Warum bin ich so materialorientiert?

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prudencia

Guest
Hallo liebe Foris!
Ich muß mal wieder etwas loswerden. Im Grunde bin ich kein materialistischer Mensch, eher ein idealischtischer, denke ich zumindest von mir selbst. Geld und Dinge sind mir nicht so wichtig. Nun habe ich aber ein großes Problem, was dem widerspricht. Ich bin fast ein Messie :nudelwalk , weil ich alles aufhebe. Fast, weil ich alles schön geordnet liegen habe. Es wird nur allmählich zuviel. Ich denke dann, es hat auch mal was gekostet, wer weiß wann ich es nochmal brauche, dann muß ich es wieder neu kaufen. Es sind teilweise kaum benutze Dinge aus vielerlei Gründen, die ich hier nicht auflisten möchte. Es ist alles so teuer geworden und für mich ist es auch eine Art von Sparen, wenn ich nicht so viel kaufen brauche.
Ich habe jetzt schon sehr, sehr, viel weggeschenkt, geschmissen, gespendet und verkauft, aber eben noch nicht alles. Ich weiß auch, daß es mich irgendwie belastet. Trotzdem tue ich mich riesig schwer die Dinge wegzubringen. Die Sachen haben teilweise auch nicht mal einen großen Wert. Geldlich nicht und gedanklich für mich auch nicht. Es sind nur obige Gedanken, wenn ich es nachher kaufen muss, ist es zu teuer. Ich bringe es einfach nicht übers Herz alles wegzuschmeißen.
Wie kann das? Was ist da mit mir los? Ich stelle mir auch vor, wenn ich es alles wegschmeißen würde, wie befreit ich dann wäre. Das es kein großer Verlust ist. Stehe ich dann aber vor dem Müllsack, bringe ich es nicht hinein.
Weiß eine/r von euch Hilfe?
Prudencia
 
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AW: Warum bin ich so materialorientiert?

Früher ging es mir auch mal so. Alles wurde aufgehoben, aber da wohnte ich noch Zuhause bei meiner Mutter, die auch nicht anders ist.

Dann starb meine Oma und wir mussten ihre ordentliche übersichtliche Wohnung auflösen.
Auf einmal wude mir bewusst: man kann nichts mitnehmen und die Kinder müssen sich dann damit rumschlagen.
Ich sah mir die Wohnung meiner Mutter mit anderen Augen an und bekam Panik.;)

Jetzt habe ich kein Problem mehr mit dem wegwerfen. Was ich 1 Jahr nicht benutzt habe wird überprüft und kommt gegebenfalls weg.:D

Du solltest dir jeden Gegenstand mal anders ansehen.

'es ist nur eine Zeitung, nur Papier, wertlos für mich. Oder diese Glückwunschkarte von meinem Freund: damals hatte ich mich sehr darüber gefreut. Sie hat ihren Sinn nun erfüllt-weg dami!'
 
AW: Warum bin ich so materialorientiert?

Liebe prudencia,

deinen Gedankenansatz, dass ja alles auch mit einem gewissen Wiederbeschaffungswert zu bemessen ist, finde ich eigentlich recht pragmatisch und realistisch.

Vielleicht würde es dir helfen, all die Gegenstände nach einem bestimmten
Gesichtspunkt zu sortieren, sie in säuberlich beschriftete Kartons zu packen und diese dann im Keller oder Dachboden aufzubewahren. So lange, bis du von einer späteren Wiederverwendung überzeugt bist - oder auch nicht (dann kannst du die Sachen ja auch tatsächlich weggeben).

Du hättest unmittelbar Ordnung geschaffen (so lebt es sich tatsächlich leichter und schöner, finde ich) und bräuchtest erst "loszulassen", wenn du auch wirklich bereit bist dazu.

LG
Karin
 
AW: Warum bin ich so materialorientiert?

@Eas of the sun: Ich schaffe es nicht, versucht habe ich das schon. Ich finde es zu schade.

@ Karin: Diese Ordnung habe ich ja. Es liegt fein säuberlich in Kästen, Kisten und Boxen. Nur... es wird zuviel.

:cry2: :bwaah: :cry:
Ich kann einfach nichts wegschmeißen.
Prudencia
 
AW: Warum bin ich so materialorientiert?

Aber wenn es in Kisten rumsteht brauchst du es nicht!!!

Bitte doch Jemand anders es wegzuwerfen.

Kannst du genau sagen was daran zu schade ist?:)
 
AW: Warum bin ich so materialorientiert?

