kurzem haben sie mich mit Kuchen und Kaffee und einem kleinen Geschenk gefeiert. Das wäre ansich nichts besonderes aber ein Saal voller Leute, alle sehn Dich erwartungsvoll an, wie wird er denn reagieren? Auf diese Überraschung. Ich hatte bis zum Hinsetzen keine Ahnung was hier gefeiert wird. Da haben 65 betagte Damen und Herrn dicht gehalten. Und da behaupte ich immer die Frauen würden gerne plaudern. Nix dergleichen. Das war aber nicht die einzige Überraschung. Da gabs in der NÖN vor einiger Zeit eine AKTION GUTE GEISTER da stand eine ganze Seite (ich hab sie noch) über mich drinnen. Hier wusste ich aber vorher Bescheid, weil die Zeitung ihre Dame wegen eines Fotos schickten.

    Nun aber zu Deiner Frage bezüglich Opferrolle. Ich denke , sie sehen nicht SICH als Opfer, sondern in jedem Fall und ausschließlich IHRE "Kinder". Die Armen (nicht negativ gemeint) müssen mit allem was auf sie noch zukommt, fertig werden. Die Nähe des Endes ihres letzten Lebensabschnittes sehen sie eher gelassen. Die Sorgen der "Alten" haben sich beträchtlich reduziert. Vor allem auf ihr körperliches Befinden und ganz besonders auf ihre Gehfähigkeit. Mobilität ist ihnen eine Herzensangelegenheit. Und da bin ich schon bei der Resignation. Jene die ich kenne resignieren nicht, - sie beschränken ihr Tun sehr stark auf sich selbst. Und wenn sie einst die Tochter fragen werden"... wer sind denn sie? " dann würden sie ohnedies Resignation in ihrer bösen Form nicht mehr mitbekommen.

    Ganz besonders liebe Grüße
    vom Martin
  13. Silence Well-Known Member

    Hallo Martin,

    warum gehst Du nicht auf Reinfriedes Hinweise ein ?

    Wie kommt es denn , daß Du auf einer Seite gelandet bist, die hauptsächlich Jugendlichen zur Verfügung steht !?

    Sorry, meine Neugierde :).....


    viele liebe Grüße,


    Silence
  14. Martin44 Active Member

    Das mag ich Dir gerne erklären. Ich helfe einigen wenigen in meiner Umgebung beim Bezug von Wohnungen. Nicht etwa mit der Hände Kraft (vll. zu faul oder zwei Linke) oder bei der begünstigten Beschaffung, nein - sondern beim Planen. Das heißt ich zeichne Pläne für Küchen usw. Die Leute gehn dann ins Möbelhaus und stellen fest, das Zeichnen machen die auch und natürlich auch im Aufriss (plastisch). Naja, das nur so nebenbei. Ich hab dafür ein eigenes Programm, welches garnicht teuer ist und jedermann erstehen und auch beherrschen kann. Zur Website. In dieser Seite gibt es eine Rubrik mit genau diesen Fragen. Und weil eben zumeist junge Menschen eine Wohnung neu einrichten, meinte ich dort mit div. Tipps nützlich zu sein. Ich hab auch genau das Theme "Wohnungseinrichtung/Planung und Excelhilfe" dort als mein Schwerpunktthema angegeben. Quasi als Beigabe, gibt es dort auch tausende (wirklich tausende ) andere Fragen junger und ganz junger Menschen. Und darauf antworten dann Eltern oder andere Erwachsene. Auf die allerwenigsten Wii-Fragen kann ich antworten, weil ich keine Ahnung von irgendwelchen Spieleprogrammen habe. Aber auch das wollen die Leute dort wissen. Die Seite heißt gutefrage.net --> dies nur um, dass Du Dir ein eigenes Bild machen kannst.

    Über eine nette Antwort an Reinfriede denke ich noch nach.

    Schönen Abend wünscht Dir der Martin
    Silence gefällt dies.
  15. Reinfriede Well-Known Member

    Sie braucht nicht "nett" sein. Ehrlich wäre fein.

    Schau, ich weiss jetzt nicht, wie es hier im Lebensfragenforum läuft, aber es gibt viele Foren, in denen das Zitieren von forenfremden Texten ohne Erlaubnis des Urhebers und ohne Quellenangabe verboten ist. Das wäre das eine.

