Arm oder reich ?

Meetic

Member
Immer wieder beschäftigt mich das Thema Geld, Armut und Reichtum.
Wer ist arm? Wer ist reich?
Ich denke, es ist ausschließlich eine Frage das Blickpunktes.
Anna N. Smith hat letzte Woche 64 Millionen Dollar verloren, und kommt sich vielleicht sehr arm vor. Die Tatsache, dass ihr immer noch 22 bleiben wird sie vielen Augen als "reich" erscheinen lassen.
Ich denke reich ist, wer mit dem zufrieden und glücklich ist, was er hat. Egal, wieviel das ist.
Frei zu sein von Habsucht und Gier und anzunehmen, was ich habe. Das bedeutet für mich wahren Reichtum.
Ich kenne das Leben mit all erdenklichem Luxus und viel mehr Geld als nötig.
Jetzt ist es mitunter eher eng und von Luxus keine Spur..............aber jetzt bin ich zufrieden und reicher als vorher.
Was meint Ihr dazu?
 
Werbung:

Ritter Omlett

Well-Known Member
wenn du es schaffst vorwiegend glücklich zu leben (100% glücklich geht sicher nicht)
dann bist du reich. Wenn du es nicht schaffst bist du arm.
Den Reichtum lebst du seelisch, wenn du halbwegs glücklich, mit möglichst wenig HassNeidGeld Komplexen leben kannst.

Ich selbst arbeite sehr viel daran um möglichst seelisch glücklich und ausgeglichen leben zu können.

Für mich selber habe ich erfahren, dass Bescheidenheit ein guter Weg ist.
Du hast im Vergleich zu anderen weniger Ansprüche das tut deiner Seele gut.

Sich selber zu akzeptieren, samt Stärken und Schwächen, dennoch arbeiten an sich, sich eigene Ziele stecken, die nicht überfordern, sind ebenfalls gute Wege.

ein bisschen Geld brauchst du natürlich (wohnen, essen,Kleidung, hin und wieder mit Freunden fortgehen können)

Aber leben Sie hinter dem Mond?
aber ja, dort ist es schön!!
da brauch ich nicht soviel Geld und hab mehr Zeit für mich und meine Lieben :zauberer1
 

rincewind

Active Member
Meetic schrieb:
Ich kenne das Leben mit all erdenklichem Luxus und viel mehr Geld als nötig.
Jetzt ist es mitunter eher eng und von Luxus keine Spur..............aber jetzt bin ich zufrieden und reicher als vorher.
Was meint Ihr dazu?


Wenn man "zu viel" hat, verliert sich das Besondere in einer Vielfalt an Angeboten. Simpler ausgedrückt: wenn auf dem Frühstückstisch 25 Wurst- und 16 Käsesorten liegen, kann man das u.U. weniger genießen als 'ne simple Leberwurststulle.

Sich arm fühlen - das bedeutet, man guckt "nach außen", was die anderen so haben. Wenn man davon abläßt und das, was sich gerade bietet, mit allen Sinnen wahrnimmt, gewinnt man dadurch einiges an Lebensqualität.


Allerdings: "arm" bzw. "reich" sind relative Begriffe - ich betrachte JEDEN, der es sich leisten kann, hinter einem PC-Monitor zu sitzen, als reich :)
 

rincewind

Active Member
Calendula schrieb:
wo besteht denn da der Reichtum? Mein PC ist "Müll" den andere kostenlos entsorgt haben. Der Anschluss ins I-Net kostet mich nichts.


Das ist einfach eine Frage der Betrachtungsweise. Für jemanden, dessen Bleibe ein U-Bahn-Schacht ist oder ein zugiger Winkel irgendwo in einer Reisstrohhütte wäre es zweifellos Luxus, hinter einem Monitor in einem geheizten Raum sitzen zu können und mit wildfremden Leuten Gedanken austauschen zu können.

LG, rince :zauberer1
 

Allegra83

Active Member
@arm - reich?

Es liegt - wie fast alles - im Auge des Betrachters würde ich sagen.
Die Leute, die in arme Verhältnisse geboren sind, wollen reich sein, die die in reiche Verhältnisse geboren sind, wollen "normal" sein.

Ich für meinen Teil habe sehr reiche Eltern. mein Dad ist Direktor eines Kraftwerkes, meine Mum ist im Stadtrat und gibt das Geld meines Dads aus. Ich bin so aufgewachsen, dass Geld keine Rolle spielt. Ich hab immer bekommen, was ich wollte. Alles, was mein Kinderherz begehrte. Nur die Zeit meiner Eltern nicht. Ich musste nette Kleidchen anziehen, das Püppchen für ein versnobtes Volk spielen, Vorzeigetochter sein. Übers Wochenende nach London fliegen, um einzukaufen. Klingt nett, aber ich war acht Jahre alt. Ich hatte andere Dinge im Sinn.
Als ich sechs Jahre alt war zogen wir nach Montpellier, ich hatte keine Freunde, denn ich konnte kein Französisch. Als ich es konnte, zogen wir zurück nach Österreich. Dann zogen wir nach malta. Als ich mich eingelebt hatte, zogen wir zurück nach Österreich.
Ich sollte Matura machen, ich sollte studieren, ich sollte einen akademischen Grad erwerben, ich sollte ich sollte ich sollte. Was tat ich?
Ich hab rebelliert. Ich wollte NORMAL sein. Nicht arm, gebe ich zu, aber durchschnittlich. Ich zog mit 17 aus, hatte neben der Schule Nebenjobs, ich hab kein Geld von meinen Eltern mehr angenommen. Ich ging auf die Sozialakademie. Ich wurde Sozialarbeiterin. Nun kümmere ich mich um die Ärmsten der Ärmsten.

Ich wünsche niemandem so eine Kindheit, wie ich sie hatte, also wünscht euch lieber nicht, das Kind reicher Eltern zu sein!

Ich hoffe, ich hab euch mit meiner Lebensgeschichte nicht gelangweilt!
*gg*
LG Allegra :kiss3:
 

Allegra83

Active Member
@Toffifee

Aber nein. Respekt gebührt meinen Eltern. Sie haben mich zu dem erzogen, was heute bin.

Im Übrigen verstehe ich mich blendend mit ihnen seit ich nicht mehr zu Hause wohne und das sind jetzt schon ein paar Jährchen. Sie akzeptieren mich so wie ich bin und lieben mich - und ich sie.

Und das ist gut so.

Küsschen Toffifee :kiss3:
Allegra
 
Werbung:

Calendula

Well-Known Member
rincewind schrieb:
, hinter einem Monitor in einem geheizten Raum sitzen zu können und mit wildfremden Leuten Gedanken austauschen zu können.

LG, rince :zauberer1
vom geheizten Raum hab ich aber nix gesagt. Mußte eh schon feststellen dass ein PC bei 5 Grad schlapp macht.
 
Oben