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Angst nicht genug geliebt zu werden!

Dieses Thema im Forum "Liebe und Partnerschaft" wurde erstellt von Kathy2601, 10 Oktober 2008.

  1. Kathy2601

    Kathy2601 New Member

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    Hallo,

    ich komme in meinem Leben immer wieder an den Punkt an dem sich bei mir Verlustängste, Angst vor Liebesentzug, fehlendes Selbstwertgefühl, Angst vor Einsamkeit und Ausgrenzung breit machen. Natürlich haben sich diese Dinge vor allem in meinen bisherigen Beziehungen wiedergespiegelt. Ich denke dass das ganze auf meine etwas schwierige Beziehung zu meinem Vater und die Familiensituation im meiner Jugend zurückzuführen ist.

    In den letzten 4-6 Jahren bekam ich die unterschiedlichsten Allergien, Wasser in den Beinen, allergisches Astma u.ä. Natürlich wurden diese Dinge bereits ärztlich abgeklärt, dennoch gibt es keinen Grund für das auftreten dieser vielen Sympthome in den letzten paar Jahren.

    nun möchte ich diesen psychischen Ballast endlich abwerfen, weil ich denke, dass auch meine gesundheitlichen Probleme damit zusammenhängen könnten.

    Da es leider scho sooo viele Formen der alternativen Heilmethoden und Behandlungen gibt, weiß ich überhaupt nicht wohin ich mich wenden soll. Könnt ihr mir hier mir vielleicht sagen, welche Form für mich hier die beste wäre?

    Danke,
    lg :confused:
     
  2. Elladana

    Elladana Well-Known Member

    AW: Angst nicht genug geliebt zu werden!

    Hallo!

    Also bei mir war es so, dass das alleine Sein für mich immer ein Problem war. Ich habe mich auch - nur um nicht alleine zu sein - auf Partner eingelassen, die nicht zu mir gepasst haben. Ich hatte auch immer das Gefühl dass mich keiner liebt ... war da jemand, habe ich geglaubt "nun werde ich geliebt". Ich habe also geliebt werden und da ist jemand miteinander verwechselt.

    Sich auf das Thema einzulassen ... tja .... da gibt es schon Unterstützung ... Therapien gibt es - geh zu einer/einem Therpeutin, Reiki unterstützt auch ...
    Aber ... brauchst Du wirklich eine Hilfe?

    Denn all das ist nur Unterstützung. Was mir wirklich und letztlich geholfen hat ist, sich diesem Thema zu stellen. Ich bin heute ein Mensch der alleine leben kann und alleine zurecht kommt - damit habe ich eine gute Voraussetzung geschaffen auch in einer Partnerschaft ein eigenständiger Mensch zu bleiben und mir einen eventuellen Partner "anders" auszuwählen als früher.

    Ich weiß nicht ob das nun verständlich ist was ich damit meine.

    LG Elladana
     
    jaspy gefällt das.
  3. bettymas

    bettymas Active Member

    AW: Angst nicht genug geliebt zu werden!

    hallo kathy,

    ich kann gut verstehn, dass du den ganzen "psychischen ballast" abwerfen möchtest, aber keine heilmethode kann dir den (oft recht schwierigen) weg ersparen, dass du dich zuerst mit dem thema, deinen ängsten intensiv auseinandersetzt- so wie elladana geschrieben hat- da führt kein weg vorbei. sonst wird wieder nur zugekleistert, ein kosmetisches pflasterl drüber gegeben- das kann zwar kurzfristig erleichterung bringen, ändert aber nichts am hauptproblem. i
    ch kann dir auch nur raten, eine therapie zu machen, um die probleme zu bearbeiten. die therapeutin kann dir dabei helfen, die dinge zu sehen, wo man vielleicht selbst "betriebsblind" ist und zusammenhänge herstellen, die man selbst nicht richtig erkennt. sie gibt hilfestellung bei der bearbeitung und ist sozusagen die "reisebegleiterin" die dich unterstütz und versteht.
    gehen musst du natürlich selbst, aber ich denk, dass du die besten voraussetzungen mitbringst, da du ja den problemen auf den grund gehen möchtest.
    viel glück auf deinem weg
    bettymas
     
  4. Katze1

    Katze1 Well-Known Member

    AW: Angst nicht genug geliebt zu werden!

