Die Kunst.

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william a. schrieb:
Ich stelle meine Frage anders:

Wie gelange ich zu meiner Kreativität?

Wenn Du mich fragst....sie ist, oder sie ist nicht. Ist sie in Dir und sie liebt Dich im Moment nicht, so bist Du vielleicht blockiert. Und wenn sie nie da war, so ist Deine Aufgabe vielleicht anderweitig angelegt.

Und dann kommt es auch noch darauf an, was DU unter Kreativitaet verstehst und was Du von ihr erwartest....wollt ich noch sagen.

lg
Chris
 
hallo

ich finde das jeder auf seine weisse Kreativit ist,schau mal genau hin was machst du gerne???vielleicht ist es ja genau das wo du auch kreativ bist.
liebe grüsse rocky
 
Hi William,
Kreativität ist ein weites Feld William, aber allgemein gesagt hilft es die Sache spielerisch anzugehen, etwa laut unter der Dusche singen; einfach mal drauf los malen; tanzen; Kinderspiele spielen... das lockert, schickt den Verstand in den Urlaub und die Muse schaut bei dir vorbei. Manchmal entsteht Kreativität auch aus einer langen, lang-weiligen Phase des Nichts-tuns.

liebe Grüße
Janeway
 
Hallo William
Unter wahrer Kunst verstehe ich, dass durch diese der Betrachter, Hörer etc. erhoben wird, d.h. sein Herz wird berührt und führt seinen Geist in Höhere Spähren. Solche Kunst, denke ich kann man nur erschaffen wenn man eben auch ein reines Herz hat, dieses wird aber leider heute oft durch Kommerzielles Gedanken getrübt. So gesehen kann für mich aus Schmerz keine wahre Kunst enstehen, vielmehr wohl eine Verarbeitung oder Ausdruck seines Schmerzes, ob es dann wohl den Betrachter berührt in oben erwähnten Sinne?
Kreativität ist ja für mich schon wenn ich für ein Problem eine einfache auch Zweckmässige vielleicht ungewohnte Lösung finde. ausübt. Ich gehe aber davon aus, dass Du Dich kreativ ausdrücken möchtest vielleicht in Malerei, Musik etc. Da gilt es sicher als erstes herauszufinden wo ich Interesse Neigungen habe. Sodann kann man den Weg einschlagen, einfach ausbrobieren ob es wirklich das ist was ich suche. Wenn ja taucht man tiefer in die Kunst hinein, und versucht eben Meister dieser Kunst zu werden. Es gibt natürlich einige Techniken seine Kreativität zu fördern. So habe ich zum Beispiel gelernt mit der Linken Hand zu schreiben. Es gibe einige solcher Uebungen. Denke aber auch, dass die Aufmerksamkeit gegenüber unseren Mitmenschen, die Anteilnahme etc. unsere Intuition öffnet für eben auch unsere Kreative Ader zu fördern.
Gruss Roland
 
Ich glaube nicht, dass man Kreativität erzwingen oder auch nur erlernen kann. Sie kommt von selber, wenn du sie lässt. Übung kann Techniken verfeinern, aber das ist dann Handwerk und Fleiß. Kreativität braucht keine Lektionen.

Sie kann aus Leid, aber auch aus Glück entstehen, du wirst es herausfinden. Du musst sie zulassen, jedoch nicht krampfhaft suchen. Entspanne dich, tu das, was du möchtest.
 
So sehe ich es auch

Alice schrieb:
Ich glaube nicht, dass man Kreativität erzwingen oder auch nur erlernen kann. Sie kommt von selber, wenn du sie lässt. Übung kann Techniken verfeinern, aber das ist dann Handwerk und Fleiß. Kreativität braucht keine Lektionen.

Sie kann aus Leid, aber auch aus Glück entstehen, du wirst es herausfinden. Du musst sie zulassen, jedoch nicht krampfhaft suchen. Entspanne dich, tu das, was du möchtest.


So isses, danke....................Juppi
 
so viele begriffe durcheinandergemischt...
Birgt das Leid wirkliche, authentische Kunst?
ich lass mal beiseite, was unwirkliche kunst wohl wäre... es ist nach meiner erfahrung so, dass fast ausnahmslos alle künstler auch leidende menschen sind. das heißt aber noch lange nicht, dass das leid selber die kunst birgt... kunst ist - je nachdem - das ergebnis eines künstlerischen prozesses oder der prozess selbst. leid ist dafür keine zwingende voraussetzung, aber sehr oft ein auslöser.

roli, wahre kunst ist ein faschistischer begriff ... die haben dann alles andere, was sie als entartete kunst abgewertet haben, verbrannt und meistens die künstler gleich mit. die funktion, "den geist in höhere sphären zu erheben", ist auch nicht ein kriterium dafür, ob etwas kunst ist oder nicht. das versuchen eher die kunsthandwerker als produzenten von devotionalienkitsch.

ein künstler ist in dem maße authentisch, in dem er zwischen seiner (ein)sicht der welt und seinem ausdruckspotenzial eine gerade linie zu spannen vermag, ohne sie von kommerziellen oder "was mag wohl mein publikunm dazu sagen"-erwägungen verbiegen zu lassen. ideologen wollen "etwas" ausdrücken (kunst, die vor den politischen oder religiösen karren gespannt wird, z.b. sozialistischer realismus), künstler drücken sich aus.

