Information ausblenden
Willkommen im Forum für alle grossen Lebensfragen!
Registriere Dich kostenlos und diskutiere über die Liebe, das Leben und auch die grossen, schweren Fragen....

Partnerschaft, Ehe--- Himmel oder Hölle

Dieses Thema im Forum "Liebe und Partnerschaft" wurde erstellt von Reinhold001, 29 August 2006.

  1. Reinhold001

    Reinhold001 Guest

    Werbung:
    Menschen mögen nicht gerne alleine sein, dass ist verständlich. Aber was bedeutet eine Partnerschaft?
    Ist eine Partnerschaft die auf die so genannte Liebe aufgebaut ist, gesund? Kann ein Mensch überhaupt Lieben? Wie kann man denn einen Partner lieben? Geht das Überhaupt? Meist herrscht Zerstörung wo zwei Menschen aufeinander treffen, warum ist das so?

    Man kann nicht hinter jeder Türe schauen, aber hinter einige, ich persönlich kenne keine Ehe, Partnerschaft die aufgrund irgendeiner Bindung funktioniert.
    Wo Männlein und Weiblein aufeinander treffen und sich ihre Liebe gestehen, was ist das für eine Liebe, die meist von Demütigungen, Eifersucht und Unterdrückung basiert, ist das Liebe?

    Eifersucht ist ein großer Feind in einer Beziehung. Vertrauen und Respekt vor den andren, ist ein Anfang das man vieles Gemeinsam überwinden kann.

    Ich lese hier im Forum über Frauen die unglücklich sind mit ihrem Partner und sich irgendwie nicht trennen können, man hört, sie können sich nicht trennen, weil sie den Partner lieben.
    Ist das nicht paradox? Liebe soll doch frei von zwängen sein. Liebe heißt auch Respekt haben, den anderen in schweren Zeiten halten, ihn trösten. Aber was bleibt davon übrig, wenn der einer oder andrer das tut, was dem andren nicht passt?

    Oder, wir oder er will, oder sie will, in einer offenen Beziehung leben, wie kann man solche Aussagen deuten? Ist das Liebe zu dem andren Partner? Oder ist das einfach nur ein tierisches Verhalten? Das auf Hörigkeit basiert?

    Wo beginnt die Liebe? Wie sieht die Liebe, oder wie kann die Liebe zwischen 2 Menschen aussehen? Was macht eine Partnerschaft aus? Viele Partnerschaften, Ehen sind zur Zweckgemeinschaften verkommen.

    Aber was ich hier lese und woanders sehe, hat das alles nichts mit Liebe zu tun. Eher mit Selbstzerstörung, mit Qualen, mit Selbstaufgabe, weil man sich nicht einen Schritt wagt, der in die Freiheit, des Individuums führen kann.

    Man sollte die Liebe in sich selbst aufbauen und sie nicht an einem Partner festmachen, wahre Liebe kann nur in einen wachsen, durch harte Arbeit an sich selbst. Sich selbst bewusst werden, sich etwas wert zu sein und sich besonders als Frau nicht von einem Mann zerstören zulassen.
    Und eines Tages wird man in der Lage sein sich selbst zu achten und die Achtung vor sich selbst, wird einen daran hindert in die Falle der so genannten menschlichen Liebe zu tappen.

    Männer sind schlaue Jäger, wenn es um Frauen geht, sie erzählen rein Intuitiv was Frauen gerne hören wollen und viele Frauen fallen darauf rein und am Ende ernten sie Sex, ohne Respekt.Männer sind nur dann an Frauen interessiert, wenn eine Frau bei ihm einen sexuellen Reiz auslöst. Die Person Frau ist erstmal egal.

    Wenn die Frauen wissen, wie die Männer funktionieren, haben Männer eine Chance aus ihrer Tretmühle raus zukommen, um Männer zu werden die Frauen respektieren können und sie nicht, wie ihr Eigentum zu behandeln.

