Therapie Ende.... Nichts hat sich geändert...

Dieses Thema im Forum 'Sinnsuche' wurde von someone gestartet, 3 Dezember 2010.

  1. someone Member

    AW: Therapie Ende.... Nichts hat sich geändert...

    Hallo Reinfriede,

    natürlich stehe ich hinter meinem Sohn. Für mich ist die Beule nicht schlimm. Und es geht auch nicht um die Beule. Es geht darum, das ich das Gefühl habe, das er vielleicht einen Unfall hatte und nichts sagt.
    Und es geht darum, das ich das Gefühl habe, in der Erziehung alles falsch gemacht zu haben.
    Das Verhältnis zwischen ihm und meinem Mann ist auch irgendwie nicht da.
    Er kann mit allem zu mir kommen, das versuche ich ihm auch immer zu vermitteln. Aber er tut es nichts. Mit nichts. Ich seh ihn ja kaum, selbst wenn er zuhause ist, von der Arbeit kommt, ist er in seinem Zimmer am PC, oder er trifft sich mit seinen Freunden ( was er früher nie tat ). Ich weiss gar nicht, was er denkt oder fühlt. Und das macht mich total trauig.
    someone
  2. seifenblase Member

    AW: Therapie Ende.... Nichts hat sich geändert...

    liebe someone,
    dein sohn ist ein junger mann.......den musst du loslassen.
    ob du willst oder nicht.

    aber die sache mit deinem mann: die musst DU ändern.
    und mAn bald.

    diese beziehung zieht dich schon seit langer zeit runter.
    bitte überleg dir, wie du das ändern kannst.

    wenn dein mann zu keiner beziehungsarbeit bereit ist, dann wäre es an der zeit, dass du dir dein eigenes leben strickst - und dich diesbezüglich aus der zwangsjacke mit deinem mann befreist.

    denk mal darüber nach, was an deiner jetzigen bezihung noch stimmig ist.

    es gibt nichts positiv zu sehen, wenn´s einfach nicht mehr positiv ist.

    someone,
    hör in dich rein und schau, wie du dein leben künftig gestalten und leben willst.
    so kann´s nicht weitergehen, wenn du glücklich sein willst.

    was ist zu ändern?

    und wie?

    da dran musst du weiter arbeiten.
  3. someone Member

    AW: Therapie Ende.... Nichts hat sich geändert...

    Liebe Seifenblase,

    im Prinzip stimme ich Dir zu, das ICH was ändern muss.
    Leider sind meine Versuche dahingehend alle fehl geschlagen ( jeder macht sein eigenes Ding usw.)
    Und für eine Trennung bin ich halt schon zu alt und die Gegebenheiten dafür sind nun mal mehr als ungünstig.
    So muss ich halt versuchen das Beste aus der Beziehung zu machen.
    Ich versuche weiterhin mein Leben zu leben und es so hinzunehmen wie es eben ist.

    Was meinen Sohn anbetrifft, weiss ich nicht , was mich mehr runterzieht. Aber auch das muss ich nehmen wie es ist.

    Vielen Dank für Deine Antwort
    Alles Liebe
    someone
  4. Reinfriede Well-Known Member

    AW: Therapie Ende.... Nichts hat sich geändert...

    Liebe Someone!

    Du kannst das so sehen.

    Du könntest es aber auch so sehen:

    Ich freue mich, dass mein Sohn nun erwachsen wird. Er braucht mir nicht mehr alles zu erzählen, er beginnt nun, das Leben auch ohne Mama zu leben.

    Du kannst diese Ablösungsphase betrauern, Du kannst Dich aber auch daran erfreuen.

    War es nicht schon immer so? Zuerst freut man sich, wenn sie alleine laufen können, dann freut man sich, wenn sie alleine radfahren können, nun beginnt er, alleine zu leben. Und das meine ich nicht räumlich.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
  5. someone Member

    AW: Therapie Ende.... Nichts hat sich geändert...

    Es hat eh alles keinen Sinn mehr. Eben hat mein Mann mich beschuldigt, ich wäre total besoffen. Er hat mich beschimpft vor meiner Tochter.
    Ich weiss nicht mehr was ich noch tun soll?
    Hat eh alles keinen Sinn mehr.
  6. Hortensie Well-Known Member

    AW: Therapie Ende.... Nichts hat sich geändert...

