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Lebenskrise nach Umzug?

Dieses Thema im Forum "Lebenskrisen" wurde erstellt von keppli28, 26 Oktober 2011.

  1. keppli28

    keppli28 New Member

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    Hallo,
    ich in bin 28 Jahre alt, Mutter zweier Kinder im Alter von 3 3/4 und 9 Monaten.
    Seit fast 7 Jahren bin ich mit meinem derzeitigem Lebensgefährten zusammen, welcher auch der Vater meiner Kinder ist.
    Seit 12 jahren ist mein Partner, Angestellter bei Mercedes in Baden-Württemberg. Geboren und aufgewachsen sind wir allerdings beide in Sachsen. Ich absolvierte meine Ausbildung in Chemnitz und und arbeitete dort auch noch zwei Jahre. Anschließend zog ich zu meinem Freund nach Stuttgart, da dieser keinen Job in Sachsen fand.
    Ich hatte die Pendelei satt und wagte den Schritt. Meine Familie war schon damals ganz und gar nicht begeistert.
    Nach einem Jahr Stuttgart wurde ich schwanger. Mein Freund war schockiert und ich total glücklich, denn ich war einige Jahre zuvor mehrfach an der Gebärmutter operiert worden. Es sollte eine schwierige SS werden, ich durfte nur liegen usw und Frank konnte sich nicht freuen. Eine Abtreibung wäre ihm manchmal lieber gewesen. Fahrten nach Sachsen waren tabu, denn ich hatte Bettruhe. Unsere Beziehung litt. Meine Eltern besuchten uns jedes zweites WE. wuschen Wäsche, machten sauber, kochten Essen vor, bauten mich auf.Gabriel wurde dann gesund im Jahr 2008 geboren. Von da an liebte Papa sein Kind.
    Frank äußerte nun noch mehr als früher, zurück nach Sachsen zu wollen.der Alltag mit Kind strengte ihn an.
    Nach wei Jahren Elternzeit ging ich wieder arbeiten. Wir kamen einigermaßen zurecht. Ich arbeitete bis Mittag als Krankenschwester in der häuslichen Pflege, Frank passte derweil auf Gabriel auf. War ich zur 13 Uhr zuHause, fuhr Frank zur Spätschicht. Abends habe ich dann essen für den nächsten Tag vorgekocht, es war nicht leicht, aber es ging. Im Jahr 2010, nach einem halben Jahr auf Arbeit, wurde ich wieder schwanger, diesmal ungeplant. ich war geschockt. Hatte Angst vor einer erneuten RisikoschSS.Frank war sauer. Er warf mir vor, nur Unterhalt von ihm "kassieren" zu wollen, und überhaupt wisse er nicht, ob das Kind von ihm sei.
    Ich war schwer enttäuscht und reiste mit Gabriel zu meinen Eltern. Meine Eltern waren wenig überrascht von dessen Reaktion, denn sie hielten sowieso wenig von Frank.Ich weigerte mich eine Abtreibung durchführen zu lassen und entschied mich für das Kind.
    Es sollte noch schwierige werden. Wir beschlossen, dass Gabriel und ich für die Zeit der SS in Sachsen wohnen würden.
    Frank traute sich meine Versorgung nicht zu.
    Im dritten Monat hatte ich die den ersten Eingriff, der Muttermund wurde verschlossen. Nur 4 Wochen später bekam ich Nierenkoliken. Im Krankenhaus wurde festgestellt, dass meine rechte Niere stark gestaut war. Nierenverlust drohte. ich bekam einen Stent. Und das bereits in der 23 SSW ! Wieder KH, Schmerzen, blutigen Urin, Blasenentzüdnung. Nach einem Tag wollte ich nach Hause, zu Gabriel. Ich hielt es nur drei Tage aus. Die Schmerzen waren zu zu stark.Neuer Stent. Wieder Op. Dann hatte ich erstmal einigermaßen Ruhe. Mal abgesehen von starken Rückenschmerzen. In der 30 SSW platzte die Fruchtblase. Schnell ins KH. Drei Wochen lag ich noch so im KH. Dann wurde Felicitas per Kaiserschnitt im Januar 2011 ins Leben geholt. ich war am Ende. Jeden Tag Blutentnahmen, ein Antibiotikum nach dem anderen und Frank ließ sich nur selten blicken. Ein Trauma für mich. Meine Eltern kümmerten sich um Gabriel, besuchten mich jeden Tag, kochten mir meine Lieblingsgerichte. Ich zog in Erwägung nicht mehr nach Baden-Württemberg zurück zu kehren und Frank zu verlassen.
