Angst vorm glücklichsein?!

Sonne54

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4 September 2003
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16
hallo an alle!

Kann mir jemand eine logische Erklärung auf mein Gefühl geben?

Irgendwie hab ich immer das Gefühl daß es mir besser geht, wenn es mir schlecht geht. Woher kommt so ein Muster?
Hab ich Angst vorm glücklich sein?

Sonnige Grüße
 
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Hallo Sonne54,

Moeglicherweise laeuft bei Dir unbewusst ein bestimmtes Muster oder Struktur ab, welches Dir besagt, dass Du es verdienst, dass es Dir schlecht gehst, oder so etwas Aehnliches. Schu mal zurueck in die Vergangeheit; vielleicht kommt es von der Erziehung....Wurde Dir als Kind oefters ein schlechtes Gewissen gemacht?


lg
Chris
 
Hallo

:winken5:
Danke für deine Antwort.
Diese Frage hab ich mir auch schon desöfteren gestellt. Aber ich komm einfach nicht drauf. Ist es um Aufmerksamkeit zu bekommen? Ich hab schon versucht meine Gefühle zu ergründen aber ich finde es ja selber schon sehr eigenartig ...
Schlechtes Gewissen wurde mir eigentlich nie gemacht aber irgendwie kommt mir vor ich bedauer mich gern.
So gern ich lebe und so happy ich bin wenn ich das Leben spür irgendwie fall ich immer wieder in das alte Schema

Liebe Grüße
 
hm....Selbstmitleid....damit Aufmerksamkeit erheischen; gar kein schlechter Ansatztpunkt. Fuer das mal in die indheit zurueck. Hattest Du erst dann richtig Aufmerksamkeit oder Annerkennung bekommen, wenn es Dir nicht gut ging? Fuehltest Du Dich vernachlaessigt? *mustersuch*

Chris
 
Danke

Eigentlich nicht ...
Vielleicht ist es immer wieder die Angst wieder auf die Schnauze zu fallen. Daß man sich rechtzeitig wieder auf den Boden holt wenn es einem gut geht.
Ich weiß nicht, will was dagegen machen, weiß aber nicht was.
Dieser Teil betrifft näml. auch meine Gesundheit, irgendwie geht es mir gut wenn es mir nicht gut geht.
Vielleicht hängt es mit meinen Erlebissen aus meiner Kindheit zusammen - im Forum Reiki - oder ist das weit hergeholt?!

Danke für deine lieben Antworten und für deine Hilfe
 
Ich kann Dir nur das reflektieren, was Du mir gibst. Und ich kann Dir sagen, das ein Muster da ist. Erlebnisse aus der Kindheit koennen solche (immer noch wirkende) Muster hinterlassen. Hast Du schon mal an eine Therapie gedacht?


lg
Chris
 
Hallo treue Seele

Freu mich wahnsinnig wieder von dir zu lesen.
Therapie hab ich schon oft überlegt, aber diesen Schritt hab ich noch nie gewagt.
:dontknow: Manchmal bin ich wirklich ratlos...

liebe und sonnige Grüße
 
Hallo Sonne 54 :)


Eine Therapie zu machen ist keine Schande. Mach Dich im Branchen-Telefonbuch mal kundig und suche Dir ein paar Therapeuten aus Deiner Gegend aus; besuche sie, schau ob einer dabei ist, der Dir symptisch ist und probier es einfach aus.


liebe Gruesse
Chris
 
hallo sonne..

es klingt auch so, als hättest du angst vor d therapie...

vielleicht steckt das gefühl dahinter, dass du dich dann mit einem gut verdrängtem, inneren schmerz auseinandersetzen müßtest..der dann ans tageslicht kommt...dein verhaltensmuster wie du es geschildert hast, ist dir ja ein bekanntes - wenn du es auflöst stehst du mal kurz vor dem nichts...nichts fühlt sich gleich an wie vorher...ein von dir geschaffenes "lebenskonstrukt" bricht in sich zusammen...was dann..
überleg mal, wann du es dir zugelegt hast...als schutz wovor? vor ent-täuschung, versagen....
j e t z t brauchst du es nicht mehr...doch ich weiß auch, wie schwer es ist alte programme loszuwerden, vertrauen darauf, dass alles gut ist...
manchmal neigt man dazu,lieber beim alten, gewohnten zu bleiben- man kennt den schmerz, man kennt das gefühl...doch genau das ist die übung..ohne diese "behinderungen" zu leben.
es ist ein stück mehr an freiheit, selbstbestimmung das zu dir möchte..
ich wünsch dir die kraft, es anzugehen!
alles liebe
a.
 