    Das andere ist der moralische Hintergrund. Wenn Du tatsächlich, wie Du Silence geschrieben hattest, die Plattform gutefrage.net meintest, dann wäre das der Link, den ich gefunden hatte nach Deinen Angaben.

    In diesem Link stellt ein junger Mann eine rechtliche Frage, weil es ihm nicht klar ist, warum seine Mutter nur noch 15,- Euro bekommen soll, weil er Bafög beantragt hat. Er fragt nach, für sich UND seine Mutter.

    Und seine Frage, ob er nun seine Mutter "durchfüttern" soll von diesem zusammengeschnittenen Einkommen ist meiner Meinung nach ans Amt gerichtet. Und hat mit Deiner Interpretation, also dem, WAS Du aus diesem Posting gemacht hast, aber Null zu tun.

    Du hast ein Posting, das in meinen Augen völlig anders gemeint war, umformuliert und daraus ein völlig sinn-verzerrtes Zitat "gebastelt", das Du zur Diskussion gestellt hast, als hätte das tatsächlich ein Poster in einem Forum genauso geschrieben.

    Da bin ich sprachlos ob dieser manipulativen Vorgangsweise. Und frage mich, warum Du das tust.

    Lg
    Reinfriede
  16. Martin44 Active Member

    Liebe Reinfriede
    Ich verspreche Dir (ich weiß schon, - ich muß ja nicht aber ich tu’s halt), - sollte mir irgend etwas dazu einfallen, was wenigstens nach außen hin im entferntesten den Anschein hat, dass mein Beitrag auch nur halbwegs intelligent aussieht, - ich antworte.
    Ich werde auch in der Zwischenzeit versuchen meine Rechtschreibkenntnisse und den Stil zu verbessern. Vielleicht tu ich mir dann etwas leichter beim Verfassen einer themenbezogenen Antwort.
    Ich könnte mir auch noch eine Website suchen wo man eine feine Ausdrucksweise erlernen kann, mit der ich mich besser artikulieren kann.

    Ich gebe zu, da hab ich schon manchmal so meine Probleme.

    Ganz liebe Grüße vom Martin
  17. Lucille Well-Known Member

    Hallo Martin,

    ich habe jetzt deine 6 Postings in diesem Thread zwei Mal durchgelesen - und verstehe Dein Ansinnen immer noch nicht.

    Fast scheint es mir, als würdest Du hier ein kollektives Abqualifizieren der "heutigen Jugend" erwarten. Ganz subtil unterstellst Du den Jugendlichen Eigenschaften wie Verantwortungslosigkeit, mangelnde soziale Kompetenz, fehlende Solidarität, Lieblosigkeit.

    Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber aufgrund Deiner weiteren Aussagen glaube ich nicht, dass sich Deine Empörung auf einen spezifischen Einzelfall bezieht.

    Die Jugend ist immer das Produkt der vorangegangenen Generation. Die Sozialisierung und zumindest familiäre Prägung lag und liegt in deren Mitverantwortung. Die teilweise erschreckende Perspektivenlosigkeit, fehlende Werte und Orientierungslosigkeit ... all das hat sich unsere Jugend nicht selbst erschaffen. Sie findet unüberschaubare Zustände und technische Schnelllebigkeit vor, muss sich mit all diesen Gegebenheiten ungefragt arrangieren.

    Wäre schön, wenn Du uns das Gedankengut der "Mehrzahl der Mütter" (was ist mit den Vätern??) nicht vorenthieltest, um der Diskussion, die Du anstrebst, etwas mehr Grundlage zu verleihen.

    LG
    Lucille
    abendsonne und Martin44 gefällt dies.
  18. vittella Guest

    Martin
    Und aus hunderten Gesprächen weiß ich, wie die große Mehrzahl der Mütter im Allgemeinen denkt.

    das waren wohl 100 Mütter in der Pronx.....[IMG]
  19. vittella Guest

    Du willst intelligent wirken..?...brauchst Du aber nicht, versuchs mal mit "Dich selber sein"...das wirkt nämlich in der Regel am intelligentesten..

    tu das ja nicht, ich amüsiere mich an Deiner Schreibweise, zwar bekomm ich fast jedesmal nen Hirnkrampf, aber es ist eine Herausforderung es zu übersetzen, fast wie Kreuzworträtsel und ich mag Rätsel..[IMG]

    Hast Du denn Enneagrammtest schonmal gemacht..?...ich weiss ja welche Nr. Du das hast, aber vielleicht kann es Dir für Dich noch etwas eröffnen..?!
    http://www.eclecticenergies.com/deutsch/enneagramm/test.php

    mach doch kein Problem aus etwas was einfach ist wie es ist, das bist halt Du, Du kannst lernen das zu akzeptieren und kein anderer sein wollen, voralllem nicht für Frauen, da würdest Du echt was verlieren, ausser Du verstellst Dich bereits.....[IMG]
  20. Martin44 Active Member

    Nun liebe Lucille, ich mag Deinen Beitrag, Deine Kritik, Deine Frage(n) gerne beantworten.