    Nach Felicita´s Geburt beruhigte sich alles wieder und ich beschloß Ende Febuar 2011 wieder zurück nach Stuttgart zu fahren. ich freute mich auf unsere Freunde, unsere schöne Wohnung usw...Meine Eltern waren entsetzt.Nach allem was sie für mich getan hatten, erwarteten sie das ich hier blieb.
    ich ließ mich nicht überreden.
    Wir fuhren zurück. Der Große war völlig neben sich. Oma war weg, der Papa war ihm fremd geworden. ich war noch nicht richtig fit. Gabriel war eifersüchtig. Konnte seine Schwester nicht ausstehen.
    Meine Eltern jammerten und ließen uns wissen, dass sie uns nicht mehr oft besuchen würden. Zu schmerzhaft wäre es für sie.Bald ging Gabriel in die Kita- Es war immernoch schwierig. Jörg kam spät von der Arbeit. und der Große nutzte jede Gelegenheit um Felicitas eins auszuwischen.Oft war auch ich am Ende meiner Kräfte.
    Dann bot sich im Juli eine freie Wohnung in meinem Heimatort. Frank gefiel das Objekt, mir hingegen nicht. Ich war in einer Zwickmühle. Sollten wir die Wohnung ablehnen, wären meine Eltern beleidigt.Frank hatte ja aber noch gar keine Arbeit in Sachsen. "Das wird schon" war die Aussage von allen. Naja, dachte ich, mit Unterstützung wird alles leichter, die Kinder sehen Oma und Opa öfter, ich kann wieder in einer Klinik arbeiten und wir müssen nicht ständig diese langen Autofahrten über uns ergehen müssen.Der Umzug in meinen Heimatort sollte für mich eine Entlastung sein.
    Also unterschrieben wir den Mietvertrag
    Und so ist nun: Jörg hat noch immer keine Arbeit, ich habe noch ein größeres Pensum als bisher (müssen zusätzlich auch noch Hausmeisterdienste übernehmen), ich bin häufig allein mit den Kindern (vor allem nachts ist es schlimm), ich bin ständig auf die Unterstützung meiner Eltern angewiesen und ich vermisse meine alte Umgebung in Baden-Württemberg.
    Mir fehlen meine Freunde und auch Frank fehlt mir. Gabriel fragt sehr oft nach seinem Papa und ich bin seit dem Umzug nur noch traurig.
    Am liebsten würde ich meine Sachen packen und wieder zurück nach Stuttgart gehen.Ich komme hier einfach nicht an und fühle mich nicht wohl.
    Ich habe das gefühl nicht mehr hierher zu gehören und das obwohl wir schon seit August wieder hier wohnen.
    Im Moment habe ich richtiges Heimweh.
    Manchmal glaube ich, ich habe diesen Schritt nur meinen Eltern zuliebe getan.
    Ich weiß gar nicht mehr weiter. ich kann mir nicht vorstellen, dauerhaft hier zu leben.
    FRANK spricht schon jetzt davon, wieder zurück zu ziehen, wenn er keine Arbeit findet. Aber wie wäre das für die Kinder?

    Besonders Gabriel würde sehr leiden !

    Vielleicht könnt ihr mir einen Rat geben !

    Danke
     
  2. Spätzin

    Spätzin Well-Known Member

    Hallo keppli28,

    im ersten Moment nach dem Lesen Deines Postings dachte ich, ja, wieder mal ein Mensch der auf alles und jeden Rücksicht nimmt und nicht selbst entscheidet, was gut und richtig für ihn ist.
    Ach ja, und die Verwandtschaft ... was haben wir (als Eltern) nicht alles für Dich getan??? Schuldgefühle erzeugen ohne Ende.

    Ratschläge habe ich nicht und raten kann ich Dir auch nicht.
    Aber ich denke, Du solltest mit Deinem Lebensgefährten ein ernstes Gespräch führen und ihr solltet abwägen, welche Entscheidung für EUCH als Familie dir Richtige ist.

    Ich schick mal ne Umarmung rüber ...
     

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