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Pupertierende Girls und der Haushalt

Dieses Thema im Forum "Eltern und Kinder" wurde erstellt von herzlich, 2 Oktober 2011.

  1. herzlich

    herzlich Well-Known Member

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    Hallo zusammen,

    ich habe jahrelang die Hausfrauen und Mutterrolle perfekt gelebt, bis mein Mann mich betrogen hat. Ich zog mit den 3 Mädchen aus und es jagte eine Herausforderung die andere, ich meisterte sie (irgendwie) aber das hat nun seinen Preis gefordert.

    Mein Körper hat nun stop gesagt. Der Hausarzt diagnostizierte mir einen körperl. und psych. Zusammenbruch.
    Endlich hab ich den Rat angenommen und bin zu einer Psychologien gegangen (war aber erst einmal dort), tut gut darüber zu reden.
    Was den Körper angeht, wurde mir geraten unbedingt im Bett zu bleiben und da liegt die Schwierigkeit.
    Ich bin tatsächlich einen ganzen Tag im Bett geblieben und mache auch sonst derzeit nicht viel im Haushalt (sogar einen Bleistift vom Boden aufzuheben kostet mich viel Anstrengung). Ich mag nicht mehr, ich merke wie satt ich es habe.

    Womit ich nicht gerechnet hatte war die Reaktion meiner Kinder:
    Die Große (13) erklärte mir, dass sie sich auch nicht wegen jeder Kleinigkeit ins Bett legt...
    soviel zum Verständnis.
    Die Mittlere (11) will helfen, aber nachdem die zwei anderen nichts tun, bleibt sie oft über und der reicht es natürlich auch schon.
    Die Kleine ist erst 6 und sieht ihren zwei Vorbildern genau zu wie man das macht.

    Wenn ich Hilfe einfordere (Geschirrspüler ein- und ausräumen) wird erst mal gestritten wer es tun soll und dann untereinander, wer mehr und wer weniger macht.

    Heute ist dabei der rote Gemüsesaft an der Wand gelandet und da ist mir die Verzweiflung hochgekommen, ich hab nur geweint und geweint und geweint.

    Wie macht ihr das? Helfen eure Kinder selbstverständlich im Haushalt mit und wie habt ihr das hingekriegt.
    Ich sage gleich dazu, dass ich keine Kraft habe einen Plan aufzustellen und ihn ständig zu kontrollieren.

    Ich hoffe auf gute Tipps, ich brauche sie

    Lieben Gruß
    herzlich
     
  2. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    Liebe herzlich,

    tut mir erstmal Leid, dass es Dir nicht gut geht im Moment. Dein Körper schreit auf, will geschont werden. Die Signale hat er von der Seele bekommen. Es ist sehr gut und oberstes Gebot, dass Du Dir Hilfe in Form einer Psychologin geholt hast. Ich hoffe, Du hast auch weiterhin Termine.

    Was Deine Kinder bzw. ihre mangelnde Unterstützung betrifft - bitte nimm das nicht persönlich.
    Ich bin sicher, hättest Du ein gebrochenes Bein und würdest deswegen im Bett liegen, dann hättest Du ganz klar ihr Verständnis. Der Zusammenbruch ist nicht sichtbar und Kinder haben weder das Wissen darum noch die Fähigkeit, für sie abstrakte psychische Vorgänge zu verstehen. Es mag ihnen sogar so vorkommen, als würdest Du "simulieren".

    Lass Dich davon nicht irritieren. Für den Moment müssen sie es erst einmal genau so akzeptieren, wie es ist:
    Mama ist nicht belastbar.
    Mit dem Helfen im Haushalt wäre es vielleicht hilfreich, klare Anweisungen zu erteilen. Jedes Mädchen soll etwas anderes tun, und zwar das, was ihm altersgemäß zuzumuten ist. Somit wird sich jede auf ihre Art als helfend sehen können und der Konkurrenzkampf findet erst gar nicht statt.

