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FSJ: Meine seltsame Chefin - ..und das liebe Geld

Dieses Thema im Forum "Beruf und Berufung, Schule und Studium" wurde erstellt von GreenTea, 2 April 2013.

  1. GreenTea

    GreenTea Active Member

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    Hallo,

    ich leiste in diesem Jahr einen Freiwilligendienst in einer Waldjugendfarm. Die arbeit an sich ist auch nicht schlecht, aber ich habe eine echt komische Chefin. Man könnte sie nicht als offenkundig bösartig bezeichnen, aber sie hat eine Art, die echt reinhauen kann. Ich kann es schwer beschreiben... Vielleicht erstmal die Situation an sich:

    sie hat diese Farm vor einiger Zeit im Wald selbst aufgebaut... hat das mit dem Forstamt klären müssen und sich da durchgeschlagen. Das Ziel ist es, Kindern die Natur näherzubringen.. Das ganze ist ein riesiges Stück Arbeit und da meine Chefin noch alle Hände voll mit ihrem kranken Vater und ihrer behinderten Tochter zutun hat, die sie beide daheim pflegt, funktioniert das Ganze nur dadurch, dass ganz viele Menschen freiwillig mithelfen. Und es gibt (erstaunlicherweise) eine ganze Menge Leute, die da regelmäßig vorbeikommen und mithelfen. Ich als FSJ-lerin bin natürlich täglich dort, ich bin ja auch nicht direkt "freiwillige Helferin", es gibt ja einen Arbeitsvertrag etc...

    Das Problem ist, dass meine Chefin mir oft (aus meiner Sicht) sinnlose Aufgaben gibt, ich musste zB letzten Herbst den Weg von Laub befreien, obwohl 5min später ohnehin wieder alles voll wäre. Aber ich bin niemand, der sich da beschwert, ich hab es einfach gemacht. Nur kommt sie dann und hat wirklich an ALLEM was ich mache etwas auszusetzen.. Sie ist nie unfreundlich, sondern kommt dann immer so an: "LIEBE greentea also WIIIIR machen das hier soooo.." und zeigt (in diesem Fall jetzt) auf ein einzelnes Laubblättchen, was ich "vergessen" hab und was unebdingt auch noch weggefegt werden soll.. So ist es wie gesagt mit fast allem. Man hat so das Gefühl, obwohl sie immer "lieb" tut, also niemals schreit, niemals ein unhöfliches Wort sagt, dass man es sich mit ihr lieber nicht verscherzen sollte.. Also ICH habe zumindest dieses Gefühl und einer Kollegin, die auch noch in den Privathaushalt der Chefin hineingeraten ist, ging es ähnlich, sie schaffte es monatelang nicht, zu sagen, dass ihr die Pflege von Tochter und Vater meiner Chefin eigtl zu viel ist.

    Nun zum eigentlichen Problem.. eigtl stünden mir für meine Arbeit laut Vertrag 200Euro + 85 euro Verpflegungsgeld und Fahrtkostenerstattung im Monat zu.. auf der Abrechung werden mir immer zunächst 285 euro gutgeschrieben.. und dann wieder 85 euro "sachbezug" wieder abgezogen :O da es sich hierbei um den Betrag handelt, der im Vertrag als Verpflegungsgeld bezeichnet wird, gehe ich davon aus, dass mir dieses Geld fürs Essen in der Farm abgezogen wird. Es gibt dort nur Montags bis Donnerstags essen (freitag muss man selbst mitbringen).. und auch da handelt es sich mehr um "Alibi-Portiönchen", Montags gibt es zB trockene Nudeln mit etwas Butter, Dienstags einfach nur Kartoffeln, Mittwochs Haferbrei und Donnerstags Reis... Wenn ich nun Urlaubstage, Ferientage (in den Schulferien gibts da kein essen) und Krankheitstage abziehe, komme ich auf über 6 Euro pro essen! Was definitiv Ausbeutung ist.. Und das ärgert mich auch!

