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Zwischen Sebstliebe und Selbsthass...

Dieses Thema im Forum "Lebenskrisen" wurde erstellt von Sunny333, 21 März 2004.

  1. Sunny333

    Sunny333 Well-Known Member

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    Hallo!

    Ich hab die letzen beiden Nächte kaum was geschlafen
    ich hab ständig nachgedacht
    Mir geht was im Kopf rum, was ich mir selbst momentan noch nicht beantworten kann.

    Oft ist es so da steh ich auf, meine Sonne scheint, ich fühl mich gut, der Tag läuft bis auf ein paar kleine Schnitzer glatt und ich mag mich dann.

    Aber oft ist es auch so, ich steh auf fühl mich wie erschlagen guck in den Spiegel und könnte mir selbst eine reinhauen. Dann klappen am Tag einige Dinge nicht, weil ich mir immer denke ich soll mit dem was ich habe zufrieden sein, und wenn ich das nicht bin, dann muss ich mich selbst bestrafen.
    Da plane ich den Tag immer mit Sachen, die mir eigentlich nicht gefallen, zum Beispiel mit viel Zeitdruck, oder einfach Dinge die ich nicht gern mache.
    Und wenn ich das dann so demotiviert durchzieh und es klappt dann irgendwas nicht, dann zweifle ich an meinem Können, zweifle daran, dass ich einen guten Charakter habe, und so einiger massen gut aussehe. In dem Moment kann ich mich selbst nicht ansehen, und der Hass wird mehr, wenn wieder mal was nicht klappt oder ich batschert bin oder sonst was.
    DAs steigert sich dann so, dass in meiner Welt dann die Wut regiert, ich hasse wie ich aussehe, hasse wie ich bin, hasse was ich tue, hasse meine "ungenügende" Leistung. Kurz und gut ich hasse mich selbst.
    Oft passieren aber Dinge, die gar ncht auf meinem Mist gewachsen sind, und auf die ich eigentlich auch gar keinen Einfluss habe, trotzdem mache ich mich selbst dafür verantwortlich, auch wenn es eigentlich "absurd" ist.

    Etwas habe ich schon herausgefunden:
    Ich hasse mich am meisten, wenn ich meinen Körper mit dem meiner Mutter vergleiche, die ungefähr meine Statur hat.
    Ich hasse mich am meisten wenn ich so batschert bin wie meine Mutter und speziell dann wenn ich mich "nicht" automatisch darüber ärgere sondern darüber hinweg gehe wie meine Mutter.
    Ich hasse mich am meisten wenn etwas nicht kapiere, etwas nicht erreiche, oder mein Tagesziel unerreicht bleibt (das muss nicht mal an mir liegen) Ich weiss auch schon dass ich in diesem Falle ein alter Ehrgeizler und Perfektionist bin.

    Und jetzt das Fragenbombardement
    1 Kann es sein, dass ich so leistungsorientiert bin, weil zuhause die Formel lautete:
    Leistung + auf seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche verzichten = Liebe bekommen von Mama und Papa (Freund)?
    2 Ist das jetzt ne Phase, weils mir wg der Sache küzlich (Freund, Auszug, Frauenhaus) nicht so ganz gut geht?
    3 Oder sind das einfach nachwirkungen der beiden "Walzen Mama und Freund"?

    Und ich will dann oft schon raus aus deser Spirale aber die Wut automatsiert sich und sie rollt wie eine große Flutwelle über mich, und zerstört noch den letzten funken Selbstliebe.
    Ich komm da dann von allein nicht mehr raus, da brauch ich dann Leute, du zuerst ernsthaft mir gut zureden, und dann das Gespräch mit viel Humor beenden.
    Oder ich gehe einfach Schlafen (auch wenns erst sechs am Abend ist, wenn keine Person erreichbar ist, die über Überzeugungskraft und Humor verfügt)

    Aber ich will diese Sch........ gar nicht mehr Ich "hasse" das, ich könnte so zufrieden sein, ich könnte mich selbst mögen, ich könnte so viel mehr gutes für mich tun, wenn nicht jeder ungefähr zweite Tag in so einem Muster verlaufen würde!!!