allein die individualität der künstler bedingt schon oft ihr leiden - es gelingt ihnen nicht, die welt so zu sehen wie die mehrheit, sie leben und erleben anders und erhalten ihre andersartigkeit zurückgespiegelt, was selten ein vergnügen ist. gegenüber dem "durchschnitt" erhöhte sensibilität kommt fast immer dazu, was das leiden vertieft und die freude erhöht... auch in der überschäumenden freude sind die künstler ja oft "auffällig".

kreativität ist nun wieder etwas anderes... kreativität ist die fähigkeit, auf herausforderungen schöpferisch zu reagieren, also nicht x-fach bewährte rezepte anzuwenden, sondern individuell der herausforderung angemessene antworten zu entwickeln. das kann in der wirtschaft ebenso gefragt sein wie im fußball, in der psychotherapie ebenso wie in der kunst.

kreativität kann auch erlernt werden (und etliche trainer verdienen nicht schlecht damit) ... es geht um das "entlernen" von eingeschliffenen bahnen und um das erkennen und umgehen von blockaden, die dem kreativen im weg stehen. was wohl nicht erlernt werden kann, ist das genie... kreativität selbst ist so trainierbar wie die grundlagenausdauer des herz-kreislauf-systems.

besonders leidend sind menschen, die an sich künstlerisches potenzial hätten, aber aus irgendwelchen gründen in ihrer kreativität blockiert sind ... das sind künstler ohne kunstwerke, rufe ohne echo, überdruck ohne ventil.
zahlreich sind hingegen jene, die kreativ fließen lassen, was ihnen an künstlerischem potenzial fehlt... peinliche hobbymaler-ausstellungen, gartenzwerg-galerien, primanerlyrik etc. ... nett als hobby, aber weit weg von kunst. da leiden dann eher die anderen, das publikum...

die entscheidung, als künstler zu leben (und das ist sicher eine grundlegende lebensentscheidung), ist eine entscheidung, die die bereitschaft zu leiden einschließt. niki de st. phalle, eine der bedeutendsten künstlerinnen des 20. jahrhunderts, sagt: "ich musste mich entscheiden ... wollte ich terroristin werden oder terroristin in der kunst?"

kunst hat sicher sehr viel mit dem leiden zu tun... aber sie ist nicht im leiden geborgen, sie ist wohl eher eine lebensweise, das leiden zu ertragen.
und weil unweigerlich auch die frage nach der qualität gestellt wird, was denn nun "wirklich" kunst wäre und was nicht... da empfehle ich das buch "zen und die kunst, ein motorrad zu warten" von robert pirsig. das gibt auch keine antworten, aber es stellt viele gute fragen und erzählt lehrreiche geschichten zu dem thema.

alles liebe, jake
 
Danke für die interessanten Meinungen zu zwei völlig auseinandergehenden Fragen, soviel sei zugegeben.

besonders leidend sind menschen, die an sich künstlerisches potenzial hätten, aber aus irgendwelchen gründen in ihrer kreativität blockiert sind ... das sind künstler ohne kunstwerke, rufe ohne echo, überdruck ohne ventil.

Wie kann eine solche Blockade aufgelöst werden? Durch Abstand? Durch Ringen? Durch Loslassen?
 
am ehesten durch loslassen, william... aber kaum durch irgendwas, was dir durch einen "guten tipp" hier im forum vermittelt werden könnte.

alles liebe, jake
 
Kreativ

Tut mir leid Jake,

es geht hier um Kreativität ( schöpferische Kraft ). Sie gleich in einen Topf zu werfen mit Kunst, halte ich für falsch. Kreativ sein kann man auf vielfache Art und Weise, Kunst ist nur eine Möglichkeit seine Kreativität auszudrücken. Und wenn schon Kunst,dann sollte zuerst einmal der Kunstbegriff definiert werden.
Andersrum, nicht jeder der kreativ ist ist gleich ein Künstler.
Blockaden sind jedem bekannt, der bewußt kreativ tätig ist.
Ich selbst male und schreibe. Um ein Bild oder eine Geschichte ohne störende Einflüsse von "außen" zu fertigen, ziehe ich mich vollkommen zurück. Oft bleibe ich zulange in meiner Abgeschiedenheit, es kommen keine neuen Eindrücke mehr auf mich zu und meine Kreativität versiegt. Ich habe lange gebraucht, um diesen Leerlauf zu verstehen.
Leidensdruck oder das Gegenteil, überschäumende Euphorie sind bei mir mir die Auslöser, mich kreativ aus-zu-drücken, eigentlich ist es Therapie. :zauberer1

aL.....................Juppi
 
juppi,

lies meinen beitrag bitte noch einmal... genau diese unterscheidung habe ich getroffen, weil ich sie für ebenso wichtig halte wie du. und lies bitte, was dort steht, nicht was du zu sehen vermeinst... letzteres wär kreatives lesen. sinnerfassendes lesen hingegen ist eine kunst :-)

nix für ungut, alles liebe,

jake
 
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jake schrieb:
juppi,

lies meinen beitrag bitte noch einmal... genau diese unterscheidung habe ich getroffen, weil ich sie für ebenso wichtig halte wie du. und lies bitte, was dort steht, nicht was du zu sehen vermeinst... letzteres wär kreatives lesen. sinnerfassendes lesen hingegen ist eine kunst :-)

nix für ungut, alles liebe,

jake



Okay, Okay, Du hast ja recht. Wahrscheinlich habe ich schon abgeschaltet, bevor ich alles gelesen habe.
Allerdings, ob sinnerfassendes Lesen eine Kunst ist ?
Nach meiner Definition bestimmt nicht. :cool:

Schönen Abend noch...................Juppi
 
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