Ein Leben ohne Brille unmöglich

Dieses Thema im Forum 'Alt werden, alt sein' wurde von Bright gestartet, 24 September 2011.

  1. Bright Member

    Seit ich denken kann, trage ich eine Brille - gut, dank meinem Vater erst seit der 4. Klasse, weil Mädchen keine Brille tragen sollen. Trotzdem, also, seit ich denken kann, sehe ich schlecht. In der 4. Klasse kam heraus, dass ich schon gute 4 Dioptrin hatte - Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Wie ich die Schule bis dahin schaffte - ich weiß es nicht.

    Die Augen wurden über die Jahre schlechter. Heute bin ich bei knappen 9 Dioptrin angelangt.

    Schwimmen ohne Brille? Ich wollte mir schon so gelbe Binden mit schwarzen Punkten an den Badeanzug heften, nachdem ich mal bei einem Schwimmgang 4 x denselben Mann angerempelt hatte und der mich anpflaumte, ob ich denn blind sei.

    Kontaktlinsen hatte ich vor über 20 Jahren. Harte natürlich dank der Hornhautverkrümmung - damals ging es nicht anders. Leider vertrug ich die nicht besonders, vor allem auch, weil ich zu trockene Augen habe.

    Nun, seit 2 Jahren stelle ich fest - meine Arme werden für das Lesen zu kurz.

    ALTERSWEITSICHTIGKEIT!

    NEIN, kann mich die Natur wirklich nicht mal überspringen? Ich will nicht alles haben, was man im Alter so bekommen kann.

    Nun Hornhautverkrümmung, Kurzsichtigkeit und Altersweitsichtigkeit - ES REICHT!

    Ich bin 44 Jahre und die Altersweitsichtigkeit kann noch bis zu 3 Dioptrin zunehmen, sagt das Internet. Bei meinem Glück schaffe ich mehr. Es kann wohl so schlimm werden, dass man alles auf 45 cm Nähe nicht mehr erkennen kann.

    Dank meiner schon hohen Dioptrinzahl sind meine Brillengläser Flaschenböden. Zum Glück sind sie innen dünner als außen. So kann ich sie dünner halten, wenn ich kleine Brillengestelle nehme. Dazu noch stark brechend. Die letzten Brillen wogen zwischen 20 und 24 g, wobei schon 4 g mehr auf der Nase fühlbar ist. Leider ist dafür das Sichtfeld ganz schön eingeengt. Dank der Achse und der Dioptrinzahl habe ich Probleme von einem Brillengestell auf das nächste zu wechseln, also gibt es eine Sonnenbrille mit dem gleichen Gestell und den gleichen Gläsern. Das ging, sind aber die doppelten Kosten.

    Nun noch eine Lesebrille integrieren? Gleitsichtgläser? Egal, ob Lösung Nr. 1 schon nicht gut ausschaut und viele mit Gleitsichtgläsern wohl Probleme haben, wie viel wird mir bei meinen kleinen Gläsern noch für das "normale" Sehen über bleiben?

    Operation? Kostenvoranschlag geholt. Man könnte meine Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung operieren, leider bliebe auf dem schlechten Auge noch 2 Dioptrin übrig, was aber schon eine wesentliche Verbesserung zu heute wäre. Über die nächsten 20 - 25 Jahre amortisierte sich das auch. Aber, es ist eine OP.

    Also hin zum Optiker. 2. Versuch Kontaktlinsen? Ich lese auch, dass es heute weiche für Hornhautverkrümmung gibt.

    Seit vorgestern also habe ich meine weichen Linsen. SUPER, kein Vergleich zu den harten von vor 20 Jahren. Eingesetzt und kein Jucken im Auge. Konnte die gleich den ganzen Tag im Auge haben. NUR, die harten bekam ich früher mit einem "Sauger" aus dem Auge, während ich hier die Linse mit den Fingern aus dem Auge holen muss. (Schaffte ich am Abend dann doch, auch mit kleineren Schwierigkeiten).

    Dann Probelaufen in der Stadt, 30 Minuten, ob wirklich alles gut geht. Der Schock folgt - ich kann nichts lesen. Mit der Brille muss ich die Bücher 20 cm von der Nase entfernt halten, mit den Kontaktlinsen reichen meine Arme nicht mehr aus.

