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Der Umgang mit Angst

Dieses Thema im Forum "Angst, Panikattacken - was tun?" wurde erstellt von Octava, 24 August 2004.

  1. Octava

    Octava Well-Known Member

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    Ich hab vor ca. 3 Jahren einen Text verfasst, wo ich mich ganz direkt mit dem Thema Angst befasste. Den möchte ich gern hier mit Euch teilen und evtl. darüber diskutieren, wie Ihr mit Eurer Angst umgeht. :)

    "...Meine Absicht ist es nicht, dunkle Stimmung zu machen. Im Gegenteil, ich versuche nur zu verdeutlichen, dass all die Planung und Vorausarbeit, unser Leben abzusichern, verschwendete Energie ist. Klar, natürlich nicht ganz und gar, Versicherungen und finanzielle Absicherungen sind natürlich wichtig, aber man sollte nicht zuviel an Energie daran verschwenden, da das Hauptaugenmerk auf eine ganz andere und viel wichtigere Sache gelegt werden sollte - nämlich auf die 'Innere Stimme'.

    Meine innere Stimme sagte mir, dass ich es wagen sollte, direkt auf die Angst zuzugehen und zu lernen ihr zu vertrauen. Für mich ist diese Angst nichts Bedrohliches mehr, ich sehe sie als einen Freund. Sich in die ‚Arme der Angst’ zu begeben hat in sich etwas sehr Positives und Geborgenes, wenn man lernt die Angst so zu sehen wie sie eigentlich ist. Ich habe mich in die Arme der Angst begeben und mich von Ihr leiten lassen. Dadurch habe ich mehr über sie erfahren und sie wurde mir vertraut.

    Ich glaube, gerade die direkte Konfrontation und das Einlassen mit der Angst hat es mir ermöglicht, mich ohne negativen Beigeschmack von Ihr zu lösen (ohne wirklich von der Angst getrennt zu sein) und mich sogar dadurch geborgen und frei zu fühlen.

    Angst hat für mich nichts Bedrohliches, im Gegenteil, sie ist 'unser' Freund.[...]

    Was bedeutet mir Angst?

    Ich bin davon überzeugt, dass es nur zwei verschiedene Arten der Angst gibt. Die eine wird von negativen und die andere von positiven Energien genährt.

    Die positive Angst ist die Angst vor der eigenen Courage. Sie kann einem helfen und den Weg weisen, wenn man es verstanden hat, sie als Freund zu begreifen und aufhört sie zu bekämpfen. Deswegen benutzte ich zuvor den Ausdruck 'In den Armen der Angst', weil ich dies mit Geborgenheit, Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit und Realität assoziiere. Diese Angst hilft mir, den Weg zu gehen, für den ich mich entschieden habe und ich mich dabei auf meine innere Stimme und meinen gesunden Menschenverstand im Abwägen der Realität und Wunschvorstellung vollkommen verlassen kann!

    Negative Angst, ist die Angst in die man sich durch andere hineinziehen lässt. D.h. wir befinden uns dann in der Angst des anderen und hat mit dem eigenen Empfinden und der eigenen Angst nichts mehr zu tun. Diese Angst ist nicht unser Freund und in dem Moment, da ein anderer Mensch uns da mit hineinziehen möchte, ist dies ein sehr egoistischer Akt, auch wenn man es doch sprichwörtlich 'nur gut meint'. Das einzige, was der andere damit erreichen möchte ist, dass er sich selbst sicher und gut fühlt!

    Wenn man einmal das Wunder der positiven Angst erlebt hat, mit all ihren Schmerzen des Erkennens und der darauf folgenden Erleichterung und Erlösung, kann man sehr gut unterscheiden, was gut oder schlecht für jemanden ist. Natürlich lasse ich mich immer wieder in die Ängste anderer Leute mit hinein ziehen, aber ich weiß, dass ich da schnell wieder hinaus muss, um den Menschen die Chance zu geben, sich mit seiner eigenen Angst auseinander zu setzen. Meine Erfahrung hat mir gelehrt, diesen Versuchen und Diskussionen diplomatisch aus dem Weg zu gehen . Natürlich, sich nicht vollends wegbewegen, aber durchaus mit Abstand behandeln. Und wer weiß, vielleicht schaffe ich es sogar, durch das Vorleben dieser Einsicht in die Wahrheit der Angst, meinen Mitmenschen etwas zu lehren und weiter zu geben, so dass sie eventuell selbst darauf kommen, dass sie keine Angst gegenüber ihrer eigenen Angst haben müssen!"

