Hallo, Clara hat mich (an anderer stelle) auf die Idee gebracht einen Gedanken auszuformulieren, den (und meine damit verbundenen Erfahrungen) ich interessant finde. Vorweg: ich finde, "allein sein" muss nichts schlimmes sein. Man kann allein sein und sich sehr gut damit fühlen. "Einsamkeit" ist etwas anderes als "allein sein": Einsamkeit entsteht erst da wo man unter dem allein sein leidet, und lieber in Gemeinschaft wäre. Erstmal ist mir dann aufgefallen, dass man, wenn man allein ist, nicht nur womöglich das Bedürfnis spürt, geliebt zu werden, sondern auch das Bedürfnis, lieben zu dürfen. Was meint das? Klar, man darf vor-sich-hin-lieben wen und soviel man will - das kann einem niemand verbieten. Aber damit Liebe manifest wird, muss sie akzeptiert werden. Das ist genauso wie bei nem Geschenk: ein Geschenk fordert keine Gegenleistung - aber es muss angenommen werden. Wenn ich dir ne Rose schenken will, dann steht es dir frei, sie anzunehmen, oder zu sagen "von dir will ich keine Rose" und sie mir zurückzugeben - oder wegzuwerfen. Und dann hätte das schenken nicht "funktioniert". Genauso ist es mit Liebe: Liebe die nicht akzeptiert wird, "funktioniert" nicht. Und das meint auch noch gar nicht dass man dann wahrscheinlich auch wiedergeliebt werden möchte (also ein Gegengeschenk erwartet) - es geht erstmal nur darum, dass die eigene Liebe vom Geliebten akzeptiert werden muss um Ausdruck finden zu können. Clara schrieb dann im Ausgangsthread, wer sich Liebe wünscht, ist mit "käuflicher Liebe" an der falschen Adresse. Ich stimme zu, und möchte von da ausgehend fragen: wo ist er denn dann an der richtigen Adresse? Mal konkret: nehmen wir an, ein Typ will nicht gleich heiraten --- ich mein, wenn er gleich heiraten will, dann ist die Sache ja klar: Heiratsannonce, Heiratsagentur, Bauer sucht Frau, klare Position, klares Ziel, und bingo. Aber nehmen wir mal an er will nicht gleich heiraten - sondern, will ne Partnerin für die Liebe und um die schönen Seiten des Lebens nicht immer nur allein zu geniessen - gemeinsam ins Theater, Hobbies betreiben, auf Urlaub, whatever - und da kann ja dann auch mehr draus werden... Also wie stellt man das an? Okay, da gibts neuerdings "Dating"-Seiten im Netz. Hab ich mir angeschaut. Wenn sich da was Weibliches anmeldet, dann zeigt der Counter auf ihrem Profil nach dem ersten Tag ein paarhundert hits (und meistens schreibt sie eh gleich in ihr Profil rein "suche nur weibliche Kontakte" oder sowas). Wenn sich was Männliches anmeldet, dann sinds vielleicht zwei oder drei Hits, die sich da versehentlich hin verirren und das Profil überhaupt nur *anschauen*. (Das schöne am WWW ist, man kann diese Dinge sehen, man kriegt also zahlenmäßig nen konkreten Eindruck von Angebot und Nachfrage bei der Partnersuche.) Jedenfalls: kann man vergessen, ist nur für den Site-Betreiber interessant. Andere Möglichkeit: Sog. "Clubs" (früher hiess das Discotheque, noch früher Tanzbar). Ja, da gehen Damen zum Tanzen hin, superadrett gestylt - und dann wird hoch-das-Näschen gespielt, und die gepflegte Geringschätzung in den Blicken auf das Männerpublikum ausgeschüttet. Und wenn man einer zulächelt, dann kommt ein Blick zurück der nur sagt "was willstn du arsch". Von Szene zu Szene ist da zwar das Styling ganz unterschiedlich, aber das Spiel läuft im Wesentlichen genauso. Zurück zu den Geschenken. Ich hab mal von meinem Chef nen Gutschein bekommen, für ein "Dinner-for-Two" für 200 €. Und dann stand ich vor dem Problem, verflixt wie find ich jetzt jemand wo mit mir essen geht?? Und das meint ja in dem Fall nicht eben den Italiener wo man mittags mit den Kollegen isst, sondern schon ne schöne Würdigung der höheren Reiche der Feinschmeckerküche. Da hat man dann genau das Problem: ein Geschenk muss angenommen werden um zu funktionieren. Und ich kenn eigentlich auch fast niemand, wo ne Ahnung hätte was richtige Feinschmeckerküche tatsächlich ist - Häppchen als Kunstwerke, mit denen man einen Abend verbringen kann ohne nachher zu satt zu sein... Und richtig, dafür gibts Begleitagenturen. Hier zB:http://www.manager-begleitung.de/ Das hat auch überhaupt nichts mit Erotik zu tun, sondern ist einfach für Leute denen es allein am Tisch nicht schmeckt, oder die ungern allein verreisen. Und das kostet dann eben so 300-400 €, einfach nur dafür um jemand mit einem schönen Abend beschenken zu dürfen. Und offensichtlich gibts auch dafür reichlich Nachfrage, weil sonst gäbs das Angebot ja nicht. Wenn man dann frelich den schönen Abend gern noch mit einem erotischen Höhepunkt versehen möchte - ja, dann wirds noch viel schwieriger...
