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wie kann ich meiner nachbarin helfen

Dieses Thema im Forum "Freundschaft, Freunde finden,Probleme mit Freunden" wurde erstellt von peperl, 11 Juni 2011.

  1. peperl

    peperl Member

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    meine nachbarin ist 80 jahre alt---vor einem jahr ist ihr mann vestorben,seit dem baut sie immer mehr ab---obwohl der sohn ,noch unverheiratet zu hause lebt,einkauft wäscht und putzt u.kocht---sagt sie zu mir der tut sich nichts an um mich,der kümmert sich nicht um mich---sie läuft auf der strasse rum und sagt das auch zu den anderen nachbarn---ich gehe beinahe täglich zu ihr nehme mir zeit und höre ihr zu versuche ihr zu sagen ,dass andere menschen ganz alleine leben mussen und sie es eh gut hat---wir leben auf den land und alle nachbarn sind nett zu ihr u.reden mit ihr.eigentlich ist sie nicht alleine---natürlich können wir ihr nicht ihren mann ersetzen---sie kann sich auch mit nichts beschäftigen,kein fernsehen oder radiohören---oder auch lesen,nichts---wenn man den ganzen tag nur rumsitzt ,da muss man ja verzweifeln,wie soll man da helfen---vielleicht hat jemand vorschläge,lg
     
  2. abendsonne

    abendsonne Well-Known Member

    hallo peperl, ich finde, du tust sehr viel für die nachbarin. du hörst ihr zu.

    wenn du dich übergebührlich um sie kümmerst, dann bestärkst du sie in der meinung, ihr sohn würde sich nicht ausreichend um sie kümmern, denn dann hat sie ja auch noch einen vergleich mit einem außenbezug. die nachbarin ist befähigt, sich mit sich anbietenden dingen wie radiohören, fernsehen etc. zu beschäftigen. es ist jemand für sie da. wenn der sohn wäscht, putzt und kocht, dann ist das schon viel mehr, als viele söhne tun würden für die mutter. wenn du der nachbarin sagst, dass manche gar niemand haben, dann ist das bewusstmachung. find ich voll okay, was du jetzt schon tust für sie.

    lg abendsonne
     
  3. peperl

    peperl Member

    soll man ihr das bewusst machen,ist das sinnvoll,danke für die antwort und lg
     
  4. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Perperl!

    Ich kann jetzt nicht viel dazu schreiben, weil ich die Situation nicht gut kenne, aber so wie Du das beschreibst, könnte es sein, dass es einfach für sie eine Möglichkeit ist, den anderen mitzuteilen, dass ihr Mann ihr sehr abgeht?

    Vielleicht fühlt sie sich einfach "leer" ohne ihn.

    Ich würde an Deiner Stelle das Thema vorsichtig auf ihren Mann lenken und schauen, wie sie reagiert. Vielleicht wird ihr dann bewusst, dass sie sich einsam bzw. unbehütet fühlt, weil er nicht mehr da ist. Wenn sie das geschafft hat, dann wäre es vielleicht leichter, ihr zu helfen.

    Viele Zurückbleibenden haben oft das Glück, den Verstorbenen im Raum zu spüren und sich dadurch nicht einsam, sondern nach wie vor verbunden zu fühlen. Rede mal mit ihr darüber, wie sie das empfindet. Vielleicht hilft es ihr, vielleicht verdrängt sie sehr viel.

    War so ein Gedanke von mir dazu, kann auch sein, dass ich mich da täusche.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
    Spätzin gefällt das.
  5. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    Hallo Peperl,

    hast Du auch Kontakt zu dem Sohn?
    Ist er ein Netter?
    Was hast Du für einen Eindruck?

    LG
    Lucille
     
  6. peperl

    peperl Member

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    ja das sagt sie ja auch immer ,sie kann nur an das eine denken---ihr mann geht ihr ab---sie sagt auch ich komm mir so verloren vor---
     
  7. peperl

    peperl Member

     
  8. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Peperl!

    Wenn sie schon meint, ihr verstorbener Mann ginge ihr so sehr ab, dann würde ich auch da ansetzen.

    Vielleicht magst Du sie ja mal fragen, was für Vorstellungen sie so hat wo ihr Mann jetzt "sein" möge, ob sie an ein Weiterleben (und damit an ein Wiedersehen) nach dem Tod glaubt, wie da ihre Einstellung sei.

    Und ob sie ihn spürt, ob sie sozusagen einen Draht oder eine Verbindung zu ihm hat.

