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Und so zerbröselt der Keks nunmal...

Dieses Thema im Forum "Lebenskrisen" wurde erstellt von Sad Cookie, 25 November 2010.

  1. Sad Cookie

    Sad Cookie Member

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    Hallo liebe Leute,
    wiedermal kann ich nicht schlafen, da ich mir hier und da meine Gedanken mache. Nun schreibe ich sie mal nieder, vielleicht hilft es mir ja ein bisschen, ist zwar etwas lang, aber vielleicht liest es ja der ein oder andere:

    Bis Anfang März war ich noch beim Bundesheer, seit September hatte ich furchtbare Schmerzen im Kreuz und Bein. Der Arzt beim Bundesheer meinte, das wird wieder, nur ein bisschen schonen. Naja, es wurde nicht, aber dazu später mehr. Nach dem Heer fing ich wieder an zu arbeiten, als Koch/Kellner. Ich hatte einen Job, wunderbar, nicht gerade mein Traumjob, aber ich hatte einen und verdiente mehr Geld als beim Heer und bei meiner Lehre.


    Im Sommer lernte ich ein Mädchen kennen, ein wunderbares Wesen. Ich traf mich mit Freunden am See, traf mich mit ihr, küssten uns, kuschelten, mein Leben konnte perfekter nicht mehr sein. Es war ein Traum, es war wie im Film.


    Und dann, zerbrach alles auf einmal. Sie meldete sich von einem Tag auf den anderen nicht mehr. Ich verlor meinen Job. Ich wurde arbeitsunfähig durch meine Schmerzen, da ich nichtmehr stehen oder gehen konnte, max. eine Stunde, mehr hielt und halte ich nicht aus. Einige Freunde verließen mich. Ich konnte nichtmehr arbeiten gehen. Es war alles auf einmal.


    Als wäre der Himmel auf mich eingestürzt. Ich versuchte meine Schmerzen zu lindern, Massagen, physikalische Therapie, Schmerzmittel, nichts nützte, der eine Arzt meinte dies, der andere das und der andere wiederum meinte etwas völlig anderes dazu. Ich war am verzweifeln, soviele Arzttermine, AMS-Termine, Krankenkassentermine. Niemand schien mir meine Schmerzen zu glauben, ständig wurde ich da hingeschickt, hier hingeschickt, erzählte meine Geschichte wieder und wieder. Ich war am Boden zerstört, weinte mich in den Schlaf... Therapeuten wollte ich mir keinen nehmen, konnte ich mir nicht leisten und mit der Krankenkasse hatte ich schon Probleme genung..


    Nun, ich bekam Termine für Orthopäden, Magnetresonanz (die ich von der Krankenkasse nach langer Zeit ENDLICH bewilligt bekommen habe). Die Termine habe ich gottseidank in nächster Zeit, auch wenn ich schon seit Ewigkeiten darauf warte, besonders auf den Magnetresonanztermin. Ich hoffe, dass da etwas dabei rauskommt, damit ich 1) beweisen kann dass ich Schmerzen habe und mir endlich mal jemand glaubt, 2) ich endlich mal weiß, was genau ich denn habe und 3) ich hoffentlich endlich dementsprechend behandelt werden kann um wieder gesund zu werden.


    Die Hoffnung habe ich nicht aufgegeben, aber ich bin einfach nur noch demotiviert und lustlos, habe wirklich zu nichts Lust. Arbeit kann ich mir nicht suchen, da ich durch die Schmerzen nichtmal länger sitzen kann, es ist furchtbar.. seit September liege ich nun schon zu Hause rum, ich will aber arbeiten gehn, kann nur nicht
    Ich könnte besseres tun, beispielsweise Gitarre lernen, eine Sprache lernen oder bei meiner Nachbarin Klavier lernen, ich hätte die Möglichkeiten dazu, aber ich nehme sie nicht wahr, so lustlos und demotiviert bin ich... Ich bekomms nichtmal auf die Reihe meine Wohnung sauber zu halten..


