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Hauskauf- enorme(!) Chemie+Schwingungsprobleme mit Verkäuferin

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Lebensfragen" wurde erstellt von Sowieso, 22 Juli 2021.

  1. Sowieso

    Sowieso New Member

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    Hallo in die Runde!

    Ich bin neu hier und habe mich eigens wegen dieser Sache hier angemeldet. Hoffentlich bin ich im richtigen Bereich, ansonsten bin ich dankbar für Hinweise oder Verschiebung.


    Mein Problem ist wahrscheinlich ein wenig ungewöhnlich, aber gewöhnliche gibts ja auch selten.
    Meine Frau und ich sind seit längerer Zeit auf der Suche nach einem Haus. Wenn man ein wenig im Thema ist, weiß man, dass der Markt angespannt ist, Preise, Konkurrenz und Zeitdruck hoch sind. Meist.
    Wir haben uns nun schon viel angesehen, einige Male wirklich auch Gefallen gefunden, dann aber wegen des Gutachterurteils leider zurücktreten müssen.

    Nun gab es die Situation, dass ein Bekannter meiner Frau eine Dame gut kennt, die ihr Haus verkaufen möchte und durch die Vermittlung kam es nun dazu, dass wir bereits dabei sind, den Notarvertrag für beide Seiten passig zu machen.

    Das Haus gefällt uns sehr, auch wenn es Punkte am/ums Haus und an den Konditionen gibt, die nciht optimal sind. Aber wir sind wirklich kaufwillig und uns in der Sache sicher.
    Allerdings gestaltete sich der Kontakt mit der Verkäuferin schon früh als eher schwierig. Durch eine recht harsche Art im schriftlichen Kontakt, der ab und an nötig war, fühlten wir uns nicht nur ein Mal wirklich massiv vor den Kopf gestoßen, haben das erstmal auch geschluckt und durch ein Gespräch mit dem Bekannten die Art der Dame auch ein wenig einordnen können.

    Um für beide Seiten wichtige Konditionen nochmals persönlich zu besprechen, waren wir vor einigen Tagen bei ihr und hatten nach anfänglich sehr angespannter Stimmung ihrerseits aber dann schlussendlich das Gefühl, dass wir einen gemeinsamen Nenner gefunden haben, in der Sache und auch zwischenmenschlich.

    Der Gutachtertermin kurz darauf war ein Desaster und ich bin wirklich immer noch bestürzt darüber, dass ein Mensch sich so gehen lassen kann und wir uns offenbar mit dem guten Gefühl zuvor so getäuscht hatten. Wir wurden wiederholt feindselig angepampt, der Gutachter ebenso- und wäre der nicht dabei gewesen und der Termin an sich so teuer und wichtig, hätten wir den Besuch dann wohl auch erstmal abgebrochen.Das war nicht grenzwertig, sondern über jegliche Grenze des auch nur annähernd halbwegs guten Benehmens weit hinaus.

    Wie gesagt, wir haben schon einiges angesehen, wir sind schon mit so manchen Situationen und Schicksalen konfrontiert und auch schon selbst in einer emotional schwierigen Verkäuferposition gewesen und meist verkaufen Menschen eben nicht einfach die "Sache" Haus, sondern es hängt da sehr viel mehr dran. Immer war das nachvollziehbar, manchmal auch mal bisschen schwierig. Niemals so wie jetzt mit dieser Dame, die, wie sie uns gegen Ende auf noch charmantere Weise mitteilte, eine Aussage unsererseits in den falschen Hals bekommen hatte.

    Auch sowas kann passieren, ich finde, es gibt da wirklich adäquate Weisen, wie man sowas dann kommunizieren kann. Das wäre zum Beispiel im Direktkontakt an dem Tag möglicih gewesen, als wir mit ihr gesprochen hatten. Oder per Mail oder nochmal unter sechs Augen in Zimmerlautstärke und einem angemessenen Ton.

    Wir hatten dann nicht mehr das Gefühl, dass sie uns ihr Haus verkaufen möchte und waren wirklich massiv verunsichert, bekamen dann am Tag darauf die Rückmeldung vom Kollegen/Bekannten meiner Frau, dass die Dame vieles ganz schlecht aufgefasst habe, von uns erstmal eine Pause möchte, nur den nötigsten Kontakt und ansonsten aber weiterhin das Haus zu den ausgehandelten Konditionen an uns verkaufen möchte. Zwischenmenschlich sei das aber 'gelaufen'.

