Ruhig sein, Introvertiert sein

Verena

New Member
Hallo! Ich versuche nun mein Problem so verständlich wie möglich zu schreiben. Freue mich auf jeden Rat!

Mein Problem ist, dass ich „ruhig“, „introvertiert“ bin. Ich höre lieber zu, spreche oft dann nur „offen“ (ohne nachzudenken was ich sage) wenn ich unter Menschen bin die ich schon länger kenne u. dennen ich vertraue (Familie, enge Freunde).

Kommt zu dieser Gesprächsgruppe nun jemand dazu (nicht jeder ist damit gemeint), beginne ich über jedes Wort nachzudenken was ich sage. Beginne mich selbst zu beobachten u. fühle mich sofort unwohl wenn es zu einem „Gesprächsstopp“ (in der Gruppe) kommt. Hab dann immer das Gefühl etwas sagen zu müssen (etw. Lustiges, Spannendes, …)
Diese Gedanken gehen mir nur durch den Kopf, wirklich sagen tue ich dann eigentlich nicht viel.

Ich weiß nicht warum ich so gegen dem „Ruhig sein“ bin. Vielleicht liegt es an folgenden Dingen:
- Meine Schwester ist sehr lebensfroh (spricht viel!) (möchte auch so sein, vor allem diese Lebensfreude ausstrahlen)
- Selbstwert (weiß aber dass wir alle gleich viel wert sind, egal ob ruhig, ausgeflippt, lebensfroh, traurig, ….)
- Selbsannerkennung ( weiß das – da ich nun mal ein ruhiger Typ bin – dass dies nicht unbedingt was schlechtes bedeuten muss, sondern durchaus auch „Vorteile“ haben kann.
- Angst vor dem was andere vor mir denken (sie könnten mich für verrückt halten, mich auslachen, etc.) (nur das mich jemand zb auslacht, ist eigentlich noch nie so wirklich passiert)


Naja, auf alle Fälle weiß ich nicht wie ich dieses Problem angehen soll. (Vor allem die Gründe warum mich das stört, sind mir noch etwas verschleiert) Ich stecke hier irgendwie fest.
Ich weiß nur ich möchte frei von dieser Angst sein (so nenne ich das mal) und somit mehr Freude am Leben zu haben.

Würde mich auf jeden Rat freuen, wie ich dieses Problem lösten könnte!:)

Liebe Grüße

Verena
 
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U

Umar

Guest
hi Verena,
erstmal willkommen hier :):party02:

kannst du zuerst mal sagen/schreiben wie alt du bist und seit wann dich dass
stört, das dein "Problem" ist, dass du „ruhig“, „introvertiert“ bist?

Ach so:
- Meine Schwester ist sehr lebensfroh (spricht viel!)
das viel sprechen müssen, sollen, brauchen...als "lebensfroh" zu bezeichnen, wäre verkehrt...:nono: das ist typbedingt, denn schweigen können gehört auch dazu, wenn man das Leben geniesst.

grüße
Umar :)

PS: also jemand anders würde bestimmt dann hier schreiben, er/sie hätte ein Problem, weil er/sie zu laut und extrovertiert sei...;)
 
H

Hildegard S.

Guest
Guten Abend, Verena!

Also, was mir dazu einfällt: Fritz Riemann ("Grundformen der Angst") nennt jene, die arg auf andere bezogen sind, "depressiv" strukturiert - im Gegensatz zu den Schizoiden, auf Distanz Bedachten.

Einer seiner "depressiv" strukturierten Patienten fühlte sich, wenn er in ein Konzert oder so ging, für das Gelingen des Abends verantwortlich!

Vielleicht denkst Du mal in diese Richtung: Dass Du Dich für das Wohlergehen des Neu-Hinzugekommenen verantwortlich fühlst, ohne ja wissen zu können, wie es zu bewerkstelligen wäre. :confused: Oder für die Aufrechterhaltung des üblichen Gesprächsflusses, weil Du sonst glaubst, dass der Neue denkt, er könnte stören (weil Du selber nämlich an seiner Stelle jede Unterbrechung Deinem "Eindringen" zuschreiben würdest)...