    Aber andererseits kriege ich es seit 5Monaten nicht hin, es anzusprechen :O ich schaffe es einfach nicht. Was eben mit dieser Art meiner Chefin zusammenhängt. Und auch damit, dass besagte Kollegin seit 3Jahren zu diesem tarif von 200Euro dort arbeitet und zu mir noch meinte, sie wäre glücklich, auf einmal soviel Geld zur Verfügung zu haben o_O (sie hat wohl vorher nur daheim und ganz ohne taschengeld gelebt :O ) ... ich komme mir ehrlich gesagt ziemlich doof vor, mich dann vor meine Chefin zu stellen, die selbst so viel durchmacht, ihre Familie pflegt etc und ihr zu sagen ich will mehr Kohle.. in dieser Farm gehen dadurch dass es viele frewilige Helfer gibt, die jeweils 1x die woche kommen und sich wahnsinnig freuen, wenn sie Laub rächen dürfen :D , immer alle davon aus, dass man die Arbeit dort so außerordentlich gerne macht, dass man dafür gar keine Gegenlestung erwartet. Habe auch immer Angst dann auf besagte Clara verwiesen zu werden, die seit 3Jahren damit zufrieden ist und sicher aus allen Wolken fallen würde, wenn ich ihr mitteilen würde ich bin mit meinem Gehalt NICHT zufrieden...

    Nun weiß ich auch nicht weiter, es wird natürlich immer schwieriger etwas zu sagen, je länger ich damit warte... :-S
    Mein Vertrag geht noch 5Monate.. es geht also noch um 400Euro, was für mich viel Geld ist.. und es geht auch darum, dass mir das eigtl ZUSTEHT...

    Nun habe ich mit dem Träger des FSJ gesprochen (die sind sozusagen noch höher gestellt als die jeweiligen Einsatzstellen).. der meinte, ich könnte natürlich einfach mitteilen, ich will an den Mahlzeiten nicht mehr teilnehmen und darum auch kein Geld mehr abgezogen bekommen... würde meiner Chefin aber nicht gefallen, pädagogisch nicht vertretbar und so.. außerdem würde auch ich mir ausgeschlossen vorkommen, wenn ich dann mit meinem Vesper da sitzen würde, während alle den köstlichen (ironie) Haferbrei essen ;) fände ich aber ernshaft irgendwie doof -_-

    meine Vorstellung wäre, dass ich noch 5Monate da weiteresse und dafür aber nichts zahle bzw abgezogen bekomme.. Dann käme ich im Schnitt immerhin auf etwas weniger geld pro essen, es wäre immer noch viel geld, angesichts der Schlemmermahlzeiten dort ;) aber selber schuld, ich hätte auch vorher auf den Tisch hauen müssen..

    Das Problem ist echt, der Frieden mit meiner Chefin ist mir so wichtig, ich muss noch 5Monate mit ihr aushalten..und das möchte ich ungern im Streit.. Ich trau mich nicht es anzusprechen.

    Möglichkeiten:

    a) der Träger des FSJ hat mir vorgeschlagen, er könnte an einem Gespräch teilnehmen, in dem das geklärt wird... Kommt aber sicher bei meiner Chefin nicht besser an... kommt mir dann so vor, als würde ich petzen. Das ist ungefähr so, als würden meine Nachbarn laut Musik hören und ich würde ihnen dann erst durch die Polizei (die ich wegen Ruhestörung gerufen habe) mitteilen lassen, dass mich das stört..

    b) mein Vater hat mir angeboten, mitzukommen und mit meiner Chefin zu reden.. kommt aber meiner meinung nach auch nicht wirklich besser rüber! :-/ Er meinte, das wäre doch nicht schlimm wenn er da mitkommt.. aber ich weiß nicht, ob meine Chefin das auch so sieht..

    c) ich schreibe einen Brief. Schreiben liebe ich :) man kann sich ganz genau überlegen, wie man was formuliert etc.. meine Chefin steht aber auch nicht auf Schriftverkehr, hasst Briefe und Amtliches generell, Naturmensch halt.. :-(

    d) ich ringe mich zu einem Gespräch durch.. das nehme ich mir seit 4 Monaten fast täglich vor und rede mir dann immer ein "dass es jetzt grad nicht passt".. meine Chefin kommt halt auch immer so gestresst daher und erzählt dann von ihrem kranken Vater, der diese und jene Probleme hat udn dass sie wieder kaum Schlaf hat deswegen.. Ich komm mir geldgierig vor, dann dahinzugehen: achja, ich hätte auch ein Problem - ich will Kohle!


    generell weiß ich nicht, wie ich das aufziehen soll..
    - mich erstmal doof stellen, á la: ich verstehen auf der Abrechnung etwas nicht/mir ist da was aufegallen, können Sie mir das mal erklären
    - gleich klipp und klar sagen: ich finde das zuviel essensgeld und brauche das Geld
    - einfach ohne angabe von Gründen das essen "abbestellen"..

