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Ein schweres Leben

Dieses Thema im Forum "Lebenskrisen" wurde erstellt von jophiel, 23 April 2004.

  1. jophiel

    jophiel New Member

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    Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch vor acht Jahren. War mir klar, entweder du machst es gescheit oder du findest einen Weg dieses Leben zu verstehen. Ich fand einen Weg, der bugsierte mich in die Hölle und zurück. Mach nur das was du von Herzen tust. Die Konsequenz: Ich hörte auf zu arbeiten, mein Verstand wollte zwar, aber ich konnte nicht mehr. Konsequenz: kein Geld, Schulden, Delogierung, ich habe unendlich viel gelernt, über mich, über meine Ängst, über Mangel und das Leben. Alles habe ich geprüft und neu definiert. Konsequenz: ich kann keine Kompromisse mehr eingehen. Ich habe gelernt für mich einzustehen, mich zur Wehr zu setzen. Konsequenz: Ich kann die meisten Menschen nicht mehr ertragen. Ich habe gelernt, alles in mir zu finden, was andere noch im Außen suchen. Konsequenz: Nichts erscheint mir mehr erstrebenswert. Ist es tatsächlich möglich als Mensch sein Glück zu finden. Meine Freundin, ein sehr heller Mensch, hat sich vor vier Wochen das Leben genommen. Kann es sein, das die Menschen, die ihre Prozesse hier vollenden, dann gehen, weil es nichts gibt, was dann noch lebenswert ist?
     
  2. Diana

    Diana Well-Known Member

    Nein, das kann ich mir nicht vorstellen, dass Eines geht , weil nichts mehr erstrebenswert ist, denn wenn Eins glücklich ist, mit dem was ist , kann`s das in vollen Zügen geniessen, warum sollte es dann gehen wollen ,hhhmmmm . . . . nein, beim besten Willen, das kann ich mir nicht vorstellen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass Eines geht , weil es sich nach universaler Liebe sehnt, die es sich selbst nicht schenken kann, weil`s sich selbst IN sich nicht findet und dann den Tod wählt um diese Liebe wieder zu spüren, sozusagen wieder auftankt, was es vermeintlich verloren wähnt- ja, das kann ich mir vorstellen.

    Nichts mehr erstrebenswert empfinden heißt für mich wunschlos glücklich zu sein- da ist kein Verlangen, kein Sehnen mehr irgendwas verändern zu wollen-vollkommene Akzeptanz und Glückseligkeit- warum sollte ich dann gehen wollen- was könnte ich mir denn noch mehr wünschen als das Alles was ist . . . . . und damit zu SEIN.

    Wie denkst Du darüber, jophiel.

    Was mich ein wenig stutzig macht ist, dass du sagst Du kannst die meisten Menschen nicht mehr ertragen- wie kannst Du dann alles IN Dir gefunden haben, wenn Du sie doch ablehnst im Außen- hast Du nur die positiven Aspekte integriert und die negativen außen vor gelassen und spürst somit jetzt nichts mehr - hast ein Gefühl der Gefühllosigkeit ?


    Liebe Grüße von Diana
     
  3. jophiel

    jophiel New Member

    Weil nichts übrig bleibt. Du tust nichts, weil du nichts tun willst. Die triffst niemanden weil du niemanden vermisst. Du befindest dich den ganzen Tag in Harmonie mit dir und Gott, Solange man das nicht hat, ist es natürlich erstrebenswert, aber auch ein Tun, wenn du es hast, bleibt nichts mehr übrig. Alles fällt weg und das ist langweilig und auch nicht lebenswert. bzw. es ist gar kein Leben.
     
  4. jophiel

    jophiel New Member

    Nichts Was mich ein wenig stutzig macht ist, dass du sagst Du kannst die meisten Menschen nicht mehr ertragen- wie kannst Du dann alles IN Dir gefunden haben, wenn Du sie doch ablehnst im Außen- hast Du nur die positiven Aspekte integriert und die negativen außen vor gelassen und spürst somit jetzt nichts mehr - hast ein Gefühl der Gefühllosigkeit ?

