Männer sind sie anders als früher?

hexerl

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28 Januar 2007
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Hallo

ich hoffe ich bin mit dem Thread hier in der richtigen Rubrik.
Neulich in einer gemütlichen Abendrunde kam ein Thema auf das ich auch hier gerne ansprechen möchte.

Es ging darum, ob Männer heute anders denken und fühlen als früher?
Immer wieder lesen wir von Stalking, was führt dazu?
Sind wir Frauen selbständiger geworden und fühlen sich die Männer dadurch vor den Kopf gestossen?

Halten Männer eher noch an Beziehungen fest auch wenn es Probleme gibt?

Sind Männer empfindsamer und ängstlicher als wir Frauen im Leben geworden?

ich würde mich sehr über Eure Antworten freuen.

liebe Grüsse
Hexerl
 
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AW: Männer sind sie anders als früher?

Liebe Hexerl,

ich hoffe ich bin mit dem Thread hier in der richtigen Rubrik.
Neulich in einer gemütlichen Abendrunde kam ein Thema auf das ich auch hier gerne ansprechen möchte.

Es ging darum, ob Männer heute anders denken und fühlen als früher?

Ich glaube, dass alle heute anders denken und fühlen als früher, denn z.B. in Kriegszeiten gabs keine Möglichkeit, sich mit seinen Gedanken, Gefühlen und seinem Bewusstsein auseinanderzusetzen, es war alles nur auf Überleben ausgerichtet, so hat jede Zeit ihre verschiedenen Qualitäten.


Immer wieder lesen wir von Stalking, was führt dazu?

Diese Erklärung ist aus meiner Sicht zu lang um sie hier zu beschreiben, aber ich will anmerken, dass Stalking nichts anderes ist als der Fan-Kult, den hysterische Mädchen, die schon zu Beatles-Zeiten bei Konzerten in Ohnmacht fielen, gemacht haben. Nur dass sich Männer niemals so vor Frauen fürchten, einfach ob der körperlichen Stärke, die sie haben. Also auch da sehe ich keinen Unterschied zwischen männlichem und weiblichem Verhalten, sondern nur in der Natur des männlichen (vermeintlich starken??) und weiblichen (vermeintlich schwachen??), also in unseren eigenen Überzeugungen, wer denn hier das starke und schwache Geschlecht ist.

Sind wir Frauen selbständiger geworden und fühlen sich die Männer dadurch vor den Kopf gestossen?

Ja natürlich, wir Frauen haben uns neu definiert und damit bleibt auch den Männern nichts anderes übrig - wir haben damit angefangen, also wer ist hier schwach??


Halten Männer eher noch an Beziehungen fest auch wenn es Probleme gibt?

Das glaub ich nicht, ich denke, Männer erkennen die Probleme nicht so schnell, weil sie sie nicht wahrhaben wollen (wie kann man mit Problemen stark sein???) Ich will hier nicht generalisieren, aber ich kenne einige Ehen, in denen die Männer völlig baff waren, als ihre Frauen sich getrennt haben und die Aussage war immer gleich - ich verstehs nicht, WIR hatten doch keine Probleme.

Sind Männer empfindsamer und ängstlicher als wir Frauen im Leben geworden?

Denk ich nicht, sie sind durch unsere Änderung dazu aufgerufen, empfindsamer zu werden, aber nicht empfindsamer als wir Frauen, sondern eben gleich(wertig) und sich ihren Gefühlen zu stellen. Zu empfinden, zu fühlen und nicht nur zu denken macht vorerst mal Angst.

Liebe Grüße,
Free Spirit
 
AW: Männer sind sie anders als früher?

Liebe Free Spirit

danke für Deine Antwort, ich freu mich!

Nun ja sicher wir haben eine neue Zeit und es hat sicher andere Qualitäten als früher,
doch sind wir ja auch noch "jung" genug um durch die "Generationen" geprägt geworden zu sein.

Männer früher, waren sorry, einfacher als heute, finde ich,
ihre Konzentration galt der Familie und es gab einen Zusammenhalt,
den ich heut irgendwo in vielen Beziehungen meines Umfeldes vermisse.

