Streit-Auseinandersetzungen- in Freundschaften??Freundschaft trotz eigener Probleme??

Dieses Thema im Forum 'Freundschaft, Freunde finden,Probleme mit Freunden' wurde von Rosa Li gestartet, 24 September 2011.

  1. Rosa Li Member

    Ich bin 38 Jahre.Erst jetzt werde ich langsam fähig Freundschaften aufzubauen.Ich habe mich aus einer krank machenden Beziehung vor einem Jahr gelöst.War mit einem Alkoholiker zusammen.Erst jetzt fange ich an zu leben und mir geht es von Tag zuTag besser.Mache auch noch Therapie.Aus dieser Zeit ist eine Freundschaft entstanden.Sie arbeitet an sich und ich auch.Aber gerade die letzte Zeit kamen wir immer wieder an den Punkt wo uns am anderem etwas gestört hat und wir es auch ausgesprochen haben.Heute ist es allerdings ekaliert.Ein normales Gespräch war nicht mehr möglich!!Sie meinte ich würde zu viel jammern....Aber kann man gegenüber einer Freundin auch nicht mal jammern??Gehört das nicht in eine Freundschaft??Kennt ihr das auch das auch am anderem etwas stört und ihr es einfach sagen müsst??Ist es da bei Euch acuh schon mal eskaliert??Wenn man selbst noch an sich arbeitet trifft man eben auch auf Menschen bei denen es so ist!!Aber das haut dann meist nicht hin!!Kennt ihr das auch??
  2. Lucille Well-Known Member

    Kommt darauf an, um was es geht.
    Kommt auch darauf an, ob Du eine Verhaltensweise kritisierst oder ob Deine Freundin sich als Mensch angegriffen fühlt.

    Kritik üben ist eine sehr sensible Angelegenheit.

    LG
    Lucille
  3. Rosa Li Member

    Das stimmt.Sie hat immer sehr viel von sich selbst gesprochen.Und wenn sie mich nach etwas fragte was mich betrifft dann hat sie zugehört und dann erzählte sie wieder vo sich selbst.Das hat mich zunehmenst gstört und das hab ich versucht ihr zu sagen.Dann hat sie kuz etwas dazu gesagt und hat wieder von sich selbst erzählt!!Dann fing sie an mir sämtliche Sachen aufzuzählen die sie an mir stören.Unter anderem ich würde mich darüber beschweren wegem meinem Auto weil ich meinte das ich viel Geld für Benzin ausgeben.Vor einiger ZEit meinte sie ich würde mich wegen Geld zu sehr beschweren......
  4. Lucille Well-Known Member

    Vielleicht solltet Ihr Eure Freundschaft überdenken.
    Stimmt denn die Chemie zwischen Euch?

    Eine gute Freundschaft kann vieles ertragen Sie soll und kann den anderen auffangen, aufbauen - aber kein Mensch sieht einen persönlichen Gewinn darin, sich permanent kritisieren zu lassen. Um sich dann selbst immer wieder zu rechtfertigen.
    Reinfriede gefällt dies.
  5. Rosa Li Member

    Ja überdenken.Das hab ich mir auch schon gedacht!!ICh brauche jetzt wohl auch eine Zeit um darüber nachzdenken.Vor allem ist sie mr ein wenig zu weitgeganegn!Sie meinte warum einer meiner Freundschaften zerplatzt wäre.Warum das so war das weiß sie.Das fand ich ungerecht.Ich glaub es geht auch darum nee Freundschaften zu finden.Damit tu ich mir schwer.Da ich noch in der Veränderung bin.Hatte mich bisher nur an Menschen rangetraut die selber in Problemen steckten.da wußte ich das ie mich verstehen konntn
  6. Rosa Li Member

    Hatte deine Anwort gestern leider nicht mehr mtbekommen.
  7. Hortensie Well-Known Member

    Aus der Zeit der Therapie ist eine Freundschaft entstanden...
    Hm das kenne ich aus meinem Umfeld....diese Freundschaften haben meines Erachtens keine Zukunft. Ich kann das nicht beschreiben, ich bin nur ein Laie, aber so hat keiner die Chance gesund zu werden. Ich sage es mal mit meinen Worten, auch wenn es doof klingt. Wenn du krank bist, sollst du lieber eine gesunde Freundschaft aufbauen und keine kranke. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine. Eine Freundschaft trotz eigener Probleme würde gehen, so lange dein Gegenüber keine Probleme hat. Haben beide Probleme, werden sich weitere Probleme ergeben und ein Ende der Freundschaft ist vorprogrammiert.
    Spätzin, Lucille und Reinfriede gefällt dies.
  8. Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Rosa Li!