    Ich war mal so ein fröhlicher Mensch, habe so einiges erlebt, war zwar hier und da etwas faul, aber ich war im Sommer soo glücklich, ich war glücklich wie noch nie, und das ist nicht nur so daher gesagt und dann das. Und das mit 20 Jahren... Ich kann nichts tun wegen diesen Schmerzen, es ist echt schrecklich...


    Ich selbst habe mir geschworen, wenn das alles vorbei ist und ich endlich wieder ein geregeltes Leben habe, einen Job habe und ich endlich wieder Sport machen kann, dann mache ich ALLES was mir einfällt, dann werde ich zum Ja-Sager. Wie im Film mit Jim Carrey. Ich will wieder fröhlich werden, noch fröhlicher, das Leben genießen und ALLES ausprobieren was mir in den Sinn kommt.


    Momentan bin ich ein Nichts... Fühle mich wertlos. Sinnlos für die Menschheit und mir fällt auf, ich trinke immer mehr, nie alleine zu Hause, aber unter Gesellschaft. Ich überlege nicht für mich, ob ich nicht zu den Anonymen Alkoholikern gehen sollte, denn wenn ich etwas trinke, kann ich nichtmehr aufhören und es nimmt allmählich Überhand... Gott, ich bemitleide mich gerade selber, und das sollte ich auch nicht...


    Ich bin in einem Loch in dem ich nicht sein will, aber ich schaff es nicht raus, es zieht alles an mir, man sagt immer, wenn man wirklich will, dann schafft man es auch, aber ich schaff es nicht.. Nicht, dass ich Suizidgedanken hätte, das auf keinen Fall.
    Aber ich frage mich, wie komme ich wieder zu meiner ursprünglichen Lebensfreude? Wie gelange ich wieder dazu, in allem Neuen etwas faszinierendes zu sehen? Mich über alles freuen zu können? Lachen zu können?

    Ich will hier kein Mitleid, ich denke, ich wollte es mir einfach nur von der Seele schreiben, vielleicht bin ich auch auf der Suche nach ein wenig Gesellschaft. Aber vielleicht hat der ein oder andere ja Ratschläge oder Tipps? Dass Antworten mit "Auf zum Therapeuten" folgen werden, dessen bin ich mir bewusst, sollte ich auch tun, aber das weiß ich selbst. Ich bin normalerweise nicht der Typ, der über seine Probleme spricht, aber im Moment musste das einfach sein...

    Ich bedanke mich recht herzlichst bei allen, die den langen Text gelesen haben.

    Freundlichste Grüße,
    Sad Cookie
     
  2. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    AW: Und so zerbröselt der Keks nunmal...

    Lieber Cookie!

    Wie war das, als die Schmerzen begonnen haben?

    Du schreibst, Du warst beim Bundesheer...begann das nach einer Übung, wo waren die Schmerzen zuerst (Bein oder Kreuz) oder waren sie parallel da? Deinen Schilderungen könnte man entnehmen, dass es möglicherweise ein Bandscheibenproblem ist.

    Ich leide seit meinem 18. Lebensjahr unter Problemen mit dem Kreuz, es betrifft meistens L5/L6, da ziehen sich die Schmerzen an der Außenseite oder auch rückwärts das Bein hinunter.

    Früher hatte ich auch zusätzlich zu den Schmerzen oft Lähmungserscheinungen, taube Beine bei so einem Anfall. Mit Spritzen und Medikamenten konnte das leider immer nur für kurze Zeit gelindert werden.

    Was mir dann jahrelange Schmerzfreiheit beschert hatte, war (das machen deutsche Heilpraktiker) ein Cantharidenpflaster, das wurde neben den betroffenen Wirbeln gesetzt. Es muss ein paar Tage getragen werden und verursacht eine sehr große Blase, wie eine Brandblase.

    Danach wird mit einer Spritze Flüssigkeit aus dieser Blase gezogen und an einer anderen Stelle in den Körper injiziert (ist ein Teil der Therapie, der aber nicht unbedingt sein muss, manche HP lassen das weg). Die restliche Blase wird mit einer sterilen Schere entfernt (keine Sorge, das spürt man nicht).