    Im Moment sind Schulferien, also hat unsere Farm nicht offen, ich gehe nur hin, um den Garten und die Pferde zu versorgen sehe ergo meine Chefin eigtl nicht.. am 08.April kommt ein Mensch von der FSJ-Trägerorganisation und schaut, generell mal wie es bei meiner Einsatzstelle so (ab)läuft (machen die überall). Klar könnte ich dem dann davon berichten, das wäre ähnlich version a) ..

    ich könnte natürlich auch vorher Kontakt aufnehmen (zB ein Gespräch erbitten, oder eben Brief schreiben) .. hätte den Vorteil, dass wenn sie ganz scheiße reagiert, ich am Montag gleich mit dem Träger-Menschen darüber sprechen könnte.. das Ding ist: sie wird nicht direkt ausrasten oder so, das glaube ich nicht. Viel mehr Angst habe ich, dass sich das dann wieder so unterschwellig rächt "liebe Greentea, putze doch bitte das Klo. Liebe Greentea, diesunddas" *kotz*

    liebe Grüße nach diesem ewigen Roman,

    eure Greentea
     
  2. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    Hallo GreenTea,

    Die Fahrtkostenerstattung ist ja kein Sachbezug, im Gegensatz zur Verpflegung.
    Im Gegenwert des Verpflegungssatzes bekommst Du Essen.
    Fahrtkostensachleistung bestünde nur dann, wenn Du zB ein Firmenfahrzeug
    nutzen könntest.
    Wenn Dir zugesagt wurde, dass Fahrtkosten erstattet werden, dann muss das dezidiert
    aus Deinem Arbeitsvertrag hervorgehen.

    Ungeachtet der persönlichen Probleme der Chefin wird Dir trotzdem nichts
    anderes übrig bleiben, als die fraglichen Punkte mit ihr zu klären. Das ist ihr
    Job!

    Wenn Dir die Antworten dennoch unschlüssig scheinen, dann habe keine
    Scheu und wende Dich eine übergeordnete Interessensvertretung. Hier in
    Ö wäre das die Kammer für Arbeiter und Angestellte.

    Ich fände es wichtig für Dich persönlich, dass Du Dich nicht übervorteilt
    und ausgenutzt siehst. Denn ein FSJ finde ich eigentlich eine tolle Sache und
    ich zolle Dir Respekt dafür, dass Du das durchziehst.

    Wegen der Qualität des Essens darfst Du Dich auch ruhig zu Wort melden.
    Das klingt ja äußerst be...scheiden, finde ich nicht in Ordnung.

    LG
    Lucille
     
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  3. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Liebe Green Tea,

    ein Freiwilliges Soziales Jahr, ist kein normalübliches Angestelltenverhältnis.

    Hierfür gibt es eigene, strenge Regelungen, die einzuhalten sind(Verträge, Arbeitszeiten, Versicherung usw.). Wenn du da Diskrepanzen siehst(wie du sie beschreibst), solltest du das umgehend klären. Und zwar nicht schriftlich, sondern im Gespräch - mit deiner Chefin und ggf. im Beisein eines Vertreters der Trägerorganisation. Sowas kommt sicher nicht zum ersten Mal vor.

    Ist zwar unangenehm, aber anders gehts halt nicht.

    In Verträgen sollten alle Punkte offen und verständlich dargelegt sein(oder zumindestens erklärt werden), sonst können sie nicht unterschrieben werden.

    Du brauchst keine Angst zu haben, deiner Chefin zu nahe zu treten. Sie hält das schon aus - auch ohne dir das Leben in den Monaten, die dir noch bleiben in der Arbeit, schwer zu machen.

    Ich war selber Chefin und fand es immer gut, wenn die Leute offen mir gegenüber waren. Woher soll ich wissen, daß etwas falsch läuft, wenn´s mir keiner sagt? Vielleicht solltest du es einmal von der Warte aus sehen.

    Mir imponieren Leute, die ihren Standpunkt vertreten können. Schließlich arbeitest du freiwillig in dieser Einrichtung. Dazu braucht es einiges an Idealen. Oder bist du nur da, weil du nix anderes gefunden hast? Dann hast du wahrscheinlich einen komplett falschen Blick auf deine Arbeit.