    Ertragen ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, ich kann die Menschen akzeptieren wie sie sind, aber ich möchte nicht mit Ihnen zusammen sein, weil sie mich nicht bereichern
     
  5. Seelenfluegel

    Seelenfluegel Well-Known Member


    Ich wuerde mal sagen: es ist so, als ob man das Aussen nicht mehr als Spiegel akzeptiert, weil man mit dem Wissen, dass alles, was Aussen ist, auch innen ist, nicht klarkommt.

    Licht aus.


    lg
    Chris
     
  6. Diana

    Diana Well-Known Member

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    Hallo Joshua ,


    Also mir gefällt das ausgesprochen gut- dieses Nichts- TUN, dieses niemanden treffen, niemand vermissen . . .mich den ganzen Tag mit mir und der allgegenwärtigen Göttlichkeit, Herzlichkeit in Harmonie zu befinden - seltsam bei mir ist nichts weggefallen - nein , es ist ein innerer Reichtum- eine innere Ruhe, ein Frieden, Gewissheit es ist gut wie`s ist, weil es ist . . . .
    es ist nicht langweilig bei mir zu sein, pure Liebe zu spüren . . . . .es ist lebenswert - ein wundervolles DASEIN und das nicht erst seit ein paar Monaten- nein, seit Jahren . . . .

    Joshua, was ist los mit DIR ?

    Trauerst Du um Deine Freundin und willst es nicht wahrhaben- verzeihe mir, wenn ich Dir damit zu nahetrete - Deine Unlust am Leben , obwohl Du vorgibst alles integriert zu haben ist ungewöhnlich . . . .

    Die Frage ist nun, kannst Du`s so für Dich akzeptieren- oder willst Du das ändern indem Du Deinen Wunsch akzeptierst dies zu ändern und wie willst Du es ändern ?

    Liebe Grüße von Diana
     
  7. Diana

    Diana Well-Known Member

    Wie könnten Dich andere Menschen denn auch bereichern, wenn Du Alles IN Dir hast ?

    Niemand kann Dir mehr schenken als Du Dir selbst schenken kannst- datt geht nu mal nich . . . .

    Du kannst Dein Glück niemals teilen - alle zusammen können wir es addieren, multipilizieren, potenzieren - davon wird`s trotzdem nicht mehr - aber teilen können wir`s nicht.

    Mit Menschen zusammen zu sein ist für mich inzwischen genauso attraktiv wie alleine zu sein- es ist gleich gültig ob alleine , zu zweit oder zu hundert- was auch immer sein will, lasse ich sein- eine Bereicherung gibt`s ja wahrhaftig nicht, also ist´s auch gleichgültig ob alleine oder
    all-ein . . . . .bereichern- mehr Reichtum als Reichtum - datt geht nu mal auch nich . . . .

    Was fehlt Dir wahrhaftig, Joshua ?

    Was wünschst Du Dir , obwohl nichts erstrebenswert erscheint ?

    Langeweile . . . .das erinnert mich an den *Anfang*- da hatten wir auch Langeweile- was Neues sollte her- Materie sollte geschaffen werden, damit wir was Neues erleben . . . . . .tja , so hat`s angefangen und nu is dir wieder langweilig . . .also sag`schon, was da in Deinem Herzen brennt,hhhmmm . . . .


    Diana
     
  8. Chrisi

    Chrisi New Member

    Also für mich gibt es da nur eine Antwort, je mehr man in sich trägt, desto mehr ist man dafür verantwortlich auch etwas für die Welt und die Menschen zu tun.
    Mag sein das du das anders siehst, aber sind wir nicht im Endeffekt genau darum hier, um erstmal uns selbst zu heilen und wenn es uns dann möglich ist auch andere mit zu nehmen? Damit meine ich nicht bekehren, bequatschen oder als leuchtendes Beispiel vorausgehen, sonder einfach die höhere Energiestufe die man erreicht dazu zu nutzen etwas zu ändern. Ob das nun in der Arbeit mit Menschen, Tieren oder an der Erde direkt ist spielt da eine nebensächliche Rolle, da sollte jeder mit seinen Talenten und Möglichkeiten gehen.

