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Reicht Akzeptanz für eine Ehe?

Dieses Thema im Forum "Liebe und Partnerschaft" wurde erstellt von Niki, 14 August 2006.

  1. Niki

    Niki Well-Known Member

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    Hi liebe Forums-Freunde ;)

    ich fange nun einen neuen Thread an - da ich das Kapitel mit meinem Freund als abgeschlossen betrachte.

    Mein Augenmerk liegt nun, wie ich nun mit den Scherben meiner Ehe umgehe?
    Die Ist-Situation ist so, dass mein Mann sehr verunsichert ist - er spürt, dass ich mich emotional von ihm entfernt habe - und dass unsere Interessen sehr weit auseinandergehen. Und er hat Angst, mich zu verlieren. Er benimmt sich aus diesem Grund oft ziemlich.....hilflos -> drückt sich mir gegenüber in aggressiver Weise aus (verbal), ist eifersüchtig usw., Machtkämpfe stehen (und standen früher auch schon) an der Tagesordnung.

    Mein Gefühl gegenüber ihm ist eher Mitleid.
    Ich halte seine körperliche Nähe nur schwer aus - und muss nach dem Sex oft weinen....
    Er sehnt sich nach meiner Nähe - drückt mich oft - ich umarme ihn zwar auch, aber nicht aus dem Gefühl der Liebe heraus, sondern aus Mitleid, und teilweise Zuneigung und Dankbarkeit.

    Ich möchte gerne herausfinden, was ich wirklich noch für ihn empfinde - und ob es wert ist, unsere Ehe weiter aufrecht zu erhalten.
    Ich kann es im Moment nicht beurteilen.

    Ich hab jedoch in den letzten Monaten gelernt, dass ich ihn nicht aus Liebe (wie ich sie vor kurzem erfahren habe) sondern aus einem Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit geheiratet habe. Dieses Bedürfnis hat er immer gestillt.
    Ich bin in eine Art Co-Abhängigkeit mit ihm geraten, und bin gerade dabei, mich innerlich zu befreien....
    Es gelingt mir INNERLICH schon recht gut - nur in der Umsetzung ist es nicht immer ganz einfach.

    Gewisse Charakterteile an ihm lehne ich scheinbar auch ab, wie zB. seine Art zu kommunizieren (er wirkt dabei aggressiv), seinen Humor (der widert mich oft an), seine Art mich zu küssen (ich mag es nicht mehr), seine Art, über andere Leute herzuziehen....

    Dabei ist mir aber bewusst, alles was ich an anderen ablehne, habe ich ja auch in mir und lehne dies auch teilweise in mir ab.
    Ich möchte dieses Muster gerne lösen - diese Ablehnung "aufheben", damit ich dann besser beurteilen kann, ob ich noch mit ihm zusammenleben möchte oder nicht.

    Wie kann ich das am Besten bewerkstelligen? Wie erkenne ich, dass ich seine Wesensart akzeptiert habe - und nicht eine Verhaltensart an mir selbst ablehne (welches er mir vielleicht nur spiegelt?).

    Ich fürchte nur, wenn ich ein Verhalten an ihm ablehne (und in mir vielleicht verdränge), dass es sich mir wieder in den Weg stellt - vielleicht in der Form eines neuen Partners - darum möchte ich diese Geschichte JETZT noch lösen, bevor ich mich von ihm trenne.

    Bitte könnt ihr mir helfen?
    lg Niki
     
  2. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    AW: Reicht Akzeptanz für eine Ehe?

    Hallo Niki,
    zur Eingangsfrage - ich weiß es nicht. Für mich glaube ich nicht, daß es reichen würde.
    Das wird ein hartes Stück Arbeit.

    Auf Dauer ist das sicher nichts - sein Verhalten, aber vielleicht kann er seine Hilflosigkeit eines Tages anders ausdrücken.

    Mitleid ist nicht gut. Wenn du Mitleid hast, traust du dem anderen nicht zu damit umgehen zu können.


    Warum?
    Schade.

    Ich denke, das ist nach dem Geschehen normal und es wird noch dauern, bist du es weißt.

    ...das reicht aber nicht - nicht wahr?
    Das ist doch schon ein guter Weg. Das heißt ja nicht, das es ganz aus sein muss.

    Überlege dir bei jeder Sache, die dich an ihm stört, warum es ganz genau dich stört. Das ist nicht einfach dahinter zu kommen. Oft macht man sich etwas vor. Wenn du es dann weißt, erledigt es sich gegebenfalls von selbst oder du kannst deine Einstellung ändern, oder mit ihm darüber reden.


    Das wird so sein, bis du es aufgelöst hast. Also kannst du es besser jetzt machen, damit bist du schon einen großen Schritt weiter.
    Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft dabei. Kannst du mit deinem Mann reden? Das ist sehr wichtig und fällt vielen schwer - nicht nur Männern.
    LG Penelope
     
  3. Niki

    Niki Well-Known Member

    AW: Reicht Akzeptanz für eine Ehe?