    Wir sind völlig konsterniert. Im Grunde wäre hier eine Entschuldigung für ihr Verhalten uns gegenüber fällig gewesen und ja, auch wir hätten uns gerne entschuldigt für etwas, was da anders ankam als von uns gesagt und gemeint, das ist ja keine Frage. Aber nun lässt sie uns ausrichten, sie bräuchte von uns eine Pause und will nur noch den nötigsten Kontakt. Fraglich ist hierbei auch, wer das definiert, denn bislang erschienen uns schon für uns wichtige und selbstverständliche Fragen an sie eher eine Last zu sein und wir hatten sehr oft das Gefühl, zu stören.

    Wir sind beide gekränkt und ärgerlich, auch verunsichert. Und wir wissen nicht so richtig, wie wir uns nun weiter verhalten sollen bzw. möchten. Einerseits ist das Haus da, welches uns wirklich gefällt und wir gerne kaufen möchten (allerdings sind wir uns recht zeitig nach ihren früh gezeigten "Unarten" auch einig gewesen, dass nicht um jeden Preis...). Andererseits würden wir dafür wirklich viel Geld bezahlen und momentan fühlt sich das einfahc nicht gut oder richtig (?) an, dieser Person, die so über alle Maßen unhöflich und respektlos mit uns (+Gutachter) umgegangen ist, dieses Geld zu geben.Und irgendwie ist es ja auch von Vorteil, wenigstens einen sachlichen Kontakt haben zu können für eventuelle Fragen.

    Dieses Zwischenmenschliche hat aber mit dem Haus nichts zu tun, beeinflusst das ja nicht.

    Im Grunde möchte ich auch nicht hören bzw. lesen, was wir nun tun sollen. Das müssen wir ja schlussenendlich selber entscheiden. Vielleicht könnt Ihr ja einfach mal Eure Sicht der Dinge dazu mitteilen. Vielleicht auch einen Ratschlag zum Umgang für uns selbst nun damit.

    Ich freue mich über jede Rückmeldung und bedanke mich nun erstmal fürs Lesen.

    Gruß
    Renee
     
    Zuletzt bearbeitet: 22 Juli 2021
  2. Spätzin

    Spätzin Well-Known Member

    Hallo Renee,

    Unsachlichkeit, anmaßendes Verhalten der Gegenseite muß niemand hinnehmen.
    Wenn der Verkäufer nicht mehr verkaufen will weil noch zu viele Emotionen dranhängen ist es schwierig.
    Oft ist es ja auch so dass dann die Kommunikation gestreßt stattfindet und nix Gutes dabei rauskommt.

    Wenn Ihr darüber geschlafen habt habt Ihr Euch eure eigene Meinung gebildet und überlegt sicher dass es noch andere schöne Häuser gibt.
     
    Clara Clayton, Sowieso und Walter gefällt das.
  3. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Hallo Renee,

    erst einmal ganz grundsätzlich: Wenn ich jemanden einen Rat gebe, dann muss er ihn natürlich nicht befolgen. Das kann er/sie halten wie wie er/sie will.

    Wäre mir das Haus angeboten worden, würde ich sofort vom Kauf Abstand nehmen. Diese Frau will ihr Haus gar nicht verkaufen, so sehe ich das. Wahrscheinlich seid ihr nicht die einzigen potentiellen Käufer, die sie so behandelt. Sie hängt vermutlich emotional sehr an dem Haus und will abschreckend wirken mit ihrem schlechten Benehmen.

    Sie weiß, wie gerne ihr das Haus hättet und sie fühlt sich vielleicht bedrängt und unter Druck gesetzt. Vielleicht macht ihr das sogar Spaß, vielleicht ist ihr euer Angebot aber auch nicht recht und sie will so den Preis höher treiben.

    Wohnt denn die Dame noch in dem Haus? Falls ja, dann macht das die Sachlage noch komplizierter.

    Wäre ich an EURER Stelle würde ich die Tür nicht zuschlagen, sondern ihr zu verstehen geben, dass ich Zeit habe und mich auch noch anderweitig umschauen werde. Sie könne sich aber jederzeit melden, wenn sie doch noch verkaufen wolle.


