In der Beziehungsfalle: Fühle mich als Ersatzfrau!

Ich bin von allen meinen Freunden betrogen worden.
Warum?
Weil meine Mutter den Bruder ihres Mannes, meinen Onkel, netter findet als meinen Vater.
Und mein Vater das weiss.
Er fühlt sich als Ersatzmann.
Und ich denke schnell, dass meine Freunde andere netter finden als mich.
 
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Lucille

Well-Known Member
Dir auch Hallo ;)

Deine Mutter geht fremd (tatsächlich oder nur gefühlsmäßig?),
Deine Freunde betrügen Dich und Deine Mutter ist schuld?

Ist es das, was Du meinst?

LG
Lucille
 

pisces

Well-Known Member
also, die zusammenhänge erschliessen sich mir im moment noch nicht. kannst du das bitte noch einmal näher erläutern? vielleicht wird's dann transparenter.
 

Silence

Well-Known Member
Hallo Christine,

ersteinmal ein herzliches Willkommen , von mir :) an dieser Stelle !

stehen die zwei Vorfälle, Die Dich beschäftigen, irgendwie miteinander in Verbindung?

Zum einen scheint es Dich zu belasten, daß Deine Mutter ihren Schwager liebt ( oder eine Affaire hat, DEINEN Vater betrügt ) und zum anderen gehts Dir darum, daß Du Dich von Deinen Freunden betrogen fühlst!?

Bezieht Dein Vater Dich in SEINEM Kummer mit ein ?
Sitzt Du zwischen zwei Stühlen, weil Du Deine Eltern beide liebst und nicht weißt, wie Du Dich verhalten sollst?

Damit wir den Durchblick haben, wäre es gut, wenn Du ausführlicher schreibst.

Viele liebe Grüße,

Silence
 

Hortensie

Well-Known Member
Warum bist du von all deinen Freunden betrogen worden? Das erschließt sich mir nicht ganz.
Den Rest verstehe ich schon, zumindest deine Gefühle. Bist du jetzt von den Freunden wirklich
betrogen worden, oder denkst du das nur?
Hast du Beispiele? Denkst du, dass du die Rolle deines Vaters übernimmst?
 
Schnell noch ein kurzer Gruss, bevor ich wieder verschwinde! (Name)

Wie geht man mit solchen Mustern um ?
Übertragungen, die man - halb unbewusst - von seinem Umfeld - übernimmt ?

Ich hatte zum beispiel eine langjährige Freundin, die meine Bezugsperson war.
Deren Mutter macht eine Psychotherapie und hat wegen einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft ihrne Mann verlassen, der sich daraufhin das Leben nahm. Diese Freundin überträgt diese Beziehungskonstellaton auf mich.

Was soll ich machen ?

Die
 
Also: Mein Vater denkt viel an mich . Dann denkt er aber auch wieder an meine Mutter und an sich. Meine Mutter gibt ihm offensichtlich das gefuehl, nur 2. Wahl gewesen zu sein und darueber denken sie gemein viel nach - und streiten sich. Ich habe derweil so meine Affaerchen und ertappe mich immerwieder dabei, zu denken, ACH 'Die A. oder die K. mag er aber wohl lieber...'usw. Ich denke eben schnell, die leute moegen mich nicht so - genau wie meine Mutter meiem Vater immer vorhaelt, er waere nur die 2. Ehe, der 2. Mann, nur halb so viel wert etc. Das scheint er auf mich zu uebertragen und ich mache das unbewusst mit! Mehr wollt ich nicht sagen.

Und der zweite Beitrag ist so ein anderes Beispiel fuer Beeinflussung in meinem Umfeld: Dinge, die andere von d e r e n Eltern uebernommen haben, ohne sich dessen bewusst zu sein. Wir denken ja immer gerne schnell, wir waeren frei! aber durch solche familienstellungenkonstellationen werden wir uns dann bewusst, we gefangen wir in den un(ter)bewussten Einfluessen unserer Familien sind.
 

Spätzin

Well-Known Member
Wenn du so denkst, könntest du dafür oder dazu mal eine systemische Aufstellung machen. Braucht ja nicht für die Familie sein, sondern nur für das Thema.

Lieeb Eberesche, das wäre auch mein Vorschlag für Christine!

Hallo Christine, probier es einfach aus, ich denke, es hilft.

Und Du solltest Dich unbedingt abnabeln von Deinen Eltern, Wie alt bist Du?
 

Clara Clayton

Well-Known Member
Hallo,

klar übernehmen wir Verhaltensmuster der Eltern und übertragen sie auf unser Leben.

Aber wir sind denkende Menschen, wir können das ändern. Wir sind nicht gefangen in unseren Strukturen. Wir können sie durchbrechen.

Du hast ja bereits erkannt, daß du das vorgelebte Verhalten deiner Eltern auf dich überträgst. Das ist der erste Schritt.

Nicht alles, was wir in unserem Leben erleben, lernen oder lassen, müssen wir zwangsläufig so tun, wie unsere Vorfahren es gemacht haben. Wir entwickeln uns weiter und sehen, daß unsere Eltern zwar in vielen Dingen eine Vorbildfunktion haben - allerdings nicht immer eine positive.

Irgendwann kommt einmal die Zeit in der wir erwachsen sind und unseren eigenen Weg finden müssen. Wir können uns nicht ständig darauf berufen, daß unsere Eltern an all unserem Tun "schuld" sind.

Ich wünsche dir, daß du deinen Weg findest und frei sein wirst in deinem Verhalten und deinem Denken.
 
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