    Danke, liebe Penelope.

    lg Niki
     
  4. Niki

    Niki Well-Known Member

    AW: Reicht Akzeptanz für eine Ehe?

    ich weiß es nicht. Ich möchte ihn nicht so nahe an mich ranlassen. Da ist eine Abwehr - ein Widerwillen.
    Ich hatte das früher nicht. Jedoch war ich früher auch nicht so offen, wie jetzt, d.h. ich ließ NIEMANDEN so nah in meine Seele.....
    Jetzt ließ ich jemanden SEHR NAH in meine Seele - und vielleicht möchte ich auch nur mehr Menschen so nah an mich ranlassen, die mir auch seelisch nahe kommen dürfen.
    Ich habe bei meinem Mann oft überlegt, warum er das nicht darf?
    Ich möchte mich einfach nicht so weit öffnen für ihn. Würde ich mich öffnen, würde das bedeuten, etwas sehr Feines und Sensibles in meiner Seele (durch seine grobe Art vielleicht) zu verletzen.
    Ich möchte mich nicht öffnen, weil ich nicht bereit dazu bin.


    Ich glaube nicht, dass sich das ändert. Er ist so geprägt, aufgrund seiner Erziehung, in der er nie wirkliche Zuneigung spüren durfte, fürchte ich.
    Sein Benehmen ist sicher auch Angst, er könnte mich verlieren. Doch damit treibt er mich noch weiter weg. Wir haben schon öfter darüber gesprochen - er versucht dann, sich zu ändern - und täuscht Gleichgültigkeit vor. Doch das ist nicht echt.


    ja, vielleicht braucht es einfach seine Zeit. Momentan hab ich nicht das Gefühl, das sich etwas ändern wird - eher so, dass ich endlich erkannt habe....

    nein, nicht mehr. Denn ich habe gefühlt, wie sehr ich lieben kann....und würde das gerne ausdrücken in einer Partnerschaft. Nur - ihm gegenüber kann ich das nicht, leider.

    okay, ich werd das jetzt genauer unter die Lupe nehmen....

    Genau das möchte ich tun.
    Ich glaube, wenn ich mit seinen Verhaltensweisen klar komme, dass ich dann nicht mehr so festhafte, sondern leichter entscheiden kann....(eher für eine Trennung im Moment)....
    Aber ich will das alles vorher aufgelöst haben.

    (ich komm mir ziemlich fies gegenüber meinem Mann vor mit diesem Thread...)

    Danke trotzdem für eure Hilfe!
    lg Niki
     
  5. Wasserfall

    Wasserfall Well-Known Member

    hallo Niki !

    das kann ich gut verstehen....im sinne von nach voll ziehen.
    ich hatte auch einen partner, bei dem ich sehr satbilität gesucht habe. sicherheit, geborgenheit.

    doch bin ich für mich drauf gekommen...es gibt eben mehrere ebenen von geborgenheit und sicherheit.
    da ist mal das finanzielle, materielle,......dann das "anpacken", sich gegenseitig zur hilfe kommen, wo nötig....

    vor allem aber braucht meine seele geborgenheit und sicherheit.

    das heisst....wenn ich mich zeige...wünsche ich mir einen menschen, der behutsam damit umgeht...und nicht meine "schwachstellen" benutzt, um sie mir beim nächsten "kampf" in den rücken zu stossen...um mich damit verletzen und "nieder machen" zu können.

    ich meine jetzt nicht, dass der andere wie mit einem rohen ei mit mir umgehen soll. aber eben liebe-voll.
    ihm muss nicht alles schmecken, was und wie ich bin. das soll er auch klar zeigen und sagen dürfen.
    aber...."ich kann damit nicht gut umgehen" klingt eben ganz anders als " du bist damit unmöglich, schlecht..."

    erstes ist für mich eine ehrliche rückmeldung auf etwas....zweites eben "machtkampf". und das tut mir un-nötig weh. dem mag ich mich nicht mehr aus setzen müssen.

    klar kannst du versuchen, das für dich zu durchbrechen. auch deinem mann gegenüber. es gibt wege da raus.
    für mich war das sehr wichtig...wege zu finden, um da nicht mehr mit zu machen, als mir gut tut. allgemein...nicht nur in beziehung und freundschaften.
    nicht aus moral oder sonstwas heraus....sowas fühlt sich künstlich für mich an. ich mag auch zu den seiten von mir stehen, die auf den ersten blick nicht so "toll" wirken.

    sondern...weil ich fühle, wie sehr mich dieses "machtkampfmuster" verletzt. weil es distanz schafft zwischen menschen.....statt nähe.

    ich bin aber ein "nähemensch"...was jetzt nicht bedeutet "rundum aufeinenander picken"....sondern ich meine den ehrlichen "inneren draht" zueinander. damit fühle ich mich sehr wohl.

    da...auf dieser ebene also...empfinde ich geborgenheit und sicherheit (auch!) als sehr wichtig für mich.

    alles liebe !

    Wasserfall
     
  6. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

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    AW: Reicht Akzeptanz für eine Ehe?

    Auch Schade. Ich bin auch gerade in der Situation - überlege - ob ich mich ganz öffnen kann - und was schlimmstenfalls passieren kann...wenn ich verletzt werde.... aber vielleicht sollte man sich einfach darauf einlassen und nicht soviel überlegen...

    Er muss halt mit arbeiten oder auch an sich arbeiten. Er kann halt nicht anders. Möchte er denn?

    Wie wäre es mit einer Partnerberatung. Ich denke ihr müsst beide daran arbeiten.

    Es wird für euch beide gut sein. Denn auch dein Mann spürt ja, dass es so nicht laufen kann. Es ist immer blöd, dieses krampfhafte festhalten - aber man (auch ich) kann schlecht aus seiner Haut.

    Warum? Du tust es im Prinzip für euch beide. Es bringt sonst nichts. Auch wenn einer von beiden das nicht einsieht..nicht einsehen möchte. Ihr müsst schon an einem Strang ziehen. Und manchmal schweissen einen Krisen auch zusammen. Es muss nicht immer dann Trennung sein. Wichtig ist, das beide Einsicht zeigen.

