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Sinn?

Dieses Thema im Forum "Sinnsuche" wurde erstellt von Grimore, 22 März 2016.

  1. Grimore

    Grimore New Member

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    Hallo,

    Ich stell mich erst einmal hier am Anfang des Postes vor:

    Ich werde dieses Jahr 19, mache aktuell ein duales Studium zum B.S Informatik, habe eine mich unterstützende Familie und auch wirklich gute Freunde.

    Klingt eigentlich so als würde alles gut laufen ( Tuts ja auch irgendwie , zumindest meiner Meinung nach),aber irgendwie habe ich kein richtiges Ziel, kein Sinn oder ähnliches im Leben . Ich lebe einfach so in den Tag ohne irgendwo hinzuarbeiten oder etwas erreichen zuwollen.

    Mir ist das meiste gleichgültig und ich weiß nicht was ich dagegen tun kann.

    Ich suche eigentlich einen Grund der mein Herz zum schlagen bringt, also mir zeigt das ich leb oder so ähnlich....

    Klingt vermutlich sehr seltsam, aber möglicherweise versteht ja jemand was ich meine und hätte eine Idee für mich

    Danke für alle kommenden Antworten

    ~Grimore
     
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  2. KingOfLions

    KingOfLions Well-Known Member

    Hallo Grimore,

    das ist bei deiner Generation leider ein weit verbreitetes Problem, keinen Sinn im Leben zu finden. Das Problem liegt meistens darin, dass die Eltern selber sehr wenige Werte und daher sehr wenige Interessen gehabt haben bzw. diese nicht an das Kind weitergeben konnten.
    Um deinen Weg im Leben zu finden musst Du einen Bauchladen an Alternativen haben, aus denen Du dich dann deinen Interessen entsprechend entscheiden kannst, wie Du dein Leben in Zukunft gestalten willst. Genauso muss ber dir das Interesse geweckt sein, dich mit neuen Themen auseinanderzusetzen. Das betrifft natürlich auch die Ausbildungen die Du machst, das betrifft auch den Job den Du letztendlich annimmst.

    Den Wert Arbeit leisten zu wollen scheinst Du zu haben. Also scheitert es bei dir wahrscheinlich an den Alternativen.

    Im Grunde geht es jedem jungen Menschen so, dass er sich einmal aus Interesse, Tradition, Familiendruck oder mangels anzehender Alternativen für eine Ausbildung entscheidet. Aber - ein Job ist nicht das Ende, sondern erst der Anfang. Die meisten Jobs bieten die Möglichkeit, sich andere Ausprägungen dieses Jobs, vielleicht auch andere Möglichkeiten mit deiner Ausbildung anzuschauen (hier gilt natürlich - je besser die Ausbildung desto mehr Chancen). Aber auch ganz neue Ideen sind möglich. Fast jeder Mensch geht zu Beginn seines Arbeitslebens einen ausgetretenen Pfad. Ich habe nach der Ausbildung 2 Jahre gebraucht, bis ich den Job hatte der mich interessiert hat ... und das war erst der Anfang.

    Was ich dir raten kann: schau' einmal an, was Du gerne gemacht hast. Was Du vielleicht schon seit der Volks-/Grundschule gerne gemacht hast. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, aus dem was dich interessiert in Kombination mit deiner Ausbildung etwas zu machen, in dem Du richtig gut bist, das dir auch Spaß macht. Vielleicht findet sich aber auch in deinen Interessen letztendlich das, was Du wirklich machen willst.

    Es wird zwar viel davon geredet, dass Du für deine Themen "brennen" sollst ... aber das ist halt nicht allen Menschen vergönnt. Viele Menschen machen auch einfach einen Job um sich zu ernähren. Und betreiben nebenbei ein Hobby, das ihnen die notwendige Befriedigung, das Selbstbewusstsein und die Entspannung bringt. Und nicht erst einmal wurde aus einem Hobby später auch ein Beruf ....

    Sei etwas geduldig mit dir ... arbeite und lerne, lerne dich selber kennen, deine Interessen, deine Stärken ... dann wird sich auch dein Weg zeigen.
     
    ArsVivendi1957 gefällt das.
  3. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Hallo Grimore,

    wenn ich deinen Text lese, fällt mir der frühere Mitschüler meiner Tochter ein. Er hat direkt nach seinem Abitur BWL studieren wollen. Weil er sich aber plötzlich nicht mehr so sicher war, ob er das für den "Rest seines Lebens" gut finden würde, hat er sich entschlossen erst einmal ein Jahr nach Australien zu gehen, um dort als Backpacker zu arbeiten und unterwegs zu sein. Inzwischen ist er schon lange wieder zurück, hat studiert und ist Lehrer in Norddeutschland.