Hallo sovio, da du dich ja direkt auf meinen Beitrag im anderen Thread beziehst, möchte ich dir hier auch etwas zu deinem erstellten Thema schreiben. Ich bin schon seit enorm vielen Jahren verheiratet und habe daher nicht so den Durchblick, wie ich jemanden kennenlernen könnte, den ich zwar lieben, doch nicht gleich heiraten möchte. Aber ich kann mir gut vorstellen, daß ich mit dem WWW und irgendwelchen Anzeigen in den diversen Tageszeitungen meine Probleme hätte. Bei uns in der Zeitung heißt die betreffende Rubrik übrigens "Bekanntschaftsanzeigen und Kontakte". Es sind viele Anzeigen darunter, in denen ein Ehepartner gesucht wird, doch in den meisten wird einfach jemand zum Liebhaben gesucht, so lese ich das. Von sofortiger Heirat ist nicht die Rede. Wenn ich einsam wäre(und du sagst es ja, einsam ist etwas anderes als alleine sein), dann würde ich wahrscheinlich den Kontakt zu Gleichgesinnten suchen. Sprich: zu anderen einsamen Menschen. Ob ich da aber da meine große Liebe finden würde, wage ich zu bezweifeln. In meinem Freundeskreis erlebe ich gerade etwas Vergleichbares. Ein geschiedener Freund von uns sucht nahezu verbissen eine neue Liebe. Und er findet sie nicht. Er hat wirklich alles unternommen(bis auf die Puff-Geschichte, sagt er) aber es will und will nicht klappen. Er strahlt seine Verbissenheit, seine Verkrampftheit dermaßen aus, daß man es ihm inzwischen ansehen kann. Er ist verzweifelt. Mit seiner Verzweiflung treibt er sogar inzwischen seine Kinder in die Flucht. Es nervt einfach. Dabei hat er viele Kontakte - auch viele erotische Kontakte. Das ist nicht sein Problem. Er ist auch nie alleine - doch er ist trotzdem einsam. Ich habe meinen Mann übrigens in einer Diskothek kennengelernt. Wir haben uns sofort in einander verliebt. Es muß halt passen. Ich glaube die Liebe kann man überall finden. Im Cafe´nebenan, in der Bar, im Sportverein, beim Ball der einsamen Herzen, im Urlaub oder einfach nur auf der Straße. Aber ich glaube auch, daß man Liebe nicht forcieren kann. Ich kann jemanden kennenlernen durch eine Bekanntschaftsanzeige - aber ob da Freundschaft oder Liebe ´draus wird, ist nicht gesagt. Ich kann noch so ein lebensnahes Profil angeben in meiner Kontaktanzeige. Es kann darauf der Mann antworten, der genau mein Typ ist und der 100pro zu mir passen würde. Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß wir uns nicht verlieben werden. Keine Ahnung, ob ich mich einigermaßen verständlich ausgedrückt habe. Das fiel mir nur zu dem Posting so ein... Etwas gegen seine Einsamkeit zu unternehmen ist eine Sache - aber die Liebe zu finden eine ganz andere.
Dort, wo man selbst liebt. Dauert vielleicht ein wenig, bis das sickert, aber dann sollte es klappen mit dem Verständnis. Und wenn es geklappt hat, wird auch klar, warum das in einem Bordell nicht funktioniert. Auf den logischen Gedanken, dass hier nur Deine Ansicht gespiegelt werden könnte, bist Du noch nicht gekommen? Lies Dir bitte durch, WIE Du selbst die Frauen beschrieben hattest. Ihre Reaktion ist nichts anderes, als Geringschätzung mit Geringschätzung zu beantworten. Oder - um auf meinen obigen Satz zurückzukommen - liebtest Du hier? Und auch hier gilt selbiges: Wenn Du Dein Gegenüber als Ware behandelst, dann wird Dich Dein Gegenüber auch nur geschäftlich wahrnehmen können. Es ist das ewige Spiel: Wer meint, andere interessieren sich nicht für ihn, interessiert sich in Wahrheit nicht für die anderen. Wer meint, keine Liebe zu finden, sucht oft nur das Geliebt-WERDEN und fordert nur ein, was er selbst nicht gibt. Liebe Grüße Reinfriede
Hallo Clara, ich hab mir schon bei nem anderen Beitrag von Dir gedacht: Du bist weise - und diplomatisch. Ja, das stell ich mir auch schwierig vor... Das geht mir ganz anders: ich bin fast immer allein - und ich fühl mich kaum einsam! Ich hab nicht das Gefühl, dass ich eine Beziehung bräuchte um mich irgendwie vollständig zu fühlen oder sowas. Erotische Kontakte? Zwei- der dreimal in den letzten zwanzig Jahren - auch da, ich hab nicht das Gefühl dass ich das unbedingt brauche. Ich würd aber total gern die interessanten Dinge, die ich erlebe oder unternehme, mit jemandem teilen. Nein, da hast Du wohl recht, so kann man das nicht - man kann irgendwie nicht losgehen mit dem Vorsatz, ich möcht jemand zum Liebhaben kennenlernen. Das passiert irgendwie anders... Danke. *winks* lieben Gruss
Hi, na, ob ich weise und (oder) auch noch diplomatisch bin, möchte ich bezweifeln. Dafür ecke ich viel zu oft an. Aber ich wollte mich einfach in die Situation eines Menschen einfühlen, der auf der Suche nach Freundschaft und Liebe ist. Das Alleinsein kenne ich ja auch. Mein Mann ist beruflich sehr angebunden, und ich arbeite freiberuflich. Doch Einsamkeit? Kenne ich das eigentlich?! Eigentlich nicht. Ja, das kann ich gut verstehen, daß du deine Erlebnisse mit jemandem teilen möchtest. Das geht mir ja schon so, wenn ich alleine einen lustigen Film anschaue. Wenn niemand mitlacht, ist das für mich nicht so witzig. Ich wünsche dir, daß du bald einen lieben Menschen zum gemeinsamen Genießen kennenlernst.
Hallo Reinfriede! Hehe! Mach mal bischen langsam, okay? Ich wundere mich schon seit ewigen Zeiten, warum ich in Discos - oder besser gesagt Beat- und Rock-Schuppen oder jeglichen Locations, noch nie ne Frau persönlich kennengelernt hab. Es ist da überhaupt kein Problem, mit Männern ins Gespräch zu kommen, aber mit Frauen - keine Chance - völliges Desinteresse. Hab mich gewundert, und mich gefragt wie das kommt. Und dann, hat mir mal ne Bekannte erzählt, warum sie Samstagabend in die Disco geht. Hat mir erklärt, sie geht hin um sich mit ihren Freundinnen zu treffen, und über das quatschen was die Woche über passiert ist. Und dann, wenn sie sich ausgequatscht haben, so gegen 0100 nachts, dann -wörtlich- "können die Prinzen kommen". Da hab ich erstmal gestaunt, was das für ein Bild ist. Und klar, das ist aus den Märchen: die Königstochter, um deren Hand die Prinzen aller Königreiche anhalten, und versuchen sich in Aufmerksamkeiten gegenseitig zu übertreffen, während sie, davon gelangweilt, sich die Zeit damit vertreibt, ihnen immer schwierigere Aufgaben zu stellen, damit sie nicht heiraten muss. Und dann isses mir wie schuppen von den augen gefallen, und ich hab mir die unterschwelligen Spielchen in den Discos anzuschauen angefangen. Und ja, genau das ist es was da vor allem läuft. Die Herren sollen sich gegenseitig an charmanter Oberflächlichkeit zu übertreffen versuchen, damit die Damen für die Samstagnacht eine Unterhaltung haben und sich gleichzeitig ein narzisstisches Prinzessinnen-Ego pflegen können Ich will das nicht verabsolutieren, aber es ist ein grosser Anteil, der offenbar funktioniert (wenn man diejenigen in Abzug bringt, die -als Paare oder Gruppen- eben zum tanzen und partymachen kommen und weniger am Kontaktknüpfen interessiert sind). Das hat in meinen Augen nicht viel mit ehrlichem menschlichem Miteinander zu tun, und mit *lieben* schon gar nichts. Vielleicht sollte man sogar fragen, ob es einem überhaupt guttun kann, in so einem Umfeld zu *lieben*. Anyway - meine "Geringschätzung" kommt da nicht von ungefähr, und ist auch kaum die Ursache der Reaktionen. Das Desinteresse gehört wohl eher zum Prinzessinnen-Spiel dazu. Ich weiss nicht, ob sich daraus, dass ich mich mal für ein herausragendes (und dann halt auch teures) Vergnügen interessiere, gefolgert werden kann, dass ich einen Gegenüber als "Ware" behandeln wollte? Ich betrachte ja ein Dinner im Sterne-Restaurant auch nicht als "Ware", sondern vielmehr als ein Kunstwerk.
