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Familienaufstellung ... sinnvoll?

Dieses Thema im Forum "Sinnsuche" wurde erstellt von Elladana, 20 Oktober 2008.

  1. Elladana

    Elladana Well-Known Member

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    Hallo @ all!

    Was haltet Ihr von Familienaufstellungen?

    Klingen tut das Ganze für mich sehr einleuchtend. Viele Verstrickungen und Muster (diese erzeugen ja auch Empfindungen) wurden durch die Erziehung weiter gegeben.

    Es klingt mir sinnvoll diese "Weitergaben" aufzulösen.

    Da ich aber keine wirkliche Ahnung davon habe möchte ich hier mal fragen:

    Hat schon jemand Erfahrung gesammelt damit?

    Ich wäre für einen oder mehrere Bericht(e) bzw. Hinweise dankbar.

    LG Elladana
     
  2. ChrisTina

    ChrisTina Well-Known Member

    AW: Familienaufstellung ... sinnvoll?

    Hi Elledana,

    also ich halte sie für sinnvoll, allerdings nicht für alles. Hast du konkrete Fragen? Oder ein konkretes Anliegen? Weil so frei von der Leber weg erzählen würde Tage dauern ;-)

    Wenst allgemeine Sachen lesen magst, gibts im Esoterikforum einen ganzen Bereich zu dieser Thematik.
     
  3. Rudyline

    Rudyline Well-Known Member

    AW: Familienaufstellung ... sinnvoll?

    Hallo Elladana,

    ich habe wegen Depressionen, Angstzuständen ect. viele "Therapien" ausprobiert - Familienaufstellungen waren eins der ganz wenigen Dinge die mir wirklich auf Dauer geholfen haben.

    Gruss
    Rudyline
     
  4. Felice

    Felice Well-Known Member

    AW: Familienaufstellung ... sinnvoll?

    Hallo!


    Für mich ist es irgendwie nicht einleuchtend, wie es funktionieren soll.....ich kann es mir nicht vorstellen....bin aber keine, die es anzweifelt.....denn ich habe es noch nie gemacht.....und kann keine objektive Meinung abgeben.

    Denke aber, dass es wichtig ist, nach Mundpropaganda zu gehen. Sich eine Stelle zu suchen, die sich einen Namen gemacht hat.....denn was ich gelesen habe, kann es auch nach hinten losgehen.....


    lg Felice
     
  5. ChrisTina

    ChrisTina Well-Known Member

    AW: Familienaufstellung ... sinnvoll?

    Dem kann ich nicht zustimmen.

    Ich kenne einige "gute" Aufstellungsleiter/innen, mit denen ich aber gar nicht zurecht komme und andere, die zwar "keinen Namen haben" aber für mich besser geeignet sind, mir dabei zu helfen, das zu bekommen, was ich für meine jeweilige Weiter-Ent-Wicklung brauche - und das ist selten das, was ich erwarte ;-)

    Wobei ich aber "milieugeschädigt" bin und meine eigenen Kriterien habe, wie ein/e Aufstellungsleiter/in agieren muss, damit ich mit ihr/ihm klar komme. Für mich zählt da eben einerseits mein Bauchgefühl, aber andererseits auch einige grundlegende Einstellungen, die ich unbedingt brauche, um mich "geborgen" zu fühlen.

    Was ich persönlich empfehlen würde ist, vorher mal als Repräsentant dabei zu sein, um zu sehen - und zu spüren - ob man sich bei dem jeweiligen Aufstellungsleiter/in auch wirklich angenommen und geachtet fühlt.

    Bei manchen ist das selbstverständlich, dass dies sein darf. Bei Jenen, die das strikt ablehnen, würde ich persönlich nicht hin gehen.
     
  6. Felice

    Felice Well-Known Member

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    AW: Familienaufstellung ... sinnvoll?



    Tja, das liegt daran, dass du Erfahrung damit hast.....ich nicht.

    Ehrlich gesagt würde ich nur wo hingehen, wo ich von anderen überzeugend mitgeteilt bekomme, dass sie ihr Handwerk verstehen. Und dann auf mein Bauchgefühl hören....ohne positivem Gefühl geht sowieso nichts.

    Das mit den Repräsentaten wusste ich nicht....finde ich einen guten Tipp.


    lg Felice
     
  7. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    AW: Familienaufstellung ... sinnvoll?

    Liebe Felice!

    Ich hab auch nicht allzuviel Erfahrung mit dem Thema, ich war schon mal als Stellvertreter dabei und habe Bücher zu dem Thema gelesen.