    Zwischen der Brille und den Linsen liegen nun für ein Auge 0,5 Dioptrin Verschlechterung. Mehr nicht über die letzten 4 Jahre. Dann hat der letzte Optiker wohl die Achse nicht richtig vermessen, wir hatten 3 unterschiedliche: a) Brillenachse, b) auf dem Pass, und c) gemessen in meinem Auge.

    Warum kann ich nun mit den Linsen noch schlechter nah sehen? Der Optiker erklärt mir nun, dass die Linsen meine Fehlsichtigkeit optimal ausgleicht. Dadurch fällt mir aber die Nahsicht dank Altersweitsichtikeit noch schwerer. Die 0,5 Dioptrin, die mir bei der Brille für die Weitsicht fehlen, gleichen das etwas aus, daher kann ich damit besser nah sehen, habe aber Defizite bei der Fernsicht.

    Hilfe, nun habe ich Kontaktlinsen, brauche aber zum Lesen eine Brille. Was für eine Welt ist denn das bitte sehr?

    Irgendwann kann es sein, dass ich, wenn ich bei der Brille bleibe, für die Nahsicht keine Brille mehr brauche, weil ich dann ohne lesen kann. Ich testete das gestern auch mal aus, ja, es wird besser. Dann muss ich aber eine - wie gewohnt - für die Fernsicht haben.

    Ich schreibe das hier, weil es mir irgendwie ironisch vorkommt. Wie ich es wende und drehe, die Brille liebt mich. Gut, ich habe nie etwas gegen die Brille gehabt, wenn ich sie wirklich leicht halten konnte.

    Nun laufe ich mit 44 Jahren ohne Brille herum, und mein Mann ist irritiert. Er kennt mich nur mit und weiß eigentlich: sehe ich meine Frau ohne Brille, ist die blind wie eine Blindschleiche. Nun passt diese Aussage nicht. Dann verkleinern Fernsichtgläser die Augen. Er meint nun, ich hätte Kuhaugen - nett oder?

    Auch er kann sich gerade nicht vor Lachen, dass ich, egal, wie ich es drehe oder wende, um eine Brille nicht herumkomme.

    ABER, das Internet zeigte mir Gleitsichtkontaktlinsen. Also werde ich den Optiker mal fragen, was es damit auf sich hat.

    Ich denke aber, insgesamt ist es günstiger mit Kontaktlinsen und 10 EUR Lesebrille und 1 normale Sonnenbrille als 1 Gleitsichtbrille + 1 Sonnenbrille gleicher Stärke.

    Super ist aber - das Sichtfeld! Es ist nicht eingeschränkt.

    Entschuldigt für einen vielleicht unsinnigen Beitrag, ich wollte nur mal die für mich ironische Situation aufschreiben.
  2. Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Bright!

    Mir ist Deine Situation nicht unbekannt, wenn auch nicht in diesen Ausmaßen. Ich bin 50 und trage meine Brille (bin kurzsichtig, aber nur 0,5 und 0,75 mit Astigmatismus) nur zum Autofahren, weils mir da wichtig ist, dass ich wirklich gut sehe.

    Sonst, in geschlossenen Räumen, hab ich mit dem Sehen kein Problem. Auch in der Schule hatte ich gute Augen, sie wurden erst ab etwa 30 schlechter, aber wie gesagt, nicht besonders schlimm.

    Nachdem mir vor einiger Zeit bei einem nächtlichen Ausflug in die Stadt was eher unangenehmes passiert ist, das vielleicht vermeidbar gewesen wäre, wenn ich die Brillen NICHT im Auto gelassen hätte, hatte ich beschlossen, bei abendlichen Ausflügen Kontaktlinsen zu tragen.

    Funktioniert prima, sind weiche, die man nicht spürt. Das Rausnehmen war anfangs problematisch, weil ich vor allem Tageslinsen gewählt hatte (die sind noch dünner und schlechter zu fassen), weil ich sie ja nur hie und da verwenden möchte, die werfe ich nachher weg. So halten sich die Kosten auch in Grenzen.

    Beim Rausnehmen gibts noch den Trick, wenn alle Stricke reissen sollten: Das Auge offen lassen und die Kontaktlinse relativ brutal einfach über den inneren Augenwinkel bis auf den Nasensteg schieben. Das funktioniert immer, wenn sie anders nicht rauswollen. Ist bei mir eben auch kein Problem, weil sie sowieso Einmallinsen sind, die kaputtgehen dürfen.