lösungen

hallo sonne!

also erst einmal sagt mir dein nickname, dass du ganz offensichtlich nicht zum leiden geboren bist... sonne...

aber so wie du das leiden kennen und als sicherheit halten gelernt hast (vom peter handke gibt es da den buchtitel "wunschloses unglück" - viele menschen beliben lieber in der sicherheit ihres unglücks und trauen sich nicht einmal mehr, von euen horizonten zu träumen geschweige denn, möglicherweise riskante schritte dorthin zu unternehmen) - so wiederholen wir mögicherweise schon jetzt in diesem thread dein muster, immer wieder auf dein unglück zu schauen.

ich lese schon den wunsch, lust aufs und vertrauen ins glücklichsein zu bekommen. ich halt mich gern an steve de shazer, den schöpfer der "lösungsorientierten kurzzeittherapie". der sagt, dass die meisten menschen, die zu ihm kommen, jahre- und jahrzehntelang mit anderen über ihre probleme und ihr unglück geredet haben, mit verwandten, mit freunden, mit therapeuten. und hätte es geholfen, dann würden sie nicht zu ihm kommen, um weiter drüber zu reden... er spricht nicht über probleme, sondern nur noch über lösungen.

was also wäre dein nächster schritt, um auf einer skala von 1 bis zehn ... 1 für dein bad im leiden, 10 für das wunder des glücklich seins ... einen skalenstrich weiter zu kommen? alles auf einmal schaffst du nicht, aber schritt um schritt ist es auch leichter, vertrauen in den neuen weg zu gewinnen.

ich halte viel von familienaufstellungen, viel mehr als von einzeltherapien, weil gerade solche dispositionen zum leiden, wie du sie beschreibst, sehr oft damit zu tun haben, dass du etwas von anderen oder für andere trägst, was oft weit zurückliegen mag. aufstellungen bringen das ans licht, und vor allem ist es keine endlose kopfarbeit, die eine unmenge von teuren sitzungen erfordert, sondern du erLEBST die lösung unmittelbar, und es ist oft tatsächlich wie ein wunder...

auf www.hellinger.com oder www.syst.info findest du sicher aufsteller/innen aus deiner wohngegend und auch mehr informationen.

im übrigen ist es mit dem glück wie mit der diätmargarine: "du darfst!" :-)

alles liebe, jake
 
Hallo an alle

Danke für eure lieben Hilfestellungen!

Lieber Chris, danke für deinen Ratschlage, wie gesagt, hab schon oft an eine Therapie gedacht aber noch nie den Mut aufgebracht. Ich weiß daß es keine Schande ist, aber das wäre mir auch egal, denn was andere an neg. sagen versuche ich nicht zu hören ;o) es geht mir mehr darum, daß ich mit einem wildfremden über meine Vergangenheit reden soll. Aber auch diesen Weg werd ich mir sicher noch oft überlegen und wer weiß was dabei rauskommt ...

Liebe Andrea, auch dir ein herzliches Dankeschön für deine Antwort. Wie ich schon an Chris geschrieben habe, hab ich sicher Angst vor dem Schritt für eine Therapie, aber ich hab schon so viel geschafft - das würde dann auch noch gehen. Ich weiß daß ich noch viel an mir arbeiten muß und ich gebe auch nicht auf nur das stört mich eben noch extrem. Hab so oft das Gefühl, daß ... weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll... es mir besser geht - wenn es mir nicht gut geht.. hab da auch ein bissi Angst, daß ich dadurch krank werden könnte. Denn irgendwie steuert man sehr viel mit dem Unterbewußtsein, und man sagt ja wo man seine Gedanken hinsteuert da fließt die Energie hin. Will mir damit selbst nicht schaden.
Aber ich werd nicht locker lassen ...

Lieber Jake, danke auch dir, freut mich daß du dir so viel Zeit für mich genommen hast. An eine Familienaufstellung hab ich auch schon öfter gedacht, aber eine Frage dazu - was lernt man daraus. Sieht man dort nur Verhaltensmuster von der Kindheit? geht das in vergangene Leben zurück?
Seit ich mich mit meiner Vergangenheit wirklich auseinandersetze, ist es eh schon viel besser geworden, aber ich hadere noch viel zu sehr an negativen Ereignissen anstatt sie einfach anzunehmen. Ich bin z.B. schon lange single und suche auch hierfür immer nach Erklärungen und da falle ich immer wieder ins alte Muster. Ich geb mir immer selbst die Schuld - das belastet mich.
Werde mich bemühen meinem Namen alle Ehre zu machen