    Die "Softversion" des Cantharidenpflasters ist das Baunscheidtieren, vielleicht googelst Du mal danach. Hier werden mit einem kleinen Gerät, nicht viel größer als ein Kugelschreiber, winzige Löcher in die Haut gestempelt (spürt man kaum).

    Darauf kommt ein sogenanntes "Baunscheidtöl", das extrem unangenehm riecht und sehr scharf ist. Salbenverband drauf und ein paar Tage einwirken lassen. Juckt wie der Deibel, muss aber sein. Die Haut darf nicht austrocknen, d.h. der neutrale Salbenverband muss täglich erneuert werden, damit es dort immer "feucht" bleibt.

    Es bilden sich viele kleine Bläschen, die nach ein paar Tagen platzen - und die Schmerzen sind weg.

    Es gibt auch die Möglichkeit einer Neuraltherapie (hier wird ein Anästhesiemittel unter die Haut gespritzt) um die Schmerzen in den Griff zu bekommen.

    Wenn Du die Möglichkeit hast, einen Heilpraktiker auszusuchen (frag unbedingt vorher, ob er diese Art der Behandlungen durchführt, das ist wichtig - denn jeder will natürlich "seine" Behandlung verkaufen, die vielleicht dann nicht so effizient wirkt), dann würde ich das an Deiner Stelle tun.

    Wenn Du diese Möglichkeit nicht hast (Heilpraktiker gibts ab der deutschen Grenze aufwärts, also wenn Du in Grenznähe wohnst, wäre das kein Problem), dann gäbe es hier in Österreich noch die Möglichkeit einer Breuss-Dorn-Behandlung, die auch sehr gut wirkt.

    Hier werden, unter Mitarbeit des Klienten, d.h. Du musst während der Behandlung bestimmte Bewegungen durchführen, sanft (aber spürbar) die Wirbel wieder in ihre ursprüngliche Position gedrückt.

    Wichtig ist dabei, dass nach dieser Prozedur bestimmte Muskelübungen gemacht werden, die eher unangenehm sind, weil sie meist einseitig ausgeführt werden müssen. Das hat den Zweck, den Muskel- und Bandapparat rund um die Wirbelsäule so zu stärken, dass die Wirbel sich nicht mehr in die krankhafte Position schieben können.

    Röntgenbilder und Befunde sagen im Allgemeinen nicht wirklich viel aus - denn es gibt viele Menschen, die total kaputte Bandscheiben haben und noch nie ein Problem hatten und wiederum Menschen mit offensichtlich keinem Schaden, die ständig mit Schmerzen herumlaufen.

    Warum ich mich bei Deinem Beitrag hauptsächlich auf dieses Thema werfe:

    In den Zeiten, in denen ich bewegungsunfähig war (ich konnte oft tagelang nur liegen und hab nicht erst einmal vor Schmerzen in den Polster gebissen), war ich einfach kein Mensch mehr.

    Ich war total depressiv, zusätzlich immer die Angst, dadurch meinen Job zu verlieren, eben "nutzlos" zu sein...ich kenne diese Gefühle sehr, sehr gut. In diesen Zeiten war ich in einem gläsernen Sarg, gequält von Schmerzen.

    Und ich weiss, dass sich die gesamte Situation ändert, wenn man wieder bewegungsfähig ist, im wahrsten Sinne des Wortes.

    Und ich würde an Deiner Stelle an die Ursache gehen, um die Symptome (Depression, Verzagtheit) zum Verschwinden zu bringen.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
  3. Sad Cookie

    Sad Cookie Member

    AW: Und so zerbröselt der Keks nunmal...

    Liebe Reinfriede,

    also erstmal ein herzliches Dankeschön für deine Antwort.

    Naja, ich hatte schon vor dem Heer, als ich noch in Lehre war, Kreuzbeschwerden, war aber nicht so schlimm. Und als ich dann beim Heer war und wir desöfteren mit x-schwerem Gepäck x-Kilometer marschierten bekam ich dann die ärgeren Kreuzschmerzen, aber die vielen mir erstmal gar nicht so auf, da ich dachte, das wäre vom Gepäck und würde nach ein paar Tagen wieder verschwinden. Später kam ich dann zur Wache, da stand ich ständig draußen auf einem Punkte, da viel mir dann auf, dass ich nach 20 Minuten stehen furchtbare Schmerzen im rechten Bein hatte. Ich weiß heute nicht genau wie ich diese Schmerzen aushielt, vielleicht waren sie damals noch nicht ausgeprägt wie heute...

