Privatdetektive

Fällt der Einsatz von Privatdetektiven in zwischenmenschlichen Beziehungen unter Gewalt?

  • Nein, denn wenn man nichts zu verbergen hat hat man auch nichts zu befürchten

    Stimmen: 0 0,0%
  • Nein, es dient lediglich dem vermutlich bereits im vorfeld geschädigten Auftraggeber.

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ja, es ist eine Form von Gewalt die aber berechtigt ist.

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ja, der Einsatz von Privatdetektiven ist ein Einschnitt in die Privatsphäre und die Grundrechte.

    Stimmen: 1 100,0%

  • Umfrageteilnehmer
    1

Kanari

Active Member
Was hat Antwort 1. mit der Frage der Gewalt zu tun?
Inwiefern ist der Auftraggeber bereits im Vorfeld geschädigt?
Wie kann eine Form von Gewalt berechtigt sein?
Ich fände nicht gut, wenn man von mir Fotos macht und mir jemand hinterher schnüffelt. Allerdings: Wenn er gut ist, merke ich ja gar nicht, dass er mich beschattet, daher kann es ja keinen Einschnitt für mich bedeuten.

Zu deinen Fragen: 1) würde bedeuten daß der Befragte sein Leben ständig und in jedem Moment so lebt daß er alles stets vor allen Menschen die etwas darüber wissen wollen verantworten kann. So ein Mensch würde wahrscheinlich in einer Observation durch einen Detektiv keine Gewalt erkennen.
2) Das bezieht sich in erster Linie nicht auf meinen Fall; etwa wenn in einem Ehestreit der/die Betrogene(r) einen Detektiv beauftragt um Material für ein gerichtliches Urteil zu sammeln.
3) Übschneidet sich mit Frage 2 - der observierte Betrüger ist demnach dann zwar einer Form von Gewalt ausgesetzt, die aber im Zuge des Verfahrens notwendig (und somit gerechtfertigt) ist.
Antwort 4) war als das konsequente Gegenstück zu Antwort 1) gedacht.
lso ich hab nun alle Beiträge gelesen.

Wenn Du nicht in der Lage bist dich von Deiner Mutter oder Deiner Familie abzugrenzen ist ganz klar daß Du etwas unternehmen mußt.

Ich habe den Kontakt zu meiner Mutter/Familie im Jahr 1980 rigoros abgebrochen und auch keine Kommunikation zugelassen.
Mir ging und geht es immer noch gut dabei.
Meine Mutter verstarb 2006 und da hab ich sie im Krankenhaus besucht und zusammen mit meinem Bruder ihr unser ganzes Leben im wahrsten Sinne des Wortes aufs Bett gekotzt.
Ich hänge nicht in der Vergangenheitsschleife sondern lebe mein Leben im Hier und Jetzt!!
Mutiger Schritt den Du gesetzt hast. Ich will Dir nicht zu nahe treten aber war es aus Deiner heutigen Sicht der richtige Schritt den Kontakt zu beenden? Wie hat sie reagiert, konnte sie es akzeptieren?
Daß ich etwas unternehmen muß ist mir klar. Ich bin jetzt etwas über 30 und mir wurde kürzlich zunehmend klar daß ich mein Leben eigentlich auch als eine einzige Flucht vor meiner Mutter betrachten könnte. Dadurch habe ich mir schon vieles zerstört.
Es sollte eher dein Weg sein. Dein inneres Bild von ihr?
Ich kenne das, in meiner Vergangenheit gibt es auch so etwas Totgeschwiegenes. Das heißt aber nicht, dass du trotzem nicht dein Leben in den Griff bekommen kannst. Auch wenn du die Last deiner Ahnen trägst, lebst du im hier und jetzt und kannst nicht alles abschieben. Es ist ein wenig die Vogel-Strauß-Taktik.
Gut, ich löse mich etwas vom Thema Privatdetektive, ist vielleicht ganz sinnvoll. Ich würde sagen daß ich mein Leben besser im Griff habe als als Teenager oder adoleszenter. Ich lebe alleine, gehe einer Beschäftigung nach und bin soweit auf eigenen Beinen. Aber schau, ich muß mich nach vielen Jahren damit konfrontieren daß meine Wahrnehmung der Realität möglicherweise aufgrund des Verhältnisses zu meiner Mutter (oder was davon übrig ist) gestört ist. Was meinst Du mit Vogel-Strauß-Taktik?
Beides schätze ich mal. Ich stelle gerade fest, dass es wichtig ist sich zu entscheiden. Das habe ich mein Leben lange weggeschoben und es mir abnehmen lassen. Nicht immer, aber sehr lange. Entscheiden macht Spaß, das wusste ich nicht.
Wofür oder wogegen kann ich in meiner Situation entscheiden? Ich hatte ein Leben lang Probleme mit ihrem Psychoterror und habe damit einfach umgehen zu lernen.
Du bist nicht bei dir! Du bist nur bei deiner Mutter. Hast du die Beziehungen aktiv beendet und was hast du den Frauen gesagt?
Ja ich habe die Beziehungen akriv beendet, ich habe den Frauen meistens garnichts bzw daß ich an mir selbst arbeiten müsste gesagt.
Was soll eine Frau auch mit so einem Mann, der so an seiner Mutter hängt? Sie hätten dich ja nicht für sich. Du bist ständig mit deiner Mutter beschäftigt. Sie läßt dich nicht los und du sie auch nicht!
Das jetzt gesagt zu bekommen ist ein bisschen heftig. Ich hatte oft die Schicksale vieler Frauen die unter ihrer Schwiegermutter leiden vor Augen, die Männer "dahinter" die sich nicht zwischen Mutter oder Ehefrau entscheiden konnten und wollte niemals in so eine Situation geraten. Ich habe meiner Mutter oft zu verstehen gegeben daß sie sich aus vielen Bereichen meines Lebens raushalten soll, bis hin zum Kontaktabbruch eben. Daß sie zum Beispiel ein bisschen Verständnis dafür aufbringen könnte daß sich nicht immer alle Beteiligten freuen wenn sie mal eben "zufällig" in der Nähe unterwegs ist und hinter einer Straßenecke wartet, oder auch daß ich manchmal telefonisch einfach nicht erreichbar bin - das leuchtete ihr wohl erstmals ein als ich ihr sagte daß ich nichts mehr mit ihr zu tun haben will.
So dramatisch würde ich es nicht sehen. Du alleine stellst bestimmt nicht die Existensgrundlage eines ganzen Berufszweiges in Frage. Wie genau greift er jetzt in deine Privatsphäre ein?
Wenn ich dich richtig verstanden habe, ist ja nicht mal sicher ob es den gibt! Aber mal ehrlich, du fändest es schon interessant, wenn es ihn geben würde?
Naja, in Frage stellen kann ich es ja, davon wird noch niemand geschädigt. Wenn jedefnalls jemand vor meiner Haustüre steht und akribisch aufschreibt wann ich das Haus verlasse, wohin ich mit wem gehe, womöglich Fotos von mir anfertigt und das alles dann obendrein auch noch einer Person weitergibt mit der ich aus Gründen meine psychische Gesundheit betreffend nichts zu tun haben will sehe ich allmählich schon meine Privatsphäre verletzt.
Die psychische Gewalt tust du nur dir selbst im Moment an. Du bist deine Gedanken! Versuche sie umzulenken. Schenke deine Aufmerksamkeit anderen Dingen. Ich weiß, das ist leicht gesagt. Hast du es schon einmal mit Meditieren versucht?
Was würde passieren, wenn du dein Leben leben würdest? Bist du dem gewachsen? Wenn du keine Ausreden mehr hast?
Wenn du deine Mutter mal aus deinen Gedanken verbannen würdest? Was wäre dann?

