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Meine Tochter geht ihren Weg....

Dieses Thema im Forum "Trennung, Scheidung, Verlassen werden" wurde erstellt von ELLA, 16 September 2014.

  1. ELLA

    ELLA Well-Known Member

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    Hallo ihr lieben!

    Ich habe mich in letzter Zeit recht rar gemacht hier,
    denn es gibt leider auch bei uns nicht nur Sonnenschein und Friede, Freude....

    Meine Tochter hat nun beschlossen zu ihrem Vater zu ziehen.

    Ansich habe ich kein Problem damit, denn sie wird bald 14 und es ist ihr gutes Recht!

    Mein Problem liegt eher darin,
    das es ganz anders abgesprochen war...
    sie sollte halt erst die Schule hier beenden und hätte dann zum ersten Ferientag im nächsten Jahr siedeln können.

    Nun wurden Gründe am Jugendamt vorgebracht und bedauert, das es dem Kind ja sooo schlecht bei uns gehen würde und ein sofortiger Umzug sinnvoll wäre.
    Sehr zur Freude meiner Tochter....

    Diese Hauruck Aktion und herbeisummieren von " schlechten Dingen " macht mich emotional einfach fertig!

    Es gibt nur mehr ein Satz, der mich hier über Wasser hält:

    Ich liebe meine Tochter so sehr,
    DASS ich sie gehen lasse!

    Am 21.09 ist dann soweit.
    Sie hat schon ihre Dinge gepackt und wird dann gegen Nachmittag abgeholt.

    Doch anstatt diese Zeit nun noch gemeinsam zu genießen,
    wird von ihrer Seite nur hergeätzt....
    Ich weiß,
    das es im Moment einfach ihre Art ist mit all dem umzugehen,
    dennoch täte ich es mir einfach wünschen, wenn wir hier in Ruhe " auseinander gehen " könnten.

    Ich habe ihr niemals etwas schlechtes gewollt,
    sie viele Fehler selber machen lassen... und sie dann wieder aufgebaut, wenn es ihr danach nicht gut ging.

    Wir haben ihren Weg zwar nicht mit Staubzucker gepflastert,
    aber schlecht ging es ihr hier sicher nicht....

    Auch kann ich unsere Beziehung nicht als schlecht beschreiben,
    ganz im Gegenteil.....

    Das es Sticheleien gab, Streit und Zank ist normal.
    Dafür hat sie einfach ihr Alter und wir zum Teil andere Ansichten....
    Ich denke, es lief nicht anders, wie in anderen Familien auch.

    Und nun sitze ich hier.... der kleine schläft....

    Es tut einfach nur mehr weh.

    Aber, es ist ihr Weg!
    Ihre Entscheidung....
    Ich werde auch diese Entscheidung akzeptieren und immer hinter ihr stehen!

    Unsere Tür steht immer offen,
    aus Liebe!
     
  2. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Meine liebe Ella,

    es tut mir so leid, dass ihr in dieser, für euch so einmalig schönen Zeit, jetzt diese Probleme durchmachen müsst.

    Du machst das ganz richtig - und ich bewundere dich für diese Haltung. Du lässt deine Tochter ziehen, du lässt ihr ihren Weg und hältst ihr die Tür zur eventuellen Rückkehr offen. Das ist gut.

    Denn deine Tochter ist zum einen in der Pubertät und zum anderen macht sie gerade große Veränderungen in ihrer nächsten Umgebung mit. So hat sie einen kleinen Bruder bekommen.

    Klar ärgert dich, was da jetzt hochkommt, aber lass nicht zu, dass das zwischen euch kommt. Auch wenn der Schmerz bei dir jetzt gerade groß ist, lass ihn nicht übermächtig werden.

    Du bist eine gute Mutter. So wie du hier euer Familienleben beschreibst, habe ich dich immer bewundert für die Wärme und die Liebe, die aus deinen Worten klangen - und klingen.

    Ich lass dir eine Umarmung da!
     
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  3. SANDY

    SANDY Well-Known Member

    Hallo ELLA,

    Ich kann Deinen Schmerz sehr gut verstehen *umarm*

    Ein Versuch einer Erklärung meinerseits:
    Deine Tochter hat sehr viele Umbrüche miterlebt.
    Durch das schlimme Unglück ihres kleineren Bruders war sie möglicherweise ein wenig im Hintertreffen (was keinesfalls ein Vorwurf sein soll, sondern eine ganz logische Konsequenz), dann die Scheidung, die Wiederverheiratung...und jetzt der kleine Bruder.....die Pubertät tut noch ihr Übriges.