    Mit dieser Wut im Bauch laufe ich mit dem Schädel gegen eine Wand!:wut2:


    OK jetzt hab ich mich über dieses Thema mal richtig ausgelassen.
    Danke für eure Geduld

    Tschüüüüss
    Sunny333
     
  2. Mandy

    Mandy Well-Known Member

    Liebe Sunny

    Ich brauch dann viel Musik (am besten eine, die mich dann noch ein bissl runterzieht), viel Selbstironie und einen Schuß Sarkasmus mir selbst gegenüber - versink dann ein bissl in Selbstmitleid und bedauere mich selbst was das Zeug hält - sonst tut´s ja eh keiner.
    Ich nenn das dann immer "ich pfleg ein bisschen meine Depressionen" :D

    Und dann denk ich mir, ich kann was ganz gut - nämlich so richtig schön leiden, das amüsiert mich dann wieder und am Ende hab ich mich dann wieder ganz lieb und möcht mein Leben mit keinen anderen eintauschen.

    Weißt eh - Humor ist, wenn man trotzdem lacht ...


    Ich wünsch dir schönes Leiden und dass dann die Sonne wieder aufgeht

    Drück dich
    Mandy
     
  3. Seelenfluegel

    Seelenfluegel Well-Known Member

    Liebe Sunny,


    Beginne Dich zu lieben fuer Deine "schlechten" Seiten. Liebe Dich dafuer, dass Du Dich hast. Liebe Dich dafuer, wenn Manches nicht so klappt, wie es sollte.

    Du kannst auch ganz funktional arbeiten, indem Du Deine Ziele und Pläne nicht ganz so hochsteckst. Plane weniger und nimm Dir fuer das, was Du Dir vorgenommen hast mehr Zeit.

    Du bist zur Zeit nicht in einer nicht gerade leichten Situation. Das gibt sich aber mit der Zeit wieder ;)


    alles Gute!

    Chris
     
  4. Sunny333

    Sunny333 Well-Known Member

    das kann ich mir gut vorstellen

    Hallo und guten Morgen

    @ Mandy: richtig genüsslich Leiden - das habe ich mir bisher eigentlich noch nie richtig gegönnt.
    Muss ich glatt mal ausprobieren, aber ich kann mir jetzt schon ganz gut vorstellen, dass das wirkungsvoll ist.
    Wenn Selbstmitleid gar keinen Zweck hätte dann würde es ja gar nicht geben. oder?

    @ Seelenflügel
    Sich selbst auch für seine schlechten Seiten lieben, das ist sehr schwer, ich glaube, dass ich dieses Muster schon sehr lange habe, und deshalb beim kleinsten Anzeichen von "Schieflaufen" automatisiert sich die Wut. Ich denk da noch drüber nach.

    Aber ne Kombi aus beiden Dingen kann ich mir gut vorstellen.
    Dass ich mich ein bisschen bedaure, und dann mich anfangs lieb hab, weil ich so "arm dran" bin. So werd ich mir auf Umwegen ein neues Muster zulegen.

    Dank schön!
    Schönen Tag noch!
    Sunny333 (mit einer Perspektive scheint die Sonne wieder)
     
  5. Kiah

    Kiah Member

    Deine schlechten Seiten grenzen dich auch von anderen ab.
    Sie scheinen dir im Moment wahrscheinlich als nicht allzu nützlich und du würdest sie gerne loswerden, aber überlege doch auch einmal, wieviele von diesen Seiten wirklich schlecht sind und welche du nur als unangenehm empfindest.

    Aus vielen schlechten Eigenschaften lassen sich, indem du sie annimmst, Stärken machen.