    Dass es ein Bandscheibenproblem ist, darauf spekuliere ich auch, traue mich aber nicht zuviel zu sagen, da die Ärzte auch noch nichts genaueres wissen. Vorgestern war ich beim Orthopäden, der hat mich wiedermal röntgen geschickt, da war ich heute. Alles normal im Lendenwirbel und Beckenbereich, aber dennoch muss ich wieder zum Orthopäden, das geht mir schon am Keks, dieses ewige Hin und Her und Nichtwissen.

    Danke für deine Tipps und Ratschläge, ich werde sie mir zu Herzen nehmen und mich mal umhören.

    Und dass ich zum Ursprung meiner "Depression" gehen muss, das ist mir klar, und das sind definitiv diese Schmerzen, wodurch ich nichts machen kann... Und da heißts erstmal abwarten bis man weiß, was wirklich ist. Und das macht es ja so furchtbar, diese ewige warten. Ich habe mir beim Orthopäden etwas erhofft, aber der schickte mich wieder röntgen, heute war ich röntgen, aber auf den Bildern ist alles normal, wie es sein soll. Dieses Ungewisse macht mich so fertig. Was wenn man nichts findet? Wer soll mir dann noch meine Schmerzen glauben? Werde ich je wieder so wie früher sein? Ich stelle mir zuviele Fragen die ich mir nicht stellen sollte : (

    "In diesen Zeiten war ich in einem gläsernen Sarg, gequält von Schmerzen." - Ja genau so fühle ich mich auch.. Wie hast du diese Zeit überstanden? Was gab dir Hoffnung, Kraft? Ich habe die Hoffnung, dass das alles wieder vorbei sein wird, aber irgendwie habe ich auch Zweifel..

    Glauben habe ich keinen, weder glaube ich an Gott, noch an Schicksal oder dass alles seine Bestimmung hat was geschieht. Ich glaube auch nicht an spirituelle Energie oder sonstwas. Ich wünschte ich könnte glauben.
    Ich habe mir Gedanken gemacht über Gott, ich habe seine Existenz immer angezweifelt, mitlerweile sehe ich das Gute in dem Glauben an Gott: Man hat einen Halt. Er gibt Hoffnung und Kraft, an diejenigen, die an ihn glauben. Ich glaube immernoch nicht an ihn, aber ich glaube an den Glauben an ihn in den Menschen. Der Glaube an ihn versetzt für manche Leute berge. Ich denke, Gott ist nur ein Gedanke, eben ein Glaube, aber er hat die Kraft vieles zu verändern in Menschen...

    Wie geht es dir heute? Ist das mit deinem Kreuz schon besser?
     
  4. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    AW: Und so zerbröselt der Keks nunmal...

    Lieber Cookie!

    Hm, ich vermeide heute Situationen, in denen ich lange stehen muss, das fängt bereits damit an, dass ich im Kaufhaus schaue, nicht lange an der Kassa stehen zu müssen.

    Da ich nebenberuflich an der Staffelei stehe, habe ich mir eine Tischstaffelei gebastelt, damit kann ich auch bei Riesenbildern im Sitzen malen.

    Es gibt bestimmte Bewegungsabläufe, die ich vermeide, z.B. gehe ich beim Bücken in die Knie, um das Kreuz nicht zu "rund" zu machen.

    Ich vermeide Zugluft, bin sehr vorsichtig geworden.

    Und ich habe Baunscheidtöl und das Gerät dazu daheim, wenns mich wieder mal erwischt. Und Homöopathie, die hat mir auch sehr oft geholfen.

    Schau mal im Googel, wer bei Euch in der Nähe Breuss-Dorn anbietet, vielleicht findest Du einen Therapeuten, der Dir helfen kann. Es gibt da manchmal echt "Sekundeneffekte", d.h. nach der ersten Behandlung kann man wieder aufrecht gehen, ohne Schmerzen. Und das wäre schon was, oder?