    LG, Octava :)
     
  2. Scrutinizer

    Scrutinizer Guest

    Es gibt mehr als nur zwei Arten von Angst;
    Angst vor meiner Courage und die Angst durch andere Menschen... hmm, das sind alle?
    Es gibt unbewusste Ängste, die sind einem selbst und anderen fremd. Der Teufelskreis ist die Angst vor der Angst bzw vor Schmerz. Annahme (kognitive Therapien) von Angst sind, wie ich hörte, doch sehr erfolgreich. Alleine aber wohl nicht wirklich zu bezwingen. Unbewusst kommen selbst nach einer Therapie wieder, wobei sie wissen jetzt damit besser umzugehen. So jedenfalls berichten es Menschen mit tiefliegenden psychischen Ängsten.
    Aber Angst vollkommen zum Freund zu machen und somit vollkommen auszuschalten ist meines Erachtens keineswegs möglich, denn dann wäre ich erleuchtet, da ich die grösste Blockade gelöst hätte, die einem innewohnt.
    Hierzu hatte ich irgendwo im Forum hier einen Link zu Oshos Erleuchtung gefunden und das mal gelesen ( http://members.fortunecity.de/osho2/erleuchtung/ )

    Schmerz und Angst beschreibt auch er hier. Sollte es sich um eine authentische Geschichte handeln, die der Link enthält, dann hat Osho eben diese grosse Blockade gelöst. Ich möchte nicht anzweifeln dass Du es geschaft hast Octava, doch was wenn Angst Freude macht? Dann ist Angst nun keine Angst mehr. Sie ist ganz einfach nicht mehr da. Und da sie nicht mehr da ist, ist diese "Blockade" gelöst. Und ohne diese Blockade, also ohne Angst müsste man entweder erleuchtet oder nah dran sein, da schliesslich Energien ungehindert fliessen können und man das Prinzip der totalen Hingabe integrierte.

    Ich selbst leide unter Panikattacken und spreche aus Erfahrung. Danke für Deinen Text ;)

    Liebe Grüsse
    Scru
     
  3. Octava

    Octava Well-Known Member

    Es geht mir nicht darum, die Angst vollkommen zu beseitigen, es geht darum, sie zu erkennen und wenn ich weiß, dass ich sie nicht beseitigen kann, sie als eine Art 'Wegweiser' sehen kann. Natürlich ist mir klar, dass es nicht nur zwei Arten von Angst gibt...ich habe diese auch eher in zwei wichtige Kategorien unterteilt eben in positive und negative Angst. Die Eine kann einen helfen, wenn man sie annimmt (schon allein das Bsp. Angst im Sinne von Gefahrenwarnung - eben das urtypische Handeln des Körpers auf eine Situation, die Gefahr birgt. Sozusagen ein Helfersystem), die Andere wirkt eher destruktiv...aber man kann lernen sie zu erkennen und sie 'umzuwandeln'...mir ist dieses Thema der Angst selbst bekannt auf Grund einer Familiengeschichte und solche Ängste, die man im Zusammenhang mit Panikschüben und Depressionen hat, kann man vielleicht nicht besiegen oder heilen, aber man kann lernen mit ihnen umzugehen und dementsprechend als Wegweiser und/ oder sogar als 'Freund' sehen. Vielleicht sollte ich noch hinzuschreiben, dass die zwei Bsp., die ich genannt habe auch nur Unterbeispiele sind...trotzdem bleibt es für mich dabei mit den zwei Arten der Angst...man muss nur wissen, wo man sie einzuordnen hat, meiner Meinung nach. Aber das heißt noch lange nicht, dass ich in meinem Leben nie wieder Angst haben werde ;)

