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passt zu vielem und erklärt einiges

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Lebensfragen" wurde erstellt von Hortensie, 18 Mai 2011.

  1. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

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    Hallo ihr Lieben,
    das habe ich im Netz gefunden.
    Auf der Seite http://www.familienstellen-forum.ch/thema_z_beziehungen.html
    Es passt in einige Threads, deswegen poste ich es hier mal extra.
    Ich hoffe, es gefällt euch auch.
     
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  2. Spätzin

    Spätzin Well-Known Member

    Dake Eberesche,

    es ist genauso ... Kinder dürfen und sollen nicht die Verantwortung eines Partners übernehmen wenn die Beziehung gescheitert ist. Aber das ist leichter gesagt als getan ... Meine Mutter hat meiner Schwester meinen Bruder und mich aufgebürdet ...
     
  3. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Eberesche!

    Danke für den Text, ich finde er erklärt einiges sehr gut, was gerade bei dem Thema oft missverstanden wird.

    Ich kann mich an ein zufällig mitgehörtes Gespräch in einer Straßenbahn erinnern, das zwei Frauen führten. Die eine meinte, jedesmal wenn ihr Mann auf Dienstreise wäre, würde der kleine Sohn im Bett des Mannes schlafen. An sich nichts Auffälliges - bis auf den Nachsatz, da hab ich geschluckt: "Dann hab ich wenigstens einen Mann im Haus."

    Da es das einzige Mal war, dass ich mit so einer verquerten Einstellung konfrontiert (war ich eigentlich nicht, konnte dazu leider nichts sagen) war, vermute bzw. hoffe ich, dass soetwas in der jetzigen Generation nicht oft vorkommt.

    Aber der Text erklärt auch schön, warum viele Frauen instinktiv einen Riesenbogen um Männer machen, denen die Mami noch die Socken waschen muss, weil sie die Intelligenzprüfung, wie man eine Waschmaschine einschaltet, nicht bestanden haben. Ich glaube, das spürt frau, dass dieser Mann "gebunden" bzw. besetzt ist.

    Wie schaut es eigentlich mit den Mädchen aus, deren Väter nicht da waren? Ich denke, diese Situation wird sicher auch Auswirkungen haben.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
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  4. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Sorry, wenns ein wenig offtopic sein sollte, aber ich stolperte da grade drüber und dachte mir - genau, das passt jetzt, auch wenns mit dem Ursprungsthema Familienstellen nicht wirklich was zu tun hat:

    http://www.nachrichten.at/ratgeber/gesundheit/art114,623876

    Es geht in dem Artikel um Vorsorgeuntersuchungen, eine österreichische Werbekampagne soll Frauen dazu veranlassen, "auf ihre Männer zu schauen".

    Ich zitiere kurz daraus:

    Die Frau soll die Verantwortung über Ärztebesuche ihrer Männer gefälligst übernehmen, wie Mama einst beim Bubi. Es dürfte im gesellschaftlichen Denken (leider) noch immer verankert sein, dass Bubi nahtlos von der Mama zum Bubi zu der Frau weitergereicht wird.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
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  5. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    Hallo Reinfriede!
    Was heiß nix zu tun hat. Ich finde es nicht off topic. Es ging mir jetzt nicht explizit um das Familienstellen. Ich finde es hat schon sehr wohl etwas damit zu tun. Du hast mit deinem letzten Satz dazu alles gesagt, was gesagt werden muss.
    AL Eberesche
     
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  6. ChrisTina

    ChrisTina Well-Known Member

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    Befürchte ich auch ;-)

    Ich sag mal so - oftmals suchen sie sich Männer, die nicht verfügbar sind - wie es letztendlich auch der Papa war/ist - im schlimmsten Fall werden sie schwanger, bekommen blöderweise auch noch nen Jungen - und setzen den dann an die Stelle des nicht vorhandenen Partners - oftmals erlebt im Bekanntenkreis.

    Und sie werden wie der Vater - aus systemischer Sicht - weil der ja meist "abgelehnt" werden muss - unbewusst - aus Liebe - oder auch nur des lieben Friedens willen - zu der Bezugsperson, welche da ist.

    Gilt allerdings auch für Jungs - d.h. gibt auch Jungs, die vaterlos aufgewachsen sind, die dann zB eben genau der gleiche Alki - oder sonst wie verantwortungslose Mensch werden - wie es der Vater eben war - falls er es denn war - und nicht nur von der Mutter/Familie "schlecht geredet" wurde.