    Wegen der Hoffnung, ich weiss, IM Schmerzzustand ist Hoffnung ein Fremdwort. Aber wenn Du sie einmal los bist, weisst Du, dass das wieder vergeht. Irgendwann hat man das heraussen, wie man es vermeidet und wie man es wieder wegkriegt.

    Liebe Grüße und toi, toi, toi
    Reinfriede
     
  5. ELLA

    ELLA Well-Known Member

    AW: Und so zerbröselt der Keks nunmal...

    Hallo Cookie!

    Ich kann jetzt nur von mir erzählen....

    Ich wurde damals mit knapp 22 in den Rolli geschrieben... ich konnte weder laufen, noch eine Flasche öffnen... jeder Schritt tat mir weh!
    Und damit waren net nur die Schritte mit den Füßen gemeint, sondern jeder Lebensschritt...

    Ich lief, nein ich hinkte/hatschte...schlich... kroch von einem Arzt zum nächsten... keiner fand etwas!
    Ich war aölso gesund und hatte schmerzen bis zum abwinken!!! Ich konnte noch net mal mein baby halten, geschweige denn die Flasche herrichten!!!

    Ich war nur mehr fertig, konnte net glauben das alles ok war!
    Denn ich fühlte mich net ok!

    Ich fühlte mich allgemein gelähmt, nicht imstande einen weiteren Schritt zu gehen... ich wollte nicht weiter gehen, in die Zukunft, weil ich Angst hatte... a, ANGST!

    Ich kämpfte zwei Jahre mit MIR, mit MEINEN Werten und mit meinen Gedanken....

    Heute gehe ich wandern, schwimmen... etc... ich bin mit mir im EINklang und genieße jeden SCHRITT den ich im Leben vorwärts darf!

    Vielleicht net DEINE Gedanken, aber doch eine Möglichkeit...?

    Alles liebe für Dich!
     
  6. Sad Cookie

    Sad Cookie Member

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    AW: Und so zerbröselt der Keks nunmal...

    @ Reinfriede:

    Ich werde es gleich mal googeln, vielen Dank nochmal, und auch für das toi toi toi : )

    @ ELLA:

    Das tut mir leid für dich : ( Muss wirklich eine furchtbare Zeit gewesen sein, aber es freut mich für dich, dass du diese überstanden hast und jetzt wieder wandern kannst. Ich würde auch gerne wieder wandern, vor allem wenn man in einem wunderschönen Wandergebiet wohnt mit schönen Bergen.
    Und du hast diese Schmerzen anhand positiven denkens überwunden und meinst, dass das bei mir womöglich auch an den negativen Gedanken liegen könnte? Oder habe ich dich etwas falsch verstanden?
    Ich meine, es wäre bestimmt eine Möglichkeit, nach all dem, was mir widerfahren ist (Ich weiß, es gibt schlimmeres, aber für mich ist eine Welt zusammengebrochen in diesem Jahr..).
    Und auch dir ein herzliches Dankeschön für deine Antwort.
     
  7. ELLA

    ELLA Well-Known Member

    AW: Und so zerbröselt der Keks nunmal...

    Hallo,

    danke für deine lieben Worte!

    Ja, es ist bei mir möglich geworden... meine Diagnose lautete damals Psychosomatische Fibromyalgie

    http://de.wikipedia.org/wiki/Fibromyalgie

    Also, im Grunde alles " eingebildet"*lächel

    das es net so eingebildet war, weiß ich JETZT...

    Der Körper sucht sich immer einen Weg.
    DAS durfte ich lernen.

    Wenn Du viel Sport treibst, reagiert der Körper mit übersäuerung, Muskelkater...
    Wenn Du angespannt bist, Stress hast, kommen vielleicht Kopfweh, Bauchweh hinzu....

    Wenn die Seele Alarm schlägt, welche möglichkeiten hat sie?

