Empty-Nest-Syndrom

Dieses Thema im Forum 'Lebenskrisen' wurde von Reinfriede gestartet, 27 Januar 2012.

  1. Ritter Omlett Active Member

    Grüss euch, hallo Reinfriede!
    Oft denke ich mir auch, was die Zukunft wohl so bringen mag? Ich glaube, der Mensch versucht sich damit für alle denkbaren Situationen zu wappnen, um Sicherheit zu erlangen. Ergeht mir auch hin und wieder so.

    Ob es sinnvoll ist das Thema zu eröffnen?
    Ich habe in einem Forum vor einigen Jahren einige Themen eröffnet und finde es immer wieder interessant sich selber nachzulesen, was dachte ich mir damals, welche Einstellung hatte ich, was hatte sich geändert und was ist überhaupt eingetreten? In einem Thema habe ich einige Geschichten geschrieben über die Sterbebegleitung für meinen besten Freund um diesen Zeitabschnitt verarbeiten zu können. Natürlich wäre es wohl am Besten in aller Ruhe abzuwarten was kommt eigentlich wirklich. Man weiss, viele Szenarien treten oft nicht ein, oder kommen ganz anders. Auf der anderen Seite diese Ruhe hat man nicht alle Tage, es dreht sich ein Gedankenkarusell, aber es darf sein, es ist einfach Mensch sein. Es darf sein, ich darf auch mal unsicher sein, oder auch Angst haben, denn ich bin keine Maschine, die mental auf einer Höchsttour laufen kann. Für sich selber glaube ich, seine Gedanken in einem Thema, dass einem befasst niederzuschreiben, dass das etwas Besonderes ist, sich selber zu lesen und sich eines Tages nachzulesen, wie ein Buch, dass man vielleicht mal öfters liest.

    Wie es sich anfühlt etwas für sich zu tun?
    Es ist wichtig für mich geworden, eigene Ansprüche zu entdecken und zu erfüllen. Es ist ein besonderes Gefühl, absolut nicht sinnlos, sondern etwas, was die inneren Kräfte wieder füllt. Ich vergönne mir zb hin und wieder eine Massage, da wird das Mobiltelefon abgedreht, dass ist 1 Stunde für mich, Erholung, Kraft spenden, Reinfriede du wirst als sozial arrangierter Mensch erkennen, wie wichtig ist es für dich ist, mal für dich da zu sein, vielleicht fragst du dich dann, dies und jenes hätte ich mir schon früher vergönnen sollen.

    Abschied nehmen
    Ein ganz persönliche Philosphie aus Lebenserfahrung heraus, beim Abschied nehmen treffe ich stets den Neubeginn. Dieser Neubeginn ist noch ohne Form und leer. Es besteht die Chance, diesen Neubeginn zu formen, im Inhalt zu geben, es anzunehmen, meinen Inhalt und das Beste daraus zu machen. Anderseits man hat keine andere Wahl als den Neubeginn anzunehmen und das Beste daraus zu machen. Oft ergeben sich dann vollkommen unerwartete Gelegenheiten.

    lg
    Ritter Omlett
    Reinfriede gefällt dies.
  2. Reinfriede Well-Known Member

    Lieber Ritter Omlett!

    Danke Dir für Deine Antwort, ja - es ist interessant, wenn man sich die Threads Jahre später ansieht.

    Das ist auch vielleicht mit ein Grund, warum ich ihn eröffnet habe - es ist sicher auch schön, später mal reinzuschreiben, dass die Ängste umsonst waren.:)

    Zumindest wünsche ich mir das.;)

    Liebe Grüße
    Reinfriede
  3. magnet Well-Known Member

    rf, so leids mir tut, es wird sich ein kleiner abgrund öffnen, meiner meinung nach, ich hab da zum glück noch zeit, aber- wenn ich mir vorstelle- keine kinder mehr da, auf ein paar tage ists ja in ordnung-aber auf dauer?
    ich glaub, man muss sich dann selber wieder "finden" und wichtig nehmen.
    und- auf enkel hoffen.

    lg

    m
    ELLA gefällt dies.
  4. Reinfriede Well-Known Member

    Ach super, Magnet - Du bist ja klasse im Mutmachen.:confused:

    Aber ich warte jetzt eh mal ab, wer weiss, wie dieses Jahr dann tatsächlich läuft, oft kommt es ja ganz anders, als man denkt.