    Also: trau dich! Das hilft dir nicht nur jetzt weiter, sondern auch immer wieder im Leben.

    Noch was: das Privatleben deiner Chefin, so schwer es sein mag, hat auf ihrer Arbeitsstelle nicht verloren. Es sei denn, sie bringt es offiziel mit ein und ihr Arbeitsplatz ist damit verbunden.
     
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  4. Spätzin

    Spätzin Well-Known Member

    Hallo Green Tea,

    Lucille und Clara haben schon alles das geschrieben, was ich schreiben wollte.

    Und das Privatleben Deiner Chefin (ob mit/ohne Kinder/Mann/Opa/ Hund hat im Arbeitsleben nichts zu suchen. Da wird auf die Tränendrüse gedrückt um ja keine Verträge einhalten zu müssen.

    Und mit sachlichem Vorbringen Deines Anliegens räumst Du alle Missverständnisse aus.
    Ich gehöre zu den Menschen, die eine klare Sprache bevorzugen und ich bin auch für klare Worte. Sicher, manchmal ist die Situation nicht einfach, aber wir alle können unser privates Leben nicht mit zum Arbeitsplatz bringen.

    Vor langen Jahren hatte ich mit meinem wirklich sehr netten Chef ein sehr offenes Gespräch wegen einer Kollegin die mich mobbte. Ich sagte."Ich komme 5 Tage die Woche in dieses Büro und werde hier für die Arbei, welche ich erledige, bezahlt. Das ist ok. Wenn ich mit den Kollegen noch nett und freundlich bin, ist das die Draufgabe, sozusagen das i-Tüpfelchen, und das wird nicht extra bezahlt."
    Also warum sollte ich Rücksicht nehmen auf die "persönlichen" Befindlichkeiten der Kollegen am Arbeitsplatz oder auf deren schlechte Laune nach einem verkorksten Wochenende???
     
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  5. GreenTea

    GreenTea Active Member

    Danke euch :)

    werde wohl nicht drum rumkommen, das anzusprechen :-S
    wie beschrieben ist sie aber ziemlich komisch in manchen Dingen ;) und (leider) keine Clara Clayton :D

    Motivations-Tipps in die Richtung? Ich überwinde mich glaub ich nie, da einfach so hinzugehn..

    habe mir das schon alles genau angeschaut und hatte auch Wahlmöglichkeit. Finde die Einrichtung eigtl super :) und die Chefin ist ja auch kein schlechter Mensch, komischerweise habe ich was bestimmte Themen betrifft sogar genau die gleichen Ansichten :O Aber diese Art, mit der sie die Sachen rüberbringt und auf Kritik reagiert.. ist mühsam.

    Wow! :) ich möcht mir gerne ne Scheibe von dir Abschneiden, sowas hätt ich mich NIE getraut zu sagen o_O Zu dem Thema: in dieser Jugendfarm ist es schon wichtig, dass man "nett und freundlich" ist (oder zumind. so tut ;) ) , weil wir ein Vorbild für die Kinder sein sollen. Der FSJ-ler vor mir wurde entlassen, weil er "patzige Antworten" gab (kann ich mir gut vorstellen. Ich habe ihn mal kurz gesprochen und er war eben der Typ Mensch, der auf solche Geschichten wie "lieber XY, WIR machen das hier so" einfach sagt "ja, also, dann macht" :D ) und er zB wenn ihm Aufträge erteilt wurden mit Handzeichen geantwortet hat (Daumen hoch). Das war schon ein "zu schlechtes Vorbild" für die Kinder... Ich bin da anders und bemüh mich auch, immer alles richtig zu machen... Und am Gehalt "rumzunörgeln" ist aus Chefin-Sicht sicher nicht richtig ;)

    liebe Grüße, Greentea
     
  6. Spätzin

    Spätzin Well-Known Member

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    Hallo Green Tea,

    Du hast also eine Chefin, die Dir anweisungsbefugt ist.

    Da ist es im Prinzip egal, welche Arbeit Du auf Anweisung machst ... und wenn Du 5 x den Gartenweg fegst oder 10 x die selbe Arbeit machst. Du bekommst Deinen Lohn. Auch wenn es mehr als blöd ist, solche Anweisungen befolgen zu müssen, aber was solls :confused:.

