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Lebenstraum=Naiv? oder "das Leben ist Kampf!"

Dieses Thema im Forum "Sinnsuche" wurde erstellt von Umar, 6 April 2005.

  1. Umar

    Umar Guest

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    Ich brauche mal ein Feedback bezüglich eines sehr mich nachdenklich stimmendes Themas.

    Ich merke, dass meine Lebenseinstellung anders ist, als der meiner Eltern zum Beispiel. Es fängt damit an, das sie meinen, ich sei faul, träge, schlafe lieber gerne und mache ja sonst nichts. Anstelle, das ich mal etwas Geld verdiene während der Semesterferien. und da geht es schon los.
    ich finde es OK, das ich Arbeit angeboten bekomme von meinem Onkel. Aber warum soll ich etwas tun, (z.b. Bürokrams erledigen) was mich nur noch mehr müder macht. mich langweilt, mich völlig fertig macht, weil es meiner Konzentration bedarf, die ich nicht aufbringen kann, weil ich keinen Spaß daran habe. Wenn ich weiß, wie wenig ich brauche, zum (über)leben reicht mir das aus, was ich bekomme. gut es ist das von meinen Eltern, aber mehr ist nicht drin. Es sein denn, ich spare auf etwas, damit ich mir das leisten kann. Dann aber nur durch einen Job, der interessant ist.
    (Ich bin jemand, der gerne dazulernt und viele Sachen erfährt, die sich mir irgendwann mal als nützlich erweisen)

    Thema Spaß.
    Nein, du darfst im Leben (bei der Arbeit) keine Freude empfinden, keinen Spaß haben.

    Leben ist Kampf.
    (ich erkenne an, dass ich immer alles geben muss, und dann mir sagen kann: ich habe alles getan, was ich konnte. Ich gebe erst bei meiner vollen Leistung auf. Dann kann ich ruhig verlieren. Bei der Arbeit verlieren, Anforderungen nicht gerecht werden, aber ich habe dann für mich gewonnen, meine Stärke gezeigt und mir bewiesen, dass ich es kann. Nur mir und nicht den Anderen. Warum muss ich mich den anderen unter beweis stellen?).

    Leben ist Ordnung und Disziplin. Erfülle deine Aufgabe, auch ohne Spaß, danach kannst du Spaß haben. Füge dich dem seelenlosen Arbeiten. Sei Demütig und mache dich klein. Aufmüpfige sind nicht willkommen. Jemand, der seinen Senf dazu gibt, wird überhört. Gebe dich voll und ganz dem hin, sei aber dennoch 100% dabei, dann ist es richtig. Quäle dich. Arbeite bis zum Umfallen. lasse dich ausnutzen von anderen. Sei ein Jasager. Erwarte keine Dankbarkeit. Schließlich, sei einfach ein Roboter und kein Mensch. Die Menschlichkeit hat in dem Beruf/ der Gesellschaft nichts zu suchen. Sei so unfreundlich, wie es nur geht. Verstelle dich komplett. dein wahres Selbst interessiert überhaupt keinen. Die Leistung und die Quantität zählen. Keine Qualität mehr. Zeit ist Geld. Leben ist nur mit Geld aufzuwiegen. Du bist auf der Welt und dein Sinn ist nur das Arbeiten.

    FALSCH!!!!! HIER BIN ICH TOTAL ANDERE MEINUNG:

    "Warum, kann ich nicht JETZT Spaß haben?" mit Freude dabei sein, von anderen hören, wie toll ich ihm geholfen habe. Dankbarkeit entgegennehmen und auch wertgeschätzt zu werden. deine Meinung zählt. du als Mensch zählst. DU BIST WICHTIG!!

    Wer sagt mir, das ich Dinge tun MUSS, für die ich keine Fähigkeiten/Interessen habe?
    Bei mir liegt der Spaß z.b. darin, dass ich anderen Nachhilfe geben kann und denen etwas erklären darf. da kann ich Stunden und auch abends noch dasitzen und demjenigen versuchen es ihm verständlich zu machen. dass auch er es versteht, begreift und behält. Aber dass ich deswegen Geldverdienen soll nur mittels Nachhilfe, finde ich auf Dauer uninteressant.

    Ein Bauer wird auch nicht gezwungen in der Bank zu arbeiten und Kunden zu betreuen. erstens nie gelernt und zweitens vielleicht reicht ihm das aus, was er sich selber verdient (sät und auch erntet mit eigener Kraft, eigenen Händen). und vielleicht scheut er ja den Kontakt zu Menschen, der Öffentlichkeit?


    Und auch mit erfolg habe ich so meine Probleme. vielleicht sehe ich das wirklich zu lasch, zu locker. Ich versuche zu lernen, um Klausuren zu bestehen. theoretisch. Wenn ich es nicht schaffe, ist es aber für mich kein Beinbruch. Warum soll ich mich darüber aufregen, wie blöd die Fragen waren, der Doktor, die Leute mit denen ich zusammensaß...
    Ich lerne für mich und falle ich durch, war es auch meine Verantwortung. Ich freue mich, schaffe ich es, und bin etwas unten wenn es nicht klappt. Aber ehrgeizig zu sein (Geizig sein, mit der Ehre. andere ignorieren. auf sich selber schauen) und pauken und lernen bis zum geht-nicht-mehr mache ich nicht. ich möchte gesund bleiben und mir den Stress ersparen.