    LG Penelope
    P.S.: ´Tschuldigung - ich habe heute wieder einen Satzbau drauf :nudelwalk
     
  7. Niki

    Niki Well-Known Member

    AW: Reicht Akzeptanz für eine Ehe?

    Hi ;)

    genau! Wir haben ein Machtkampf-Muster.
    Wir passten wie die Faust aufs Auge zusammen ;)
    Er hatte eine total diktatorische Erziehung genossen - ohne Liebesbezeugungen....(er konnte folglich auch nie gut Liebe geben...)
    und ICH hab nie viel Liebe bekommen - habe mich in meiner Herkunftsfamilie immer über Leistung definiert; hatte eine sehr instabile Familie. Ich war sozusagen diejenige, die immer brav und lieb war, um den Familienfrieden aufrechtzuerhalten (es gab schon so sehr sehr viele Streitereien) - ich hab also gelernt: ja nur nicht aufmucken, sonst geht die Familie den Bach runter....

    Er konnte also nicht viel Liebe geben.....das war ich gewohnt. Ich brauchte jedoch jemanden, der mir Stabilität und Sicherheit gab. Jemanden, der sicher immer zu mir stehen würde. Jemand der mir nicht so schnell davon läuft - und jemand der mir nicht weh tut....

    Ich hab all das bekommen: mein Mann ist ein äußerst ehrlicher (naiv ehrlicher) Mann, der sehr autoritär gegenüber mir war. (ich fühlte mich also sicher und beschützt). Er würde mir auch nicht weh tun....denn ich hab mir jemanden ausgesucht, in den ich nicht so viel Gefühl investiere....denn Gefühle könnten mal zu Enttäuschung führen....
    Und er würde mir auch nicht so schnell davonlaufen, weil er bei anderen nicht so sehr beliebt ist....
    (in meiner Schulzeit suchte ich mir immer Freunde aus, die bei anderen nicht beliebt waren, denn DIE waren mir sicher....;( )

    Liebe Forums-Freunde, beim Schreiben merke ich, wie gut es mir tut, über das alles zu schreiben. Vielleicht bekomme ich dadurch ein wenig Klarheit, wie mein Weg weitergehen kann....

    Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, mich zu öffnen - Gefühle zuzulassen, auch auf das Risiko hin, dass es weh tun kann. Das kann und will ich natürlich nicht allen Menschen gegenüber - ich denke, das wäre auch ein wenig naiv.....aber bei bestimmten Menschen, bin ich bereit, das Risiko einzugehen, mich voll zu öffnen. Auch wenn ich dadurch sehr verletzbar und angreifbar werde. Bei meinem Freund z.B. hatte ich täglich Angst, weil ich merkte, er kommt mir so nah....und ich bin BEWUSST das Risiko eingegangen, mich voll...und jeden Tag mehr...zu öffnen!

    Bei meinem Mann dagegen stimmt die Chemie diesbezüglich nicht. Ich will mich ihm nicht öffnen. Ja, es ist schade. Doch es ist so. Ich möchte mich nicht dazu zwingen. Irgendwann habe ich auch gelernt, auf mein Gefühl zu hören....und ich bin nicht bereit, mich (voll) für meinen Mann zu öffnen. Ich kann es nicht begründen - aber wahrscheinlich stimmt die Energie nicht, oder was weiß ich....:confused:

    Ich bin immer der Meinung: wenn mich etwas stört an jemand anderem, dann hat das irgendetwas mit MIR zu tun.....habe ich das in MIR aufgelöst, dann stört mich dieses auch nicht mehr.
    Ich möchte ihn deshalb nicht zwingen, an SICH zu arbeiten.....wenn es mich stört, muss ich zuerst einmal an MIR arbeiten...

    Weiters ist es so (auch wenn es sich überheblich anhört), dass er im sozialen Umgang mit andern Menschen SEHR VIEL Nachholbedarf hat....und um DEN aufzuholen, würde er sehr lange brauchen (mindestens einige Jahre).
    Ich hab mich so viele lange Jahre "davon-"entwickelt, und hab verpasst, mit ihm darüber zu reden. Bzw. konnte ich ja auch nicht mit ihm über diese Dinge sprechen, für ihn war alles immer nur Humbug.
    Ich hab jetzt nicht mehr die Geduld, zu warten, bis er 10 Jahre aufgeholt hat.

    Ich denke, bei einer Paarberatung kann man störende Verhaltensweisen aufeinander abstimmen, so dass es für beide wieder passt.....aber bei mir sind die GEFÜHLE weg....und die kann ich nicht wieder herzaubern...
    Unser Umgang miteinander - damit komme ich halbwegs gut zurecht....ich hab mich jahrelang arrangiert und damit auseinandergesetzt, so dass mich sein Umgang mit mir nicht mehr schmerzt. Das ist es meines Erachtens, was sie bei einer Paarberatung machen könnten.....
    aber Gefühle hervorholen (die noch dazu nie da waren)????
    Bei der Paarberatung käme wahrscheinlich heraus, dass ich mir einen Mann wünsche, der vom Grundtyp her anders ist. Möglicherweise fällt uns (ihm) dann eine Scheidung leichter....:confused:

    an einem Strang ziehen.....ist schwierig.
    An welchem Strang? Welches gemeinsame Ziel können wir anstreben?
    - Das unsere Kinder glücklich werden. Okay.
    - Das wir ein gemeinsames schönes Haus haben.....? Ich hätte nie gedacht,
    dass mir materielle Werte so unwichtig werden würden, wie sie es mir im
    Moment sind. Ich hänge nicht mehr an unserem Haus....
    - meine Werte und Vorstellungen (Natur genießen,
    Persönlichkeitsentwicklung,....Liebe....)....das korreliert irgendwie mit seinen
    Werten....

