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ich fühle mich... ???

Dieses Thema im Forum "Lebenskrisen" wurde erstellt von Umar, 23 Juni 2005.

  1. Umar

    Umar Guest

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    ich brauche mal etwas rat von euch. wer mir antwortet, dem danke ich jetzt schon mal.

    Momentan fühle ich mich...

    ...verzweifelt aber doch irgendwie eins mit mir. unglücklich, aber doch zufrieden. Ich denke ich fühle mich traurig, bin aber doch noch frohen Mutes, das es weitergeht und nur besser wird. Mir ist alles gleichgültig, bleibe passiv. vielleicht auch enttäuscht und empfindungslos. Alles ist mir egal. ich fühle gerade noch nicht mal etwas, weil jeder negative gedanke, durch sehnsüchte in der Vergangenheit positiv umgewandelt wird. und mit diesem positiv umgewandelten gedanken, erschaffe ich mir meine Zukunft, die eine Illusion ist. also unterdrücke ich mein jetziges gefühl. (ist alles so kompliziert,...)

    vielleicht "entwurzelt" oder "entfremdet", nicht in mir. ich lebe so vor mich hin. ich bin unschlüssig in allem was ich gerade tue bzw. eben nicht tue.
    Eigentlich soll/muss ich lernen für klausuren, mache aber lieber etwas anderes.
    ich verstehe gerade mich überhaupt nicht. sonst kann ich meine gefühle und gedanken nachvollziehen und verstehen, aber jetzt fühle ich mich unfähig dazu. weiss auch nicht, wie das kommt. mir ist alles egal. (liegt vielleicht auch am Wetter, wobei das wieder die Schuld von aussen wäre und ich meine verantwortung abgebe)

    Ich kann anderen Tipps geben, und mache und helfe gerne, nur mir selber kann ich nicht so, wie ich gerne möchte.
    und wenn ich bei mir im umfeld dann sehe, wie andere agieren und reagieren und wie sie sich geben, macht mich dass nur noch trauriger, weil ich weiss, das sie sich leider verstellen und anders sein könnten, wenn sie wollten. und weil ich dieses Wissen habe, will ich anderen gerne zu ihrem glück (oder unglück ?) zwingen, ihnen helfen sich zu ändern. ich sehe, empfinde, verstehe, wie andere sind und warum sie sich anders geben, als sie sind.

    und wenn es nicht so angenommen wird, zweifle ich an mir und würde am liebsten naiv und unwissend sein. unwissend und blind. ich fühle mich traurig und verraten (von mir und vielleicht "Gott", weil ich so bin und leider nicht anders). dann kümmert mich der ganze kram nicht und ich muss dann die situationen so annehmen, wie sie sind, ohne zu wissen, das es besser werden kann. Ich wäre dann einer von ihnen und vielleicht normal und werde akzeptiert. Meine Sicht ist dann beschränkt und evtl. bin ich dann zufrieden. aber ich weiss zuviel, um das verleugnen oder ausblenden zu können. Ich habe eine Ahnung das ich nur ein Schatten bin und aus dieser Höhle herauskommen kann und werde. aber wie und wann weiss ich nicht. alles ist sch****. :angry2:

    Mein Vater meint, ich bin seelisch erschöpft. ich bin nur am beschäftigen mit mir selber, am analysieren und verstehen. andere verstehen und schliesslich mich selber, gerade über andere. meine gedanken drehen sich nur um mich und andere, hindern mich zu handeln.

    Jeder und alles ist... nur mir momentan völlig egal. :(
    ich hoffe auf Antworten von euch.

    Gruß Umar :( :cry3:
     
  2. ELLA

    ELLA Well-Known Member

    Heee, guten Morgen Umar!

    Hab gerade Deinen Beitrag gelesen!

    Fühl Dich erst mal gedrückt! :umarmen:

    Und dann möchte ich Dich fragen, was erwartest Du von den anderen, was von Dir?

    Warum musst Du helfen, damit sich andere besser fühlen?
    Wenn ich jetzt sage, Erwarte nichts, weisst Du was ich meine!
    Du hast auch mir schon sehr geholfen, und ich bin Dir sehr dankbar dafür!
    Nur oft ist es so, wenn es um einen selber geht, ist man betriebsblind!*lach

    Versuche doch mal einfach zu sein!
    Geniesse Dich und Dein Leben!
    Fühle Dich glücklich!

