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Loslassen, aber wie!?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Lebensfragen" wurde erstellt von Klarabella, 11 September 2004.

  1. Klarabella

    Klarabella Well-Known Member

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    Hallo,

    immer wieder bekomme ich von Freunden den Tipp, ich solle meinen Herzensmann loslassen. Genau damit habe ich aber ein Problem. Bin eigentlich ein sehr positiv denkender Mensch, der gerne lacht. Ich habe einen tollen, verantwortungsvollen Job und ich glaube auch behaupten zu können, daß ich mitten im Leben stehe, aber eins kann ich absolut nicht, und das schon seit meiner Kindheit:

    LOSLASSEN!

    Kann mir nicht mal jemand einen Tipp geben, wie genau man das in den Griff kriegen kann!? Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht?

    Für Anworten wäre ich wirklich unheimlich dankbar!

    Liebe Grüße,
    Klarabella
     
  2. DNEB

    DNEB Well-Known Member

    Hallo
    Mein vorschlag ist genauso "einfach" wie loslassen.
    Nimm das leben nicht so ernst, ein spiel, bei dem es nicht so schlimm ist, etwas zu verlieren, um die angst vor dem neuen oder der scheidung von etwas zu verlieren und um es dann schneller und direkter angehen zu können.

    Allerdings kann dir glaub ich keiner sagen, wie "genau"
    du es schaffen kannst, ist dein leben.

    Danke fürs lesen

    DNEB
     
  3. Klarabella

    Klarabella Well-Known Member

    Puh...

    Vielen Dank für Deine schnelle Antwort!

    Du magst mich für dumm erklären, aber wir kann ich etwas loslassen, daß mir fehlt und sehr wichtig ist!? In Momenten, wo es besonders schlimm ist, habe ich manchmal das Gefühl, der Schmerz zerreisst mich förmlich. Wie kriege ich es hin, zu denken, daß es nicht weiter schlimm ist, etwas (jemanden) zu verlieren!?

    Liebe Grüße,
    Klarabella
     
  4. DNEB

    DNEB Well-Known Member

    tag
    Wie gesagt, es ist nicht einfacher.
    Du bist doch ein positiver mensch!? Hast du es schon mal positivem Denken versucht? sagen, "das es nicht so schlimm ist" ohne zu versuchen, das mit einem gefühl zu unterstreichen, nur sagen.

    hm,hm, die erfahrung mir dem "zerreißen" kenn ich ganz gut, früher bin ich bei jeder veränderung fast gestorben. mittlerweile macht es mir fast angst, wie leicht es oft geht.
    Aber wie? durch das oben beschriebene und die erkenntnis, das das entgültige loslassen auch ein schönes gefühl sein kann, und das es ja nicht verschwindet, sich nur verändert.

    Auch WENN du dumm sein solltest, dann nicht weil du nicht loslassen kannst, du hast halt etwas noch nicht gelernt.
    Dumm ist man meiner meinung nach, wenn man nicht lernen Will, und nicht weil man (noch) nicht "kann".

    ach so, jetzt hab ich dein frage kurz vergessen.
    Wie das geht? übung, Ich kann dir nur eine straße beschreiben, finden mußt du sie selber.
    Vielleicht hat ja jemand eine bessere straße.

    Danke fürs lesen

    DNEB
     
  5. Yojo

    Yojo Well-Known Member

    Liebe Klarabella,

    entschuldige, aber ich versteh hier was nicht.... Warum solltest denn du dem "Tip" von Freunden folge leisten? Alleine aus dem Wort "Herzensmann" lese ich Liebe heraus. Vielleicht versteh ich was völlig falsch, aber, irgendwie macht das überhaupt keinen Sinn...

    Was wäre denn, wenn du übst diese "Freunde" loszulassen und dich deinem Herzensmann intensiver zuwendest? Vielleicht wäre das ja das richtige Übungsfeld.

    Ich habe meine Frau verloren weil sie zu einem "Hellseher" gegangen war der ihr erzählt hatte ich würde sie mit einer anderen Frau betrügen. Sie glaubte ihm, der Samen des Zweifels war gesät, und zwei Jahre später war nichts mehr zu halten. Ich habe meine Frau nie betrogen.

    Aber, wie gesagt, ich versteh dich noch nicht ganz....