    Gehen Frauen fremd, so ist sie eine Schlampe und der Mann macht sie fertig, aber der Mann sollte sich lieber Fragen, was habe ich dazu beigetragen das sie Fremd gegangen ist.

    Und wenn der Mann fremdgeht, denkt die Frau meistens ich reiche ihm nicht, ich bin nicht mehr attraktiv genug usw. usw. und am Ende ist der Mann noch so schlau und redet der Frau ein, sie sei Schuld, weil er Fremd gegangen ist. Dabei ist es die Natur des Mannes mehrere Frauen zu haben immer wieder neue zu erlegen, sich beweisen müssen, was für ein Hengst er doch ist. Ohnedem kann ein Mann kaum existieren.

    Manchmal ist es so, dass sich der Mann eine Frau zu Hause hält wie ein Haustier um in Notfällen sexuell versorgt zu sein, um Kinder und Haus zu hüten. 99,99999 Prozent aller Männer denken an eine andere Frau wenn sie mit ihrer Partnerin schlafen.

    Frauen können das natürlich auch alles und doch ist es nicht ihre Natur so zu handeln wie die Männer es tun. Bei Frauen die so handeln wie Männer denen fehlt etwas, meistens die aufrichtige Liebe, der Respekt. Viele Frauen wurden schon von Männern zerstört und manche davon benehmen sich heute durchaus Sexgierig, aber sind sie es wirklich? Ich glaube nicht, sie sind einfach nur verletzt.

    Ich glaube, die eine oder andre Frau kennt das, dass sie abends nicht ins Bett gehen mag, weil sie weiß was ihr dort erwartet. Frauen werden durch die Gewalt des Sexes die der Mann ausübt krank, (Magersucht, Bulimie usw. resultieren daraus. Was hält eine Frau an so ein Mann? Liebe? Oder die Hoffnung, es wird sich schon etwas ändern?

    Ich habe viele Frauen kennen gelernt die Angst vor ihrem Mann haben und im gleichem Atemzug sagen sie, ich Liebe ihn doch, ich kann mich doch nicht von ihm trennen.
    Alles im allen ist das sehr traurig. Warum zerstören sich Menschen gegenseitig, warum nur?
    Die Gefühle des anderen zu töten, dass ist der schlimmste qualvollste Tod, für ein gefühlvollen Menschen.

    Ich habe gelernt, dass Frauen meist auf Situationen einfach nur reagieren, sie fühlen diese Energie und der Mann schaut verblüfft hin und sagt „ die Frau ist Zickig, oder sie hat wohl wieder ihre Tage“.

    Selbstverständlich gibt es auch Männer sie von Frauen kaputt gemacht werden, aber beim Mann ist es meistens verletzte Männlichkeit. Man kann es schon sehr gut daran erkennen wenn der Mann in seiner Eitelkeit verletzt ist, wenn er es nicht geschafft hat z.B. eine Frau zu Orgasmus zu bringen, dann werden sie depressiv, wie die kleinen Jungs den man das Spielzeugauto kaputt gemacht hat. Also was machen viele Frauen, sie spielen dem Mann ein Orgasmus vor, um nicht das Gejaule hören zu müssen, oder um ihn in seiner Männlichkeit nicht zu verletzen. Ich kann mir aber denken, dass sich eine Frau dabei auch nicht wohl fühlt. Wenn das alles so ist, ist das Vertrauen in dieser Partnerschaft sehr dünn gesät und zum scheitern verurteilt.

    Da sollte sich jeder gewiss sein, wir brauchen das andre Geschlecht um zu lernen, um etwas in uns zu finden, was bei den einen oder andren Verborgen ist, die Sanftmut, der glaube an sich selbst und die Fähigkeit sich selbst zu leben und zu lieben, damit man nicht in Versuchung kommt, andre beherrschen zu wollen.