    Der Haken ander Geschichte:

    Ich lese ohne Brille, kein Problem. Kann die kleinsten Schriften lesen, was für 50 auch nicht so die Norm ist. Nur - sobald ich die Kontaktlinsen drin hab, bräuchte ich fürs Lesen eine Brille.:confused:

    Wenn ich nun mit den Linsen unterwegs bin, muss ich eine Lesebrille einpacken, denn ich könnte in einem Lokal nichtmal die Karte lesen.

    Trotzdem finde ich diese Lösung relativ praktisch. Meine Schwester (stark kurzsichtig) hat sich vor 35 Jahren von ihrem ersten Gehalt schon Kontaktlinsen gekauft, weil sie die dicken, schweren Brillen nicht wollte.

    Es ist einfach viel besser mit Linsen, keine drückende Brille auf der Nase, mehr Freiheit.

    Eine Freundin von mir hat auch so etwas ähnliches wie Gleitsichtkontaktlinsen. Sie hatte mir erklärt, dass das irgendwie über die Verschiedenartigkeit der zwei Linsen funktioniert, eine Linse ist anders als die andere und im Gehirn werden die Bilder dann richtig zusammengesetzt.

    Wie genau das funktioniert, weiss ich leider nicht (ich sehe diese Freundin leider auch sehr selten, kann sie daher schlecht ausfragen). Aber es gibt definitiv so etwas und es dürfte gut funktionieren. Sie trägt Kontaktlinsen für Kurzsichtigkeit und kann trotzdem damit lesen.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
  3. Spätzin Well-Known Member

    Hallo Bright,

    ich bin ohne Brille nackt und trage sie seit der ersten Schulklasse... In den 90iger Jahren hatte ich für 1 Jahr weiche Linsen, aber wie gesagt, ohne Brille fühle ich mich nackt.

    Wieso warst Du nicht beim Augenarzt sondern nur beim Optiker?

    Meine Freundin hat sich die Augen (in Tschechien) lasern lassen und braucht jetzt nur noch zum lesen eine Brille und ist voll zufrieden.
    Der Vater meiner anderen Freundin hatte so um 1o Dioptrien und nach seiner Grauen Star OP hat er nur mehr eine Brille mit 2 Dioptrien, was ja auch schon ein beachtlicher Fortschritt ist.
  4. Lucille Well-Known Member

    Liebe Bright, ich möchte Dein Problem nicht kleinreden, aber schlimm finde ich es auch nicht.
    Wahrscheinlich deshalb, weil es mir gleich geht wie Dir ;)

    Ich bin sehr kurzsichtig und mit starkem Astigmatismus gesegnet.
    Also ... weiche Kontaktlinsen, Lesebrille wenn ich die Linsen trage, Fernbrille ohne Linsen, Nahbrille ohne Linsen - und eine beachtliche Anzahl an chicen Sonnenbrillen.
    Mein Optiker liebt mich. :D

    Die Laser-OP würde ich mir and Deiner Stelle schon überlegen.
    Ich kenne niemanden, der sie bereut hat.
    Bei mir geht das leider nicht wegen zu dünner Hornhaut. Aber ich vertraue auf den Fortschritt
    der Medizin.

    An die Prozedur Linsen-rein/raus wirst Du Dich schnell gewöhnen, glaub ich.
    Ich kann dies mittlerweile auch ganz ohne Spiegel :cool:

    LG
    Lucille
  5. Reinfriede Well-Known Member

    *grins*

    Die Lesebrillen gibt es übrigens in den schicksten Formen und Farben - ich kaufte sie günstig an den verschiedenen Brillenständern in Diskontern. Ich hab ein paar davon, weil ich ja auch zum Malen (da trag ich teilweise sogar eine Kopflupe, sieht besonders schick aus :cool:) eine Vergrößerung brauche.

    Mein Lieblingsmodell ist meine knallrote.:D Sieht total lässig aus.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
    Lucille und Eberesche gefällt dies.
  6. Lucille Well-Known Member

    Ja, das hatte ich vergessen zu erwähnen - DIE Kollektion habe ich natürlich auch. Und eine-in-jeder-Handtasche-für-den-Notfall ;) .... Und somit gibt's eine eigene Schublade, die ganz meinen Augen gehört :D

    Aber trotzdem - obwohl die Gläser der größte Kostenfaktor sind, sehe ich einfach besser mit den optischen Gläsern, die genau angepasst sind.