    Ich kann mit ihm nicht diskutieren über Charaktere, über Verhalten verschiedener Menschen - weil er da komplett auf einer anderen Ebene schwingt als ich - aber total....!!! Seine Anschauungen über Menschen sind oft so einseitig - er sieht überall nur "Täter"....er bewertet so viele Menschen so gering, so abschätzend....dass ich damit überhaupt nicht kann....!!! Ich krieg da so einen Zorn, weil ich nicht verstehe, dass man so abschätzend über andere Menschen sprechen kann.
    Sage ich ihm das, dann ändert er schnell seine Meinung und sagt das, was ich hören möchte (das klingt aber dann nicht echt)....oder er schnappt ein und sagt gar nichts mehr --> in beiden Fällen ist die Diskussion beendet.

    Liebe zur Natur: er fängt damit nichts an. Er kann es nicht genießen. Gestern ist er mir zuliebe mit mir in die Berge gefahren, etwas wandern......ich schwärmte über die schöne Natur....und was kam: er sagte einige Male eifersüchtig: "Wenn es dir hier so gefällt, dann zieh halt da her!" Er war richtig eingeschnappt. Er fährt jetzt zwar mit mir - mir zuliebe - in die Natur, aber ich kann meine Begeisterung, bzw. die Ruhe und Stille die ich dort empfinde, nicht mit ihm teilen.

    Meine Liebe zur Musik: teilt er überhaupt nicht. Ich hab ihn oft schon angebettelt, auch ein Instrument zu lernen, damit wir gemeinsam bei einem Verein musizieren können - er will nicht.

    Das, was mich am meisten verletzt, ist: dass er so einen aggressiven Tonfall hat. Den hatte er schon immer, und wird er sich auch nicht abgewöhnen können.
    Ich mag es, wenn Menschen mir beim Sprechen ins Gesicht sehen. Wenn der Tonfall auch noch warmherzig ist, respektvoll und wertschätzend - dann kann ich mich gut öffnen, ebenfalls meine Meinung auf respektvolle, wertschätzende Art und Weise darlegen.
    Mein Mann sagt seine Worte kurz und knapp - es kommt keine Wertschätzung rüber. Ich hab auch nicht das Gefühl, dass er andere Meinungen hören will....er sprachs- Basta. (das hat seine Mutter auch so gemacht).
    Deshalb gibt es auch keine Diskussionen bei uns - oder auch nur längere Gespräche.

    Ich mag es, wenn mir jemand in die Augen sieht - ich kann bei diesen Menschen so viel in den Augen sehen.
    Sehe ich meinem Mann in die Augen, fragt er oft, warum ich ihn denn so komisch anschaue :confused:

    Ich mag nicht mehr!
    Ich bin es mir wert, einen Mann zu haben, der wertschätzend mit mir umgeht. Der MICH respektiert! Der mich WIRKLICH respektiert, und mich nicht nur BRAUCHT, weil er sich sonst minderwertig vorkommt....

    AUS; ICH WILL NICHT MEHR!!!!!!!!!!!!!
     
  8. corinna111

    corinna111 Member

    AW: Reicht Akzeptanz für eine Ehe?

    Liebe Niki,
    ich habe deinemn letzten Thead rege verfolgt und mich mit Dir gefeut und mit Dir gelitten.(Das am Rande)
    Tja,und nun zur Frage ob Akzeptanz für eine Ehe reicht.
    Vor dieser Frage stand ich etwa vor zwölf Jahren.Mein Mann war auf Montage,er lernte eine Frau dort kennen.Als ich dahinter kam habe ich getobt geweint und gelitten.Er machte mit ihr schluss wegen mir und unserem Sohn (Damals war unser Sohn drei Jahre)Endlich war war er wieder bei uns,aber er war nicht glücklich und ich auch nicht.Also haben wir uns dann doch getrennt.Wir hatten uns aber immer noch gut verstanden was auch viel wegen unserem Sohn war.Ich hatte dann zehn Jahre einen anderen Partner das ging letztes Jahr zu ende und mein Ex-Mann war mir eine große Stütze in dieser Zeit.Unser Sohn ist aufgewachsen mit dem wissen meine Eltern sind gute Freunde.Hätten wir unsere Ehe aufrecht erhalten hätten wir uns mit gegenseitigen Vorwürfen warscheinlich irgendwann gehasst.Lg Corinna
     
  9. Niki

    Niki Well-Known Member

    AW: Reicht Akzeptanz für eine Ehe?

    ujeee, das ist aber ganz lange geworden, sorry :confused:

    Aber es tut mir so gut, hier zu schreiben - und ich merke, dass es viel klarer und deutlicher für mich wird, hier zu schreiben.
    Bitte fasst dies hier nicht als Jammerei auf - soll es nicht sein - es dient dazu, dass ich Klarheit gewinne.

    Ich bin froh, wenn ihr mir dazu eure Inputs gebt, denn so kann ich wieder weiter-denken...:liebe1:

    Ich hab mir heute überlegt, was ich machen würde, wenn er eine Jugendliebe von mir wäre....
    ich hätte schon Schluss gemacht. Ohne viel zu überlegen.