Klar, viele Ehen beruhten aus Vernunft, heute auch noch,
weil die wirtschaftliche Lage sich wieder angespannter darstellt.

Nur mit dem Unterschied dass, heute meist Beide Partner arbeiten gehen.

Darin sehe ich auch einen grossen Unterschied zu früher.
Klar gab es auch früher die Möglichkeit finde ich, s
ich mit den Gedanken auseinander zu setzen und auch manches Mal mit den Gefühlen...

Was das Thema : Stalking angeht, nun, wie weit Frauen ,
das nach einer Beendigung der Beziehung durch den Mann auch machen,
kann ich leider nicht so beurteilen, weil hier sehr viel weniger darüber gesprochen wird.

Wenn ein Mann sich als " Stalker" verhält, wenn Frau die Beziehung auflöst ,
so wissen Frauen sich oft nicht mehr anders zu helfen als zur Polizei zu gehen,
wohl auch weil uns Männer "körperlich" überlegen sind,
was uns schwach erscheinen lässt und uns Angst macht.

Nur das würde dann heissen, dass Männer hier in Beiden Fällen,
als Stalker oder Stalking-Opfer sich dann doch "stärker" fühlen?

hm, Du schreibst hier:
"Ja natürlich, wir Frauen haben uns neu definiert und damit bleibt auch den Männern nichts anderes übrig
- wir haben damit angefangen, also wer ist hier schwach??"

der erste Teil ist mir klar, nur die Frage nach wer ist hier schwach??
verstehe ich nicht so ganz... bitte was genau meinst Du damit?

liebe Grüsse
Hexerl
 
AW: Männer sind sie anders als früher?

Liebe Hexerl,

Nun ja sicher wir haben eine neue Zeit und es hat sicher andere Qualitäten als früher,
doch sind wir ja auch noch "jung" genug um durch die "Generationen" geprägt geworden zu sein.

Klar sind wir geprägt davon, vom Patriarchat an und für sich und daher haben wir begonnen, uns dagegen aufzulehnen. Weil wir nicht mehr an zweiter Stelle stehen wollen, weil wir gleichwertig, gleichberechtigt sein wollen, aber auch hier kommts mir auf die Mittel an - muss ich kämpfen, um mich gleichwertig zu fühlen oder kann ich diese Wertigkeit in mir entwickeln?

Männer früher, waren sorry, einfacher als heute, finde ich,
ihre Konzentration galt der Familie und es gab einen Zusammenhalt,
den ich heut irgendwo in vielen Beziehungen meines Umfeldes vermisse.

Frauen früher, waren sorry, einfacher als heute, finde ich, ihre Konzentration galt der Familie und es gab einen Zusammenhalt, den ich heut irgendwo in vielen Beziehungen......... (soll jetzt nur ein Spass sein, dass ich deine Worte genau wiederhole *grins*)........wir Frauen haben begonnen, die alten Wertesysteme zu hinterfragen und uns zu ändern - frag mal die Männer, wie sie das sehen, die kennen sich nämlich gar nicht mehr aus mit uns, weil wir uns das althergebrachte System des Patriarchats nicht mehr gefallen lassen. 70 % der Scheidungen heute werden von Frauen eingereicht - das macht die Männer natürlich unsicher.

Nur das würde dann heissen, dass Männer hier in Beiden Fällen,
als Stalker oder Stalking-Opfer sich dann doch "stärker" fühlen?


Ja, genau, einfach weil sie die Überzeugung, dass sie stark sind, seit Generationen mitbekommen haben - Prägungen..... und weil wir uns diese Überzeugung erst mühsam erarbeiten müssen. Ich kann nur "Opfer" werden, wenn ich mich innendrin schwach fühle und deshalb sind Männer sicher nicht so oft Gewaltopfer wie Frauen.

der erste Teil ist mir klar, nur die Frage nach wer ist hier schwach??
verstehe ich nicht so ganz... bitte was genau meinst Du damit?

