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Wenn der "Tod" an der Tür klopft

Dieses Thema im Forum "Lebenskrisen" wurde erstellt von Alia, 12 April 2005.

  1. Alia

    Alia Well-Known Member

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    Ihr Lieben hier im Forum

    gerade las ich über diesen Thread die Worte: Wenn man in einer Situation ist..... und sich öffnen,- äußern will.
    So war dieser Thread beschrieben.
    Und sogleich möchte ich hier posten, denn......
    Als ich heute nach Hause kam, wusste ich noch nicht um das "Warum". Ich sollte es um 18:42 Uhr erfahren. Was? Der Tod hatte mal wieder jemanden zu sich geholt. Plötzlich. Ohne jede Vorwarnung. Ohne Anzeichen, die sich ankündigten. Ohne das der Betroffene zuvor lange Krankheiten hatte.
    Plötzlich aus dem Leben gerissen und zurück bleiben die nahen Verwandten und Anverwandten.
    Darunter eine meiner besten Freundinnen, die ich schon aus de Schulzeit kenne.
    Und dabei habe ich heute morgen noch mit ihr getextet. Aber kein Wort davon, das ihr Vater verstorben ist.
    Ich hörte es von einer anderen Freundin. Sie rief mich heute an. Geschockt überlegte ich meine weiteren Schritte. Aber schon nach kurzer Zeit stand für mich fest: Ich werde meine Freundin auf "diesem Stück Weg begleiten", den sie nun vor sich hat.
    Ich weiß selber, wie Wertvoll es ist, sich auf Freunde besinnen zu können, die für einen in einer "solchen Stunde" da sind. Ich kann mir denken, das ihr nun nicht nach telefonieren ist. Ich verstehe es. Aber es ist gut zu wissen, das jemand da ist, wenn man vor solch einem Tag steht und am Grab weilt, um einen lieben Menschen das Letzte Geleit zu geben. Darum werde ich DA sein,- ihr beistehen, damit sie nicht verzweifeln muss.
    Nach einer solch langen Freundschaft ist es fast Pflicht. Und dennoch tue ich es aus freien Stücken.

    Es ist etwas anderes, wenn man plötzlich unerwartet jemanden "verliert", als wenn man ihm auf "seinem langen Weg des Sterbens begleitet". Der "Schock" sitzt tiefer. Bei dem "anderen" Beispiel ist man gefasster.
    Und trotz allem...... beides reißt tiefe Wunden,- hinterlässt eine "Lücke",- die wir alleine nicht "stopfen" können.
    Was bleibt, ist die Erinnerung. Sie ist "UNVERGÄNGLICH".

    Seltsam. Gerade gestern Abend gedachte ich meines vor 5 1/2 Jahren verstorbenen Vaters. Ich suchte ihn. Ich wurde "geführt" durch die unendlichen Weiten des Weltalls,- bis hin zu einem Planeten, den in der Serie Stargate besser nicht geben könnte. Auf diesem Planeten gab es so etas wie "Bergbau". Und ich fuhr hinab in die tiefen Gruben, in denen jenes "Schwarze Gold" in Unmengen vorhanden war. Und da sah ich meinen Vater. Schwarz von dem schwarzen Staub sah er mich an und er sagte: DIES ist mein "ERBE" an dich. So wie ich förderst Du das DUNKLE zu Tage. Das ist das, was ich Dir mit auf Deinem Lebensweg gab. Mein Blut,- meine Gene,- mein Erbe an Dich.
    Und als ich zurück war von meiner "Reise"(gedanklich), da wusste und erkannte ich die Wahrhaftigkeit dieser Worte. Ja. Und ich war Stolz darauf, das ich dies von meinem Vater geerbt hatte. Nun weiß ich: Er lebt in meinen Gedanken weiter. IMMER.

    Ich hoffe mit diesen Worten andere Menschen da draußen in der Welt Hoffnung und Trost zu geben. Mögen alle in solch schweren Stunden Freunde und Verwandte um sich haben, die ihnen beistehen.

    SAI RAM - Seit gesegnet
    ALIA
     
  2. Kulkulcan

    Kulkulcan Well-Known Member

    liebe alia..

    Das was du da schreibst fand ich echt toll...
    so geht es mir mit meiner verstorbenen oma..so ähnlich und eigentlich genauso ..ich kenne diese situation und das was dein vater dort in dieser reise zu dir gesagt hat ist der hammer...ich bin ganz baff..*lach nein im ernst es ist schön das auch andere menschen die gleiche erfahrung machen..das scheint mir auch der lebensweg zu sein zu erkennen was an "dunkelem"(unbewussten) da ist und es an die oberfläche "Tag" zu bringen...es ist toll was er dir geerbt hat..
    Möcht dir danken das du das mit uns teilst..