    Vielleicht hat sie bei ihrem Vater das Gefühl, endlich mal "die erste Geige zu spielen", wenn Du verstehst, was ich meine....:)

    Wenn ich Deine Zeilen richtig interpretiere, dann betreibt Dein "Ex" die Sache beim Jugendamt, was für mich drauf schließen lässt, dass hier möglicherweise auf dem Rücken des Kindes etwas ausgetragen wird, was dort nicht hingehört.
    Wie Du selbst geschrieben hast, kannst Du Deiner Tochter nur immer wieder versichern, dass Du sie liebst und dass Deine Tür immer für sie offen sein wird.
    Eines Tages wird sie erwachsen sein. Dann werden auch wieder unverkrampfte Gespräche möglich sein und sie wird vieles in einem anderen Licht sehen.

    Ich spreche da durchaus aus Erfahrung. Auch ich konnte mit meinem mittleren Sohn eines Tages überhaupt nicht mehr, sodass er zu seinem Großvater zog. Er war allerdings schon etwas älter, ging aber noch zur Schule (HTL).
    Viele Jahre später hatten wir ein sehr inniges Verhältnis zueinander, er war nach dem Tod meines Mannes derjenige, der sich am aller intensivsten um mich kümmerte....wir hatten uns über alles ausgesprochen...er hatte mir damals gestanden, dass seine Loyalität immer mehr bei seinem Vater als bei mir war ...und ich fand das ok, weil ich es dann verstanden habe.
    Das hat mir auch sehr geholfen, seinen Tod zu überwinden, denn er starb 3 Jahre nach meinem Mann.

    Entschuldige, dass ich jetzt soviel von mir geschrieben habe, aber ich wollte Dir ein wenig Mut machen, diese schwierige Zeit zu überstehen.
    Alles Liebe Euch
    Sandy
     
  4. ELLA

    ELLA Well-Known Member

    Hallo ihr beiden!

    Danke für Eure Antworten und lieben Worte!

    Es ist mir absolut bewusst,
    das es viele Veränderungen sind und waren.
    Und ich bewundere auch ihre Entschlossenheit, genau DIESEN... IHREN Weg zu gehen!
    Auch wenn viele Dinge in ihren Überlegungen " noch nicht " ausgereift sind,
    hat sie doch Ziele!
    Und ich wünsche ihr von ganzem , ganzem Herzen, das sie ihr Leben so leben kann!
    Und da ist es ganz gleich WO sie lebt....

    Sie muss halt aber auch erfahren,
    das das Leben eben kein Ponyhof ist und die Realität nicht nur aus Rosinen heraus picken besteht....
    und genau da eckt sie immer wieder an!

    HIER war halt Alltag,
    mit Schule, Freizeit, Regeln und Verpflichtungen....
    aber auch mit Konsequenzen und festen Strukturen.....

    Diesen Alltag hatte sie dort zu den Besuchszeiten nicht, oder halt eher nur gering....
    und da ist es natürlich leicht sich zu entscheiden ;)

    Es gibt halt schon einige Dinge,
    wo sie nun versucht, sich zu erhalten... unsere Urlaube zb.... oder das Taschengeld.....

    Das sie dann dort erste Geige spielen wird,
    denke ich eher nicht....
    denn auch der Papa ist wieder verheiratet und auch dort leben zwei Burschen im gleichen alter wie sie und der Löwe....
    Aber sie werden sich schon einspielen ;)

    Auf einige Dinge mag ich nicht eingehen Sandy... zumindest nicht öffentlich.
    Denn es ist nicht meine Art, jemanden durch den Kakao zu ziehen etc....

    Es gibt sicher Dinge, die man in Zukunft anders regeln muss!
    Denn gerade solch wichtige Entscheidungen gehören nicht am Tisch ausgesprochen, wo das Kind daneben sitzt und die zweite Bezugsperson fehlt ....

    Und wenn das Kind dann " aufschnappt " das sie eh früher zu ihm kann, wenn es ihr ja bei uns so schlecht geht,
    dann brauche ich mich nicht wundern, wenn sie dann für sich entscheidet und sich hier entsprechend benimmt....

    Und so handel ich halt zum Wohle des Kindes,
    war heute schon an der Schule, habe die Ämter informiert etc....
    damit alles so schnell wie möglich passieren kann ( Wunsch des Vaters .... )
    Deswegen war auch der erste Gang, im Anschluss der Rechtssprechung vom Jugendamt DIREKT die Rechnungsstelle für den Unterhalt....

    Ich denke, es nimmt halt alles seinen Lauf....
    viele Dinge kann man nicht planen, sondern man muss sich fügen.
    So schwer es auch ist.....

    Und um meine Hand kann sie sich immer sicher sein!
    So wie damals,
    als sie die ersten Schritte gemacht hatte...
    da spielte Entfernung auch keine Rolle...
    denn entweder man konnte noch früh genug " zugreifen " damit der Fall nicht zu schmerzvoll war,
    oder aber aufhelfen und sie tröstend in den Arm nehmen....
     
