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Dachte es wird alles besser

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Lebensfragen" wurde erstellt von someone, 4 Mai 2010.

  1. someone

    someone Well-Known Member

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    Hallo ihr Lieben,

    nach langer Zeit wollte ich mich mal wieder bei Euch melden, nachdem viele von Euch an meinen Problemen solch großen Anteil genommen haben.
    Ich habe versucht, vieles zu ändern. Einiges ist mir auch gelungen, ich habe eine Therapie begonnen, ob sie was bringt weiss ich nicht, musste jetzt unterbrechen, da ich einen Job gefunden habe :)))) Das ist das zweite, was sich in meinem Leben verändert hat. Es war reiner Zufall, noch dazu in meinem erlernten Beruf. Allerdings ist es fast ein Vollzeitjob, er macht mir wahnsinnigen Spass, allerdings dachte ich, ich finde leichter wieder rein , aber ich bi wohl doch schon sehr lange raus und heute,als ich alleine arbeiten musste, ging ziemlich viel schief. :-(((. Ob ich so die 6 Monate Probezeit überstehe , weiss ich ich nicht. Ich weiss nur eins, wenn nicht, war es mein letzter Jobversuch. Hinzukommt, das privat alles so gekommen ist, wie ich es mir vorgestellt habe, mein Mann nutzt jede Gelegenheit mir zu zeigen, was ich NICHT erledige.
    Aber das ist mir so ziemlich egal, erst ging er mir auf die Nerven, weil ich NICHT arbeitete und nun will er mir wohl zeigen, was ich nicht schaffe im Haushalt, WENN ich arbeite.
    Auch was meinen Sohn anbelangt, ist irgendwie keine Besserung eingetreten. Ich habe das Gefühl, das ich gar keinen Anteil mehr in seinem Leben habe. Hatte ich das je?
    Er erzählt nach wie vor fast nichts, wo er hin geht, ob er eine Freundin hat und unordentlich ist er auch noch immer, auch was Gesundheit angeht, morgen zum Zahnarzttermin muss ich ihn treten und auch sonst, wenn er duschen soll usw.
    Irgendwo scheine ich auf ganzer Linie versagt zu haben, ich weiss , das ich nun nicht mehr viel ändern kann.
    Und meine ganz private Situation tut auch nicht das ihrige dazu, das ich glücklicher lebe... im Gegenteil.
    Aber hätte ich mich nicht verliebt, ginge es mir auch nicht besser.
    Irgendwie hätte ich Grund mich zu freuen, über meinen Job, tue ich auch in gewissem Masse, und doch bin ich nicht zufrieden und glücklich.
    So, nun hab ich mal wieder etwas Frust abgelassen.
    Danke euch fürs Lesen

    Someone
     
  2. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    AW: Dachte es wird alles besser

    Moin someone,
    also ich habe bei meinem ersten Berufseinstieg mit langer Pause, ca. 1 Jahr (allerdings halbtags) gebraucht um mich wieder reinzufinden. Beim zweiten, da hatte ich 1 Jahr Pause, da habe ich ein halbes Jahr gebraucht (auch halbtags).
    Es ist doch super mit deinem Job.
    Ich denke nicht, dass du versagt hast. Rede dich doch nicht schlecht. Du hast nicht viel Unterstützung von deinem Mann gehabt.
    Schade, dass du die Therapie nicht weiter machst, lässt sich nicht noch ein wenig Zeit dafür finden?
    Ja, du hast es dir so bestellt und vorgestellt und es ist so gekommen. Dein Mann muss auch mal erst mit der Situation klar kommen. Er nimmt es so, wie es ihm passt....
    Denk doch mal einfach in Gedanken, wenn du ihn siehst: entweder "Friede sei mit dir" oder "schön, das ich dich sehe", wenn du das ein wenig durchhältst, dann merkst du eine Veränderung.
    Natürlich hast du Anteil, du interessierst dich, allerdings hast du immer noch nicht losgelassen, traust ihm immer noch nichts zu... Hätte es nicht gereicht, wenn du ihm den Zettel mit dem Termin gegeben hättest?: "Hier hast du einen Zahnarzttermin, wenn du nicht hingehst, dann sag ihn bitte ab!" .... aber hintreten, das ist ein nicht so netter Ausdruck. Wenn ich mir vorstelle, ich müsste meine Kinder hintreten....nein.
    Laß dich nicht ärgern, du schaffst das, du bist eine starke Frau. Laß dich nicht unterkriegen. Ich denke, du musst versuchen, ein wenig positiver zu denken. Sieh nicht alles so negativ. Es ist nie zu spät etwas/sich zu verändern. Es muss nicht immer das Umfeld sein, manchmal genügt auch die innere Einstellung. Ich weiß, das ist schwer...deswegen ist die Therapie auch sehr gut, da bekommt man neue Gesichtspunkte dargelegt.
    Ich wünsche dir alles Gute.
    Eberesche
     