    Gruß Clara
     
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  4. Sowieso

    Sowieso New Member

    Hallo Spätzin,

    herzlichen Dank für Deine Rückmeldung. Ja, das hast Du recht, sowas muss niemand hinnehmen und solch ein Verhalten IST anmaßend. Meine Einschätzung ist ebenfalls, dass sie eher verkaufen "muss" als dass sie es wirklich will, unten dazu nochmal Genaueres.

    Leider ist es nach dem "Drüberschlafen" noch nicht so, dass bei uns wirklich Klarheit herrscht und leider sind die anderen Häuser, wenn sie schön sind, eben deutlich teurer oder werden mit einem massiven Konkurrenz- und Zeitdruck verkauft, dann wird sich gegenseitig überboten... Was da gerade auf dem Markt passiert, ist der Wahnsinn.

    Hallo Clara,

    auch dir ein herzliches Dankeschön für deine Gedanken. Das mit dem Ratschlag ist richtig, ein gegebener muss natürlich nicht befolgt werden, ich fand meine Formulierung auch irgendwie unstimmig, es war spät und ich sehr aufgewühlt. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass uns natürlich niemand die Entscheidung abnehmen kann. :)

    Ja, es macht den Eindruck, als würde sie nicht wollen, das Gefühl hatten wir nach diesem Termin dann ja auch. Andere potentielle Käufer gibt es nicht, das macht die ganze Sache ja auf der einen Seite auch entspannter für uns, kein Konkurrenzdruck. Für sie ist es natürlich auch deutlich weniger stressig, denn mehr Verkäufer bedeuten mehr Anfragen, mehr Kontakte usw.usf. und jeder einzelne Kontakt scheint sie ja enorm zu belasten.
    Spaß hat sie an der Sache nicht, da bin ich mir recht sicher.


    Allgemein nochmal:

    Das Objekt wurde uns vor über einem Jahr gezeigt und wir haben dann zunächst einfach mal Interesse signalisiert, damals war noch nicht klar, WANN es dazu kommt, dass sie verkauft. Sie zieht mit ihrem langjährigen Partner hunderte km weg in ein neues Eigenheim. Ihre Tochter lebt in einer Einliegerwohnung im/am Haus und soll dort auch noch wohnen, bis die Ausbildung beendet ist.

    Für uns bedeutet das, dass wir deshalb erst im nächsten Sommer einziehen können(rechtlich und gutachtertechnisch ist das alles abgesichert). Die Tochter nutzt hin und wieder noch die Küche, da ihre unvollständig ist. Ursprünglich wurde uns gesagt, wir müssten dann eben entweder dafür sorgen, dass die Küche vollständig ist und sie autark oder sie nutzt ab und an mal die Küche mit in der Zeit.

    Wir hatten dann damals der Dame gesagt, wir suchen inzwischen aber weiter und wenn sie weiß, wann sie verkauft, freuen wir uns über Meldung. Da gab es keinen Druck unsererseits. Preislich nannte sie uns eine Spanne und wir boten ihr dann einen Betrag im oberen Mittel an, dem stimmte sie sofort zu und wirkte da auch froh drüber.

    Ein möglicher Punkt ist, dass sie eigentlich wollte, dass ihre Tochter bis Ende September 2022 alleine in dem Objekt sein kann, damit sie sich in Ruhe entscheiden kann und Zeit hat- wie es dann nach der Ausbildung weiter gehen soll. Ausbildungsende ist im Juli und wir haben dann Wert darauf gelegt, dass wir im August einziehen können, da das ein langer Zeitraum ist bis dahin und wir selbst nicht im Herbst umziehen möchten, einiges umbauen/renovieren/sanieren möchten und die Tochter ja gerne (haben sogar Nebenkostenfreiheit angeboten) auch noch dort wohnen kann in der Zeit.

    Ich gehe davon aus, dass sie sich nicht gut fühlt, ihre Tochter da jetzt alleine zu lassen. Unabhängig von uns. Wie gesagt, sie 'möchte' das Haus verkaufen, um die Arbeit nciht mehr zu haben und mit ihrem Partner in ein neues Eigenheim zu ziehen und dafür muss sie eben das Haus verkaufen. Wie es mit dem Wollen wirklich ist, weiß ich nicht, es ist ja aber nicht so, dass wir sie zwingen oder unter Druck setzen. Zeitdruck kam da eher von ihrer Seite, auch jetzt haben wir wiederholt signalisiert, dass wir Zeit haben- können ja eh erst in einem Jahr rein. Nur wenn wir den Vertrag unterschreiben und dann noch ein bis nä Jahr warten müssen, darf sie uns mit den zwei Monaten schon auch entgegen kommen, zumal wir ihre Tochter ja gerne dort wohnen lassen bis zum gewünschten Zeitpunkt.