    Hast Du Verwandte und/oder Freunde, die sich auch ein wenig kümmern?

    Und ... schreibe ruhig weiter hier, auch das ist bestimmt hilfreich für Deine momentane Entlastung.

    Liebe Grüße,
    Lucille
     
    Silence, Eberesche und Reinfriede gefällt das.
  3. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Herzlich!

    Puh, das klingt anstrengend. Ich kenne diese Zeit leider auch - bei mir war eine ähnliche Situation, auch drei pubertierende Mädels, Job, Haus, Garten, Hund, Katze, nur hatte ich in dieser Zeit GsD eine enorme Kraft - erst jetzt beginnt sie nachzulassen, meine Mädels sind inzwischen erwachsen.

    Wenn Du ein Burnout hast, so ist jeder Handgriff eine Kraftanstrengung.

    Ich kann Dir dazu leider nicht viel raten, denn das Thema Burnout ist zu komplex. Vielleicht hilft es Dir, Deine Ziele neu zu definieren.

    D.h. Haushalt nur auf Sicht sauber, kleine Ziele setzen wie: Heute mache ich das Bad, morgen mache ich das Vorzimmer sauber etc.

    Obwohl meine Mädels Feuer und Flamme bei Handwerkerarbeiten waren (Bödenlegen, Wände anstreichen etc.), war die Hausarbeit sagen wir: eher meins.:cool:

    Ich hab sie auch nicht eingefordert, weil mir die Schule wichtiger war, sie sollten Zeit haben, um "ihren" Job gut zu machen - die Schule.

    Darüber lässt sich jetzt diskutieren, ob das gut ist oder nicht, ich habs halt so gehandhabt.

    Aber das ging auch nur, weil ich nur halbtags jobbte - wäre ich ganztags arbeiten gegangen, wären wir um die berühmte To-Do-Liste am Kühlschrank nicht herumgekommen, in der jeden Tag die zu erledigenden Handgriffe abgehakt werden können, jeweils mit Namen dabei.

    Jetzt im Moment gehts mir energiemäßig nicht mehr so gut wie damals. Mein Haushalt ist nicht mehr perfekt, sondern eben nur noch auf Sicht geputzt, meine Zufriedenheitsgrenze muss mit bedeutend weniger erreicht sein.

    Ich seh das als durchtauchen. Vielleicht hilft Dir der Gedanke daran, dass dieser Zustand nur ein temporärer ist. Für mich ist es damit erträglicher, weil es nicht festgeschrieben ist.

    Es gibt Zeiten, da gehts einem gut und dann sieht das Haus auch dementsprechend gut aus und dann gibts Zeiten, da ist es eben nicht so. Wenn Du diesen Aspekt akzeptieren kannst, nimmst Du Dir schonmal viel Druck.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
  4. herzlich

    herzlich Well-Known Member

    Danke für Euer Verständnis,

    ich sehe jetzt auch klar, dass sie mit meinem Verhalten nichts anfangen können. Es ist nach aussen nicht klar sichtbar und sieht für sie wohl echt so aus, als wolle ich sie damit zu mehr Hilfe im Haushalt bringen (ist ja schon lange ein Thema).

    Und tatsächlich muß ich meine Erwartungen derzeit herunterschrauben. Ich lerne geduldig - vorallem mit mir selber - zu sein und das Perfektionismus Ansichtssache ist und einen auch fertig machen kann.

    Auf die Idee, dass es nur eine vorübergehende Sache ist, bin ich als ich den Text geschrieben habe nicht gekommen, ich sah nur das Chaos und Panik machte sich breit. Auf mich selber zu achten muß ich noch lernen und dass tue ich nun auch, denn ich hatte schon einige Schüsse vor den Bug, die ich nicht beachtet habe. Derzeit mache ich auch die Erfahrung, dass die Girls wenn sie sehen, dass ich wirklich nicht soviel tue wie früher, dann doch zugreifen, zaghaft und nur das Nötigste, aber doch. Ich mußte nur die Kontrolle loslassen (ob es mir dauerhaft gelingt, weiß ich noch nicht :)).