    Und immer wieder Threads zu dem Thema Familienaufstellung, weils mich auch eben immer wieder interessiert hat.

    Eines ist mir dabei im Laufe der Zeit aufgefallen - offensichtlich ist es wichtig, dass der FA-Leiter keine fertigen Lösungen anbietet, sondern Dich wirklich selbst schauen lässt, was sich für Dich zeigt. Und nichts interpretiert, sondern, wie ChrisTina schon schrieb, Dich achtet - und Dich Deine eigenen Erfahrungen machen lässt, Dich nicht in eine Richtung zieht oder drängt.

    Bei Mundpropaganda wäre es für mich zum Beispiel wichtig, dass ich das auch heraushöre, wie die anderen das erlebt haben.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
  8. Felice

    Felice Well-Known Member

    AW: Familienaufstellung ... sinnvoll?


    Oh danke........es klingt interessant....


    lg Felice
     
  9. Strandläufer

    Strandläufer Well-Known Member

    AW: Familienaufstellung ... sinnvoll?

    Mmmh also ich bin seit Jahren immer wieder nahe dran und hab´s dann doch immer wieder gelassen. Für mein Thema wäre es aber vermutlich wirklich hilfreich!
    Ich hab nichtmal eine Ahnung worauf ich zu achten hätte!
    LG
    Elke
     
  10. ChrisTina

    ChrisTina Well-Known Member

    AW: Familienaufstellung ... sinnvoll?

    Ist auch schwer zu sagen - aber wie schon erwähnt, vorher als Repräsentant dabei sein, dann merkst du, wie die/der Aufstellungsleiter/in arbeitet - und wenn dich was stört, dann schaust dir die/den nächsten an.

    Ich bin meistens bei einem mittlerweile guten Freund, von dem ich mich in meiner Krise auch hab coachen lassen. War voll angenehm, weil ihn kenne ich schon seit Jahren - und zu ihm hab ich Vertrauen, das ist für mich eins der Kriterien.

    Ein zweites Kriterium für mich ist, ob die/der AL lösungsorientiert arbeitet, oder sich in der Problemstellung verliert, d.h. ob er ellendslange Vorgespräche führt oder ob ers schnell auf den Punkt bringt und dann "schaut", was sich zeigt in der Aufstellung selbst.

    Und ich mag die ganzen "spirituellen" und "esoterischen" Aufstellungsformen nicht wirklich, also die, die glauben, sich mit speziellen Spirits oder Meistern oder Engeln verbinden zu müssen, um etwas wahr nehmen zu können.

    Wobei ich mich ja schon seit 2000 mit der Thematik beschäftige, d.h. ich hab schon einige und einiges ausprobiert und kann eben schon genau sagen - wo sich mir die Zehennägel verkrampfen - und wo ich entspannt Teil der Gruppe sein kann.

    Ja, das ist für mich auch eins der Kriterien - ich würd nie als Erste an einem Wochenende aufstellen, weil ich zuerst die Gruppe als solche wahrnehmen möchte, d.h. ich entscheide meist spontan, obs für mich passt, selbst auf zu stellen - oder eben nicht.

    Das ist auch der Vorteil von "meinem" Aufstellungsleiter, dass auch Klienten, die durch eine Aufstellung "angetriggert" werden, d.h. ein eigenes Thema hoch kommt, meist noch die Möglichkeit haben, selbst auch noch auf zu stellen.

    Es gab noch einen zweiten, bei dem ich mich genauso "geborgen gefühlt" hatte, der ist jetzt aber leider nur mehr im Raum Salzburg tätig.
     
  11. Strandläufer

    Strandläufer Well-Known Member

    AW: Familienaufstellung ... sinnvoll?

    Ich nehme an, wenn es richtig für mich ist, wird mir in den nächsten Tagen ein Mensch über den Weg laufen, der mir etwas zu einem Familienaufsteller erzählt :)

    Die esoterische Version passt für mich deshalb schon nicht, weil ich da nicht sicher sein könnte, ob nicht das Eigene vom Aufsteller den größten Raum einnimmt.
    Ja, der Gedanke ist mir auch schon gekommen, dass ich möglicherweise als Repräsentant schon sehr schnell in mein Eigenes käme. Mir scheint derzeit bin ich ein Faß kurz vorm Überlaufen. Der Deckel hebt sich andauernd :)

    @ChrisTina
    na ist der Kastenwagen gestern noch durchgekommen?

    LG
    Elke
     
  12. ChrisTina

    ChrisTina Well-Known Member

    AW: Familienaufstellung ... sinnvoll?