    Wenn man genau hinschaut, ist eine Ehe oder Partnerschaft die der Mensch führt auf Sex aufgebaut, klappt es mit dem Geschlechtsverkehr nicht so, gehen Beziehungen in die Brüche, wo ist da die Liebe, der Respekt??

    Manchmal glaube ich, alles steht, im wahrsten Sinne des Wortes und fällt mit dem Geschlechtverkehr in einer Beziehung.

    Auch Frauen mögen Sex, aber nicht so, wie manche Männer es den Frauen bieten. Ich glaube nicht, dass die Frauen es auf einen großen Penis abgesehen haben, so wie manche Männer glauben, sondern auf ein Gefühl des Mannes das sie respektiert werden, als denkende lebende Wesen die man verletzen kann.

    Wenn der Mann eine Frau erforscht und er versucht sie zu verstehen, sie als gleichwertiges Wesen behandelt und sie vielleicht auch ein bisschen lieben kann, kann aus solch einer Beziehung eine Einheit entstehen, wo keiner den anderen Bewusst wehtut. Dann hat die Partnerschaft eine Chance zu reifen und der Sex wird so, als wenn ein Schmied mit dem
    Hammer auf einem Amboss schlägt. Und es wird weit zu hören sein in den Herzen derer
    die lernen sie gegenseitig zu respektieren und zu lieben.
     
  2. Clouds

    Clouds Guest

    AW: Partnerschaft, Ehe--- Himmel oder Hölle

    Also, für mich ist das mittlerweile sowas von klar, warum wir so agieren...

    Wir alle sind einfach von klein auf so konditioniert - wir leben doch genau das, was wir gesehen und gelernt haben.... und wer von uns, bitteschön, hat denn schon gelernt, daß

    • er um seiner Selbst willen geliebt wird
    • er nicht "leiden" muß, sondern so frei ist, zu gehen, wenn's nicht paßt
    • es nicht "verwerflich und überheblich" ist, sich selbst zu lieben und niemanden zu brauchen, der dieses Bedürfnis erfüllt
    • es im Leben KEINE Sicherheit gibt (diese ganzen Selbstbetrugsgeschichten wie "ich BRAUCHE doch ...ein Haus, das Einkommen meines Mannes, die Sicherheit der Ehe für meine Kinder...." resultieren aus dem Sicherheitsirrglauben...)

    Diese Liste könnte ich noch seitenlang fortsetzen...

    Aber selbst für jene, die zwar verstanden haben, WARUM sie so agieren, heißt das noch lange nicht, daß sie auch in der Lage sind, etwas zu ändern. Ich selbst bin zwar gerade dabei, gewisse Veränderungen in meinem Leben durchzuziehen, aber das heißt nicht, daß ich nicht immer wieder (in "schwachen" Momenten) - um mit Taisha Abelar zu sprechen - "in wüste Ausbrüche von Dummheit und Entsetzen abgleite und mich gehenlasse, als hätte ich NICHTS gelernt..."

