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Kinder und Religion!

Dieses Thema im Forum "Eltern und Kinder" wurde erstellt von ELLA, 25 Juli 2005.

  1. ELLA

    ELLA Well-Known Member

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    Hallo zusammen! :kiss3:

    Ich hab da mal eine ganz banale Frage, wie geht ihr mit den Fragen Eurer Kinder zum Thema Gott um?
    Meine süsse frug mir heute Löcher in den Bauch, warum Jesus ans Kreuz genagelt wurde, und warum er sterben musste wenn er doch der Sohn von Gott ist!!!
    Tja....ich hab erst mal geschluckt, denn diese Fragen aus einem Mund eines 4 jährigen Kindes zu hören, hmmmm....


    Was hättet ihr gesagt?
    Wie geht ihr damit um?

    Gaaaanz liebe Grüße
    ELLA!
     
  2. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

    Kein Kind kommt von selber auf diese Fragen, entweder hat sie das irgendwo aufgeschnappt oder es wurde ihr absichtlich von einem sehr religiösen Menschen erzählt...
     
  3. ELLA

    ELLA Well-Known Member

    Ja, Walter, sie ist in einem religiösen Kindergarten, nur weiss ich nicht, wie ich darauf reagieren soll...weisst Du?

    Wir reden sehr offen über Religionen, über Gott....
    Nur hat sie noch nie soo spezelle Fragen gestellt!


    Gaaanz liebe Grüße
    ELLA!
     
  4. east of the sun

    east of the sun Well-Known Member

    Hallo Ella,
    meine Tochter (6 Jahre) interessiert sich von allein stark dafür. Wir haben sie nicht christlich erzogen, aber ich bin bereit alles mit ihr zu besprechen, sie soll sich später selbst eine eigene Meinung bilden.

    Diese Frage kam auch schon. Ich lese mit ihr z.Z. eine Kinderbibel und bin auch schon gepannt, wie die das lösen.:D
    Also ich sagte ihr, dass es Menschen gab, die neidisch auf jesus waren und angstdavor hatten ihre Macht zu verlieren. Damit war sie zufrieden. :banane:
     
  5. MamaBaer

    MamaBaer Member

    Hallo, Ella, hallo, East of The Sun,
    da habt Ihr ja noch spannende Zeiten vor Euch... :rolleyes:
    Bei unseren Älteren war es nicht so krass, aber die Grundschule unseres Jüngsten war eine katholische Grundschule. Wir haben unsere Kinder nicht religiös erzogen, aber mit dem Religionsunterricht fingen die Fragen an: Kain und Abel "Gott ist schuld! Wie kann er den einen dem anderen vorziehen? Wieso freut er sich mehr über das Fleisch, weiß er nicht, daß Obst und Gemüse viel gesünder sind?"
    Adam und Eva "Wenn Adam und Eva die ersten Menschen waren, und Kain und Abel ihre Söhne, wo kommen dann deren Frauen her?"
    Jakob und Esau "Jakob und Esau sind Brüder. Wenn also Esau kommt und hungrig ist, und Jakob hat Essen, wieso gibt er ihm nichts ab, sondern verlangt was dafür? (die Erstgeburt) Wieso ist er so gierig? Geschwister sollen doch teilen! //Wie kann Isaac seinen Sohn Esau lieber haben, als Jakob? Das ist ungerecht! Man muß alle seine Kinder gleich lieb haben!"...
    Ich habe ihm dann gesagt, daß ich auch finde, daß manche Sachen ungerecht sind. Aber früher war das Leben schwerer, deshalb dachten die Leute zuerst an sich. Und ich habe ihm gesagt, er soll die Religionslehrerin nochmal fragen (aber die hat sich auch nur gedreht und gewunden...).
    Ich habe es mit Humor genommen und impulsiv gesagt, was ich zu dem jeweiligen Thema empfinde, als "protestantischer Atheist, der die Bibel griffbereit im Bücherregal stehen hat".
    Liebe Grüße
    Angela
     
  6. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

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    Schönen guten Morgen! :kiss3:

    Meine Kinder gehen in den Religionsunterricht, obwohl wir (die Eltern) aus der Kirche ausgetreten sind.

