.... das Leben an mir vorbei???

nachtrag: ich würde jedoch ohne kinder viel früher und auf-der-stelle auseinandergehen, würde mir sowas nochmal passieren, was mir passiert ist. das ist jetzt ganz sicher. und ich würde diesen mann dann nie wieder sehen. so wie ich meinen ersten lebensgefährten nie wieder sah und auch niemals vermisste. meine gutheit ist mit diesem mann, mit dem ich 17 jahre zusammen war, einfach verbraucht.

abendsonne
 
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moin,
starker tobak abendsonne. aber das ist normal - es gibt auf und ab´s. ich denke immer noch zum wohle euerer kinder habt ihr das einzig richtige getan. das problem ist euer egoismus, der sich natürlich nicht sofort abstellen lässt. ihr seid doch schon viel eher nicht auf die kinder eingegangen. nicht erst um die trennung herum. es ist auch normal, dass alle daran zu knacken haben. Es werden Zeiten kommen, da sagst du: "Es war das einzig Richtige was ich machen konnte!" Dann kommen wieder Zeiten, wo du am liebsten um Verzeihung bittest. Und wieder und wieder.....am Anfang kommen diese Wechsel oft, aber sie werden immer weniger. Und irgendwann wirst du sagen: "Es war die Richtige Entscheidung!"
Mein Ex und einige meiner Schwägerinnen, sind bis heute noch nicht darüber weg und meinen mir noch blöde Sprüche reinhauen zu müssen. Anfangs habe ich noch geheult und bin nirgends hingegangen. Heute stehe ich drüber und sage mir: "Sie haben ein massives Problem. Sie sollen mich damit zufrieden lassen. Ich habe jetzt ein schönes Leben und sehe, dass es auch anders gehen kann. Das es einen Mann gibt, der aufmerksam ist. Der sich um die Kinder kümmert. Sich um mein Wohlbefinden kümmert. Auch mal kocht...." Das hatte ich alles vorher nicht! Und das Schlimme war, ich dachte das wäre normal.
Ich habe mein ganzes persönliches Umfeld nach der Trennung verloren - alle. Ich hatte noch 3 echte Freunde von früher und meine Familie, die mich unterstützt haben. Aber alle anderen (und das waren sehr viele) meinten sich auf eine Seite schlagen zu müssen, nicht mehr mit mir reden... etc. Ich bin an einen ganz anderen Ort gezogen, also haben wir auch das schulische Umfeld meiner Kinder verlassen! Und das alles ach so toll ist, hat glaube ich von uns keine gesagt.
Wenn du nicht bereit bist etwas zu ändern, damit es dir und deinen Kindern besser geht, funktioniert es nicht mit Partner und auch nicht ohne Partner!
Fragen brauchst du nicht zu beantworten, aber was verstehst du unter einem halbwegs vernünftigen Exemplar von Mann? Wichtig ist, dass es passt! Passt es nicht, arbeiten Mann und Frau dran, damit es für alle erträglich wird, oder die beiden Trennen sich. Was nutzt dir ein Mann, der nicht trinkt, der dich nicht schlägt, aber der dich verbal fertig macht, sich nicht um die Kinder kümmert?
Du hast hier gejammert, der Vater hält nicht Termine mit den Kindern ein, vertrinkt und verspielt sein Geld, lernt nicht mit den Kindern, kümmert sich wenig um den Sohn, aber die Tochter wäre sein...Jetzt sprichst du Beziehung Vater-Kind kappen. Es liegt doch an euch, wieviel Umgang die Kinder mit dem Vater haben. Bleibe doch endlich mal bei deinen/euren Problemen und verweise nicht immer auf andere!
...ich schlag mich jetzt nicht mehr mit den "problemen" eines für sich erwachsenen menschen herum, sondern viel schlimmer, ich muss mich jetzt echt mit den dramen der kinder auseinandersetzen,...
Ja, endlich. Endlich musst du dich mal deinen Kindern stellen. Du willst mir doch nicht allen Ernstes erzählen, dass du gedacht hast, sie würden einfach zum "normalen" Alltag übergehen. Hättest du deine Kinder schon mal früher aufgefangen, würde es jetzt nicht so laufen. Aber dieses Lob gebührt nicht nur dir, sondern auch dem Magneten!
Ach Abendsonne, was meinst du, was ich mir so alles anhören musste. Nicht nur von den Kindern, sondern auch von Verwandten und Nachbarn. Ich habe mich kaum rausgetraut. Bis...ja bis die Kinder merkten, das alles ganz anders war...nicht nur einer die Schuld hat (die hatte ich ja - für alle)...der Vater sich auch später nicht kümmerte...und ihnen meine Liebe immer gewiss war - egal, was sie zu mir sagten und wie sie mich behandelten. Auch ich musste lernen, dass ich besser konsequenter gewesen wäre...ich hatte immer Angst, dass mein Ex mir das Jugendamt auf den Hals hetzt und mir die Kinder weg nimmt.... Übrigens eine unberechtigte Angst, wie ich im Nachhinein sagen muss. Ich habe nur gute Erfahrungen mit dem Jugendamt...aber was redet frau sich nicht alles ein. Z. B. alleine bleiben, weil frau ja die Kinder hat. Ich bin echt kein Flirttyp und seh jetzt auch nicht besonders toll aus....aber die Männer standen Schlange...und viele wussten sogar von meinen Kindern...das fand ich schon interessant. Ich habe die erste Zeit alles ausgeschlagen, weil ich gedacht habe, das kann ich den Kindern jetzt nicht auch noch antun - wechselnde Beziehungen. Das machte der Vater schon. Ich hatte den Kindern auch gesagt, kein neuer Mann - nur wir. Doch irgendwann habe ich gedacht (nach Bearbeitung meiner Freundin) die Kinder sind irgendwann aus dem Haus und dann stehe ich alleine da, nur weil ich Rücksicht genommen habe....Nein. Habe mich dann wieder auf einen Mann eingelassen...und den Kindern fiel es auch nicht schwer....als die Beziehung in die Brüche ging, habe ich wieder viel geheult....aber es überlebt....
ja, so ist das mit uns geworden, und könnte ich die zeit zurückdrehen, ich würde es tun und - mit DIESER erfahrung jetzt - sang und klanglos alles akzeptieren, was sich sonst so geboten hat, denn das drama mit den kindern ist durch vieles noch zu überbieten, dennoch drama genug.
Glaube nicht, dass euer persönliches Drama dann so anders wäre - das ist ein Trugschluss!
ich würde das nächste mal jedenfalls warten, bis der angriffspunkt "schule" nicht mehr da ist, man verliert völlig den überblick durch das ganze hin und her, und ich würde erst DANN gehen, wenn die kinder heraußen sind und selbständig sind.
Was würde das besser machen? Du müsstest dich dann mit anderen Problemen rumschlagen.
das ist MEINE erfahrung, und wenn all die anderen frauen hier andere erfahrungen gemacht haben, dann möchte ich sie beglückwünschen. DAS alles mitzumachen,was sich bei uns abspielt, ist alles andere als lustig. von den mann-tirraden "dann verkaufen wir halt das haus" und dann spinnen, wenn ich es in die wege leiten würde, ganz abgesehen. und von den dingen, die mich noch immer täglich in konfrontation lassen.
Abendsonne, deine Erfahrungen sind noch gar keine. Es kommt noch besser und es kommt noch schlimmer! Immer wechselweise. Du müsstest einfach mal wissen, was du wirklich willst! Immer Urlaub mit viel Geld und liebe Kinder, die alles tun was du willst geht halt nicht. Manchmal muss frau sich das auch erarbeiten. Es ist anstrengend. ...und viele möchten sich nicht mehr anstrengen in der heutigen Zeit....
und noch was: die leute???? die vermeintlichen freunde???
Waren das je Freunde, wenn sie jetzt weg sind?????????????????
leider bin ich in begriff, die kinder zu verlieren, wenns so weitergeht.
das ist der schlimmste preis, den man bezahlen muss.
Du verlierst sie nicht deswegen. Du hast schon viel früher damit angefangen.......
wenn die kinder nicht wären, würde ich es aber keine sekunde bereuen, mich getrennt zu haben.
DAS habe ich mir gedacht. Nimm diesen Aspekt doch mal und überlege dir, warum wälzt du alles auf die Kinder ab? Steh zu deiner Entscheidung - sie war richtig. Du brauchst es den Kindern nicht zu erklären - es war deine Entscheidung. Eine Entscheidung, mit der alle Leben müssen...und ihr müsst jetzt versuchen es so gut wie möglich um zu setzen.
sonderbarer weise auch so nicht. weil ich eben hier BIN - und es mir auch gefällt.
weil ich das glück hatte, es nicht besser erwischen zu können.
Dann lebe das auch. Laß dich von deinen Kindern nicht unterkriegen. Du und dein Mann, ihr habt die Kinder so gemacht, wie sie heute sind. Nun must du damit fertig werden. Überdenke mal dein Verhalten den Kindern gegenüber und versuche mal die Dinge aus ihrer Sicht zu sehen. Wie würdest du reagieren als Kind? Was würdest du dir wünschen, was deine Mutter dann macht?
Nimmst du deine Kinder in den Arm? Wie reagierst du, wenn sie dich so beschimpfen?
aber - würde ich noch mal mit DIESEN erfahrungswerten jetzt entscheiden müssen:
nein, nichts mehr mit auseinander-gehen.
Für mich: eine blöde Entscheidung.
Liebe abendsonne, du brauchst nicht zu antworten, du brauchst nur mal darüber nach zu denken.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Liebe für deine Kinder. Verurteile sie bitte nicht. Es sind Kinder.
Hortensie, die mal Eberesche hieß
 