    Ich sehe das ähnlich wie Eberesche.

    Wenn Freundschaften in Therapiezeiten entstehen, dann haben sie eine (gute) Funktion.

    Die Funktion besteht auch darin, dem anderen aufgrund der eigenen Erlebnisse ein verstehender Zuhörer zu sein und gleichzeitig sicher sein zu können, selbst verstanden zu werden. Das ist ein ganz wichtiger Teil des Heilungsprozesses, das Verstanden-Werden. Und wenn das beiderseits ist, dann passt das gut und kann sehr hilfreich sein und wird manchmal fast als "Verschmelzung" empfunden.

    Wenn man in dem Heilungsprozess weiterkommt, dann kommt zwangsläufig auch der Punkt, an dem man dieses Verstanden-Werden nicht mehr so dringend braucht und man beginnt, sich etwas mehr abzugrenzen.

    Das ist auch völlig normal, kann aber zu Problemen führen, wenn es nicht zeitlich parallel bei beiden gleichzeitig passiert. D.h. der eine möchte sich abgrenzen, der andere ist "noch nicht" soweit.

    Liebe Rosa Li, geh nach Deinem Bauchempfinden. Es ist richtig und gut, dass dieser Prozess weiter fortschreitet. Und wenn es bedeuten sollte, dass diese Freundschaft ein wenig abkühlt, so gehört das auch dazu. Es KANN in dieser Phase auch zu einem Bruch kommen, muss aber nicht.

    Wichtig ist, dass Du Dich - Deinem Impuls entsprechend - gut abgrenzt, auch das muss (manchmal wieder neu) gelernt werden.

    Und klar kann das mit traurigen Emotionen verbunden sein. Aber letztendlich sind diese Prozesse auch eine gute Übung - denn im Leben muss man sich immer wieder abgrenzen können.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
  9. Hortensie Well-Known Member

    ...nicht dass es auch anders laufen kann,... leider habe ich noch keinen Fall erlebt, wo dieser Bruch nicht über kurz oder lang gekommen ist.
    Wie schon gesagt, das sind keine Vermutungen, sondern Erfahrungswerte von Betroffenen. Ich arbeite in einem Umfeld, wo ich das mitbekomme.
  10. Reinfriede Well-Known Member

    Ja, das kann gut sein. Ich sehe auch einen möglichen Bruch positiv, zeigt er doch an, dass man gelernt hat, sich erfolgreich abzugrenzen - auch wenns wehtun sollte.

    Es ist auch wichtig, dass man irgendwann mal soweit ist zu sagen: Bis hierher und nicht weiter, das ist jetzt ein Übergriff. Oft nimmt man durch jahrelange "Gehirnwäsche" Übergriffe gar nicht mehr wahr und so gesehen kann diese Entwicklung nur positiv sein.

    Die Konsequenz (Bruch) zu ziehen, ist eine große Leistung vor so manchem jahrelangen oder jahrzehntelangem Hintergrund.

    Oder man schafft es, die Freundschaft auf einer anderen - distanzierteren Basis - zu erhalten, das ist auch ein Erfolg.

    Aber ich sehe es an sich als guten Parameter an, wenn sich eine therapeutisch begonnene Beziehung in diese Richtung (ich nehme übergriffiges Verhalten wahr) entwickeln sollte.