    Wie verhält sich deine Tochter dann?
    Es zeigt doch, dass er keinen Respekt vor dir hat. Warum machst du das noch mit?
    Was könnte dir schlimmstenfalls passieren, wenn du dich trennst?
    Geh´ doch einfach mal zum Anwalt und lass dich beraten. Das erste Gespräch kostet, soweit ich informiert bin, nichts.
    Wenn es für dich so keinen Sinn hat, dann ändere deine Situation.
    Die Kinder sind "groß". Vielleicht gehen sie mit, wenn du gehen solltest, vielleicht bleiben sie. Das ist im Prinzip egal, du musst dafür sorgen, dass es dir gut geht. Was sollen die Kinder mit dir, wenn du dich so verhältst? Meinst du sie haben Lust sich das anzuschauen? Es ist auch ein Zeichen von Stärke, wenn du dir das nicht mehr bieten läßt.
    Dass sie vor ihrem Vater keinen Respekt haben ergibt sich auch aus seinem Verhalten dir gegenüber.
    Zur finanziellen Situation brauchst du mir nichts zu erzählen. Mein Ex hatte mich damals sozusagen gezwungen einen weiteren Kredit für einen fiktiven Anbau zu unterschreiben. (Wir hatten schon zwei zum Höchstzinssatz!)Ich wollte nicht, aber hatte nicht so recht die Wahl. Zu dem Zeitpunkt war unsere Ehe eigentlich schon gelaufen. Letztdendlich haben wir uns dann ja doch getrennt. Er hat alles mitgenommen, was einigermaßen Wert hatte, mir ließ er den Müll da. Ich hatte damals auch nichts, obwohl ich gearbeitet habe.
    Ich hatte die Kinder, er zahlte keinen Unterhalt. Ich hatte die Laufereien und die Kosten. Dennoch habe ich es geschafft. Ich hatte weniger Geld und Wohnfläche als die Hälfte, doch gefühlt war ich weitaus reicher als vorher.
    Ich bin wohl am Tag 3 mal zur Bank gegangen um zu schauen, ob Geld da ist, es war eine schwere Zeit. Ich bin zum Schluss um uns etwas zum Essen kaufen zu können sogar nachts arbeiten gegangen. Sicher war ich völlig am Ende, dennoch war es ein guter Anfang......im Nachhinein angeschaut.
    Im Prinzip kann man sich nicht vorstellen, wie es kommt. Ich hatte auch unheimliche Existenzängste, meine Kinder waren ja jünger als deine. Die waren in der Vollpubertät. Das kam noch dazu. Ich hatte erst den schwarzen Peter...bei allen (incl. meiner Kinder)...mit der Zeit haben dann alle festgestellt, wie es wirklich war. Jetzt nach mehr als 10 Jahren kam sogar fast etwas wie eine Entschuldigung von meiner Ex Schwiegermutter. Egal, ich habe damit abgeschlossen...was ich von einigen Menschen aus meiner Schwiegerfamilie nicht behaupten kann. Ich finde es schade für sie. Ich kann den Leuten ins Gesicht schauen und bin in der Beziehung mit mir im Reinen.
    Someone, dein Leben ist doch nicht zuende. Wenn du frei bist, ergeben sich viele Möglichkeiten.
  7. shinystar New Member

    AW: Therapie Ende.... Nichts hat sich geändert...

    Diese Existenzängste...:biss:

    man glaubt immer, dass unser wohlstand
    ein haufen e-geräte, dies und das neue technologien usw. uns glücklich macht
    doch in wirklichkeit sind viel denke ich wohlstandskrank

    ich denke vieles wäre einfacher wenn wir einfach
    einfacher leben würden
    obwohl sich das sicher einfach anhört,
    aber zum einfach leben muss man einfach nur
    hier und jetzt leben und fertig!
    diese sorglosigkeit die ich hier irgendwie beschreibe ist für MICH teilweise überlebenswichtig geworden,
    denn sonst würd ich im sorgenmeer ertrinken...

    mir gehts zumindest so und
    für einen moment kann ich dann sogar auch über mich selbst lachen...

    vielleicht hätte man klare ziele bei der therapie vorher definieren müssen
    an denen es dann zu arbeiten gilt...

    ich denke in beziehungen, familien usw. gehören immer alle mit einbezogen
    sonst ist dass immer so ein katz und maus spiel...
    traurig wenn eltern sich gegenseitig demütigen vor den kindern ... schlimm!!!
    aber die wenigsten sind tatsächlich gute vorbilder für ihre kinder :escape:

    freundliche grüße
    und dennoch alles gute
  8. vittella Guest

    Zivilisatiionskrankheit..

    Theoretisch bin ich derselben Meinung....viele Probleme kommen auf weil zuviel Zeit zum Sinnfreien Nachdenken da ist, dank all den Geräten die uns die Arbeit abnehmen und uns der Natürlichkeit des Lebens berauben.
    Trotzdem denke ich, hat es einen Sinn die gewonnene Zeit nutzen zu können, aber halt dann nicht um mit Gedanken im Kreis zu drehen und zu Grübeln, sondern um sich mit spirituellen Dingen beschäftigen zu können, denn früher hatten die Menschen zwar noch ein Natürliches Leben und waren mit ihrer täglichen Arbeit ausgefüllt, aber es bleib ihnen keine Zeit auch mal gute Bücher zu lesen und sich über Gott und die Welt viele Gedanken zu machen, eher war es so
    .....und diese Gelegenheit sollte ergriffen werden, weil der Mensch sehr schnell in alle möglichen Süchte verfällt wenn er sich und seinem Leben keinen Sinn, keine Ziele geben kann.

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