    Und ich stelle es mir einfach wundervoll vor, wie es sein mag, morgens aufzuwachen und nicht automatisch zuerst zur Brille greifen zu müssen. Obwohl - der erste Blick in den Spiegel in der Früh ist deutlich schonender ohne Sehbehelf ;-)

    LG
    Lucille
    Reinfriede gefällt dies.
  7. Reinfriede Well-Known Member

    *kicher* - ich denk mir das auch immer. Die "Alters-"weitsichtigkeit hat ja den Vorteil, dass man sich im Spiegel nicht mehr sooooo genau sehen kann...:D

    Himmel, wann werd ich endlich altersweitsichtig? :rolleyes:

    Grinsende Grüße
    Reinfriede
  8. Bright Member

    Die letzten Tage versuchte ich mal, die Linsen wieder einzusetzen. Ich sah NICHTS!

    Ehemann wurde nöckelig - 20 Minuten - Du hättest ja schon gestern üben können. (Mecker! Mecker! Mecker!)

    Meine Laune stieg dadurch aber auch nicht. Die Sicht wurde auch nicht besser.

    Woran liegt es? Weiche Linsen - Linden verdreht? Rechts mit links vertauscht?

    Rein mit der Linse - nichts sehen - wieder rauspulen. Ich werde nervös, bekomme die Linsen später fast weder rein noch raus und höre genervt auf. Die Brille ist doch nicht so schlecht.

    Heute erneuter Versuch. Ich sehe nichts. Nach 10 Minuten, die Augen sind rot und tränen, finde ich es: rechts und links vertauscht, dann rechte Linse nicht richtig auf das Auge geschoben. Puh!

    Nun sind die Linsen seit 2 Stunden drin - ich sehe!

    Recherchen im Internet zeigen mir, ich bin nicht allein mit diesem Problem.

    Eigentlich war dieser Beitrag auch eher unter der Rubrik: shit happens - warum kann es mal im Alter nicht etwas einfacher werden?

    Gestern stellte ich aber fest, dass ich anfange, ohne Brille Kleinstgedrucktes - z. B. Rezeptbeipackzettel - lesen zu können.

    Ich suche mir bald mal eine Lesebrille, die halb hoch ist, damit ich lesen und später einfach über den Rand der Brille fern schauen kann. Die Lesebrille kann ja winzig im Sichtbereich sein.

    Nun fange ich aber wieder an, Luft in meinem Gesicht gerade zu rücken. Wohl eine Angewohnheit von langjährigen Brillenträgern. (GRINS).

    Irgendwie finde ich es trotzdem Ironie des Schicksals:

    Mit Brille kann ich bald ohne Sehhilfe nah sehen, oder ich brauche eine Gleitsichtbrille
    Mit Kontaktlinsen brauche ich eine Lesebrille und
    mit OP komme ich auch an einer Brille nicht vorbei. Vor allem, wenn man die Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung operiert, ist die Altersweitsichtigkeit immer noch da, also auch dann eine Lesebrille.

    Wahrscheinlich läuft es später auf Fernsichtbrille + keine Brille beim Lesen raus.
  9. Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Bright!

    Gib Dir selbst doch mehr Zeit. Das Gewöhnen an die Linsen dauert - aber es könnte leicht sein, dass Du sie eines Tages liebst.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
  10. Bright Member

    Ich hatte nie etwas gegen die Brille. Jedenfalls seitdem ich mir die Gestelle selbst aussuchen konnte, die Mode nicht mehr so große und klobige "vorschrieb" :)

    Das Problem eigentlich nur: Dicke der Gläser = schwer, kleine Gläser = leichter = geringerer Sichtbereich. Oder Brillen, die sich verbiegen.

    Die weichen Linsen sind wirklich super. Nichts im Vergleich zu den harten vor über 20 Jahren.

    Der Sichtbereich? SUPER! Endlich Sonnenbrillen beim Autofahren tragen und keine Angst vor Tunnel, wo man eigentlich die Brille wechseln müsste, aber im Blindflug nicht ein paar Meter hinter sich bringen muss. Also fährt man mit Sonnenbrille in die Dunkelheit. (Klappsonnenbrillen auf die normale Brille funktioniert nicht immer, und es kann die Gläser zerkratzen). Wahrscheinlich auch endlich Schwimmen - OHNE - ständig Menschen anzurempeln. Ich werde etwas sehen. Ganz neue Dimensionen. :)

    Nur dieses Einsetzen :rolleyes: (Augenverdreh) - wenn man wirklich die linke mit der rechten Linse vertauscht, oder nicht weiß, ob man die Linsen von links auf rechts gedreht hat - Hach! Werde mal den Optiker fragen, wie man das erkennt. Hatte gelesen, manche weichen Linsen haben eine Schrift, an der man das erkennen kann. Fehlsichtig wie ich bin, erkenne ich auf meinen nichts. Und leider kann man die weichen Linsen einfach umstülpen. Das kenne ich von den harten natürlich nicht.