    Und zu dem Plan, dass jeder seine Aufgabe übernimmt: Das hat bei mir nicht geklappt (versuchte ich schon früher mal).
    Erstens waren sie mal gleich auf die 6jährige eifersüchtig, denn die hatte natürlich eine leichtere Aufgabe und bei sowas bestehen die Großen dann auf Gleichberechtigung und die zwei hatten sich dann auch in den Haaren, weil nach einer Zeit jede glaubte, die andere hätte die leichtere Arbeit oder sie mache sie schlampiger..... aber das kennt wahrscheinlich auch die eine oder andere von Euch.

    Lieben Gruß
    herzlich
     
  5. abetterway

    abetterway Well-Known Member

    Liebe Herzlich,...

    ...es tut mir leid das du gerade in einer solchen Situation bist. Ich bin auch keine Mutter oder habe Erfahrung mit Kindererziehung, aber es ist nicht lange her, wo ich und meine Schwester uns auch immer gestritten haben, das die andere das leichtere macht, etc...Ich versuche jetzt einfach nur so zu schreiben wie die Kinder es sehen könnten...

    Ich kann dir sagen, das die Kinder das nicht so meinen, die große ist in der Pubertät und da ist man eben stur, das hat jeder von uns durchgemacht...die kleine will natürlich Ihren Vorbildern nacheifern, weil ihre großen Schwestern wahrscheinlich das größte für Sie sind.
    Sicher sie wollen auch nicht alles machen, aber ich kann mir vorstellen das sie es einfach nicht verstehen, weil es nichts greifbares ist, nicht was sich durch Schmerzen oder ein "wirkliches Kranksein" das für Kinder ersichtlich ist äußert.

    Du hast gesagt du gehst zu einer Psychologin, wie wäre es denn wenn du mit ihr einmal darüber redest und ihr vl dann eine Sitzung mit den Kindern macht und ihnen es ganz einfach erklärt was mit dir passiert ist. Ich glaube wenn sich die Kinder darunter etwas vorstellen können haben sie auch ein wenig mehr Verständnis.

    Und was auch noch sicher hilft ist viel viel Geduld und Ausdauer....

    Alles Liebe
    abetterway
     
    Silence und Clara Clayton gefällt das.
  6. Silence

    Silence Well-Known Member

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    Hallo herzlich,

    ich kann mich da a betterway nur anschließen.
    Deine Töchter sind sehr wahrscheinlich mit der Gesamtsituation ziemlich überfordert, weil du ja jahrelang für sie nonstop da gewesen bist.

    Für Kinder ist es sehr oft schwer zu begreifen, daß die Eltern mal etwas nicht können, krank sind oder einfach Ruhe brauchen.

    Das passt wehr wahrscheinlich ganz und garnicht in ihr Weltbild hinein und sie meinen es bestimmt nicht böse, wenn sie Dir mangeldes Verständnis gegen über bringen.

    Ich kann mich da gut an meine eigene Kindheit und Jugend erinnern.

    Meine Mutter hatte angefangen wieder arbeiten zu gehen , als ich 10 Jahre alt war, auch Samstags, sie war dann in einem Lebensmittelladen und kam oft erst spät nach Hause.

    Sie trug uns auch Aufgaben im Haushalt auf, was meinst Du wohl, wie wir uns gestritten haben....Aber nicht, weil wir unsere Mutter nicht liebhatten, sondern einfach viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt gewesen sind !

    In diesem Alter passiert soviel enorm Neues, daß uns alles, was mit Haushalt zu tun hatte , überhaupt nicht interessiert hatte.

    Letztendlich hat meine Mutter dann den Job wieder an den Nagel gehangen und es herrschte wieder Frieden.