    Und wenn alles plangemäß läuft und ich gegen Ende des Jahres tatsächlich - womöglich noch arbeitslose - Mutter ohne Funktion sein werde, dann werde ich Feedback geben, obs wirklich so schlimm ist.:cool:

    Enkelkinder dauern sicher noch länger...meine Älteste will keine Kinder (zumindst in den nächsten Jahren nicht), weil sie an ihrer Karriere bastelt, die Mittlere ist noch in Ausbildung und hat auch nicht vor, danach gleich Mama zu werden, denn dann muss sie sich erst im Beruf etablieren und die Jüngste wird mit dem Studium anfangen und möchte so schnell auch keine Kinder.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
  5. magnet Well-Known Member

    nun ja, mutmachen ist ja auch nicht gerade ne sache, die du bei mir mit freude gemacht hast, da gehts mehr um tatsachen, oder meinungen.
    ich hoffe nur für deinen lg, dass du ein ventil findest.

    leicht grinsend

    m
  6. Reinfriede Well-Known Member

    Oh, meinem LG gehts gut, für ihn brauchst Du nicht zu hoffen. :p

    Und Ventilsuche kann auch Spaß machen.;)

    Lg
    Reinfriede
  7. magnet Well-Known Member

    ja, bei dir bin ich mir auch sowas von überhaupt- und 100% sicher- das es das richtige ventil wird.
    zum glück bekomm ich keinen dampf mehr ab.
    alles gute, bald verlassene

    m
  8. Reinfriede Well-Known Member

    Danke für die guten Wünsche :)
  9. magnet Well-Known Member

    rf, du verstehst mich nicht, das sind keine wünsche, bei gott nicht, aber- es werden tatsachen sein, wenns dir hilft- ich fürchte mich genau wie du, wenn nicht noch mehr vor diesem moment.
    ich bring noch heute meine grosse ins bett, bekomme noch ein küsschen, ein ritual ist auch dabei, ich will dich nicht veräppeln,ich habe selber angst vor dem ganzen.
    also-bitte-war nicht böse gemeint!

    lg

    m
    Reinfriede gefällt dies.
  10. Reinfriede Well-Known Member

    Lieber Magnet!

    Jetzt bin ich einigermaßen erstaunt.:cool:

    Ich dachte, es wäre ironisch gemeint, ich wusste nicht, dass Du selbst auch diese Unsicherheit spürst.

    Überhaupt - ich weiss, ich bediene jetzt kräftig ein Klischee und das ehrt mich nicht gerade - irgendwie hatte ich gedacht, dass Männer das leichter wegstecken als Frauen. Aber wahrscheinlich liege ich falsch mit dieser Annahme, vielleicht reden Männer einfach nur nicht so offen darüber.

    Oder vielleicht auch deswegen, weil sie meistens *schubladeauf* die ganze Zeit berufstätig sind und damit sich nicht so ausschließlich auf die Kinder konzentrieren, ihr Leben davon bestimmen lassen, wie sich die Kinder entwickeln.*schubladezu*

    Und dann nicht so in die Krise fallen, wenn die Kinder ausziehen.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
  11. magnet Well-Known Member

    rf,vielleicht auch durch die momentane phase- glaub ich zwar nicht-ist aber möglich- wenn ich mir vorstelle, für niemand mehr die verantwortung zu haben, wirklich machen kann, was ich will, ist es einfach nicht mehr lustig.
    mein vorteil ist, das ich wahrscheinlich schon das zeitliche gesegnet hab, oder zumindest der altersdemenz unterliege, wenn der kleine flügge wird.
    männer tuen sich halt relativ schwer, ihre gefühle, besonders ängste- ängste gibts beim mann ja nicht- öffentlich, oder auch im kleinen kreis- oder der partnerin gegenüber-zu zeigen.
    aber, ein leben ohne kinder, ist für mich persönlich, obwohl ich wirklich viele interessen habe, schwer vorstellbar.

    lg

    m
  12. Spätzin Well-Known Member

    ... und trotzdem gehen alle Kinder irgendwann aus dem Haus, das ist der Lauf des Lebens!