    Zumindest sagt mir das Internet: Du bist nicht allein mit diesen "Startschwierigkeiten" :)

    Ich bin schon erstaunt, dass ich die Linsen mit dem Finger aus dem Auge bekomme.

    Nein, dass mit der Brille später als Fernsicht und Nahsicht ohne Brille ist eher praktisch gedacht. Bis jetzt ist die Altersweitsichtigkeit nicht so, dass ich ohne Brille am PC arbeiten könnte. Jetzt brauche ich mit Linsen dafür die Lesebrille. Es wäre halt praktischer, wenn es klappt: Fernsichtbrille und keine für Nahsicht dank Altersweitsichtigkeit statt Linsen + Lesebrille. ABER, ich denke für diese Entscheidung wird noch viel Zeit vergehen.

    Bis dahin werde ich garantiert noch meine persönliche Katastrophen mit den Linsen haben. Wie damals mit den harten, die ich mitten auf einer belebten Einkaufsstraße verlor. Oder die, die ich mit der Schwimmbrille in die Adria auswusch.

    Nur mal so am Rande: bei enger zusammenstehenden Augen - verdeckt das die Brille etwas? Mit den Linsen habe ich das Gefühl, fällt das mehr auf.
  11. Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Bright!

    Das ließe sich am ehesten mit einem Fotovergleich feststellen. Denn zumindest mir geht es so, dass ich mit Kontaktlinsen in den Augen denke, ich sähe anders aus.:rolleyes:

    Warum das so ist, weiß ich auch nicht.

    Du bist sicher nicht alleine mit dem Problem, ich hab auch schon den Fall gehabt, dass sich die Linsen übergestulpt hatten - und nach dem Einsetzen juckte das erbärmlich.

    Aber Du kannst das relativ einfach feststellen (zumindest bei meinen Linsen ist das so): Eine übergedrehte Linse sieht von der Seite an den Rändern anders aus als die "richtige" Seite. Sie stellen sich leicht auf, sind also nicht so schön gebogen, die Gesamtform sieht etwas anders aus.

    Ich hab aber wie geschrieben Tageslinsen, ich weiss nicht, ob das generell so ist.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
  12. SANDY Well-Known Member

    Naja, meine Begeisterung hält sich in Grenzen :rolleyes:

    Meine immer schon bestehende Weitsichtigkeit hat sich nun im Alter so verstärkt, dass ich Gleitsichtbrillen tragen muß.

    Das mit dem Spiegel stimmt...aber die Augen zu schminken ist jeden Morgen ein Abenteuer der besonderen Art.....

    Blind wie eine Fledermaus fuhrwerke ich an den Augen herum, dann muß ich zwischendurch immer wieder die Brille aufsetzen, damit ich sehen kann, was ich veranstaltet, oder besser gesagt verunstaltet habe...:D

    Das ist echt Schwerstarbeit, bis ich mit strahlendem Blick mein Tagewerk beginnen kann :)

    da gibts nichts zu grinsen
    Sandy
  13. Reinfriede Well-Known Member

    Das Problem habe ich, sobald ich die Kontaktlinsen reingebe, die ich ja nur trage zum Fern-Sehen, also die sind für das Nah-Sehen völlig untauglich. Ich muss mich vorher schminken, denn sobald die Linsen drin sind, seh ich mich kaum mehr im Spiegel, nah rangehen ist nicht mehr möglich.

    Allerdings lauf ich dann Gefahr, dass ich durch das Reingeben der Linsen die Malerei wieder verwische.:confused:

    Also Malen, dann Linsen rein, dann Brille aufsetzen und nachgucken, ob eh noch alles dort ist, wo es sein sollte.

    Kein Vorteil ohne Nachteil.:cool:

    Liebe Grüße
    Reinfriede
  14. Bright Member

    Heute war ich mit den Linsen mal wieder einkaufen. Hurra, ich habe sie fast ohne Probleme ins Auge bekommen. Raus nehmen, macht mir bisher weniger Probleme.