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass Frauen ohne echten Bezug zu ihren Vater eben immer auf der Suche nach dieser männlichen und sie dominierenden Bezugsperson sind - d.h. dass das genau die Frauen sind, die sich frei.willig in irgend welche Formen von Abhängigkeiten zu ihren Partnern begeben.

    Nur mal so als zusätzliche Denkanstösse ;-)
     
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  7. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Ähnliche Befürchtungen hege ich auch. Ich werde im Sommer einige Aufstellungen mitmachen genau zu diesem Thema. Hab ja drei Mädels und mag ihnen nichts in den Weg legen. Zumindest was meine Seite anbelangt, kann es nur gut sein, wenn ich das mache - sicher ist sicher.

    Liebe Grüße und Danke für die Antwort!

    Reinfriede
     
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  8. ChrisTina

    ChrisTina Well-Known Member

    Ich hab zwar nur eine, aber ich bin seit 30 Jahren von ihrem Vater geschieden - und "Stiefväter" sind nie ein Ersatz für den einen leiblichen - wobei sie aber seit Jahren einen guten Kontakt mit ihm hat - hatte sie auch schon, als wir uns einige Jahre nicht gesehen hatten.

    Und bei mir war zwar mein Vater (fast) immer anwesend - naja, manchmal halt zwischendurch mal ein halbes Jahr verschwunden, weil irgendwo auf Expedition - aber präsent - naja, würd ich jetzt nicht behaupten wollen ;-)

    Mir hatten damals einige Aufstellungen geholfen, den Kontakt zu meiner Tochter wieder her zu stellen - und wir hatten vorher nie so ein gutes Verhältnis wie seither - aber die von mir beschriebenen Befürchtungen hab ich mir jetzt nicht unbedingt aus den Fingern gesogen - sie gerät mir schon auch in Bezug auf Männer sehr nach ;-(
     
  9. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Liebe ChrisTina!

    Danke für Deine Gedanken dazu - ich werde das auf alle Fälle machen, fix eingeplant...

    Der "Stiefvater" bei uns ist kein Stiefvater, sondern mein Privatvergnügen - unsere Beziehung führten und führen wir seit vielen Jahren so, dass jeder für seine Kinder selbst verantwortlich ist, ich war/bin quasi Alleinerzieher.

    Er ist der Freund der Mama und wird als solcher akzeptiert, mehr hätte ich auch nicht wollen - denn Vater haben sie einen.

    Außerdem waren sie zum Zeitpunkt unseres Kennenlernen bereits zu groß, um jemanden anderen als eine Art Vaterfigur zu akzeptieren - mir wäre das auch nicht recht gewesen, ehrlichgesagt. Ich habe das immer strikt auseinandergehalten.

    Liebe Grüße und Danke
    Reinfriede
     
  10. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    Liebe Reinfriede,

    diese Denkweise ist in meinen Augen auch die einzig richtige und gesunde.
    Alle anderen Erwartungshaltungen bedeuten Unordnung im Familiensystem.

    Ich wäre auch nie ansatzweise auf den Gedanken gekommen, neue Familiestrukturen so zu handhaben, wie das mein Ex-Mann getan hat.
    Es war zuhause ein ungeschriebenes Gesetz, dass mein Name nicht erwähnt werden durfte ("rotes Tuch") . All das, was vor Jahren passiert ist, kommt erst jetzt (für mich) an's Licht, weil die Kinder darüber reden. Mein Sohn eher weniger, meine Töchter hingegen umso mehr. Ich sollte in der Vergessenheit und Vergangenheit versinken, das war der Plan. Konsequenter Austausch eben. Meine ältere Tochter war schon so weit, dass sie in einem Schulaufsatz geschrieben hatte "meine Mama heisst **** " (Name der Neuen). Eine aufmerksame Lehrerin hatte mich damals darauf aufmerksam gemacht ... ich war echt fassungslos.

    Ich habe übrigens in der Zeit des Kontaktabbruchs immer die Verbindung zu der Schule gehalten. Bin zu allen Elternabenden und zu den Sprechstunden, war also immer im Bilde. Im Nachhinein eine gute Entscheidung, denn ich glaube, anders hätten es die Kinder als Desinteresse gewertet.