Glaube mir, ich weiß wie es ist, wenn man/frau total verzweifelt ist. Sich Dinge einbildet...oder auch nicht; doch je mehr die Gedanken darum kreisen, desto mehr begibst du dich in einen selbstfabrizierten Teufelskreis.
Ich glaube Dir daß Du es gut meinst, aber ich weiß oft nicht wie ich meinen Gedanken entkommen kann. Probiert habe ich vieles, von Psychotherapie über Meditation bis letztendlich zu einer psychiatrischen Behandlung. Ich lebe mein Leben so gut es geht. Die Mutter aus meinen Gedanken zu verbannen ist nicht so einfach wenn mich diese Gedanken zum Beispiel aus meinem ohnehin unruhigen Schlaf reißen und somit das erste sind womit ich mich beschäftigen muß.
 
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Spätzin

Well-Known Member
"Mutiger Schritt den Du gesetzt hast. Ich will Dir nicht zu nahe treten aber war es aus Deiner heutigen Sicht der richtige Schritt den Kontakt zu beenden? Wie hat sie reagiert, konnte sie es akzeptieren?
Daß ich etwas unternehmen muß ist mir klar. Ich bin jetzt etwas über 30 und mir wurde kürzlich zunehmend klar daß ich mein Leben eigentlich auch als eine einzige Flucht vor meiner Mutter betrachten könnte. Dadurch habe ich mir schon vieles zerstört."



Oh ja - ich habe für mich das Richtige getan.
Und bin froh dass ich der Verwandtschaft soweit ich konnte aus dem Weg gegangen bin.
Ob meine Mutter es akzeptiert hat weiß ich nicht, war auch nicht mein Problem. Ich hatte aber auch den Kontakt zu meinen Geschwistern abgebrochen - nicht aber zu deren Kindern. Allerdings ist es immer schwierig wenn die Familie zerstritten ist und nicht an Problemlösungen interessiert ist.

Aber die Vergangenheit holt jeden irgendwann wieder ein ... meine Schwester verstarb Mitte Juli, meine Nichte rief mich an und ich war auf der Beerdigung!

Ach ja, ich werd dieses Jahr noch 70!
 

Kanari

Active Member
Oh ja - ich habe für mich das Richtige getan.
Und bin froh dass ich der Verwandtschaft soweit ich konnte aus dem Weg gegangen bin.
Ob meine Mutter es akzeptiert hat weiß ich nicht, war auch nicht mein Problem. Ich hatte aber auch den Kontakt zu meinen Geschwistern abgebrochen - nicht aber zu deren Kindern. Allerdings ist es immer schwierig wenn die Familie zerstritten ist und nicht an Problemlösungen interessiert ist.

Aber die Vergangenheit holt jeden irgendwann wieder ein ... meine Schwester verstarb Mitte Juli, meine Nichte rief mich an und ich war auf der Beerdigung!

Ach ja, ich werd dieses Jahr noch 70!
Alles gute im Vor- bzw Nachhinein.
Da Du in einer ähnlichen Situation warst würde ich gerne fragen ob Dir meine Vermutung observiert zu werden allzu fremd erscheint. Hättest Du mit diesem Gedanken ein problem gehabt?
 

Spätzin

Well-Known Member
Ich fühle mich in meinem Leben bisher nicht von jemandem beobachtet.
Es ist mir auch egal "was die Nachbarn über mich denken oder reden"! Diesen Satz hatte meine Mutter immer parat.