    Auch kann ich nur etwas lernen, was ich verstehe. Auswendig ohne Inhalt, Sinn und Zweck des Erlernten kann ich nicht. Es ist eine leere Hülle, dem das Leben fehlt. Also bleibe ich lieber bei dem, was ich verstanden habe, als unsicher mit nur etwas oberflächlich gelernten zur Klausur zu erscheinen. Meistens hat es nicht so geholfen, manchmal schon. ich erscheine da etwas gleichgültig, zeige nicht so offen meine Emotionen, bin aber durchaus in der Lage mich zu engagieren, andere anzutreiben, zu motivieren, ehrgeizig zu sein (andere schon, wohl nur mich noch nicht so richtig) , wenn ich das Ziel sehe/erahne.

    und da erscheine ich doch schon naiv. Nur weil ich glaube, dass es eine Höhere Kraft gibt, die mich leitet, mir meinen Weg zeigt, bin ich naiv. ich warte ja nicht mein lebenslang (auf ein Zeichen). dazu ist mir das alles viel zu wertvoll.
    Denn eigentlich habe ich einen Traum/ Vision, ein Ziel um mein Leben mit Freude und Inhalt auszufüllen, glaub ich zumindest, nur weiß ich ihn jetzt noch nicht so deutlich. Das Bild ist noch etwas verschwommen. Es gab schon immer das Gespür in mir, das sagte, da ist etwas falsch, so wie du dies machst und lebst. Ein innere Stimme, die mich (auch vor allem wegen dem Beruf) aufmerksam machte, das kann es für dein Rest des Lebens nicht sein. Also mache das, was dir Spaß macht, wo du Freude empfindest. Wo du DU selber bist und auch glücklich. Und das Gefühl hast: Das Ziel ist Richtig, nur der Weg ist leider dann etwas holperig.

    Bis jetzt hat sich nämlich alles so dargestellt, dass mein ganzes Leben seinen Zweck hatte. Es hatte durchaus Sinn dass z.b. ich manches Mal leiden musste, weil ich dann anderen mit ähnlichem Inhalt, beistand leisten konnte. Ich konnte nachempfinden und verstehen.
    Auch versteht keiner, dass ich nicht Menschen hinterherlaufe, bei denen ich spüre, sie leben ich Leben. Sie haben es erkannt, warum sie hier sind. Und es wird sie weiterbringen. Alle meinen, melde dich bei denen mal und treffe dich mal. Aber ich sage dazu nur, sie haben mir ihren Weg gezeigt und mir weitergeholfen und ich habe meine Einstellung, mein Wissen weitergegeben, um ihnen zu helfen. Somit ist die Aufgabe des Zusammentreffens erfolgreich verlaufen. (waren bisher nur drei Menschen)

    Aber deswegen durch alle Arbeiten zu fallen und nicht zu lernen ist auch nicht das wahre, daher warte ich auf Zeichen, die sagen: es ist richtig was du machst. der Schmerz, Das Leid ist genau die Erfahrung durch die du hindurch musst.

    Wie schon erwähnt, ich kann NICHT etwas akzeptieren, das sich definitiv FALSCH anfühlt. Selbst wenn es logisch, in sich schlüssig ist, aber ohne Leben. Und wie kann ich dann etwas lernen, das (vorerst so zu sein scheint) ohne Sinn und Zweck sein Dasein erfüllt, und ohne erschließbaren Grund gelernt werden muss.
    Erfahrung hat damit etwas zu tun, dass dieses Wissen gelebt und erlebt wurde. es also eine "Seele" hat. Und ich rebelliere zuerst einmal gegen alles, was ich nicht spüren kann. Selbst wenn es immer so war und so weiter gehen wird. Rebellion ist mein Stichwort. Gegen Wissen und Erfahrungen.

    Ist dann irgendwann eine Empfindung da, die erkennt, da ist doch was dran an diesem Wissen, nehme ich es auch an. eher nicht. Und bei dem gelernten kam dann meistens hinterher ein AHA, daher musste ich das lernen, weil.... Nur ich möchte im Voraus schon verstehen, warum...
    Nicht nur zugemüllt mit unnützem Wissen. alles so abstrakt und theoretisch. Wenn jemand gerne sich Gedanken macht, warum etwas so ist (mache ich ja auch), aber dann auch bei der Theorie verbleibt, ist das alles ohne Leben. Und jemanden, der sich überhaupt keine Gedanken macht, den verachte ich. Jemand, der meint er müsse sein ganzes Leben arbeiten, den versuche ich zu ignorieren (bei meiner Mutter etwas schwierig). Jemand, der behauptet, ich muss ohne Freude arbeiten, um danach dann für mich zu sein, den überhöre ich. Jemand der meint, es gibt auch dreckige Arbeit, hat Unrecht. Es ist nur die falsche arbeit. ich denke, jeder hat sein Recht, seinem Talent nachzugehen und dies als Beruf zu machen, weil dieser dann ausgefüllt ist mit Energie, Freude und Engagement. Mit Spaß und Liebe zum Beruf dabei ist.
    Ich stecke mir gerade sehr hohe Ideale, aber kann durchaus sagen: was andere geschafft haben und weiterhin schaffen werden, kann ich auch. Dies möchte ich mir beweisen. das bin ich mir (wohl eher Gott, der Energie) schuldig. Meine Fähigkeiten werden gebraucht.
    Es gibt einen Sinn den ich ausleben muss.