Hallo,

wenn dir ums Geld leid ist, dann stell dich damit auf den Flohmarkt oder verscherble es im Internet.

Wenn dir um die Sachen leid ist, dann verschenk sie an Menschen, die es schätzen können.

Du kannst es auch eintauschen oder für gaaaanz lange verborgen.

Jeder hat so seine Schwächen - sei stolz darauf!
 
AW: Warum bin ich so materialorientiert?

Hallo
Aber wenn es in Kisten rumsteht brauchst du es nicht!!!
Bitte doch Jemand anders es wegzuwerfen.
... :o funktioniert auch nicht :o Angebote habe ich genug...aber ich bestehe darauf es irgendwann selber zu machen :engel: bescheuert nich? Ich denke auch immer ich kann das irgendwann, aber der Zeitpunkt will irgendwie nich kommen.

Kannst du genau sagen was daran zu schade ist?:)
nee, nur wie oben...ich denke es hat mal Geld gekostet und falls ich oder jemand anders es braucht, brauche ich es nicht zu kaufen. Es ist doch alles so teuer geworden.

wenn dir ums Geld leid ist, dann stell dich damit auf den Flohmarkt oder verscherble es im Internet.
ja, das mache ich ja schon, ich dachte auch es funktioniert, aber irgendwie sammelt sich immer wieder etwas an

Wenn dir um die Sachen leid ist, dann verschenk sie an Menschen, die es schätzen können.
mache ich auch schon

Du kannst es auch eintauschen oder für gaaaanz lange verborgen.
kenne keinen, der das macht

Jeder hat so seine Schwächen - sei stolz darauf!
findest du?
Prudencia
 
AW: Warum bin ich so materialorientiert?

lies mal karen kingstons feng-shui buch "gerümpel des alltags" :clown:
lg chira
 
AW: Warum bin ich so materialorientiert?

Liebe prudencia,

ich hab beim durchlesen deines Theads das Gefühl, dass es sich hier im Kreis dreht - viele gute Tipps, wie du endlich was loswerden könntest, aber du willst auf nichts eingehen, weil du offenbar alles schon probiert hast und es einfach nicht geht.

Daher komm ich jetzt mal von ganz einer anderen Seite, und zwar aufgrund dieser Aussage von dir:

ja, das mache ich ja schon, ich dachte auch es funktioniert, aber irgendwie sammelt sich immer wieder etwas an

Bitte erklär mir, WIE sich bei dir immer wieder was ansammelt. Bitte ganz genau im Detail, WAS und WIE du zu der Ansammlung kommst. Ich könnte mir vorstellen, dass vielleicht dort der Hase im Pfeffer liegt und wenn du wirklich eine Lösung willst, wär es hilfreich, einmal diese Seite genau anzuschaun.

Liebe Grüße,
Free Spirit
 
AW: Warum bin ich so materialorientiert?