Und nein, mir erscheint Deine Vermutung dass Du observiert wirst nicht fremd. Aber mir ist sowas egal, ich muß mein Leben leben und auf mich achten. Was andere Menschen dazu bringt andere zu beobachten hat wahrscheinlich mit wenig Selbstwertgefühl zu tun!
 

Hortensie

Well-Known Member
Ich war einige Zeit nicht hier. Ich habe meinen Text mal in rot dazugeschrieben, ich bin heute etwas faul und mir war es zuviel alles mühselig zu trennen - sorry.
Zu deinen Fragen: 1) würde bedeuten daß der Befragte sein Leben ständig und in jedem Moment so lebt daß er alles stets vor allen Menschen die etwas darüber wissen wollen verantworten kann. So ein Mensch würde wahrscheinlich in einer Observation durch einen Detektiv keine Gewalt erkennen.
2) Das bezieht sich in erster Linie nicht auf meinen Fall; etwa wenn in einem Ehestreit der/die Betrogene(r) einen Detektiv beauftragt um Material für ein gerichtliches Urteil zu sammeln.
3) Übschneidet sich mit Frage 2 - der observierte Betrüger ist demnach dann zwar einer Form von Gewalt ausgesetzt, die aber im Zuge des Verfahrens notwendig (und somit gerechtfertigt) ist.
Antwort 4) war als das konsequente Gegenstück zu Antwort 1) gedacht. Danke für deine Antworten.

...

Gut, ich löse mich etwas vom Thema Privatdetektive, ist vielleicht ganz sinnvoll. Ich würde sagen daß ich mein Leben besser im Griff habe als als Teenager oder adoleszenter. Das ist zu hoffen, in deinem Alter. Ich lebe alleine, gehe einer Beschäftigung nach und bin soweit auf eigenen Beinen. Aber schau, ich muß mich nach vielen Jahren damit konfrontieren daß meine Wahrnehmung der Realität möglicherweise aufgrund des Verhältnisses zu meiner Mutter (oder was davon übrig ist) gestört ist. Was meinst Du mit Vogel-Strauß-Taktik? damit meine ich, Kopf in den Sand - Mutter ist Schuld. Ja sicher, sie hat bestimmt sehr viel dazu getan, dass du so bist wie du bist, dass du dich fühlst, wie du dich fühlst.....Doch nur du kannst dir helfen und den Teufelskreis durchbrechen. Du könntest ein Annäherungsverbot bewirken, weil du dich durch den Privatdetektiv bedroht fühlst.....hm gibt es den jetzt oder nicht? Aber den gab es mal, wie ich verstanden habe. Dann, kannst du dich ja da drauf beziehen. Du könntest schon einiges machen um deiner Mutter "zu entkommen". Wie einfach das ist, weiß ich natürlich nicht. Ich kenne dich und sie nicht. Es nutzt nichts sich über die Vergangenheit den Kopf zu zerbrechen und böse darüber zu sein, wie es gelaufen ist. Das Leben soll für dich ja gut weitergehen oder gut werden. Also musst du etwas ändern, damit das passieren kann. Änderst du nichts, passiert nichts. Logisch. Du könntest mit kleinen Gedanken anfangen. Etwas an deinem Denken verändern.
Ich weiß wovon ich spreche, ich habe auch lange mit meiner Mutter gehadert. Ihrem Verhalten mir gegenüber. Mittlerweile habe ich es geschafft es zu akzeptieren. Ich sage mir, dass sie bestimmt ihr Bestes gegeben hat und es nicht böse gemeint hat. Es ist so wie es ist, und es hilft mir nicht, wenn ich ihr böse bin und mich darüber gräme. Damit mache ich es mir schwer und nicht ihr. Es ist heute noch so, dass ich Sprüche bekomme, früher (ist noch gar nicht so lange her) habe ich tagelang geweint, weil ich es so gemein fand. Heute denke ich mir, sie ist neidisch oder eifersüchtig auf mich, weil sie sich manche Dinge nicht getraut hat und absolut nicht so sieht wie ich. Und aus meinen Kindern trotzdem etwas geworden ist, obwohl ich sie ja (in ihren Augen) völlig falsch erzogen habe. Es mag nicht so krass wie in deinem Fall sein, aber dadurch bin ich erst mit 50 erwachsen geworden. Ich konnte mich schlecht lösen, bzw. keine Grenzen setzen. Das lerne ich gerade. Es klappt noch nicht komplett, aber immer besser.

Wofür oder wogegen kann ich in meiner Situation entscheiden? Ich hatte ein Leben lang Probleme mit ihrem Psychoterror und habe damit einfach umgehen zu lernen. Du könntest dich dazu entscheiden den Kontakt abzubrechen. Du könntest dich dazu entscheiden weniger über sie nachzudenken. Du könntest dich entscheiden dich nicht als Opfer zu sehen. Du könntest ihr die Meinung sagen (und dazu stehen). Du könntest wegziehen. Du könntest lernen ohne Psychoterror zu leben. Du könntest den Psychoterror nicht zulassen. Du könntest vielleicht noch andere Dinge tun, auf die ich nicht komme, die aber deine Situation verbessern. Du könntest mal zu einer Frau stehen, die du magst und sie nicht verlassen, weil du an dir arbeiten musst. Das wusstest du ja schon vorher; und nicht erst während der Beziehung. Aber es ist ja einfacher zu sagen, "ja mit meiner Mutter, das geht so nicht..." "..da kann ich nicht..." "...meine Mutter macht mir das Leben schwer..." Sie macht es dir schwer, wenn du es zulässt. Nur dann. Entscheide das Schluss damit ist; das du erwachsen wirst. Vielleicht findest du eine nette Frau, die dich dabei unterstützt.