    Es nervt mich schon heute, dass ich ohne Lesebrille nicht mehr nah sehen kann. (GRUMMEL).

    Der Optiker versucht es noch, eine Linse um 0,5 Dioptrin schlechter zu machen, so daß ich dann in der Ferne nicht so optimal sehe, dafür aber im Nahbereich weniger Probleme habe. Diese Sehstärken entsprächen dann meiner heutigen Brille. Mit der kann ich noch auf knapp 20 cm lesen - d. h. kein überlanger Arm beim Lesen, was mir als Leseratte wichtig ist. Mit den Brillenstärken komme ich auch noch im Straßenverkehr klar, auch wenn das schlechtere Auge dann nicht optimal ausgeglichen ist.

    Da ich ein neugieriger Mensch bin, schaute ich heute im Internet, wie schlimm die Altersweitsichtigkeit denn noch werden könnte. Tja, was soll ich sagen - teilweise kann es wohl so sein, dass man später bis auf 4 m nicht mehr nah sehen kann. Ich als kurzsichtige? - kann ich dann ohne Brille im Haus herumlaufen, Fernsehen schauen? Irgendwie glaube ich nicht daran.

    Bei der nächsten Linsenanpassung werde ich aber nach Gleitsichtkontaktlinen fragen. Laut Internet gingen die auch für Hornhautverkrümmung. Ich habe ja nicht nur bei einer Augenkrankheit HIER geschrien. (IRONIE/ZYNISMUS).

    Und den Optiker muss ich auch noch nach dem genauen Einsetzen der Linsen fragen - ob das Sehen schlechter wird, wenn man die Iris nicht ganz trifft - bzw. ob das überhaupt möglich ist.

    Ach ja Schönheit: mir fallen nun die dunklen Flecken unter dem Auge mehr auf. Vorher hat es die Brille versteckt.

    Als ich harte Linsen trug, musste ich alles auf dem Augenlied vor Einsetzen der Linse schminken. Ich weiß nicht mal mehr, ob man wie früher spezielle Schminksachen für das Auge braucht?

    Das Lasern meiner Augen kostete knappe 4.500 EUR für beide Augen. Ich hatte es mir eigentlich teurer vorgestellt, auch wenn das schon teuer genug ist. ABER, es ist eine OP UND, ich werde trotz einer OP immer noch eine Brille benötigen. Die OP für die Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung sind eine Sache, die Altersweitsichtigkeit noch ganz anders. Auch die ist operabel, in dem o. g. Preis aber nicht enthalten. Für den Preis behielte ich 2 Dioptrin auf dem linken Auge und die Altersweitsichtigkeit.

    Mal sehen wie es mit dem 2. Satz Linsen geht. Wenn es so ist wie mit der Brille, habe ich noch etwas Zeit, mir die beste Lösung auszusuchen.

    Ach ja, dank Internet weiß ich - Ich bin nicht allein (GRINS)

    Und wie geschrieben, bitte nicht alles richtig ernst nehmen. Mich beschäftigt das schon, vor allem, weil ich irgendwann die beste Lösung für mich finden will, aber es plagt mich nicht. Ich fühle mich vom Schicksal nur etwas auf die Schippe genommen (LÄCHLE)
  15. Lucille Well-Known Member

    auch *grummel* - aber man gewöhnt sich daran, ehrlich

    Durch die Augenflüssigkeit und das Blinzeln bringen die sich schon selbst in Position ;-)
    Da brauchst Du den Optiker nicht fragen - klar siehst Du schlecht, wenn die Linse nicht da ist, wo sie
    hingehört. Wenn Du die Brille schief auf geht's auch nicht so mit dem Sehen, oder?

    Touche eclat von Yves St. Laurent - der Abdeckstift schlechthin ;)

    Nein, brauchst Du nicht. Viel Geldmacherei von den Optikern.
    Hauptsache, die Produkte sind von guter Qualität, d.h., dass sie nicht schmieren und bröseln.

    Don't try to cross the bridge until you get to it ;-))

    LG
    Lucille
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  16. Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Bright!

    Ich kann mich dunkel an die Empfehlung erinnern, keine Wimperntusche zu verwenden, die kleine Härchen drin hat zur optischen Verlängerung der Wimpern, weil diese, soferne sie ins Auge gelangen, bei Kontaktlinsenträgern Probleme verursachen können.