    Darum habe ich das Gefühl, es wäre auch JETZT die richtige Entscheidung.

    Ich habe jedoch Angst, die Kinder zu verletzen.
    Nur weil ICH mich nach Liebe und Wertschätzung sehne.....
    Obwohl ich nicht weiß, ob es meinen Kindern nicht auch gut tun würde.

    Meine ältere Tochter kommt überhaupt nicht gut mit ihm zurecht - sie ist jetzt in der Pubertät und bräuchte jemanden, der mit ihr umgehen kann, selbst eine gewisse Reife hat - doch er benimmt sich selbst wie ein Kind. Glaubt, dass sein KIND ihn nicht mehr lieb hat, wenn sie mal bockig ist....:confused:

    Sie hat auch seit einem Jahr ständig Angst, dass mein Mann und ich Sex zusammen haben könnten. Ich denke, auf der einen Seite erwacht ihre Sexualität (sie ist 14) - auf der anderen Seite nimmt sie wahrscheinlich meine Schwingungen wahr, dass ICH das nicht will. Sie weint fast täglich in ihrer Angst, dass wir gemeinsam Sex haben könnten.
    (Sie war schon immer hypersensibel und nahm Schwingungen wahr, die ich selber nicht spürte...)

    Und meine kleine Tochter hat seit einigen Monaten dauernd Hautausschläge, so dass ich befürchte, auch sie leidet seelisch unter den Spannungen, wenn auch nicht wirklich ersichtlich.

    Ich weiß auch nicht, wie ER reagieren würde im Falle einer Scheidung. Ich bin mir nicht sicher, ob er dann nicht über die Kinder einen Rosenkrieg spielen würde. Er ist soo unreif - und ich weiß nicht, wozu er sich hinreißen lässt. Darum habe ich auch Angst um die Kinder.....
     
  10. Niki

    Niki Well-Known Member

    AW: Reicht Akzeptanz für eine Ehe?

    Ich glaub, ich find den Weg nicht mehr zurück in unsere Ehe.

    Wenn mir jemand sagen könnte, WIE es für alle Beteiligten am Besten ausgeht, dann würde ich diesen Weg gehen.

    Ich werd mich wieder mal an meine höhere Führung wenden, wie es für alle Beteiligten am Besten ist - und lasse mich führen.

    Ich komm mir nur ziemlich egoistisch vor.
    ICH suche nach einer wertschätzenden, warmherzigen Liebe - nach einer Ehe, in der ich eigentlich immer sehr gering geschätzt wurde. (zumindest behandelte er mich so...)
    Ich kann nicht mehr - und ich bin es mir wert!!!
    ICH BIN ES MIR WERT! ICH BIN ES WERT; GELIEBT ZU WERDEN!!!!

    Ich bin es mir wert, aus der Geringschätzung auszusteigen....

    Bitte hilf mir....
     
  11. corinna111

    corinna111 Member

    AW: Reicht Akzeptanz für eine Ehe?

    Liebe Niki,
    hier ein lieber Spruch für Dich.

    Einmal fragte die Liebe die Freundschaft:Wozu bist Du denn da,wenn es mich gibt?Die Freundschaft antwortete:Um dort ein Lächeln zu bringen wo Du eine Träne hinterlässt.

    Lg Corinna
     
  12. Niki

    Niki Well-Known Member

    AW: Reicht Akzeptanz für eine Ehe?

    Hi liebe Corinna,
    danke für deinen lieben Spruch :liebe1:
    Er hat eine Träne in mir hervorgezaubert...

    Ich habe unter Tränen gelächelt, als ich vor einigen Tagen meinem Freund die Freundschaft anbot, weil ich eine Affäre nicht leben kann.
    Als er sie annahm, habe ich unter Tränen aus Freude gelacht.....und mich gefreut...

    Danke, liebe Corinna!!!
    Niki
     
  13. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    AW: Reicht Akzeptanz für eine Ehe?

    Hi Niki,
    nochmal zur Ausgangsfrage - ich denke auch für dich: nein.
    Im Prinzip hast du dich schon entschieden. Du weißt nur noch nicht wie du es am besten umsetzen kannst, damit dich mit dem nächsten Mann nicht das gleiche Schicksal ereilt. Deshalb möchtest du es mit ihm lösen.

    den letzten Satz habe ich nicht ganz verstanden
    Das finde ich ziemlich heftig.

    Die Kinder sind schon mittendrin....

    Du schreibst in einem deiner obigen Postings, dass es wahrscheinlich überheblich von dir klingt...spiegel...spiegel...
    ...du tust das Gleiche mit ihm.

    Das ist wohl so - doch du musst ihn auch respektieren. Und das ist in eurer Ehe nicht gegeben.

    Ich meinte es nicht so, daß er sich ändern sollte, damit es klappt. Ihr müsstet mehr zusammenarbeiten. Gemeinsame Dinge finden... Wenn du möchtest, das er die Natur liebt usw. möchtest du ihn ja verändern - das klappt sowieso nicht. Eine Paarberatung - nicht, daß man sich verändern soll, sondern, daß man erst einmal den anderen versteht...
    ...und dann erkennt, daß man ev. an sich arbeiten muss.
    Penelope
     
  14. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    AW: Reicht Akzeptanz für eine Ehe?