    Allerdings ist nicht einzusehen, dass Dir das Fahrgeld nicht erstattet wird und das ist ja der eigentliche Punkt Deiner Kritik.

    Du musst ja nichts anderes ansprechen als nur diesen einen Punkt!!!

    Du, und auch wir, die wir hier alle schreiben: Auch wir können nicht immer alles richtig machen in unserem Leben und machen Fehler.
    Aber wir lassen uns nicht alles gefallen!
     
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  7. GreenTea

    GreenTea Active Member

    Stimmt so auch nicht ganz, denn ein FSJ ist kein gewöhnliches Praktikum. Im Vertrag ist zB ganz klar festgelegt, dass mir auch eigene Projekte zustehen und ich auch eigenständige Arbeiten verrichten darf :) was ich teilweise auch schon durfte, als meine Chefin lange krank war ;) und am Montag mit der Trägerorganisation besprechen werde. Dass es dann auch , jetzt wo sie wieder gesund ist, so weitergeht.. :)

    ja, das Hauptproblem ist aber tatsächlich das Geld.. ich halte ja alle vereinbarungen und fege den Weg und wenn sie mich kritsiert, dann antworte ich ihr nett und fege ihn nochmals und lass mir nichts anmerken... aber dann soll sie ihre Vereinbarungen auch halten. Mir fehlt nur der Mumm das mit dem Geld einfach so anzusprechen o_O Geld ist sowieso IMMER ein heikles Thema, find ich. Bei dieser Frau sowieso, sie schafft es, mir Angst zu machen bzw mir Angst vor Unstimmigkeiten mit ihr zu machen.

    liebe Grüße, Greentea
     
  8. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Liebe Green Tea,

    naja, eigentlich weißt du ja nicht wirklich, wie ich als Chefin war;). Genausowenig, wie du nun wissen kannst, welche Reaktion deine Chefin zeigt, falls du du dich überwindest mit ihr zu sprechen. Denn du bist keine Hellseherin.

    Wie schon geschrieben, kannst du dir ja jemanden mitnehmen, der dir beisteht.

    Die Alternative wäre, du hälst mit zusammengebissenen Zähnen durch und traust dich nicht. So lange bist du ja nicht mehr dort. Wenn du denkst, du würdest eh nichts erreichen bei deiner Chefin, dann versuche so klarzukommen.

    Allerdings gebe ich zu bedenken: diese Situationen werden dir immer wieder begegnen in deinem Leben. So ein Gespräch kann auch eine Chance sein. Du wirst selbstbewußter - deine Chefin lernt, daß man nicht alles mit dir machen kann.

    Der Name "Freiwilliges Soziales Jahr" besagt, du arbeitest freiwillig ein Jahr in dieser Stätte mit. Da ist ein Ende absehbar.

    Ewig wirst du die Frau also nicht mehr "am Hals" haben:).

    Es stimmt: Geldfragen sind oft heikel. Besonders dann, wenn "freiwillig" gearbeitet wird, also nur mit minimaler Bezahlung. Aber auch hier müssen die Modalitäten stimmen. Das ist wichtig.

    Wenn du du denkst, da stimmt etwas nicht, dann kläre das ganz offen. Das ist sicher auch im Interesse des Trägers. So ein Verein kann schließlich rasch in Verruf geraten.
     
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  9. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    Ich glaube, das ist genau die Sichtweise, die Dich blockiert.

    Es geht nicht darum, "rumzunörgeln", sondern Du möchtest zwei bestimmte
    Punkte geklärt haben. Das ist ganz etwas anderes.

    Geldfragen sind dann heikel, wenn Du zB der Meinung bist, für Deine
    Leistung stünde Dir mehr Lohn zu. Da würde es Überzeugungsarbeit
    Deinerseits brauchen, ebenso wie die entsprechende Einsicht des
    Arbeitgebers. Aber das ist ja bei Dir jetzt nicht der Fall.

    Ich weiß nicht, ob Du meinen vorigen Beitrag gelesen hast.
    Ich hatte darin Deinen Arbeitsvertrag angesprochen, welcher eigentlich
    sowohl die Handhabung der Verpflegung als auch die Fahrtkosten
    beinhalten müsste. Hast Du mal nachgeschaut?
    Oder handelt es sich um eine mündliche Zusatzvereinbarung?