    Sonst denke ich wie Lucille, es wird egal sein, welche Schminke man verwendet.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
    Lucille gefällt dies.
  17. Bright Member

    So, 12 Stunden Kontaktlinsen drin und Schulung.

    ICH HASSE ALTERSWEITSICHTIGKEIT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Kann man nicht irgendwo neue Augen kaufen?

    Mit der Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung kam ich ja klar. Auch mit bis zu 10 Dioptrin, 24 - 28 g schwere Brillen.

    ABER, nicht mehr auf kurze Distanz lesen zu können?

    Und ich stelle fest, mit Linsen kann ich nicht mal mehr ohne Brille am Laptop schreiben, etwas auf 60 cm Entfernung lesen.

    Ich bin frustriert!

    Alt werden ist sch.....................

    Und mit einer Linse klappt es auch nicht so richtig.

    Wo ist die nächste Tafel Schokolade?
  18. Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Bright!

    Das wird schon...lass Dir Zeit, Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden.

    Gib den Linsen eine Chance, das geht alles nicht von heute auf morgen.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
  19. Bright Member

    Mein Frust hat nichts mit den Linsen zu tun - bzw. eher weniger.

    Bisher ist es so, dass ich mich bei der Brille durch die Altersweitsichtigkeit nicht gestört fühle. Ich sitze nun mit Brille am Laptop UND SEHE KLAR, ich las heute morgen beim Kaffee und hielt das Buch 20 cm entfernt. Ich hebe den Kopf und sehe fern. Ich kann mein Gegenüber sehen, klar und deutlich.

    Mit den Linsen? Fernsehen ist def. besser - WENN DENN nicht - die geringen Tränenflüssigkeit im Auge die Sicht gerade auf dem rechten Auge vernebelt. Gestern Abend sah ich selbst mit den Linsen schlecht. Gut, da waren sie dann ca. 12 Std. drin (10 - 12 Std.).

    Ich saß bei der Schulung und konnte nicht mal auf 70 cm im Buch lesen. Das Gesicht meiner Nachbarin? UNSCHARF! DAS KENNE ICH NICHT - und ich will das auch nicht.

    Diese Lesebrillen helfen beim Lesen, machen aber nicht das Gesicht der Nachbarin scharf, ich sehe im Nahbereich immer noch sch.......

    Ich denke, diese Probleme dürften viele Kurzsichtige mit Altersweitsichtigkeit haben. Es kommt wohl darauf an, wie der- oder diejenige persönlich damit klar kommt. Ich für meine Person hasse es.

    Warum trage ich Linsen, wenn ich an einer Kaffeetafel, oder bei einer Schulung, beim Lesen, beim Einkaufen - ständig eine Brille tragen muss, die mir zwar beim Lesen hilft, aber mich im Nahbereich nicht wirklich klar sehen lässt? Das macht bei mir als Leseratte fast 50 % der Zeit aus. Beim Lesen ginge das ja gerade noch, aber das generelle nicht scharf sehen können im Nahbereich - DAS NERVT!

    Ginge ich noch arbeiten - und ich arbeite 100 % am Computer - müsste ich den ganzen Tag trotz Linsen eine Brille tragen. Wo liegt da der Gewinn?

    Gleitsichtgläser bei der Brille: Laut Internet gibt es eine Zone für das Fernsehen (wohl oben), eine Zone des Gleitens und dann unten für das Nahsehen. Hört sich eigentlich gut an, nur habe ich sehr kleine Brillengläser, da meine Rohgläser am Außenbereich an die 10 cm dick sein können, nach innen dünner werdend. Also je kleiner das Gestell desto kleiner und leichter das Glas. Ich muss heute schon den Kopf ständig bewegen, damit ich alles sehen kann. Das soll mit Gleitsichtgläsern noch mehr so sein.

    Brillen mit Nachsichtanteil: Da scheint es ja nur so zu sein, dass in die Brille ein kleiner Teil für die Nahsicht ist. Die Zwischenzonen bleiben - wie bei der Lesebrille außen vor.