    Vielleicht, wenn Du erlaubst, so quasi Zug um Zug. Du schreibst zunächst: verstehe Dein Ansinnen immer noch nicht.

    Du verstehst mein Ansinnen nicht aber schreibst: Ganz subtil unterstellst Du den Jugendlichen Eigenschaften wie Verantwortungslosigkeit, mangelnde soziale Kompetenz, fehlende Solidarität, Lieblosigkeit.

    Dies ist insofern nicht richtig als es weder ein „DIE Frauen, DIE Männer oder eben DIE Jugendlichen“ gibt. Da würde ich ja selbst meine drei Söhne hineinziehn. Die Jugend kämpft heute mit Dingen die ich nicht mal im Ansatz erleben musste. Ob es sich um ihre Gesundheit oder ihren Arbeitsplatz handelt.

    Du schreibst weiter: Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber aufgrund Deiner weiteren Aussagen glaube ich nicht, dass sich Deine Empörung auf einen spezifischen Einzelfall bezieht.

    Hier ersuchst Du um eine Korrektur und schreibst auch, dass Du nur glaubst ..... Das steht Dir klarerweise zu und Du lässt mir wenigstens eine Erwiderung meinerseits zu. Dazu; - es geht nicht mal um einen einzigen Fall sondern um das Wort „durchfüttern“ im Zusammenhang mit einer Mutter. Der Junge selbst schrieb etwa eine halbe A4 Seite und darin befand sich nicht ein einziger Rechtschreibfehler. Und das hab ich ihm sogar mitgeteilt.

    Weiter schreibst Du:

    Die Jugend ist immer das Produkt der vorangegangenen Generation. Die Sozialisierung und zumindest familiäre Prägung lag und liegt in deren Mitverantwortung. Die teilweise erschreckende Perspektivenlosigkeit, fehlende Werte und Orientierungslosigkeit ... all das hat sich unsere Jugend nicht selbst erschaffen. Sie findet unüberschaubare Zustände und technische Schnelllebigkeit vor, muss sich mit all diesen Gegebenheiten ungefragt arrangieren.
    Das unterschreibe ich ganz und gar.

    Und abschließend zitierst Du aus meinem Beitrag: Und aus hunderten Gesprächen weiß ich, wie die große Mehrzahl der Mütter im Allgemeinen denkt.
    Hier ist der Satz aus dem Zusammenhang gerissen. Ich schreibe nämlich davor, dass ich 65 betagte Menschen betreue und davon einen Großteil Frauen (Mütter, Großmütter und sogar Urgroßmütter). Alle diese Gespräche mit ihnen (ich gehe jeden Tag eine andere Dame besuchen, so sie nicht gerade im KH liegen, – aber selbst dort besuche ich sie kurz, - ist ohnedies visavis) seit 2005 hier wiederzugeben kann ich einfach nicht. Ich mag hier nur jene Dinge weitergeben die de facto einen Grundkonsens bilden. Ich weiß auch in der Zwischenzeit, dass oft Fremde mit den betagten Müttern gütiger (meinetwegen gekonnt gütiger) umgehen als so mancher Familienangehörige.

    Und zu allerletzt; was ist mit den Vätern?? Diese beiden Väter , die in dieser Anlage wohnen, kapseln sich meist ab. Sie erzählen zum zwanzigsten mal vom Krieg, was mich keineswegs stört, - wenn ich nur sehe wie auch diese betagten Männer, selbst in der Nähe der Demenz noch strahlen können, wenn sie erzählen wie sie diesen Krieg überstanden haben. Zeigen Bilder in Uniform, manchmal auch noch die gehüteten Ehrenzeichen aber über die Kinder reden sie bedeutend weniger als die Frauen. Ich denke viele Männer werden im Alter noch sprachloser als in jüngeren Jahren.

    Liebe Grüße Martin

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