Je mehr wir Frauen uns entscheiden, nicht mehr brav, angepasst, schwach und hilflos sein zu wollen, desto verunsicherter sind die Männer, denn sie können nicht mehr den grossen Beschützer spielen und sie können nicht mehr bestimmen und dominieren. Wenn wir Frauen unsere innere Stärke entwickeln - dann werden die Männer unsicher in ihrem erlernten Rollenverhalten, die (gelernte) Selbstsicherheit, die starke Fassade bröckelt ab und dann sind sie vorerst mal genauso schwach wie wir Frauen in unserem (gelernten) Rollenverhalten, dann müssen sie sich auch neu definieren, dann beginnt das Ringen, wer stärker ist, dann beginnt der Machtkampf, und davon sind die meisten Beziehungen heutzutage geprägt - es geht meistens darum, wer stärker ist, wer gewinnt und da gibts kein Miteinander, sondern nur ein Gegeneinander - solang bis beide in ihre wahre innere Stärke gefunden haben und den anderen als gleichwertig neben sich leben lassen können - dann wird eine glückliche Beziehung draus.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu umfangreich. Wie auch immer, ich möcht einfach nicht, dass hier irgendwer besser oder schlechter sein soll als das andere Geschlecht, denn erst wenn wir alle beide Qualitäten, die männlichen und die weiblichen in uns selbst entwickelt haben, sind wir im Gleichgewicht. Es macht für mich keinen Sinn, Männer schlechter hinzustellen als Frauen, denn für mich sind einfach alle Menschen gleich viel wert und dann hören sich alle Spielchen um Stärke, Schwäche, Macht und Ohnmacht auf.

Liebe Grüße,
Free Spirit
 
AW: Männer sind sie anders als früher?

liebe Free Spirit :-)



Weil wir nicht mehr an zweiter Stelle stehen wollen, weil wir gleichwertig, gleichberechtigt sein wollen, aber auch hier kommts mir auf die Mittel an - muss ich kämpfen, um mich gleichwertig zu fühlen oder kann ich diese Wertigkeit in mir entwickeln?

nein! ich finde es nicht nötig darum zu "kämpfen" da ich der Ansicht bin, ändere ich mich, verändert sich auch mein Umfeld mit mir irgendwann mit.



Frauen früher, waren sorry, einfacher als heute, finde ich, ihre Konzentration galt der Familie und es gab einen Zusammenhalt, den ich heut irgendwo in vielen Beziehungen......... (soll jetzt nur ein Spass sein, dass ich deine Worte genau wiederhole *grins*)
....

*lach* Treffer versenkt ;-) mit Dir zu diskutieren macht Freude! Danke! Diesen Satz hab ich vorhin gewähl, eben um auch aus diese ewigen Gegenargumente, die man oft hört, wenn es wo mal nicht so klappt, ja heisst es dann immer : "früher war es ja sooo einfach" ..ich kann es einfach nicht mehr hören *grins* wenn Muttchen damit anfängt!

....wir Frauen haben begonnen, die alten Wertesysteme zu hinterfragen und uns zu ändern -

jaaaa! wir haben es nicht nur begonnen, wir haben es auch geändert! :-)

frag mal die Männer, wie sie das sehen, die kennen sich nämlich gar nicht mehr aus mit uns, weil wir uns das althergebrachte System des Patriarchats nicht mehr gefallen lassen. 70 % der Scheidungen heute werden von Frauen eingereicht - das macht die Männer natürlich unsicher.

Nun, ja wir haben, auch in besagter Abendrunde eben auch das mit unseren Männern diskutiert, sie behaupteten sich sehr wohl! angepasst zu haben, empfindsamer und einfühlender! geworden zu sein....naja das war eine sehr heisse Diskussion *grins* auch Angst gaben einige Herren zu hätten sie schon auch *wundermichheutnoch*

Ich kann nur "Opfer" werden, wenn ich mich innendrin schwach fühle und deshalb sind Männer sicher nicht so oft Gewaltopfer wie Frauen.

hmm, nun, leider zeigt hier die Nachrichtenwelt oft was anderes, sprich, Schläge, Vergewaltigungen, Morde...:escape: aus Eifersucht, oder was weiss Gott noch welche Motive...