    Sieh dir z.B. mal die Models auf den Modeschauen an. vor einigen Jahren wurde noch ein Idealbild gesucht. Entweder man gehörte zur Kaste der Hübschen oder eben nicht.
    Inzwischen werden Charakterbilder gesucht. Ich habe schon viele Models mit eigentlich viel zu goßen Nasen gesehen, oder welche, die man auf der Straße nciht gerade als Hübsch bezeichnen würde.
    Sie verkörpern aber etwas Individuelles.

    Verstehst du,w as ich sagen will? Deine Stärken UND deine Schwächen machen dich erst zu dem,w as du bist.

    Liebe Grüße
    Kiah
    :winken5:
     
  6. Ereschkigal

    Ereschkigal Well-Known Member

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    Liebe Sunny,

    Wut hat eigentlich einen positiven Sinn im Leben. Wenn jemand Deine Grenzen überschreitet und Dich verletzt, ist Wut die Kraft den anderen Dir vom Leibe zu halten, zu sagen hoppla hier bin ich und so geht niemand mit mir um.

    Da Du das in Deiner Beziehung aus irgend einem Grund nicht konntest, war die Wut trotzdem da aber Du hast sie unterdrückt oder gegen Dich selbst gewandt. Wut entsteht ganz oft auf eine nichtvollzogene für Dich notwendige Abgrezung.

    Versuche die Situationen wenn Du wütend wirst, doch nochmals anzuschauen und Dich und Deine Position zu bestimmen. Oft ist es so, daß die Wut Dir etwas sagt will. Wenn ich zum Beispiel von mir mehr fordere als ich körperlich Kraft habe, werde ich furchtbar leicht wütend. Wenn ich meine eigenen Grenzen einhalte, kommt es sehr selten vor, daß ich wütend bin.

    Ich will Dir nicht sagen, verlier Dich in der Wut. Das ist oft auch schwierig, wenn wir der Wut immer mehr Nahrung geben. Immer weiter wütend zu sein kostet sehr viel Kraft, wie Ärger oder Sorgen, die wir nähren. Sondern es ist wichtig zu sehen oder zu fühlen, was Dir die Wut sagen will, wovor sie Dich schützen will. Wenn Du sie komplett ablehnst, lehnst Du ein Teil Deiner eigenen Kraft ab.

    Seitdem ich so mit meiner Wut umgehe, werde ich zwar manchmal wütend, doch dafür verurteile ich mich nicht mehr, sondern weiß nachher zum Beispiel ich brauche mehr Ruhe für mich oder aberda übertritt jemand meine Grenzen ...

    ich hoffe Du kannst etwas mit dem anfangen, was ich schreibe und findest eine gute Möglichkeit Deine Wut positiv für Dich selbst einzusetzen.

    Alles Liebe
    Ereschkigal
     
  7. Sunny333

    Sunny333 Well-Known Member

    auf das wär ich nicht gekommen.

    Hallo
    @Ereschkigal
    Danke für deine Tipps
    Ja das Wut viel Kraft kostet das hatte ich mir schon fast gedacht jedesmal nach dem ich ausgezuckt bin, war ich nachher total geschafft.

    Moment mal ich hab eine gute Idee
    Wenn ich mir Tagesziele plane und von vorn herein bissl einschränke damit, und dann die Sachen die ich schaffe durchstreiche (Haha ich habs geschafft) dann habe ich ein gutes Gefühl und werd einsehen, dass das Geschaffte meine Grenze war, die ich nicht überschreiten sollte.
    Und ich lass dann die alten (noch nicht geschafften Sachen) nicht auf dem Papier mit dem dztigen Datum stehen, sondern schreibe sie auf den Zettel mit dem nächsten Datum, dann komm ich nicht auf den Gedanken dass ich mein Ziel ncht eingehalten habe, und dass ich mich deswegen bestrafen muss. Dann ist das einfach Punkt des nächsten Tages und Schluß.