    Und lass einmal alles andere und das analysieren sein!
    Manchmal ist es gar nicht verkehrt, nicht alles zu wissen! :rolleyes:

    Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag und gaaaanz viel Lebensfreude!
    :banane: :banane: :banane:

    Gaaaaaanz liebe Grüße
    ELLA!
     
  3. Raphael 0022

    Raphael 0022 Well-Known Member

    hallo Umar,

    du weisst doch, dass du niemanden verändern kannst. du kannst nur dich verändern. ich kenne diese situation. manchmal haut das auch bei mir voll durch, dass ich sage, wieso erkennt der andere das nicht. wieso tun sie dies oder das/nicht. die oberflächlichkeit. und dann kommt dieser zustand, in dem du jetzt bist. nicht mehr in der mitte sein. sich im aussen orientieren.
    bleibe bei dir. so wie du b i s t so zeigt sich auch dein umfeld.

    du bist am bewerten in jeder beziehung.
    "ich bin frei von allen bewertungen. alles fliesst." (Affirm.)

    Hör auf zu denken, geh auf ne party oder in eine disco und tanze dir mal einfach alles ab. :banane: :banane:

    einen schönen tag
     
  4. Umar

    Umar Guest

    danke dir. :kiss3:

    ich erwarte nur von mir, dass ich mir genauso gut helfen kann, wie ich anderen helfe. aber dazu fehlt mir der nötige Abstand.
    Ich wünschte, dass ich manchesmal die Sorgen hätte, wie sie andere haben. die sind im nachhinein viel kleiner als die meinigen. ich fühler mich von meinen Problemen, wenn ich denn mal welche habe, nur erdrückt und unfähig damit umzugehen.

    (Ich war gestern nacht noch spazieren gewesen und da habe ich auf dem Rückweg ein Marder oder so was entlang flitzen sehen. solche Augenblicke erlebe ich selten. da denke ich, es ist mir gegönt worden, etwas wahrzunehmen, das andere nicht wahrnehmen wollen/können.

    Bei Tieren ist das leichter zu akzeptieren, das sie so sind (z.b. wegrennen, beissen bei furcht ). sie können nicht anders, denn sie leben zwar in Angst, sind aber auch einfach nur am leben. Wenn sie sich verstellen, bedeutet das ihr Tod.
    Und bei uns Menschen, ist jeder so, wie er nicht sein muss. so viele Rollen und überall anders. der liebe enkel, der ja-sagende Mitarbeiter, der faule aber lustige Freund, der Partymacher ... das kostet den anderen doch nur geistige/körpeliche Kraft (anstatt wahrhaftig, echt authentisch sein zu dürfen und seine Masken fallen zu lassen). Mir tut es weh (da weiss ich noch nicht warum) dies mit anzusehen, ohne etwas unternehmen zu können. ohne zu sagen, "wach auf, da draussen gibt es noch mehr Licht, als in deiner Höhle überhaupt möglich" oder zumindest dass ich "ein Freund sein kann, mit dem man gemeinsam den schwierigen Weg geht". Ich möchte sein: die Leiter, die zum Dach führt; der Wagenheber, um das Auto hochzuheben; der Flaschenöffner, um die Flasche zu öffnen und das kühle Nass überhaupt geniesse zu können.
    aber ich werde ignoriert und kann nichts weiter tun, als zu schauen. ohne etwas zu tun. :confused4 )

    muss nicht, aber ich mache es, weil es mir Spass macht. zumindest, wenn es was bringt. vielleicht "angeborenes Helfersyndrom" :rolleyes:

    das probiere ich ja ständig, aber in so unglücklichen zeiten, ist es schwierig so tun als ob.

    hm...habe jetzt doch wieder so viel geschrieben

    grüsse von Umar
     
  5. Umar

    Umar Guest

    so jetzt geht es mir wieder etwas besser. ist doch nie so schlimm, wie gedacht. und da ist ja auch ds Problem: ich denke zuviel was ich fühlen könnte/sollte (?), das im Widerspruch steht, zu dem was ich wirklich fühle. der verstand schreibt mir durch sehnsüchte und gedanken vor, wie ich mich zu fühlen habe und mich aber gar nicht jetzt fühle.