    Aus heutiger Sicht weiß ich, daß das total egoistisch von uns gewesen ist. Aber als Kinder haben und wollten wir so nnicht handeln , sondern einfach unser Leben leben und uns um "wesentlich " wichtigere Dinge kümmern :D, was da war, Klamotten, Styling, Jungs ect. !

    Trotzdem hatten wir unsere Ma lieb !!! Das möchte ich hier und jetzt betonen......

    Vielleicht würde aber in Deinem Fall die Möglichkeit bestehen , über die Krankenkase oder Rentenversicherung eine Haushaltshilfe und / oder eine Kinderbetreuung zu bekommen.

    Oder ggf. eine sehr vertraute Person um Hilfe bitten.

    Ich wünsche Dir eine gute Besserung und daß Du Dich gut erholst !

    Viele liebe Grüße,

    Silence
     
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  7. herzlich

    herzlich Well-Known Member

    Guten Morgen,

    mir ist plötzlich klar geworden, dass ich mich wie meine Mutter damals verhalten habe. Sie war sehr hart zu mir und hat mich nur als Arbeitskraft gesehen und hat mir ansonsten bei jeder Gelegenheit gezeigt wie lästig, unwichtig und störend ich bin. Gelernt habe ich dabei: Nur wenn du viel arbeitest bist du was wert.
    Ich habe mein Leben lang gekämpft aber ich bin doch gar nicht so, ich bin ein weicher Mensch. Aber das hatte ich selbst vergessen oder eben nicht zugelassen.

    Aus dieser Überzeugung heraus hat mich auch so gestört, dass mir die Kinder nicht geholfen haben sondern lieber vorm Fernseher lagen.

    Die Psychologin hat gesagt, so wie man als Kind behandelt wird, so behandelt man sich später selbst und sie hat recht.

    Aber ich gebe es nicht an meine Girls weiter, sie dürfen ab sofort Kinder bzw. Jugendliche sein. Ich kann mich zwar nicht in sie hineinversetzen, mir war es nicht erlaubt mich aufzulehnen oder "herumzuliegen" aber da frag ich dann bei Freunden oder bei Euch nach, was in ihnen so vorgeht.

    Unser Verhältnis hat sich schlagartig verbessert und das Chaos lasse ich jetzt auch erst mal, denn ich bin auch wertvoll wenn die Wohnung nicht geputzt und aufgeräumt ist. Im Bett liegen, auch am hellichten Tag, nichts tun, das ist eine neue Erfahrung, ich kann die Kinder verstehen.....;)

    Danke und
    lieben Gruß
    herzlich
     
  8. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Herzlich!

    Es freut mich, dass Du jetzt lässiger mit dem Thema umgehen kannst - es wird die Situation sicher entspannen. Ihr hattet bzw. habt sowieso noch die ganze Situation zu verarbeiten, da ist jeder Druck, der wegfällt, ein Vorteil.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
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  9. Silence

    Silence Well-Known Member

    Hallo Herzlich,

    schön, zu lesen, daß Du diesbezüglich lockerer geworden bist ! Das spüren Deine Mädchen ja auch :) !
    Dennoch wird es vielleicht Rückschläge geben, wenn das Chaos zum Beispiel Überhand nimmst und Du vollends den Überblick verlierst.

    Daher würde ich da nochmal recherschieren, wegen der Haushaltshilfe von der Krankenkasse oder Rentenversicherung.

    Viele liebe Grüße ,

    Silence
     
  10. herzlich

    herzlich Well-Known Member

    Danke für Eure Hilfe.

    Ich hätte gerne Eure Meinung zu einer anderen Situation:

    Mein Ex hat sich ja mit einer Prostituierten eingelassen (hab ich schon mal geschrieben). Nun platzte die nächste Bombe: Er wird sie heiraten. Sie hat einen 5jährigen Sohn, der kommt auch mit und soll hier im Ort in den Kindergarten und dann in die Schule gehen.