Ach Abendsonne.
Die Trennung, diese hochgepriesene Sache, wie Du sagst. Dass nachher alles ach-so-toll ist.

Ich habe immer schon gesagt, dass eine Trennung an sich der Super-GAU für Kinder ist, ganz egal, wie "gut" die Eltern die daraus folgenden Umstände händeln. Und ganz egal, was der Trennungsgrund war, wirklich ganz egal... es ist für die Kinder dennoch ein Trauma. Das war schon immer meine Überzeugung und bleibt es auch.

Ich habe mehr als oft das Totschlag-Argument entgegen geschleudert bekommen, dass alles besser ist für die Kinder, als in einer dysfunktionalen Familie aufzuwachsen. Recht haben sie, diese so argumentierenden Menschen - dennoch wird der Einwand dem Grundbedürfnis der Kinder nach einem intakten Ort der familiären Geborgenheit in keiner Weise gerecht. Eine Trennung ist per se ein Drama, wenn Kinder beteiligt sind, da gebe ich Dir unumwunden recht, ich habe auch nie etwas anderes gesagt. Die Kinderseele wird verletzt. Dann ist schnell das zweite Totschlag-Argument bei der Hand, denn es gibt natürlich auch die Kinder, die froh gewesen wären, hätten sich die Eltern getrennt. Aber auch das trifft den Kern der Sache nicht. Zumindest nicht so, wie ich das sehe.