Je mehr wir Frauen uns entscheiden, nicht mehr brav, angepasst, schwach und hilflos sein zu wollen, desto verunsicherter sind die Männer, denn sie können nicht mehr den grossen Beschützer spielen und sie können nicht mehr bestimmen und dominieren. Wenn wir Frauen unsere innere Stärke entwickeln - dann werden die Männer unsicher in ihrem erlernten Rollenverhalten, die (gelernte) Selbstsicherheit, die starke Fassade bröckelt ab und dann sind sie vorerst mal genauso schwach wie wir Frauen in unserem (gelernten) Rollenverhalten, dann müssen sie sich auch neu definieren, dann beginnt das Ringen, wer stärker ist, dann beginnt der Machtkampf, und davon sind die meisten Beziehungen heutzutage geprägt - es geht meistens darum, wer stärker ist, wer gewinnt und da gibts kein Miteinander, sondern nur ein Gegeneinander - solang bis beide in ihre wahre innere Stärke gefunden haben und den anderen als gleichwertig neben sich leben lassen können - dann wird eine glückliche Beziehung draus.

Absolut! Einige dieser Machtkämpfe hab ich schon hinter mir und auch im Bekanntenkreis miterlebt, hoffen wir mal dass auch hier die Gleichwertigkeit und die Akzeptanz und Toleranz ebenso die Liebe wieder in den Vordergrund treten wird und diese Machtkämpfe die absolut unnötig das Leben schwer machen auch damit ein Ende finden.
Ein Miteinander ist immer wertvoller und angenehmer als ein Gegeneinander!

Es macht für mich keinen Sinn, Männer schlechter hinzustellen als Frauen, denn für mich sind einfach alle Menschen gleich viel wert und dann hören sich alle Spielchen um Stärke, Schwäche, Macht und Ohnmacht auf.

dem kann ich nur noch zustimmen, sehe ich auch so!

Ganz liebe Grüsse
Hexerl
 
AW: Männer sind sie anders als früher?

hmm, nun, leider zeigt hier die Nachrichtenwelt oft was anderes, sprich, Schläge, Vergewaltigungen, Morde... aus Eifersucht, oder was weiss Gott noch welche Motive...

Das meinte ich nur in Bezug auf Frauen, Frauen üben nicht so oft körperliche Gewalt aus wie Männer, einfach weil sie auf der körperlichen Ebene ja wirklich nicht so stark sind.

So, ich glaub, jetzt sollten doch die anderen auch mal zu Wort kommen. Es hat mich sehr gefreut, mit dir zu posten, macht Spass und danke dafür.

Liebe Grüße,
Free Spirit
 
AW: Männer sind sie anders als früher?

liebe Free Spirit :-)

ja ich freu mich auch sehr über unsere Gespräche hier und danke Dir, denn Du hast mir den Einstieg hier ins Forum sehr erleichtert, mir Mut gemacht, dass ich weiterschreibe.

Hoffe sehr dass wir hier noch ein paar Mutige finden, die sich zu dem Thema hier auch äussern ;-).

Wünsche Dir einen schönen Tag!
liebe Grüsse
Hexerl
 
Guten Morgen,

zu eurem Thema möchte ich folgendes sagen. So unrecht habt ihr nicht mit euren Äußerungen. Auch ich bin der Typ Mann der früher vor nichts Angst hatte und Lebensfroh gewesen ist. Damals hatte ich meine Arbeit & war auch sehr sportlich. Seid einem brutalen Überfall aus dem Hinterhalt durch 2 Täter das war 1996 habe ich jede Lebensfreude verloren. Bin dadurch ängstlicher geworden, obwohl man es immer zu verdrängen versucht. Doch die durch den Überfall zurück gebliebenen schweren Verletzungen haben ihr übriges dazu getan. Ich leide seitdem unter etlichen mit Angstzuständen verbundenen Symptomen. Zuletzt erhielt ich auch noch von der Präsidentin des für die Region des Landkreises wo ich brutal zusammen getreten wurde noch folgende e-mail...eine offene UK -Fraktur wäre nicht Entschädigungswürdigend. Das waren jedoch nicht die einzigsten Verletzungen die mir zugefügt wurden und dennoch werden diese immer wieder unter den Tisch gekehrt. Alle " Achtung" an unseren sogenannten Rechtsstaat.
 