    Die Älteste will nun gar nicht mehr beim Papa sein und die Mittlere zieht mit. Die Jüngste ist hin und hergerissen und - so ist mein Gefühl - kennt sich gar nicht mehr aus, sie findet Papa nach wie vor toll und sagt Sätze wie: Du magst ja den Papa nicht... zu mir.

    Da ich aber selbst nicht so gut dastehe derzeit, hab ich nun gesagt, sie müssen jedes 2. Wochenende bei ihm sein und nun kocht die 14jährige und läßt es an uns allen aus.

    Bisher haben wir das locker gehalten mit den Wochenenden aber nun hat es sich so entwickelt, dass sie den bequemen Weg gehen und der ist es bei Mama zu sein.

    Die 14jährige hat mir angekündigt, dass sie sich das nicht gefallen lassen wird und mit 14 schon ein Mitspracherecht hat.

    ???

    Lieben Gruß
    herzlich
     
  11. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Herzlich!

    Ich würde - wenn ich Deine Situation hätte - die Kinder in dieser speziellen Situation erstmals zu nichts zwingen. Denn gerade bei einer 14-jährigen kann die Tatsache, dass der Papa mit einer Prostituierten zusammen ist, einiges an Problemen auslösen, wenn sie da hin "müsste".

    Sie ist derzeit in einem Alter, in dem sie ja eh genug mit sich selbst zu tun hat. Wenn sie da noch von Freundinnen zusätzlich schief angeschaut werden würde, dann wäre das noch eins obendrauf.

    Außerdem hätte ich als Mutter schonmal kein gutes Gefühl dabei, wenn meine Mädels in Obhut einer praktizierenden Prostiuierten zu sehen, wenn es noch andere Möglichkeiten gibt.

    Ich verstehe auch den Vater nicht, was er den Kindern damit vorleben möchte. Macht er den Zuhälter oder wie ist das zu verstehen? Welches Milieu bietet er damit seinen Kindern?

    Du schreibst, es ist für sie der bequemere Weg, bei Dir zu sein? Das verstehe ich nun nicht ganz. In meinen Augen ist das der sichere Weg, denn es geht um Schutz von Minderjährigen.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
  12. Silence

    Silence Well-Known Member

    Hallo und guten Morgen , zusammen :)

    Liebe herzlich,

    alleine die Tatsache, daß Papa ne neue Freundin mit Kind hat ist ja nicht gerade ohne, wenn ich so ein Stück weit die Vorgeschichte in Erinnerung habe, zieht er ja so sein Ding durch, ohne auf seine Kinder besonders Rücksicht zu nehmen ,.......

    Daß sie Prostitiuierte ist...nunja, meiner Meinung nach, sind das auch durchaus wertvolle Menschen, die ein Recht auf Liebe und eine Beziehung haben. ! Sie üben eine Dienstleistung aus, die natürlich im eigentlichen Sinne moralisch kein Vorbild ist.

    Aber ich kann mir nicht vorstellen, daß sie dieses Beruf in Anwesenheit der Kinder in der gemeinsamen Wohnung ausübt ? !
    Oder daß sie gar versucht, die Kinder ihres Ex diesen Beruf " schmackhaft " zu machen.

    Wissen Deine Mädels davon ?

    An Deiner Stelle würde ich es Deinen Kindern freistellen , ob und wann sie ihren Vater sehen möchten !

    Zumindestens würde ich sie nicht bedrängen und für den Fall, daß sie von der " Tätigkeit " der neuen Freundin wissen, mit ihnen darüber sprechen, daß es diesen Beruf nunmal seit Jahrhunderten gibt und daß auch diese Menschen normale Bedürfnisse haben.

    Doch sobald sich Deine Töchter unwohl fühlen, können sie das offen aussprechen.

    Ungefähr so in der Art würde ich das machen !

