Partnerschaft, welche Rolle spielt nun Sex wirklich dabei?

Ein frühes Ergebnis, bei dem wir uns wohl alle einig werden zeichnet sich nun doch ab. Partnerschaft:
In der Liebe ist Sex der Wegbegleiter, ohne Sex dem Wegbegleiter ist die Liebe keine Liebe.
Die Liebe setzt sich zusammen aus seelischer und körperlicher, fehlen einer der beiden Element ist es keine echte Liebe somit auch keine ganze Partnerschaft.
 
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Oh, ich denke schon das Liebe auch ohne Sexualität realisierbar ist - man denke nur an die Beziehung der Eltern zu ihren Kindern.
Im Normalfall läuft's da ohne Sex ab, und trotzdem liebt man...

Hmm, aber was eine normale Partnerschaft zwischen Männneken und Weiblein angeht - ok, auch zwischen zwei Männekens oder zwei Weibchens - da spielt der Sex dann wieder eine größere Rolle.

Sch....* - was mache ich eigentlich wenn ich keinen Körper mehr habe??
Zuguggen ist ja schön und gut, aber praktizieren macht halt doch mehr Spaß... fg*
 
Ich glaube das Sex auch verscheidene Ebenen durchläuft. Abhängig von Alter und Erziehung. Und im Laufe der Jahre auch Erfahrung.

Und das es da keine "Norm" gibt. Es gibt Menschen die Sex konsumieren können, wie mal eben Kaffee trinken gehen. Und es gibt Menschen, die machen aus jedem Akt ein Ritual und bedürfen dafür eine stabile, von liebevollen Gefühlen getragene Partnerschaft.

Was mich nur ein bischen stört ist der Gedanke, der häufig vorherrscht, das Sex lediglich mit dem Geschlechtsakt als solchem in Zusammenhang gebracht wird.

Wenn ich mit einem Partner zum Essen gehe, und wir uns gegeseitig probieren lassen und füttern, oder zusammen in der Küche kochen, entstehen oft sinnliche Momente, welche ich definitiv als Sex definiere, ohne das es zum Verkehr kommt.
Für mich umfasst Sexualität wesentlich mehr, als der Geschlechtsverkehr zwischen zwei Menschen.

Lust ist in meinen Augen ein natürlicher Trieb, und nicht bei jedem Mensch auf dem selbem Bedarfslevel.

Ich hätte keine Probleme eine zeitlang auf den Beischlaf verzichten zu müssen, solange die Sinnlichkeit dabei nicht abstirbt. Ich habe in meinem Leben sogar eine beischlaf-freie Zeit , welche sich auf knapp 8 Jahre belief und ich hatte irgendwie nicht das Gefühl, das mir da etwas fehlt. Da ich keinen Verkehr mit wahllosen Bekanntschaften haben möchte greif ich halt bei gesteigertem Lustempfinden auf meine 2 Hände zurück.

Frisch verliebt kommt ich mit meinem Partner kaum aus den Kissen, aber sobald wir den Alltag miteinander teilen, kann sich das durchaus wandeln, da
Faktoren wie Arbeitsstress, Kinder, Haushaltsplanung , etc. da durchaus Einfluss drauf haben kann, wie oft und in welcher Form man Verkehr miteinander hat.

Erschreckend empfinde ich auch, das es offenbar "Partnerschaften" (sry aber dass mus ich in dem Zusammenhang hier in " "setzen) gibt, wo sich beide nicht getrauen über sexuelle Phantasien oder Wünsche zu äussern. Eine feste, verbindliche, von liebevollen Gefühlene Partnerschaft bedeutet für mich, Vertrauen zu haben, und sich auch im Bereich Sexualität öffnen zu können.

Ich finde Sexualität und Sinnlichkeit toll, habe mich allerdings auch schon gefragt, was passieren würde, wenn mein Partner einen Unfall hätte oder Impotent würde, und der Akt als solcher nicht mehr in der Form gelebt werden könnte wie bisher. Dann pack ich auch nicht meine Koffer und such das Weite, sondern dann wandelt sich der Bereich und wir müssten unsere Sexualität die Impulse und Richtung geben, mit denen wir beide uns wohlfühlen können.