    Alles Liebe von Yojo
     
  6. Klarabella

    Klarabella Well-Known Member

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    Hallo Yojo,

    ja, es ist Liebe im Spiel. Natürlich. Das "Problem" ist, daß er verheiratet ist. Für die meisten Menschen ist das ja ohnehin das Verbrechen schlechthin, wenn man sich auf verheiratete Menschen einläßt und ich gehörte sehr, sehr lange auch zu diesen Menschen. Aber gegen Gefühle kann man sich doch einfach nicht wehren. Und dazu kommt, daß wir uns nur einen Monat nach seiner Hochzeit kennengelernt haben.

    Meine Freundin hat da nicht so ganz unrecht. Ich bin 33 Jahre alt und hatte bislang sehr wenig Beziehungen (die kann ich noch gut an einer Hand abzählen). Aber meine Panik ist jedesmal dieselbe, wenn mich jemand verlässt. Ich hänge jedesmal sehr an den Männern und kann den Verlust einfach nicht hinnehmen. Da habe ich irgendwie einen Nagel im Kopf. Schon als Kind hatte ich immer Verlustängste. Ich kann es mir einfach nicht erklären, aber es muß wirklich mit meiner Kindheit zusammenhängen.

    Ich "versteife" mich schon sehr auf diese "Bezugsperson" und gebe sehr viel. Von daher ist es selbstverständlich, wenn es mir schwer fällt, sie gehen zu lassen.

    Ich hoffe, Du kannst mich jetzt ein kleines bißchen besser verstehen?

    Hängst Du noch immer an Deiner Frau?

    Ganz liebe Grüße! Ich drück Dich!

    Klarabella
     
  7. Klarabella

    Klarabella Well-Known Member

    Hallo DNEB!

    Vielen Dank für Deine Antwort, die mir übrigens sehr gefallen hat! :kiss3:

    Wenn ich Dich da richtig verstanden habe, würde ich mein Unterbewußtsein quasi überlisten, indem ich mir sage: "das ist alles gar nicht so schlimm. Ich komm damit schon klar." Selbst wenn mein Gefühl mir etwas ganz anderes sagt, wäre es schon ein Versuch des Loslassens, wenn ich es "nur sage"?

    Bitte melde Dich bald. Ich bin neugierig.... :daisy:

    Liebe Grüße,
    Klarabella
     
  8. Yojo

    Yojo Well-Known Member

    Liebe Klarabelle,

    danke, jetzt kann ich dich gut verstehen.

    Ich bin auch ein sehr, sehr anhänglicher Mensch. Ganz schlimm war es bei meiner ersten Frau gewesen.

    Nach meiner eigenen Lebenserfahrung geht "Loslassen" als Essenz nicht. Ich muß immer jemanden "im Arm" halten. Sonst bin ich nicht ich. Aber ich habe gelernt, daß dieser jemand Gott sein kann.

    Das Substantiv, welches zu "loslassen" paßt, das ist "Loslösung". Und es ist sehr interessant, wie Bahá'u'lláh "Loslösung" definiert, und ich habe lange gebraucht, bis ich es verstanden habe:

    Ich bin heute davon überzeugt, daß der Mensch "Loslösung" im Sinne von "essentieller Loslösung" nicht leben kann. Wenn wir das eine loslassen, muß der leer gewordene Raum zwangsläufig mit etwas anderem gefüllt werden.

    Die Liebe, die du zu deinem Herzensmann hegst, ist ja gut. Liebe ist zunächst einmal immer gut. Du siehst nun aber, daß diese Liebe vielleicht eine Gefahr für seine Familie bedeutet, und deine eigene Liebe kann es auch nicht zulassen, daß sie deinem Lieben schadet. So wäre es eine Möglichkeit, eben aufgrund deiner Liebe deinen Herzensmann in der Art loszulassen, daß du ausdrückst damit, ihn zu lieben. So läßt du los, ohne der Liebe verlustig zu gehen.

    So eine Tat ist am besten mit Hilfe der Liebe Gottes möglich. Und so wisse, daß Gott diejenige liebt, die derartige Liebe zum Ausdruck bringe. Denn dies ist in allerhöchstem Maße menschlich. Nur die Kraft der Seele ist dazu imstande. Das ist die höhere Natur des Menschen. Und so öffnest du dein Herz damit gleichzeitig für die Liebe Gottes, und du wirst Ihn dir nahe wissen, und sehen, wie real es ist. Und wenn du Ihm vertraust, dann wird Er dich zweifellos mit dem belohnen, was du wirklich verdienst, einen ganz, ganz, lieben, eigenen Mann und eine wunderbare, eigene Familie.
    Und die Liebe zu deinem jetzigen Herzensmann, wird trotzdem niemals, verlorengehen.