    Wut als Schutz
    MMMMh ja das kann so sein, denn oft wenn mein EX mich zu sehr genervt hat (genervt ist ein Hilfsausdruck) dann war ich wütend aber anstatt zu merken dass es nur eine Schuitzfunktion war zwecks Abgrenzung hab ich mich selbst verteufelt weil ich eine Wut hatte ohne einen "für mich ersichtlichen" Grund

    Ah ich glaub ich habs kapiert!
    Wenn ich eine Wut hab, dann soll ich sie mir zuerst mal ansehen, bevor ich mich selbst dafür verteufle, und wenn die Wut mir sagt, grenz dich ab, dann tu ich das auch....

    Dialog zwischen Wut, Person und mir
    Wut: brumm brumm bin da
    Ich: He Wut wo kommst du her, willst ma was sagn?
    Wut: Ja der Typ geht da am Nery. Grenz di ab!
    Ich: ok Wut danke mach ich...
    Ich zur Person: He du gehst ma am Nerv, vaschwind!

    Na cih mein das war jetzt übertrieben, aber sinnngemäß ist es doch so (Selbstgespräche werd ich keine führen und so charmant (von hinten angfangt) bin ich sicher auch niemals zu irgendeiner Person.

    Danke
    Tschööööö
    Sunny333
     
  8. Ereschkigal

    Ereschkigal Well-Known Member

    Liebe Sunny,

    was Du jetzt schreibst hört sich schon viel besser an. So kannst Du lernen mit Deiner Wut konstruktiv umzugehen und auch zu schauen, was sie Dir in dem Moment sagt. Habe dabei viel Geduld mit Dir. Solche Sachen lernen sich nicht von heute auf morgen.

    Doch der veränderte Blickwinkel auf die Wut bringt eine ganze Menge. Und dann hast Du jeden Tag ein bißchen mehr die Möglichkeit dies in Dein Leben einzubauen.

    Es freut mich daß Du meine Anregungen verstanden hast. Schreibe doch wie es klappt sie in Dein Leben umzusetzen.

    Alles Liebe und viel Geduld mit Dir selbst
    Ereschkigal
     
  9. Nostradama

    Nostradama New Member

    Liebe Sunny!

    Deine Wut kann ich sehr gut verstehen und was ich da so gelesen habe, habt ihr ja schon einen sehr guten Ansatz gefunden, wie Du Deine Wut konstruktiv nutzen kannst.

    Du schreibst aber auch, dass Du in diese Wut (Ohnmacht?) kommst, wenn Du merkst, dass Du Dich wie Deine Mutter verhältst. Ich möchte Dir raten, mal eine Familienaufstellung zu machen. Das könnte Dir helfen, Dich von Deiner Mutter in der Beziehung zu lösen.. eben nicht immer ihre Verhaltensmuster anzunehmen..

    Das waren nur meine 5 Groschen dazu...

    Viel Licht und Liebe!

    Nostradama
     
  10. jake

    jake Well-Known Member

    hallo sunny!

    änderungen sind möglich... wirklich tiefgreifende änderungen gehen im schneckentempo... wirklich tiefgreifende änderungen sind auf einmal geschehen, im handumdrehen...

    es ist auch leistungsdruck, sich von heute auf morgen eine kehrtwendung zum positiven abzuverlangen - und groß ist die enttäuschung, wenn es nicht gelingt. ein guter boden für selbstvorwürfe...

    wenn du dir deine mieseste zeit auf einer skala von 1 bis 10 als 1 vorstellst... und wenn du dir das erreichen deiner persönlichen ziele als 10 vorstellst... wo auf dieser skala befindest du dich gerade an diesem tag? und was könntest du tun, um einen punkt weiter zu gelangen? etwas kleines, schaffbares... etwas, das auch spaß macht, erfolgserlebnisse bringt. niemand schafft es von null auf zehn! aber von zwei auf drei ist der schritt machbar... und nach einigen erfolgen 2 => 3 geht es mit 3 => 4 weiter...