    Bin gespannt ob ihr das ähnlich seht

    Alles Gute und die richten Menschen zur passenden Zeit an eurer Seite wünscht euch
    Chris
     
  9. Lotusz

    Lotusz Well-Known Member

    Wiedersprüche

    Hallo Jophiel

    Ich habe einige Probleme, dich zu verstehen. Zunächst muss ich mal sagen, dass ich dein Verhalten sehr mutig finde. Die Konsequenz, mit der Du dein Leben nach dem Suicidversuch umgestellt hast, verdient Bewunderung.

    Aber ich habe das Gefühl, Du bist diesen Weg noch nicht bis zum Ende gegangen. Ich meine, Du solltest etwas tolleranter sein. Was ist gegen vernünftige Kompromisse einzuwenden? Gut, mag sein, dass Du vielleicht noch nicht die Kraft hast, diese Kompromisse einzugehen. Eines Tages wirst Du sie haben.

    Auch wenn Du sagst, dass Du viele Menschen nicht mehr ertragen kannst, dann habe ich das Gefühl, dass da noch eine gesunde Einstellung zu den Menschen fehlt. Ich möchte einmal die Behauptung aufstellen, dass die meisten Menschen doch in Ordnung sind. Natürlich gibt es auch einige, die sind schon sehr unangenehm, denen man lieber aus dem Wege geht. Aber das hat auch immer etwas mit der eigenen Verletztbarkeit, mit der eigenen Reife zu tun. Ist das persönliche Wachstum noch nicht abgeschlossen, dann fällt es einem schwerer, offen und liebevoll auf andere zuzugehen. Dann ist man leider auch für psychische Verletzungen anfällig und entzieht sich lieber anderen Menschen.

    Jophiel, warum sollte jemand aus dem Leben scheiden, wenn es glücklich ist? Ich kann mir nicht vorstellen, dass deine Freundin glücklich war. Aber ich fürchte, dass Du an ihrem Verlust zu leiden hast. Jophiel, es tut weh, sehr weh, einen geliebten Menschen zu verlieren. Und Du wirst wahrscheinlich über kürzere oder längere Zeit sehr traurig sein. Stelle dich diesem Prozess, laufe nicht weg davor, auch nicht in den Tod. Stellst Du dich deiner Trauer, dann wirst Du eines Tages reifer daraus hervorgehen. Es wird dich bereichern. Glaube mir, ich weiss, wovon ich spreche. Es ist wahrscheinlich eine weitere Prüfung, die das Leben dir stellt. Ich wünsche Dir Mut und dass deine Trauer bald vorbei geht.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  10. Diana

    Diana Well-Known Member

    Chrisi, hinsichtlich Anderer ist nichts zu TUN, denn es gibt wahrhaftig keine Anderen und was unsere Geschichte betrifft- es ist Alles bereits, was sollte es noch zu tun geben, außer zu SEIN ;-)

    Ein Jedes erfährt es zu seiner Zeit , denn niemand ist fähig ein Anderes von sich selbst und seinen Fähigkeiten zu überzeugen, die es IN sich trägt und noch nicht zu leben wagt, dies kann`s wahrlich nur selbst IN sich entdecken . . . .

    Alles ist im Wandel, Veränderungen ist aus sich selbst heraus ständig von selbst, von allein - also bleibt nichts zu tun als einfach nur da zu sein.