    Mir fällt bei deinem Text spontan ein Auslandsjahr, z. B. als Erasmusstudent, ein. Auch das sog. Freiwillige Soziale Jahr kann eine sehr lohnende Sache sein, um sich erst einmal über den 'Sinn des Lebens' klar zu werden.

    Bezieht sich die von dir beschriebene Gleichgültigkeit auf dein komplettes Leben? Konkretisiere einmal. Wissen deine Eltern von deinen Sorgen, deine Freunde?
     
    ArsVivendi1957 und Walter gefällt das.
  4. Grimore

    Grimore New Member

    Hallo,

    mit der gleichgültigkeit meine ich zum Beispiel, dass es mir egal ist beim Fußball (Hobby) zu verlieren, eine schlechte Note zu schreiben, halt alles was mich mal wirklich aufgeregt hat lässt mich einfach kalt. Ich weiß nicht wie ich es anders erklären soll....

    Ich habe schon mit meinen Freunden geredet, diese meinten, dass ich vielleicht einfach ein enues Hobby oder abwechslung brauche und haben mit mir viele Sachen ausprobiert.

    --------------------------------

    Das Problem mit einem Auslandsjahr, Auslandsemester oder dem FSJ ist , dass ich momentan nict einfach meine Ausbildung aufgeben möchte.
     
  5. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    ... na dann scheint dir ja doch nicht alles so egal zu sein.

    Ich hatte nichts davon geschrieben, dass du deine Ausbildung unterbrechen - oder gar abbrechen - sollst.
     
  6. Grimore

    Grimore New Member

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    Das wollte ich dir garnicht unterstellen - Ich wollte nur damit sagen das es Momentan! dazu keine Mglichkeit gibt ...
     
  7. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Dann bitte ich dich, dich ein wenig klarer auszudrücken.

    Seit wann hast du denn dieses Gefühl, dass dir alles irgendwie egal ist? Gibt es hierfür einen bestimmten Grund? Liebeskummer etwa (ist jetzt nur ein Beispiel).
     
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  8. ArsVivendi1957

    ArsVivendi1957 Active Member

    Lieber Grimore!

    Ich bin Vater von 2 Söhnen und der eine studiert an einer Universität und der andere an einer Fachhochschule. Sie habe beide klare Ziele vor Augen und das ist beruflich erfolgreich zu sein und parallel dazu die gesunde Persönlichkeitsentwicklung und zwar einhergehend mit der fachlichen Ausbildung.

    Nun ich mag nach den ersten Zeilen als "Klugscheisser" gelten, dem ist aber nicht so, denn warum dies meine Söhne mit Freude und Lebenssins begehen, hat mit dem zu tun, dass ich/wir als Eltern eine ganz wichtige Eigenschaft den Söhnen beigebracht haben, nämlich die eigene Verantwortung zu tragen wohin es gehen soll und das Zaubermittel für die Persönlichkeit, nämlich den eigenen Ehrgeiz als Salz in der Suppe zu entwickeln.

    Ob das nun Deine Eltern ebenso verfolgt haben, oder wie es eben die meisten tun, Dich in eine Bahn lenken ohne Deine wahren Eigenschaften zu berücksichtigen, das kannst nur Du beantworten. Wenn dem aber so ist und wie erwähnt tun das die meisten Eltern, dass strecke den Finger in die Luft und spüre Dich, was Du wirklich liebst, was Du wirklich tun willst und vor allem, was kann mich glücklich oder noch besser, was kann mich erfüllen.

    Ob das nun das Ausland ist mit dem Effekt andere Kuluturen und deren Sprachen zu erlernen, ja da bin ich in Pole-Position und sprechen ja auch nebst Deutsch sehr gut Englisch, Französisch und Italienisch. Übrigens meine beiden Söhne auch......!

    Der Weg ist das Ziel und das fängt alles mit Deinen tief empfundenen Gefühlen ins Gleichgewicht gebrachte Bewusstsein. Beides muss stimmen, sonst liegt es einseitig und ja nur mit Geist unterwegs zu sein, bedeutet willkommen in der oberflächlichen Gesellschaft und wenn es nur die Gefühle sind, dann ist man ein Träumer oder evt. sogar ein Künstler........ Beides im Gleichgewicht behalten. Ein Kunststück, dass eher selten als die Regel ist, aber ich glaube an Dich, weil Deine Worte und Zeilen das zum Ausdruck bringen!

    Bis bald, ciao Richard alias Ars Vivendi
     

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