    Liebe Niki,

    zu deiner Ausgangsfrage: sie ist so gestellt, dass man sie praktisch mit "Nein"
    beantworten MUSS. Ich glaube, keiner von uns hat sich schon so weit von der Vorstellung einer guten Ehe entfernt, dass er (bzw. sie) sich mit bloßer "Akzeptanz" zufrieden geben möchte.

    Wenn es tatsächlich deine innere Überzeugung ist, dass du eigentlich gar nichts verloren hast, dann gibt es (für dich) auch nichts wieder zu finden, oder?

    Oft sagt man ja, man soll sich an die allererste Zeit der Verliebtheit zurück erinnern, an die Gründe, WARUM man sich überhaupt erst verliebt hat. Hast du dich wirklich nur in ein gestilltes Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit verliebt? Waren da nicht auch menschliche/männliche Qualitäten, die du anziehend gefunden hast? Gibt es die noch, in deinen Augen, bei deinem Mann?


    Du sprichst von "Spannungen", die so präsent sind, dass sie auch den Kindern nicht verborgen bleiben.
    Erfahrungsgemäß entlädt sich jede Spannung irgend wann. Wie ist das bei euch? Explodieren die Emotionen nicht auch mal? Wenn ja, was passiert dann?


    Wie meinst du das? So, wie du das Verhalten deiner Tochter beschreibst, legst du es als Loyalität zu dir, ihrer Mutter, aus. Das ist ein ziemlich untypisches Ansinnen von einem Kind (mit 14 ist sie noch ein Kind). Kinder denken nicht in den logischen Bereichen wie Erwachsene, dass eventuell eine Trennung sinnvoll wäre. Sie wollen ihre Eltern zusammen sehen und "arbeiten" nicht bewusst dagegen.

    Und ... ich finde, dass der Bereich "Sex der Eltern" für die Kinder ein absolutes Tabu-Thema zu sein hat, ausnahmslos.


    Wie denkst du, dass eine Scheidung verlaufen könnte? Ich meine jetzt in realistischer Einschätzung von dir selbst und deinem Mann. Du beschreibst ihn als "unreif" - meinst du damit, dass er ohne Widerstand die Kinder aufgeben würde? Dass er finanziell fair wäre?

    Auch wenn du zum gegebenen Zeitpunkt meinst, dass der materielle Aspekt für dich an Bedeutung verloren hat - glaub' mir, in einer normalen Scheidung geht's auch um's Geld. Und wie!!

    In einem Rosenkrieg geht's NUR um Geld (und die Kinder natürlich).

    Ich habe das in deinem anderen Thread schon mal angesprochen: wäre eine Trennung auf Zeit (auf Probe) für dich (euch) nicht denkbar?

    Lieben Gruß,
    Karin
     
  15. Niki

    Niki Well-Known Member

    AW: Reicht Akzeptanz für eine Ehe?

    Hallo ihr,
    danke dass ihr euch bemüht, hier zu antworten.
    Ich brauche wirklich Hilfe zu diesem Thema.
    Ich weiß, es hört sich jetzt so an hier, als dass ich meinen Mann nur als den Schlechten hinstelle.
    Ich weiß jedoch, er ist nicht der Schlechte. Ich möchte gerne herauskommen aus der Falle, dass ER der Böse ist - und sehen, was ICH dazu beitragen kann. Wenn dann wirklich gar nichts mehr geht, dann werde ich gehen....

    Daher ist das Schreiben hier für mich ganz wichtig.
    Außerdem bemerke ich, dass ich einen unheimlichen Groll auf ihn aufgebaut habe.....vielleicht die ganzen Jahre über. Und ich schäme mich dafür, wenn der Groll manchmal bei unseren Freunden rauskommt, indem ich vielleicht IHN als den Schlechten hinstelle....

    Vielleicht ist es gut, wenn ich mir den Groll hier mal von der Seele schreibe, so wie es mir Wasserfall mir einmal empfohlen hat:

    Ich bin wütend, dass....
    Ich bedaure, dass....
    Ich bin traurig, dass....
    Ich wünsche mir, dass....

    Ich versuch das jetzt mal. (sorry, falls es heftig wird...)