    LG, Octava :)
     
  4. Moonlight 08

    Moonlight 08 Active Member

    Hallo Octava,
    ein sehr interessantes Thema..die Angst. Ich selber habe die letzten Tag mich mit dem thema Angst und wie gehe ich damit um beschäftigt. Ich hatte auch schon vor..einige fragen hier im Forum dazu zu stellen. Nun bist Du mir zuvor gekommen. :) Ich leide auch unter Angst-und Panikattaken. Ja, sie anzunehmen erleichtet sehr, denn Angst vor der Angst zu haben macht es nur noch schlimmer. Ich überlege mir immer..wenn ich Angst habe...warum?..und wenn ich darauf eine Antwort habe..versuche ich das Probelm zu lösen, damit die Angst sich auflösen kann. Klar, es gelingt nicht immer...aber ich arbeite ja auch daran.
    Ich denke aus eigener Erfahrung heraus das man lernen kann mit den Depris und Attaken umzugehen. Nur so schafft man es mit ihnen klar zu kommen. Aber es ist ein langer Weg. Schön, das Du es auch so siehst.
    Lieben Gruß Moonlight 08
     
  5. Lotusz

    Lotusz Well-Known Member

    Eine absolute Dummheit

    Hallo Octava

    Was mir an deinem Artikel grundsätzlich nicht gefällt, ist, dass Du mir viel zu theoretisch argumentierst. Aber das stelle ich in vielen Beiträgen hier im Forum fest. Man redet um den heissen Brei herum und kommt den Thema damit in Wirklichkeit kaum näher.

    Angst ist in erster Linie ein Phänomen der Neurotransmitter. Warum redet ich so klug daher? Weil ich gerade ein Buch über die Körpereigenen Drogen lese.

    Ich war in meinem Leben auch immer ein sehr ängstlicher Mensch. Um dieser Angst ein Ende zu machen, tat ich im wesentlichen zwei Dinge. Nämlich erstens lebte ich sexuell vollkommen enthaltsam und zweitens machte ich täglich Autogenes Training.

    Das führte innerhalb von 9 Monaten dazu, dass sich so etwas wie permanente Glückseligkeit einstellte und ich verlor vollkommen meine Ängste. Es konnte passieren was wollte, Angst gab es einfach nicht mehr. Das ist absolut gigantisch. In diesem Zustand lebte ich etwa 18 Monate, dann verlor ich mein Paradies, weil ich zu unreif war, und mich wieder auf die Sexualität einliess.

    Ich denke, es ist genau das passiert, was in dem Buch über die körpereigenen Drogen auch steht.

    Octava, der Mensch kann jede Angst besiegen. Aber die meisten Menschen entscheiden sich lieber für kurzfristen sexuellen Lustgewinn, anstatt ihre sexuellen Energien für ihr spirituelles Wachstum zu nutzen. Eine absolute Dummheit.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  6. Octava

    Octava Well-Known Member

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    Ok...das ist Deine Meinung Lotusz...aber Eines möchte ich noch loswerden. Was lässt Dich zum Oberguru aufspielen und mich beleidigen. Dieser Beitrag ist nicht 'theoretisch', ich hab es selbst erlebt und wenn Du wirklich meinst schon all die Weisheit erfahren zu haben, weil Du 'enthaltsam' lebst, freut es mich für Dich, aber es gibt Dir nicht das Recht, anderen Menschen 'von oben herab zu kommen'. Das ist mir schon bei anderen Posts an Dir aufgefallen...nicht jeder muss 'Deinen Weg' leben und vielleicht solltest Du mehr 'daran' arbeiten...schon mal etwas von 'Respekt' dem Anderen gegenüber gehört? :rolleyes:

    LG, Octava :)
     
  7. Wallhall

    Wallhall Member

    Hallo Octava

    Die Art, wie du das Angst-Thema aufgreifst gefällt mir. Es ist aus deinem Text durchaus zu ersehen, dass du dir eigene Gedanken dazu gemacht hast.