Hallo Sovio! Ich suche mir selbst mein Tempo aus, okay? Es ist mir klar, dass es IN der Situation schwer zu durchschauen ist. Ein Buch von Paul Watzlawick wäre da sicher ein Aha-Erlebnis wert. Fernab der Diskussion - ich schließe mich Clara an: Liebe Grüße Reinfriede
Hallo Reinfriede! Gut, wie Du meinst - aber sei mir bitte net bös, ich such mir auch selber aus wie schnell ich mich überfahren lass. Das mag sein. Aber Du kennst mich net, und... ... den wiederum kenn ich schon lang. Mal ernsthaft: Du hast da oben was sehr gutes und richtiges geschrieben: da wo man selbst liebt. Und dann - passt mein Thread-Titel auch prima zu Deiner Aussage --- es bleibt die Frage: wo darf man lieben (und wie stellt man das am g'scheitesten an)? Wenn man dann mal die guten Ratschläge zur Selbsterkenntnis (wo ich den Paul Watzlawick mal dazuzähle) überstanden hat, dann wirds spannend, und dann kommts mitunter vor dass man (von Leuten die es gut mit einem meinen) den Tip kriegt, man könne sich auch mal an einen Liebes-Lehrer wenden. Und ja, sowas gibts tatsächlich. Es gibt sogar Kurse/Workshops, wo Menschen sich für ein Wochenende treffen um Lieben zu lernen. Und wenn ich mir das dann anschaue, dann staune ich erst so richtig! Denn scheinbar ist da ein Bedarf dafür - scheinbar ist das mit dem Lieben gar nicht so selbstverständlich. Offenbar braucht es da einen Lehrer, der den Menschen sagt, dass sie sich einander zuwenden dürfen, dass sie sich öffnen dürfen, sich anvertrauen dürfen... Es ist also scheinbar nicht so einfach mit dem lieben dürfen. Mißtrauen, Angst, Reserviertheit, das scheint irgendwie ziemlich "normal" - aber Offenheit, Vertrauen, Unbefangenheit net so... und dummerweise ist sowas auch recht ansteckend.
Genaugenommen lernt man in diesen Kursen nicht nur "zu lieben" - sondern verschüttete Gefühle wieder hervorzuholen und sie zuzulassen. Mißtrauen, Angst und Reserviertheit abzubauen gehört auch dazu. Anscheinend sagen viele Leute heute ganz einfach "ich hab´dich lieb", wissen jedoch gar nicht so genau, was dieser Satz bedeuten kann. Ist ja auch nicht mehr so einfach in unserer "Bussi-Bussi-Gesellschaft", in der sich Jedermann umarmt und die Luft busselt, aber trotzdem keine Nähe zulassen mag. Mir ist da ein herzlicher Handschlag und ein offenes Hallo, bei dem ich meinem Gegenüber in die Augen blicke viel lieber. Wenn ich jemandem sage, daß ich ihn lieb habe, dann meine ich das so und plappere es nicht so dahin. Wo so ein Satz zum alltäglichen Abschiedsgruß in einer Mail zu lesen steht, da muß das Lieben vielleicht wirklich wieder gelernt werden. Daß es solche Kurse gibt, halte ich für einen Fortschritt. Das bedeutet für mich, daß es in unserer Gesellschaft noch viele Menschen Gedanken um die Liebe machen. Das ist doch schön - und liebenswert!
Ist auch Dein gutes Recht - gilt für uns beide, es ist gleich-gültig. Weils grade so gut passt: http://www.youtube.com/watch?v=9BE1YqDYlLo Schön bei dem Video ist auch, dass alles Farbe bekommt, wenns soweit ist... Lg Reinfriede
Danke Reinfriede, ein wirklich schönes Video! Ich werd in ner Stunde auch umarmt und geknutscht .... und mein Herzschlag-Beschleuniger und ich treffen uns auf einem Spielplatz zum schaukeln, Karussell fahren und rutschen ...lach Und, ja, ich liebe diesen Mann und dieser Mann liebt mich!!!