    Und da ist es egal, ob wir uns ängstigen oder nicht, sie gehen und müssen versuchen ihr eigenes Leben zu leben.
    Walter gefällt dies.
  13. Hortensie Well-Known Member

    Hallo baldige MoF (Mutter ohne Funktion),
    jaha, das gefällt mir als Nick für dich ;).
    Ich bin froh, dass du nicht automatisch auf Enkelkinder hoffst, die dir dein weiteres Leben füllen sollen. Ich bekomme übrigens Pickel davon, wenn ich höre, dass sich die Eltern (vorzugsweise Mütter) unbedingt Enkelkinder wünschen. Das kann schon echt in Psychterror ausarten.
    Ich habe auch so gedacht, bevor mich meine beiden Großen verlassen haben. Es war nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Allerdings habe ich ja (der Vorwurf von vielen) noch die beiden Kleinen. Lt. Unkenrufen soll es erst schlimm für mich werden, wenn die aus dem Hause sind. Wir werden sehen.
    Falls du Langeweile bekommst, was ich mir bei dir allerdings noch nicht so recht vorstellen kann, könntest du ja auch Ehrenämter bekleiden.
    Hilfe bei Tafeln, Lesementor.... da gibt es superviele Möglichkeiten....oder du bist hier im Forum pausenlos online :D und machst uns den Moderator.
    Hortensie
    P.S.: Das Gleiche hatte ich auch beim Führerschein, ich habe mir die schlimmsten Dinge ausgemalt wenn sie ihn dann haben und auch noch fahren....und als sie ihn (endlich) hatten, war es gar nicht so schlimm für mich. :whistle:
  14. Reinfriede Well-Known Member

    Das war bei mir anders. Ich habe darauf hingearbeitet, dass sie schnellstmöglich den Führerschein haben (die Rechnung ging allerdings nicht auf, meine Jüngste brauchte 2 Jahre dafür, weil sie das schön gemütlich machen wollte). Denn dann fielen für mich die Taxidienste in der Nacht weg, also war das ganz schön eigennützig.

    Außerdem machte ich mir keine Sorgen mehr, dass sie irgendwo in der Nacht zu Fuß in der Gegend herumstreifen würden. Ok, ich holte sie ja immer ab, aber bei Lokalwechseln nahmen sie dann doch manchmal die öffentlichen Verkehrsmittel. Jetzt nehmen sie das Auto, da habe ich das Gefühl, dass das sicherer ist.

    Auf Enkelkinder warte ich nicht. Erstens bemerke ich bei mir, dass ich gar noch nicht so weit wäre (im Bekanntenkreis gibt es so immer wieder die Meldungen: Ach, magst Du mir nicht mal kurz das Kind halten? *grusel*) ich hab noch immer den Kleinkindkoller in mir, der braucht sicher noch Jahre, bis er verschwunden ist, obwohl ich sie allesamt süß finde. Wenn ich beim Einkaufen kleine Kinder bei ihren Trotzanfällen (ich will aber die Schoki) beobachte, geh ich schnell weiter, weil ich mir das nicht anhören mag.

    Also Oma-Allüren habe ich sichtlich noch nicht. Und zweitens finde ich es besser, wenn die Mädels erst mal Karriere machen, das ist ein guter Polster. Ich wünsch es ihnen, dass sie nicht abhängig sind von ihrem Partner und das wären sie, wenn sie früh Kinder bekommen. Karriereknick, danach schlechtes Einkommen...muss ja nicht sein.

    Aber die Mädels haben eh diese Einstellung, also passt das ja.

    Enkel zu hüten wird wahrscheinlich bei mir mit der Pensionierung zusammenfallen, also da hab ich noch ca. 15 Jahre Zeit. Und da passt das genau richtig.

    Mich quält eher die Unsicherheit bezogen auf die nächste Zukunft. Obwohl es paradox ist, ich war schon in ganz anderen Situationen. Damals, nach der Scheidung stand ich da mit den 3 Kids, auf Haussuche, nur mit Halbtagsjob, DA hätte ich eigentlich mehr Ängste haben sollen, hatte ich aber gar nicht.

    Und dann war da der Alltag, der einerseits genügend Abwechslung (in Form von Stress: Kinder, Hausrenovierung etc.) geboten hatte, sodass ich nicht viel zum Nachdenken kam und andererseits auch auf eine hintergründige Art Sicherheit geboten hatte. Der Alltagstrott, der zum Ritual wird und irgendwann besteht die Zukunft daraus, dass sich täglich alles auf eine bestimmte Art und Weise wiederholt.

    Das fällt jetzt weg und verunsichert mich, weil ich eben nicht weiss, was auf mich zukommt. Ich bin der typische Macher, der keine Zeit zum Nachdenken haben darf. Dann fühle ich mich wohl und sicher im Leben verankert.