Hallo Hexerl,

also für mich persönlich hat sich einmal nicht sehr viel verändert, da für mich eine Frau immer gleichwertig war. Da habe ich aber sicher einen sehr grossen Vorteil gegenüber meinen Geschlechtsgenossen, die sehr oft grosse Schwierigkeiten haben, die althergebrachten Schemen abzulegen (habe selber eine Coachinggruppe für Singles, weiss also, wovon ich rede).

Allerdings muss ich auch sagen, dass die Emanzipation aus meiner Sicht eigentlich völlig schief gegangen ist. Denn eigentlich haben die Frauen nur erreicht, dass sie im Berufsleben endlich auch das männliche Vorbild nachäffen dürfen. Schade, denn es gelingt nur sehr wenigen Frauen, ihre weiblichen Stärken im Berufsleben wirklich umzusetzen, und nicht einfach nur "Mann" zu spielen.
Ein völlig unfairer Faktor dabei ist, dass Frauen heutzutage im Berufsleben mi dem Aufstieg bevorzugt werden umd die Frauenquote zu erreichen, obwohl die notwendige Qualifikation oder Persönlichkeit nicht da ist.

Was aber noch schlimmer ist, dass heutzutage Frau auf Grund der wirtschaftlichen Gegebenheiten viel zu sehr gezwungen ist einer Arbeit nachzugehen. Nicht um sich selber umzusetzen, sondern rein aus wirtschaftlichem Druck. Und das geht auf Kosten der Kinder.

Um deine Fragen zu beantworten:

Ja, Männer sind heute anders. Sie sind total unsicher, weil sie einfach unterschiedliche Frauentypen kennenlernen. Einerseits die Frau die noch in den alten Regelsystemen leben möchte, und andererseits die Coole Business-Lady. Da ist einfach eine neue Meinungsbildung gefragt, was man als Mann wirklich haben möchte, und wie man mit diesen Frauen dann umgehen will.

Die Frauen haben es sich in der Emanzipation auch recht einfach gemacht. Sie haben einfach gesagt "wir wollen alles das, was die Männer auch haben". Ja, nur, die Vorteile die wir bisher als Frauen hatten, die würden wir natürlich bitteschön auch gerne behalten. Im Moment haben daher auch eher die Männer das Problem, sich wieder zu emanzipieren :)! Denn leider haben die (meisten) Frauen trotz aller Emanzipation eines nocht nicht gelernt: wirklich vollinhaltlich die Verantwortung für sich selber zu übernehmen. Da gibt es dann auch kein "du bist für meine Unterhaltung zuständig", "ich möchte mich umsetzen, also versorge mich", ....

Männer denken und fühlen heute sicherlich anders als noch zu Beginn der Emanzipation, weil es einfach mittlerweile mehr Bewusstsein gibt, dass etwas anders IST. Was derzeit aber noch sehr viel fehlt ist das Bewusstsein, dass Mann dafür auch anders sein MUSS. Das ist halt eine gewisse Statik in der Gesellschaft, die sicherlich mehrere Generationen brauchen wird um sich einzupendeln. Und in der Zwischenzeit muss jeder seinen eigenen Weg durch diesen Dschungel finden.

Männer halten sicher länger an Beziehungen fest als Frauen. Wobei ich da nicht bei Free Spirit bin, es sind sicherlich genauso viele Frauen wie Männer überrascht, wenn der Partner plötzlich geht. Ganz im Gegenteil, die Frau in ihrer Rolle als Bewahrerin übersieht oder toleriert sehr oft das Fremdgehen des Partners, und ist dann überrascht wenn dieser zur Freundin zieht ....
Den meisten Männern ist vor allem die Versorgung wichtig (wie von Mama gelernt), und daher können sie eine Beziehung sehr lang aufrecht erhalten ... hauptsache sie werden versorgt. Dass das dann oft nurmehr ein nebeneinander her leben ist, das stört dabei weniger ....