    Wobei ich auch sehr viel als "nur" Repräsentantin aufgearbeitet habe, zumindest in letzter Zeit war immer irgendwas "größeres" dabei, wo ich mir auch meins rausnehmen konnte.

    Ich erinnere mich noch an meine Ausbildung, dann gegen deren ende, als ich schon als Tutorin mit dabei war - da stellten die exakt eins meiner Themen - und ich hab zu meiner Kollegin nur schnell gesagt - "ich bin raus - übernimm bitte meinen Part".

    Dann hab ich mich eine Reihe weiter nach hinten gesetzt und mich einfach in die Aufstellung mit hinein fallen lassen, die Aktionen des Fokus im Geiste mit gemacht und mit gesprochen - und es passte absolut perfekt.

    Manchmal gibts dann auch einfache Aha-Erlebnisse wenn ich in einer Position stehe, indem ich zB Gefühle wahrnehme, welche ich selbst noch nicht kannte. Dadurch hat sich mein Verhältnis zu meiner Tochter zB nachhaltig verbessert, bzw. war es mir nach einer liebevollen Mutterrolle einfach ein Bedürfnis, wieder Kontakt mit ihr zu suchen.

    Wobei ich auch oftmals für etwas "heftigere" Rollen genommen werde - und da entwickelt sich dann in mir immer wieder ein riesiges Dankbarkeitsgefühl für mein Da-Sein.

    Ich kann mich an 2 Rollen noch nachhaltig erinnern - die eines behinderten Kindes im Körper eines Erwachsenen und die eines Mörders - da war ich bei beiden danach wieder froh, mich entrollen zu dürfen, um wieder ich selbst zu sein.

    Aber grad solche Erlebnisse sind auch immer wieder dazu geeignet, wieder glücklicher und zufriedener durchs Leben zu gehen. Für mich sind Aufstellungen einfach auch ein geniales Mittel um immer wieder etwas mehr zu mir selbst zu finden, indem ich andere Positionen "ausprobieren" kann, sie aber nicht real ausleben muss.

    Ja, sogar dann wesentlich früher als geplant, aber hat trotzdem noch ewig gedauert, bis er wieder weg war - die geplanten 2 Stunden haben sich als 4,5 erwiesen - danach wollt ich nimma nach Wien - nur mehr Badewanne und Bett ;-)
     
  13. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    AW: Familienaufstellung ... sinnvoll?

    Hallöle,
    eigentlich braucht der Aufsteller kein Hintergrundwissen. Nur das Anliegen. Das andere kommt alles bei der Aufstellung raus.
    Eberesche
     
  14. Elladana

    Elladana Well-Known Member

    AW: Familienaufstellung ... sinnvoll?

    Liebe ELke, darf ich dieser Mensch sein ? :)


    Hallo @ all noch mal!

    Vielen Dank für die Antworten und die Anregungen. Ich kann mich allen Beiträgen hier anschließen. Denn ... erstens habe ich auch eine Bekannte, der es sehr schlecht ging nach so einer Aufstellung - kann also auch nach hinten los gehen.

    ChrisTina, Du hast recht, ich sollte etwas ausführlicher berichten:

    Vor 3 Jahren habe ich mich das erste mal dafür interessiert. Damals war ich Zuschauer bei einer ausgebildeten Therpeuratin, die sich auf diese Aufstellungen spezialisiert hatte. Dort war ich nicht am richtigen Platz. Dann hab ich es wieder gelassen ....

    Am So. kam ein ganz lieber Freund zu mir und erzählte mir, dass er nun eine solche Aufstellung gemacht hat. Ich dachte wirklich, dass man dazu Mut brauche - und dieser Freund ist vieles aber bestimmt wenig mutig :). Es ging ihm gut - er war merklich gelöster, viel stärker (erstaulicher Weise), selbstbewusster ... und so ergab es sich, dass er mir von dieser Aufstellung erzählt hat. Er gab mir auch den Namen des Herren der die gemacht hat.

    Gestern war ich dort ... ich spürte SOFORT "hier bin ich richtig" - soetwas kann man nicht erklären, es ist so wie beim Einkaufen - wenn man das richtige Stück in der Hand hat, kauft man es - wenn man es nicht kauft, tut es einem hinterher leid. Das kennt wohl jeder ...

    Ich habe mir einen Thermin geben lassen - und mich somit entschieden so ne Aufstellung machen zu lassen. Wenn es Euch interssiert, berichte ich Euch gerne wie es gelaufen ist. Allerdings war der nächste Termin erst Mitte Nov. möglich (der Herr ist ausgebucht ... ).