    Angst gehört zu unserem täglichen Leben. Sie ist eine Emotion wie andere Empfindungen auch Emotionen sind. Was mir noch auffällt, bei der Bewältigung von Angst ist (sei das wie du sagst positive oder negative Angst), dass die Angst mich innerlich lähmt. Deshalb ist es oftmals schwierig, die Angst direkt anzugehen, bzw. sich ihr direkt zu stellen. Diese Lähmung kann so stark sein, dass daraus eine Depression erwächst.

    Ich bin auch dafür, die Ängste von Aug zu Aug zu betrachten, aber die Lähmung muss ich dabei auch beachten. Das heisst, für die Bewältigung von Angst braucht es vorallem genügend Zeit. Weil unter Druck wird die Lähmung nur noch verstärkt. Es ist oftmals besser sich zurückzuziehen, und in Ruhe die Angst zu betrachten.
     
  8. Wirbelwind

    Wirbelwind Well-Known Member

    ich sehe angst auch als freund, aber so, das die angst mir aufzeichnet :

    VORSICHT

    ich sehe es nicht von nöten mich einer angst zu stellen.

    ich habe je hier schon wo mal was zur angst geschrieben.

    hier mal von meiner hompage , wie ich zur angst stehe:

    Die Bezeichnung "Angst" ist auch so ein unheimlich dehnbarer Begriff. Für Angst steht alles was uns Menschen in irgendeiner Weise beunruhigt. Kann stehen für Bauch kribbeln, für aufgeregt sein, für Lampenfieber, für mulmiges Gefühl, für Unsicherheit, Unkenntnis.....und vieles mehr.
    „Angst“ vor diesen unbekannten Größen entsteht meist dadurch, weil man nicht weiß, was kommt auf einen zu, wie damit umgehen. Ist oft eine Beklommenheit, weil man über eine Sache nicht genug informiert, nicht genug aufgeklärt ist. Ist eine Lösung für dieses Ungewisse gefunden, ist meist auch die „Angst“ besiegt.

    Da ich auch der Einfachheit halber mal bei dem Begriff Angst bleibe, nenne ich es kleine und große Angst.
    Richtige große Angst ist für mich etwas, was nicht wirklich ohne ärztliche Hilfe zu überwinden geht. Viele sagen sie haben vor etwas Angst, z.B vor einer Operation, vor einer Untersuchung... lassen aber dennoch diese über sich ergehen. In meinen Augen ist das nicht wirklich Angst. Und wenn dann nur eine sehr kleine.

    Wie erwähnt: Vor der echten großen Angst hat man Panik, kann sich da nicht zu hinreißen lassen, dieser Angst sich gegen zu stellen.
    Ich persönlich zähle mich zu den sehr mutigen Menschen, ich habe vor ganz Wenigem ein mulmiges Gefühl.

    ABER totale panische Angst habe ich vor einem Tier.
    Nein, das verrate ich euch nicht, welches es ist. Dieses Tier kann ich nicht einmal auf Bildern, im Fernseher, geschweige den in Natura sehen. Da setzt mein Kreislauf total aus, ich erstarre förmlich.

    Vor solchen Dingen wie Magenspiegelung, habe ich auch hysterische Angst, obwohl dabei nicht vor den Schmerzen, sondern vor der Vorstellung des Würgereizes. Denn ich weiß, wenn ich einen Würgereiz bekomme, er mich nicht brechen läßt, sondern bevor es mich hebt, falle ich in Ohnmacht. Alles dauert zwar nur Sekunden, aber ist mir schon einige Male geschehen, daher habe ich echt Horror vor den Auslösern. Versuche diese automatisch zu umgehen.
    Eigentlich ein Widerspruch für mich: Auch vor Zahnarztbesuchen hatte ich wegen dieses Würgereizes mal unheimliche Angst. Ich gehe da echt nur hin, wenn’s denn unbedingt sein muß, zögere jede Behandlung auf ein Langes hinaus. Aber trotzdem habe ich mir schon vieles an den Zähnen machen lassen, ja ok, dann schon so, dass ich da keine Behandlung mehr brauche. Das ich die Zahnarztangst so gut in den Griff bekommen habe, liegt wohl daran, dass ich volles Vertrauen zu meiner Zahnärztin habe und weiß, sie kann genau den Moment abschätzen, wo es mich würgen könnte.