Ja ich habe die Beziehungen akriv beendet, ich habe den Frauen meistens garnichts bzw daß ich an mir selbst arbeiten müsste gesagt. Puh, dankeschön, da verliebt sich eine Frau in dich, du beendest die Beziehung, ohne etwas zu sagen.... auch dass du an dir arbeiten müsstest, macht es für sie nicht besser. Also gefühlt. Letztendlich ist es natürlich für sie besser, dass du dich getrennt hast. (Galgenhumor)

Das jetzt gesagt zu bekommen ist ein bisschen heftig. Heftig. It ist real. Ich hatte oft die Schicksale vieler Frauen die unter ihrer Schwiegermutter leiden vor Augen, die Männer "dahinter" die sich nicht zwischen Mutter oder Ehefrau entscheiden konnten und wollte niemals in so eine Situation geraten. Du bist genau in der Situation gewesen und hast dich für deine Mutter entschieden! Ich habe meiner Mutter oft zu verstehen gegeben daß sie sich aus vielen Bereichen meines Lebens raushalten soll, bis hin zum Kontaktabbruch eben. Daß sie zum Beispiel ein bisschen Verständnis dafür aufbringen könnte daß sich nicht immer alle Beteiligten freuen wenn sie mal eben "zufällig" in der Nähe unterwegs ist und hinter einer Straßenecke wartet, oder auch daß ich manchmal telefonisch einfach nicht erreichbar bin Um Verständnis gebeten. Sorry, das ich lachen muss. - das leuchtete ihr wohl erstmals ein als ich ihr sagte daß ich nichts mehr mit ihr zu tun haben will. ...aber du hast dich nicht dran gehalten, in Gedanken hast du noch mit ihr zu tun.
Naja, in Frage stellen kann ich es ja, davon wird noch niemand geschädigt. Nein natürlich nicht. Du wolltest eine Meinung. Wenn jedefnalls jemand vor meiner Haustüre steht und akribisch aufschreibt wann ich das Haus verlasse, wohin ich mit wem gehe, womöglich Fotos von mir anfertigt und das alles dann obendrein auch noch einer Person weitergibt mit der ich aus Gründen meine psychische Gesundheit betreffend nichts zu tun haben will sehe ich allmählich schon meine Privatsphäre verletzt. Ja okay, so genau hattest du es bisher nicht beschrieben. In diesem Fall würde ich das auch so sehen.

Ich glaube Dir daß Du es gut meinst, aber ich weiß oft nicht wie ich meinen Gedanken entkommen kann. Probiert habe ich vieles, von Psychotherapie über Meditation bis letztendlich zu einer psychiatrischen Behandlung. Ich lebe mein Leben so gut es geht. Die Mutter aus meinen Gedanken zu verbannen ist nicht so einfach wenn mich diese Gedanken zum Beispiel aus meinem ohnehin unruhigen Schlaf reißen und somit das erste sind womit ich mich beschäftigen muß. Ja, das weiß ich doch. Es ist nicht einfach. Und alleine schafft man(n) das nicht bzw. selten. Bleib dran, wenn es dir besser gehen soll.

AL Hortensie
 

Kanari

Active Member
Ich war einige Zeit nicht hier. Ich habe meinen Text mal in rot dazugeschrieben, ich bin heute etwas faul und mir war es zuviel alles mühselig zu trennen - sorry.