    @Raphael 0022
    Ja das weiss ich und ich halte davon auch sehr viel.
    tanzen ist gut. mag ich :) nur bei disco und menschen oder sowas halte ich abstand. ist nicht mein fall, mich aufzustylen nur um oberflächlichen Spass zu haben.


    Mit dem helfen und Problem zu analysieren und beobachten, ist es so: ich fühle mich erfüllt, wenn ich die Welt der anderen begreifen kann und verstehen darf. das ich ein Teil davon sein darf und wo dann beiden seiten geholfen wird. mir durch die erkenntnis und dem gegenüber durch die beseitgung seiner Sorgen.
     
  6. east of the sun

    east of the sun Well-Known Member

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    Lieber Umar,
    ich freue mich, dass es Dir besser geht. Wir sind uns ähnlicher als Du es Dir vorstellen kannst, nur dass ich damals in deinem Alter kein Forum hatte, sondern mein Tagebuch herhalten mußte. Leider antwortete es nie.

    Es hat auch sein gutes so zu sein. Ich habe gelernt die Schwächen meiner Mitmenschen anzunehmen. Ich sehe bei anderen was alles schief läuft, aber bei mir selbst will ich es nicht sehen. Aber ich lerne, jeden Tag neu.

    Man hat nicht unbedingt das recht ungefragt in das leben der Anderen einzugreifen. Jeder Mensch hat das Recht seine Erfahrungen zu machen. Also beobachte ich (ich bin ein Beobachter und habe auch Menschenkenntnis) und freue mich, wenn ich um Rat gefragt werde. denn ich habe auch ein kleines Helfersyndrom ;-).

    Ansonsten halte ich den Mund, denn es hilft nichts, wenn die Menschen noch nicht reif für eine veränderung oder Einsicht sind, verärgert oder verwirrt man sie nur.

    Ich hoffe ,dass ich das Thema nicht verfehlt habe.

    Ich wünsch Dir alles gute! :kiss4:

    East of the sun
     
  7. Umar

    Umar Guest

    Nein, es war absolut richtig.

    Umar
    :danke: euch allen nochmal
     
  8. east of the sun

    east of the sun Well-Known Member

    Hallo Umar!

    Wie geht es dir jetzt? Sind das nur Momente oder zieht sich das wie ein roter Faden durch Dein Leben?

    Ganz viele Grüße!
     
  9. Umar

    Umar Guest

    ja, mittlerweile bin ich wieder wohl auf. [​IMG] [​IMG]

    also früher war nie so der Drang da, anderen zu helfen, oder diese Tiefs und "Sehnsüchte" nach anderen Zeiten, dieses nicht wissen was zu tun ist und sich unfähig/ ohnmächtig fühlen. abstand gehalten habe ich als kind schon immer, mehr als jetzt. da war dann auch dieser rote faden noch zum Knäul zusammengerollt, in mir schlummernd, versteckt vor anderen und am schlafen. jetzt möchte ich lernen/lerne gerade diese Probleme aufzulösen.

    der Faden wird entwickelt und wenn er dann plötzlich reisst, falle ich in ein Loch, weil ich mit diesen Problemen noch nicht gelernt habe umzugehen. Vor einigen Jahren, war das (bedingt durch die Schule) fast wöchentlich, meine Tiefs und Verzweiflungen. Immer habe ich mich gefragt was mache ich falsch und warum bin ich nicht anders.
    Jetzt erlebe ich diesen roten Faden als konstant reisfest und wenn er reist, dann aber mehr langsamer und zäher, so dass ich intensiv spüre, etwas passiert mit mir (gezwungen werde zu spüren) und ich kann dann nur mit zusehen, das ich wirklich nichts machen kann. Auch wieder mein eigener Beobachter, meiner eigenen Probleme. und dann bin ich noch nicht mal in der Lage, dass ich mir selbst helfen kann.
    also insgesamt sind es jetzt weniger, aber irgendwie denke ich nicht mehr so oberflächliche, sondern anders (tiefgehender, an dei Substanz gehend, die Wurzel, die Seele,..)
    Weil ich merke, ich kann mir nicht helfen bzw. es konnte mir keiner so helfen, wie ich es mir wünschte, versuche ich dieses Ohnmachtsgefühl anderen vorzuenthalten. in mich aufzusaugen, damit andere glücklicher leben können.
    Ich sehe/merke schon bevor etwas passiert bei anderen, wie sie sind und möchte sie warnen, aber geht nicht (stosse nur auf Widerstand). also sehe ich, wie sie leben und leiden (?) und die Schuld bei anderen suchen. Und so primitiv denkend wünsche ich mir in schwierigen zeiten, von mir selber.
    doch ist dies nicht mein Weg; ich spiele die passive rolle, eines aussenstehenden zuschauers, der sich selber reflektiert und anderen zuschaut bei ihrem Leben.