Mei, schee Ja, das ist auch was, was unseren Städten guttut. Hallo Clara, Ja, genau das hab ich dann auch mitbekommen. Und hab gedacht, oh wie schön, hier darf man ja mal Gefühle zeigen, das ist ja ein schönes Spiel... Nur dass es offenbar nicht zum Spass ist, sondern als eine Art Training um eben Ängste abzubauen usw. - und von den Teilnehmern auch ziemlich ernst genommen wird. Und ich hab mir nur gedacht, herrje man kann also Gefühle zeigen - dann könnte mans doch ebensogut im alltag, an der Bushaltestelle, im Büro... aber das darf man scheinbar nicht - da wird man schon ganz komisch angeguckt, wenn man nicht den gefrusteten Standardblick draufhat... Das hast Du wundervoll gesagt. Ich hab mir da noch nicht viel Gedanken gemacht, ist ja eher ne Sache die Mädels untereinander machen - aber dass das nicht so ganz echt wirkt, das ist mir auch schon aufgefallen. HEHE!! Das ist -bei mir- immer noch jedes mal handgefertigt, und dient mir als kleines Mantra das mich dran erinern soll dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt. Tja, wenns so einfach wär... ich sag ja auch gar nichts gegen die Kurse. Ich frag mich vielmehr, wenn denn solche Berge von Angst und Mißtrauen zwischen den Menschen liegen, wie kann ich damit umgehen? Und dann passieren diese komischen Sachen, die mich ratlos und hilflos zurücklassen. Z.B. neulich, in einer Bar/Disco in einer fremden Stadt - wo ich abends noch was trinken war. Da stehe ich also an der Bar, unterhalte mich mit ein paar Japanern, und schau zwischendurch dem Treiben zu - da taucht plötzlich eine junge Frau auf und fährt mich an, warum ich sie angeschaut hätte. Hä? Wie bitte? Ja, sie möchte das nicht, das würde sie stören. Aha. Tja, aber warum tanzt sie dann mit ihren zwei Freundinnen - und nicht etwa auf der Tanzfläche, sondern genau vor der Bar, wo auch jeder sie sieht? Anderes Beispiel: ich lerne in einem Forum eine Frau kennen, wir tauschen Mails aus und die Korrespondenz ist sehr spannend - da sie um die Ecke wohnt, meine ich, man könnte sich auch mal auf einen Spaziergang treffen anstatt alles zu tippen. Gesagt, getan - allerdings hab ich grad ein bischen Schnupfen, und sie meint gleich, ich soll bloß Abstand halten, sie würde sich da extrem leicht anstecken. Okay. Sie erscheint mir dann auch recht kühl und abweisend, und ein interessantes Gespräch will nicht so recht in gang kommen. Danach höre ich gar nichts mehr von ihr - dann frage ich zweimal per mail nach, was denn los ist, und bekomme dann eine sehr herablassende Antwortmail, ich hätte sie sexuell belästigt. Wie bitte? Ich bin ihr gar nie näher als einen Meter gekommen. Oder: ein Workshop. Ich komme in den Aufenthaltsraum, da sitzt ein -offenbar- Pärchen und noch ne Frau, ich sag hallo und mach es mir bequem. Da erklärt die Frau, ich würde offenbar Sex wollen. Wie bitte? Interessant, schön dass ich das auch erfahr. Natürlich bin ich dann jedesmal völlig perplex - aber diese Art prophylaktische Angriffe -die recht häufig sind- sorgen dafür, dass ich es kaum noch wage, ne Frau, die ich nicht persönlich gut kenne, auch nur anzuschauen. Und ich hab keine Ahnung was das bedeuten soll, oder wie damit umzugehen wäre. lieben Gruß
Also ich küsse gerne andere Menschen - auch, wenn ich sie nicht wirklich gut kenne - ist auch heut wieder mal "passiert" - wir haben uns am Samstag kennen gelernt und gut unterhalten - und heute haben wir uns wiedergetroffen - haben uns beide gefreut - und uns spontan umarmt und geküsst. Aber ich sage selten bis nie jemanden, dass ich ihn lieb habe - und noch viel seltener, dass ich sie/ihn liebe ;-)
Und wen kümmerts? Also, dass andere komisch kucken? Je mehr Menschen sich das nicht mehr geben - den gefrusteten Standardblick - desto weniger komisch wird es "den Anderen" erscheinen. Ich kann dir nicht sagen, wie du damit umgehen kannst - ich kann dir sagen, wie ich damit umgehe ;-) Ignorieren und trotzdem offen bleiben Ich war heute auf einem Filmabend - wir haben uns "the missing link" angeschaut - da gehts um die Umsetzung von den Thematiken von "The Secret" - um das Gesetz der Anziehung - und darum, dass wir immer das bekommen, was wir ausschicken - oder mal ausgeschickt haben. Es ging darum, dass wir alles, was und widerfährt - das Ergebnis von unserem Denken ist - und wenn wir unser Denken ver.ändern, wird auch das, was auch uns zu kommt, sich verändern. Bei dir geht es offensichtlich aktuell um Sex - weil viele Frauen deine Offenheit und Liebenswürdigkeit als sexuelle Anmache interpretieren, weil sie es nicht anders kennen. Das Thema haben wir seit Wochen mit meinem NichtLover - er ist höflich und zuvorkommend und nett - jeder und jedem gegenüber - und manche Männer können absolut nicht mit ihm - und die meisten Frauen glauben, dass er eben "mehr" von ihnen möchte, als nur nett zu plaudern. Er ist einfach "zu nett" - und er kann auch nicht einfach zu einer Frau sagen "du bist keine Option" - ist jetzt nicht ganz das, was du erlebst, aber ich könnte mir vorstellen, dass dein Thema in eine ähnliche Richtung geht. Was wir bei ihm drauf gekommen waren, ist, dass er eben meinte "ich will aber mit keiner Frau ne Beziehung" - und meine Tochter hat ihm kühl lächelnd angeschaut und gemeint - "ja - eben, darum biedern sie sich ja auch an" - und er "NEIN, ich wills NICHT" - und sie hat ihn angestrahlt und ihre Aussage wiederholt - so lange, bis er meinte - "ok - ich habs kapiert" - dann haben wir gemeinsam begonnen, um zu formulieren, was er denn jetzt gerne statt dessen hätte - und siehe da - es funktioniert. Mein Vorschlag - was hättest gerne statt dessen? Worauf müsstest du deine Energie lenken, um nicht mehr in den Verdacht zu kommen, Frauen sexuell belästigen zu wollen? Anscheinend strahlst du genau das grad aus - aus welchen Gründen auch immer - vielleicht hattest du dir genau das ja vor Jahren mal "bestellt" - und diese "Bestellung" nicht storniert - und jetzt wird sie eben geliefert. Wennst weißt, was ich meine. Ich hatte mir gegen Ende meiner letzten Ehe einen Mann "bestellt", der nicht immer nur an Sex denkt und von mir befriedigt werden will - und ich hab genau das bekommen - leider in Form eines Mannes, mit dem ich durchaus auch welchen hätte