Opfer, im wahrsten Sinne des Wortes, sind immer die Kinder. Es ist einfach so. Man erwartet von ihnen, dass sie sich anpassen, dass sie sich arrangieren mit der neuen Situation, und dass sie gefälligst auch noch glücklich dabei zu sein haben, denn es gibt ja jetzt schliesslich zwei Zuhause, zwei Kinderzimmer, zwei Mal Geburtstag und zwei Mal Weihnachten feiern, vielleicht da einen Hund und dort eine Katze. Und die bemühten Eltern konkurieren oftmals darin, wer's schöner hat, wer's besser macht, wer mehr bietet, wer der bessere Elternteil ist. Man will ja schliesslich nur das Beste für die Kinder, man versucht, das eigene Scheitern zu kompensieren. Die Kinder werden ungefragt dazu aufgefordert, sich an Mutters oder Vaters neuer Freiheit zu erfreuen, den Mut zur Trennung zu bewundern, die Sicht der "Schuldfrage" beider Elternteile verständnisvoll zu bejahen. Die Eltern maßen sich oft auch noch an, an die Loyalität ihrer Kinder zu appellieren, ohne sich im geringsten bewusst zu machen, welch seelischen Gewaltakt sie damit ausüben. Ganz zu schweigen von den Machtspielen, die oft ausgeübt werden und dem "Wohle der Kinder" so diametral gegenüberstehen wie Krieg und Frieden. Nicht selten werden die Beziehungen zur erweiterten Familie auf eine harte Probe gestellt, ganze familiäre Konstrukte können wegbrechen, denn schliesslich hat man ja seinen Stolz und weiß gefälligst, zu wem man zu halten hat.

Gestern saß meine Jüngste hier, heulend, weil der Papa beschlossen hat, Heiligabend in seinem Zweitdomizil
(50 km entfernt) zu feiern. Das hatte er schon letzte Weihnacht angekündigt, denn es ging ihm gehörig gegen den Strich, dass die Kinder einen Teil des Abends friedlich bei mir verbrachten. Keine Mutmaßung meinerseits, denn er sagte genau das. Er und seine mir gegenüber außerordentlich gehässige Next ziehen eine tiefe Genugtuung daraus, mir eins auszuwischen. Glauben sie, glaubt er. Denn er, als Vater, übersieht in seiner Egomanie geflissentlich, dass er damit hauptsächlich die Kinder verletzt. Ich werde das nie nie im Leben begreifen.

Die äußeren und inneren Dramen Eurer Kinder, Abendsonne. Schlimm. Es tat mir richtig weh, das zu lesen, und ich erahne auch, wie es Dir damit geht. Was wäre jetzt "richtig", womit könnte man Schadensbegrenzung erreichen ... ich weiß es nicht. Im Sinne der Kinder "kämpfen" bekommt schnell den Beigeschmack des "Zerrens an den Kindern". Einerseits brauchen sie klare Ordnungen, andererseits die Gewissheit, sich nicht "für" oder "gegen" einen von Euch entscheiden zu müssen. Ein annäherndes Gleichgewicht herzustellen wäre nur dann machbar, wenn Ihr als Eltern zusammen (und nicht jeder für sich) eine Lösungen anbieten könntet, die gleichzeitig Halt und Freiheit vermittelt.

Auch wenn Du meinst, Abendsonne, dass Du die Situtation ohne Trennung weiterhin hättest aushalten sollen, aushalten können... ich glaub's nicht so recht. Es wären noch rund weitere 10 Jahre (!) gewesen. Irgandwann stösst man an seine Grenzen, trotz allen guten Willens. Dann ist auch keinem damit gedient.
Mein Mann hat in der letzten Zeit unseres Zusammenlebens die Beziehung zu seiner Freundin (seiner jetzigen Frau) ganz unverblümt gelebt. Er hat neben mir mit ihr telefoniert, er hat sie ständig mit den Kindern zusammengebracht ("damit sie sich gewöhnen"), er hat ihnen beizeiten eingetrichtert, dass "sie" nun auch Teil der Familie sei. Meine Güte, diese Zeit war einfach nur seelische Grausamkeit. Ich komme nur darauf, weil Du, Abendsonne, geschrieben hast "und selbst wenn er Euch betrügt" ... die real gemachte Erfahrung fühlt sich ganz anders an als die geschriebene Hypothese, glaub mir.

Wenn die ursprüngliche Situation derart verfahren ist (und dem geht ein langer Prozess im Vorfeld voraus), dann ist sowohl durch Trennung als auch durch Bleiben ein Schaden an den Kindern nicht mehr zu vermeiden. Es ist die berühmte Wahl zwischen Pest und Cholera.
Die Kinder zu verlieren ist der schlimmste Preis, den man zahlen muss, sagst Du. Ich weiß so genau, wie sich das anfühlt, ich weiß, wie weh das tut. Ich wusste damals intuitiv, dass ich gar keine andere Wahl hatte, als loszulassen, wenn ich die Kinder nicht verlieren wollte. Dieser darauf folgende und permanente Drahtseilakt zwischen scheinbar "angekrochen kommen" (so hatte es eines meiner Kinder damals formuliert), den Kontakt irgendwie trotzdem konstant zu halten (ohne auch nur eine einzige Rückmeldung) und dennoch das Gefühl der "immer offenen Tür" für die Kinder aufrecht zu erhalten ... das ging sehr an meine Substanz und brachte mich seelisch wirklich an meine Grenzen. Und war dennoch getragen von dem inneren Wissen, dass es der einzige Weg war.