    Es passiert leider häufig, dass gerade Arbeitsverträge schnell mal und
    im Vertrauen darauf, dass "eh alles passt", unterschrieben werden, was dann
    spätere Reklamationen schwierig bis unmöglich macht.

    Der Fokus auf die "seltsame Chefin" hilft Dir nicht weiter, Du kannst sie
    nicht ändern und solltest ihr Verhalten generell nicht persönlich nehmen.
    Bleib bei Deinem Anliegen - und dabei so sachlich wie möglich.

    LG
    Lucille
     
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  10. GreenTea

    GreenTea Active Member

    Ich lese generell ALLE Antworten, die ich auf eine Frage bekomme :)

    Habe den vertrag genau studiert, nur deshalb kam ich ja auf die Unstimmigkeiten ;) Hätte ich mal lieber nicht so genau gelesen.. das Glück ist nämlich bei den Dummen ;)

    im Vertrag steht:
    "Die Einsatzstelle verpflichtet sich gegenüber dem/der Teilnehmenden zur Zahlung des monatlichen Taschengeldes in Höhe von 180Euro sowie zur Fahrtkostenerstattung zwischen Einsatzstelle und Einsatzort und zur Zahlung eines Verpflegungszuschusses in Höhe von 52,47 für Abendessen und 81,54 für Frühstück/Mittagessen."

    Das Frühstück/Mittagessen wird mir abgezogen. Und zwar pauschal 81,54 Euro pro Monat...

    Meine Mutter sagt: entweder du findest dich damit ab und ärgerst dich nicht mehr - oder du sprichst es endlich an.. Recht hat sie. Und ich sehe es ähnlich wie Clara: Wenn ich es nichtmal dort schaffe, was zu sagen. Wie sieht das dann bei einem "richtigen" Job wohl aus :O ach, Hilfe..

    Mir ist schon klar, DASS ich was machen will und muss.. Aber ich krieg es seit 4 Monaten nicht hin... :-( was nur zu mehr Frust führt.. Nur könnt ihr da natürlich auch nicht viel machen, versteh schon :D

    liebe Grüße und Danke euch, Greentea :)
     
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  11. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    Und die Fahrkosten bekommst Du erstattet, nehme ich an, je nach Aufwand.

    Das mit dem Abzug für die Mahlzeiten mutet sonderbar an, zudem Dir automatisch
    der höhere Betrag abgezogen wird.

    Mir ist schon bewusst, dass Du noch recht jung sein musst, liebe GreenTea, und
    dass es für Dich eine neue Erfahrung ist, dass man sich oft im Leben persönlich
    dafür einsetzen muss, seine Rechte durchzusetzen.

    Du machst Dir viel zu viele Gedanken.
    Solche Angelegenheiten sind Normalität im Arbeitsleben, und es ist leider so,
    dass derjenige, der sich viel gefallen lässt und wenig hinterfragt, oft auf der
    Strecke bleibt. Es würde übrigens auch Deinem Selbstbewusstsein gut tun, wenn
    Du die Sache klären würdest. Es ist, wie gesagt, nur eine Frage an den Arbeitgeber
    und keine Morddrohung ;)

    Im Vorfeld bzw. um Dich wissensmäßig abzusichern würde ich zumindest
    telefonisch mit einer entsprechenden, in Arbeitsrecht kompetenten Stelle
    Kontakt aufnehmen.

    Ansonsten bin ich ganz bei Deiner Mom ... tu es einfach!

    LG
    Lucille
     
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  12. GreenTea

    GreenTea Active Member

    Ich bin 18 Jahre alt und ein armes, kleines, orientierungsloses Küken :D

    Nein :( - gut, oft fahre ich zum Glück Rad oder eine Kollegin nimmt mich mit :)

    aber gleich am Anfang hat bereits erwähnte Clara mir erzählt, sie sei früher vor ihrem Umzug mit der Bahn täglich 1 1/2 Stunden zu dieser Farm gefahren und hätte dafür 110Euro im Monat ausgegeben. Auf Nachfrage, warum sie das nicht zumindest teilweise wieder eingefordert hat, bekam ich die Antwort: "Die Farm hat ja nicht so viel Geld" .. worauf mir gleich einfiel: ich auch nicht :p ich sage aber in solchen Situation selten, was ich denke :-S