    Ich kann mir gut vorstellen, daß es für Deine Töchter in diesem Moment sehr wichtig ist, daß Du eine klare Stellung dazu beziehst und zu ihnen hälst, egal wie sie sich entscheiden. Das gibt ihnen Halt.

    Alles Gute und viele Grüße,

    Silence
     
  13. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Silence!

    Da muss ich sagen, das würde ich nicht tun. Denn wenn es nicht MEINE Einstellung ist, so würde ich diese auch nicht vertreten. Abgesehen von der Gefahr, dass meine Mädels durchs Vorleben auch in diese Schiene kommen könnten und ich regelmäßig präventiv gegensteuern müsste?

    Sicher gibt es diesen Beruf seit hunderten von Jahren - aber möchtest Du - ganz ehrlich - dass ein Kind von Dir diesen ausübt?

    Und solange ich diese Einstellung habe, dass ich das meinen Kindern nicht wünsche, könnte ich nicht dafürsprechen. Das wäre Betrug an mir selbst und an den Kindern.

    Es ist sowieso schon belastend für die Kinder, wenn sie womöglich verspottet werden vom Freundeskreis. Man kann natürlich drüber diskutieren, ob dieser Beruf zu recht stigmatisiert ist oder nicht - solange man dazu kein positives Verhältnis dazu hat in dem Sinn, dass man seine Töchter in diesem Beruf gerne und aus voller Überzeugung sehen MÖCHTE, würde jeder Versuch, das schönzureden, ein Schuss nach hinten sein. Und - in meinem Fall - unehrlich.

    Auch wenn Magnet in seinem Thread nicht Magnet war - vielleicht hast Du die Entwicklung mitverfolgt. Zuerst wurde der Beruf der Prostiuierten verteidigt - als es darum ging, ob er seine eigene Tochter in einem Bordell sehen möchte, kam die Umkehr.

    Und solange DAS im Herzen ist, wäre es unehrlich, es zu forcieren, dass die Kinder - noch dazu gegen ihren Willen - einem engen Kontakt mit dieser Frau ausgesetzt sind.

    Wenn ICH SELBST der Meinung wäre, dass es völlig legitim, natürlich und WÜNSCHENSWERT für eine Frau wäre, ihren Körper gegen Geld zu verkaufen, dann wäre das etwas anderes.

    Wenn es hingegen nicht mein Weltbild ist, wäre es in meinen Augen falsch, es dem Exmann zuliebe zu vertreten.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
  14. Silence

    Silence Well-Known Member

    Guten Morgen, liebe Reinfriede,

    natürlich sollte herzlich die Meinung vertreten, hinter der sie 100 % steht.

    Mit meinem Beitrag wollte ich den Blickwinkel ändern.

    Diese Frau ist ja in erster Linie nicht nur Protestuirte, sondern auch ein Mensch und selber Mutter.

    Ich würde es auch nicht gutheißen, wenn die Kinder dadurch auf die schiefe Bahn kommen.

    Aber die neue vom Ex ist doch sicherlich ein freier Mensch in einer neuen Beziehung, sie hat das sehr wahrscheinlich für sich so gewählt.

    Ich halte dies nicht für nachahmungswert, aber seitdem ich bei sterntv mal einen Report darüber gesehen habe, ist aber schon lange her, denke ich anders über die Frauen.

    Und ich bin völlig mit Dir einer Meinung, daß man die Kinder nicht dazu " zwingen " sollte , engeren Kontakt zu der Freundin zu haben.

    Daher ja auch mein Rat, die Kinder diesbezüglich völlig frei entscheiden zu lassen.

    Was Magnet angeht, so muß ich gestehen, habe ich nichts mitbekommen. Was genau ist da passiert ?

    Viele liebe Grüße,

    Silence
     
  15. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Silence!

    Trotz dieser jetzt anderen Denkweise: würdest Du es wollen, dass Dein Sohn als Stricher arbeitet?

    Lg
    Reinfriede
     

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