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Tibet

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Lebensfragen" wurde erstellt von Regina.Svoboda, 14 Januar 2004.

  1. Regina

    Regina Well-Known Member

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    Tibet
    Tibet
    Tibet

    Ich kenn ein Land, wo die Sonne ewig scheint,
    weil der Himmel sich dort mit der Erde vereint.
    Wo Gespräche Gebete sind
    und das Schweigen Dich nach Hause bringt.

    Jeder möchte heute unschuldig sein,
    jeder wäscht sich heut' die Hände rein,
    doch zwei Provinzen, dass war das Geld
    wofür China Tibet erhält.

    Die Industrie schweigt heut vor dem Land,
    dass sich selbst zum Löwen ernannt,
    dass zerstört, was es nicht versteht,
    und den Glauben einer Welt begräbt,
    meiner Welt begräbt.

    Wir sollten anfangen zu beten,
    wenn wir Völker töten,
    indem wir zusehen und schweigen,
    um uns erkenntlich zu zeigen,
    weil nur Geld ist was zählt,
    wenn die Angst uns quält
    zu wenig zu haben,
    um das Leben zu ertragen,
    dann sollten wir uns fragen:
    Wer wir sind,
    was wir sind,
    wer wir sind,
    was wir sind.

    Ich kenn' ein Land, wo die Sonne ewig scheint,
    weil der Himmel sich dort mit der Erde vereint.
    Wo Gespräche Gebete sind
    und das Schweigen Dich nach Hause bringt.

    Was erzähl'n wir uner'n Kindern
    über Werte und Sünder,
    wenn die Werte die wir lehren
    jeder Wirklichkeit entbehren.
    Sollen wir Bücher verbrennen
    oder sie umbenennen?
    Um die Tage zu zählen
    an denen wir Menschen quälen.
    Um die Geschichte zu wandeln
    und die Werte neu verhandeln,
    von denen wir wissen,
    dass wir sie verteidigen müssen.

    Menschenverachtend
    hat man Menschen verfrachtet,
    ohne Sie zu fragen,
    was denn Sie dazu sagen.
    Weil es dort nicht stört,
    was andere empört,
    weil Sie rechtfertigen können,
    was wir unrecht nennen.

    Wenn nur Geld ist was zählt,
    wenn die Angst uns quält,
    zu wenig zu haben,
    um das Leben zu ertrahen,
    dann sollten wir uns fragen:
    Wer wir sind,
    was wir sind,
    wer wir sind,
    was wir sind.

    Ich kenn' ein Land; wo die Sonne ewig scheint,
    weil der Himmel sich dort mit der Erde vereint.
    Wo Gespräche Gebete sind
    und das Schweigen Dich nach Hause bringt.

    Tibet
    Tibet
    Tibet

    (v.Regina Svoboda)
     
  2. kalypso

    kalypso Member

    hi regina,

    ich finde großartig, was du schreibst!

    alles liebe
    kalypso :blume:
     
  3. Regina

    Regina Well-Known Member

    Dank Dir!

    Freut mich, dass es Dir gefällt.
    LG
    Regina
     
  4. DerWald

    DerWald Active Member

    hallo!

    diese Zeilen deines Gedichtes Tibes, haben mich veranlasst nachzudenken und schon schrieb ich einen Artikel über Reife und Unreife. Man kann speziell bei deinen Zeilen nur über Tibet nachdenken oder man kann sehr weit über Tibet hinaus in die Weite der Menschheit schweifen.
    Liebe Grüsse
     
  5. Alice

    Alice Active Member

    Hallo Regina,
    wunderschön, tieftraurig und wahr ist dein Gedicht.

    Kennst du Tibet aus eigener Erfahrung?
     
  6. Regina

    Regina Well-Known Member

    Hallo Der Wald, Hallo Alice!

    @DerWald
    Tibet, der Umgang mit diesem Land, der Genozid der vor den Augen der Welt betrieben wird ohne Aufschrei oder um es mit den Worten J.A.Lutzenberger (Sunday Times) zu sagen:

    "Die moderne Industriegesellschaft ist eine fanatische Religion. Wir demolieren, vergiften und zerstören alle Lebenssysteme auf diesem Planeten. Wir zeichnen Schuldscheine, die unsere Kinder nicht werden einlösen können...
    Wir handeln als seien wir die letzte Generation auf diesem Planeten. Ohne einem radikalen Wandel in unserem Herzen, in unserem Geist und in unserer Vision wird die Erde enden."

    Ja, das Gedicht führt über Tibet hinaus. Es hinterfrägt die "Normalität".
    wir -die Gesellschaft- ist heute bereit ALLES zu opfern, ihrem neuen Gott Marktwirtschaft.
    Der Jagd nach Wohlstand, "Ruhm"-also Macht und Geld.
    Weil diese Gesselschafft nichts so sehr fürchtet, wie Ihre eigene Endlichkeit.
    Sie vertraut nicht: sich selbst, Ihrer eigenen Natur, Gott...
    SIe sieht das Wunder nicht, das vor Ihren Augen liegt und weil das so ist, ist sie so selbstzerstörerrisch.
    Diese Gesellschafft ist unkritisch, unmündig und gefangen in Ihrer Angst vor Krankheit, Alter und Tod.
    Das ist (für mich) die Traurige Wahrheit.
    Man kann sich das "schön reden".
    Es ändert nichts an der Wirklichkeit.

    @Alice
    Meine Seele ist tief verbunden mit diesem Land.
    Das Land selbst bereisen?
    Es wäre -für mich- ein nicht endender Schmerz.
    Ich werde Indien bereisen...doch noch läßt es die Zeit nicht zu.
    LG
    Regina
     

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