Viele Grüße!
Hildegard
 

Verena

New Member
Hallo!

Danke für eure Antworten. :)
Ich bin 20 und mich stört das seit ???? :confused: … dem ich oft gehört habe, dass ich der ruhigere Typ bin. War mir anfangs auch egal, nur habe ich dann mal so ein bisschen beobachtet. Menschen die nun mal alles sagen was ihnen auf dem Herzen liegt, bekommen auch oft das was sie wollen. Oder wenn sie nicht nachdenken was sie sagen, sondern einfach so rausreden, ist es auch oft einfach witziger, ….)

@ Umar21

Ja das stimmt, das mit dem typbedingt. Bei meiner Schwester fällt eben beides zusammen. (laut + lebensfroh)


………….

Heute ist mir das Thema manchmal durch den Kopf gegangen. Irgendwie ist das ganze ja auch gar nicht so schlimm, es ist eben einfach nervig, ständig zu hören, dass man so ist.


@ Hildegard S.
Hab da mal ein bisschen im Internet geblättert. Mag schon in etwa stimmen. Aber ich glaube es liegt eher an dem, dass ich Angst vor dem habe was die anderen vor mir denken (vor allem wenn ich sie noch nicht einschätzen kann).

Es tut eigentlich wirklich gut über das Thema zu schreiben, denn irgendwie kommt mir das Thema jetzt schon „sehr weit hergeholt“ vor. Es gibt nun mal solche und solche Menschen (wär ja sonst langweilig), nur wohl fühlen sollte ich mich damit.

Liebe Grüße Verena
 

Hotei

New Member
hi Verena,

habe so ziemlich das selbe Problem (bin introvertiert und rede kaum, Menschengruppen versetzen mich in Streß (dessen bin ich mir noch nicht so lange bewußt)--> da rede ich noch weniger und ich bin ein bischen "sensitiv" für die Stimmung anderer Menschen --> da ich meine eigenen Probleme nicht so "krass" sehe, höre ich dann fast nur zu)

Auf jedem Fall, wenn ich spreche dann:
Rede ich meist aus einem "wahrem Herzen" (ich lüge kaum und sage die Dinge so, wie ich sie mir denke) und das Gesagte ist mir wichtig.

Auf jedem Fall bin ich drauf gekommen, dass ich nicht gerne rede, weil ich, bevor ich was sage, meist der Meinung bin, dass mich mein Gegenüber nicht versteht bzw. nicht wirklich zuhört (dessen bin ich mir erst seit kurzem bewußt).

Den Beitrag von Hildegard S. finde ich übrigens ganz gut. (Wenn auch viel zu kurz)

g*
 

Ganlog

Active Member
Kann dir nachfühlen

Verena schrieb:
Mein Problem ist, dass ich „ruhig“, „introvertiert“ bin. Ich höre lieber zu, spreche oft dann nur „offen“ (ohne nachzudenken was ich sage) wenn ich unter Menschen bin die ich schon länger kenne u. dennen ich vertraue (Familie, enge Freunde).

Kommt zu dieser Gesprächsgruppe nun jemand dazu (nicht jeder ist damit gemeint), beginne ich über jedes Wort nachzudenken was ich sage. Beginne mich selbst zu beobachten u. fühle mich sofort unwohl wenn es zu einem „Gesprächsstopp“ (in der Gruppe) kommt. Hab dann immer das Gefühl etwas sagen zu müssen (etw. Lustiges, Spannendes, …)
Diese Gedanken gehen mir nur durch den Kopf, wirklich sagen tue ich dann eigentlich nicht viel.
Hallo Verena
Du bist nicht alleine mit diesem Problem. Ich erlebe ziemlich genau dasselbe wie du. Auch das Verhaltensmuster dass wenn es in einer Gruppe still wird dass ich irgendwie etwas sagen sollte. Ich fühle mich auf eine Art Verantwortlich für das Gespräch. Dies geht mir eben auch in einem Gespräch unter 4 Augen bei Personen die ich noch nicht gut kenne so.