    ergänzend nun noch dazu.

    wie ich schrieb ich habe vor einem tier angst, diese tier kann ich im zoo, auf bildern meiden. in freier natur gibts das tier bei und in den regionen fast gar nicht. länder wo es zu hause ist, besuche ich nicht. also kann die angst dazu getrost bleiben.

    genau so magenspiegelung.

    ich habe mal einen psychologen (er hat ein forum antwortet da auf fragen)
    gefragt was ich gegen meine angst vor magenspiegelung machen kann.

    seine antwort drauf war, auf die magenspiegelung ganz einfach zu verzichten. weil mein inneres mir selber anzeigt, obs wichtig ist, ob nicht. angst sagt mir in dem fall, das ich nicht unbedingt so eine untersuchung brauche.

    ich sehe das auch so.

    ich schrieb ja in einem beitrag, da sich vor dem angekündigten besuch eines mannes angst bekommen habe.

    ich werde mich auf keinem fall dieser angst stellen.
    sondern den kontakt zu ihm meiden.

    weil ich das so sehe, das mir meine angst nur bestätigt, was ich schon verstandsmäßig selber empfinde. dieser mann ist nicht ehrlich, nicht mein ding, ich soll ihn meiden.

    daher ich bin eher der meinung, angstpunkte sollen gemieden werden.
    sie geben uns nur eine richtung an, sagen uns da swir im begriff sind eine dummheit zu tun, bzw.etwas unnötiges, (untersuchung, behandlung...)

    angstfaktor besiegen ist ok, aber das bedeutet bei mir nicht sich der angst stellen, sondern die angstpunkte(das was die angst ausmacht) zu beseitigen, bzw.zu umgehen.
     
  9. Octava

    Octava Well-Known Member

    Ist schon interessant wie jeder 'seiner Angst' begegnet - deswegen würde ich auch niemals eine Meinung zu diesem Thema 'diskutieren' um des Diskutieren willens :)

    Danke für Eure Beiträge.

    LG, Octava :)
     
  10. Lotusz

    Lotusz Well-Known Member

    Die Ursachen der Angst

    Wir leben in einer Gesellschaft in der die Angst der Normalzustand ist. Das ist durchaus kein von Natur aus vorgegebener Zustand, sondern zeigt auf, in welch einer kranken Gesellschaft wir leben.

    Andererseits habe ich immer wieder das Gefühl, dass die meisten Menschen gar nicht daran interessiert sind, angstfrei zu leben. Sagt man ihnen, wie sie angstfrei werden können, dann ignorieren sie es. Sie haben keine Lust sich damit auseinander zu setzen.

    Von Natur aus ist der Mensch nicht nur angstfrei, sondern er lebt normalerweise ein Leben in Euphorie. Wenn das nicht so ist, sollten wir uns die Frage stellen, warum unser Leben so ganz anders verläuft.

    Angst entsteht in erster Linie dadurch, dass wir unsere Lebensenergie, sprich unsere sexuelle Energie, so sinnlos für kurze Momente der Lust vergeuden. Dadurch zerstören wir nicht nur unser inneres Paradies und die Seligkeit, mit der wir eigentlich das Leben geniessen könnten, sondern ernten Angst, Wut, Hass, Neid, Leid und Elend.

    Buddha sagte dazu folgendes:

    Solange der Mensch sexuell aktiv ist, hat er kein wirkliches Interesse an der Praxis des spirituellen Lebens. Diese beiden Dinge passen einfach nicht zusammen. Aber in seiner Lehre über die schrittweise Erleuchtung sagte er auch, daß das Empfinden von Lust und Sexualität Genuß beinhaltet. Er verleugnete den Genuß nicht. Genuß ist dabei. Aber dann verändert sich dieses Vergnügen in Mißvergnügen, und allmählich, langsam, sobald sich das anfängliche Feuer der Lust abgenutzt hat, beginnen die Menschen zu kämpfen. Denn aus Lust erwächst Furcht; aus Lust erwächst Habgier; aus Lust erwachsen Eifersucht, Zorn, Haß, Verwirrung und Kampf; all diese negativen Dinge erwachsen aus der Lust. Und deshalb sind all diese negativen Dinge in der Lust beinhaltet.