Liebe Grüße
 
Hallo hexerl!
Ich glaube nicht, dass jemand anders geworden ist. Ich sage es so, die Menschen trauen sich zu sein was sie sind. Das betrifft Mann und Frau, es beruht sich auf Gegenseitigkeit.

Anno dazumal gabe es die Rollen des Mannes der ausschliesslich für die Versorgung, fürs Geldverdienen zuständig war, die Frau für Familie etc. Dieses Bild war früher leistbar. Man hatte in der Wohnung mit viel Glück einen Fernseher drinnenstehen, einen Radio, dass war es schon, man brauchte nicht soviel Geld, man konnte mit einem Gehalt wirtschaften. Man(n) bekam Arbeit, da waren nicht solche Gefährdungen mit Kündigungen, Arbeitslosigkeit.
Das war einmal.

Heute geht nichts mehr oder selten mehr mit einem Gehalt. Familie heisst in den zumeist, 2 Gehälter müssen her. Somit musste sich die Frau verändern, Geld verdienen, der Mann muss sich ändern, er übernimmt Aufgaben wie Haushalt, Kinder.

Somit muss die Frau heute den Mann stehen, der Mann muss die Frau stehen. Die typischen Männersache, Frauensache gibt es heute nicht mehr. In der Familie muss und so sehe ich es auch im Bekanntenkreis, jeder für alles da sein und jede Arbeit geteilt werden.

Zweiteres, alles zu teilen finde ich besser, ich fands eine tolle Erfahrung, Windeln zu wechseln mit dem Kinderwagen herumfahren nach dem Job und auch beim Nachtgeschrei;-) dabei zu sein.

Männer hatten weder vorher noch nachher mehr oder weniger Angst. Man(n) zeigt und redet davon. Ich finde das eine positive Entwicklung. Vielleicht erschreckt das auch Frauen, weil sie das alte Modell des Mannes noch in Erinnerung haben, der schwieg und alles reingefressen hat an Kummer und Ängste um sein Gesicht nicht zu verlieren. Möglicherweise kommen sogar Frauen damit nicht zurecht. Ich weiss es nicht.

Festhalten an Beziehungen. Das betrifft Mann und Frau zu gleichen Teilen. Dort wo Gefühle sind, kämpft man, wo keine sind geht man. Über prozentuell wer was mehr macht, ja keine Ahnung.
Genauso was Stalking betrifft. Ich bin da kein Experte, wenn ich aber gelegentlich Zeitung lese glaub ich mal, Stalking ist nicht Männersache alleine. Wenn aber wo eine Statistik da ist, wo hervorgeht, der Mann stalkt mehr als Frau, ja von mir aus.

Ein Mann fühlt auch so wie immer, nur durfte er früher weniger zeigen, er war geprägt von Vorgaben der Gesellschaft. Wir haben insoferne an Stärke zugelegt, dass uns das egal ist. Wir wollen keine Erwartungsvorgaben mehr sein. Ein Mann muss jenes und dies und das, ein Mann muss gar nichts und er lebt es, manche beginnen zu stricken, weil es Spass macht und weil wir uns leben wollen und nicht durch Vorgaben gelebt werden wollen. So gesehen ist das die Änderung ohne wirklich jemals anders gewesen zu sein.

Versorgt werden muss ich gar nicht, ich bekoche mich selber und eine Waschmaschine kann heute jeder Depp aufdrehen, die Geschichte, hauptsache der Mann wird versorgt ist im aussterben.
lg
Ritter Omlett
 
@Hallo Stummer Schrei42

Wahrscheinlich gibt es im Leben Ereignisse, wo einem das Lachen einfach vergeht. Ich habe jetzt gleichfalls eine Phase hintermir, jetzt kommt nach und nach wieder positives Denken und Lebensfreude retour (meine 2 Freunde verstorben, sowie Eltern) in den den letzen 3 1/2 Jahren.

Du bist mutig, Stummer Schrei, du bekennst dich dazu Angst zu haben. Ich finde das toll, dass du es teilst. Angst ist mir nicht unbekannt, nach Sterbebegleitungen, auch Angstzustände. Ich habe diese durch viel Bewegung und Sport wegbekommen. Es passt wieder alles.

