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Spiritualität und Kinder

Dieses Thema im Forum "Eltern und Kinder" wurde erstellt von Syndra, 31 August 2004.

  1. Syndra

    Syndra Active Member

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    Hallo zusammen,

    ich habe mich entschieden der Philosophie von N.D.Walsh und den geistigen Gesetzen zu *folgen* und versuche dies in meinem Alltag umzusetzen.
    Nicht immer leicht, wie ihr sicher selbst erfahren habt... :)
    Tja, und da nunmal zwei Kinder mich als Mutter ausgesucht haben und ich als *spiritueller Neuling* noch selber üben muss, frage ich mich, wie ihr eure Kinder *erzieht*? Nur ein Beispiel von heute Morgen: Meine Tochter hat nach dem Aufstehen beschlossen nicht in den Kiga zu gehen. Ich sagte ihr, dass sie es ihrer Erzieherin mitteilen soll und dann wieder mit heim kommt. Es fiel ihr schwer und sie schien sich zu genieren, aber sie sagte es und kam wieder mit. Und während ich dachte, es ist ihre Entscheidung, lief trotzdem das volle *Elternprogramm* in mir ab...*Sie muss lernen, dass nicht alles nach ihrem Kopf geht... Auch Unangenehmes muss getan werden ... Sie kann doch nicht einfach schwänzen...* Und mein Sohn? Eben saß er auf meinem Schreibtisch und bemalte selig den Monitor mit schwarzen Permanentedding. Ich sagte *Nein!*, setzte ihn runter, kramte Zahnpasta raus und reinigte das Teil. Währenddessen lag der Kleine auf dem Boden und weinte sich fast heiser. Versteht mich nicht falsch, ich habe kein Problem mit seiner Wut oder seinem Traurigsein, das ist völlig in Ordnung. Nur weiß ich nicht, ob es so wichtig ist ein *Ding* zu beschützen. Es ist nicht einfach Grenzen zu setzen und *Macht* zu haben, jedesmal muss man abschätzen und überlegen. *jaja, jammerjammerjüh* :rolleyes:

    Wie macht ihr das?

    Liebe Grüße,

    Syndra
     
  2. Alex

    Alex Well-Known Member

    Hallo Syndra,

    es geht nicht darum Kinder ohne Grenzen zu erziehen, sonder mehr ihnen zu zeigen wie man mit Grenzen umgeht.
    Den eigenen Raum in der Begrenztheit zu nutzen und sich mit Grenzen zu entfalten.

    Für mich ist auch klar, das Kinder erst mal Grenzen brauchen. Das Grenzen halt geben und Orientierung für das Kind. Auch werde ich meinem Kind kein spezielles spirtuelles Ausbildungsprogramm verordnen :megaphon:
    Es wächst einfach mit uns auf.

    Mein Tipp:
    Handle aus dem Herzen und folge mehr deinem Gefühl und Instinkt und weniger dem was du liest und denkst.

    liebe Grüße

    Alexander
     
  3. nopain

    nopain Member

    Nicht immer ganz so einfach..

    Hallo, meine Liebe!
    Was du hier schreibst, ist mir nur zu bekannt!
    Auch ich war bei der Erziehung meiner Tochter immer im Zwiespalt, was denn nun richtig sei.
    Prinzipiell bin ich ein absoluter "Hasser" von vorgefertigten Hirarchien, denen Anerkennung usw.
    Kurz und knapp:
    Die Gesellschaft in der ich lebe, halte ich mitsammt ihren Strukturen, so wie sie ist, für eine Katastrophe- trotzdem ist es meine Pflicht, mein Kind darauf vorzubereiten, da ich nicht die möglichkeit habe, ihm eine andere zu bieten.
    Soll heißen- dem Nachwuchs nicht beizubringen, daß es Instanzen gibt, denen man sich zwangsläufig, zumindestens temporär, unterzuordnen hat, wäre ein Verbrechen.
    Hört sich vielleicht schlimm an, kann aber nicht ganz verkehrt sein- Ich, ewig allein erziehend- Tochter wird 23 - weiß was sie will- kann sich durchsetzen- lebt trotzdem noch bei mir.
    Ganz liebe Grüße, Claus.
     