haben wollen - aber - falsche Bestellung - blöd gelaufen - selber schuld Was hättest du gerne - statt dessen? Wie stellst du dir dein weiteres Leben vor? Und bist du es dir wert, dieses Traumleben leben zu dürfen? Nein, sind jetzt nicht alles gscheite Fragen, die auf meinem Mist gewachsen sind - ist im Prinzip meine persönliche Erkenntnis des heutigen Abends. Es waren nur wenige Dinge, die mir nicht schon lange bekannt sind - aber das sind jetzt grad die Dinge, die mir zu deiner Situation spontan eingefallen waren. Ich weiß, ich bin nicht bereit für eine echte Beziehung mit zusammen leben - aber ich hab Freunde, mit denen ich knuddeln kann - wann immer ich will - und wo immer ich will - Männer und Frauen - und je offener ich das auslebe, desto mehr Menschen kommen in mein Leben, die sich nichts dabei denken, sondern eben auch früh drüber sind, dass es einfach ok ist, wie es ist. Aber ich steh auch seit einiger Zeit dazu, dass ich jetzt endlich mal die emotionalen Mankos in meinem bisherigen Leben ausgleichen möchte - und es ist ok - und falls sich mal wer drüber echauffiert, dann darf sie/er ihr/sein Problem gerne selbst lösen. Wünsch dir noch erbauliche Träume Und geh nach einem eineinhalbstündigen Telefonat jetzt endlich schlafen
Hi ChrisTina! Stimmt, sollt ich mir auch sagen, dass das nicht mein Problem ist. Wobei es schon manchmal kraft kostet dagegen "anzuschwimmen" - ich hab ja dann auch nen Job der auslaugt, und so das übliche... Ja, da ist was dran. Und das nutze ich auch schon lange, in fast allen "organisatorischen" Dingen (Behörden, Arbeit, Reisen, ...) - aber im Bereich Beziehung/Liebe funktioniert es überhaupt nicht. Und ich krieg nicht raus wo der Dreh dabei ist. Das ist aber sowas von irre und daneben! Und ich hab keine Ahnung wie es dazu kommt. Sex war für mich überhaupt nie ein Thema - das kann vielleicht ein Sahnehäubchen sein für eine insgesamt erfüllende Begegnung, oder auch ein faszinierendes Werkzeug zur Bewusstseinsveränderung, aber niemals Selbstzweck. Hui, danke für die Blumen. Aber der Gedanke, den Du da formulierst - das ist dermaßen bizarr - das muss ich mir ganz lang auf der Zunge zergehen lassen, und es macht mir einen Knoten ins Hirn... willst Du damit sagen, dass Frau von vorneherein unterstellt, dass sie nur als Sexobjekt wahrgenommen wird?? Aber wenn das so wär, dann wär Kommunikation sowieso sinnlos, weil gegen Vorurteile anlaufen bringt nix. Interessant finde ich in dem Zus.hang auch, dass diese art blöde Anwürfe eher dann passieren, wenn ich recht gelöst und offen und mit mir und der Welt zufrieden und gut gelaunt bin - neugierig ohne konkrete Absicht oder Erwartung. Und eben oft auch von Frauen die ich noch nichtmal irgendwie angesprochen hätte - als würden sie meine blosse Existenz schon als Belästigung auffassen. Das "mehr" kann ja auch entstehen - aber es muss in der Begegnung erst entstehen. Ich kann doch nicht wissen ob ich mit jemand Intimitäten teilen will, bevor man sich überhaupt kennt! Hilf mir bitte mal auf die Sprünge - was ist gemeint? Dass Verneinungen wirkungslos sind, oder dass Frauen sich da anbiedern wo "kein Risiko" besteht? Das ist einfach: echte, ehrliche Begegnung. Also nicht drüber schwätzen dass man in Mallorca im Urlaub war und das Buffet war so toll und überhaupt - sondern sich in dem begegnen was einen tatsächlich berührt und bewegt. Ich weiss was Du meinst - das mit dem "bestellen" funktioniert auch - unter bestimmten Umständen. Es erklärts mir aber hier nicht, bzw. ich find nicht was es erklären könnte. Ich wollt schon immer echte Begegnung, und bin über die Zeit höchstens anspruchsvoller darin geworden. Ich hab das erste mal was mit ner Frau gehabt, und bin halb verzweifelt weil ich weder geistig noch seelisch nen zugang zu ihr gefunden hab - es ging nur um Sex, und Sex wollte sie immer, die ganze nacht lang und dann am liebsten noch dreimal am tag. Später bin ich draufgekommen, dass das wohl sowas wie ne Sucht sein muss. Und die zweite, hat mir bald klar zu verstehen gegeben dass wir nicht zusammenpassen, und dass sie sich sowieso nur ne Beziehung mit nem Multimillionär vorstellen kann, weil sie gewisse Ansprüche an Luxus hat. Und die letzten zwanzig Jahre lebe ich, abgesehen von ein oder zwei schrägen Begegnungen, sozusagen zölibatär. Es hat einfach nie ne Frau irgendwie deutlich gemacht, dass sie an mir interessiert wäre - okay, da kann man nix machen - aber stattdessen gibts solche Anwürfe wie beschrieben. Und das, find ich, geht einfach zu weit. Und von daher frag ich mich halt auch, wie man es da schaffen kann, an drei Ehen zu kommen - wenns schon kaum möglich ist, jemand persönlich kennenzulernen, und stattdessen nur so häßliche sachen passieren... Und dann frag ich mich auch, ob es vielleicht so ist dass man ne Beziehung haben MUSS - also dass der Mensch so geschaffen ist dass er irgendwie auf andere Menschen bezogen sein muss; und dass, wenn man immer ganz allein lebt, irgendwas mit der "Ausstrahlung" nicht stimmt, was dann so blöd interpretiert wird... Weil den meisten scheint es ja nicht gar schwer zu fallen, von einer Beziehung gleich in die nächste zu gelangen... Hah, gute Fragen. Das ist auch sowas bizarres - das was ich so als Junge, oder auch noch mit 18, als "kühne Träume" hatte - soweit es nur mich selber betrifft, hat sich das inzwischen alles auf die eine oder andere Weise verwirklicht. Aber soweit es Andere mit einbezieht, also was Freundeskreis, Beziehung, gemeinsame Unternehmungen usw. angeht, hat sich fast nichts davon verwirklicht. Da scheint es irgendwie nicht so zu funktionieren, und ich krieg ums verrecken nicht raus warum. Also, mir bin ich es sicher wert, dass sich meine Wünsche erfüllen - die schwierige Frage, die ich mir stelle, ist: bin ich anderen dafür genug? lieben Gruß