AL Hortensie
Ok, hey wow. Danke dir daß Du Dir obwohl Du gerade ein paar Tage nicht da warst die Zeit genommen hast mir zu antworten!
damit meine ich, Kopf in den Sand - Mutter ist Schuld. Ja sicher, sie hat bestimmt sehr viel dazu getan, dass du so bist wie du bist, dass du dich fühlst, wie du dich fühlst.....Doch nur du kannst dir helfen und den Teufelskreis durchbrechen. Du könntest ein Annäherungsverbot bewirken, weil du dich durch den Privatdetektiv bedroht fühlst.....hm gibt es den jetzt oder nicht? Aber den gab es mal, wie ich verstanden habe. Dann, kannst du dich ja da drauf beziehen.
Ich war bereits bei der Polizei als auch bei den Gerichten. Sobald Privatdetektive im Spiel sind wird es rechtlich schwierig deswegen habe ich das Thema vorerst hint an gestellt.
Du könntest schon einiges machen um deiner Mutter "zu entkommen". Wie einfach das ist, weiß ich natürlich nicht. Ich kenne dich und sie nicht. Es nutzt nichts sich über die Vergangenheit den Kopf zu zerbrechen und böse darüber zu sein, wie es gelaufen ist. Das Leben soll für dich ja gut weitergehen oder gut werden. Also musst du etwas ändern, damit das passieren kann. Änderst du nichts, passiert nichts. Logisch. Du könntest mit kleinen Gedanken anfangen. Etwas an deinem Denken verändern.
Ich weiß wovon ich spreche, ich habe auch lange mit meiner Mutter gehadert. Ihrem Verhalten mir gegenüber. Mittlerweile habe ich es geschafft es zu akzeptieren. Ich sage mir, dass sie bestimmt ihr Bestes gegeben hat und es nicht böse gemeint hat. Es ist so wie es ist, und es hilft mir nicht, wenn ich ihr böse bin und mich darüber gräme. Damit mache ich es mir schwer und nicht ihr. Es ist heute noch so, dass ich Sprüche bekomme, früher (ist noch gar nicht so lange her) habe ich tagelang geweint, weil ich es so gemein fand. Heute denke ich mir, sie ist neidisch oder eifersüchtig auf mich, weil sie sich manche Dinge nicht getraut hat und absolut nicht so sieht wie ich. Und aus meinen Kindern trotzdem etwas geworden ist, obwohl ich sie ja (in ihren Augen) völlig falsch erzogen habe. Es mag nicht so krass wie in deinem Fall sein, aber dadurch bin ich erst mit 50 erwachsen geworden. Ich konnte mich schlecht lösen, bzw. keine Grenzen setzen. Das lerne ich gerade. Es klappt noch nicht komplett, aber immer besser.
Ich weiß nicht ob das vergleichbar ist. Weißt du, in dem Haus wo ich aufgewachsen bin gibt es viele Probleme, angefangen von einer Scheidung bis zu psychischen Erkrankungen die sich über Generationen hinweg vererbt haben, von Mager- bis zu Alkohol- und Drogensucht bis zur Geschlechtsumwandlung alles dabei.
Du könntest dich dazu entscheiden den Kontakt abzubrechen. Du könntest dich dazu entscheiden weniger über sie nachzudenken. Du könntest dich entscheiden dich nicht als Opfer zu sehen. Du könntest ihr die Meinung sagen (und dazu stehen). Du könntest wegziehen. Du könntest lernen ohne Psychoterror zu leben. Du könntest den Psychoterror nicht zulassen. Du könntest vielleicht noch andere Dinge tun, auf die ich nicht komme, die aber deine Situation verbessern.
Ja, das Problem ist halt daß ich schon vieles von dem was Du sagst versucht habe. In meiner Familie muss erst einmal grundsätzlich grundsätzlich gerochen werden was der/die Andere will und wer das nicht versteht ist von vorn herein erst mal wie man so sagt "der/die Allergrößte" und soll erstmal herausfinden wie der Hase läuft.
Du könntest mal zu einer Frau stehen, die du magst und sie nicht verlassen, weil du an dir arbeiten musst. Das wusstest du ja schon vorher; und nicht erst während der Beziehung. Aber es ist ja einfacher zu sagen, "ja mit meiner Mutter, das geht so nicht..." "..da kann ich nicht..." "...meine Mutter macht mir das Leben schwer..." Sie macht es dir schwer, wenn du es zulässt. Nur dann. Entscheide das Schluss damit ist; das du erwachsen wirst. Vielleicht findest du eine nette Frau, die dich dabei unterstützt.
Die Schwierigkeit ist halt daß Beziehungen heutzutage oft auf anderen Grundsätzen aufbauen. Und den Frauen denen es wirklich wert gewesen wäre die Natur ihrer künftigen Schwiegermutter genauer auseinanderzusetzen wollte ich so etwas partout einfach nicht antun. Das kann, selbst wenn sich die Frau irgendwann mal gegen mich entscheiden sollte immernoch eine Entscheidung fürs Leben sein. Als wir noch Kontakt hatten sprach meine Mutter noch nach Zehn Jahren von einer Freundin die ich mal als Jugendlicher hatte und die mich "verzogen" hätte und der sie Tod und Teufel wünsche.
Puh, dankeschön, da verliebt sich eine Frau in dich, du beendest die Beziehung, ohne etwas zu sagen.... auch dass du an dir arbeiten müsstest, macht es für sie nicht besser. Also gefühlt. Letztendlich ist es natürlich für sie besser, dass du dich getrennt hast. (Galgenhumor)
Naja es sind in der Zeit dazwischen schon ein paar Dinge vorgefallen, aber die Beziehung zu meiner Mutter war oft genug "das Zünglein an der Waage" wie man sagt.
Heftig. It ist real.
Mag sein.
Du bist genau in der Situation gewesen und hast dich für deine Mutter entschieden!
Nein, ich habe diese Frauen verlassen bevor gemeinsame Verantwortungen sie an eine Schwiegermutter binden mit deren Kaliber sie nicht gerechnet haben.
...aber du hast dich nicht dran gehalten, in Gedanken hast du noch mit ihr zu tun. ...aber du hast dich nicht dran gehalten, in Gedanken hast du noch mit ihr zu tun.
Das ist woran ich hauptsächlich in meinen Therapieen arbeite.
Ja okay, so genau hattest du es bisher nicht beschrieben. In diesem Fall würde ich das auch so sehen.e
Freut mich daß Du mir zustimmst.
Ja, das weiß ich doch. Es ist nicht einfach. Und alleine schafft man(n) das nicht bzw. selten. Bleib dran, wenn es dir besser gehen soll.
Danke, auch Dir mit deiner Familiengeschichte alles Gute.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hortensie

Well-Known Member
Danke für deine Wünsche.

Ja, das Problem ist halt daß ich schon vieles von dem was Du sagst versucht habe. In meiner Familie muss erst einmal grundsätzlich grundsätzlich gerochen werden was der/die Andere will und wer das nicht versteht ist von vorn herein erst mal wie man so sagt "der/die Allergrößte" und soll erstmal herausfinden wie der Hase läuft.

Ja? Muss man das??? Nö. Ich kenne das, ich weiß wie anstrengend das ist. Ich war angeheiratet und bin auch nicht so rausgekommen. Nach der Scheidung brach erst einmal der Kontakt ab. Der jetzige Kontakt ist angenehmer. Ich stelle mich nicht auf sie ein, sondern bin ich selbst und vor allem, bin bei mir. Das hilft.