  4. Syndra

    Syndra Active Member

    Hmm...

    Hallo,

    vielen Dank für eure Antworten. Alex, Du sagst, dass Kinder Grenzen brauchen. Da stimme ich mit Dir überein. Nur finde ich es mitunter anstrengend abzuwägen, wo ich Grenzen setzen muss. Wenn ich nur mit dem Herzen entscheide, wie Du empfiehlst, dann würde ich nicht allzu viele Grenzen setzen. Nur leider ist es meine *Pflicht* meine Kinder auf die Welt vorzubereiten, wie nopain es auch sieht. Und mit dem Herzen ist es so eine Sache... Ich kenne niemanden persönlich, der frei von Konditionierungen ist und weise aus seinem Herzen heraus lebt. Um mich zu orientieren, bleiben mir also nur Bücher von Menschen, die gesucht und etwas gefunden haben. Das hilft mir zu entscheiden, was für mich wahr ist und was nicht. Bücher sind wertvoll, wenn man sie nicht buchstäblich und unreflektiert für wahr hält. Aber sie sind Wegweiser. Ich lese, dann probiere ich aus, was ich gelesen habe und wenn es mir hilft, dann *verfrachte* ich es in mein Herz und handle daraus. Meine Methode zu lernen. Nopain, ich freue mich, dass Deine Tochter *noch* mit Dir redet, das erhoffe ich mir auch von meinen Kindern... :)

    Liebe Grüße und eine gute Nacht wünscht,

    Syndra
     
  5. Alex

    Alex Well-Known Member

    Hallo Syndra,

    man kann Grenzen auch aus dem Herzen ziehen.
    Es kommt dann einfach anders rüber. (So meinte ich das)

    Wenn ich zurückdenke als ich Kind war fand ich die Grenzen nicht wirklich schlimm, sondern die Härte und das Gefühl nicht geliebt zu werden.

    und....
    Selbstverständlich muss man sich eine Meinung bilden über die Art wie man Erziehung gestalten will (Anschauunguntericht bei anderen, Bücher, usw), mach ich auch nicht anders.

    liebe Grüße

    Alexander
     
  6. Syndra

    Syndra Active Member

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    Oh, dass denke ich auch...

    Lieber Alex,

    ich liebe meine Kinder und deswegen setze ich ihnen liebevoll Grenzen. Mit Herz. (Ich finde es sehr schwierig im Netz zu kommunizieren, ich kann schlecht ausdrücken, was ich wirklich meine und interpretiere oft *falsch*...)
    Bevor ich Kinder hatte und sie mir gewünscht habe, dachte ich, Mutter sein, wäre einfach, wenn man liebt. Aber jetzt weiß ich, dass es unter anderem bedeutet, eine Grenze zu setzen, die Kinder dagegen an laufen zu lassen, es auszuhalten, dass sie nicht einverstanden sind und sie jedesmal letzlich einen Schritt weitergehen zu lassen , und zwar so, dass sie glauben sich durchgesetzt zu haben, obwohl man ihren Schritt *geplant* hat. Das ist harte Arbeit und wenn ich mir nicht sicher bin, ob die von mir gesetzte Grenze *vernünftig* ist, ob sie sie wirklich von Herzen kommt oder mir eingeredet wurde, dann wird es sehr schwierig für mich. Mir ist schon klar, das *Fehler* zum prozess gehören und nehme sie längst nicht mehr persönlich, nur geht es um meine Kinder... :rolleyes:

    Liebe Grüße,

    Syndra
     
  7. Alex

    Alex Well-Known Member

    Liebe Syndra,

    ja, sehe ich auch so.

    Ich finde es gut wie sehr du dich damit auseinandersetzt. Es geht also nur um das Feintuning.
    Könnte es sein das sich dein Sohn gerade etwas von dir abwendet. Vielleicht verursacht dadurch das dein Tochter mehr Raum einnimmt und du dich vielleicht ihr leichter zuwenden kannst?

    liebe Grüße

    Alexander
     

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