    Hallo,

    wenn man die Ursache kennt, ist die Angst weg. Und da braucht man sich nicht der Angst hingeben sondern kann sie ohne nochmals leiden zu müssen aufarbeiten.

    Die Ursache muss gefunden werden :)
    Wenn man schon so lange sucht, dann scheint sie in der Zeit vor dem Sprechen zu liegen.

    Famile ausfragen, was du in der Zeit erlebt hast, was andere erlebt haben, was alles passiert ist.
     
  5. Laura 272

    Laura 272 Well-Known Member

    AW: Angst nicht genug geliebt zu werden!

    Es ist fast unmöglich gravierende Defizite aus der Kindheit als Erwachsener aufzuarbeiten.

    Eigentlich sehnt man sich nach bedingungsloser Liebe, die man nie bekommen hat und aus dieser Sehn"sucht" heraus läßt man sich dann oft auf Männer ein, die gar nicht lieben können, sondern ebenfalls ein Nähe -Distanz Problem haben.

    Um nicht mehr verletzt zu werden kann man natürlich alleine bleiben, daß wäre der andere krasse Weg.

    Ich würde dir wünschen einen sehr kompetenten Therapeuten zu finden, der dir hilft den Weg zu dir zu finden.

    LG Laura
     
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    AW: Angst nicht genug geliebt zu werden!

    Hallo Laura.

    Du hast schon einige gute Antworten hier erhalten und vielleicht kann ich Dir etwas Licht ins Dunkel bringen.

    Es ist nicht unmöglich gravierende Defizite aus der Kindheit in einer Gesprächstherapie oder Hypnosetherapie aufzuarbeiten.
    Das machen die Therapeuten täglich. Vielleicht kann der Therapeut ein Gespräch mit deinen Eltern organisieren und ihnen bewusst machen was
    Dir fehlt. Vielleicht können deine Eltern sich entschuldigen und in den Arm nehmen und Du kannst ihnen verzeihen.

    Gleiches zieht Gleiches an.
    Du hast sie schon richtig erkannt, diese Sehn – SUCHT.
    Du sehnst und suchst nach einem lieben Menschen, Partner der Dir
    Liebe gibt die Du als Kind nie bekommen hast. Hier beißt sich die Katze
    im Schwanz. Du willst was bekommen was Du selber nicht hast und geben kannst. Dadurch ziehst Du ständig das Gleiche – Männer die auch auf der Suche sind an und kommst in den Teufelkreis der Abhängigkeit.
    Vielleicht bekamen deine Eltern auch keine Liebe und konnten Dir nicht geben was ihnen selber fehlt. Ich sehe hier, das Märchen von Eisenofen, der Gebr. Grimm. Alle diese verdeckten Fragen könntest Du in einer Therapie aufdecken und Dir bewusst machen. Mein Rat. Fange an Selbstliebe aufzubauen.
    Wie steht es geschrieben. „Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst“.

    Viel Glück wünscht pietro
     
  7. regina24455

    regina24455 Guest

    AW: Angst nicht genug geliebt zu werden!

    Hallo!

    Mir geht es ähnlich wie dir!
    Immer mehr gesundheitliche Probleme und Macken wo ich mich immer wieder frage ob mich mein Partner überhaupt noch lieben kann?!

    Hoffe auch immer dass er mich noch liebt, wobei er auch öfter eine bestätigung braucht und sich das selbe fragt. Er hat Neurodermitis und fragt mich immer ob ich das nicht abstoßend finde wenn er auf den Handrücken so einen roten Ausschlag hat. Ob ich ihn trotzdem noch liebe.

    Wichtig ist über alles zu reden, sich auszusprechen.

    Derzeit habe ich das gleiche Problem das mir die Ärzte nicht wirklich weiterhelfen konnten und ich nicht weiß wovon die vielen Bescherden kommen.
    Was mir ganz gut geholfen hat war mit Zadorra zu sprechen siehe Thema "Was will euch Eure Krankheit sagen...".