Naja es sind in der Zeit dazwischen schon ein paar Dinge vorgefallen, aber die Beziehung zu meiner Mutter war oft genug "das Zünglein an der Waage" wie man sagt.
Wie gesagt, du entscheidest dich immer für deine Mutter. Warum auch immer.


Ich weiß nicht ob das vergleichbar ist. Weißt du, in dem Haus wo ich aufgewachsen bin gibt es viele Probleme, angefangen von einer Scheidung bis zu psychischen Erkrankungen die sich über Generationen hinweg vererbt haben, von Mager- bis zu Alkohol- und Drogensucht bis zur Geschlechtsumwandlung alles dabei.
Ja das klingt heftig, und das heute zu händeln ist nicht einfach. Du bist du und du lebst heute. Die Vergangenheit gehört zu dir, aber du musst nicht darunter leiden. In uns ist anscheinend programmiert, dass wir keine einfaches glückliches Leben haben dürfen. Keine Ahnung. Wir dürfen uns aber für uns entscheiden, egal, wie unsere Vergangenheit und die die unserer Ahnen war. Entscheide dich, zu dir zu stehen/für dich einzustehen. Der erste Schritt ist, deiner Mutter die Macht über dich zu nehmen. Das geht. Ich erlebe es gerade bei meinem (noch) Ehemann. Ich habe die letzten Jahre unter ihm gelitten, um es zu veranschaulichen gebe ich ihm eine Bezeichnung (er ist ein Narzisst mit Borderline Zügen). Ich habe mich als Fußabtreter gefühlt, mich seelisch fertig machen lassen. Ich habe versucht zu gehen, es aber nicht geschafft. Ich war seelisch und körperlich ein Krüppel. Habe Depressionen bekommen, habe nichts mehr gefühlt, hatte keine Freude mehr in mir. Vor zwei Jahren habe ich es geschafft. Du musst dir vorstellen, er kam in den Raum und nach 10 Sekunden habe ich mich zum Weinen bringen lassen. Warum? Weil ich selbst nichts von mir hielt. Weil ich es so gewohnt war. Weil ich es aus der Kindheit kannte.
Selbst nach der Trennung schaffte er es noch ziemlich lange. Ich habe viel an mir gearbeitet, wieder zu mir gefunden. Ich stehe zu mir. Ich habe mich für mich entschieden. Jetzt schafft er das nicht mehr. Er versucht es immer noch. Ich bemerke es mittlerweile, auch wenn ich nicht immer gleich gut reagiere. Das ich es bemerke ist ein großer Fortschritt. Ich hoffe, du verstehst, was ich dir damit sagen möchte.

AL Hortensie
 

Kanari

Active Member
Ja das klingt heftig, und das heute zu händeln ist nicht einfach. Du bist du und du lebst heute. Die Vergangenheit gehört zu dir, aber du musst nicht darunter leiden. In uns ist anscheinend programmiert, dass wir keine einfaches glückliches Leben haben dürfen. Keine Ahnung. Wir dürfen uns aber für uns entscheiden, egal, wie unsere Vergangenheit und die die unserer Ahnen war. Entscheide dich, zu dir zu stehen/für dich einzustehen. Der erste Schritt ist, deiner Mutter die Macht über dich zu nehmen. Das geht. Ich erlebe es gerade bei meinem (noch) Ehemann. Ich habe die letzten Jahre unter ihm gelitten, um es zu veranschaulichen gebe ich ihm eine Bezeichnung (er ist ein Narzisst mit Borderline Zügen). Ich habe mich als Fußabtreter gefühlt, mich seelisch fertig machen lassen. Ich habe versucht zu gehen, es aber nicht geschafft. Ich war seelisch und körperlich ein Krüppel. Habe Depressionen bekommen, habe nichts mehr gefühlt, hatte keine Freude mehr in mir. Vor zwei Jahren habe ich es geschafft. Du musst dir vorstellen, er kam in den Raum und nach 10 Sekunden habe ich mich zum Weinen bringen lassen. Warum? Weil ich selbst nichts von mir hielt. Weil ich es so gewohnt war. Weil ich es aus der Kindheit kannte.
Selbst nach der Trennung schaffte er es noch ziemlich lange. Ich habe viel an mir gearbeitet, wieder zu mir gefunden. Ich stehe zu mir. Ich habe mich für mich entschieden. Jetzt schafft er das nicht mehr. Er versucht es immer noch. Ich bemerke es mittlerweile, auch wenn ich nicht immer gleich gut reagiere. Das ich es bemerke ist ein großer Fortschritt. Ich hoffe, du verstehst, was ich dir damit sagen möchte.
Sag mir wenn ich falsch liege aber ich nehme an daß auch Du dich bereits oft mit der Frage konfrontiert hast warum Dir ausgerechnet so einen Mann gesucht hast. Kennst Du die weitverbreitete Annahme daß in solchen Fällen die Beziehung zu den eigenen Eltern eine sehr wichtige Rolle einnimmt? Ähnliches habe ich auch bei mir festgestellt, bin an viele Frauen geraten deren Hass auf Männer so groß ist daß sie nicht mehr lieben können. Zumindest nicht ohne gleichzeitig auch zu hassen - genau wie meine Mutter die ihren Exmann, also meinen Vater nie wirklich loslassen konnte und sich über gut 20 Jahre lang niemehr auf eine neue Beziehung einlassen konnte. Was ich damit sagen will: die Beziehung zu den eigenen, ich sage mal Erziehern, ist viel elementarer als die zu den Menschen denen man im Leben sonnst begegnet.