    damit nimmst du druck weg und beginnst, dich zu bewegen. und dann wist du immer offener für überraschungen - und dann können auch wunder geschehen: auf einmal ist "es" passiert...

    ich habe aber auch den eindruck, dass du ziemlich in systemischen verstrickungen befangen bist und dass lösungen auch darin liegen, dass du dich aus diesen löst. familienaufstellungen sind da ein guter, meistens rasch wirkender weg, der dich aus den destruktiven spiralen von hass und liebe befreit und auf eigene beine stellt, frei macht für erwachsene liebe und selbstliebe.

    alles liebe,

    jake
     
  11. mirrorSet

    mirrorSet Member

    ...~...

    ...des ist ja da das leben-die entfaltung von erfahrungen-wut und
    hass sen gefühle...liebe und freude sind auch gefühle...ich denke
    ich schätze beide spartn. warum auch nicht...jedes gefühl is
    speziell!

    salaix salawax
     
  12. Sunny333

    Sunny333 Well-Known Member

    Schritt für Schritt

    Hallo!
    Nochmal danke für eure lieben Antworten!

    Familienaufstellung:
    Klingt wirklich gut, ich hab das auch schon einige Male in Erwägung gezogen, aber ich hab davor einfach Angst, eine Frage dazu hab ich schon noch, bis ich mich selbst anfange dafür zu motivieren:
    Kann es da passieren dass man psychisch in ein Loch stützt, und dann gar nicht mehr leicht rauskommt?
    Ich hätte das schon fast mal gemacht mit einer sehr guten Freundin, aber dann hatte ich doch zuveil Anst, wer weiß was da alles zum Vorschein kommt....
    Kann so eine Familienaufstellung diese Strukturen lösen?

    Schritt für Schritt
    Aus diesen Strukturen lösen, hhm ja das will ich ja auch, ich zermarter mir eben über diese Sache schon sehr lange den Kopf.
    Sollte ich einfach anfangen mir selbst nicht so viel aufzuerlegen, und mich für Erfolge zu belohnen, und mir einfach Kleine Freuden gönnen so zwischendurch. Und wenn was zu tun ist, dann es beschränken und nicht noch dieses und jenes dazunehmen (weils ja auf ein mal geht) sondern einfach Freiraum lassen, und wenn ich noch Lust habe es dann noch machen, und dann nicht sagen "was anders hätte ich sowieso nicht von mir akzeptiert" sondern sich freuen dass ich es geschafft hab.
    Das war nur mal so ne Zusammenfassung, dass meine Hirnrädchen es kapieren und ich beginnen kann definitive Lösungen zu suchen

    Dass sowas veil Zeit und Geduld braucht ist mir schon klar, aber dass man kleine Schritte schnell mal schafft und so zum Ziel kommt das hatte ich zwar im Kopf aber anscheinend nicht so wirklich gecheckt. Danke
    Wenn das jetzt so ein bissl hohl klingt, ich hab bereits Gedanken dazu, Mein Hirn läuft auf Hochturen ausserdem hab ich es jetzt geschafft, dass ich meinen heutigen Tagesplan, den ich sonst mit Zwang durchgesetzt hätte, reduziert hab auf die notwendigsten Dinge, und nebenkram hab ich gestrichen, und hab mir dafür heute Abend mal wieder Fernsehen und leckeres Essen verordnet, dann werd ich noch ein bissl Spazieren gehn, das hab ich jetzt sehr lange vernachlässigt
    Da freu ich mich schon drauf.......
    Und wenns mich nach dem Fernsehn und Essen nimmer freut, machts auch nix....
    Diese Sachen hab ich mir schon ewig nicht mehr gegönnt, das werd ich geniessen

    .....kann lange Zeit brauchen....
    Dagegen hab ich nix, es kann ja lange dauern bis mal 10 erreicht hat, aber es dauert nicht lange bis man 2 erreicht hat.....
    und deshalb is das nich so schlimm
    Bei meinen Alpträumen habe ich 5 Jahre gebraucht und sie loszuwerden (im Sinne von um diesen Part der Vergangenheit zu verarbeiten) Es ist mir auch total klar (vorallen fällt es mir selbst immer wieder auf) dass da noch viel da ist punkto Mama.