Bei mir macht sich eben schnell das Gefühl breit: ruhig = langweilig = uninteressant & = komisch (so in der Art: Der ist ja komisch der sagt ja nie etwas)

@ hotei
Auf jedem Fall, wenn ich spreche dann:
Rede ich meist aus einem "wahrem Herzen" (ich lüge kaum und sage die Dinge so, wie ich sie mir denke) und das Gesagte ist mir wichtig.

Ich wünschte ich könnte so bei mir in meiner Mitte bleiben. Durch die negativen Gedankenmuster und die Komplexe die sich dann bei mir breit machen gerate ich dann häufig in eine richtige Abwärtsspirale. Das heisst weil ich mich so in dieses Negativgefühlsgewirr hineinsteigere werde ich noch ruhiger als ich eigentlich sonst schon bin und versteife mich völlig.


Möglicherweise habe ich unter anderem das Gefühl, dass die Leute etwas von mir erwarten und dass ich dem nicht gerecht werden könnte, wieso auch immer.

Zum Teil gehe ich den Nachbarn oder sonstigen "Aufeinandertreffen"-Situationen richtig aus dem Wege.
Ab und zu mache ich dann aber doch wieder ein Apéro und lade ein paar Nachbarn ein oder lade meinen Cousin der gleichzeitig mein Patenkind ist zu mir auf ein paar Ferientage ein.
Konfrontiere mich ab und zu mit solchen Situation um den Umgang damit zu lernen. Aber irgendwie schaffe ich es nicht so richtig die negativen Gedanken und Gefühle während solchen Situationen abzulegen und vor allem verursachen solche Erignisse bei mir schon Tage davor ziemlich viel Stress!

Ich arbeite wirklich daran komme aber irgendwie doch nicht auf einen grünen Punkt. Eine 3 jährige Psychotherapie habe ich schon hinter mir welche leider gar nichts gebracht hat.
Gewisse Dinge verlangen einem wirklich viel Geduld und Härtknäckigkeit im Leben ab. :fechten:

Wenigstens hilft mir Mediation ein wenig mehr mit den Gedanken im Hier und Jetzt zu bleiben und nicht ständig mit den Gedanken abzuschwirren. In schwierigen Situationen gelingt das aber nicht mehr aber ich bleib dran :)

Liebe Grüsse Ganlog
 

Verena

New Member
Hi!:winken5:

Zitat von Ganlog:

Bei mir macht sich eben schnell das Gefühl breit: ruhig = langweilig = uninteressant & = komisch (so in der Art: Der ist ja komisch der sagt ja nie etwas)

Ja, dieses Gefühl kenne ich auch sehr gut. Aber ich denke, dass ich den Grund dafür (beim mir) weiß. Denn wenn ich so meinen Freunden od. Arbeitskollegen zuhöre, heißt es immer: „Wie ist der/die so? Der ist lebhaft, mit dem kann man Spaß haben, etc.“ Ich verbinde dass nämlich auch so: lebhaft = spaß haben; ruhig = langweilig. (Und mir ist es dann doch irgendwie wichtig, was andere von mir denken. )

Ich weiß aber auch, dass dies irgendwie gar nicht stimmt. Denn man kann auch mit Menschen Spaß haben, die ruhiger sind, nur irgendwie versteht dies nur mein Verstand, aber nicht mein Gefühl. Und ich weiß leider nicht wie ich von dieser Überzeugung los komme.:confused:

@Ganlog:
Wünsche dir auf jeden Fall, viel Glück auf einen grünen Punkt zu kommen.:kiss3:

Zitat von Hotei:

Auf jedem Fall bin ich drauf gekommen, dass ich nicht gerne rede, weil ich, bevor ich was sage, meist der Meinung bin, dass mich mein Gegenüber nicht versteht bzw. nicht wirklich zuhört

Auch ich bin manchmal der Meinung, dass Andere mich zum Teil nicht verstehen. Aber mir persönlich ist es dann wichtig, einen Draht zu meinem Gegenüber zu finden. Wenn ich ihm meine Anschauungen schon nicht so erklären kann wie ich sie verstehe, dann möchte ich zumindest seine Anschauungen verstehen.