    Ich kann mir vorstellen, das das eine mit dem anderen in Verbindung steht... muss aber net*lächel

    Ich schreib dir mal meine Themen... alle schon überstanden, aber mir auch im Akut Fall sehr hilfreich...

    http://www.lebensfragen.com/forum/showthread.php?t=16166


    http://www.lebensfragen.com/forum/showthread.php?t=15750


    Alles liebe
     
  8. Sad Cookie

    Sad Cookie Member

    AW: Und so zerbröselt der Keks nunmal...

    Liebe ELLA,

    ich habe mir soeben deine Geschichte durchgelesen, sie hat mich sehr berührt. Ich danke dir, nicht dafür, dass du das erlebt hast, sondern dafür, dass du die Geschichte niedergeschrieben hast. Sie gibt mir Kraft. Und wie gesagt, ich freue mich für dich, dass du es geschafft hast.
    Ich wurde für Samstag auf einen Ball eingeladen. Ich weiß nicht ob ich das schaffen würde. Wenn, dann nur mit Krücken und falls ich es nicht aushalte fahre ich einfach wieder heim. Ich weiß nicht ob es eine gute Idee ist. Ich werde es versuchen, trotz furchtbarer Schmerzen, denn ich MUSS raus, ich halte es hier zu Hause nicht mehr aus.. Aber werde ich es schaffen? Und was erhoffe ich mir davon? - Um zu beweisen, dass ich nicht aufgebe? Um der Welt in den (verzeiht den Ausdruck) A**** zu treten und zu sagen: Hier bin ich? ich weiß es nicht...
    Natürlich bin ich jetzt noch nicht positiv auf das Leben eingestimmt, das geht nicht von heute auf morgen, aber ich werde mein Bestes geben. Und was ich letztenendes nun wirklich habe wird sich hoffentlich im Dezember bei der Magnetresonanz zeigen, ich hoffe es, denn mit der Ungewissheit komme ich am allerwenigsten klar...

    Liebste Grüße,

    Sad Cookie

    Edit: Herzlich willkommen in Österreich (auch, wenn der Umzug schon länger her ist)!
     
  9. ELLA

    ELLA Well-Known Member

    AW: Und so zerbröselt der Keks nunmal...

    lächel

    und es freut mich, wenn es dir ein bischen Kraft geben kann!

    Warum solltest Du net zum Ball gehen? Fällt dir spontan eine passende Antwort darauf ein?
    Wenn ja... dann genieße diese Antwort und behalte sie gut im Herzen, denn vielleicht kann sie dir später einmal in einer anderen Situation genau das Gegenteil sagen!*grins

    Danke für das Willkommen, joaaa... der Umzug ist nun fast 6 Jahre aus und ich bin mehr hier daheim, wie in D*lach

    Und GUT wars und ists auch jetzt noch!

    Kennst du die Bücher von Ella Kensington?
    Ich habe sie damals verschlungen*grins

    Sie haben mir sehr geholfen, aber auch die Deutungen von Louise Hay

    http://de.wikipedia.org/wiki/Louise_Hay

    am meisten Bewegt hatte mich die Geschichte von Kuby, Clemens Heilung- das Wunder in uns
    Selbstheilungsprozesse entdecken

    Denn er stand genau DA, wo ich net hinwollte*schmunzel

    Von wo kommst du denn leicht?
     
  10. Sad Cookie

    Sad Cookie Member

    AW: Und so zerbröselt der Keks nunmal...

    Naja, ich weiß nicht, ob ich die Schmerzen aushalte am Ball. Und tanzen werde ich sowieso nicht können : ( Naja, vielleicht mit einer Krücke, mal sehen, ich werds versuchen. Ich gehe auf jedenfall hin, trotz Schmerzen, es kann doch nicht sein, dass diese mein Leben bestimmen, oder??