    Umar
     
  10. east of the sun

    east of the sun Well-Known Member

    Hallo Umar,
    ich finde das interessant. Deine Zeilen zeigen mir, dass Du dich intensiv damit beschäftigst.

    Der rote Faden ist dein Antrieb, der Dich vorwärts, dem Ziel näher bringen wird.
    Ein junger Mensch, der zufrieden und selbstgefällig im Sessel sitzt ist ungesund. Es treibt einen vorwärts zu anderen Ufern, das muß auch so sein, wer sollte sonst die Welt verändern ?

    Du siehst die Probleme und Fehler Deines Umfeldes. Aber man kann sein Weltbild (welches aus Deiner Sicht richtig ist) nicht auf andere übertragen. Die anderen sehen mit ihren Augen die Welt wie sie für sie richtig ist.
    Ich habe einen Kollegen, der alles aus mißtrauigen Augen sieht, aus seiner Sicht richtig, resultierend aus seinen Erfahrungen (Kindheit).
    Aber ich weigere mich diesen Blick anzunehmen, weil ich die Welt anders sehen will. Das ist dann meine Realität (für mich richtig), weil ich vieles gar nicht sehe. Wenn Einer auf meine Kosten aufsteigt hat er aus meiner Sicht Glück gehabt und aus der Sicht meines Kollegen steckt eine Intrige dahinter.
    War jetzt ein doofes Beispiel.

    Früher hatte ich einen Freund ,der war viel weiser und weiter als wir. Er beschäftigte sich mit dingen, die ich nach 20 Jahren jetzt entdecke.
    Ich hatte mich von ihm getrennt, weil ich es nicht ertragen konnte, dass er mir gewaltsam die Augen öffnet. Jeder hat sein Tempo.

    Du hast Deine Weisheit und Dein Potential nicht umsonst. Irgendwann wirst Du es verwenden können, auf Menschen stoßen, die Dir ähnlich sind oder Dich brauchen.

    Du bist im November geboren, ein geheimnisvoller Monat, voller Nebel, Dunkelheit und Mystik. Vielleicht hat es auch etwas damit zu tun? :)

    Ich wünsch Dir jedenfalls alles Gute, Du wirst Deinen Weg schon gehen!
     
  11. Umar

    Umar Guest

    zu welchem Ziel? was ich bis jetzt erfahren habe ist mehr wert, als das Ziel selber. Ausserdem weiss ich gar nicht wie das ziel aussehen soll.
    ja, ich bin auch ein verweigerer :rolleyes: und habe mich längst abgefunden, die Welt zu revolutionieren. mit meiner Welt habe ich schon genug schwierigkeiten, sie optimal für mich passend zu gestalten. Und Lust habe ich auch keine mehr, für andere die Augen zu öffnen. das kommt noch früh genug.

    bestimmt.

    was hat womit/damit zu tun? irgendwie leben die Novembergeborenden Menschen, die ich kenne, nicht so geheimnisvoll und zurückgezogen und machen sich Gedanken. obwohl... hm... aber DAS kann gerade täuschen. ich täusche ja auch viel, weil es Spass macht.

    ich gehe ihn doch schon seit 22 Jahren, 7 Monaten und 19 Tagen. :zauberer1 ein langer Weg. und immer bin ich wieder aufgestanden und weitergegangen.
     
  12. Sternenkind2006

    Sternenkind2006 Active Member

    Hey,

    das Leben ist zu schwer für manchen, einfach zu schwer finde ich.


    :nono:
     

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