Auch die Erfahrung der "Leute", der "Freunde" und der "Familie" habe ich, genau wie Du, machen müssen. Die meisten waren - einfach weg. Sämtliche rationale Erklärungsversuche (Loyalitätskonflikte etc.) sind dennoch in Fassungslosigkeit übergegangen, als ich feststellte, dass ich ziemlich auf mich alleine zurückgeworfen war. Die wenigen, die wirklich bleiben und sich einlassen, sind aber mehr wert als viele, die halbherzig bleiben.

Insgesamt gebe ich Dir völlig recht, dass Trennung oft schöngeredet, als Akt der Selbstverwirklichung und der insgesamt optimierten Lebenssituation dargestellt wird. Ohne Kinder mag das zutreffen. Aber mit Kindern kommt eben eine ganz andere Dimension hinzu, fernab aller rationalen Denkansätze.
Die un-sachliche Ebene macht es so schwierig, geeignete Lösungswege, die mit einem Minimum an seelischen Scherben gepflastert sind, zu finden.

Liebe Grüße,
Lucille
 
Liebe Abendsonne!

Ich denke auch, dass der einzige Weg, die Kinder in ihren Problemen zu unterstützen, in der Erarbeitung einer GEMEINSAMEN Lösung zu finden ist. Und damit meine ich nicht ein gemeinsames Heim, sondern eine Regelung, die ihnen Sicherheit bietet.

Du wurdest hier schon so oft auf das Fehlen dieser Regelung hingewiesen, hast das immer wieder ignoriert.

Kinder leiden unter einer Trennung, aber die absolute Hölle für sie ist, es ausbaden zu müssen, dass die Eltern sie manipulieren. Und Eure verwaschenen Ansätze, wer wann wo ein "Aufenthaltsrecht" (sorry für diese Formulierung, aber Deine und Magnets Beiträge kamen immer so bei mir an) besitzt, ist für die Kids sicher unerträglich.

Wenn Du schreibst, es wäre besser gewesen, nicht auszuziehen, dann versetz Dich einfach gedanklich in die Situation, zurückzuziehen und spiel genau das Leben, das Du vorher hattest, einfach wieder mal durch.

Und dann wirst Du wissen, ob es tatsächlich besser gewesen wäre - oder nicht.

Du machst im Moment genau das, was Du immer getan hast: Du behauptest, dass die Frauen, die das mehr oder weniger erfolgreich durchgestanden haben, Deine Probleme wohl nicht gehabt haben. Bei denen war wahrscheinlich immer alles happy, Kinder die "fuktionierten", die offensichtlich eine Haut wie einen Panzer gehabt haben, Geld en masse vorhanden, Exmänner, die alles getan haben, was man von ihnen wollte und und und...ich weiss nicht, welches Bild Du Dir da zeichnest, nur um in der Opferrolle bleiben zu können.

Du bist MUTTER. Und klar musst Du auf die Probleme Deiner Kinder Rücksicht nehmen und auf sie eingehen, das ist Deine Pflicht. Wenn Magnet und Du die Kinder an die 1. Stelle stellen würdet, dann wäret Ihr schon einen guten Schritt weiter.

Ihr stellt jedoch EURE Bedürfnisse an die 1. Stelle. Das Ergebnis ist sichtbar.

Und mit dem Ausdruck, die Bedürfnisse der Kinder zuerst zu sehen, meine ich NICHT, dass man deshalb auf Biegen und Brechen zusammenbleiben muss. Sondern eben mit dem Blick auf die Kinder eine Lösung erarbeiten muss, in der die Kinder nicht leiden.

Wie sieht Eure Lösung derzeit aus?

Lg
Reinfriede
 
Meine Güte, diese Zeit war einfach nur seelische Grausamkeit. Ich komme nur darauf, weil Du, Abendsonne, geschrieben hast "und selbst wenn er Euch betrügt" ... die real gemachte Erfahrung fühlt sich ganz anders an als die geschriebene Hypothese, glaub mir.
liebe lucille,

es gibt leider nur ein gefällt mir, nicht hundert zu einem beitrag.

ich möchte auch nur EINE aussage machen zu all dem, was geschrieben stand aus den letzten beiträgen.

wenn ich meinte von einem beziehungsmuster, das innerhalb des gleichen wohnraums lebbar bleibt, dann ist das in DIESER hinsicht, dass man es dort schaffen kann (kann!!!), sich abzugrenzen.
wenn mir nämlich innerhalb der beziehung bereits bewusst wird, von welchem charakterlos untriebigen menschen ich umgeben bin, dann muss ich ihm zwar jeden tag gegenübertreten, aber er kann mir nichts mehr an. aus diesen gedanken und vor allem aus diesem empfinden heraus ist mein thread "sich arrangieren in der ehe nicht mehr zeitgemäß??" entstanden. ich hatte dort, in dieser phase, meinen selbstwert so aufgebaut gehabt, dass mich alles, was er tat, nicht mehr erhöhen bzw. erniedrigen konnte.

wenn ihr sagt, ich solle mir vor augen halten, wie es mir gegangen ist während meiner ehe, dann stimmt das schon.
aber das war DANACH. schlecht gelebt hat es sich in jener zeit, in den ich ihn noch sehr möchte, und erst DANN, als ich mir den schritt nach draußen vor augen gehalten hab = die trennung:
mit der aussicht auf eine echt gute entwicklung.
dann hab ich mich ja wieder eingelassen auf die echt negativen aspekte meiner beziehung,

aber vorher ....????? bzw. in der zeit dazwischen?? :
da konnte er mal schon tun und lassen was er wollte, es hat mich nicht mehr tangiert. er hätte mich sogar betrügen können, es wär mir wurscht gewesen. zu DIESER zeit.
zu den kindern war er lieb, das hat mir schon gereicht.

wenn man jemand noch voll gern hat, geht man sicher durch eine fast unübertreffliche hölle, wenn man betrogen wird, noch dazu wenns so abgrundtief charakterlos vor augen passiert.


aber so?? es kann sein, dass du angewidert bist. auch nicht so gut. aber man kann sich selber manipulieren und bewusst FREI machen:
du machst es dir einfach schon in deinem haus, wo du stundenlang geschuftet hast und dein geld reingesteckt hast, lasst dir die morgensonne auf die nase scheinen, füße hoch, flanierst im sommer unter nussbaum, bist froh, wenn er nicht da ist, hast höchstens eine wut, wenn er seine anwesenheit in bezug auf die kinder zu wenig wahr nimmt,

und wenns dir zu einsam wird, fährst einfach raus.

die kinder sind DAHEIM, mama gehts gut, der papa kann ihr nichts mehr an, der papa tut sowieso auch, was er will,
und gut ist es.

es ist nicht unbedingt die lebenserfüllende ART zu leben, aber es ist allemal besser, als wenn du täglich das drama hast. mit so einem autonomen beziehungsempfinden kratzt es dich einfach nciht mehr so, was der andere tut oder unterlässt.

die ganz echten schwierigkeiten im haus haben erst begonnen, als ich mich damit auseinanderzusetzen begann, ob es nicht besser wäre, mich zu trennen. da hab ich nämlich alles knallhart WIRKEN lassen, um die trennung überhaupt zu schaffen.

wenn ich die zeit zurückdrehen würde wollen, dann zu diesem zeitpunkt DAVOR.
jetzt wäre es eh undenkbar, noch mal zusammenzuleben, ich mag ihn nicht mal noch wirklich sehen. und ihm gehts sicher nicht anders.

das ist alles, was ich momentan dazu sagen möchte.

lg abendsonne
 
genau drei monate nach der trennung:

mein mann gibt mir seit ein paar wochen keinen grund mehr, auf ihn wütend zu sein.

ich selber hab jetzt eine zeit, wo alle beziehungen entweder unbedeutend werden oder wo ich sehe, dass ich total auf mich selber zurückgeworfen bin,
das heißt, ein soziales netz ist im grunde nicht vorhanden, vielleicht lauf ich mit einer aufschrift "habe lepra" am rücken herum oder sonst irgendwas, jedenfalls ruft keiner an, sind die leute unzuverlässig, distanzieren sich wortlos, ich bin auf spekualationen angewiesen, ob ich was angestellt hab oder ob die zeit einfach nicht da ist.

mit der tochter und der schule sind wir in einer art resignativer haltung, ich möchte auch nicht drüber reden.

regelung haben wir noch immer keine, es geht momentan sehr ,sehr gut so, wie es ist. der mann nimmt sich der tochter vorwiegend an beim lernen, ich fühl mich zum ersten mal entlastet.

ich hab aber ein bisserl ein problem, noch nicht richtig eingelebt zu sein.
die zeit, wo alles am organisieren war, wo ich tausend sachen zu erledigen, zu suchen, zu montieren hab, ist vorbei. es ist ganz nett geworden, aber das ist auch schon alles

im haus, in dem ich lebe, ist es so still, als wären wir die einzigen, die hier wohnen. ich sehe tagelang keinen menschen.

vielleicht ist es gut so, dass alles sich rück-entwickelt hat, fast gleich auf null, keine einladungen, keine mails, keine anrufe, nix.
ich selber bin auch sowas von weit weg, einladungen aussprechen zu wollen.

es ist irgendwie sonderbar, .... so ..... ruhig. so..... nichts-mehr.
ich genieße es einerseits,anderseits bin ich echt ein wenig einsam.
wenn die kinder da sind, ists gut, aber so ist es sonderbar. anderseits ziehts mich total heim, wenn ich mal wo bin.

eine neue partnerschaft strebe ich ganz und gar nicht an, was aber fehlt, ist einfach ein bisschen nettigkeit, interesse. DAS würde halt einfach gut tun, ich kann aber gut ohne leben.

ich bin mit sicherheit selber "schuld" an der situation :) - vielleicht ist das so eine art automatismus, wie nach einer geburt, wo man mal fast in trance ist nach der ersten euphorie.

weil vielleicht WILL oder brauch ich es jetzt gerade genau SO WIE ES IST.

lg abendsonne




ps: das mit dem arrangieren war blödsinn, mein mann hat mir ja damals selber gesagt, so kann und will er nicht leben. er will sich die jahre, die ihm noch bleiben bestimmt nicht lediglich ARRANGIEREN; klar war er auch nicht bemüht, dass es mit uns noch mal was wird, sein tenor ist auch eindeutig auf trennung aus gegangen, und würde ich heute zurückwollen, er würde es nicht mal zulassen. so wie er jetzt ist könnte ich es mir mit ihm sogar noch mal vorstellen, so war er halt nie die letzten jahre.
übers freundschaftlich zusammenleben ginge aber nichts hinaus.
das war mein situationsbericht
 
Ich denke, dass du dich allein fühlst und einsam, ist ganz normal.
Du schreibst: ...."dass ich total auf mich selber zurückgeworfen bin....".
Naja, du hast jetzt die ganze Zeit daran gearbeitet, dein Leben für dich wieder "erträglich" zu gestalten, du hattest zu tun und ein Ziel.
Damit ist es aber nicht getan.
Ich lese seit so langer zeit mit und habe mich auch immer gefragt, warum man sich so etwas antut und wie man so viel Angst davor haben kann, sich zu trennen.
Ich weiß aber auch, wie es sich anfühlt, plötzlich ganz allein da zu stehen und dass man sich da erstmal verloren fühlt.
Eigentlich ist es doch aber so: Es ist doch besser, wenn man selbst bestimmen kann, was gut für einen ist und wenn man sich sein Leben so gestalten kann, wie man es schön findet.
Natürlich ist das schwerer, als in einer Beziehung zu verharren und sich gar nicht um sich selbst kümmern zu müssen, weil man viel zu sehr damit beschäftigt ist, über die schlecht laufende Beziehung zu motzen.
Jetzt hast du die Zeit, auch mal etwas für dich zu machen. Zu überlegen, was DU eigentlich willst, wo DU hin willst.
Gedanklich wieder zurück zu wollen, weil es einfacher und bequemer wäre, ist aber auch nicht richtig. das sagst du ja selbst.
Setz dich mal hin und schreibe alles auf, was du noch gern erleben würdest, welche Bücher du gerne lesen würdest, was du noch unbedingt mal tun willst, welche Sportart du gern können würdest oder welches Instrument spielen..... ist ja egal, eben was DU gerne machen, können, sagen, tun würdest. Ruhig auch Sachen, die unerreichbar erscheinen.
Und dann überlegst du dir, was davon du umgehend umsetzen könntest und dann tust du das auch und redest dich mal nicht mit Verpflichtungen gegenüber sonstjemandem raus. Sondern du findest bei IRGENDWAS einen Weg, um das tun zu können.
Einfach so, für dich. Weil du da gerade Lust drauf hast und DU DIR das Wert bist.
Dann wirst du sehen, dass es mehr Spaß macht, etwas zu verändern, als herum zu sitzen und zu jammern.
Du hast es bis zu "erträglich" geschafft, dann sieh jetzt zu, dass du zu "schön" kommst.
Auch das wird dir niemand vor die Füße legen.
Nicht dein Freunde, die sich so wenig melden und auch nicht dein Mann, der plötzlich wieder "netter" wirkt.
Selbst das muss man tatsächlich selbst schaffen.
 
Liebe Abendsonne!

Es ist nicht einfach, wenn man mal nur den Focus auf sich selbst richten darf/kann/muss, oder?

Das kann einen, vor allem am Anfang, ziemlich überfordern, denn man ist ja gewohnt (und das in Deinem Fall jahrzehntelang), sich selbst nicht mehr wahrzunehmen.

Ich finde NurIchs Vorschlag mit der Liste sehr gut, eine Liste, auf die Du alles schreibst, was Dich interesiert oder was Du schon immer gerne mal gemacht hättest.

Männer werden früher oder später wieder interessanter werden, es ist klar, dass Du jetzt im Moment erst die eine Beziehung verarbeiten musst, da wäre eine neue Partnerschaft kontraproduktiv.

Nutze die Zeit, um wieder Dir selbst näher zu kommen und wieder zu spüren, was Du willst in Deinem Leben - und was nicht.

Liebe Grüße
Reinfriede
 
auf einen selbst zurückgeworfen zu sein macht DANN wahrscheinlich nichts aus, wenn es freiwillig passiert und wenn man das gefühl hat, es ist alles in ordnung mit einem selber - somit kann man auch in einklang mit sich sein. ich meine das jetzt so: wenn die halbe welt anfragt und du ziehst dich freiwilllig zurück ins schneckenhaus, dann ist das ganz was andres als wenn sich plötzlich die ganzee welt fern fälllt. da stimmt doch mit einem was nicht???
..... . vielleicht seh ich jetzt einfach total fertig aus, oder ich hab so eine unglücks-ausstrahlung, weil mir das mit der tochter voll zusetzt.... keine ahnung. oder es kennt echt schon der ganze ort unsere geschichte durch dieses forum.

anderseits bin ich so nicht gezwungen, irgendwelche absagen machen zu müssen, wenn jemand nachfragt: hast zeit... das müsste dann sein, weil ich einfach momentan viel zeit für die kinder und mich brauch. aber es ist dennoch ein sonderbares gefühl. selbst die beste freundin ist seit fast vier wochen auf distanz und redet nicht klartext. sie mag mir halt nichts ins gesicht sagen, stell ích mir vor.,
das find ich voll schade, weil man spekulationen unterworfen ist. anderseits kanns sein, dass sie durch den neuen job voll den anderen stress hat, den sie lieber mit sich selber ausmacht, und ich bilde mir nur was ein. naja, und ehrlich gesagt, sonst haben wir uns auch ab und zu ein paar wochen nicht gesehen, nur da ist es mir nicht aufgefallen, weil ICH immer so viel zu tun hatte. jetzt hab ich mehr zeit, und ich bilde mir was ein wo ich mir früher gar nichts dachte.
man sollte sich selber nicht so wichtig nehmen und nicht so viel nachdenken, was man denn jetzt wieder falsch gemacht oder gesagt hat..... - auch in der arbeit geht diese gruppen-diskrepanz weiter, das ist sehr krass. es wird alles sicher besser werden, das mit der arbeit ist mir schon lange wurscht. es kommen immer mehr leute drauf, was sache ist.
es ist nur krass, welche macht manche leute haben, das kann ich nicht nachvollziehen.
lg abendsonne
 
Also mit den Alleinsein oder Alleingelassenwerden von Freunden und Verwandten hab ich nach GöGas Tod erlebt.

Da kristallisieren sich wahre Freunde wirklich heraus. Fast alle in meinem/unseren Freundeskreis waren der Meinung, dass die Trauer doch gar keine so lange Zeit in Anspruch nehmen kann.

Und dann die andere Seite: da sind Bekannte die stehen Dir wirklich zur Seite und sind auch jetzt in jeder Situation da.

Und einigen "Freunden" hab ich mit aller Deutlichkeit gesagt, dass ich mit ihnen nicht mehr möchte und das wird bis heute respektiert. Allerdings hat sich mein Freundeskreis in eine andere Richtung verlagert und da bin ich sehr zufrieden.

So ist der Lauf des Lebens!
 
hallo, mein mann hat anscheinend nur darauf gewartet, dass ich mich "runterlass" zu sagen, dass ich es fast bereue, nicht im haus geblieben zu sein, spez. dass ein "arrangieren" - sofern er mitgetan hätte - wahrscheinlich viel besser ist als dieses hin- und her, das nachher auf uns zugekommen ist (zumindest wenn BEIDE eltern die kinder nicht los-lassen wollen).

er hat vielleicht weiters darauf gewartet, dass ich sage, ich hab keine probleme mehr mit ihm, er kümmert sich wegen dem lernen.

wir haben in der arbeit einige solche exemplare, haben sogar eine bezeichnung dafür gefunden (H.... [=name des speziellsten exemplars] - SYNDROM): man ist nett und dann gibts sofort die umkehr, die watschn.

seit ICH mit ihm ausgekommen wäre, kommt er mit mir nicht mehr aus.


mit der freundin (posting oben) hat sich alles geregelt.

lg sonne
 
hallo,

zwischenbericht vorweihnachtszeit, bis auf die letzten erstaunlichen tage gesundheitlich gehts mir sehr gut. das arrangieren hab ich als "noch-die-bessere-lösung" auch wieder aus dem kopf, es war so nach der ersten schockzeit, als die schulischen leistungen der tochter so rapide gesunken sind und auch noch immer im absoluten minus-bereich sind, aber man gewöhnt sich ja fast an alles und was sollte man anders tun, als es annehmen. insofern bin ich schon wieder weg von diesem "trenn dich nicht, solang kinder da sind, es wird schlimmer statt besser".

ích glaube, unser wesentlichster vorteil ist, mal weg von den kindern, an denen man ja nichts festmachen sollte, - dass wir beide die trennung wollten und wir somit jeder einen preis für etwas zahlen, für etwas, das wir uns selber ausgesucht haben.

ies ist völlig was anderes als würde man unfreiwillig dazu getrieben, weil EIN partner einfach nicht mehr will oder jemanden neuen hat und man gehen MUSS. DAS ist für mich das schlimmste und ich glaube, unter solchen umständen würden bei mir auch alle kampfgeister erwachen, - weil im scheidungsthread von magnet immer von anwälten gesprochen wurde - solche diskussionen will ich nicht mehr führen, weil bei uns die sachlage eine andere ist. aber wenn man mich vor tatsachen stellen würde, "du ich hab eine andere, du solltest dich umschauen" , DA gäbe es keine rücksichtnahme.

die freiwilligkeit erleichtert vieles und - wie gesagt - gar nicht an die zu denken, die einfach gezwungen werden/wurden.

es findet auch keiner - nach wie vor - dass die entscheidung falsch war. (bis auf mein "bereuen" wegen der tochter, weil ich glaube, wir hätten sie besser im griff, wären wir noch zusammen).
 
es ist ja MEINE größte angst gewesen. so nach der beschreibung von magnet nach, in seinem erfundenen doppelwesen ("meine schöne scheidung"): da schrieb er doch, die erste zeit nach der trennung mit seiner frau hätte er es sehr genossen und dann hat ihm alles gefehlt, ................. vielleichts such ich mir die schlüsselstelle schon mal raus.
ja, er hat mir mit diesen statements immer angst gemacht, weil ich dachte, es schrieb jemand, der das alles real erlebt hat

. er sagte mir ja auch, ich werde bitter tränen weinen. :).

mach ich gar nicht.

versteh auch nicht, warum er damals auf manipulations-ebene gegangen ist (er hat sich ja als fremder "ratgeber" eingeschlichen und war eigentlich mein mann), wenn er ein arranigieren eh selber nicht mehr wollte.
also, somit ists für uns beide die beste entscheidung gewesen.

und wenn mein leben momentan noch so geruhsam läuft in bezug auf soziale kontakte, es wird mir ganz und gar nicht langweilig, es tut sich immer was
jetzt bin ich gerade eine woche darnieder, denk mir, es geht schon wieder besser, und dann hats mich aber wieder sowas von - der bezug zur wohnung ist dadurch noch größer geworden,

vorher und zwischendurch hatte ich alles mögliche zu handeln wegen der kinder, und das war nicht ohne - briefe von der tiefsten einschicht holen müssen mitten in der nacht, weils so dringlich war, dort das fax-gerät nicht mehr ging, dass sonst der bestimmte betreuungsplatz verfallen wäre etc.etc. , an dem fast einzigen tag wo ich mirs fürs punschen ausgemacht hab- immer mit genug kompliziertes herum, genug um die ohren und umständlich, aber letztlich geht alles gut aus, und dass ich diesmal bei keiner einzigen weihnachtsfeier dabei sein wollte/dabei war, zeigt auch, dass der rückzug momentan voll wichtig ist für mich.
 
aber wenn man mich vor tatsachen stellen würde, "du ich hab eine andere, du solltest dich umschauen" , DA gäbe es keine rücksichtnahme.

Aaaha ...
Ich glaube, so langsam verstehe ich Dich.
Eure Vereinbarung hat so lange Bestand, bis er evtl. jemand anderen hat.
Aber dann - wenn die Emotionen unweigerlich hochkochen - dann wirst Du die Axt rausholen und auch den Gang zum
Anwalt nicht scheuen, der dann Deine Interessen vertreten soll.

Mensch Abendsonne,
in Anbetracht Deiner eigenen Gedanken und Worte ... siehst Du denn nicht, auf welch wackeligen Beinen Euer
Arrangement steht???

Genau deswegen gibt es schriftliche und verbindliche Trennungsvereinbarungen.
Um alle Eventualitäten abzufangen.

Du könntest all Deine Ängste und Bedenken auf ein Minimum reduzieren mit einer Absicherung
im Hintergrund.

Ich verstehe nicht, dass Du das nicht verstehst.

LG
Lucille
 
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zu lucille später

falsch war unsere entscheidung mitunter aber doch in bezug auf die kinder, ja, dadurch, dass beim lernen der beidseitige, ständige beistand nicht gegeben ist (so könnten wir ja jetzt verfahren, = beiseitiger beistand - wenn wir noch zusammen sind - er hilft mir ja jetzt) - ists voll eskaliert und aus der bahn geraten. ich denk mir, das hat sehr wohl auch mit der trennung zu tun. anderseits kann keiner erwarten, dass eltern den stoff der vierten hauptschule mit durchkauen, wenn absolut keine selbständigkeit gegeben ist vom kind.

das leben hats außerdem so wollen mit uns,
dass - nach jahrelangem mehr oder weniger verstärtem zutun - genau im wichtigsten zeugnisjahr die trennung in die wege geleitet wurde.

"beantragt" hab ich sie ja schon vor 5 jahren. da wäre unsere tochter noch brav in der volksschule gewesen.

ich hätte mich in dieser zeit bis jetzt wunderbar in eine schimmelwohnung setzen können, in eine überteuerte 800 euro wohnung, in eine privatwohnung, wo ich nur ein zimmer gehabt hätte und 10000 ablöse für die küche bezahlen hätte müssen (die nach mir hatten dann die größten schwierigkeiten, weil der besitzer starb und sie raus mussten). usw.

genossenschaftswohnungen - was andres kommt nicht in frage - gibts bei uns nur ganz, ganz rar, und wenns der "zufall" nicht so wollen hätte, dann hätt ich auch nicht von der gartenwohnung jetzt erfahren, und dann wäre jemand von denen zum zug gekommen, die der vormieterin die "tür eingerannt haben" - wie sie selber sagte, und die mich jetzt böse anschauen. es tut aber auch gut, drüber zu stehen, na, schaut mich halt jemand deppert an, weil er vielleicht neidig ist :).

auch die kroaten-männer haben nur einen verächtlichen blick für mich über und grüßen nicht, nachdem ich sie darauf hingewiesen hab, dass sie nicht immer einfach in meinen garten gehen dürfen im sommer. die sind ja immer einfach reingelatscht, um bälle zu holen - alle 10 minuten.

sehr still ists im winter hier in diesem haus, auch die nachbarin sagte, sie wäre eingezogen und dachte, sie ist alleine auf einer insel. im sommer gehts aber so zu, dass man teilweise den fernseher nicht hört. bin schon sehr gespannt, wie das wird.

und - wie mein mann gesagt hat - eine gute zeit hab ich mir auf jeden fall ausgesucht. im herbst viel zu tun gehabt, jetzt kommt dann die karge, triste zeit, da ist auch alles noch ein wenig neu, und wenns dann gar "gewöhnlich" wird, dann kommt schon der frühling, und ich stell mir vor, dann wirds so richtig wunder-bar.


dass ich auch so gut leben kann, wo keiner mal anruft, vorbeischaut etc., das freut mich auch sehr. es plätschert alles so dahin.

mit der tochter, der gedanke an ihre nur mehr negativen leistungen, hat mir jetzt wochenlang sehr sehr zugesetzt, aber ... man kann nicht die letzten kräfte einsetzen, dass eine minimale verbesserung erfolgt, grottenschlechtes zeugnis ist grottenschlecht und wird auch nicht besser durch ein (nicht)genügend weniger. da hat der magnet schon recht.

mir tuts halt sehr leid, dass ich sie so lange durch die zweite leistungsgruppe gebracht hab wenigstens in mathe, und sie da auch jetzt abfallen wird.

es sind schon dennoch gscheite ängste, weil sie soll ja später auch mal unabhängig sein können und nicht zu einem sozialfall mutieren, der sich selber keinen unterhalt verschaffen kann/will. mit ihrer alles-nicht-wichtig-einstellung weiß ich halt nicht was ist, aber anderseits muss ich froh sein, dass sie nicht wo rumhängt und sich schon was hochprozentiges reinzieht.

mein mädchen ist also schon jemand, der mir massivst am herzen liegt, und ich kann tw. echt nicht schlafen deshalb, aber ich bin halt auch machtlos. und wenn ich schon von irgendwo höre, da müssen sie sich bitte einen BERATUNGSTERMIN ausmachen, hab ich schon sowas von genug. es waren unzählige stunden "beratung" bisher, die nix gebracht haben. wir gehen jetzt schon weiter. es ist ja ADS diagnostiziert, und da kanns einfach nicht sein, dass SO bewertet wird bei ihr - z.b. wenn sie 75 % der frage richtig hat, dass sie nur 33 % der punkte bekommt. das ist einfach UNSERE schule, und da gehört angesetzt. auf diesem weg sind wir jetzt ,und später wird halt eine teilintegrative lehre unser thema werden oder sowas in diese richtung.
es geht aufwärts, da bin ich sicher.

lg abendsonne
 
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