    Ich bin wütend, dass...
    ....du so bist wie du bist. Ich bin wütend, dass du nicht der Mann bist, den ich mir für mich vorstelle. Ich bin wütend, dass ich nicht mit dir repräsentieren kann, weil du kein Auftreten hast. Ich bin wütend, dass man dich verarscht, weil du keine eigene innere Stärke besitzt. Ich bin wütend, dass du deine eigene innere Meinung nicht vertreten kannst, weil du viel zu viel von der Anerkennung anderer abhängig bist. Ich bin wütend darüber, dass du nicht ein starker (innerlich stark) hübscher Mann bist, an den ich mich anlehnen kann und der mir den Weg zeigt. Ich bin wütend, dass dich die anderen zwar inzwischen mittlerweile respektieren, aber meines Erachtens mehr Gewohnheit respektieren - dich veräppeln, weil du es mit dir machen lässt und dich nicht als gleichwertigen Freund annehmen können, mit dem sie auch über verschiedene Dinge diskutieren können. Ich bin wütend, dass dich unsere gemeinsamen weiblichen Freunde in IHREN Kreis mit aufnehmen, weil sie mit dir leicht umgehen können - dich für nicht ganz voll nehmen und dich nicht als MANN sehen....(?)...würden Sie dich als MANN sehen, würden sie dich nicht so leicht in die Damenrunde integrieren....
    Ich bin wütend, dass du bei deiner Mama wie ein kleiner Bub reagierst, so wie ein Lamm - und bei uns in der Familie deine Aggressionen auslässt.
    Ich bin wütend über die Art, wie du mit uns sprichst....so voller Aggression und Geringschätzung. Ich weiß du willst das nicht - es ist deine Gewohnheit - aber es liegt keinerlei Liebe in deiner Stimme.....
    Ich bin wütend, weil ich das alles ertragen muss und es nicht schaffe auszubrechen. Ich bin wütend, weil ich nicht mehr mag, dass du so mit mir umgehst, ich bin wütend, weil ich endlich LIebe will, Ich bin wütend auf mich selbst!!!!!!!!
    Ich bin noch immer wütend, ich muss jetzt HIER weiterschreiben. Ich bin wütend auf unsere ganzen Freunde, weil sie nicht voll hinter mir stehen. Ich bin wütend...ich möchte meien Wut herausschlagen aus mir - ich möchte meine Aggressionen loslassen, ich bin wütend auf dich....warum bist du nciht so lieb zu mir, so leibenswert wie es andere oft sind, Warum kann ich mit DIR nicht reden, warum musst du so bockig sein und stur....warum kannst du nicht so einen liebevollen Charakter haben - einen, der mich versteht, mit mir ins Land der Träume gehen kann, mit mir spirituelle Reisen unternehmen kann, mit mir romantische Stunden genießen kann. Warum muss das so sein??? Warum kannst du nicht so liebevoll fü rmich da sein, für mich kochen ab und zu, mich verwöhnen - aus deinem tiefsten HErzen, mit einem Ausdruck der Freude auf deinem Gesicht, mit einem liebevollen Ausdruck in den Augen....warum kann ich diesen Ausdruck bei dir nicht bemerken, auch wenn du dich bemühst?
    Warum bist du nicht so zärtlich und romantisch, wie ich es brauchen würde. Jemand, der innerlich stark ist und mich führt - durch das Leben, wo ich das Gefühl habe, ich bin beschützt - und bin nicht Wind und Wetter ausgesetzt und muss überall alleine durch, alles alleine managen, weil DU sozial "unterentwickelt" bist....
    Warum stellst du dich nicht auf die Füße, lernst etwas dazu, vor allem im sozialen Bereich, so dass du MIR helfen kannst? Ich muss DICH hindurchmanövrieren, weil DU nicht fähig bist, und überall Streit anfängst, da wo mir nach Harmonie zumute ist. Warum überspielst du deine innere Schwäche durch lautes, primitives Gegröhle unter deinen Freunden - es widert mich an!!!!!
    Warum mussten wir uns so sehr auseinanderentwickeln? Warum ? Ich möchte nicht jemand sein, der sich scheiden lässt. Ich träume auch von der lebenslangen glücklichen Ehe. Doch ich bin nicht mehr glücklich mit dir! Und ich möchte so gerne glücklich sein. Ich hab es mir doch auch verdient, oder nicht?
    Warum muss ICH diejenige sein, die sagen muss, ich wünsche mir einen anderen Mann - ich muss dich und die Kinder so enttäuschen. Warum muss ich euch und mir das antun? Sag doch DU, dass du eine andere Freundin hast, und dass du gehen willst! Ich will nicht schuld sein!
    Ich hab das ganz starke Gefühl, ich kann unsere Ehe nicht mehr dorthin biegen, dass ich glücklich werde. Ich könnte zwar mit dir zusammenleben (nur bitte nicht zuviel körperliche Nähe!)...aber ich würde mich innerlich nach Liebe sehnen.....nach der Liebe, wie ICH sie verstehe. Ich weiß, du sagst, du liebst mich - doch es ist nicht DIESE Form der Liebe, wie ICH sie mir wünsche.....sie kommt bei mir nicht an.



    Ich bedaure, dass.....
    ....du nicht der Mann bist, den ich von Herzen lieben kann. Ich bedaure, dass ich in unserer Ehe nicht glücklich bin. Ich bedaure, dass ich nicht diejenige bin, die dir sooo viel Liebe entgegenbringen kann, wie du es verdienen würdest. Ich bedaure, dass ICH unsere Familie auseinanderbrechen lasse. Ich bedaure, dass in unserer Familie nicht die Liebe vorherrscht, sondern irgendwelche blöden "Muster"....
    Ich bedaure, dass ich dich nicht so akzeptieren kann, wie du bist. Ich bedaure, dass ich mir in Wirklichkeit einen anderen Mann wünsche. Ich bedaure, dass ich unsere Kinder da mit hinein ziehe...

    Es tut mir so leid, dass ich keinen Draht mehr zu dir finden kann. Wie du oft sagst, du hast das Gefühl, dass wir uns total auseinanderentwickeln. JA, du hast recht - und die Schere wird immer breiter - und sie spießt. Ich habe nicht das Gefühl, dass wir harmonisch wieder zusammenfinden können. Es sind zu viele Unterschiede da. Die Schere würde sich ordentlich verbiegen, würden wir sie mit Gewalt aneinanderzwingen. Doch da an der Achse, da sind wir noch miteinander verbunden, und können uns im Moment nicht lösen....