    Ich finde, es scheint und wirkt so, wie Clara es auch beschrieben hat, sie verhält sich so mies, um Menschen zu verschrecken. So kam es uns beide Male in den vergangenen Tagen vor. Aber ob ihr das bewusst ist? Ich glaube, wenn wir abspringen, würde sie aus allen Wolken fallen und erstmal auch wirklich Stress bekommen...

    Entschuldigt bitte, dass ich jetzt so viel geschrieben habe, vielleicht sind so aber die Umstände nochmal ein wenig verständlicher geworden. Sie hat uns wie gesagt gestern signalisiert, dass sie uns das Haus weiterhin verkaufen wird zu den ausgehandelten Konditionen. Nur sonst so wenig wie eben möglich mit uns zu tun haben. Und das ist eben der Knackpunkt, die Art des Umganges zuvor und diese Rückmeldung.

    Wir möchten das Haus, aber was inzwischen für uns feststeht, wir würden das nicht ohne Rückmeldung hinnehmen und dann den Vertrag unterschreiben. Wir sind uns inzwischen einig, dass wenn wir das Haus kaufen, es wohl eine Rückmeldung und v.a. ein Einfordern eines angemessenen Umganges geben wird... da sind wir noch nicht sicher und aktuell auch noch nicht in der Lage. Das muss erstmal sacken, sortiert werden auch. Da hilft mir aber auch das Niederschreiben und Eure Rückmeldung sehr weiter. Vielleicht habt Ihr ja ein paar Anregungen für eine Rückmeldung- falls wir uns für den Kauf entscheiden sollten. Sollte Sie dann abspringen, dann wäre das so.

    Falls nicht(Kauf), bekommt sie natürlich auch eine(Rückmeldung).

    Nun bedanke ich mich erneut bei Euch fürs Lesen und auch für Eure bisherigen Gedanken.:)

    Viele Grüße
    Renee
     
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  5. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Hallo Renee,

    mein Vorschlag wäre hier, dass ihr euch anwaltlich beraten lasst. Klar, das kostet erst einmal wieder Geld. Doch wenn ihr so ein großes Interesse an dem Haus habt, sollte euch das wert sein.

    Vor Jahren haben mein Mann und ich einmal, aus anderen Gründen, eine Anwältin aufgesucht, die auch als Mediatorin arbeitet. Sie hat uns sehr sinnvolle Tipps gegeben und einen Brief vorformuliert, den wir dann selber geschrieben haben, um die Gegenseite nicht zu verschrecken. Vielleicht wäre das auch etwas für euch. Manchmal hilft es sich in die Psyche der Leute hineinzuversetzen, damit ein Ziel erreicht werden kann, mit dem alle Seiten zufrieden sind.

    Liebe Grüße dir und alles Gute für euch!

    Clara
     
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  6. Sowieso

    Sowieso New Member

    Hallo Clara,

    danke für diesen wirklich hilfreichen Anstoß. Zwar würden wir jetzt nicht gegen Bezahlung eine solche Hilfeleistung in Anspruch nehmen (wollen, da wenns blöd läuft Gutachter+Notarkosten als Lehrgeld drauf gehen), aber es gibt ja durchaus auch online Angebote von Menschen, die einem da kostenfrei Hilfestellung geben. Diese Energie und Mühe ist uns das Haus auf jeden Fall wert.

    Eine solche Person habe ich gerade angeschrieben und sogar direkt Rückmeldung erhalten. Unser Anliegen wäre ähnlich wie ich das von dir und Mann früher verstand, nämlich ein Schreiben zu formulieren- in dem wir zwar unsere Position verdeutlichen, aber auch weiter offen bleiben und nicht unnötig verletzen oder abschrecken.

    Die Person möchte das am Wochenende überdenken und meldet sich dann bei uns. Ich bin da recht zuversichtlich, dass ich auf die Weise Hilfestellung bekommen kann, auch wenn diese Frau nun absagen würde. Ich hoffe natürlich, sie unterstützt uns. :)

    Also. DANKE, tolle Idee! (y)
    Ich werde berichten, wie sich das Ganze entwickelt hat und ob es zum Kauf kam oder nicht.
     
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