  3. Johanne

    Johanne Well-Known Member

    AW: Dachte es wird alles besser

    Hallo someone.

    Ich lese bei dir immer mit auch wenn ich nicht mitreden kann.

    Aber ich freue mich sehr für dich, dass du wieder den Einstieg im Job gefunden hast. Vielleicht ist es auch ein Zeichen dafür, dass nun Zeit ist, endlich mal an dich zu denken, dich wichtig zu nehmen. Ich kann mir vorstellen, wenn man die letzten Jahre nur damit verbracht hat zu geben und andere zu versorgen, dass es schwer fällt. Aber wenn du ich - ich sag mal - die Zeichen der Zeit betrachtest, vielleicht spricht wirklich alles dafür, dass du jetzt an dich denken darfst. Schau mal, selbst dein Sohn sagt dir, Mamma halt dich endlich aus meinem Leben raus und lebe endlich dein eigenes Leben. Schau mal wie sich dein Mann auf der anderen Seite dagegen wehrt, dass du an dich denkst "jetzt wo du im Mittelpunkt deiner Aufmerksamkeit stehst - Arbeit - hast du weniger Zeit für den Haushalt". Es sibnd alle Zeiger deiner Lebensuhr auf dich gerichtet. So kommt es bei mir rüber. Wie Ebersche schon sagt, vielleicht versuchst du mal loszulassen von den Dingen die dich hemmen, deine Rolle als unglückliche Ehefrau auf der einen Seite, deine Rolle als Glucke auf der anderen Seite :) . Meine Mutter war auch so wie du. Ich habe ihr bewußt nichts erzählt und sie nicht an meinem Leben Teil haben lassen, weil die mir buchstäblich die Luft zum Atmen genommen hat. Du schlägst deinen Sohn in die Flucht.

    Kannst du nicht so ein klein wenig auf beiden Seiten die Leinen etwas lockern und dir selbst ein wenig mehr Raum geben?
     
  4. someone

    someone Well-Known Member

    AW: Dachte es wird alles besser

    Hallo Eberesche, hallo Johanne,

    erstmal vielen lieben Dank für eure Antworten. Sicher habt ihr Recht und ich versuche ja auch , alles etwas lockerer zu sehen, vor allem bei meinem Sohn, aber dann kommt wieder eine Situation, wo ich mir Gedanken und Sorgen mache oder mein Mann sagt sowas wie: Deine Erziehung, wenn was passiert, dann jammer nicht... oder so ähnlich und dann mach ich mir nur noch mehr Gedanken.
    Die Therapie wollte ich ja weitermachen, aber ich denke mal , das das zeitlich nicht gehen wird. Habe der Ärztin eine Mail geschrieben, weil sie tel . schlecht erreichbar ist und ihr meine freien Termine mitgeteilt, bis jetzt aber noch keine Antwort bekommen.
    Mittlerweile bin ich alleine im Büro und hoffe nur das ich alles richtig mache, besonders die Buchhaltung macht mir noch Probleme.... und IMMER anrufen und fragen, will ich ja auch nicht. Meine Probezeit beträgt 6 Monate. Ist heutzutage ja auch normal, sage mir entweder ich bestehe sie oder halt nicht.
    Privat tut sich jetzt auch wieder was, das mit meiner Bekanntschaft nun ja, ich versuche nicht allzuviel Gefühl zu investieren, was mir nicht immer gelingt..
    Aber das SCHLIMMSTE habe ich heute erfahren... meine beste und einzige Freundin hat Gebärmutterkrebs...
    Ich war total fertig, als ich das gelesen habe und bin es immer noch. Eine kleine OP hat sie schon hinter sich, nächste Woche soll wohl die große OP sein. Nächstes WE will ich zu ihr fahren, weiss gar nicht wie ich sie aufbauen soll...
    Immer wenn man denkt, es wird besser, wirds schlechter, da fällt es schwer alles positiver zu sehen.
     