    Alles Gute!
     
  8. jaspy

    jaspy New Member

    Hallo,
    auf der suche im Internet nach dem "Problem"
    Angst nicht genug geliebt zu werden!


    bin ich hier angekommen. Der Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber für mich persönlich aktuel!
    Ich möchte euch erzählen wie ich empfinde und vieleicht, gibt mir jemand einen Tipp ...

    Ich habe vor 5 Jahren mein Problem bemerkt - dass ich angst hatte zur arbeit zu gehen, weil ich dachte niemand mag mich.
    Als es immer schlimmer wurde, hat mich meine schwester zu einer Therapie gebracht, wo ich verstanden habe woher ich diese ängste habe.
    Meine Mutter musste mich im Mutterleib während der Schwangerschaft verheimlichen. Und auch nach der Geburt konnte sie mir bis heute nicht 1 x sagen "Ich liebe dich" ich habe dich gern" oder einfach nur in den Arm nehmen (selbst beim lesen dieser zeilen-könnte ich weinen) . Sie ist schon älter und hat als Kriegskind sehr viel leid erfahren müssen.

    Und ich verstehe, dass sie einfach nichts mehr an Liebe zeigen konnte.

    Nun ging es mir nach der Therapie bis heute gut. Aber jetzt seit ein paar wochen, kommen in mir ängste auf, die mich alle 2 Tage dazu zwingen: meine Frau ständig zu fragen "ob sie mich noch Liebt" - wirklich?..ausserdem habe ich 0 vertrauen, in meine mitmenschen...und bin extrem sauer, wenn meine Frau bei unseren neuen nachbarn sekt trinkt...oder mich nicht richtig begrüsst. Andererseits freue ich mich über jede noch so kleine aufmerksamkeit..wie verrückt (innerlich)--Ich habe täglich angst sie zu verlieren..und erzwinge durch saublödes verhalten..das sie mir bloss sagt: "Ich liebe dich"

    Ich habe meiner Frau auch seit ein paar Tagen von meinem Problem erzählt..ich hoffe das war richtig, ihr das offen zu sagen..

    Meine damalige Beraterin, hat mich versucht dahin zu bringen, meiner Mutter "Ich liebe dich" zu sagen oder nach ihrer Liebe mir gegenüber zu fragen. Oder ob sie mich abtreiben wollte oder mein vater? Weil dies auch im raum stand..damals....
    Ich habe es, bis heute nicht geschafft. Und solange, dies nicht passiert, meint sie, würde die gefahr gross sein, das mich die angstgefühle wieder einholen...

    Hat hier jemand vielleicht ein ähnliches Problem? Und hätte einen rat für mich? Sollte ich eine neue Beratung anfangen? Oder den weg zu ende gehen, und mich meiner angst stellen?
     
  9. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Lieber Jaspy!

    Du fragst, ob jemand ein ähnliches Problem hat?

    Jein. Ich habe den gleichen Kindheitshintergrund wie Du, meine Mutter wollte kein Kind (inwieweit sie versucht hatte, mich abzutreiben, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, das liegt im Bereich der Spekulation), aber sie verschwieg die Schwangerschaft. Sogar im 7. Monat, als Verwandte auf Besuch kamen, lag sie im Bett und sagte, sie hätte Migräne, damit man den Bauch nicht sieht. Bei meiner Geburt hatte sie (lt. Angabe von Verwandten, die sie besuchten) nur geweint, weil "wenn schon unbedingt noch ein Kind, dann WENIGSTENS ein Junge.." - alles an mir war falsch, meine Existenz und mein Geschlecht obendrein.

    Und sie verhielt sich in meiner Kindheit ähnlich Deiner.

    Ich hatte als Kind bzw. als Jugendliche auch das Problem, dass ich Angst hatte, nicht geliebt zu werden, nicht akzeptiert zu werden, allerdings bin ich eine Frau und extrem konservativ erzogen worden (also dienend, alles akzeptierend, unterwürfig zu sein), deshalb äußerte sich bei mir dieses Problem auch sicher anders als bei Dir als Mann.