    Liebe Grüße von Diana
     
  11. atlantis

    atlantis Member

    Hallo Jophiel,

    schön,dass du aus deiner Harmonie der Sonne entgegenblinzelst:)
    Ich kann dich seeehr gut verstehen,da es auch Teil einer-meiner Lebensphase war-genau so wie du es beschrieben hast.Ich dachte...ja,da steh ich nun..voll in Harmonie und will nicht raus,denn "die" bringen mich alle wieder um meine Harmonie.Tja,ja dieses wunderbare Gefühl hat wie eine Droge auf mich gewirkt und ich habe gar nicht bemerkt,dass ich mich über meine Mitmenschen,meine Brüder und Schwestern,meinen Gott erhebe. Ich sage mal,mein Ego ist das ganz schön schlau angegangen;)..aber ja,heute weiß ich,dass dies ja nur zu meinem Fortschritt beigetragen hat.Irgendwann bin ich dann nämlich draufgekommen,dass der Frust des Gegenübers doch meiner ist und hab'-da ich ja schon den Weg der Wahrheit gehen wollte-mich selbst sehr genau hinterfragt warum ich einen Menschen auf der Straße oder sonst wo so feindseelig gegenübergestanden bin-auch wenn es oft nur insgeheim war-ja und dann machte es klick und ich sah mich genau so reagieren wie dieser Mensch eben grad,dem ich diese "Agiererei" so übel nahm.WOW-das war der "Flash"-ich machte wohl den entscheidenden Quantensprung in meinem Leben,denn diese immer intensivere Einsicht lässt dich nach und nach nur mehr positiv an deine Umwelt denken-du bist ja nun dein eigener "Zauberer",der jeglichen -und sei er noch so leise-,jeglichen Groll in dir umwandeln kann...Ja und ab und zu fragst du dich-nein du wunderst dich ,warum du alles um dich so positiv wahrnimmst-so in Liebe.....Du denkst weder noch an schlechte Fahrkenntnisse des Nächsten...weder noch an einen intriganten Kollegen oder verzweifelst sonst an irgend einer dir zugeführten "Ungerechtigkeit" -Du merkst plötzlich,dass jeder Kontakt dem du ausgesetzt bist zu deiner wahren Zufriedenheit und Harmonie beiträgt...und spätestens in dem Moment wo dir mehr und mehr aufgrund diverser Erlebnisse mit deiner Umwelt außerhalb deiner vier Wände Freudentränen in die Augen wandern,dann hast du glaube ich diese wichtige Türschwelle überschritten,die dir alles andere als ein Outback als einzige Lösung zum inneren Frieden anbietet, die dich wahrlich verstehen lässt,dass wir unsere Liebe leben müssen,damit wir keinen Tod erleben müssen-in welcher Form auch immer.
    Geh weiter über diese Brücke -sie führt direkt zur Türschwelle...LG Atlantis

    PS:Aja,wenn mich Zweifel einholten und ich diese Brücke wie auch immer verlassen wollte, erinnerte(u.erinnere) ich mich immer an das "grausamste Gesetz aller Zeiten":das Resonanzgesetz!(Hart aber Herzlich und "der Liebesführer schlechthin".)
     
  12. Lotusz

    Lotusz Well-Known Member

    Freudentränen

    Hallo Atlantis

    Ein sehr schöner Beitrag, der Mut macht. Ich wünsche dir in Zukunft noch viele Freudentränen und eines Tages das Gefühl, dass Du über diese Freudentränen hinausgewachsen bist. Du schaffst das, da bin ich mir sicher.

    Ich kenne das Gefühl natürlich auch sehr gut, dass man sich vor anderen zurückzieht. Aber ich weiss auch sehr genau, dass dieses Verhalten etwas mit mir und meinen Ängsten und Problemen zu tun hat.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  13. Juppi

    Juppi Guest


    Hallo Diana,

    Du sagst mit Bestimmtheit, daß man Glück nicht teilen kann ?
    Ich sehe es genau anders rum und erlebe es Tag für Tag, gerade Glück zu teilen ist -doppeltes Glück-

    aL. ............................Juppi :reden:
     
  14. atlantis

    atlantis Member

    Sehr interessante Interpretation meiner Worte...ja,ja die Wahrnehmung;)
    Alles Liebe,Atlantis
     
  15. Diana

    Diana Well-Known Member

    Die Glückseligkeit läßt sich nicht teilen mit denen, die nicht glückselig sind, Juppi

    Ich freue mich über Dein Glück :)

    Liebe Grüße von Diana
     

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