    LG
    Clouds
     
  3. Strandläufer

    Strandläufer Well-Known Member

    AW: Partnerschaft, Ehe--- Himmel oder Hölle

    Hallo ihrs,
    vielleicht liegt es am Alter, ich weiß es nicht.
    Ich bin seit 1 1/2 Jahren das erste Mal rund herum glücklich in (m)einer Beziehung und habe das Gefühl uns kann jetzt ausser dem Tod nichs mehr auseinander bringen.
    Mein Mann und ich sind seit 13 Jahren zusammen. Wir haben alle die von dir..Reinhold beschriebenen Situationen durchlebt. Wir haben geklammert, gewütet, geärgert, manipuliert.. na einfach alles.
    Vor drei Jahren sind wir auseinander gezogen, weil die Gleichgültigkeit immer mehr Einzug hielt in unserer Beziehung und auch Ignoranz und Abwertung.
    Diese Zeit hat uns sehr geholfen uns selber kennen zu lernen und festzustellen, dass wir zusammen bleiben wollen. Ja, wir sind unterschiedlich. Wir haben oft verschiedene Wünsche, verschiedene Neigungen, Zu- und Abneigungen. Wir zanken nach wie vor, aber nicht mehr mit dem Ziel den Anderen herab zu setzen, sondern um eine Lösung für unseren Konflikt zu finden. Wir tun zusammen, was zusammen geht und erleben getrennt was dem Anderen nicht zusagt. Es klappt wunderbar.
    Unsere Partnerschaft ist weder Himmel noch Hölle, sie ist einfach und wir leben sie hier auf Erden.
    Was das ausleben der Sexualität betrifft, Reinhold ich als Frau erlebe einen Mann lieber ungehemmt und natürlich. Ich sorge für mich, er braucht das nicht für mich zu tun. Ich find´s toll wenn Mann sich richtig austobt, ich spüren kann wie animalisch MANN ist. Ich will nämlich auch so sein dürfen.
    LG
    Elke
     
  4. Ritter Omlett

    Ritter Omlett Well-Known Member

    AW: Partnerschaft, Ehe--- Himmel oder Hölle

    Hallo Reinhold!

    Ich bin 41, seid 17 Jahren verheiratet und habe eine Tochter mit 14. Kennengelernt hatten wir uns Oktober 1987.
    Was kann ich nun bisher berichten:

    Diese Ehe erlebte schon alle Höhen und Tiefen.
    Was ist nun Liebe?
    Ich denke, man kann das nicht wirklich beschreiben, versuche es aus meinem Empfinden heraus. Liebe ist eine Bindung, ein Band, dass ein Leben lang hält. Dass die Gefühle dabei nicht immer gleich gross sind, ist für mich selbstverständlich, Gefühle sind mal sehr gross, mal nicht sehr intensiv, wichtig ist, dass dieses Band niemals reisst und ich denke, jeder Mensch kann erst am Sterbebett sagen, ja, ich habe geliebt, dieses Band ist niemals gerissen.

    Weisst du, ich denke einfach nicht schlecht, wir lassen uns unsere Freiheiten und sie geht nicht fremd und ich geh nicht fremd. Momentan haben wir eine ideale Mischung zwischen "wirsind" und "ichbin" eben zwischen vielen gemeinsamen Stunden, aber auch Stunden, wo jeder seinen Hobbys nachgeht.
    Ja momentan ist es wirklich gut, doch es waren auch schlechte Augenblicke da, aber, das Band zeriss nicht.

    Ich würde sie vom Fleck weg wieder heiraten.

    Weisst du, ich denke einfach, man lasse den Menschen sein wie er ist samt seinen Stärken und Schwächen und es wird schon gutgehen.
    Ach ja, nicht an den Fehlern herummeckern, sondern die guten Seiten suchen, dass war bisher auch ein ganz gutes Rezept.

    Es hat sich unterm Strich gelohnt.

    Fremdgehen?
    Meine Chancen fremd zu gehen, sind sowieso an den Fingern abgezählt. Aber fremdgehen, dass ist so weitläufig. Jeder Mann denkt an Frauen, Frauen denken natürlich auch an Männern.

    Bin ich kein richtiger Mann?
    Du, mir fehlt jedlicher Jagdtrieb. Mir ist ein Bier mit einem Freund wichtiger, als eine andere Frau im Bett. Träumen tu ich natürlich davon, mal Sex mit einer anderen zu haben, aber meine Frau wird auch dann und wann mit Sex mit einem anderem träumen, dass liegt so in der Natur, ist halt so.

    Ich freue mich jeden Tag nach Hause zu kommen von der Arbeit, eine Familie zu haben.
    Ich denke, es kommt darauf an, was mache ich daraus, was will ich daraus machen, dann wird es.
    Ehe, Familie, ist ein wir, wir schaffen das.