    Psychotherapie:
    Ich hab erst vor Kurzem was gelernt: Dass es in Punkto Mama nicht mehr so viele Worte gibt, aber dafür gibts genug zu tun (Worte gehören sicher auch dazu, aber eher mehr das Aktiv werden Lösungen suchen)
    Vor allem aber auch, dass mir das Reden über Probleme nicht so viel gibt, wie des konkrete Aufarbeiten, aktiv sein (zB Kunsttherapie hat mir sehr gut getan) Aber das versteht meine Therapeutin nicht so richtig, sie fragt immer obs noch was zu bequatschen gibt, wenn ich dann sag momentan nicht, dann glaubt sie die Sach is erledigt und mir gehts gut.
    Auch wenn ich momentan noch keinen Plan habe, ihr das irgendwie beizubringen, dass ich mir eine aktive Psychotherapie wünsche, glaub ich fest daran, dass mir da noch was einfällt aber zwingen tu ich mich dazu nicht, ich lass mal meinen Gedanken freien Lauf, guck mir das an... mal sehn....

    Uuuuui das war ausgiebig!
    Meine Finger und die Tastatur rauchen.....
    Und mein Kopf auch, ich lass es jetzt mal auf mich wirken, und verlier darüber für heute kein Wort mehr....

    Na denne tschööö
    Sunny333

    PS Danke für deine Geduld und Ausdauer beim Lesen!
     
  13. Ereschkigal

    Ereschkigal Well-Known Member

    Liebe Sunny,

    klingt ganz gut was Du schreibst. Die Sachen langsam angehen, nicht so viel von Dir fordern, es Dir gut gehen lassen, raus an die frische Luft ...

    Ich glaube auch, daß nur ein Teil der Probleme über Reden weg geht. Manchmal hilft das Reden eben auch nicht mehr, dann muß was aktives her oder was kreatives. Wenn Du da bei Dir schon weißt das oder das hilft Dir mehr als Reden, dann ist da ja super. Du mußt es nur Deiner Therapeutin noch richtig verkaufen. Das ist auch nicht so leicht.

    Das bei einer Familienaufstellung was rauskommt, was Du nicht verkraftest, habe ich bis jetzt noch nicht gehört. Aber es ist schon wichtig, daß Du Dir jemanden aussuchst zu dem Du Vertrauen hast. Ist ja normalerweise möglich zu testen, wenn Du vorher als Stellvertreter hingehst. Aber je nachdem wie die Aufstellungen gemacht werden, gibt es ja auch "Nachbehandlung". Frag doch mal Deine Therapeutin, falls die für so was offen ist.

    Liebe Grüße
    Ereschkigal
     
  14. Sunny333

    Sunny333 Well-Known Member

    morgääähn

    Hallo und Mahlzeit
    bin grad aufgestanden, und hab mir das gelesen

    Ich hab schon ein positives Gefühl, dass meine Therapeutin so was mit mir machen würde, das wäre echt klasse, denn zu ihr hab ich schon ein sehr grosses Vertrauen.

    Mir ist auch noch was zum Thema Aktiv sein eingefallen
    Vielleicht hat sie ja begriffen, dass ich das will, hat aber evtl noch nicht so richtig ne Ahnung wie ich mir das vorstelle. Auf das und auf die Familienaufstellung werde ich sie noch anreden, vielleicht macht sie ja auch Kunsttherapie mit mir, da bin zuversichtlich weil sie ja sonst auch nie dem Ausprobieren von Therapieformen abgeneigt war.

    Danke
    Na ich werd mir jetzt einen schönen Stehaufmanderlkaffee brauen, den brauch ich, dass ich die Augen aufkrieg
    Tschüüüs
    Sunny333
     

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