    Sicher habe ich einen persönlichen Wunsch - sicher habe ich ein Thema das ich hoffe damit lösen zu können - allerdings denke ich mir ständig, wenn es mir in diesem Bereich nix hilft, dann hilft es meiner Familie allgemein.

    Denn was ich bei dieser Aufstellung beobachten konnte war, dass sich einfach Blockanden und Verstrickungen lösen. Es schien mir logisch, dass ein Mensch der von beiden Seiten (Mutter und Vater) Kraft und Energie bekommt, ausgeglichener und stabiler durch Leben kann, als jemand zu einer Seite hin abgeschnitten ist.

    Es war alles dort sehr harmonisch, sehr liebevoll, sehr sanft - und vor allem mit so viel Respekt den einzelnen Schiksalen gegenüber, dass ich (ge)berührt war.

    Interessant fand ich auch, dass man Aspekte stellen kann - dieser Aspekt, stellt dann ein tiefes Gefühl dar welches einem begleitet zB wenn jemand eine tiefe Traurig spürt ohne sich die erklären zu können oder eine nicht in den Griff zu bekommende Unzufriedenheit etc., dann kann dieser Aspekt mit auf gestellt werden - in dem Fall gestern, hat die Traurigkeit den Raum verlassen.

    Bei der zweiten Aufstellung, hat eine Mutter für ihre Tochter stellen lassen. Das Kind ist 6 Jahre alt und sie als Mutter wollte der Tochter so wenig wie möglich "mit auf den Weg geben" ... auch das war mir eine neue Variante und sehr interessant.

    Man kann Entscheindungen stellen, Arbeitskollen sind ebenso in ein System eingebunden - wenn also jemand gemobbt wird zB kann man das auch stellen lassen.

    Ich werde gerne meine Herkunftsfamilie stellen lassen - und ich erhoffe mir, dass wir alle etwas freier werden dadurch. In meinem Fall denke ich, dass ein ganz bestimmtes Thema in der Familie bereits gelebt wurde - und ich es mittrage. Ich habe dem Aufsteller gesagt, dass ich in diese Richtung etwas spüre - sagte aber sonst NICHTS. Ohne dass mich der Aufsteller je gesehen hatte zuvor, fragte er mich: "Wer in Deiner Familie durfte seine Liebe nicht leben?" - das hat mich dann doch etwas "umgehauen".

    LG Elladana

    PS.: Die Lösungen im Detail, ergeben sich durch die Aufstellung selbst - die Lösung weiß der Aufsteller selber uU nicht vorher.
     
  15. Strandläufer

    Strandläufer Well-Known Member

    AW: Familienaufstellung ... sinnvoll?

    Hi Elladana,
    ich danke dir für diese ausführliche Schilderung. Ja, es muss such gut anfühlen.
    Mit dem Menschen, der mir über den Weg läuft meinte ich eher jemanden, der mir hier im Umkreis jemanden empfehlen kann! Oft ergeben sich ja diese "Zu- fälle".
    Heute beim Ausdauersport (ist ja meist etwas langweilig) habe ich ruhige Musik gehört und dabei eine kleine Meditation des Abgebens gemacht, das hat mir unglaublich geholfen, mal sehen ob das nachhaltig ist.
    Ich hab ein Paket gepackt, ganz liebevoll mit Seidenpapier drin und habe einiges an Ballast da hinein gegeben, Erinnerungen, Anhaftungen und Verbindendes zu dem Mann, den ich loslassen möchte. Dieses große Paket habe ich zugemacht, im Nachhinein noch einige wichtige Dinge hinterher gepackt und dann verschnürt mit goldenem Geschenkband.
    Es wurde mir sofort abgenommen und ganz weit weg gebracht, dort wird es sicher verwahrt werden. Es sind kostbare Dinge, die ich jetzt nicht mehr benötige, die nicht vernichtet werden, sondern nur aufbewahrt! Sollte ich sie noch einmal brauchen, werden sie mir zurück gegeben!
    Ich kann nur sagen diese Erfahrung war mal wieder grandios.

    Die Familienstellung würde mir ganz sicher helfen zu verstehen, wieso ich mit manchen Dingen so extreme Schwierigkeiten habe und welche Aufgabe sie derzeit erfüllen! Ich hoffe sehr, dass sich etwas geeignetes ergibt.

    ChrisTina, na ich denke ich habe den ersten Tip schon erhalten und ich schätze er passt auch für mich, nämlich erstmal als Präsentant zu gehen, das kostet hier um die 75 Euro und mit Glück ist das auch schonmal kostenlos!

    LG
    Elke
     

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