    Single möchte ich keine sein, allerdings bin ich gerne mal ein WE alleine und dass kommt mal so alle 3 Monate vor, dass wir ein WE getrennt voneinander irgendwas machen.

    Eifersucht? Für was? Wenn was passiert, passiert es, mit oder ohne Eifersucht, also brauche ich sie nicht.

    Abgesehen davon ist es seltsam, Eifersucht ist störend, doch wenn plötzlich wer auf die Idee kommt zu vertrauen kann dass auch störend werden, dann will der Partner auf einmal eine Eifersucht sehen. Ja, dann und wann denk ich mir dann, die wissen halt auch nicht was sie wollen.

    Liebe Grüsse
    Ritter Omlett
     
  5. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    AW: Partnerschaft, Ehe--- Himmel oder Hölle

    Lieber Reinhold,

    dein Beitrag enthält viele gute und teifgehende Gedanken. Deswegen erstaunt mich folgendes Fazit von dir:

    So einfach ist's wirklich nicht.
    Es gibt auch Partnerschaften, da stimmt NUR der Sex, und zwar bis zum bitteren Ende ....


    ich gratuliere ... deiner Frau ... zu einem Mann, der zu solch einer schönen Liebeserklärung nach fast 20 Jahren fähig ist!

    LG
    Karin
     
  6. Wasserfall

    Wasserfall Well-Known Member

    Werbung:
    AW: Partnerschaft, Ehe--- Himmel oder Hölle

    für mich wirkt es auch ein Stück wie beides.

    Vieles aneinander wirkt für uns anziehend, damit tun wir uns selbst und gegenseitig gut. Manches wirkt auch blockierend, belastend. Das ist dann eine persönliche und gemeinsame Herausforderung, damit wir uns immer wieder nahe sein können. Wir das Thema bewältigen und nicht das Thema uns.
    Jeder Schritt den wir so geschafft haben, macht in meinem Empfinden mehr Offenheit, Nähe zu uns.

    Ich fühle mich da nicht allein gelassen mit "unseren" Themen. Ich empfinde uns da als Team. Indem ich mit ihm den Austausch zu Wichtigem pflegen kann. Was jeweils Jedem wichtig ist. (Nicht jedes Detail, sondern das Wesentliche davon). Indem ich zu nehmend den Rahmen bekomme, meines bewältigen zu dürfen/können. Er auch. Indem wir immer besser "heraus kriegen", wie wir gut auch gemeinsam mit manchem um gehen können.

    Das ist für mich das Tragende der Beziehung. Das schafft immer mehr Nähe und Vertrauen für mich. Auch immer wieder neu Anziehung.

    liebe Grüße !

    Wasserfall
     
  7. Solida

    Solida Well-Known Member

    AW: Partnerschaft, Ehe--- Himmel oder Hölle

    Ich frage mich schon länger, wie das geht? Folgende Erfahrungen habe ich alle selbst gemacht:

    Wenn ich mich mit meinem Partner wohl fühle und ihn begehre, habe ich auch gerne Sex mit ihm.

    Fühle ich mich nicht wohl mit ihm, hab ich weniger Lust und vielleicht keinen Sex mit ihm.

    Ist meine Partnerschaft so gestört, dass der andere mich emotional abstößt, dann kann ich mit ihm normalerweise auch keinen Sex haben.

    Ist meine Lust aber soo groß, dass ich dennoch mit ihm schlafe, geht es mir nach dem Sex nicht gut. Körperlich bin ich befriedigt, emotional geht es mir aber sehr schlecht.

    Würde ich das öfters machen, müsste ich wohl meine Persönlichkeit spalten.

    Deshalb nochmal meine Frage: Wie geht das, dass NUR der Sex bis zum bitteren Ende geht? Wie fühlt man sich da? Wie geht man dann miteinander um?