    Alles, alles Liebe von Yojo
     
  9. m44stmk

    m44stmk Member

    hallo

    erst mal, ich kann dich gut verstehen!!! habe das selbe problem (nur sind bei uns beide verheiratet, also eine affäre im klassischem sinn)
    ich habe es mit bachblüten versucht, und vor allem arbeite ich daran, meine innere einstellung zu ändern. (kannst meine geschichte nachlesen, steht auch hier im forum- helfen bachblüten gegen klammern, vom 5.9)
    ich hab mir in erster linie vor augen geführt, dass ich sie ohne was zu unternehmen mit sicherheit verliere, und vor allem UNHEIMLICH LEIDE! dachte mir, so kann und darf es nicht weitergehen, mein leben hat (und tut es großteils auch heute noch) sich nur um sie gedreht. wollte nichts unternehmen, nicht wegfahren und mich mit freunden treffen, sie könnte ja anrufen und ich bin nicht da! hab sehr viel zu diesem thema gelesen, aber vor allem helfen mir die gespräche mit der bachblüten und lebensberaterin. die bachblüten sehe ich in erster linie als unterstützung, arbeiten an diesem problem, MUSS MAN SELBST. ich kann mir aber vorstellen, dass probleme die ihre wurzeln schon in der kindheit haben, also jahrzehnte alte denkmuster, nicht ohne profesionelle hilfe zu lösen sind.
    hast du es schon mal mit hilfe auf diese art versucht?
    lg, m44
     
  10. DNEB

    DNEB Well-Known Member

    hallo Klarabella
    Ja, es ist eine sehr einfache methode, seinen "glauben" oder Denkmuster zu verändern oder in eine richtung zu lenken/drängen, bei der man nicht viel training braucht. Die aber oft nur kurzzeitig hilft.
    Bei dir handelt es sich ja, glaub ich, um ein tieferes problem, oder ist vielleicht nur ein symtom mit anderem ursprung.
    Da währe vielleicht ein psychologe hilfreich, der die ursprünge aufzudecken kann.

    Danke fürs lesen

    DNEB
     
  11. Covellin

    Covellin Member

    Liebe Klarabella,

    Du schreibst, Du stehst mitten im Leben, hast einen verantwortungsvollen Job, aber auch, dass Du immer schon Verlustängste hattest.
    Dein Problem ist sicher nicht Dein Herzensmann, den Du nicht loslassen kannst.
    Dein Problem liegt in der Kindheit mit den Verlustängsten mit allem was dazu gehört.
    Es ist völlig gleichgültig wen oder was Du jetzt nicht loslassen kannst, wer immer das auch ist. Dein Problem ist, dass Du die Verlustängste aus Deiner Kindheit "loslassen" musst, sonst wird auch wenn Du das (Deinen Herzensmann) überwunden hast - immer wieder ein neues "Etwas" auftauchen, das Du nicht loslassen kannst.

    Das ist keine Ironie, ich kenne das Problem von mir selber viel zu gut, hat lange gedauert bis ich dahinter kam, dass sich diese Situationen immer wieder wiederholen werden, wenn ich nicht endlich die Ausgangssituation verarbeite.

    Liebe Grüsse, Covellin
     
  12. Klarabella

    Klarabella Well-Known Member

    Hallo Yojo, m33stmk, DNEB und Covellin!

    Vielen Dank für Eure lieben Zuschriften, mit sovielen Rückmeldungen hatte ich gar nicht gerechnet.

    Ich bin auch sicher, daß mein Problem in der Kindheit begründet liegt. Bloß, wie kriege ich das in den Griff? Helfen da Familienaufstellungen? Wer hat damit bereits Erfahrungen gemacht?

    Professionelle Hilfe habe ich noch nicht in Anspruch genommen. Vor Jahren bin ich mal zu meinem Hausarzt und habe Hilfe gesucht, aber der gab mir nur Tipps wie:"Fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit. Frische Luft tut gut." und "die Zeit heilt alle Wunden"..... Ich war ziemlich enttäuscht, denn es war gar nicht so einfach, den ersten Schritt zu machen, um sich Hilfe zu holen.

    Wie siehts aus mit Bachblüten? Diese habe ich auch schon mal genommen, ist aber schon länger her. Helfen diese wirklich?

    Leider neige ich auch dazu, mich einzuigeln und viel zu Hause zu sitzen. Zu Unternehmungen mit anderen habe ich fast nie Lust. Aber eigentlich nicht deswegen, weil ich eine Nachricht verpassen könnte, sondern weil ich einfach keine Lust aufs "Theaterspielen" habe.