Danke an alle
 
Hallo Sonne!
Ich wollte auch noch kurz was sagen. Ich hatte doch vor Jahren einen schweren Unfall. Ich war fast 1 Jahr in verschiedenen Kliniken. Was mir von überall für Liebe und Aufmerksamkeit entgegen gebracht wurde, war super.
Dann war ich wieder zu Hause im Rythmus ohne Besuche und dauernde Anrufe und mußte auch noch meinen Haushalt so gut wie möglich bewältigen. Was glaubst du wohl, wie oft ich meinen kaputten Kopf oder meine kaputten Knochen als Waffe benutzt habe. Immer wenn ich irgend etwas nicht wollte oder konte, hatte ich angeblich Schmerzen. Ich habe sowieso schon Depressionen und habe mir selber das Leben dadurch noch schwerer gemacht.
Es hat auch lange gedauert, bis ich zu dem was ich nicht kann, gestanden habe und es auch gesagt habe. Ich hatte mich immer mehr in Ausreden und kleine Lügen verstrickt. Das ist endlich vorbei. Mein Selbstwertgefühl ist gestiegen und ich lasse unzulänglichkeiten zu.
Das wollte ich dir noch sagen. Alles Gute auf dem Weg nach innen, er ist schwer
happy
 
aufstellungen

hallo sonne!

aufstellungen haben überhaupt nichts mit verhaltensmustern der kindheit zu tun. es geht darum, dass wir mit unserer lebenslinie in den zwiebelschichten unserer umgebenden systeme - und da sind die wichtigsten unsere gegenwarts- und unsere herkunftsfamilie - wurzeln.

aufstellungen bringen diese verwurzelungen - die hier und da auch verstrickungen und hemmende, verknotungen sein können - in ein anschauliches und vor allem im hier & jetzt erlebbares bild, und das schönste daran: wo sich unordnung zeigt, kann sie zu einem lösungsbild um-geordnet werden, kannst du eine neue positionierung in deinem leben/system gewinnen, und es geschieht oft wie ein wunder - nicht in endlosen therapiesitzungen, sondern in den zwei, drei stunden, die eine aufstellung maximal dauert.

lies halt einfach einmal den thread zu dem thema in diesem forum. und auch auf meiner homepage findest du eine fülle von material und links dazu.

vor allem: du kannst dich aufstellungen einfach als zuschauerin oder stellvertreterin, die rollen übernimmt, annähern... bevor du ins wasser springst und deine eigenen anliegen bearbeitest.

alles liebe, jake
 
Hallo Jake,

zur FA hab ich eine Frage. Ich war vor ein paar Wochen als Beobachter bei so einer Aufstellung. Ich hab da ja auch einen Knacks weg, was Familie betrifft. Ich weiß, ich sag das immer so flockig locker dahin, aber so lustig ist das gar nicht.

Was ich mich frag, ist, wenn ich da diese Personen hin- und herschieb, was bewirkt das auf meine Familie. Wenn ich das nächste mal zu meinen Eltern fahre, die wissen ja nicht, wie ich dort die Personen hin und hergeschoben hab - wie kann sich das auf die gesamt Familie positiv auswirken???
Was bringt das, wenn ich fremde Personen in eine bestimmt Position bringe???

Ich geh diesen Freitag nochmal hin und schau mir das nochmal an, weil reizen tut es mich natürlich schon :D

Alles Liebe
Mandy
 
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knacks

hi mandy!

den knacks hamma alle... :-)

ich hab es erlebt... meine erste aufstellung, und eigentlich war meine immer für einen crash gute mutterbeziehung gar nicht das kernthema... die aufstellung war vorbei, und obwohl meine mutter in hannover lebt und ich in graz, hatten wir vom nächsten telefonat weg eine distanziertere, respektvollere, einander in unserer eigenart achtende beziehung.

warum das so ist, beantwortet nicht einmal der hellinger, aber ich hab es inzwischen so oft beobachten können, dass sich ähnliches tut. ein paar ansätze zu möglichen erklärungen findest du eh auf meiner website. und auch hier im aufstellungs-thread.

kurz: wenn wir in systeme eingebunden sind, dann kann der berühmte "flügelschlag des schmetterlings" das ganze system in eine neue dynamik bringen. aus unordnung wird durch um-ordnen (aufstellen, lösungsbild, prozesshafte rituale) eine neue ordnung.

freu dich drauf.... wirst sehen!

alles liebe, jake
 
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