Ich wollte in dem Thread eigentlich vermeiden über meine Eltern zu jammern auch wenn es sehr dazu verleitet. Erst kürzlich hat es mich wieder eiskalt erwischt, eben beim Versuch durch einen Spaziergang in den nahegelegenen Erholungsgebieten meinen Kopf etwas auszulüften. Ich war bei mir in den Bergen unterwegs und fühlte mich den ganzen Tag schon verfolgt. Gerade als die Straßen etwas unwegsamer wurden und ich mich einigermaßen besser fühlte saß auf einer Bank am Wegesrand mitten in der Wildnis jemand. Er hatte einen aufgeklappten Laptop vor sich, Rollmütze, Daunenjacke und so ein modernes Segway neben sich auf dem Boden. Ich versuchte die Gedanken daß er ein Privatdetektiv sein könnte zu vertreiben und suchte mir einen abgelegenen Weg durch die hügelige Landschaft. Einige Stunden und einige Kilometer später, gerade als ich mich ein bisschen besser fühlte und zur ersten Busstation in dem abgelegenen Gebiet kam fuhr mir der gleiche Mann auf seinem Segway entgegen. Mich überkam in dieser Situation eine ohnmächtige Wut auf alles. Ich fühle mich meinen Befürchtungen und Gedanken in diesen Momenten so hilflos ausgeliefert, hätte den Typen am liebsten angeschrieen. Ich mache mir in solchen Momenten Sorgen, daß ich so etwas tatsächlich einmal tue und sie mich dann einliefern.

Aber es bleibt mir wohl nichts anderes übrig als zu akzeptieren daß grundsätzlich die Möglichkeit besteht durch von meiner Mutter beauftragte Privatdetektive verfolgt zu werden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hortensie

Well-Known Member
Sag mir wenn ich falsch liege aber ich nehme an daß auch Du dich bereits oft mit der Frage konfrontiert hast warum Dir ausgerechnet so einen Mann gesucht hast. Kennst Du die weitverbreitete Annahme daß in solchen Fällen die Beziehung zu den eigenen Eltern eine sehr wichtige Rolle einnimmt? ...
Ja natürlich habe ich das. Ich hatte das genau wie in meiner Kinheit. Das war ich gewohnt, meinen Mund zu halten, lieb und nett sein, bis zur Selbstaufgabe.
Ich habe mich sozusagen auch angeboten. Mein (Ex) Mann kann also im Prinzip gar nichts dafür. Das passte dann halt so....oder auch nicht.
Zum Glück bin ich ein Menschenfreund und nicht nachtragend. Natürlich bin ich sauer und enttäuscht und traurig, aber es ist so wie es ist. Er konnte das mit mir machen, weil ich es zugelassen habe. Ohne mein Zutun, wäre es anders gelaufen. Jetzt habe ich dazugelernt und nun passt es nicht mehr. Ich hoffe, das mir das nicht noch einmal passiert.

...Was ich damit sagen will: die Beziehung zu den eigenen, ich sage mal Erziehern, ist viel elementarer als die zu den Menschen denen man im Leben sonnst begegnet...
Nicht unbedingt. Sicher ist sie sehr prägend, aber auch weitere Beziehungen können prägend sein.

...

Ich wollte in dem Thread eigentlich vermeiden über meine Eltern zu jammern auch wenn es sehr dazu verleitet. Erst kürzlich hat es mich wieder eiskalt erwischt, eben beim Versuch durch einen Spaziergang in den nahegelegenen Erholungsgebieten meinen Kopf etwas auszulüften. Ich war bei mir in den Bergen unterwegs und fühlte mich den ganzen Tag schon verfolgt. Gerade als die Straßen etwas unwegsamer wurden und ich mich einigermaßen besser fühlte saß auf einer Bank am Wegesrand mitten in der Wildnis jemand. Er hatte einen aufgeklappten Laptop vor sich, Rollmütze, Daunenjacke und so ein modernes Segway neben sich auf dem Boden. Ich versuchte die Gedanken daß er ein Privatdetektiv sein könnte zu vertreiben und suchte mir einen abgelegenen Weg durch die hügelige Landschaft. Einige Stunden und einige Kilometer später, gerade als ich mich ein bisschen besser fühlte und zur ersten Busstation in dem abgelegenen Gebiet kam fuhr mir der gleiche Mann auf seinem Segway entgegen. Mich überkam in dieser Situation eine ohnmächtige Wut auf alles. Ich fühle mich meinen Befürchtungen und Gedanken in diesen Momenten so hilflos ausgeliefert, hätte den Typen am liebsten angeschrieen. Ich mache mir in solchen Momenten Sorgen, daß ich so etwas tatsächlich einmal tue und sie mich dann einliefern.

Aber es bleibt mir wohl nichts anderes übrig als zu akzeptieren daß grundsätzlich die Möglichkeit besteht durch von meiner Mutter beauftragte Privatdetektive verfolgt zu werden.
Ja das ist so. Doch manchmal steigert man sich wirklich in etwas rein. Könnte es sein, dass er auch einfach die Natur geniessen wollte, dass alles nur ein Zufall war? Er nicht im Büro seine Arbeit machen wollte, sondern draußen. Könnte. Es könnte auch ein Privatdetektiv sein, aber (gut ich kann mich da jetzt auch nicht reinversetzten) was war das Problem für dich? Dein unnwohles Gefühl? Sieh es doch mal positiv. Dir kann nichts passieren, du hast sozusagen einen Schutzengel, da du immer "bewacht" wirst. Er kann ja nichts dafür, es ist nur sein Job. Du sicherst sozusagen einen Arbeitsplatz.