Und das geht, denk ich nur, wenn die Basis der Beziehung nicht auf Sexualität gründet, sondern auf Vertrauen, Gefühlen, Freundschaft und das Bedürfnis, füreinander da zu sein.

jm2c

liebe grüsse

DieKaiserin
 
hi Iron:

Das ist eine interessante Frage, wenn du keinen Körper mehr hast, du meinst eben nach dem Tod oder Verlassen des Körpers, das wäre eine kurze Abweichung vom Thema aber auch wieder nicht. Die Grundlage zwischen Mann und Frau ist daher die seelische Liebe, die vermutlich, also da können wir ja jetzt nur spekulieren, ewig hält. Die weit ausschweifende Frage, hat man dann köperlos überhaupt Lust auf Sex, hat man so ein Stadium längst vergessen, was Lustempfinden ist? ja ich weiss, etwas weit weg vom Thema! Oder können wir sagen, dass Sexempfinden und Lust in Partnerschaften Mann/Frau dient einfach zur Familienerweiterung (Kinderkriegen).

mhhh... *grübel*

Die rein spekulative Frage nun, gäbe es keinen Sex, gebe es auch viel weniger Fremdgehen.
Weit ausgeholte Frage:" Der Sex hat seinen Preis, denn mit immer weniger Sex kann die Partnerschaft draufgehen, ist Sex die Würze oder kann sie auch zur Geisel einer Partnerschaft werden?
 
Danke Kaiserin für deinen Beitrag

Das mit dem Unfall werden und impotend werden, was ich herausgelesen habe ist richtig. Ich habe schon oft gehört dazu, dass ein Partnerteil der z.B. nach einem Unfall querschnittgelähmt ist, einfach verlassen wird.

Liebe ist mehr als Sex und wenn soetwas passiert, wird die Liebe siegen, nur diese kann siegen, denn soetwas musst du in einer Partnerschaft einkalkulieren, was passiert wenn der Partner z.B. nach einem Unfall impotent wird, dass muss ich auch überlegen und muss 100% sicher in so einem Fall darauf verzichten zu können.
 
Ich seh's im Geiste bereits vor mir - wie ich da, in so'nem kleinen, weissen Fummel, auf Wolke sieben Throne, mir eine schöne Frau nach der anderen anschaue und leise jammernd vor mich herflüstere "Ich will doch gar nicht viel, ich will doch nur deinen Körper....", während meine, begierig ausgestreckte Hand, immer wieder ins leere greift...

Oh, ich muss all meine Theorien revidieren - ES GIBT EINE HÖLLE!!! *schluck*

Hmm, oder vielleicht ändert sich die Haltung gegenüber der Sexualität ja auh mit dem Verändern der Daseinsform - bzw. dem Sterben, dem Abnippeln, dem Verrecken...
Hab ich eigentlich schonmal erwähnt das ich den begriff des Todes nicht mag - er hat sowas endgültiges an sich. ;)

Was ist nun wenn wir über den Jordan gehen - müssen wir ganz auf Lust oder Sex verzichten, oder erfahren wir dann etwas anderes, in das wir die Liebe hineininterpretieren können? *denk*

Ich würde auch sagen das Sexualität was biologisches ist, Soletti - ein Trieb der dazu dient neue Körper zu schaffen, damit die ganzen frei schwirrenden Seelen auch mal zum Zug kom, ähem, eine Gelegenheit erlangen auch etwas zu lernen... *räusper*

Was solls - solange ich kann werde ich die Sexualität genießen. Hey, man soll doch bekanntlich alles an Erfahrungen mitnehmen was man bekommen kann, oder? gg*

Nachtrag:

Was einen Unfall mit einhergehender Impotentz angeht - man(n) ist ja bestückt und hat im Zweifelsfalle auch noch eine Zunge. Natürlich nur um nette und zärtliche Worte zu zuflüstern - der Rest?
Bleibt eurer Phantasie überlassen... ;)
 
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Das waren jetzt wunderschöne Beiträge!!!...ich bin wirklich begeistert :)

Ich bin mir sicher, dass unsere Sexualität einem Wandel unterliegt. Um es genau zu beurteilen bin ich zu jung, aber ich kann es mir vorstellen.

Leider ist es selten, dass sich wirklich zwei Seelen "finden"...wäre schön, wenn das öfters passiert...

Alles Liebe
Babsi
 
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