    Also, bin ich naiv? Wissen anzueignen macht mir sehr viel Freude. Und ich lerne gerne dazu und ändere Ansichten (vielleicht).
    Und warum soll Leben ein Kampf sein?

    Danke für irgendwelche Beiträge!

    Viele Grüße von Umar.
    :jump2: :jump5: :blume: :clown2: :beer3: :lachen:
     
  2. Umar

    Umar Guest

    Ist das eine so hoch gestellte und schwierig zu beanwortende Frage?
    ich möchte doch nur ein Feedback, wie ihr die dinge seht.

    Bin ich "gutgläubig", nur weil ich sie anders sehe? Habe ich ein recht auf meine Träume (Lebens-)?

    Gruß
     
  3. Aroha

    Aroha Well-Known Member

    Hallo Umar

    nun hast Du Dir soviele Mühe gegeben mit Deinem Postig und keiner will antworten. Hab Dich eben hier erst entdeckt.
    Hab das Forum hier noch nicht durch, da ich mich zulange erst mit den Nebensächlichkeiten des gesamten Forums beschäftigt hatte.

    Nun versuche ich es mal.

    Wenn Du mit den Finanzen zurecht kommst die Dir zur Verfügung stehen, sehe ich auch keinen Grund warum Du arbeiten solltest.
    Außer, Deinen Eltern fällt es schwer Dir Dein Studium zu finanzieren, dann halte ich es schon für angebracht auch mitzuarbeiten.

    Spaß - völlig auf Spaß eingerichtet sollte ein Leben nicht sein, denn irgendwann wird das Leben so zur ernsten Sache. Man kann auch Spaß am Leben haben ohne immer gleich Spaß haben zu müssen.

    Leben ist Kampf? ich weiß es nicht. Immer wieder wird es Situationen und Krisen geben durch die man sich hindurchkämpfen muß.
    Heutzutage will jeder in seiner eigenen Welt leben so wird der Kampf um den Platz an der Sonne immer unmenschlicher.
    Man sollte für das kämpfen was einem wichtig erscheint.

    Sich dem seelenlosen arbeiten fügen.
    Etwas das ich auch nicht konnte. Ich war und bin immer ein aufmüpfiger Mensch, nicht einfach - für die anderen, aber ich denke ich bin so besser gefahren.
    So konnte ich auch besser erkennen wer mein Freund ist und wer nicht.
    Mit Dauerjasagern kann ich nichts anfangen.

    Erfolg, was soll das sein? Wieviel ich auf dem Konto habe? wieviel Macht ich über andere ausüben kann?
    Irgendwie fürchte ich den Erfolg. Bedeutet Erfolg haben nicht, daß man seine Aufgabe auf Erden erfüllt hat, wie das Spinnenmännchen, das getötet wird, sobald sein Werben Erfolg gehabt hat. Ich liebe den Zustand des Werdens, bei dem das Ziel vor mir liegt und nicht hinter mir.
    Für mich ist es ein Erfolg Anteil daran zu haben, meine Kinder so großzuziehen, daß sie in ihrem Leben bestehen können.

    Was die sogenannten höcheren Mächte betrifft möchte ich sagen, daß ich mich auch von ihnen nicht leiten lasse.
    Die Kraft in uns selbst. Nur wir können wissen was für uns gut und richtig ist. Zumindest ab einem gewissen Alter.
    Allerdings ist es ein gutes Gefühl einer höheren Macht zu vertrauen und getrost zu leben.
    Aber keine Abhängigkeiten von irgendwelchen selbsternannten Meistern. Hilfe

    Naiv bist Du wohl nicht, sonst würdest Dir nicht solche Gedanken machen.

    Wir leben jedoch in einer Gesellschaft in der man schon schauen muß wo man sein Geld zum Leben herbekommt.
    Vergiß es nicht.

    Gruß Aroha
     
  4. Umar

    Umar Guest

    Danke schön für deine antwort. aber eigentlich hat sich, wie schon so vieles, es sich mit der Zeit schon fast von alleine gelegt.

    und zum Erfolgreich meine ich, im sinne von glücklich, ja sagen zum Leben, eben Reichtum haben, so das ich nicht ganz arm bin, sondern mir einiges gönnen kann.

    wenn ich innerlich 'reich' bin, würde sich dies natürlich auch nach draussen übertragen, weswegen ich nicht meine, wer geld besitzt ist unglücklich und sollte als bettler leben. den materialismus aufgeben. Sondern, wenn Geld mehr oder weniger kommt, dann bin ich auch dankbar dafür und lebe dies aus.

    Gruß umar
     

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