Ach Free Spirit,
heute morgen ist es wieder passiert, ich habe gedacht, ich schreib es gleich hier rein. Das passt gut zu deinen Fragen.
Bitte erklär mir, WIE sich bei dir immer wieder was ansammelt. Bitte ganz genau im Detail, WAS und WIE du zu der Ansammlung kommst. Ich könnte mir vorstellen, dass vielleicht dort der Hase im Pfeffer liegt und wenn du wirklich eine Lösung willst, wär es hilfreich, einmal diese Seite genau anzuschaun.
Der Käse war leer, ich wollte die Verpackung wegschmeißen....aber der Boden war so dick, da habe ich ihn erst mal abgetrennt, weil man kann ihn prima für ein Geschenk verwenden. Ich verpacke nämlich liebend gerne Geschenke :nudelwalk. Verpackungen von Blumen und anderen Geschenken, nur wenn sie einwandfrei sind, die bewahre ich auch auf. Früher habe ich jeden Fetzen aufbewahrt. Es ist schon bedeutend besser geworden:clown:
Also gehen wir mal davon aus, ich habe gerade geputzt und alles aufgeräumt. Alles ist tipp topp und picobello. Weil ich bin auch Meister im Chaos verbreiten. Ich komme nach Hause, und verteile erst einmal meine Einkäufe. Direkt alles wegpacken schaffe ich nicht unbedingt sofort, da zwei kleine Kinder oder Telefonate. Zeitungen und Post kommt erst mal auf einen Stapel, weil ich will ja alles noch lesen. Bloß wann? Bis ich dazu komme ist der Stapel um ein Vielfaches angewachsen, aber ich will ihn ja noch lesen. Ach ja die Einkäufe...
Ich bin ja schon froh, früher habe ich Bierdeckel, Streichholzschachteln, Servietten und Plastiktüten gesammelt; wg. der tollen Motive, fand es zu schade zum wegschmeißen. Heute bewahre ich nur noch die Plastiktüten auf um Müll darein zupacken oder mal jemandem mitzugeben. Ist doch schon ein Fortschritt, oder? Ich denke immer, ich kann es irgendwann nochmal gebrauchen. Oft ist es ja auch so, aber bis dahin liegt es und liegt es und nimmt eine Menge Platz weg.
Im Kopf bin ich ja mittlerweile schon soweit, daß ich denke, wenn alles weg wäre, hätte ich nichts weniger. Dadurch schmeiße ich schon mehr weg, aber noch nicht alles. Noch ein paar Beispiele? Klamotten, die nix mehr sind, wenn es das Material zuläßt, schneide ich klein, um sie als Putzlappen zu nutzen. Papier, welches von einer Seite blanko ist, bewahre ich als Schmierpapier oder für kleine Notizzettel auf. Manchmal bewahre ich auch Cremedöschen auf...oder Blumentöpfe, auch wenn ich sie häßlich finde, aber wenn doch damit nix ist...Ich schaffe es jetzt allerdings schon, wenn eine kleine Macke dran ist, die Dinge wegzuschmeissen. Blumen, die hinüber sind versuche ich solange wieder aufzupäppeln, bis meine Mutter mal vorbei kommt und sie wegschmeisst, weil ich bringe das nicht übers Herz.
Hilft dir das schon weiter?
Prudencia
P.S.: aber es liegt alles schön sortiert in Kartons und Kästen...
 
AW: Warum bin ich so materialorientiert?

Liebe prudencia,
vielen Dank für deine ausführliche Schilderung. Es sind also irrsinnig viele Kleinigkeiten, die du sammelst, weil immer wieder der Gedanke kommt: das könnte ich BRAUCHEN. Es fühlt sich für mich nicht so an, dass du Geld sparen willst, sondern dass du irgendetwas in deinem Inneren BRAUCHST, dem aber noch nicht auf die Spur gekommen bist, weil du das ins Außen verlagert hast und dir daher einbildest, diese ganzen Kleinigkeiten zu brauchen.

Daher mein Rat: versuch mal herauszufinden, was es wirklich ist, das du BRAUCHST? Fühl mal rein in dich - nicht gleich denken - zuerst spüren, und dann die Frage stellen: Was FEHLT mir wirklich? Ich glaube, es gibt da irgendein Gefühl, keine materielle Sache, das du gerne hättest. Probiers einfach mal aus, kann ja nichts schaden und falls du auf was draufkommst, dann wärs fein, wenn du mir das schreiben würdest, wenn du willst auch per PN, wie es dir lieber ist.

Alles Liebe,
Free Spirit
 
AW: Warum bin ich so materialorientiert?

hallo prudencia,

gibt es bei euch auch gelbe säcke und altpapier? dann kannst du dir nämlich denken, dass die sachen ja noch weiterverwertet werden, nur eben nicht bei dir. klar kann einem bei bestimmten verpackungen der gedanke kommen, dass man es noch gebrauchen könnte, aber wie gesagt, es kann ja auch gewerbschaftlich gebraucht werden und du hast den kram aus dem haus und etwas gutes getan.

ebenso kann man mit altmetall und wohngegenständen verfahren, es gibt auch dafür stellen.

gruss und viel erfolg

althea
 
Vergiss es nie

Vergiss es nie: Das du lebst, war keine eigene Idee,
und das du atmest, kein Entschluss von dir,
Vergiss es nie: Das du lebst, war eines anderen Idee ,
und das du atmest, sein Geschenk an dich.

Vergiss es nie: Niemand denkt und fühlt und handelt so wie du,
und niemand lächelt so, wie du¥s grad tust.
Vergiss es nie: Niemand sieht den Himmel ganz genau wie du,
und niemand hat je, was du weißt, gewusst.

Vergiss es nie: Dein Gesicht hat niemand sonst auf dieser Welt,
und solche Augen hast alleine du.
Vergiss es nie: Du bist reich, egal ob mit, ob ohne Geld,
denn du kannst leben ! Niemand lebt wie du.

Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur,
ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur.
Du bist ein Gedanke Gottes -
Ein genialer noch dazu. Du bist Du.

(Jürgen Werth)
 
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