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Was ist eine Bank? – Wie entstand die Finanzblase?

Dieses Thema im Forum "Geld" wurde erstellt von Doscho, 13 September 2010.

  1. Doscho

    Doscho Active Member

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    Was ist schiefgelaufen? Der systemische Grund für die Finanzkrise in einfachen Worten:

    Eine Bank ist ein Unternehmen. Wie alle Unternnehmen möchte es Geld verdienen. Die Frage, ob das was die Bank tut, um Geld zu verdienen, indirekt auch der Allgemeinheit dient, hat sich früher nicht gestellt. Denn ein Unternehmen konnte nur dann Geld verdienen wenn es ein gefragtes Produkt oder eine nützliche Dienstleistung angebot.

    Banken haben damit Geld verdient, anderen Unternehmen gegen Zinsen Geld zu leihen. Diese Unternehmen haben dann wiederum Produkte hergestellt, die sie verkauften. Mit anderen Worten, sie haben Werte geschaffen: Waren und Arbeitsplätze und damit wiederum neue Nachfrage. Eine Kreditvergabe war für die Bank auch eine Art Wette. Man wettete auf den Erfolg der finanzierten Unternehmung. Im Falle eines Mißerfolgs verlor auch die Bank u.U. Geld.

    Irgendwann haben die Banken begonnen Geld damit zu verdienen, dass sie Wetten darauf anboten, wie andere Wetten ausgehen würden. Schließlich wurden tausende Wetten zu Bündeln zusammengepackt und man wettete darauf ob andere an den Erfolg der Wetten glauben würden oder nicht. Man konnte Geld damit verdienen, wenn alles gut ging. Und man konnte auch auf den Mißerfolg wetten und Geld damit verdienen, dass eine Unternehmung oder ein komplexes Bündel von Krediten scheiterte. Mit anderen Worten: Man konnte Geld verdienen, ohne Werte zu schaffen. Reine Zockerei. Die Banker wurden zu Hütchenspielern. Virtuelles Geld wechselte seinen Besitzer, manche machten Gewinn, die meisten verloren Geld. Die Bank gewann immer, solange sie neue Mitspieler fand. Die Hütchenspieler stellten Drückerkolonnen ein, die ihre „Produkte“ verkauften. Dabei wurde auch ein Bedürfnis bedient, nämlich die Gier. Nur Werte entstanden keine. Im Gegenteil, Werte wurden vernichtet. Und zwar überall dort, wo das virtuelle Hütchenspiel auf die Realwirtschaft durchschlug.

    Bei jeder Transaktion hat das Finanzhaus Geld verdient, der letzte Käufer blieb auf den Papieren sitzen und zahlte die Gesamtrechnung. So wurden wenige Hütchenspieler sehr reich. Die Masse der Gierigen und Dummen verlor. Am meisten aber haben die Menschen verloren, die sich an diesem Spiel gar nicht beteilitgten. Nämlich heutige und künftige Steuerzahler, die den Schaden der Landesbanken auffangen müssen, die Milliarden verloren haben. Diese öffentlichen Banken haben nicht eigenes Geld oder das Geld von Kunden verzockt sondern des Geld des Staates, also der Allgemeinheit. Die Allgemeinheit wusste nichts von den riskanten Wetten, die auf Kosten der Steuerzahler eingegangen wurden.

    Deshalb sollten alle an solchen Geschäften verantwortlich Beteiligten bis an ihr Lebensende mit all ihrem Vermögen und Einkommen für den verrusachten Schaden haften – auch wenn dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.
     

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