Welche Verletzungen hast du davongetragen? Wie beeinträchtigen diese Verletzungen deine heutige Gesundheit.?
Lasse dich nicht unterkriegen, das schaffst du !!!!!!!

Ritter Omlett
 
Ich glaube, dass sich sowohl Frauen als auch Männer viel weniger nach Klischees verhalten, sondern ihren eigenen Weg gehen wollen. Ich denke aber nicht, dass sich vieles bei den Männern verändert hat. Das kommt dir nur so vor.
 
Naja, Männer sind heute schon anders.
Klar hat sich da einiges/vieles geändert.

Wenn einst mein Großvater zur Oma sagte: "Bist ruhig" dann war sie auch ruhig.
Bei meinem Vater war das nicht viel anders.
Und heute?
Würde mir das meine Frau sagen, - dann bin ich ganz sicher ruhig.
Nicht aus Unterwürfigkeit oder weil ich schon handzahm geworden bin sondern
weil es sehr praktisch ist und damit auf jeden Fall Streit vermieden wird.
Letzteres nur unter Bedachtnahme auf einen Beitrag, bei dem eine Userin schrieb, -
Männer wollen nicht streiten.
Ich hab ihr damals recht gegeben und sah'/seh' auch nix Böses daran.

lg martin040
 
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Deinen 1. Satz finde ich sehr wichtig, lieber naturo. Der trifft es!

Viele Jahre lang habe ich meine kleine Firma geleitet. Das war am Anfang nicht gerade einfach und ich war oft verzweifelt. Besonders der Umgang mit Angestellten aus der Logistikbranche ist mir nicht leichtgefallen. Und das, obwohl ich einst eine kaufmännische Ausbildung in genau dieser Branche gemacht habe. Aber es ist halt etwas anderes, wenn ich als Auszubildende nur Anweisungen ausführe, oder ob ich die Entscheidungsgewalt habe - und zu diesen Entscheidungen stehen muss.

Es kam da schon mal vor, dass ein LKW-Fahrer nicht mir, sondern meinem Chef die Lieferliste zur Unterschrift vorlegen wollte, weil er ganz selbstverständlich meine Aushilfskraft für meinen Vorgesetzten hielt. Auch wurden meine Anweisungen und Entscheidungen von vielen Männern, mit denen ich zusammen arbeitete ständig in Frage gestellt.

Ich musste lernen nicht alles persönlich zu nehmen und - ganz wichtig- meine Entscheidungen nicht dauernd zu hinterfragen. Unsicherheit konnte ich mir nicht erlauben. Das war eine harte Schule, von der ich aber auch noch heute profitiere. Manche Dinge nahm ich aber sehr persönlich. So schmiss ich einmal den Vertreter einer Kartonagenfabrik raus, weil der meinte in meiner Gegenwart einen schlüpfrigen Herrenwitz erzählen zu müssen.

Mir sagte einmal ein Auftraggeber, er habe sich anfangs nicht vorstellen können, dass eine Frau in einer, von Männern dominierten Branche, Fuß fassen könne. Jetzt wisse er es eben besser.

Mit der Zeit veränderte sich der Umgang mit den Auftraggebern, Fahrern und Arbeitern. Ich wurde selbstsicherer. Die älteren Männern akzeptierten mich irgendwann, mit den jüngeren hatte ich sowieso keine Probleme. Da war die Einstellung eine ganz andere. Die Zeiten ändern sich halt - und mit ihnen die Menschen, nicht nur die Männer- auch die Frauen.

Ob Männer heute anders sind als früher? Ich glaube schon. Bei Frauen hat sich da ja auch viel getan. Wenn ich z. B. meine Ansichten, mein Leben mit dem meiner Mutter vergleiche, ist da Vieles heute freier und lockerer geworden. Wenn wir uns gegenseitig akzeptieren und nicht mehr in alten Schablonen denken, dann geht da noch ganz viel.

Ansonsten ist meine Devise 'leben und leben lassen'.
 
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