    Liebe Grüße
    Solida
     
  8. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    AW: Partnerschaft, Ehe--- Himmel oder Hölle

    Liebe Solida,

    offen gestanden, bis du da jetzt so dezidiert nachgefragt hast, habe ich darüber nie mehr intensiv nachgedacht. Man könnte es auch verdrängen nennen.

    Ja, das ist der Idealzustand und rundet das Bild einer gelungenen Beziehung ab. Du hast das sehr einfach und treffend formuliert.

    puuh - fühlt sich furchtbar an. In gewisser Weise stimmt es aber so. Ich würde es eher ein Spalten von Wahrnehmungsebenen nennen.
    Das Sexuelle war ein Bereich, innerhalb dessen der Austausch in einer sonst nicht vorhandenen Eintracht wunderbar funktioniert hat. Das war so, von allem Anfang an. Hier durfte sich jeder von beiden vertrauensvoll fallen lassen, wir haben einander etwas bedeuted.
    Jetzt, nachträglich, denke ich, wir hatten beide die Fähigkeit, den Rest der Beziehung schlichtweg auszublenden.

    Ich habe mich eigenartigerweise nie schlecht gefühlt. Eher im Gegenteil. Es war das Bewusstsein, dass etwas mit (für uns) ziemlich hohem Stellenwert noch vorhanden ist, in ungebrochener Intensität. Wenigstens hier gab mein Mann mir das Gefühl, noch die Nummer Eins zu sein (und ich ihm, denke ich).

    Vielleicht war auch meinerseits ein wenig unbewusste Berechnung dabei, weil ich wohl glaubte, diese selten über so viele Jahre dauernde exzessive Leidenschaft wäre für ihn genau so einzigartig.
    Vielleicht war es auch so für ihn, aber das werde ich wohl nie erfahren....

    LG
    Karin
     
  9. wildlifesara

    wildlifesara Member

    AW: Partnerschaft, Ehe--- Himmel oder Hölle

    Hallo Reini :)

    erst einmal muß ich sagen ein wirklich sehr guter Beitrag. ;)
    Es sind Gedanken mit denen ich mich auch schon seit längerer Zeit beschäftige und versuche meine Antworten drauf zu finden....

    Ja leider :( ich denke mal das es da um Machtspielchen geht, jeder sieht nur sich und ist nicht fähig auf den anderen ein zu gehen.

    Also wo Demütigungen und Unterdrückungen herrscht ist es bestimmt keine Liebe sondern fehlender Respekt dem anderen gegenüber, und bei der Eifersucht, gut ich sag mal es kommt da drauf an ob es einen Grund dafür gibt oder nicht…..aber wenn man permanent eifersüchtig auf alles und jeden ist was der andere so macht fehlt es absolut an Vertrauen und hat auch wieder nichts mehr mit Liebe zu tun sondern eher mit Besitzdenken.


    Übertriebene Eifersucht mit dem Zwang den anderen einsperren zu wollen ist meistens das Ende einer Beziehung….
    Vertrauen und Respekt dem anderen gegenüber wird zwar oft verlangt, aber leider so gut wie nie eingehalten. :(
    Ich weiß nicht ob es einfach ist weil sie nicht wissen wie sie allein weiter machen sollen,
    oder sie einfach noch nicht unglücklich genug sind….
    Ja, so sollte es ein, ist wohl eine Wunschvorstellung……leider…

    Wenn sich beide darüber einig sind wäre ja nichts einzuwenden, nur wenn wir mal ehrlich sind, wird es dies wohl nur sehr selten geben….Es ist halt bequwem sein gewohntes Leben weiter in einer gewissen Sicherheit zu führen und sich nebenbei das zu holen was man in der Partnerschaft nicht mehr bekommt. In meinen Augen ist dies ziemlich egoistisch, wie gesagt wenn ein Partner darunter leiden sollte und dies aus Angst oder was auch immer erduldet.

