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kein Ur-Vertrauen und traumarisches Erlebnis

Dieses Thema im Forum "Angst, Panikattacken - was tun?" wurde erstellt von Butterflybaby, 12 Januar 2006.

  1. Butterflybaby

    Butterflybaby Member

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    Hallo ihr lieben,
    Es gibt da etwas, das mich beschäftigt und mir sehr wichtig ist. Es geht hier in erster Linie um meinen Freund.

    zur Vorgeschichte: mein freund hat vor etwa drei jahren seine Mandeln rausbekommen, dabei kam es dazu, dass die Wunde, nach ein paar tagen wieder aufplatzte und viel Blut rauskam, was meinem Freund einen traumatischen Schock versetzt hat, denn war in einer lebensbedrohlichen Situation, zudem hat er diese Krankheit, bei der das Blut weniger schnell verinnt oder nicht gut verinnt.

    Letztens ist mir das wieder aufgefallen dass er damit noch Probleme hat, er kann keine Geschichten über Blut hören. Ich hatte nur erzählt dass ich letztens bei der Blutabnahme zum erstenmal richtig hingeguckt habe und gesehn habe wie das Blut so in die Kanüle spritzt.
    als er mich bat nicht mehr über sowas zu reden habe ich ihn gefragt was daran so schlimm ist und dass er es noch nicht verarbeitet hat, er sollte vielleicht gerade deswegen über soetwas reden oder sich mit seiner Angst auseinandersetzen. Aber was er macht ist dem Thema auszuweichen. Er mag es lieber verdrängen als es zu verarbeiten.
    Er hatte sogar mal eine Phase in der er andauernd sein Hals oder sein Speichel überprüft hat, das war richtig zwanghaft, jetzt macht er es nur ab und zu.

    Es ist generell so, dass er kein Ur-Vertrauen hat. Er hat eher eine pessimistische, ängstliche Lebenseinstellung. Ich bin das Gegenteil, aber anstecken hab ich ihn bisher nicht gekonnt, obwohl er auch gläubig ist, aber er befasst sich mit sowas überhaupt nicht (außer wenn ich mit ihm über so Sachen rede).

    Was würdet ihr ihm denn für Ratschläge geben um:
    1. diese Sache zu verarbeiten
    2. eine positive, vertrauende Lebenseinstellung zu erlangen?

    Das mit dem Ur-Vertrauen und negativen Denken fällt mir sooo oft auf. Es wirkt sich ständig auf die eine oder andere Weise aus, natürlich auch in unserer Beziehung. Es hat sehr viel Einfluss auf das Leben/Erleben und deshalb will ich ihm so gerne das geben das ich weiss, oder woran ich glaube und ich spreche mit ihm immer über meine Erfahrungen, aber es bleibt irgendwie nicht hängen. Klar, eigene Erfahrungen sind immer die Besten, aber solange er nicht offen für Vertrauen ist, wie soll er es erfahren? Teufelskreis?

    Bin für jeden Einfall dankbar!
     
  2. Ulla405

    Ulla405 Well-Known Member

    Hallo Butterflybaby

    du wirst ihn maximal unterstützen können und ihn vielleicht dazu bewegen können, etwas dafür (bzw.dagegen) zu tun.

    Das Urvertrauen ist einem Menschen angeboren, wid aber oft durch die Erziehung und das Umfeld " abtrainiert".
    Wenn er generell kein Urvertrauen hat, sind die Wurzeln bereits in der Kindheit zu suchen.

    Du schreibst, du bist das Gegenteil.

    Darf ich dich etwas fragen?
    Warst du schon jemals in so einer "Angstsituation"?
    Also, das schon reine Gedanken an eine bestimmte "Sache" die Angst auslösen und damit psych.-und körperliche Beschwerden auslösen...?

    Wenn nicht, dann wirst du dich nie wirklich verständnisvoll in deinen Freund hereinversetzen können.
    Glaub mir, das können nur Menschen wirklich nachfühlen, die selbst schon an solchen " Angsstörungen" gelitten haben.

    Du kannst ihn, wie schon gesagt, nur versuchen, davon zu überzeugen, das er selbstwollend !!! etwas dagegen unternimmt. Und wenn es cshon so fortgeschritten ist, dann wird er es alleine, also ohne therapeutische Hilfe nicht schaffen.

    Du bekommst aber sicher noch mehr Antworten.
    Kopf hoch!
    liebe Grüße Alex
     
  3. hippo

    hippo Well-Known Member

    Hallo Butterfly!!!
    Bin ähnlicher Meinung wie Ulla. Wenn man selbst solche Ängst nicht kennt sind sie schwer nachvollziehbar!
    Mein Mann war immer sehr verständnisvoll wenn ich so etwas hatte aber verstanden hat er es nicht! Bis wir ne zeitlang eine sehr heftige Krise durchgemacht haben und ich an Trennung dachte...Da bekam er Herzrhytmusstörungen die organisch nicht zu erklären waren....Seit dem weiß er wovon ich spreche wenn mich die Angst packt!
    Ich denke am meisten hilfst du deinem Partner wenn du verständnis zeigst und für ihn da bist! Frag ihn doch mal ob er nicht zu einem Therapeuten gehen möchte um das alles zu verarbeiten.Biete ihm an mitzukommen und das ganze erst mal vorsichtig anzugehen! Es kann, aber muss ja nicht, bei einem Vorgespräch beim Therapeuten bleiben....
    Vielleicht merkt er ja dann auch wie gut es tut seine Ängste jemandem mitteilen zu können!
    Viel Glück und Alles Gute für euch zwei
    Gruß Nicole

    Ps.: Mir hat es sehr geholfen mich mit anderen Betroffenen auszutauschen! Zum Beispiel hier im Forum!
     

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