    Möglicherweise kann sie dadurch zu einem Stand kommen, der ihr Hoffnung gibt bzw. mit dem sie sich arrangieren kann. Die Trauerarbeit dauert ja meistens länger als ein Jahr, es könnte sein, dass sie jetzt in einer Phase ist, wo sie Hilfe benötigen könnte.

    Gute Unterstützung würde da z.B. die Hospiz anbieten. Die Hospiz bietet (meist gratis weil ehrenamtlich) Trauerbegleitung an, wenn sie selbst nicht hingehen kann, dann kommen sie auch zu ihr. Da werden Probleme besprochen und das sind geschulte Menschen mit sehr viel Einfühlungsvermögen, die sich mit den verschiedenen Trauerphasen gut auskennen und wirklich helfen können.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
    *SALU*, Ludmilla, abendsonne und 2 anderen gefällt das.
  9. abendsonne

    abendsonne Well-Known Member

    naja, es ist schwierig, weil sie dann ev. das gefühl bekommt, sie dürfte mit dir nicht über ihre einsamkeit reden, weil es ja andere gibt, die noch viel mehr alleine sind. und wenn es ihr subjektives empfinden ist, dass ihr sohn zu wenig für sie da ist, dann mag das auch aus 'DEM grund sein, weils einfach ein anknüpfungspunkt für sie selber ist, um eine verbindung zu einem anderen herzustellen. die leute hören halt schneller zu, wenn sich jemand mal über was anderes ausreden will als über krankheiten. und das nützt sie dann aus. mit sicherheit unbewusst.

    ich würde da vielleicht eher ins detail gehen.
    sie fragen, warum sie das gefühl hat, der sohn ist zu wenig für sie da etc. . . . die chance zu bekommen, detailgeschichten zu erzählen, hilft unheimlich, seine sichtweise zu hinterfragen, zu stabilisieren oder zu ändern. bei meinem letzten seminar haben wir verschiedenen indikatoren bewertungen zugeordnet, und nachdem die sichtweisen erläutert wurden und hinterfragt wurden, gabs nicht nur einmal von bewertung 1 eine änderung auf 5. einfach diese JA, TATSÄCHLICH-erlebnisse.
    das ist echt voll interessant. oft ist man dermaßen verbohrt in einer ansicht, dass es einer außenwirkung bedarf, dass man auch nur annähernd verrückt in eine reale richtung.

    ich würd sie desweiteren auch an die schönen seiten des lebens erinnern.

    erinnert zu werden an die alltäglichen dinge "einkaufen" zum beispiel. sag ihr einfach: ich fahr zur billa oder wo auch immer hin, "soll ich was mitbringen". wenn du dann heimkommst: "puh, in der stadt ist ein verkehr..... . ich bin froh wieder in der ruhe hier zu sein".
    einfach ablenken von allem, was sehr schwer ist. wenn zeit ist aber auch mal in die tiefe gehen, so wie reinfriede sagt. oder DIESES thema vielleicht tatsächlich gleich durchmachen. sie so lange reden und erzählen lassen, bis sie gar nicht mehr drüber reden mag. natürlich schon die zeit selber abstecken :). sonst bist gleich vereinnahmt und sie wartet schon, bis du mit dem auto vorfährst.

    lg abendsonne
     
  10. peperl

    peperl Member

     
  11. peperl

    peperl Member

    das mach ich ja auch ,ich erzähle ihr von meinen kinder,die sie übrigens sehr gerne hat,manchmal fahr ich mit ihr auch in den friedhof,oder gehe mit ihr auf ein eis ,aber sie ist sehr sprunghaft und kann gar nicht so recht geniesen---wenn ich dann nach hause gehe,sagt sie immer,geh bleib noch,mir ist fad ,sie weiss nichts mit sich anzufangen---und du sprichst es an,ich muss mich schon abgrenzen---sie würde eine beschäftigungstherapie brauchen,der sohn hat nicht die nervendazu---vielen dank für eure lieben antworten,lg
     
  12. peperl

    peperl Member

     
  13. peperl

    peperl Member

    liebe reinfriede,das mit hospiz wäre natürlich eine gute sache,da ich diese arbeit kenne,habe 1998 eine ausbildung zur sterbebegleitung gemacht,und hilfe von aussen wäre mir recht,aber sie davon zu überzeugen ist so schwer,lg
     
  14. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Peperl!

    Wenn Du die Ausbildung gemacht hast, dann kennst Du ja sicher auch viele Mitarbeiter persönlich. Vielleicht magst Du einfach unverbindlich jemanden von der Hospiz mitnehmen, der Dir dann auch unter die Arme greift? Und vielleicht kommt sie dann auf den Geschmack, sich doch helfen zu lassen?

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
  15. peperl

    peperl Member

    werd sehn,lg
     

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