Fatale Erziehungsfehler

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MarionBaccarra1

Well-Known Member
AW: Fatale Erziehungsfehler

An erster stelle steht für mich,..Kinder zu schlagen das der schlimmste Fehler
Kindern nicht zu zuhören finde ich auch falsch.

Marion
 

Lucille

Well-Known Member
AW: Fatale Erziehungsfehler

Als schlimmen Erziehungsfehler betrachte ich gezielt eingesetzten Liebesentzug (Schweigen, nicht beachten).

Das ist ein Druckmittel, das enorme Schuldgefühle verursacht. Diffuse Schuldgefühle, weil das Kind suggeriert bekommt, dass es "nicht gut genug" war, um sich der bedingungslosen Liebe des Elternteils sicher zu sein.

LG
Karin
 

Katze1

Well-Known Member
AW: Fatale Erziehungsfehler

Hallo,

ich denke, dass jede unangekündigte und somit für ein Kind nicht nachvollziehbare Bestrafung, nämlich völlig egal welche, extreme Wunden hinterläßt.
 

kmg80

Active Member
AW: Fatale Erziehungsfehler

Du mußt dem Menschen Liebe und Achtung entgegenbringen.

Auch und vor allem in der Beziehung, auch und vor allem gegenüber Kindern. Sicher muß und kann ich Grenzen setzen. Diese setze ich mir ja auch. Ich laufe nicht über die Straße wenn ein Auto kommt, ich mache nicht allzuviel kaputt weil ich dafür arbeiten muß.

Wie jedoch könnte ich einen schwachen kleinen Menschen schlagen wenn ich ihn achteie könnte ich ihn mit Liebesentzung strafen wenn ich mich selbst achte?

Wie kann ich ihn hintenan stellen wenn ich ihn liebe oder wie könnte ich von oben herab agieren wenn ich mich selbst liebe?

Juup, ganz einfach ... und im Alltag manchmal fast unmöglich.

Viel Erfolg

Manfred
 

Hortensie

Well-Known Member
AW: Fatale Erziehungsfehler

Hallöle,
ja schlagen, da stimme ich auch zu.
Ich finde es auch einen fatalen Erziehungsfehler die Kinder zum Lügen anzuhalten.
Ein einfaches Beispiel, welches ich oft sehe:
z.B. Eintrittsgelder geht, den Kindern wird gesagt, sie sollen sich jünger machen. Dafür habe ich absolut kein Verständnis. Den Kindern wird zum Einen so suggeriert, daß es nicht schlimm ist zu Lügen.
Zum Anderen geht für mich der Wert verloren, den z.B. ein Zoo Besuch in sich birgt. Die Unterhaltung (Futter, Strom, usw.), Anschaffung der Tiere und die Pfleger werden nicht gewürdigt. Sie werden im Wert herabgesetzt. Den Kindern wird beigebracht: Der Preis, der genommen wird, ist nicht angemessen. Die Kinder lernen so die Sachen nicht mehr wertzuschätzen.
Die Folge ist: alles billig haben zu wollen - auch mit schummeln. Darunter leiden die angebotene Qualität und natürlich auch die Stundenlöhne.
LG Penelope
 

Lucille

Well-Known Member
AW: Fatale Erziehungsfehler

Penelope
Eintrittsgelder.... den Kindern wird gesagt, sie sollen sich jünger machen

Ja. Habe ich am WE live mitbekommen. Die Kassiererin fragte, wie alt die Kleine sei. Mutter: sie ist 5. Das Mäderl, total entsetzt: Mama, hast du denn schon vergessen, dass ich letzte Woche 6 geworden bin???
(Es ging um € 2,- für Kinder ab 6 ...)

Als sehr gravierenden Erziehungsfehler sehe ich es auch, wenn Kinder ständig mit anderen Kindern verglichen werden, besonders wenn's um schulische Leistungen geht.

Schlimm ist auch dieses automatisierte "das kannst du nicht", "das verstehst du nicht".:escape:

LG
Karin
 

jesus

Well-Known Member
AW: Fatale Erziehungsfehler

SELBSTREGULATION.

erziehung = zwang, autoritär, programmierung

selbstregulierend = freiheit, autonomie, spontanität

jesus schrieb:
nach dem was mir mein gefühl sagt, hat hier kaum jemand eine ahnung von "antiautoritärer erziehung"..... allein schon der begriff der "ERZIEHUNG" passt da schon nicht rein! ANTIAUTORITÄR und ERZIEHUNG sind einander entgegengesetzte begriffe! - wer antiautoritär ist, der ERZIEHT NICHT! wer erzieht, ist NICHT antiautoritär.

wenn ich mir anschaue, wie hier "antiautoritär" definiert wird und mit welcher angst diese "erziehungsform" abgelehnt wird, würds mich nicht wundern wenn wir noch mal zweitausend jahre brauchen, um endlich zu erkennen woran unser krankes gesellschaftssystem krankt......