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  5. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Liebe Ella,

    deinen letzten Absatz hätte meine Mutter sich mal hinter die Ohren schreiben sollen - oder von mir aus auch hinter den Spiegel...:cool:

    Leider hat sie ihr 'Muttersein' ganz anders interpretiert:(.
     
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  6. Spätzin

    Spätzin Well-Known Member

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    ... war bei uns genau so ... und dabei war meine Mutter bei den Zeugen Jehovas :cautious:
     
  7. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Ella!

    Das ist eine Situation, vor der ich, als meine Kids noch kleiner waren, immer die totale Panik gehabt hatte - ich fühle mit Dir und stelle mir das irre schwer vor.:(

    In diesem Alter ist alles drin und auch wenn man vom Kopf her weiß, dass es zum Abnabeln und Erwachsenwerden dazugehört, dass sich die Kinder gegen die Eltern (oder einen Elternteil) stellen, es tut weh.

    Ich denke, Du machst das Bestmöglichste - Du lässt sie gehen, signalisierst ihr gleichzeitig, dass Du immer für sie da sein wirst und das ist die wichtigste Botschaft, die Du ihr mitgeben kannst.

    Ich halte Dir, nein, Euch die Daumen, dass Ihr diese Situation gut schafft!

    Alles Liebe,
    Reinfriede
     
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  8. ELLA

    ELLA Well-Known Member

    Hallo ihr lieben....

    Danke für die lieben Worte Reinfriede!

    Gestern war es so weit.
    Seit dem ist diese leere da... dieser Schmerz....

    Es tut einfach nur weh!

    Sie fehlt mir jetzt schon so sehr, es zerreißt mich innerlich...
    Da kann man sich noch so oft sagen, das sie es so wollte, das man sie ja nicht " verloren " hat... und nur zu ihrem ! Wohl " gehandelt hat, aus Liebe....

    Dieses Gefühl ist unerträglich
     
  9. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Ella, meine Liebe... ich umarme dich.
     
  10. SANDY

    SANDY Well-Known Member

    Hallo Ella,

    Abschiede tun verdammt weh, und bei einem Kind ganz besonders.
    Ich kann mir vorstellen, dass auch bei ihr - wenn mal der "Alltag" eingekehrt ist, auch nicht alles so easy sein wird.
    Seid Ihr weit voneinander entfernt?
    Vielleicht könnt Ihr öfter mal skypen (so sie das will ;)), das überbrückt die Entfernung ein wenig.

    Ich hoffe, dass Dich die Situation nicht zu tief runterzieht, v.a. dass Du gesund bleibst und Dich Joshi ab und zu ein wenig aufheitern kann.
     
  11. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    Och Ella,
    lass dich auch mal von mir drücken. *Abersowasvonfest* DRÜCK DRÜCK DRÜCK
    Reinfriedes Post hätte meines sein können.
    Ich fühle mit dir.
    Hortensie
     
  12. Spätzin

    Spätzin Well-Known Member

    Ich umarme Dich gaaaaaaaaaaaaaaaanz fest!

    Du hast richtig gehandelt zum Wohle Deiner Tochter, auch wenn es zur Zeit ziemlich weh tut.

    Wie Sandy schreibt ... alles wird nach der Eingewöhnungsphase auch nicht sooooo easy sein wie sich Deine Tochter dies vorgestellt hat.

    Für Dich alles Liebe
     
  13. Bubble

    Bubble Well-Known Member

    Leider konnte ich mich in letzter nicht so gut ausdrücken, wie ich es gerne gewollt hätte ...

    Deswegen fühl dich bitte einfach mal gedrückt!

    Lieben Gruß
    Sebastian
     
  14. pisces

    pisces Well-Known Member

    Liebe Ella,

    ich bewundere Dich und Deine Haltung sehr, auch, wenn Dir das jetzt wahrscheinlich nicht viel hilft. Wer weiss, wozu es gut ist, in jedem Falle kann sie sich freuen, dass sie eine Mutter wie Dich hat, und hoffentlich weiß sie das irgndwann zu schätzen.

    Liebe Grüße!
    P.
     
  15. cloudlight

    cloudlight Well-Known Member

    Oh meine Suesse, ich drueck Dich ganz feste! Der Horror!

    Gleichzeitig muss ich natuerlich auch sagen, herzlichen Glueckwunsch, dass Du das so gemeistert hast. Sie wird mit Sicherheit spaeter sehr dankbar sein, dass sie eine so tolle und starke Mama hat!

    (((UMARM)))
    cloudlight
     

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