Liebe Grüße Verena
 

Myrrhe

Member
Hallo Verena, :)

Auch ich kenne dieses "Problem".

Ich beobachte die Menschen meist und höre zu wenn sie reden .
Glaube,dass ich eine innere Blockade habe und zwar bedingt aus der Kindheit.

Habe auch eine Schwester, die äusserst Redegewandt ist und immer im Mittelpunkt steht. :winken1:
Ich fühlte mich deshalb wohl auch immer als Aussenseiterin. :nudelwalk

Ich kam einfach nicht gegen sie an, habs irgendwann auch aufgegeben.

Dieses schlechte Gefühl bei einem Gesprächsstopp ist bei mir die Angst ,die Situation so wie sie ist ,schweigend auszuhalten.
Vielleicht auch Angst vor zuviel Nähe.
Durch Reden kann ich Personen ja auch von mir ablenken, oder? :debatte:

Liebe Grüße
Myrrhe
 

bschmiddi75

Well-Known Member
AW: Ruhig sein, Introvertiert sein

Hach muß mal wieder feststellen daß ich das auch kenne!

In größeren Gruppen oder bei Fremden bin ich auch eher zurückhaltend!

Aber na und!?
Heute stört mich das nicht mehr...

Bin nicht der Typ den Pausenclown o.ä. zu machen....

Mir gehen auch viele Sachen durch den Kopf die ich zu einem Gespräch beitragen könnte,aber bis ich soweit bin ist das Thema schon wieder vorbei oder ich komme nicht zu Wort oder ich dag dann einfach "Darf ich auch mal was sagen!?"

Weniger wert ist man deswegen bestimmt nicht,weniger kann auch mehr sein :)
 

leichte Feder

Well-Known Member
AW: Ruhig sein, Introvertiert sein

Hi Bschmiddi!
Ich habe so das Gefühl dass zu diesem Thema länger nichts mehr geschrieben wurde! ;-)
Ich bin auch ein ruhiger Typ, die die mich nicht kennen sagen introvertiert oder verschlossen dazu.
Es stimmt schon, ich gebe Fremden wenig von mir Preis, bzw. filtere ich das aus was ich wem sagen will. Dann gibt es aber Menschen die ich noch nicht so gut kenne wie Freunde, denen vertraue ich Dinge an, was mich eigentlich selbst wundert. Aber da passt es dann einfach.
Ich denke immer sehr viel nach bevor ich etwas sage. Auch, weil ich andre nicht verletzen will, denn wenn ich etwas sage dann bin ich sehr direkt, erbarmungslos direkt.
Ich beobachte gerne und übernehme die passive Rolle, würde mich nie imMittelpunkt drängen.
Gut, wenn es "brennt", dann muss ich reden.
Stören tut mich das auch nicht mehr. Ich glaube nur dass viele mit dieser Art nicht zurecht kommen, weil die meisten anders sind, einfach quatschen, egal was, auch wenn nur Blödsinn rauskommt. Im Reden sind einige sehr gut, aber die Frage ist: Was steckt dahinter??

Und weniger Wert sein- sicher nicht.
 

Gioia

Active Member
AW: Ruhig sein, Introvertiert sein

Hallöchen!
Ich habe diesen Thread soeben erst entdeckt und kann mich ebenfalls hier einreihen - auch ich kenne dieses Gefühl sehr, sehr gut. Für mich persönlich kann ich das zwar inzwischen schon recht gut annehmen, aber:

Ich glaube nur dass viele mit dieser Art nicht zurecht kommen, weil die meisten anders sind, einfach quatschen, egal was, auch wenn nur Blödsinn rauskommt.

Das Problem ist, dass es in meinem Umkreis hauptsächlich SOLCHE Leute gibt, die eben einerseits mit meiner Art nicht viel anfangen können, aber umgekehrt komme ich auch mit DEREN Art nicht zurecht. Die Folge daraus ist, dass ich mich immer mehr in mein Schneckenhaus verkrieche, da mich diese ganzen "Vielquatscher", Wichtigtuer und Dampfplauderer echt nur noch nerven. :escape:

Da tut es einfach gut, hier zu erfahren, dass ich nicht die einzige bin, der es so geht.