    Ich bin traurig, dass...
    ....es so gekommen ist. Ich bin traurig, dass unsere Familie auseinanderbricht. Unsere Tochter hat es letztes Mal schon gut formuliert: Sie hat das Gefühl, als würde jemand "Unbekannter" in ihr Leben einbrechen....
    Dieser "Unbekannte" könnte mein Freund sein, der zwar nicht physisch eindringt - und auch nicht eindringen wird.....aber er symbolisiert mein Sehnen nach einer erfüllten Liebe. Ich bin traurig, dass ich nicht an dem halten kann, was zwischen uns war. Ich bin traurig, dass es mir zuwenig ist. Ich verlange mehr vom Leben, als eine Wirtschaftsgemeinschaft.....ich möchte Liebe....warum kann ich die bei dir nicht finden? Ich würde so gerne die Erfüllung bei DIR finden, um uns den ganzen Zinnober zu ersparen mit "auseinandergehen", Leid, Schmerz usw.
    Sag mir, WIE kann ich die Liebe in dir finden, die mich auch erfüllt??? Muss es wirklich sein, dass ich diese woanders suche??? Geht DEINE Liebe so an meinen Vorstellungen vorbei?
    Warum bin ich so wütend auf dich? Du hast doch nichts getan - du bist jahrelang derselbe geblieben....ja, vielleicht gerade deswegen....ICH habe mich verändert.
    Ich bin traurig, weil ich MEINE Wut auf DICH projiziere.
    Ich fühle mich so allein. Das was ich suchen würde, jemanden, der mir Sicherheit durch innere Stärke, Stabilität und Vertrauen gibt, das kannst du nicht.
    Früher hast du es mal gekonnt. Ich hab dich ja geheiratet, weil du mir Stabilität und Sicherheit gabst.
    Doch wie sieht Sicherheit und Geborgenheit für mich HEUTE aus?
    ....die sieht so aus, dass da jemand ist, der mir seelisch beistehen kann. An den ich mich wenden kann, wenn ich Sorgen habe, der mir Trost und Zuspruch geben kann, der mich ansieht - und ich seh in seinen Augen ein Meer von Liebe und Zärtlichkeit. Der allein durch seine Anwesenheit in mir ein Gefühl vermittelt, dass ich mich total wohlfühle....ich mich geliebt und geborgen fühle.

    In deiner Anwesenheit spüre ich einen großen Druck in mir - so als müsste ich alles tun, damit DU zufrieden bist, weil ich sonst das Gefühl habe, du akzeptierst mich nicht. Ich habe das Gefühl, ich darf nicht das tun, wonach mir gerade ist, weil ich DIR entsprechen soll. Du missbilligst es, wenn ich musiziere, wenn ich alleine in meinem Zimmer lesen möchte, wenn ich gerade mal allein sein möchte, wenn ich einfach ICH sein möchte......du gibst mir das Gefühl, dass du das missbilligst......
    Warum? Weil du dann Angst hast, ich könnte dir entgleiten.
    Ja, es ist so. Ich BIN dir schon entglitten. Nur hab ich dir sehr sehr lange vorgespielt, dass dem nicht so ist. Ich hab dir VORGESPIELT, dass ich bei dir bin.....hab das getan, was DU wolltest, damit du nicht merkst, wie ich dir entgleite. Und manchmal hab ich es selbst auch nicht gemerkt. Ich hab mich hinter meinen Büchern für die Uni versteckt - und du konntest nicht merken, wie ich mich dahinter verändert habe. Nun habe ich das Gefühl, ich kann und will nicht mehr zurück. Ich will MEINEN Weg gehen.....bitte hindere mich nicht daran.
    Bitte mach es uns nicht unnötig schwer, indem du dich so sträubst. Lass mich gehen, wenn du mich liebst. Ich werde dich auch immer ganz viel lieb haben, doch um mich weiter entwickeln zu können, brauche ich meinen Freiraum. Du schränkst mich ein - stellst mich unter Kandare. Das geht nicht gut. Da muss ich ausbrechen. Ich brauche meinen Raum, um wachsen zu können. Bitte sperr mich nicht ein. Du wirst immer ein wichtiger Teil in meinem Leben sein, doch als LIEBESPARTNER geht es nicht mehr.
    Bitte sag, das du mich frei lässt, und mir nicht böse bist. Bitte sag, dass du zurecht kommen wirst - und du wirst jemand finden, der auf DEINER Ebene zu dir passt.
    Ich hab Angst vor dem Tag, an dem du das zu mir sagen wirst. Ich hab Angst vor der Zukunft - und doch werde ich diesen Schritt gehen, weil ich weiß, dass es der richtige Schritt sein wird.

    Ich wünsche mir, dass.....
    ....wir über dieses Thema miteinander reden können. Dass ich wirklich sagen kann, was ich fühle - und du mir sagen kannst, wie es dir geht. Ich bin fast überzeugt, dass du dich auch mit einer anderen Partnerin wohler fühlen würdest, die auf der selben Ebene wie du ist....und bei der du nicht ständig die Angst haben musst, dass sie dir entgleitet - die dich wahrhaftig liebt.
    Ich wünsche mir, dass wir diesen Schritt in Frieden gehen können, ohne große Aufregung und ohne großen Streit.
    Ich vermute, dass auch DU schon an Trennung gedacht hast. Ja, es ist der richtige Weg. Wir werden beide im Dorf wohnen - ohne großen Abstand. Ich werde weiterhin deine Freundin sein, die Kinder werden wir gemeinsam erziehen.....und wir sind beide frei für neue Partner, wir werden beide glücklich werden.
    Du GLAUBST im Moment, dass du mich liebst, doch du wirst sehen, du wirst befreit sein, wenn ich alleine wohne.

    Es wird alles gut werden. Wir werden geführt - lassen wir uns einfach dorthin führen, dass es in Frieden auseinandergeht.
    Ich danke dir.

    lg Niki
     

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