    Ich bin aus so einer Zweckgemeinschaft ausgebrochen, eben weil ich erkannt habe das keine Liebe wie sie sein sollte mehr da war und es war das Beste was ich tun konnte denn nun bin ich endlich frei und weiß für die Zukunft was ich ganz bestimmt nicht mehr haben möchte….;)
    Wo Liebe beginnt lässt sich wohl schwer erklären sie ist halt einfach…nur ob sie auch Bestand hat ist schon viel schwieriger, eben weil sich da zwei Menschen bewusst werden müssen, das sie gleichwertige Partner sind, das man einander respektieren und vertrauen sollte…wenn man sich vertraut kann man sich dem anderen gegenüber auch voll öffnen, auch miteinander reden was einen bewegt oder den Partner kommt heut zu Tage leider viel zu kurz, lieber schweigt man, als irgendetwas unangenehmes auszusprechen. Tja und man sollte den Partner zu gestehen das er ein eigenes Individuum ist….und ihm wie du schon sagst seine Freiheiten lassen…
    Und dabei kann es so befreiend sein, aber ich denke mal jeder hat seine eigene Grenze wie weit er Schmerzen und Qualen zu lässt, und wer sich eben auch selbst zu schätzen weiß, wird diesen Schritt in die Freiheit früher oder später gehen.

    Ja sollte es sein, obwohl einen Partner wenn alles passt schon auch sehr schön sein könnte…..aber ich sag lieber bin ich allein und mir geht es gut, als eine Beziehung die mich unglücklich macht oder gar anfängt zu zerstören…
    Kann ich dir nur recht geben, denn dann ist man nämlich schneller wieder fort, als man da war *lach*, außer man hat nichts aus der Vergangenheit gelernt…

    Das finde ich das schlimmste wenn sie sagen würden hör zu ich will nur mit dir mal ins Bett, kann man als Frau gleich sagen hör zu das ist nicht mein Ding. Wenn sie aber auch nur darauf aus ist und beide sind sich einig, wäre dies dann voll ok. Sie weiß ja worauf sie sich einlässt.
    Ich habe die letzten Monate ja einige Männer kennen gelernt und mich mit einigen auch näher unterhalten, da wurde mir gesagt…“Männer wenn eine Frau sehen die ihnen gefällt wollen sie sie auch haben…sie können sich die Frau sogar nackt vorstellen…“
    Tja und dann soll noch mal einer sagen Männer seinen nicht triebgesteuert. (Sorry ist mal wieder ein Vorurteil aber der Spruch kam nun mal von einem Mann selber, ich gebe die Hoffnung aber nicht auf das es noch andere Männer gibt.)

    Darum würde ich sagen sich Zeit lassen und den anderen erst mal kennen lernen.

    Damit ist man als Mann doch auch gleich fertig, ist ja auch einfacher als zu schauen warum sie es tut.

    Ich als normal denkende Frau würde mir da kein Schlechtes Gewissen einreden lassen, wenn ich ihm nicht mehr reiche, dann bitte soll er es sich wo anders holen aber die Beziehung wäre für mich beendet, was fremd gehen angeht, egal ob es Männlein oder Weiblein tut da kann in der Beziehung schon lang was nicht mehr stimmen und dafür gibt es auch keine Ausreden. Man verletzt den anderen damit indem man sein Vertrauen missbraucht hat und ich denke auch nicht das man so was je wieder hinbekommen kann.
    Aber auch hier liegt die Schmerzgrenze bei jedem von uns wohl wo anders.
    Kommt mir bekannt vor..nur bin ich kein Haustier, das man einsperren kann. :stickout2

    Da könnte man die betreffenden Frauen nur selber fragen….aber ich denke mal schon das es auch genug Frauen gibt die einfach nur so Spaß am Sex haben….wie gesagt auch da reagiert jeder auf Verletzungen von Männern anders, andere lassen erst mal gar keinen Mann näher an sich ran.
    Was eine Frau an so einem Mann hält das frage ich mich ehrlich gesagt auch…ich würde sagen das dies Hörigkeit ist. Liebe auf gar keinen Fall. Ändern wird sich da auch nichts weil der Mann sich ja auch noch im Recht sieht.