    Viel Zeit werde ich anfangs eh nicht haben, da wird der Umzug anstehen, Wohnungen herrichten etc. - aber dann....ich erinnere mich sehr sehr gut an den Tag, an dem ich - nach 7 Jahren täglichem Stemmen, Fliesen, Bödenverlegen - das erste Mal wie immer nach Hause kam, in die Arbeitskluft stieg und dann durchs Haus ging, um was zu renovieren.

    Und mit Schrecken feststellte, dass es nichts mehr zu renovieren gab. Ich war damals ziemlich fassungslos, ging durch die Räume, suchte geradezu nach einer Stelle, die ich ausbessern oder bearbeiten konnte. Ich fühlte mich gar nicht gut, total verloren - so als hätte man mir meinen Job weggenommen.

    Wenn man 7 Jahre täglich über Schutthaufen steigt, dann wird das so zur Gewohnheit, dass es zum Teil des Lebens geworden ist. Da war eine totale Leere in mir, da fehlte was.

    Ich hatte dann die nächsten Wochen damit verbracht, alles endgültig auf Hochglanz zu bringen und dann begann ich mit der Malerei, weil ich etwas brauchte, was ich "verschönern" konnte. Eine weisse Leinwand eignet sich da ganz formidabel dafür, man füllt die Leere mit schönen Dingen.:)

    Und ich hoffe, dass ich diesesmal, wenn sich lang anhaltende Gewohnheiten ändern, auch wieder etwas finde, dass diese momentane Leere füllen kann.

    Erfahrungsgemäß wird das eh passieren, ich suder halt nur ein bisserl rum.:D

    Liebe Grüße
    Reinfriede
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  15. Clara Clayton Well-Known Member

    Laß dich drücken Reinfriede!

    Du willst renovieren? Dann komm´zu uns! Ich will im Frühjahr loslegen. Ganz dringend muß die Wohnung gestrichen werden. Außerdem habe ich totale Lust mal wieder umzuräumen.

    Gestern waren unsere Tochter und ihr Freund zu einem gemütlichen Abend da(anscheinend sind sie jetzt in dem Alter, in dem sie nicht mehr jeden Samstag auf der "Piste" sein müssen).

    Wir hatten jedenfalls sehr viel Spaß. Mein Mann hat Pasteten und Brot gebacken(wenigstens ER hat etwas in unserem Kochkurs gelernt;)). Es war sehr gemütlich. Irgendwann begann der Freund unserer Tochter(er ist Südamerikaner) von seiner Mutter zu erzählen. Ich habe sie im letzten Herbst kurz kennengelernt, als sie in Deutschland zu Besuch war. Eine sehr liebe - doch unglaublich resolute Person.

    Kurz und gut. Sie hat den Beiden wohl ziemlich unverblümt ihre Wünsche mitgeteilt. Als da wären: Hochzeit und baldige Enkelkinder.

    Unsere Tochter ist davon alles Andere als begeistert. Sie steht kurz vor ihrem 2. Staatsexamen und will erst Karriere machen, bevor sie sich überlegt ob sie überhaupt Kinder haben will. Ihr Freund sieht das ebenso. Er überlegt derzeit, ob er noch ein 2. Studium beginnen soll, neben seiner Berufstätigkeit.

    Ich war gelinde gesagt schockiert. An Enkelkinder hatte ich bisher noch keinen Gedanken verschwendet. Ich war ja schon nicht das Muttertier. Da muß ich den Gedanken an Enkelkinder erst mal auf mich zukommen lassen.

    Jedenfalls sagte meine Tochter, nachdem sie mich ordentlich abgebusselt hatte, "danke, daß du da gar keine Meinung zu hast und mich nicht unter Druck setzt."

    Selbst wenn ich dazu eine Meinung gehabt hätte, würde ich den Teufel tun, sie zu verkünden. Ich habe meine Tochter schließlich großgezogen und finde richtig gut, wie sie ihren Weg macht. Ist ja auch IHR Weg, nicht wahr?!
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  16. Hortensie Well-Known Member

    Halt!
    Nein, zu uns. Wir sind noch nicht einmal komplett durch mit renovieren. Vieles ist schon gemacht, aber das zieht sich trotzem sooo hin. So ist das bei alten Häusern. Und wenn man erst mal drin wohnt......:rolleyes:
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  17. Reinfriede Well-Known Member

    Danke für die vielen Einladungen.:D

    Ja, Renovieren werd ich dann sicher auch, wenn die Kids draussen sind. Der obere Stock wird ja stillgelegt, weil da sind einige Kinderzimmer, die werden nicht mehr gebraucht (und dann auch nicht mehr geheizt bzw. nur noch auf Minimum temperiert), die möchte ich natürlich auch noch herrichten, weil sie sind ja doch über die Jahre abgewohnt worden.

    Außerdem muss ich heuer im Sommer/Herbst sowieso noch in einem Zimmer die Holzverkleidungen an der Decke mit Rigipsplatten überlagern, weil mir die Behörde wegen der Brandschutzbestimmungen auf die Zehen getreten ist, ich hab Termin bis Ende des Jahres, um das zu erledigen. Da kommt es mir eh gelegen, wenn das Zimmer nicht bewohnt ist, so kann ich das leichter machen.

    Clara, ich finde das auch komisch von der Mutter. Klar, es ist irgendwie ja auch eine Bestimmung im Leben, dass man sich fortpflanzt und darauf schaut, dass die Familie weiterbesteht, da gehören dann Enkelkinder auch dazu. Aber alles zu seiner Zeit und die ist dann da, wenn die Kinder es selbst wollen.

    Ich hätt mich auch schön bedankt, wenn mir meine Eltern oder Schwiegereltern da Druck gemacht hätten.:confused: Meine Kinder kamen (für damalige Verhältnisse) relativ spät auf die Welt, beim ersten war ich 27. Üblich war damals in unserer Familie eine Mutterschaft ab 18 oder 19, also da waren die Mütter noch selbst halbe Teenies.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
  18. Clara Clayton Well-Known Member

    Die Mutter des Freundes unserer Tochter ist halt sehr katholisch. Außerdem ist sie fast zehn Jahre älter als ich. Wer weiß wie ich in zehn Jahren darüber denke.

    Eines hat unsere Tochter uns gestern abend noch eröffnet: sie will nach dem Examen nach Berlin ziehen.

    Da mußte ich dann doch ein wenig schlucken. Dann ist nix mehr mit schnell mal in die Bahn setzen und zu den Eltern fahren. Andererseits ist Berlin eine tolle Stadt und unsereiner hätte dann endlich mal einen Grund öfters mal hin zu fahren...

    Tja Reinfriede, dann hast du ja noch richtig viel zu tun in deinem Haus. Da wird für dich keine Langeweile aufkommen, denke ich.
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  19. Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Clara!

    Berlin ist sicher eine Reise wert - ich habe eine ausgiebige Berlinreise auch schon auf der Wunschliste, ist sie doch genaugenommen die Stadt meiner Wurzeln.:)

    Ja, es kann auch gut sein, dass wenn man älter wird, dass der Wunsch nach Enkelkinder stärker wird, ich finde es gut, dass Du das ihr gegenüber so sehen kannst - man weiss ja wirklich nie, wie man selbst empfinden wird, wenn man in der Situation steckt.

    Meine Schwiegereltern waren auch "alte" Eltern und warteten klarerweise schon eher sehnsüchtig auf Enkelkinder, zumal mein Exmann ja auch nochmal ein Stück älter war als ich. Sie machten aber nie Druck, sie waren lt. ihren eigenen Angaben einfach froh, dass ihr Sohn eine so nette Frau gefunden hatte.;) Ich war dort so herzlich aufgenommen worden in der Familie, dass ich sprachlos war. Sie waren wirklich schwerstens in Ordnung, mischten sie nie ein, waren einfach voll ok.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
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  20. Clara Clayton Well-Known Member

    Liebe Reinfriede,

    ja, Berlin ist schon toll. Immer eine Reise wert.

    Ich versuche die Mutter vom Freund meiner Tochter zu verstehen. Immerhin sitzt sie in ihrem weit entfernten Heimatland und sieht ihren Sohn eher selten. Der Lebensmittelpunkt der evtl. zukünftigen Enkelkinder wäre natürlich auch hier im Lande. Also alles nicht so einfach.

    Trotzdem sollte sie sich da lieber heraushalten - ihrem Sohn zu Liebe.

    Über nette Schwiegereltern kann ich gar nicht mitreden. Meine waren eher "Schwiegermonster". Sie konnten ihre gesamten Schwiegerkinder nicht ausstehen(und sie hatten einige). Alle waren nicht angemessen, eingebildet oder nur dumm. Enkelkinder wollten sie auch keine haben(nervten nur). So kam es, daß fast alle Kinder den Kontakt zu ihnen abbrachen. Es gab ständig Streit und war nicht auszuhalten.

    Das war schon sehr schlimm. Da ich die ständige Gefühlskälte schon von meiner eigenen Familie her kenne, brauche ich sowas nicht. Da gehe ich lieber auf Abstand.

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