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Die Angst im Nacken ...

Dieses Thema im Forum "Angst, Panikattacken - was tun?" wurde erstellt von aerodana, 5 Februar 2005.

  1. aerodana

    aerodana New Member

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    Hallo zusammen,

    ich bin hier noch recht neu, hab einiges gelesen und vieles hat mir schon ein Stück weiter geholfen auf meinem Weg.

    Gerade im Moment hab ich ein konkretes Problem. Ein Problem, bei dem mir eigentlich keiner wirklich weiter helfen kann - glaub ich. Ich habe Angst. Angst davor ernsthaft krank zu sein.

    Letzte Woche hat mein Hausarzt im Zuge eines Gesundheitchecks bei mir etwas am Rippenfell entdeckt, was da so nicht hin gehört. Vielleicht ein Rippenfellerguss oder so was.

    Nun bin ich alles andere als gelassen und cool, eher ein hysterisches Weibsbild. Und das mit dem positiven Denken klappt in solchen Situationen auch nicht wirklich gut. Kurz um: ich habe Angst davor, dass die Ursache Krebs sein könnte. Und dies ist wahrscheinlich nicht ganz unbegründet auf dem Hintergrund, dass ich rauche.

    Nächste Woche hab ich einen Termin zur CT - und dem sehe ich mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Das wirklich ätzende zur Zeit ist, dass ich nichts weiß. Es kann alles okay sein - dann hab ich mich umsonst verrückt gemacht (wäre ja prima!) oder aber ...
    Nur jetzt kann ich nichts machen.

    Ich wandle so von einer Panikattacke in die nächste. Versuche mich in beruhigendem und positiven Denken. Aber alles in allem bleibt die Angst.

    Das Thema Rauchen ist in meinem Leben zudem seit langem ein sehr zentrales Thema, mit dem ich mich bewußt auseinandersetze. Es durchzieht mein gesamtes Leben und scheint in irgendeinerweise in seiner komplexen Problematik wichtig zu sein.

    Selbstvorwürfen nach der Art "Siehste, hätteste mal eher durchgehalten mit dem Nichtrauchen!" o. dergleichen versuche ich mir zu ersparen. Ich glaube sie allerdings in den Augen anderer zu entdecken. Kann ich ihnen kaum verübeln - zumal sich die wenigsten mit der Kernproblematik einer Sucht beschäftigt haben und das Rauchen immer noch als "Gewohnheit" betrachten.

    Ich sitze hier jetzt gerade und kämpfe mit mir, den Mut nicht zu verlieren. Vielleicht brauchte ich es auch einfach nur mal, meine Gedanken in Ansätzen aufzuschreiben und jemandem mitzuteilen - irgendjemandem, der nicht persönlich und damit emotional mit mir verbunden ist.

    Morgen fahre ich an die Nordsee. Vielleicht komme ich dort zur Ruhe.

    Liebe Grüße
    aerodana
     
  2. Nebel

    Nebel Member

    Hallo Aerondana,

    Ich hoffe Du hast dieses Wochenende einigermaßen gut hinter dich gebracht. Bald ist Deine Untersuchung und diese Unsicherheit wird vorbei sein.
    Ich wünsche Dir, dass dann all Deine Sorgen unnötig waren.

    Da ich selbst einmal in einer ähnlichen Situation war kann ich Dich und Deine Gefühle gut verstehen. Es war mit Sicherheit gut die Ängste zu formulieren.

    Mir hilft es oft, mir in schwierigen Situationen klar zu machen, dass sich nichts durch meine Sorgen und Ängste verändert als die Qualität der Stunde in der ich mir diese Sorgen mache.
    Häufig kann ich mit diesem Gedanken die Sorgen ausschalten und so eine bessere Zeit verbringen. Klappt leider nicht immer, ist aber einen Versuch wert.

    Liebe Wünsche für Dich Nebel
     
  3. aerodana

    aerodana New Member

    Hallo Nebel,

    vielen Dank für Deine lieben Worte.

    Heute hatte ich die Untersuchung mit dem Ergebnis, dass alles okay sei. Was auch immer mein Hausarzt dort gesehen hat...

    Das Wochenende am Meer hat mir sehr gut getan. Irgendwann konnte ich tatsächlich Ruhe finden. Hab auch dort meine letzte Zigarette geraucht und bin somit seit 4 Tagen Nichtraucher.

    Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, die ganze Sache hatte durchaus seinen Sinn. Und wenns nur der ist, sein Leben noch mal von einer ganz anderen Seite aus zu betrachten. Vieles wurde doch sehr unwichtig. Und der einzelne Moment gewann an Bedeutung.

    Liebe Grüße
    von einer erleichterten aber auch nachdenklichen
    Aerodana
     

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