    Meine Lösung Kontaktlinsen und Lesebrille: Fernsicht super, Nahsicht na ja, ABER dieses ganze zwischen Fern- und Nahsicht ist nicht vorhanden. Entweder kann ich lesen, aber eh im nahen nichts klar erkennen, oder ich sehe in die Ferne und im Nahen ist alles unklar. Das ginge wohl, wenn es nur eine kurze Distanz wäre, ABER 70 cm ist schon viel. Mit Linsen sehe ich hinter dieser 70 cm Grenze super, darunter alles unscharf. Mit Lesebrille kann ich auf dieser Distanz nur lesen, die allgemeine Sicht ist aber sch......... Also sehe ich hier wirklich bisher keine Verbesserung.

    Gleitsichtkontaktlinsen: gibt es, sie müssen aber anscheinend super angepasst werden. Und das scheinen viele Optiker nicht zu schaffen. Dann muss das Gehirn noch in der Lage sein, die Bilder zu verarbeiten, damit man wie bei der Gleitsichtbrille in allen Bereichen sehen kann. Ich werde den Optiker mal nach diesen Linsen fragen, auch beim Augenarzt.

    Lasern der Augen: Altersweitsichtigkeit geht zwar auch, aber da muss man wohl eine künstliche Linse einsetzen. Meine Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung sind operabel, es bleibt aber 2 Dioptrin auf dem linken Auge zurück. Ich sollte aber vielleicht doch überlegen, ob das machbar wäre, da Kurzsichtige später bei der Altersweitsichtigkeit wieder im Nahbereich sehen können. Hier sollte ich dann mal den Augenarzt fragen, was machbar ist.

    Ich mag meine Brille, und ich mag auch die Linsen.

    ABER, ich hasse es, einfach trotz Linsen auf eine Brille angewiesen zu sein, die es mir aber nicht ermöglicht, vernünftig im Nahbereich bis zu 70 cm zu sehen. Und mit der Brille, die um 0,5 Dioptrin unter meiner richtigen Sehschärfe liegt, schaffe ich den Nahbereich bis zu 20 - 30 cm, was einfach noch geht. ABER 70 cm gehen einfach nicht.

    Und ich muss etwas tun gegen meine zu trockenen Augen, damit dieser Nebel auf den Linsen nicht auftritt oder mit Zufuhr von Flüssigkeit wieder verschwindet.

    Immerhin die weichen Linsen bewegen sich auf dem Auge nicht so wie damals die harten. Bei Nachtfahrten damals sah ich, wie die Linsen sich bei jedem Lidschlag von oben nach unten bewegten. Grauslich.

    Und mit der Brille muss ich mir etwas überlegen. Jetzt wird mir schlecht und schwindelig inkl. rasender Kopfschmerzen, wenn ich von der Brille auf die Linsen und von den Linsen auf die Brille umsteige.

    Ich denke, diese Probleme haben nichts mit einer Gewöhnung zu tun. Mein Problem ist aber auch, dass ich Probleme habe, wenn ich von einem Gestell mit entsprechender Sehkorrektur auf ein anderes Gestell mit gleicher Sehkorrektur umsteige. Es braucht sich nur etwas an der Achse zu verschieben und ich bin sehtechnisch aus der Bahn geworfen. Selbst bei meinen 2 identischen Brillen (Brille + Sonnenbrille - gleiches Gestell, gleiche Stärken, nur 1 getönt), bekomme ich Probleme, wenn eine etwas verbogen ist.

    Ich will trotzdem neue Augen (WEIN!)
  20. Bright Member

    1 Korrekturmöglichkeit gibt es noch - Linsen einsetzen lassen. Das ist eine kleinere OP als das Lasern und die Linsen können später entfernt werden, wenn Probleme auftreten. Eingesetzt werden wohl Multifokallinsen (Gleitsichtlinsen).

    Werde wohl mit dem Augenarzt darüber sprechen.

    Nun ein paar Stunden später ist der Schwindel weg, ich kann wieder "normal" mit der Brille sehen.

    Hoffentlich klappt es mit den reduzierten 0,5 Dioptrin besser, was die Nahsicht wie auch den Wechsel zwischen Linsen und Brille anbetrifft. Leider erinnere ich mich nicht mehr daran, wie es früher war, wenn ich von den Hartlinsen auf die Brille wechselte.

    Ach ja, gem. Internet könnte man ja auch die Augenmuskulatur stärken und somit ganz ohne Brille Fehlsichtigkeiten aus der Welt schaffen. Ob ich daran glauben kann? Ich bezweifle das dann doch etwas.

    Danke für die Geduld, dass ich hier meinen Frust niederschreiben konnte und evtl. noch kann.

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