  5. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    AW: Dachte es wird alles besser

    Moin someone,
    ...eigentlich müsste man dann kontern "Hättest du auch ein bisschen mitgeholfen, wäre das nicht passiert!"
    ...solche Sachen fallen mir auch immer später ein, wirklich bin ich nicht so schlagfertig.
    Buchhaltung - das ist doch normal, dass du da etwas brauchst - mach dir keine Sorgen. Du schaffst das. Es ist halt etwas umfangreicher und du musst an viele Sachen denken. Ich schreibe mir immer alles auf, damit ich nachschauen kann, außerdem kann ich mir die Sachen (einmal geschrieben) besser merken... und ich brauche nicht so oft fragen. Vielleicht ist das auch eine Methode für dich.
    Das mit deiner Freundin ist traurig. Es wird gut sein, wenn du für sie da bist.
    Oft ist das wirklich so, doch nach schlechten Zeiten folgen auch Gute. Ein wenig Vertrauen in dich und deine Fähigkeiten, und dann machst du das.
    Alles Liebe dir
    Eberesche
     
  6. someone

    someone Well-Known Member

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    AW: Dachte es wird alles besser

    Guten Morgen, liebe Eberesche,

    ich schreibe mir auch immer alles auf, aber manchmal vergesse ich oft auch etwas zu notieren, und dann muss ich doch wieder fragen, das ist mir dann peinlich.

    Trotzdem danke ich Dir für Deine lieben Worte.

    Ich werde erst mal sehen, wie es wird. Sofort wieder alles hinschmeissen, werde ich nicht schon wieder. Vielleicht wird es ja noch

    Liebe Grüße und vielen Dank
    someone
     
  7. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    AW: Dachte es wird alles besser

    Someone,
    das muss dir nicht peinlich sein. Du bist doch Wiedereinsteiger.
    Ich habe mir irgendwann mal abgewöhnt, dass mir irgendetwas peinlich ist.
    Damit lebt es sich echt besser. War auch nicht einfach, aber es geht.
    Es wird auf alle Fälle.
    Ich war mal Leistungssportler, dann wurde ich krank, musste von einem auf den anderen Tag aufhören. So weit, bis ich gar nicht mehr laufen konnte. Da haben sich über die Jahre natürlich Kilos angesammelt. Mein Körper hatte praktisch keine funktionierenden Muskeln mehr, alles war abgeschlafft und meine Füße schmerzten noch bis vor kurzem bei jedem Schritt. Ich bin jetzt langsam wieder mit Training angefangen...langsam die Muskel wieder aufbauen...ich bin doch erstaunt, wie "schnell" das geht, ich spüre meine Muskel wieder, das ist schon toll. Ich hatte auch voll resigniert und gedacht, das wird nix mehr. Bei jedem schmerzhaften Training wollte ich alles wieder hinschmeissen - nützt ja doch nix. Ich bin auch nicht so der Durchbeissertyp. Ich bin stolz, das ich durchgehalten habe und mittlerweile sind leider noch nicht die Pfunde gepurzelt, aber ich kann wieder relativ schmerzfrei gehen.
    Und das ist schon ein anderes Lebensgefühl. Manchmal reicht abwarten ohne etwas zu tun doch nicht und man muss durchhalten und sich betätigen.
    Alles Liebe
    Eberesche
     

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