Du machst dich selbst verrückt. Versuche die Gefühle, die du hast genau zu analysieren. Ich steh zwar jetzt nicht so auf Byron Katie, aber sie hat die Überzeugung, dass viel einfach nur im Kopf passiert. Du kannst sie googeln, sie hat so ein paar Fragen, die in deinem Fall glaube ich hilfreich sind. Die Arbeitsblätter sind frei verfügbar.
 

Hortensie

Well-Known Member
...Ähnliches habe ich auch bei mir festgestellt, bin an viele Frauen geraten deren Hass auf Männer so groß ist daß sie nicht mehr lieben können. Zumindest nicht ohne gleichzeitig auch zu hassen - genau wie meine Mutter die ihren Exmann, also meinen Vater nie wirklich loslassen konnte und sich über gut 20 Jahre lang niemehr auf eine neue Beziehung einlassen konnte. ...
Sie hat es dir vorgelebt. Du machst das, was du kennst, da fühlst du dich wohl.

Wir müssen verstehen, dass die Zeiten sich geändert haben. Wir sind erwachsen und keine Kinder mehr. Wir dürfen die volle Verantwortung für uns übernehmen. Wir haben uns weiter entwickelt, deswegen bemerken wir die Dinge.
 
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Kanari

Active Member
Ja natürlich habe ich das. Ich hatte das genau wie in meiner Kinheit. Das war ich gewohnt, meinen Mund zu halten, lieb und nett sein, bis zur Selbstaufgabe.
Ich habe mich sozusagen auch angeboten. Mein (Ex) Mann kann also im Prinzip gar nichts dafür. Das passte dann halt so....oder auch nicht.
Zum Glück bin ich ein Menschenfreund und nicht nachtragend. Natürlich bin ich sauer und enttäuscht und traurig, aber es ist so wie es ist. Er konnte das mit mir machen, weil ich es zugelassen habe. Ohne mein Zutun, wäre es anders gelaufen. Jetzt habe ich dazugelernt und nun passt es nicht mehr. Ich hoffe, das mir das nicht noch einmal passiert.
Also ist es Dir ähnlich wie mir ergangen. Du hast in der Beziehung über dich selbst gelernt, bist sozusagen "nachgereift" und hast möglicherweise erkannt daß die Beziehung unter den momentanen Umständen keinen Sinn ergibt. Das hat nichts damit zu tun daß man sich für seine Eltern entscheidet, es ist ein Reifungsprozess. Ich habe meine Beziehungen meistens nach dem Motto "besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende" beendet. Möglicherweise etwas früh, das kann sein und hat etwas mit der Übergriffigkeit meiner Mutter zu tun. Aber es hat mitnichten etwas mit einer Entscheidung für irgendjemanden außer für mich selbst zu tun.
Nicht unbedingt. Sicher ist sie sehr prägend, aber auch weitere Beziehungen können prägend sein.
Prägungen können sehr hartnäckig sein aber ich glaube auch daß jede Beziehung ihren Sinn hat. Jeder Mensch kann eine Botschaft, eine Lektion bringen wenn man es zulässt und stark genug dafür ist. Man sollte so etwas wertschätzen. Wie man an meinem Beispiel sieht kann es scheinbar genauso ein Abenteuer sein mit seinen Prägungen alleine durchs Leben zu gehen. Man kann seinen Dämonen nicht auf Dauer entkommen.
Ja das ist so. Doch manchmal steigert man sich wirklich in etwas rein. Könnte es sein, dass er auch einfach die Natur geniessen wollte, dass alles nur ein Zufall war? Er nicht im Büro seine Arbeit machen wollte, sondern draußen. Könnte. Es könnte auch ein Privatdetektiv sein, aber (gut ich kann mich da jetzt auch nicht reinversetzten) was war das Problem für dich? Dein unnwohles Gefühl? Sieh es doch mal positiv. Dir kann nichts passieren, du hast sozusagen einen Schutzengel, da du immer "bewacht" wirst. Er kann ja nichts dafür, es ist nur sein Job. Du sicherst sozusagen einen Arbeitsplatz.
Ich kann Dir meinen gesamten inneren Monolog hier rezitieren nachdem ich diesen Menschen auf der Bank im Wald sah. Ich kenne die Mechanismen die sich dabei abspielen mittlerweile schon ganz gut. Könnte ein Grundstücks-Besitzer sein, könnte ein Landschaftsarchitekt oder Ökologe sein, könnte alles mögliche sein. Einfach vergessen. Die Situation war besonders deshalb so grotesk weil ich ja unterwegs war um alle diese Gedanken beiseite zu schieben. Als er mir dann an einer Stelle Kilometer weit und einige Straßenkreuzungen von der ersten Begegnung entfernt entgegenkam war das bloß eben eine für mich sehr ungünstige Fügung, ob mit seiner Absicht herbeigeführt oder nicht.

Es positiv zu sehen ist ein guter Ansatz auch wenn das Bild eines Schutzengels eher allergische Reaktionen bei mir auslöst. Alleine die Wortwahl erinnert mich an meine stark katholisch geprägte Erziehung. Auch daß diese Menschen im Falle des Falles "nur ihren Job" tun versuche ich mir in solchen Fällen stets vor Augen zu führen, selbst wenn jemand der es sich zur Aufgabe macht die intimsten Momente fremder Menschen zu dokumentieren ein sehr fragwürdiger Charakter sein muss. Dann soll er seinen Job wenigstens so gut machen daß es mir nicht auffällt.
Danke jedenfalls für den Tipp mit Byron Katie. Auch wenn sie keine Lösung bringen bringen sie doch immer wieder Hoffnung.
 
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