    Seit 4 Jahren sind mein Ex und eben diese Frau nun verheiratet. Sie fordert bei den Kindern ein, dass sie sie zu lieben haben und hetzt sie gleichzeitig gegen mich auf. Ersteres funktioniert per se nicht, letzteres ist gar nicht klug. Sie möchte mehr Raum einnehmen, als ihr (familiensystemisch) zusteht. Sie agiert äußerst übergriffig und kommt zB damit überhaupt nicht klar, dass für die Kinder ihr Vater und (inzwischen wieder auch) ich immer noch die nächsten Bezugespersonen sind. Sie möchte "Mutter" sein, stellt Fremden meine Töchter als "ihre" Kinder vor. Die sind zwar schon lange groß genug, das richtig zu stellen. Aber täten sie das, hinge der Haussegen schief, und im Endeffekt hätten sie es wieder auszubaden.

    Mein Ex lässt all dies unwidersprochen geschehen, und deshalb hat sich eine sehr unschöne Entwicklung gezeigt, die mir für die Kinder weh tut, weil sie darunter echt leiden:
    Mein Ex hat die (systemische) Rangordnung ganz auffällig verschoben. Zugunsten seiner Frau. Die Kinder stehen ganz klar nicht mehr an erster Stelle. Diese Haltung zeigt sich in ganz alltäglichen Dingen, aber auch in weitreichenderen Entscheidungen.

    Sorry, ist jetzt lang geworden, aber vielleicht dient's zum besseren Verständnis.
    Im anderen Thread hast Du, liebe Reinfriede, gefragt, wie ich das alles heute sehe würde.
    Das hier ist Teil der Antwort.

    LG
    Lucille
     
  11. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Lucille!

    Dieser Satz hat für mich eine schwerwiegende Bedeutung: In einem Buch über das Familienstellen hab ich einen Satz gelesen, der (für mich) in kurzen Worten das ausdrückt, was Familienstellen überhaupt erst auf den Punkt bringt:

    "Was verschwiegen wird, wirkt."

    Und diesen Satz kann man überall im Leben anwenden, was totgeschwiegen wird, zeigt sich umso drängender, je mehr es zugedeckt wird.

    Das kann ich gut verstehen, ich hätte wahrscheinlich nicht mehr schlafen können vor lauter Schmerz und Wut.

    Ich habs woanders schon geschrieben: Was Du säst, wirst Du ernten. Keine, aber auch gar keine Ursache auf dieser Welt bleibt ohne Konsequenzen. Dieser Eingriff ins Familiensystem kann nicht ohne Folgen bleiben - auch nicht für sie.

    Konntest Du das - für DICH - durch eine FA zumindest teilweise lösen?

    Danke dafür...

    Alles Liebe,
    Reinfriede
     
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  12. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    Hallo ihr Lieben,
    danke für eure tollen Postings in diesem Thread.
    Viele Grüße
    Eberesche
     
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  13. Martin44

    Martin44 Well-Known Member

    Eberesche schrieb:

    Wenn in der Beziehung der Abfluss verstopft ist, dann wiederholt sich immer wieder das Gleiche. Routine hält Einzug. Die Liebe fliesst dann nicht mehr und es findet kein Austausch mehr statt. Alte Verletzungen und Enttäuschungen kommen dann immer wieder an die Oberfläche und verunmöglichen ein Glücklichsein.

    Mein Eindruck:

    Da steckt wohl unendlich viel Lebenserfahrung und Verarbeitung derselben dahinter.
    Ich schrieb es ja schon öfter; - dieses Forum ist gleichsam ein Lehrbuch.
    Das ist wohl Sprache in Bildern. Danke!

    lg Martin

    Und genau deshalb bin ich hier.
    Aber auch die kontroversiellen Beiträge
    haben ihren Anteil um hier zu bleiben.
    Schönen Tag noch!
     
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  14. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    Hallo Martin,
    ich muss mal eben klarstellen, das hätte von mir sein können, ist es aber nicht. Ich habe es aus dem Netz gefischt s.o.. ;)
    Eberesche
     
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  15. Martin44

    Martin44 Well-Known Member

    GRINS. Aus dem Netz gefischt und hier hereingestellt.
    Wird also Deinen Intensionen entsprechen.
    Und so gesehn, - seh ich's einfach positiv und profitiere davon.

    lg Martin
     

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