Stephan schrieb:
hallo jesus,

Sollten Eltern Kinder erziehen? Oder sollten sie nicht? Was dann, stattdessen? keinerlei Einwirkung oder welche Art von Einwirkung?
Ich kann aus deinem beitrag leider nicht entnehmen, wofür du plädierst bzw. was du dir als gutes Verhältnis zwischen Eltern und Kindern vorstellst...
Da du daran u.a. die Gesundung der gesellschaft ranhängst, interessiert es mich um so mehr...

liebe Grüße, Stephan

(die zitate stammen von hier: https://www.lebensfragen.com/forum/showthread.php?p=189975#post189975 )

so viel erst mal zu meinen "vorschlägen".

im übrigen ist der ganze thread "antiautoritäre erziehung" wieder einmal mehr der sichtbare beweis für das programmierte verhalten des unbewussten menschen: in beitrag#7 "würde" die threadstarterin "gern die Beweggründe verstehen", "von Menschen, die für diese Art von "Erziehung" sind", auf meine diesbezüglichen erläuterungen ist sie aber noch nicht einmal andeutungsweise eingegangen....... und das, OBWOHL ich der EINZIGE war, der dazu stellung bezogen hat!

an dieser geschichte ist auch gleich wieder mal die ganze misere der ERZIEHUNG erkennbar: der programmierte (erzogene) mensch ist nicht interessiert, neues zu lernen/erfahren, sondern bloss darauf programmiert, seine spiele zu spielen.
der beweis: sobald jemand kommt und mit einem ernsthaften beitrag das spiel UNTERBRICHT, ist es auch schon zu ende und kein programmierter spieler interessiert sich mehr dafür.......

der "sinn des lebens" unbewusster menschen besteht also nicht darin, in einem forum oder sonst wo, schlaue fragen zu stellen um "sich weiter zu entwickeln", sondern darin, ihr programm mit spielen voranzutreiben um es zum vorgesehenen abschluss zu bringen und den letztlichen "spielgewinn" zu kassieren.

wer also TATSÄCHLICH an den "fatalen fehlern" des gesamten "erziehungssystems" INTERESSIERT ist, wird sicher meine folgenden buchtips beherzigen:

Wilhelm Reich - Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral
Eric Berne - Was sagen Sie, nachdem Sie >Guten Tag< gesagt haben?
A.S. Neill - Summerhill

lg
jesus
 

Hortensie

Well-Known Member
AW: Fatale Erziehungsfehler

SELBSTREGULATION.

erziehung = zwang, autoritär, programmierung

selbstregulierend = freiheit, autonomie, spontanität
Selbstregulation, schön gesagt, ich weiß nicht ob das so einfach ist...

Für mich ist der Oberbegriff dieser Dinge einfach Erziehung. Jemanden auf den Weg bringen.
Ich versuche meine Kinder auf den "richtigen" Weg zu bringen...indem ich auf ihre Bedürfnisse eingehe...indem ich sie an gewisse Regeln gewöhne...indem ich ihnen Respekt zeige...usw. Ich denke eine gute Mischung aus diversen "Erzeihungsstilen" ist angebracht.
Ich habe festgestellt, um mal auf die antiautoritäre E. zu kommen, das Kinder Grenzen einfordern und zwar in höchstem Maße. Und wenn sie die nicht bekommen, weil man sein Kind ja anti erzieht, das Kind den Eltern einfach auf dem Kopf herumtanzt - mal ganz salopp ausgedrückt. Das Kind ist ja ständig damit beschäftigt Grenzen zu suchen...ist das besonders kreativ oder leitet zur Eigenständigkeit an? Ich weiß nicht, ob ich besonders komische Kinder habe, aber sie wollten gerne auch mal an die Hand genommen werden.

Mit antiautoritärer Erziehung assoziere ich (nach meinen Erfahrungen damit) = unausgeglichene, gelangweilte Kinder...die immer ihren Willen bekommen und immer mehr wollen. Und das was sie gerade bekommen haben, dann plötzlich nicht mehr wollen. Kinder die sich später nicht mehr fügen können, weil sie es nicht gelernt haben. Manchmal muss man sich halt für eine gewisse Zeit fügen um weiter zu kommen (Schule, Ausbildung). Es ist gut, wenn man alle Dinge einmal gelernt hat...

Ja und das mit der sexuellen Zwangsmoral....ist genau so schlimm wie die absolut freie Sexualität - (in meinen Augen), denn dann gibt es nach beiden Seiten Auswüchse. Das goldene Mittelmaß - wie bei vielen Dingen.

In der Theorie läßt sich alles so gut sagen. Hast du eigene Kinder jesus?

Eberesche
(komme nachher wieder, muss mal schnell weg :escape:)
 
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Strandläufer

Well-Known Member
AW: Fatale Erziehungsfehler

Also ich halte Erziehung auch für den fatalsten Fehler im Umgang mit Kindern.
Im Umgang miteinander ergeben sich ganz natürliche Grenzen (nicht die Regeln, die allgemeingültigen), daraus ergibt sich mein Verhalten (wobei das auch schon wieder durch meine Erziehung konditioniert ist, leider).
Wenn ein anderes menschliches Wesen, egal ob Kind oder Erwachsener, meine Grenzen übertritt, dann werde ich entsprechend reagieren, das soll den Anderen aber nicht erziehen, sondern dient meinem Wohlergehen.

Allerdings hat das Ganze einen Haken, wir sind nicht allein auf dieser Welt und ich kenne keinen Menschen, der nicht noch an alten, kindheitsbedingten Konditionen hängt. Daraus ergibt sich zwangsläufig immer eine Reaktion auf eine Aktion, die spontan und Gefühlsbetont ist, niemand ist so bewusst, das völlig ausschließen zu können.
LG
Elke
 
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