Hi sovio, Falsche Formulierung - wenn ich das so sagen darf nicht gegen irgendwas an zu schwimmen sondern einfach bei dir zu bleiben und bei dem, was dir persönlich wichtig ist und zu zu lassen, dass dus auch leben darfst ;-) Ich kann die meine Aha-Erlebnisse der letzten 3 Jahre erzählen - vorher eben 25 Jahre in Beziehungen (2. und 3. Ehe) aber waren eigentlich Verstandesehen - also nie wirklich echte Beziehung und Liebe - kann ich jetzt sagen, weil ich zwischenzeitlich eben was anderes kennen lernen durfte Ich war fokussiert darauf, dass ich nur in einer Partnerschaft irgendwie "vollwertig" bin - dass ich ein Gegenüber brauche, um glücklich werden und sein zu können. Nachdems eben 3x nicht funktioniert hat, hab ich mir dann ähnliche Fragen gestellt wie du jetzt. Bzw. hab eben meinen Traummann kennen gelernt, der aber weder Beziehung noch Sex mit mir wollte - und mich irgendwann damit abgefunden. Was ich bei und mit und durch ihn kennen lernen durfte war eine absolute Vertrautheit und Intensität, die ich vorher nicht gekannt hatte - und es gab auch einige Male Situationen wo er mich verwundert anschaute und meinte "Du kennst mich besser als ich selbst es mir zugestehen würde". Tu ich nicht - aber ich habs bei ihm zum ersten Mal zugelassen, dass ich mich wirklich voll und ganz auf ihn einlasse - dass ich nicht eine emotionale Mauer aufbaue, damit er mich nicht verletzen kann - und das auch beibehalten habe, nachdem er mich "zurück gewiesen" hat. Es war nicht leicht für mich, weil eben diese Vertrautheit von Beginn an da war - und ich es nicht verstehen konnte und wollte, warum es für ihn nicht ähnlich ist, wie für mich. Aber ich hab durch ihn gelernt, nicht wieder "zu zu machen" - und es zahlt sich jedes Mal aufs Neue aus. Ok - war Mistverständnis meinerseits - sorry, ich kenns aus meinen 3 Ehen nur als Selbstzweck meiner jeweiligen Partner. Soll nicht heissen, dass ich es nie anders erlebt hatte - aber waren eher seltene Momente ;-) Nicht grundsätzlich und prinzipiell - aber viele und oft ;-( Nochmals - nicht dagegen "anlaufen" - sondern dein Leben leben und drauf vertrauen, dass es auch irgendwo Frauen gibt, die ähnlich bizarr denken könnten ;-) ups - war jetzt viel zu viel - ich muss die Antwort splitten ;-)
Kenn ich von meinem NL - der ist immer gut drauf und mit sich und der Welt zufrieden - und da ist eben auch das Phänomen zu beobachten, dass Frauen auf ihn re.agieren, ohne dass er jetzt was spezielles dafür oder dagegen tut. Er hat meine entsprechenden Meldungen ursprünglich als Eifersucht meinerseits gewertet, hats aber in der Zwischenzeit gemerkt, dass ich ihm wirklich nur "warne", wenn sich eine wieder in etwas "verrennt", was sie bei ihm nicht bekommen wird. Er wirkt - und ich kann mir durchaus auch vorstellen, dass es bei dir etwas ähnliches ist - du "wirkst" möglicherweise auf eine etwas andere Art - ihn himmeln sie an - von dir fühlen sie sich belästigt - ohne, dass du irgendwas spezielles machst. Mich würde etwas interssieren - und wennst magst, schick mir deine Geburtsdaten mit Uhrzeit und Ort als private Nachricht (Unterhaltung), dann schau ich mir mal an, ob mir etwas spezielles auffällt - bzw. würden mich die Parallelen zu "ihm" interessieren - nur, wennst magst ;-) Wenn man nur Sex will, ist es ihm oftmals egal, ob Intimitäten entstehen - in dem Sinn, wie ich jetzt unterstelle, dass du es meinen könntest - es gibt mehr Männer, die einfach ihren Trieb befriedigen wollen, als dass sie eben wirkliche Intimität erfahren wollen. Man sagt ja landläufig, dass das Unbewusste Verneinungen negiert - ich sehs zwar bissale anders, aber im Prinzip gehts in die Richtung Energie folgt der Aufmerksamkeit Wenn du jetzt sagst, "ich will mit keine Beziehung" - dann richtest du die Aufmerksamkeit auf Beziehung - und ziehst genau das an. Er hat gesagt - er möchte keinen Sex - und bekam permanent entsprechende Angebot - eben, dass Frauen ihm anzügliche Fotos schickten oder eindeutige Angebote machten. au weia - das wird schwierig ;-) vor allem, wenns auf Gegenseitigkeit beruhen soll Also ich erlebs oft, dass mir Menschen intimste Details erzählen und sich dann wundern, warum sie mir das erzählt haben - erleb ich sowohl bei Männern als auch Frauen - aber es gibt wenige, die es wirklich interessiert, wie es mir wirklich geht. Die meisten, die mir zuhören erwarten sich dadurch nur, dass sie sich dann auch bei mir "ausheulen" können - und ich ihnen gefälligst ihre Probleme lösen helfe. Aber diese Intimität und Nähe in einer Partnerschaft leben - ich kann dir nicht sagen, ob sowas wirklich möglich ist. Ich lebs jetzt halt in keiner Partnerschaft - aber ich weiß, dass ich diesem Menschen alles erzählen kann - und er mich auch versucht zu verstehen - und mir immer wieder seine Sicht der Dinge sagt - aber diesmal ist es eben so, dass er nicht "aufmacht" - ich spüre zwar viel - aber diesmal blockt er ab. Ich hatte heute zB wieder mal ein Erlebnis der besonderen Art - war auf einer mehr oder weniger privaten Filmvorführung von Celestine - wir waren nur 6 Personen - was interessant war, weil letztens waren wir 24 ;-) Aber es war eine absolute Nähe spürbar nach dem gemeinsamen Schauen des Filmes - es wollte keine.r danach irgendwie reden, sondern wir haben einfach das Zusammensein genossen. Und nach einigen Minuten ist dann der Damm gebrochen und wir haben uns über absolut persönliche Dinge unterhalten - sassen dann noch zu viert über eine Stunde zusammen - und "es passte einfach". Es funktioniert immer dann, wenns ein Herzenswunsch ist - und nicht einer, der aus dem Verstand kommt - wobei Herz auch nicht stimmt - sondern wenn er aus dem tiefsten Inneren kommt - ein inneres Bedürfnis ist - aber man sich nicht drauf kapriziert, dass er erfüllt werden muss ;-) Ich wollt nach meiner letzten Scheidung unbedingt eine "echte" Beziehung - und ich hab sie nicht bekommen - nicht in der Form, wie ichs mir vorgestellt habe - ich habe keine definierte und deklarierte Beziehung - aber ich habe einen Menschen an meiner Seite, der jederzeit für mich da ist - und auf den ich mich 100 % verlassen kann. Seit ich mich nicht mehr dran klammere, dass er doch auch "was legales" mit mir eingehen soll - seit ich es akzeptiere, dass er zwar immer für mich da ist - aber halt weder eine deklarierte Beziehung noch Sex mit mir möchte - kann ich allerdings jede Minute in seiner Gegenwart geniessen und auskosten - und ist auch die Spannung und der Druck weg - und wir können uns wirklich auf gleicher Augenhöhe begegnen. Ist jetzt aber das, was ich vorher sagen wollte - für viele ist es eben "nur" Lustbefriedigung.