    Stimmt, aber man kann sich vorher lösen und wenn das erste Gefühl auch erst mal Verzweiflung ist, hat man immer noch Gefühle in sich…
     
  10. wildlifesara

    wildlifesara Member

    AW: Partnerschaft, Ehe--- Himmel oder Hölle

    Da hab ich mich auch oft erwischt, aber das Problem war halt weil man nicht miteinander reden konnte und dann wenn es raus musste es eben anders vorgebracht hat wie man eigentlich wollte, das da aber die Kacke schon am Dampfen ist versteht der Mann dann nicht und versucht es eben wie du schreibst es damit ab zu tun.

    Gibt es sogar bestimmt auch ganz oft….wie gesagt es sind nicht nur die Männer schlecht, das eine Partnerschaft nicht funktioniert dazu gehören für mich immer zwei. Entweder man ist bereit sich Problemen gemeinsam zu stellen oder es ist einfach zum Scheitern verurteilt, denn einer allein kann keine Beziehung oder Partnerschaft aufrecht erhalten.

    Verletzte Männlichkeit weiß nicht ob die nur was mit dem Orgasmus zu tun hat, oder eben eher wenn eine Frau selbstbewusst sagt hör zu ich mach das alles nicht mehr mit. Ich denke mal das können die Männer so gar nicht verkraften, wenn sie sehen es geht auch ohne sie.

    Sehr schön gesagt, und wenn man lernen will kann man auch aus noch jeder so verkorksten Beziehung was positives lernen, auch wenn es im ersten Moment hoffnungslos aussieht und wenn man das gelernt hat was du hier schreibst und irgendwann mal jemanden trifft der dies auch gelernt hat, könnte eine Partnerschaft die wirklich auf Liebe basiert Bestand haben. Da man den anderen dann respektiert und achtet.

    Das wurde hier auch schon geschrieben…ich denke mal schon das dies auch wichtig ist und wenn ich kein Verlangen mehr nach meinem Partner habe, ist eh schon der Wurm drin, klar das es mal weniger wird wie am Anfang, aber wenn man so gar kein Verlangen mehr nach Nähe zu seinem Partner hat sollte man sich fragen woran dies liegen könnte.
    Auch da hatte ich erst vor kurzen ein Gespräch mit einem Mann, der meinte Blümchensex ist nichts für ihn und für Vorspiel dafür ist er schon zu alt….Hallo welche Frau steht denn auf so was? Mit Liebe und Gefühl wird er wohl keinen Sex haben und Frauen brauchen (ich denke mal jedenfalls die meisten) so was…
    Ich sage da soll er in den Puff gehen da bekommt er seinen knallharten Sex, gut der Nachteil ist da er muß dafür bezahlen und das wollen die meisten ja auch nicht.

    Wenn der Mann dies auch möchte kann es funktionieren, aber andersrum eben nun mal genauso die Frau den Mann…Wenn einer dem anderen bewusst weh tut, kann er in meinem Augen den Partner auch nicht lieben, denn wenn ich jemanden liebe tu ich ihm auch nicht weh….zumindest nicht absichtlich.

    Das waren jetzt meine Gedanken dazu...und Liebe sollte nicht verletzen nicht weh tun oder einem Schmerzen oder gar Qualen bereiten, auch wenn man vielleicht selber noch den Partner liebt sollte man sich fragen ob es das wert ist...auch wenn es im ersten Moment schwer ist dies zu erkennen wird es einem hinterher auf jeden Fall besser
    gehen. ;)

    Liebe Grüße
    Sara
     

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden