er erzählt mir ja, er trinkt WASSER, ich glaubs ihm,
und dann seh ich ihn jedesmal bei was anderem.
dann gibts aber die studien, wo jeder mensch ca. 100 mal lügt am tag. wieviel schummeln darf sein?
tut das nicht jeder???
... dass es oft der bessere weg ist, jemanden einfach ins gesicht zu lügen. man hats einfacher.
Du SIEHST ihn jedesmal bei was anderem!!!
Der Schlüssel WAR NICHT bei den Nachbarn.
Was denkst Du Dir selbst dabei, wenn Du diese Tatsachen als "eventuell falsche Wahrnehmung" bewertest???
Bei süchtigen Menschen ist Lügen Programm.
Sie dienen dem Herunterspielen und Verdrängen des Problems.
Ganz eine andere Dimension wie die statistischen "100 Lügen pro Tag", die kleinen Schummeleien, die jedem von uns den Alltag zeitweise erleichtern.
Jemandem einfach ins Gesicht zu lügen ist definitiv nicht der bessere Weg, wenn Dir etwas an Deinen Mitmenschen liegt - und an einem guten Verhältnis zu Deinem Spiegelbild. Vergiss diesen absurden Gedanken ganz schnell.
abendsonne
durch seine überzeugende haltung - kann er mir vermitteln, dass es sein könnte, dass ICH falsch liege mit meinen ansichten
Das Wort "Ansichten" ist hier völlig falsch gewählt, Abendsonne.
Es geht nicht um Dinge/Situationen, die man so oder so sehen kann.
Dass er trotz seiner Krankheit überhaupt Alkohol trinkt, dazu noch harte Sachen ... das wäre dann irrelevant, wenn er alleine wäre, im umfassenden Sinn.
Aber er ist Vater von zwei Kindern. Da hört die Leichtlebigkeit auf und fängt die Verantwortungslosigkeit an. Das ist keine Ansichtssache.
Die Kinder lieben ihren Vater, keine Frage. Und das wird wohl immer so bleiben.
Doch was er ihnen da in Bezug auf Alkohol vorlebt, das werden sie mit Sicherheit eines Tages hinterfragen.
Jetzt sind sie noch zu jung für das Verstehen, natürlich ... und mit ein paar Eis und Milkshakes kann derzeit noch alles ausgeglichen werden. Sein Guthaben-Konto steigt in ihren Augen.
Bei Deinem Mann ist Leichtlebigkeit = Kurzsichtigkeit.
Ich schreibe das jetzt, weil die die Situation so eindringlich beschrieben hattest.
Versuche einfach, auf längere Sicht zu denken, dann relativieren sich die Dinge.
Nochmal ...
weil sich die Kinder jetzt an den Vater "hängen", ist das kein Beweis dafür, dass sie Dich nicht lieben.
Die beiden suchen einfach Halt und Vertrautheit. Mal bei ihm, mal bei Dir.
Das ist ganz normal und dient nicht als Gefühlsparameter.
Lasse Dich bitte nicht davon verunsichern. Das ist leichter gesagt als getan, dazu gehört verdammt viel
innere Überzeugung, das weiß ich.
Wegen der Verlängerung ...
es geht überhaupt nicht darum, dass Du ihm aus der Patsche geholfen hast. Hätte ich vermutlich auch getan, ich weiß es nicht wirklich.
Es geht darum, dass Du nicht darauf bestanden hast, den Sohn mit heim zu nehmen. Denn Dein Bauchgefühl (gespeist durch Tatsachen!!) war richtig - und Du hast es ignoriert zugunsten von einem Vertrauensvorschuss, der nicht gerechtfertigt war.
Dein Mann bekommt niemals irgend welche Konsequenzen zu spüren ... und das gibt ihm die "Macht", von der Du immer sprichst.
Ein Wort noch zu Magnets "Rolle" ...
erstens darfst Du ihm nicht (und übrigens auch niemand anderem) eine derartige Gewichtung geben. DU lebst in und mit dieser Situation, und sonst niemand. Magnet ist der personifizierte Stellvertreter für Deine wackeligen Wahrnehmungen. Er begegnet - real - einer Seite Deines Mannes, die auch Du kennst.
Aber nur Du kennst auch die andere Seite.
Und die ist Tat- und keine Ansichtsache.
Zweitens ... gibt Magnet an, bis zum Äußersten um seine Kinder zu kämpfen, weil er sie keiner Mutter überlassen würde, die verantwortungslos handelt und sich durch ihr Verhalten (Alkohol) selbst disqualifiziert hat. Eigentlich nimmt Magnet die Position seinen Kindern gegenüber ein, die Du gegenüber Deinem Mann einnehmen solltest. Es geht hier nicht um das bessere Elternteil, sondern um Verantwortung für die Kinder.
abendsonne
sonst.... weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie es gehen soll, dass ich ganz aussteige.
Nein, ganz aussteigen kann man nie, wenn man gemeinsam Eltern bleibt.
Aussteigen musst Du in dem Sinne, dass Deine Handlungen mit Deinem Wissen und Gewissen vereinbar bleiben wenn es um die Kinder geht. Keine "Spielchen" mehr, die sich an der momentanen Befindlichkeit orientieren.
Klare Vorgehensweisen, die auch den Kindern echten Halt geben.
Darf ich fragen, wie Ihr das mit den Kindern geregelt habt, jetzt ganz unmittelbar nach der Heimkehr von Mann und Sohn?
LG
Lucille