Wirds jetzt sicher irgendwo auch noch nen Glaubenssatz in dir geben, der das noch zusätzlich verstärkt. Bei mir wars so - seit ich begonnen hab, mich selbst zu lieben und wert zu schätzen - kommt auch entsprechende Ressonanz von aussen - naja, nicht immer - manchmal kommt auch heftiger Gegenwind, der mich aber heraus fordert, trotzdem in meiner Mitte zu bleiben. Hat was mit den Ansprüchen zu tun - wenn Frau glaubt, nur in einer Beziehung glücklich werden zu können, dann probiert sies halt immer wieder - naja, 3x reicht ;-) wer legt fest, was man muss? Aber das mit der Ausstrahlung hat schon was - allerdings jetzt vielleicht in einer anderen Form als dus gemeint hast. Ich sehs bei mir - ich lebe seit 3 Jahren allein - sehne mich zwar schon nach etwas, wie einer Beziehung - aber wirklich tief drinnen weiß ich auch, dass ich meine Freiheit noch viel zu sehr geniesse, als dass ich sie wirklich permanent mit einem anderen Menschen teilen möchte. Und bei mir kommt noch etwas dazu - ist auch der Grund, warum ich nach deinen Geburtsdaten gefragt habe - ich habe nach der Human Design Matrix einen sogenannten Dreifachsplit - hat mir bei meinem ersten "Reading" mein Analytiker damals so erklärt "3 Seelen wohnen in meiner Brust". Er hatte mir auch gesagt, dass Menschen mit einem "normalen Split" permanent auf der Suche nach jemanden sind, der ihnen diesen Split verbindet - wenn es aber mehr als ein Split ist, genügt eine Person nicht, um da die Leere auf zu füllen. Und mein Letzt.Ex hatte mir meine Splits verbunden - aber auf Dauer hat er mich erdrückt - und auch meine über Jahre beste Freundin hat ähnlich auf mich gewirkt - hab ich allerdings erst fest gestellt, als sie plötzlich weg war - und ich auf einmal aufgeatmet hatte. Ich hatte nicht behauptet, dass ich 3 Beziehungen hatte - ich war "nur" 3x verheiratet ;-) Such nicht nach dem Grund - such nicht nach der Ursache, worans liegen könnte - liebe dich dafür, dass es in dieser Richtung einfach Sch...e läuft und du damit unzufrieden bist. Ist jetzt vielleicht noch bizarrer als vieles, was ich schon geschrieben habe - aber gib der Idee eine Chance. Ich habe jahrelang mit dem Schicksal gehadert, warum ich keine erfüllte Beziehung leben konnte, wo wir uns auf gleicher Augenhöhe begegnen - und dadurch habe ich die Aufmerksamkeit - und meine Energie genau darauf gerichtet - dass ich eben keine Beziehung auf gleicher Augenhöhe lebe - das ist das perverse an dem "nicht" - weil es geht nicht ums nicht - sondern darauf, worauf man sich fokussiert. Konzentrier dich auf das, was du gerne möchtest - wennst weißt, was ich meine - mache es nicht von bestimmten Personen abhängig, sondern versetze dich in das Gefühl hinein, wie es wäre, wenn es schlichtweg grenz.genial wäre - und machs, so oft du Zeit dafür findest. Ganz brutal gesagt - solange du dir die Frage stellst, ob du anderen genug bist, dass sich deine Wünsche erfüllen dürfen - bist du es dir selbst noch nicht wert. Sobald du "ich bin es mir wert" ohne wenn und aber - und aus tiefster Überzeugung - sagen kannst, dann ist es dir auch egal, ob du anderen irgendwie auch nur annähernd genug bist. Weil - eh schon wissen - solange du auch nur irgend eine Art von Aufmerksamkeit an die Frage verschwendest, ob du anderen dafür genug bist - folgt die Energie dem "anderen nicht genug sein" - sobald du mit dir wirklich und wahrhaftig im Reinen bist, wirst du automatisch die Ressonanz bekommen, dass du auch anderen "genug" bist. Bzw., ist es dann nicht mehr wichtig - für dich - und nur darum gehts. Ich bin nicht perfekt - aber ich liebe mich auch für meine Fehler - nicht immer - aber immer öfter. In diesem Sinne - wünsche angenehme Träume
Hi ChrisTina, ui, wasn Aufsatz!! Na, das hab ich ziemlich durch - wenn mir was wichtig ist, dann wird das auch. Nur inzwischen -deswegen auch der Thread-Titel- reicht mir das nicht mehr, und ich möchte dass auch mal'n anderer Mensch für mich wichtig sein kann. Ja, das ist wohl ne verbreitete Falle. (Und das liebe Umfeld tut noch das seine dazu, etwa die Eltern und Onkels, die fragen wann sie denn Enkelkinder kriegen, etc.) Tatsächlich ist nichts dergleichen wahr, man *braucht* keinen Partner, und man wird in einer Partnerschaft um nichts "vollwertiger" - im Gegenteil, sich über einen Partner definieren bedeutet, dass einem selber etwas fehlt. Allerdings ist der Mensch nun auch nicht fürs alleinsein erschaffen, und manche unserer Fähigkeiten können sich erst in einer Beziehung entfalten. Und ich frage mich schon lange, warum man das überhaupt tut - warum man Beziehungen eingeht, wenn man sich gar nicht aufeinander einlassen will, sondern eine Mauer pflegen. Klar, zuweilen passt das, was wir wirklich sind, nicht so recht in das Schema bürgerlicher Ordentlichkeit - aber warum soll man sich dann die Mühe machen, mit jemandem zusammenzusein, wenn die sich dabei nur darauf beschränkt, sich gegenseitig irgendwie nur ein Abziehbild aus Konventionen zu präsentieren? Und noch eines - wenn man lernt, dass man für sich schon vollwertig ist, dann ist man auch nicht mehr ernstlich verletzbar - das ganze ist sozusagen ein Teufelskreis von Mangel, Angst, Schutzbedürfnis und Mißtrauen. (Das ganze ist wohl auch nicht unerwünscht, denn Menschen, die solcherart mit ihren eigenen Defiziten beschäftigt sind, sind leicht beherrschbar und sind auch willige Abnehmer für allerlei konsumierbare Ersatzbefriedigung.) Ups... und was ist mit *Deinem* Selbstzweck? Ich mein, wenn schon dann sollten doch wenigstens beide auf ihre Kosten kommen. *eg* Ups! Das ist dann allerdings ein dicker Hund! Unsereiner ist in einer Zeit aufgewachsen, wo das Geschrei gar groß war, derob, dass Männer ja ganz furchtbar "schwanzgesteuert" und von daher böse seien - grad als wär die fleischliche Begierde das Verwerflichste überhaupt und ein Wunsch nach Zweisamkeit etwas ganz inakzeptables, und als würde beides nur vom Manne ausgehen, zu lasten der Frau. Sodass man sich dann schon dafür geschämt hat, überhaupt eine Frau interessant zu finden, weil man sich ja nicht wirklich sicher sein konnte, ob man zu jenem reinen und ganz begierdefreien Interesse imstande wäre, das Frauen offenbar erwarten. Aber wie soll das überhaupt gehen, wenn einem die Primitivität da gleich von vorneherein vorgegeben und aufgezwungen wird? Da kann doch nichts anderes draus erwachsen denn selbsterfüllende Prophezeiungen... Und irgendwann hab ich angefangen mich zu wundern, warum ich von Frauen auf der persönlichen Ebene fast nur Verachtung erfahre - während sie einen Kerl, der sie wie dreck behandelt und dazu noch schamlos ausnutzt, offenbar ganz inniglich lieben... Ja, ich denke auch, dass es solche Wirkkräfte gibt - ich denke, jeder Mensch hat sie, und die meisten Menschen sind nur zu viel in eigenen Widersprüchen verstrickt und im Uneins mit sich selber, als dass sie Wirkung erzielen würden. Ich bin mit meiner Wirkung auch eigentlich ganz zufrieden, will meinen ich kriege in den weltlichen Dingen meistens das was ich will, bis eben auf den Aspekt persönlicher Beziehungen. Die spannende Frage ist dann, wie man an diesen Wirkkräften drehen kann. Man kann nämlich dran drehen - da bin ich mir sicher. Nur findet man da im Bereich üblicher "Lebenshilfe" kaum guten Rat - die meisten haben da eine sehr 'mechanistische' Vorstellung, im sinne von "verhalte dich so-und-so oder bearbeite das-und-das um dies-oder-jenes zu erreichen". Dass es dahinter auch solche subtile Wirkkräfte gibt, wissen die wenigsten - aber da die tiefer liegen, macht es dann kaum sinn, sich auf verhaltenspsychologischer Ebene verbiegen zu wollen. Also, mein ziel ist nicht, das hinzunehmen oder so zu belassen wie es ist - aber um was dran zu drehen, muss ich zumindest verstehen was eigentlich gespielt wird, d.h. mit welchen Konzepten, Erwartungen und Denkmustern ich es zu tun hab.