    ..dieser Vorfall hat dazu geführt, dass ich mir wahnsinnig blöd vorgekommen wäre, die 4,40Euro für Hin- und Rückfahrt mit dem Zug oder eine Entschädigung für meine Autofahrten zu verlangen, wenn es da diese "Musterschülerin" gibt, die sich aufopfert und über die Hälfte!! ihres Gehalts für ihre Fahrten investierte :O

    liebe Grüße, Greentea
     
  13. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    :)
    Du bist so alt wie eine meiner Töchter ... jaja, schwierige Phase :D:D
    Nein, im Ernst, Du bist ein sehr sympathisches Küken,
    das nur mal einen kleinen Schubser in das gefederte Hinterteil
    braucht. :cool:


    Oh menno, liebe GreenTea ... :confused: , Dein soziales Gewissen in allen Ehren - aber das
    ist zuviel des Guten! Mit einer derart falschen Rücksichtnahme tust Du Dir selbst
    wirklich keinen Gefallen. Du machst einen gewissenhaften Job - und das Gleiche darfst
    Du von Deinem Arbeitgeber erwarten. Alles andere ist unausgewogen und in Deinem
    speziellen Fall ist es für Deine Arbeitsmoral gar nicht gut, wenn Du Dich ausnützen
    lässt. Das fühlt sich doch ziemlich unfair an, nicht?

    Übrigens sind diese Organisationen nicht so "arm", wie Du sie Dir denkst, sondern
    sie werden von Ministerien auf Bundes- und Landesebene gefördert. Damit sie eben
    auch ihren Zahlungsverpflichtungen für ihre Mitarbeiter wie Dich nachkommen können.

    Also - BITTE gib Dir einen Stoß und sag/unternimm etwas.
    Es kann Dir nichts passieren!!

    LG
    Lucille
     
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  14. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Mit der erwähnten Clara bin nicht gemeint, nehme ich an...

    Wenn du adäquate Hilfe benötigst für dein Gespräch mit deiner Chefin, dann suche dir einen Anwalt/Anwältin für Arbeitsrecht. Ein Beratungsgespräch kostet nur eine Gebühr. Oder erkundige dich beim Kultusministerium deines Bundeslandes. Hol dir Rückendeckung. Du mußt nicht alleine mit deiner Chefin sprechen.

    Du bist mit 18 Jahren sicherlich noch sehr jung. Gerade deswegen finde ich es gut, daß du kein "orientierungsloses Küken" bleibst;) . Diesen Eindruck machst du, im Übrigen, gar nicht:).

    Wenn andere Kollegen von dir so, pardon, dusselig sind, sich ihr Fahrtgeld nicht erstatten zu lassen, dann ist das ihr Problem. Du willst es ihnen jedenfalls nicht gleichtun, sonst würdest du hier nicht schreiben.

    Du hast Rechte. Fordere sie ein. Du schaffst das!
     
  15. GreenTea

    GreenTea Active Member

    nehme ich auch nicht an - es sei denn du bist 22 und arbeitest in einer Waldjugendfarm ;) das wirst du selbst wissen :D

    mich garnichts ;) meine Eltern sind beide Anwälte :) und haben auch gesagt, sie würden mich da unterstützen. Aber wie gesagt - es ist doch fürs Arbeitsklima weder sinnvoll gleich mit dem Anwalt noch mit den Eltern (oder am schlimmsten: beides in einer Person vereint^^) aufzukreuzen.. oder auch mit der Trägerorganisation.. Könnt ihr das garnicht verstehen? Das ist doch dann wirklich so, als würden meine Nachbarn mir garnicht erst mitteilen, dass es sie stört, wenn ich Musik laut aufdrehe, sondern gleich die Polizei wegen Ruhestörung rufen.. da würde ich mich auch bedanken und wäre auf diese Nachbarn sicher nicht gut zu sprechen! Und 5 Monate muss ich mit dieser Frau noch aushalten und da tagtäglich arbeiten.. das kann schon lang sein, wenn das Arbeitsklima nicht stimmt -_-

    Ich werde versuchen, meine Chefin morgen oder übermorgen mal zu erreichen und ein Gespräch zu erbitten. Am besten aber schon alleine, denke ich. Wenn sie DANN blöd ist, könnte ich immer noch mit ein bis zwei Anwälten vorbeikommen :D aber ich nehm mir seit 4 Monaten vor "morgen mach ichs".. :(

    Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle [ängstlichen] Leute" ;)

    liebe Grüße und trotzdem Danke an euch, Greentea
     

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