    Aber vielleicht lest ihr euch einmal den ganzen Artikel durch.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  11. Octava

    Octava Well-Known Member

    Und da is sie wieder...die Sexualität ;)

    Du machst Dir wirklich sehr viele Gedanken über die Sexualität, oder? Findest Du wirklich, dass die Lebensenergie 'nur' die sexuelle Energie ist? Das finde ich wiederum ziemlich 'dumm'... ... sorry :rolleyes:

    LG, Octava :)
     
  12. Augen

    Augen Well-Known Member

    merkt ma gar nicht.





    (ups. tschuldigung)
     
  13. Augen

    Augen Well-Known Member

    die Angst vor der Angst

    Wenn ich mir (Angst)Freiheit zum 'Ziel' mache - dann ist das natürlich sehr beängstigend. Denn, erstens, ich könnte mein Ziel verfehlen. Zweitens, ich muss mich unfrei fühlen, solange ich noch Angst habe.
    Das fühlt sich alles nicht gut an.

    >Was, Wenn ich die Angst - also das Gefühl von Angst - auf die selbe Ebene der Speisekarte setze, wie Glück, wie Wohlgefühl; einfach eine andere Art von Wohlgefühl. Freude.

    >>>>>>>>
    Unmöglich? - - - oder die einfachste Lösung - um 'das Problem' gleich JETZT zu lösen.
    ((angenehmer side-effect: ich darf wieder Sex haben :))











    Wisst ihr, ich glaube, 'Angst' hat einfach nur einen schlechten Ruf.
     
  14. Syndra

    Syndra Active Member

    @ Lotusz

    Hallo,

    soso, der *natürliche* Zustand des Menschen ist also Euphorie, permanente Glücksseligkeit, ja? Hm, und woher weißt Du, was *glücklich sein* ist? Wie definierst Du es?
    Es ist nicht natürlich, ängstlich(um beim Thema zu bleiben, entschuldige Oktava... :kiss4: ), traurig oder wütend zu sein? Das erzähl mal einem Menschen in Trauer. Ich denke, erst wenn ich jedes Gefühl erfahren habe, bin ich vollständig. Und die Möglichkeit, jedes Gefühl meiner Wahl zu erleben, dass ist Glück.

    Und wenn sexuelle Enthaltsamkeit der einzige Weg zum Licht ist, dann dürfte das Problem der Überbevölkerung unseres Planeten bald gelöst sein... Sex wurde uns zur Freude *erfunden*, es ist ein Geschenk, dass man annehmen kann oder nicht.

    Nur nebenbei: Enthaltsamkeit ist nicht der Weg zur Meisterschaft, wie Du sie Dir erträumst, Enthaltsamkeit kann sich einstellen, wenn die Meisterschaft erreicht ist.

    Liebe Grüße,

    Syndra :)
     
  15. Native

    Native Member

    Angst

    Angst ist ein Freund, so sehe ich das auch.

    Angstfrei leben, dass empfinde ich als Unmöglich, denn nur dumme Menschen haben keine Angst oder eben eine Todessehnsucht.

    Ein Baby das hilflos auf der Welt kommt und keine Angst kennt, dass ist ruckzuck gefressen oder sonst was, es ist nicht überlebensfähig ohne Angst.
    Angst ist doch ein Überlebensmittel, ohne Angst bist du schnell hinüber, dass Leben währt nur kurz ohne sie.

    Auch wenn mir die Angst ein Freund ist, dann heisst das nicht, dass ich Angstfrei bin, sondern mit der Angst gemeinsam durchs Leben schreite um das Leben erfolgreicher durchleben zu können.

    Ich glaube auch nicht, dass es eine Positive oder Negative Angst gibt, sondern nur EINE Angst die ihre Gründe hat für jenes Individium.

    Native :guru:
     

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