    Ich hab mich, nachdem ich deine Geschichte gelesen habe, etwas über die Bücher bzw. die Autoren erkundigt. Ich werde mir die Bücher mal näher anschaun, danke auch für diese Tipps ; ). Ich nehme mal ganz stark an, daher auch dein Name? : )

    Freut mich, dass es dir hier in Österreich gefällt. Ich komme aus Niederösterreich. Ich hatte aber vor, nächstes Jahr im Sommer mit Freunden nach Wien zu ziehen um meine Matura (Abitur) nachzuholen und nebenbei zu arbeiten, da ich hier am Lande nicht wirklich die Chance dazu habe. Eigentlich wollte ich ein Jahr arbeiten gehn, um zu sparen, nun lebe ich vom Arbeitslosengeld und habe nicht viel Geld über... Ich freue mich schon sehr darauf, wieder arbeiten zu können.

    Liebste Grüße,

    Sad Cookie
     
  11. ELLA

    ELLA Well-Known Member

    AW: Und so zerbröselt der Keks nunmal...

    Huhu,

    naaaa... mein Name kommt net daher*lächel

    es ist eine Abkürzung aus meinen Lebensinhalten*grins

    E rleben
    L ieben
    L eben
    A nnehmen

    Du, wenn du magst, kann ich Dir das ein oder andere Buch ja auch zusenden und ausborgen...

    naja, ist nur so ein Angebot....

    und Spaß kann man auch ohne tanzen haben, wenn die Leute stimmen und die Musik passt*lächel

    Einen schönen Abend wünsche ich Dir
     
  12. Sad Cookie

    Sad Cookie Member

    AW: Und so zerbröselt der Keks nunmal...

    Liebe ELLA,

    auch wenn der Name nicht daher kommt, welch Zufall, dass die Anfangsbuchstaben dieser Wörter den Namen der Autorin wiedergeben : ).

    Mein Motto früher war immer: "Lebe nicht nur das Leben, ERLEBE es auch!" - Ich bin wohl ein bisschen von mir selbst abgeschlittert, ich muss wieder zu mir und zu meiner ursprünglichen Art finden, auch wenns schwer werden mag. Und auch, wenn ich jetzt nichtmehr so die Möglichkeit habe, das Leben auch zu erleben, aber ich gebe mein Bestes!

    Ich danke dir für das Angebot, ich würde es liebend gerne annehmen, aber bist du sicher, dass du einer komplett fremden Person so vertrauen kannst? Ich mein, ich weiß zu 100%, dass du das Buch nicht nur zurückbekommen wirst, sondern auch in dem Zustand, in dem du es abgesandt hast. Aber ganz ehrlich, sowas kann und will ich nicht von dir verlangen, du hast mir schon genug geholfen denke ich : ) Es sei denn du bestehst darauf. Danke dafür.

    Gleichfalls einen schönen Abend.
     
  13. ELLA

    ELLA Well-Known Member

    AW: Und so zerbröselt der Keks nunmal...

    Guten Morgen!

    Ja, man verliert sich oft selber aus den Augen, wenn man sehnsüchtig im außen schaut, was man eigentlich im inneren findet*lächel

    Du, wg den Büchern... die liegen jetzt hier bei mir herum, ich brauch sie vorerst net und eins hab ich zweimal*lach
    Und ich mache nur dann Angebote, wenn ich auch dahinter steh, also nix mit kannst ja net machen!

    Ich überlass es ganz Dir und wenn du magst, sende mir via Private Nachricht deine Adresse... keine Bange, ich komm schon net vorbei*lach
    ich vernichte diese nach absenden direkt, mache ich beim Wichteln in den anderen Foren auch.... du kannst die Dinge verinnerlichen oder nur durchblättern und sendest sie mir dann zurück. Also, alles kein Problem :hamster:

    Ich habe durch den Unfall meines Sohnes vor 4 Jahren gelernt auch offen zu sein, net bedingungslos*lach... aber offen, auch gegenüber fremden... es haben sich nette Kontakte entwickelt.

    So, und nun geh ich ins Wochenende!!!!