    Ganz lieben gruss
    namaste
    sabrina
     
  3. Alia

    Alia Well-Known Member

    Namaste

    liebe Sabrina, namaste

    Danke für deine zusprechenden Worte. Ja. Schön ist es, das andere so gelagerte Menschen gibt, die ähnliches empfinden,- fühlen,- spüren.

    NAMASKARAMS
    ALIA
     
  4. Alia

    Alia Well-Known Member

    Unscheinbar

    trat ich in die Kirche. Schwarz gekleidet beim Gottesdienst dabei. Wie alle anderen lauschte ich den Worten und ging..... als es Zeit war. Nur einer schien mich erkannt zu haben.- Aber......
    Und als meine Freundin dann vor die Tür trat und uns sah, da konnte sie nicht anders, als zu weinen und sie sagte schluchzend: "Ich konnte nicht....... Ich konnte "das" nicht te´xten," und ich verstand es auch so. Denn: Ich hatte in ihr HK gesehen und wusste bereits, das sie ihre Freunde an ihrer Seite brauchte.
    Sie war dennoch glücklich darüber, das wir gekommen waren,- soo glücklich.

    Sai Ram
    Alia
     
  5. Bernhard

    Bernhard Active Member

    Liebe Trauernde

    Einen lieben Menschen zu verlieren ist ein grosser Schmerz.

    Trostworte von Menschen helfen oft nicht weiter. Der schwergeprüfte Hiob sagte zu seinen Freunden: «Ihr alle habt nur schwachen Trost zu bieten». (Hiob 16, 2)

    Allein Gott kann uns durch sein Wort richtig trösten. Wir können mit ihm über den Schmerz reden. Er versteht und kennt unser Leiden. In Jesus ist Gott Mensch geworden und hat selber Schmerz und Trauer erfahren. Darum ist er nicht weit weg von unserem Leiden.

    Trotzdem finden wir auf die Frage: «Warum?» vielleicht keine Antwort. Wenn uns Gott vor dem Leid ein Fremder war, neigen wir dazu, ihn zu verurteilen. Wenn wir ihn aber als persönlichen Gott kennen, können wir trotz dem Leid auf ihn zählen.

    Gott liebt uns, auch wenn wir sein Tun nicht begreifen. Er sagt durch den Propheten Jesaja im Kapitel 55 Vers 9: «Denn wie der Himmel die Erde überragt, so sind auch meine Wege viel höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.»

    Wir dürfen dem Schmerz und der Trauer Raum geben. Gelebte Trauer bringt uns weiter. Verdrängen hilft nichts. Auch Jesus weinte, als sein Freund Lazarus starb (Johannes 11, 35).

    Unsere Gedanken dürfen aber nicht an der Vergangenheit haften bleiben. Loslassen gehört zu unserem Leben.

    Loslassen bedeutet nicht, alles, was man mit der Person erlebt hat, zu vergessen. Es bedeutet, wieder für einen neuen Lebensabschnitt offen zu werden.

    Ich möchte alle ermutigen, im Wort Gottes zu lesen und von Jesus selbst Hilfe zu erwarten, der gesagt hat: «Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Frieden geben. Nehmt meine Herrschaft an und lebt darin! Lernt von mir! Ich komme nicht mit Gewalt und Überheblichkeit. Bei mir findet ihr, was euerm Leben Sinn und Ruhe gibt. Ich meine es gut mit euch und bürde euch keine unerträgliche Last auf.» Matthäus 11,28-29

    Sich bei Gott geborgen wissen, ist eine entscheidende Hilfe bei der Verarbeitung der Trauer.

    Ich wünsche allen Trauernden Gottes tiefen Trost und seinen reichen Segen.
     
  6. Nandi

    Nandi Member

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    Ja, ich auch....
    In der Stille unserer Seele alles Gedruckte, Gehörte, Gelernte und Erdachte liebevoll beiseite zu schieben und Gott direkt zu "Worte" kommen zu lassen...

    "
    Lieben Gruß,
    Nandi
     
  7. Nandi

    Nandi Member

    Bernhard??

    Schuf Gott uns als Untertanen oder als wunderbare, freie, selbstbestimmte Seelen?

    Und das steht da nicht !!!! :daisy:

    Gruß von Nandi
    [ die ziemlich bibelfest ist ] :kiss4:
     
  8. ja ... wenn ER an eure oder an die türe eurer umgebung klopft, erst dann wird euch bewusst wie kleinlich ihr doch seid

    manch einer dachte schon: meine güte was habe ich armseelig gelebt, nun ist es zu spät

    so denn ... macht weiter in eurer lebensenge und eurer kleinheit
     

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