Liebe Grüße
Gioia
 

bschmiddi75

Well-Known Member
AW: Ruhig sein, Introvertiert sein

Ich sag s Euch und ich stelle immer wieder fest....
es gibt viieeel zu viiieeele Leute die
viiieeel zu viiiieeel reden....

deshalb fasse ich mich kurz :)
 

Tizia

Member
AW: Ruhig sein, Introvertiert sein

...es beruhigt mich ungemein, zu lesen, dass es mehr menschen von meinem schlag gibt.

obwohl ich für mich selber oft ein phänomen bin...ich trette immer öfter aus meinem schatten und stell mich auf meine beine - besonders beruflich ist mir die letzten jahre nix anderes übrig geblieben...gerade heute habe ich eine heftige und zugebenen emotianale stellungsnahme vor 25 leuten gehalten - war eine offiziele ganztagesbesprechung mit geschäftsleitung inkl. - war total befreiend und führte zu einem euphorisch angehauchten höhenflug meinerseits...und ich bin echt stolz auf mich, weils für mich schon ein gewaltiges "über den schatten springen ist"

aber schritt für schritt kann man sich auch mal was traun... die meisten denken garnicht groß nach, über möglichen reaktionen auf ihr gesagtes...

ist nicht unbedingt erstrebenswert für mich, aber eine gewisse unbeschwertheit kann man sich schon wieder antrainieren...irgendwann liegen wir alle auf einem friedhof, und auf dem grabstein kann man davon dann auch nix mehr lesen...eigenartige auffassung, aber mir hilfst!


habe aber gelernt, mich so zu aktzeptieren wie ich bin...bin eben keine quasseltante, finde daran auch eher positive seiten, weil die meisten menschen, die viel reden eh nicht wirklich was zu sagen haben...da würds nicht auffallen, wenn man jeden 2. satz weglassen würd...wär immer noch genug...

in dem sinne...liebt euch, wie ihr seid, lasst euch nicht unterbuttern von leuten die in einer tour die klappe offen haben - und trauts euch auch mal was ....das gefühl es "geschafft zu haben" ist unbeschreiblich...

seit wie die pipi langschrumpf...wiediewie, wiedeiwei, wiedei hopsasa...die macht sich die welt, auch wie sie ihr gefällt...

ich hoff, es hält mich jetzt keiner für total durchgeknallt...obwohl das vielleicht garnicht das schlechteste ist.

liebe grüße
von tizia - pipi


PS: und von wegen...langweilig...g*
 
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Verena

New Member
AW: Ruhig sein, Introvertiert sein

Hy, hab schon länger nicht mehr hier reingeschaut, freut mich zu hören, das es mehr Menschen gibt denen es so geht wie mir. Nun sind seit meinem ersten Beitrag zwei Jahre vergangen. Vieles hat sich geändert. Noch immer habe ich diese dumpfe Angst in mir, anders zu sein, nicht dazu zu gehören, Angst vor dem das andere über mich schlecht denken. Aber ich habe mittlerweile auch gelernt vieles an mir anzunehmen. Ich kann nun durchaus auch Vorteile in meinem Ruhig sein erkennen, habe eine große Sensibilität in mir entdeckt, kann mich im großen und ganzen viel bewusster wahrnehmen. Es gibt viele welche ruhiger sind - jene welche mir von anfang an sympatischer sind - jene mit denen man auch einmal tiefgründigere Gespräche führen kann - jene welche hinterfragen, und nicht alles so annehmen wie es ist. Ich bin zurzeit dabei, mehr aus mir herauszugehen, zu wagen, mein anders sein zu leben. Mich frei zu machen, vor dem das andere mich möglicherweise negativ bewerten. Und in einigen Bereichen ist mir dies bereits gelungen *freu* - schön welch Lebensfreude dabei aufkommt. :)
Liebe Grüße
 
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