    Was mir aus der Situation geholfen hat, waren 2 Dinge.

    Erstens die Erkenntnis, dass ich völlig austauschbar war. Kinder beziehen ja alles auf sich, geben sich selbst die Schuld an allem, weil sie eine Art magisches Denken besitzen. Irgendwann wusste ich, dass es völlig egal gewesen wäre, wäre ich blond, rothaarig oder schwarzhaarig gewesen, hätte ich Maria oder Heliane oder sonstwie geheissen - JEDER Mensch, der in meine Situation hineingeboren worden wäre, wäre genauso behandelt worden wie ich.

    Es lag an der zugewiesenen Rolle, nicht an MIR als menschliches Wesen.

    Obwohl diese Unbedeutsamkeit meines Ichs auf den ersten Blick schmerzt, befreit sie auch ungemein. Es lag NICHT an mir, genausowenig wie es an DIR selbst gelegen hat. Sondern bloß an der Konstellation, an der Rolle.

    Die zweite Erkenntnis war - und daraus bezog ich plötzlich eine unbändige Kraft - dass ich überlebt hatte. Dass ich erwachsen geworden bin, OBWOHL die Umstände so lebensfeindlich waren, ich habe überlebt. Allem zum Trotz, ich bin stark, ich kann mir ruhigen Gewissens auf die Schulter klopfen - ich bin stärker als so manch andere Kind, das wohlbehütet und geliebt aufgewachsen ist.

    Ich weiss nicht, ob diese Gedanken Dir irgendwie helfen, bei mir machte es "Klick" damals.

    Heute bin ich Mutter von drei Kindern, die schon erwachsen sind und ich habe aus der Situation gelernt. Meine Kinder wuchsen mit viel Zärtlichkeit auf, ich hatte sie mit Liebe regelrecht überschüttet. Ok, ich hatte keine Liebe bekommen, aber ich konnte sie geben. Und irgendetwas heilte dabei in mir mit.

    Inzwischen ist mir auch bewusst, dass meine Mutter mich auf eine gewisse Art und Weise geliebt hatte, nur kam das nicht bei mir an, weil die wichtigsten Signale fehlten. Später, als ich schon über 40 war, machte sie Sachen, die man einfach nur dann tun kann, wenn man jemanden liebt.

    Sie hatte selbst eine mega-traumatische Kindheit, es war eigentlich kein Wunder, dass sie so kühl war. Jeder Mensch hat seine Geschichte und seine Hintergründe, auch das kann man akzeptieren - und es geht einem besser damit, weil man bemerkt, dass es unter Umständen gar nicht persönlich gegen einen gegangen ist, sondern der Mensch es einfach nicht anders konnte.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
    Clara Clayton, jaspy und Lucille gefällt das.
  10. Asirik

    Asirik Well-Known Member

    Lieber Jaspy,

    Dein Thema ist vielen Menschen vertraut und Stoff für eine Therapie, die seit einiger Zeit durch einen Arzt namens Dr. Klinghardt bekannt wurde, der seit Jahren mit der sogen. Psycho-Kinesiologie arbeitet.

    Er lässt den Patienten sich auf einer Liege ausstrecken und beginnt Fragen an den Körper zu stellen. Denn der Körper erinnert sich an alles, was der Mensch entweder vergessen oder nie gewusst hat. Der Körper antwortet mit Ja oder Nein per Muskeltest. Das funktioniert immer, auch wenn der Geist nichts davon weiß.

    So können Traumata aufgelöst werden, die schon im Mutterleib entstanden sind.

    Dr. Klinghardt hat gerade eine neue Klinik in Seattle, USA, eröffnet. Er praktiziert leider nicht mehr in Deutschland. Aber es gibt einige Therapeuten, die seine Methode bei ihm gelernt haben und praktizieren.
    Ich möchte hier keine Reklame für irgendetwas machen, lediglich mitteilen, dass es möglich ist, sich von den uralten negativen Mustern zu befreien.

    Alles Gute,
    lieben Gruß,
    Asirik.
     
    jaspy gefällt das.

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