    Da tut sich etwas in mir, da habe ich etwas gelernt, da bin ich wo stärker und fürsorglicher mir selbst gegenüber geworden. Das ist im Grunde genommen unbezahlbar.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
  11. Rosa Li Member

    Hallo Eberesche.Diese Freundschaften stehn wohl tatsächlich unter einem schwierigen Stern.DAs diese gar keine Zukunft haben glaub ich nicht.Aber es ist schwierig wenn der eine weiter voran gekommen ist und der andere hinerherhinkt.z.Bp.das führt meist zu längeren Abstandsphasen-meiner Meinung nach!!
  12. Rosa Li Member

    Hallo Reinfriede.Sicherlich ist es sehr anenehm.Da ist jemand der einem in dem eigenen Leid gut verstehen kann.Das verbindet.Sicherlich lernt man auch voneinander.Klar Grenzen ziehn lernt man auch.NOrmal ist es ein Prozeß wo jeder darfan wachsen und reifen kann.Vor allem weil meiner Meinung nach Verletzbarkeit und Kränkbarkeit bei beiden auch eine wichtige Rolle spielt,dies fordert einen dazu raus dieses auch anzusprechen und wünsche zu äußern.Auch nicht gerade einfach das ganze!!
  13. Rosa Li Member

    klar bräuchte er "kranke" einen "gesunden" an seiner Seite!!Aber oft verstehen die "die GEsunden(obwohl die auch oft nich gesund sind) den "kranken" nicht.Haben oft nicht die nötige Geduld ??Und schmeißen das Handtuch ot sehr schnell??Ich tue mir schwer mit Menschen die nicht an sich arbeiten und nicht vorankommen wollen und in Situationen leben die ihnen nicht gut tun aber da auch nicht raus wollen......usw....
  14. Rosa Li Member

    ich glaube auch das in allen zwischenmenschlichen Freundschaften und BEziehungen Nähe und Distanz eine sehr wichtige Rolle spielen.Die Balance zu finden ist wohl die Kunst dabei.Und zu wissen wieviel einem gut tut und wie es für einen selber stimmt!!
    ELLA und Lucille gefällt dies.
  15. Hortensie Well-Known Member

    Ja, das wäre gut, wenn es so wäre. Dieses Abgrenzen ist für psychisch Angeschlagene sehr sehr schwierig. Was ich so mitbekomme ist der Kontakt entweder wie Rosa Li schon schrieb, mit sehr viel Nähe oder enormer Distanz. Ich sehe da selten ein Mittelding.
    Ja, es gibt auch Gesunde, die nicht an sich arbeiten... Viele der "Kranken" drehen sich ja im Kreis und sind nicht einsichtig. Es ist immer wieder das Gleiche, da tut man sich als "Gesunder" schon schwer. "Geduld" ist da untertrieben. Vielleicht haben Freudschaften nach der Therapie ja mehr Erfolg.
    Das Problem wird sein, der eine gesundet vielleicht schneller als der andere; dann muss man es einfach als positive Bereicherung nehmen und die Freundschaft in guter Erinnerung behalten. Wenn beide krank bleiben, wird es glaube ich mit niemandem funktionieren.
    Eberesche
    Spätzin, ChrisTina, abetterway und 2 anderen gefällt dies.
  16. Hmmm,

    also meine derzeitige Lebensgefährtin hat einige Freunde und Freundinnen aus ihrer Therapiezeit - und dies sind ihre besten Freundinnen..... schon seit 15 Jahren!
    (Sie kann mit ihren Nicht-Therapie-Freundinnen, und das sind teilweise noch ältere Freundinnen, garnicht mehr so viel anfangen.... weil die Themen einfach nicht mehr die selben sind.)

    Vor zwei Jahren war sie auf Reha und danach noch ein paar Wochen in einer Gruppe hier vor Ort. Hier schienen sich zunächst auch Freundschaften zu bilden..... doch die scheiterten dann alle.

    Was ist der Unterschied:
    In meinen Augen sind die alten Therapie-Freundschaften gleichwertige Freundschaften, in welcher jeder über seine Probleme redet, ..... und dazu auch Eindrücke und Hinweise vom Anderen bekommt...... aber keiner verwendet den anderen als Krücke.... Und es wird auch nicht gejammert, sondern jeder übernimmt für sich selbst die Verantwortung.
    Die neuen "Freundinnen" von der Reha-Nachsorge waren ständig nur am Jammern..... und als meine Lebensgefärtin diesen Stories dann nicht mehr zuhören wollte..... hat sich schließlich keiner der Beteiligten mehr gemeldet.