Das muss ich jetzt nicht verstehen, oder? Sex ist Intimität. Besser gesagt, Sex ist heilig, ist Gottesdienst. Und wenn die Jungs das nicht wissen oder nicht kennen, dann ist es sache der Mädels, es ihnen beizubringen. Deswegen wirbt der Kerl ja um das Mädel - damit sie die Bedingungen bestimmen kann. Naja, wenn das ganze spiel wirklich so verkorkst läuft wie sich das grad abzeichnet, dann gibts naturgemäß einen großen Bedarf an "sich ausheulen". Und ja, das ist möglich - das weiss ich sicher, weil ich kannte eben mal ein Pärchen, da hat es spürbar funktioniert. Es kann freilich sein dass die Wirklichkeit dann doch etwas anders aussieht als das was man sich vorstellen möchte - man sollte sich vielleicht nicht daran festhalten, dass sich dann genau die Erwartungen erfüllen. Jepp! Das hast Du sehr gut beschrieben. Hm, vielleicht liegt da der Haken. "Was legales" ist ganz irrelevant: echte Begegnung muss den Gesetzen der Seele gehorchen - und die haben nicht unbedingt was mit den moralischen Gesetzen der Menschen zu tun. Ja, da ist was dran. Nur, dass ich eher geistig, verstandesmäßig funktioniere, während das was Du da beschreibst, eher auf positive Emotionen zielt. Mir gehts so, wenn ich den richtigen Input kriege, sodass ich verstehen kann was läuft, und einen Weg finde um damit umzugehen, dann ergibt sich daraus der Rest. Das finde ich im Ansatz zu egoistisch. Ich kann mir ohne weiteres sagen, dass ich es mir wert bin, Millionär zu sein - denn das ist eine Sache, die nur mit meinen Wünschen und Ansprüchen zu tun hat - von daher sehr einfach. Aber wenn es um Beziehungen geht, dann ist die Frage eben nicht, ob sich meine Wünsche erfüllen - denn das ist ja kein Geschäft, wo ich bestimmte Ansprüche stelle, die vom Anderen zu erfüllen sind, und umgekehrt - sondern da geht es um das Gemeinsame, was entsteht - was man im Voraus gar nicht kennen kann und was mehr ist als die Summe der Beteiligten. Freilich, wenn ich so recht drüber nachdenke, dann ist da inzwischen noch was anderes. Früher hab ich wirklich geglaubt, dass ich nicht gut genug wäre. Inzwischen sollte ich es wohl besser wissen, aber die Alternative gefällt mir noch viel weniger. Wenn ich mir nämlich so anschaue, was im allgemeinen so läuft, dann sieht das so aus - und vorsicht, das ist jetzt richtig böse, ungerecht, verallgemeinernd, polarisierend, vereinfachend - aber es ist etwas, was mir allzu oft auffällt: In der Jugend, wenn man das Feld der Liebesbeziehungen neu entdeckt, bestünde die Chance, ganz unvorbelastet und ohne Mißtrauen zu erforschen was passiert, wenn man auf die "Mauern" -die ja noch gar nicht gross existieren- verzichtet. Das passiert aber scheinbar nicht - stattdessen wird lieber ein abwechslungsreiches Spiel mit der Manipulation gespielt, was -getreu der Überflussgesellschaft- so läuft dass man den Partner als ein Spielzeug auffasst, das man, wenn es einem überdrüssig geworden ist, einfach wegschmeisst und sich ein neues nimmt. Irgendwann kommt es dann dazu, dass "die richtigen" sich finden. "Die richtigen" meint dann wohl üblicherweise, dass ein hinreichendes Machtgefälle besteht - dass also der Kerl hinreichend dominant, ignorant oder gewalttätig ist, dass dem Mädel die Flausen vergehen, und sie daraus folgert, das müsse jetzt "das Echte" sein. Also wird geheiratet, Kinder gemacht, und die ganze Arie. Diese Beziehung "funktioniert" dann - natürlich nicht, weil sie ja schon von den Voraussetzungen her defekt ist, weil man sich eben nicht wirklich begegnet - aber vielleicht 5, 10 oder 20 Jahre lang - bis die Frau dahinterkommt, dass sie sich eigentlich nur unterordnet und dem Kerl seine Bedürfnisse erfüllt. Und dann geht das Theater los - aber der Flurschaden -in form von Verletzung, Enttäuschung, Frustration- ist dann längst angerichtet, und man hat "gelernt" sich mit gedämpften Erwartungen zu begnügen. Nur - wenn ich mir konsequent vergegenwärtigen würde, dass das i.W. das Setup und Scenario ist, in dem das Spiel gespielt wird - dann würde ich völlig resignieren, verbittern, und meinen Respekt vor dem Menschen verlieren. Da ist es durchaus angenehmer, an meine eigene Unzulänglichkeit zu glauben. lieben Gruss