    Ich vertrat bei dieser Entscheidung die Meinung, dass sie sich selbst ein Bild davon machen sollen, ob sie diesen Glauben "wollen" oder nicht. Und darüber zu urteilen kann man erst, wenn man diese Religion kennt.

    Sie waren sehr kritisch, meine Jüngste liest Bücher über die verschiedenen Weltreligionen, sie geht auch z.B. freiwillig zusätzlich in den islamischen Unterricht, weil ihr die "Gschichtln" dort so gut gefallen....

    Am meisten hat ihnen der Reinkarnationsgedanke angetan, er erscheint ihnen "logisch". Als meine Schwiegermutter vor einigen Jahren starb, fragte mich meine Kleine: "Wird jetzt Oma als Baby irgendwo wiedergeboren?"

    Ich antwortete ihr: "Naja, genau weiß man das nicht, aber wenn´s so ist, erzähls bitte nicht dem Pfarrer..." Sie hat schelmisch gelacht, das war für mich ein gutes Zeichen, denn sie hatte begriffen, dass es eben verschiedene Meinungen zu dem Thema gibt.

    Es ist eine Gratwanderung für uns, denn wir fangen persönlich nicht viel mit dem katholischen Glauben an....

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
  7. sabine1970

    sabine1970 Well-Known Member

    Lass doch das Kind selbst entscheiden

    Hallo!
    Ich hatte immer Angst das meine Kinder mal enttäuscht sind wenn sie erfahren, dass es den Weihnachtsmann garnicht gibt. Und so habe ich ihnen immer gesagt:" Hm... ich weiß auch nicht so recht, also ganz viele sagen, es gibt ihn - ICH habe ihn noch nie wirklich gesehen...hm, was meinst Du denn?" So blieb den Kindern die Möglichkeit offen, zu glauben was ihnen am Besten tat. Und so war/ist es wirklich gut. Mein Sohn (6) findet es o.k. dass nicht der Weihnachtsmann Geschenke verteilt und meine Tochter (8) braucht ihn noch. Und so finde ich es gut, es auch in Punkto Religion zu halten: Lass doch das Kind entscheiden bei welchem Glauben es sich wohl fühlt. Ist ja keine Lüge wenn man sagt das es viele Möglichkeiten gibt woran man glauben kann.
    Liebe Grüße
    Sabine
     
  8. east of the sun

    east of the sun Well-Known Member

    @Sabine: das ist ja eine gute Idee. Ich hatte immer das gefühl meine Tochter anzulügen, wenn ich heimlich die Weihnachtsgeschenke einpackte und ihr erzählte die wären vom Weihnachtsmann.
    In der Religion halte ich es auch so.
    Sie kann nicht verstehen, dass Gott verlangt den eigenen Sohn zu opfern.Mir ist es auch komisch, aber ich habe ihr gesagt, dass es vielleicht anders gemeint ist.Z.B. dass man trotzdem an Gott glauben soll auch wenn das eigene Kind vielleicht schwer krank wird oder stirbt.
    Ansonsten erziehe ich sie zum Hinterfragen und nicht zum Blindglauben.
     
  9. Die Suchende

    Die Suchende Well-Known Member

    Hallo Zusammen,
    na, das Thema kommt mir gerade recht, ich fange nämlich auch schon an, mir so meine Gedanken damit zu machen, obwohl es bei mir noch zu früh dafür ist. Ich finde, das spannende an einer religiösen oder spirituellen Erziehung ist doch, dass man gemeinsam mit dem Kind nach Antworten suchen kann, es mit einbeziehen, fragen was denkst du. Und gemeinsam mit dem Kind an den Antworten wachsen kann.

    Alles Gute.
     

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