    Vielleicht hängt also alles einfach nur davon ab, wie man die Freundschaften führt....
    ob man sich austauscht, oder nur eine Krücke sucht......

    Einen lieben Gruß

    Innere Freiheit
    Eberesche gefällt dies.
  17. Silence Well-Known Member

    Hallo und herzlich willkommen, liebe Rosa Li / sehr schöner Nick, gefält mir ( btw :) )

    Ich kann jezt nur von meiner Freundschaft sprechen.
    Wenn man Freundin anruft, kann sie eigentlich alles loswerden, was sie belastet. Weil ich weiß, daß es ihr danach besser geht und ebenso kann ich das selbige bei ihr machen. Freundschaft basiert in meinen Augen auf Authentztät und Ehrlichkeit.
    Wenn ich dem einen etwas vorspiele, gemäß dem Motto " eigentlich gehts mir ja ziemlich miserabel, aber das zeige ich nicht ", verstelle ich mich .

    Und dieses " Verstellen " halte ich für keine gute Basis. Es gibt natürlich Dinge, wo ich denke, daß ich das erstmal mit mir alleine verarbeiten muß, aber da meine Freundin und ich auf einer Wellenlänge schwingen, merkt sie eh , wenn etwas nicht stimmt.

    Daher ist dieses " Jammern " doch völlig okay, ich laße sie jammern und sie mich. Danach gehts uns beiden besser und wir können mit der Problemlösung anfangen.

    Ich würds nicht mehr für eine Freundschaft halten, wenn man alles schönredet, was nicht mehr schön zu reden ist.

    Aber umgedreht können wir natürlich auch über viele Dinge lachen, danach. Jammern kann wie eine Befreiung sein, für mich jedenfalls.

    Jedoch hat jede Freundschaft ihre eigene Dynamik, macmal ist einfach die Luft raus, vielleicht ist die Freundschaft dann nicht stabil genug gewesen.

    Viele Grüße u nd alles Gute,

    silence
  18. Rosa Li Member

    Sorry,gestern hatte einen 11 Stunden-Tag und konnte daher nicht mehr schreiben.Die besagte Freundin kenne ich von der Al-Anon-Selbsthilfegruppe,zu der ich allerdings nicht mehr gehe.Also eine klassische Therapiefreundschaft in dem Sinne ist es nicht
  19. Rosa Li Member

    Hallo Silence-Danke für Deine Antwort.Ich bin schwer am überlegen ob die Freundschaft eineFreundschaft ist die ich wünsche.Ich kann mich an einen Abend erinnern wo ich enttäuscht war.Wir fuhrenin die Disco.Gingen vorher auf ein Sonnwendfeuer.Ich ging austreten und bin mit samt meiner Ausgehschuhe in ein Jaucheoch getreten.Ich war total zweifelt.Ein Schuh war völlig durchgeweicht gewesen.Ich war kurz vor meinen Tagen und da bringt mich sowas total aus der Bahn.Ich war völlig verzweifelt.Irgendwie ließ mich meine Freundin völlig allein damit.Kein Trost oder die Frage ob sie mir hefen könnte..........Was sagt ihr zu??
  20. Rosa Li Member

    Hallo Innere Freiheit.Meine Freundin ist eigentlich keine Krücke für mich.Ich für meine Freundin wohl bedingt!Jammern-Ich mach mir mittlerweile sehr viele Gedanken übers Jammern.´Jammern kann ich nur bei sehr nahestehenden Menschen mit denen ich über meine Tiéfsten Probleme reden kann.Jammern ist es ja nur dann wenn man sich laufendwiederholt-was ja wiederum bedeutet das man festhängt und sichHilfe oder Unterstützung vom andern erhofft??Was wohl auch damit zu tun hat das man vielleicht wirklich keine Verantwortung für sich selbst in diesem Moment übernehmen kann!!Durch Jammern kann man Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommen??Ich Habe wohl sehr demonstrativ gejammert weil ich manchmal nicht in der Lage war meine Wünche zu äußern und ich mich über etwas geärgert habewo ich nicht den Mut hatte es auf normale Art und Weise anzusprechen.

Die Seite empfehlen