    Alles liebe
     
  14. abendsonne

    abendsonne Well-Known Member

    AW: Und so zerbröselt der Keks nunmal...

    lieber cookie

    auch wenn ich nicht viel zu deinem thema sagen kann, es bestätigt halt hier wieder einmal mehr, dass man nicht vom "unglücklich-sein" reden darf, wenn einem das höchste gut beschert ist: dass einem NICHTS körperlich weh tut.

    diesen gedanken hab ich öfter, wenn ich mich in einer unzulänglichen situation finde: sei doch froh, dass dir nichts weh tut!!! und dann ich schäme mich dann fast ein wenig mit welchen gedanken ich mich rumschlage.... .
    du beschreibst es sehr gut, wie es ist, wenn man
    sein ganzes leben nur auf das eine ausrichten kann: die schmerzen irgendwie ertragen zu können. und es hört sich wahrhaft schlimm an.
    wenns vorbei ist hat man sicher eine ganz andere wahrnehmung.
    auch ella und reinfriede haben sicher jetzt einen andren blick aufs leben, weil sie dort durch sind, und alles viel anders zu schätzen wissen (ich kannte diese seite von euch, reinfriede und ella, = eigene schmerzen, noch nicht).

    lg abendsonne
     
  15. Sad Cookie

    Sad Cookie Member

    AW: Und so zerbröselt der Keks nunmal...

    Guten Morgen.

    @ ELLA:
    Ich danke dir nochmal recht herzlichst und ich werde dir im Laufe des Wochenendes meine Adresse zukommen lassen.
    Und ein schönes Wochenende wünsch ich dir.


    @ abendsonne:
    Natürlich darf man vom "unglücklich-sein" reden, auch wenn man keine Dauerschmerzen hat. Es ist jedem Menschen erlaubt, traurig zu sein, seine Gefühle zu zeigen und schwach zu sein, nur muss man dann auch etwas dagegen tun und aufstehen. Den einen trifft es halt etwas härter als den anderen und umgekehrt. Und dafür brauchst du dich auch nicht schämen, es ist doch nichts schlechtes. Und es gibt schlimmere Schicksale als Dauerschmerzen, aber es gibt IMMER schlimmere Schicksale, es gibt kein schlimmstes Schicksal.
    Sogesehen müsste ich mich doch täglich schämen, dass ich mein tägliches Brot und Wasser habe. Aber wozu? Ich schäme mich nicht für mein Glück in einem "reichen" Land geboren zu sein, aber natürlich wünschte ich mir, dass jeder Mensch sein täglich Brot und Wasser erhielte. Das einzige, das ich tun kann ist spenden und die Nahrungsmittel nicht leichtfertig zu verbrauchen bzw. leichtfertig aus dem Fenster zu schmeissen.
    Und genauso ist es mit dir, du brauchst dich nicht für deine Gesundheit schämen, sei froh darüber und genieße dein Leben in vollsten Zügen und schäme dich nicht Deiner. : )

    Ganz ehrlich habe ich jetzt schon eine andere Sicht aufs Leben. Ich meine, natürlich bin ich noch am Boden zerstört, nach alldem was mir widerfahren ist und diese Schmerzen sind kaum auszuhalten (diese Schmerzen sind auch der Grund dafür, dass es mir gerade so geht wie es mir geht). Ich habe schon viel schlimmes in meinem Leben durchgemacht, aber ich bin immer und immer wieder aufgestanden und hatte eine positive Sicht auf mein Leben, diesmal war es das erste Mal anders, eben durch die Schmerzen, weil ich mich einfach hilflos fühle und nichts dagegen machen KANN, ich habe keinen Einfluss darauf, außer mit positivem Denken...
    Ich kann kaum aus dem Haus, und wenn dann mit furchtbaren Schmerzen, die ich versuche zu verstecken, aber die dennoch kaum auszuhalten sind..

    Ich versuche, das Leben zu Hause zu genießen, auch wenn ich nicht mehr will, aber was bleibt mir anderes übrig, als im Frieden mit mir zu sein? Warum dagegen ankämpfen? Ich kann im Moment doch eh nix dagegen unternehmen, außer warten...
    Und wie schon geschrieben, wenn das alles vorbei ist, dann beginnt mein Leben erst so richtig, und darauf freu ich mich am meisten : ).

    Ich danke dir für deine Antwort und für dein Verständnis. Aber genieße das Leben einfach so wie DU es willst, nicht wie andere es wollen.
    Liegt dir sonst noch etwas auf der Seele? : )

    Liebste Grüße,

    Cookie
     

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