    Als ich kürzlich im Büro mal eine Bemerkung machte, wie "bei diesem Wetter kriegt man ja Depressionen", meinte nur eine Mitarbeiterin "Sie doch nicht. Dafür sind sie gar nicht der Typ." Das freut mich ja, aber das zeigt doch auch deutlich, wie sehr ich mich tagtäglich verstelle. In mir drin sieht es so sehr anders aus.

    So gern wäre ich endlich einmal glücklich! Und nicht nur für wenige Stunden oder Tage, sondern auch mal für Wochen, Monate.....

    Gott sei Dank habe ich einen lieben Kollegen, der mich sehr ablenkt. Nur leider sehen wir uns aufgrund der Entfernung nur alle paar Monate. Er lebt im Ausland. Aber telefonieren tun wir nahezu täglich. Aber mein "wirkliches" Problem kennt er auch nicht. Würd ich ihm auch nie sagen.

    Nach dem Telefonat mit meiner Freundin habe ich mich schon richtig "bekloppt" gefühlt. Ich bin so froh, daß es vielen anderen genauso geht wie mir....Da fühlt man sich schon gleich viel normaler! :rolleyes:

    Freue mich über jede weitere Meldung!
    :danke:

    Liebe Grüße,
    Klarabella
     
  13. DNEB

    DNEB Well-Known Member

    Das passt zwar jetzt nicht zum thema "loslassen"
    Aber zeig dich halt so wie du bist, ein paar "freunde" werden abspringen und die die bleiben oder danach zu dir stoßen sind dann mehr dein typ und du kannst dir folgen.
    Meine trennungsängst sind sehr viel schwächer geworden als ich mit dieser "übung" angefangen habe (ich saß allerdings auch 1-2 jahre ohne freunde da, was ich aber mittlerweile kein bisschen bereue).

    Mit bachblüten hab ich in einer anderen sache auch schon erfolge gehabt, Die sind ja quasie ein all-heilmittel.

    Diese reaktionen von ärzten sind leider häufig. Eine psychologin (die es ja besser wissen müßte als ein psychiater) hat mal zu mir gesagt: "ja, mit dem IQ hättest du jede schule schaffen können" und das wahrs dann.
    Das ich enorme probleme in meinem leben, mit der schule und mir selber hatte ist ihr garnicht aufgefallen.
    Meine jetzige ist aber sehr gut.
    Versuchs weiter, idioten gibt es immer.

    Danke fürs lesen

    DNEB
     
  14. Alex

    Alex Well-Known Member

    Hallo Klarabella,

    wer nicht loslassen kann, kann nicht Vertrauen.

    Wer Vertrauen in das Leben hat kann loslassen.

    Klar, wer hat schon 100% Vertrauen. Jeder wird immer wieder damit konfrontiert mit diesem festhalten an etwas, das man eigentlich loslassen sollte, aber einfach nicht kann.
    Diese Festklammern zeigt wo wir eben nicht Vertrauen.

    Du kannst dich nicht dazu zwingen loszulassen. Durch Gewalt loslassen zu müssen ist als ob man etwas lebenswichtiges verliert (Gewalt gegen dich selbst gilt da auch).

    Wer loslassen muss, verliert etwas.
    Wer loslassen kann, gewinnt.

    lieben Gruß

    Alexander
     
  15. Klarabella

    Klarabella Well-Known Member

    Hallo Alexander,

    Deine Antwort hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Dankeschön, sie hat mir gut gefallen.

    Ich möchte ja gern loslassen, aber genau das ist ja mein Problem.

    Ich bin wirklich in einem sehr guten Elternhaus aufgewachsen und meine Eltern lieben mich sehr. Aber solange ich mich erinnern kann, war ich immer nur auf der Suche nach jemandem, der mich lieb hat. Das muß doch unweigerlich mit meiner Kindheit zusammen hängen.

    "Wer loslassen muß, verliert etwas. Wer loslässt, gewinnt etwas." Der Spruch ist super-toll und gefällt mir wirklich sehr.

    Schön, daß es Menschen gibt (dankeschön.....), die das Problem nachvollziehen können!

    Hast Du vielleicht auch noch einen Tipp für mich, WIE ich das mit dem Loslassen hinkriege!? Vertrauen haben ist leider auch nichts, was man per Knopfdruck programmieren könnte! :rolleyes:

    Jedenfalls, erstmal ein dickes fettes Dankeschön!

    - Klarabella -
     

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